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Deutsche Boxlegenden: Unsere Top 10

Von Stefanie, veröffentlicht am 10/05/2019 Blog > Sport > Boxen > Diese 10 Boxlegenden haben den Boxsport in Deutschland geprägt!

Im Jahr 2018 zählte der Deutsche Boxverband (DBV) in Deutschland insgesamt 60.708 männliche und 15.220 weibliche Mitglieder.

Ein Jahr nach der Veröffentlichung dieser Zahlen meldete der Verband im Jahr 2018 60.757 männliche und 21.514 weibliche Mitglieder.

Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 8,35%.

Diese Statistiken zeigen deutlich eine echte Leidenschaft für Amateurboxen in Deutschland – sei es für französisches Savate-Boxen, englisches Boxen, Thai-Boxen oder Kickboxen. Mit der steigenden Anzahl weiblicher Mitglieder im Kampfsport entwickelt sich Boxen in Deutschland zu einer Sportart, bei der nicht mehr nur das Testosteron im Boxring regiert.

Deutsche Boxer haben bei den Olympischen Spielen bereits elf Goldmedaillen gewonnen, darunter Henry Maske, Manfred Wolke oder Torsten May. Auch der aktuelle Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko aus der Ukraine wurde schon Olympiasieger – 1996 in Atlanta.

Wenn Du Anfänger im Boxen bist, dann ist jeder Schlag eines großen Boxmeisters oder mehrfachen Weltmeisters wie ein Beispiel, dem Du folgen solltest und das du imitieren kannst. So lernst Du, auf die gleiche Weise zuzuschlagen, in der Hoffnung, eines Tages vielleicht selbst die Spitze des Box-Berges zu erklimmen.

Ruft man sich den kraftvollen Faustschlag eines Muhammad Ali, eines Mike Tyson, der lange Zeit ungeschlagen blieb, eines Floyd Mayweather Jr. oder eines Rocky Balboa (der fiktive Charakter von Sylvester Stallone) in Erinnerung, so bemerkt man, dass viele Deutsche die Geschichte des Boxens im 20. Jahrhundert und in allen Gewichtsklassen (Welters, Federgewicht, Mittelgewicht, Schwer- und Superschwergewicht) geprägt haben.

Hier findest du eine Liste der Top 10 der größten deutschen Boxer aller Zeiten, die von unseren Superprof-Redakteuren erstellt wurde.

1. Henry Maske

Der ehemalige deutsche Boxer Henry Maske wurde 1964 in Treuenbrietzen geboren. In den 1980er Jahren feierte er große Erfolge als Amateur und gilt als einer der Mitbegründer des sogenannten „Box-Booms“, der Anfang der 1990er Jahre diesen Sport erfasste.

Henry Maske zählt zu den bekanntesten Boxern in Deutschland. Aufgrund seines kultivierten Auftretens in der Öffentlichkeit sowie seines Boxstils wurde der beliebte Boxer auch „Gentleman“ genannt. | Quelle: BAMBI 2009 via Visualhunt

Am 20. März 1993 wurde er durch einen einstimmigen Punktsieg gegen den US-Amerikaner „Prince“ Charles Williams IBF-Weltmeister. Williams war in allen unabhängigen Fachzeitschriften wie dem Ring Magazine die Nummer eins und hatte den Titel mehr als fünf Jahre gehalten.

Maske war von 1993 bis 1996 IBF-Weltmeister im Halbschwergewicht.

Bis Ende 1996 verteidigte Maske seinen Titel zehnmal, darunter gegen die drei ungeschlagenen Pflichtherausforderer Ernesto Magdaleno, Duran Williams und Egerton Marcus sowie gegen Graciano Rocchigiani.

Henry Maske verlor seinen Titel des Verbandes IBF gegen WBA-Titelträger Virgil Hill am 23. November 1996 in einem umstrittenen Kampf nach Punkten.

Im Laufe seiner Karriere bestritt Maske 31 Kämpfe und verzeichnete 30 Siege, 12 davon durch KO.

Nach dem Ende seiner Karriere gründete Maske im Juni 1999 den „Henry Maske Fonds“, der sich für benachteiligte Jugendliche unter anderem durch die Einrichtung von Sportanlagen, Internetcafés und Werkstätten engagiert.

2. Axel Schulz

Axel Schulz wurde am 9. November 1968 in Bad Saarow geboren.

Der deutsche Boxer galt in den neunziger Jahren als der erfolgreichste Schwergewichtsboxer. 1988 wurde Axel Schulz Amateurmeister in der DDR. Danach schlug er eine professionelle Boxkarriere ein und wurde 1992 deutscher Meister im Schwergewicht.

1994 wurde er dann WBA-Weltmeister im Schwergewicht. Schulz bestritt insgesamt 33 Kämpfe, von denen er 26 gewann, 11 davon durch KO. Er musste fünf Niederlagen einstecken, kämpfte einmal unentschieden und ein Kampf blieb ohne Wertung.

1997 wurde er von Brandenburg zum „Sportler des Jahres“ gekürt.

3. Arthur Abraham

Arthur Abraham ist ein deutscher Profiboxer mit armenischem Migrationshintergrund. Er ist ehemaliger ungeschlagener IBF-Weltmeister im Mittelgewicht sowie ehemaliger zweifacher WBO-Weltmeister im Supermittelgewicht.

Geboren wurde Abraham im Jahr 1980 in Jerewan, die Hauptstadt Armeniens. Erst 1995 kam Abraham zusammen mit seinem jüngeren Bruder nach Deutschland, wo er 2003 in den Sauerland-Boxstall aufgenommen wurde.

Arthur Abraham wird von Ulli Wegner trainiert. Als Sparringspartner von Sven Ottke beeindruckte er den Cheftrainer Ulli Wegner so sehr, dass dieser beschloss, Abraham persönlich zu trainieren. | Quelle: Hubert Burda Media via VisualHunt

Abraham kämpfte im Dezember 2005 in Leipzig gegen Kingsley Ikeke um den vakanten IBF-Weltmeisterschaftsgürtel im Mittelgewicht und gewann den Kampf durch KO in der fünften Runde.

Während eines Kampfes gegen Edinson Miranda im Jahr 2006, wurde Abrahams Kiefer gebrochen. Statt den Kampf abzubrechen kämpfte er jedoch weiter und gewann schließlich nach Punkten. Der Kampf ging als die „Schlacht von Wetzlar“ in die Box-Geschichte ein.

Er verzeichnet 31 Siege, davon 25 KO-Siege und keine einzige Niederlage.

Ein gutes Beispiel, um das Boxen zu lernen.

4. Sven Ottke

Sven Ottke wurde im Jahr 1967 in Berlin geboren. Von 1997 bis 2004 war er Profiboxer und Weltmeister.

Ottke gewann elf deutsche Meistertitel.

  • 1985 bis 1991 im Mittelgewicht,
  • 1992 und 1993 im Halbschwergewicht und
  • 1995 und 1996 wieder im Mittelgewicht bis 75 kg.

Ottke war bei Boxfans, die eine offensive Boxweise bevorzugen, eher unbeliebt, da sein Boxstil von seinen Defensivkünsten geprägt war.

Im April 2014 belegte Ottke in der Rangliste der besten Boxer aller Zeiten den dritten Platz im Super-Mittelgewicht.

Er wurde insgesamt sieben Mal als Berlins Sportler des Jahres ausgezeichnet.

5. René Weller

Der ehemalige deutsche Boxer wurde am 21. November 1953 in Pforzheim geboren und wurde neunfacher Deutscher Meister und Vize-Europameister bei den Amateuren. Bei den Profis war er deutscher Meister und zweifacher Europameister der EBU.

Weller war gelernter Heizungsmonteur und Goldschmied. Er begann früh mit dem Boxen und war nebenbei als Gelegenheitsarbeiter tätig.

Durch einen Finalsieg gegen Hans Pillarz wurde er erstmals Deutscher Meister im Bantamgewicht. 1973 bis 1976 gewann er viermal in Folge den Deutschen Meistertitel im Federgewicht, sowie von 1977 bis 1980 viermal in Folge den Deutschen Meistertitel im Leichtgewicht.

Er nahm im Oktober 1980 am Internationalen „100 Years of British Boxing Tournament“ teil und gewann mit einem Finalsieg gegen Gary Felvus die Goldmedaille im Leichtgewicht.

In seiner Karriere bestritt er insgesamt 55 Kämpfe, von denen er 52 gewann, davon 24 durch KO. Einen Kampf verlor er und zwei Mal kämpfte er unentschieden.

6. Gustav „Bubi“ Scholz

Gustav Scholz wurde 1930 in Berlin geboren und wurde in den 1950er und frühen 1960er Jahren mehrfacher Deutscher Meister und Europameister verschiedener Gewichtsklassen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ließ Scholz sich zunächst zum Koch ausbilden.

Ab 1947 besuchte Scholz eine Berliner Boxschule und gewann 1948 seinen ersten Kampf als Berufsboxer ohne zuvor jemals als Amateur angetreten zu sein. 1951 wurde er erstmals Deutscher Meister im Weltergewicht.

Der Boxer hat seine Erinnerungen in einem Buch festgehalten. In seinem Buch mit dem Titel „Ring frei“ hat er seine Erinnerungen an die Anfänge seiner Karriere festgehalten. |Quelle: Pixabay

Scholz bestritt zwischen 1948 und 1964 insgesamt 96 Kämpfe, von denen er 88 gewann, davon 46 durch K.O.; nur zwei Mal verlor er nach Punkten. Zwischen 1950 und 1960 galt er neben Max Schmeling als einer der bekanntesten Box-Stars.

Nach dem Ende seiner Karriere machte Scholz oftmals durch seine Alkoholexzesse Schlagzeilen, die darin gipfelten, dass er am Abend des 22. Juli 1984 seine 49-jährige Frau Helga, die er 1955 geheiratet hatte, in der gemeinsamen Berliner Villa erschoss. Nach drei Jahren wurde er wieder aus der Haft entlassen, litt seitdem jedoch an Depressionen.

Scholz starb am 21. August 2000 im Alter von 70 Jahren.

7. Max Schmeling

Maximilian Adolph Otto Siegfried Schmeling wurde am 28. September 1905 in Klein Luckow geboren. Zwischen 1930 und 1932 war er Weltmeister im Schwergewicht. Bis heute gilt er als einer der bekanntesten Sportler Deutschlands. 

Seine Profikarriere begann er mit einem Sieg gegen Max Diekmann im Jahr 1926, durch den er Deutscher Meister im Halbschwergewicht wurde. Bereits ein Jahr später wurde er Europameister.

Als Schmeling 1930 um den vakanten Weltmeistertitel im Schwergewicht kämpfte, verpasst ihm sein Gegner Jack Sharkey einen regelwidrigen Tiefschlag in der vierten Runde, nach dem Schmeling nicht mehr weiterkämpfen konnte.

Der deutsche Boxer genoß viel Ansehen. Max Schmeling war durch seine Linksauslage bekannt. | Quelle: Visualhunt

Aufgrund der Disqualifikation Sharkeys wurde Schmeling dennoch zum Weltmeister im Schwergewicht und ist bis heute der einzige Weltmeister, der seinen Titel durch eine Disqualifikation seines Gegners erhielt.

Insgesamt bestritt Schmeling 70 Kämpfe, von denen er 56 gewann (davon 40 durch KO). Er musste 10 Niederlagen und 4 Unentschieden einstecken.

Am 2. Februar 2005 starb Max Schmeling im Alter von 99 Jahren an einer schweren Erkältung in seinem Wohnort Hollenstedt.

8. Adolf Heuser

Adolf Heuser wurde 1907 in Buschdorf geboren und war Europameister sowie International Boxing Union Weltmeister im Halbschwergewicht.

Heuser schlug 1929 nach 30 Amateurkämpfen eine Karriere zum Profiboxer ein. Sein erster Gegner im Profiboxen war Fernand Delarge, den er nach Punkten besiegte. 1937 wurde er Deutscher Meister und am 25. März 1938 erkämpfte er sich den Titel als Europameister und Weltmeister im Halbschwergewicht.

Im Laufe seiner Karriere gewann Heuser 88 von insgesamt 127 Kämpfen, davon 43 durch KO. Zudem erlitt er 21 Niederlagen und kämpfte 17 Mal unentschieden.

Heuser starb am 5. September 1988 in Bonn.

9. Torsten May

Torsten May wurde 1969 in Glauchau geboren und ist heute noch als Boxtrainer aktiv. Zu seinen größten Erfolgen zählt der Olympiasieg bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona.

Der ehemalige deutsche Boxer hat viele Kämpfe bestritten, von denen Du im Folgenden eine kurze Übersicht erhältst:

Als Amateur:

Bilanz: 120 Siege – 35 Niederlagen.

  • 1987: DDR-Juniorenmeister und Spartakiadesieger,
  • 1991: Deutscher Meister im Halbschwergewicht,
  • 1991: Weltmeister im Halbschwergewicht,
  • 1992: Olympiasieger im Halbschwergewicht.

Als Profi:

Bilanz: 22 Siege – 3 Niederlagen

  • 7. Mai 1994: Deutscher Meister im Cruisergewicht,
  • 5. Juni 1999: Interkontinentaler Meister der IBF im Cruisergewicht,
  • 27. November 1999: Europameister der EBU im Cruisergewicht.

Das Cruisergewicht ist beim Profiboxen die Gewichtsklasse unter dem Schwergewicht. Das Limit sind heutzutage 90,72 Kilogramm.

Torsten May ist seit 2001 Trainer im Boxstall von Wilfried Sauerland und betreut unter anderem seinen Bruder Rüdiger May.

Lerne hier mehr über das Boxen.

10. Felix Sturm

Felix Sturm wurde 1979 in Leverkusen geboren. Er ist ein deutscher Profiboxer mit bosnischem Migrationshintergrund. Sein gebürtiger Name ist Adnan Ćatić.

Sturm wurde bei verschiedenen Boxverbänden insgesamt fünf Mal Weltmeister:

  • 3. September 2003 – WBO Weltmeisterschaft im Mittelgewicht,
  • 11. März 2006 – WBA Weltmeisterschaft im Mittelgewicht,
  • 28. April 2007 – WBA Weltmeisterschaft im Mittelgewicht,
  • 7. Dezember 2013 – IBF Weltmeisterschaft im Mittelgewicht,
  • 20. Februar 2016 – WBA Weltmeisterschaft im Supermittelgewicht.

Das Supermittelgewicht gibt es ausschließlich bei den Profis. Das untere Gewichtslimit ist 72,575 kg und das obere 76,203 kg. Es liegt zwischen dem Halbschwergewicht und dem Mittelgewicht.

Sturm wurde im März 2010 zum „Superweltmeister“ der WBA ernannt.

In seiner Profikarriere hat Sturm 40 Mal gesiegt und fünf Mal verloren. Drei Mal hat er unentschieden gekämpft und ein Mal gab es keine Wertung.

Falls Du mehr Inspiration möchtest, dann schau dir die Liste der besten Boxfilme an!

 

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