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Diese 10 Filme sollte jeder Box-Fan gesehen haben!

Von Stefanie, veröffentlicht am 30/04/2019 Blog > Sport > Boxen > 10 Kultfilme zum Thema Boxen

Ein anonymes Zitat besagt „Boxen ist wie ein Ballett, in dem es keine Musik oder Choreographie gibt und die Tänzer sich gegenseitig schlagen.“

Einen Film über die Kunst des Boxens zu finden ist nicht schwer. Die Auswahl reicht von Charlie Chaplin über ein auf der wahren Geschichte des Boxers Rubin Carter beruhendes Drama, bis hin zu allen Hollywood-Filmen über Muhammad Ali.

Seit einem halben Jahrhundert begeistern Boxen und Kampfsportart so viele Menschen, dass der Sport ein eigenes Filmgenre erhalten hat: den Boxfilm.

Wir alle haben unsere Lieblings-Filmgenres: Actionfilme, Kriegsfilme, Animationsfilme, Science-Fiction-Filme, Horrorfilme, Blockbuster oder biographische Filme (im Fachjargon als Biopic bezeichnet).

Dazu gehören natürlich auch die bekannten Filme des zeitgenössischen Kinos wie die von A. Hitchcock, Woody Allen, Martin Scorsese, Clint Eastwood, Tarantino, Polanski, Ford Coppola, die Coen-Brüder, D. Fincher, D. Lynch oder auch die Filme von Ken Loach.

Für einen Kinoliebhaber ist die Liste der besten Filme sehr lang.

Man kann Filme natürlich auch nach didaktischen Aspekten auswählen. Um sich auf einen Kampf im Ring vorzubereiten, kann man sich beispielsweise einen Film anschauen, der das Leben eines Boxweltmeisters erzählt.

Hier eine Liste zehn besten Boxfilme, die wir für unsere Leser zusammengestellt haben

1. Der Champion

Dieser amerikanische Film, auch bekannt als The Champion, wurde 1915 unter der Regie von Charlie Chaplin (1889-1977) gedreht.

Charlie Chaplin hat auch schon einen Boxer verkörpert! Charlie Chaplin, ein Wahrzeichen des französischen Kinos, hatte viel Erfolg mit seinem Film über das Boxen. | Quelle: Visualhunt.

Wir alle kennen den sagenumwobenen Charakter von Charlie Chaplin, einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts, der in einer fast 70-jährigen Karriere in mehr als 80 Filmen gespielt hat.

In Der Champion ist ein Landstreicher namens Charlot zu sehen, der sich Boxhandschuhe anzieht, um die Rolle des Sparringspartners – ein Trainingspartner, der einem Champion hilft, sich auf einen Kampf vorzubereiten – für den Boxer Bob Uppercut einzunehmen, um ein wenig Geld zu verdienen.

Aber als Charlot sieht, wie alle Kämpfer der Reihe nach wie die Fliegen umfallen, bereut er seine Anwesenheit ein wenig.

Als schließlich der berühmte Charlot an der Reihe ist, versteckt er heimlich ein Hufeisen in seinem Handschuh, um die großen Kolosse zu besiegen.

Der ehemalige Landstreicher wird also zu einem Boxer und stellt sich der Herausforderung in einem letzten, nahezu akrobatischen Kampf.

Dieser Film ist zwar nicht Bestandteil der Boxgeschichte, ist aber sehr unterhaltsam.

2. Die Rocky-Filmreihe

Rocky ist eine Filmreihe, die vom amerikanischen Schauspieler Sylvester Stallone geschrieben und inszeniert wurde.

Insgesamt handelt es sich um acht Filme, die seit 1976 gedreht wurden und die fiktive Geschichte eines italienisch-amerikanischen Boxers aus Philadelphias Armen- und Arbeitervierteln erzählen, der zum Weltmeister im Boxen wurde: Rocky Balboa.

Die Rocky-Filmreihe besteht aus mehreren Filmen. Rocky erklimmt die Karriereleiter, bis er das Unvorstellbare schafft und Apollo Creed besiegt, einen fiktiven Meister des Boxsports. | Quelle: Visualhunt

Die Trilogie, die während der gesamten Reagan-Zeit (1980-1988) und bis heute gespielt wird, ist eine Hommage an den echten Boxer Chuck Wepner – der Muhammad Ali fast besiegt hätte – und vermittelt das Bild des amerikanischen Traums.

3. Wie ein wilder Stier

Dieses Biopic – ein biographischer Film – ist einer der besten gleichnamigen Filme, der die Reise von Jake LaMotta (1922-2017) aus dem Jahr 1980 nachzeichnet.

Das Meisterwerk über den Weg des „Stiers aus der Bronx“, mit Robert De Niro in der Rolle des Jake LaMotta, wurde von Martin Scorsese inszeniert und 1990 zum besten Film des Jahrzehnts gekürt.

Das faszinierende Drehbuch zeigt J. LaMotta aus einem sehr einfachen Milieu, der über zwanzig Jahre lang durch seine Nahkampfsiege, insbesondere gegen Sugar Ray Robinson und Marcel Cerdan, Bekanntheit erlangte und von 1949 bis 1951 Weltmeister im Mittelgewicht wurde.

Und dann: Der Abstieg, der unvermeidliche Untergang des Champions……..

Boxen erfordert eine gute körperliche Verfassung. Vielleicht weckt einer dieser Filme dein Interesse am Boxen? | Quelle: Pixabay

Filmkritik?  Man könnte Scorcese vorwerfen, dass er sich zu sehr auf das Privatleben des Boxers konzentriert, statt auf dessen legendären Kämpfe.

Dennoch würde fast jeder Filmkritiker sagen, dass es sich hierbei um einen der größten Boxfilme aller Zeiten handelt.

4. When We Were Kings – Einst waren wir Könige

Boxfans werden Dir diesen Film empfehlen und behaupten, dass es sich dabei um einen der besten Filme handelt, in dem die Kraft der größten Kämpfer zur Geltung kommt.

Der 1996 erschienene Dokumentarfilm zeigt den legendären Kampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman in Kinshasa (früher Zaire, heute Demokratische Republik Kongo) am 30. Oktober 1974.

Dieser Kampf trug den Titel „Rumble in the jungle“ und es war Muhammad Ali – Cassius Clay – der George Foreman in der 8. Runde durch Knockout (KO) schlug.

Der Film erinnert neben dem legendären Finalkampf um den Weltmeistertitel an die Taktik von Ali, der lange Zeit in den Seilen bleiben und die Schläge seines Gegners gut wegstecken konnte, ehe er zum Gegenangriff überging und den Angreifer durch einen harten Schlag mit der rechten Faust überraschte. Ein Schlag, der unter Boxern eher selten verwendet wurde. Aber auch die Mobutu-Diktatur und das schwierige politische Klima, in dem der Finalkampf stattfand, werden in dem Film thematisiert.

Der Film wurde 1997 mit einem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.

5. Hurricane

Hurricane ist ein autobiographischer Film, der 1999 gedreht wurde und den schwierigen Weg des Boxers Rubin Carter (1937-2014), alias Hurricane Carter, nachzeichnet.

Genau in dem Moment, in dem der internationale Boxer im Mittelgewicht Berühmtheit erlangt, erfährt er einen radikalen Absturz.

Carter kommt aufgrund mehrerer Delikte, die er in seiner Gangsterzeit begangen hatte, ins Gefängnis. Dort erlernt er das Boxen und wird mit der Zeit zum Profi.

Er gewinnt einen Kampf nach dem anderen und kommt 1963 unter die Top 10. Er schafft das Unvorstellbare und wird einer der ernst zu nehmenden Anwärter auf den Weltmeistertitel.

Seine steile Karriere setzt sich fort, bis ihm zwischen 1967 und 1976 ein dreifacher Mord angelastet wird, den er 1966 begangen haben soll.

Bereit, die Boxhandschuhe anzuziehen?

6. Girlfight – Auf eigene Faust

Der Film, der im Jahr 2000 von Karyn Kusama inszeniert wurde, widmet sich dem Frauenboxen durch die Geschichte einer sozial benachteiligten jungen Frau mit einer schmerzhaften Vergangenheit.

Girlfight wurde nach der Veröffentlichung gut von den Kritikern aufgenommen.

Diana Guzman kommt ursprünglich aus Brooklyn. Ihre Mutter hat sich umgebracht, ihr alkoholabhängiger Vater ist gewalttätig und sie wurde der Schule verwiesen. Nur im Boxen findet Diana noch Zuflucht und auch einen Vorwand, um ihrem unbeständigen Leben zu entfliehen.

Sie richtet ihre Wut gegen den Boxsack im Boxclub und findet ihre Lebensfreude wieder, indem sie mit anderen sozialen Gruppen außerhalb ihrer eigenen von Verzweiflung und Gewalt geprägten Welt in Kontakt kommt.

7. Ali

Ali gehört zu den Filmen auf der Liste der Boxfilme, die man unbedingt gesehen haben muss.

Der 2001 veröffentlichte Film erzählt die Geschichte des Lebens und der Karriere des berühmtesten Boxers, von seinem Sieg als Weltmeister in seinem ersten Kampf im Jahr 1964 gegen Sonny Liston bis zu seinem Kampf gegen G. Foreman in Kinshasa im Jahr 1974.

Es handelt sich um eine Biographie der Sportlegende Muhammad Ali, die sich auf seine Siege und Kontroversen zwischen 1964 und 1974 konzentriert.

Der Film erzählt auch den Aktionismus des unbesiegten Boxers Cassius Clay, der seinen Namen in Muhammad Ali änderte, sich für die Nation of Islam einsetzte und an der Seite von Malcom X für die Menschenrechte kämpfte.

Muhammad Ali ist weltweit bekannt. Muhammad Ali gilt als einer der erfolgreichsten Boxprofis aller Zeiten! | Quelle: VisualHunt

Gespielt wird Ali von Will Smith, dem berühmten Schauspieler, der unter anderem in „I Am Legend“ zu sehen ist, und der aus dem Film einen der besten Filme rund ums Boxen und um Muhammad Ali macht.

8. Million Dollar Baby

Es ist unmöglich, über aktuelle Filme zu sprechen und dabei nicht ein Meisterwerk von Clint Eastwood zu nennen.

Wenn unsere Leser Boxen mögen, müssen sie sich unbedingt den Film Million Dollar Baby aus dem Jahr 2004 ansehen.

Zusammenfassung:

Frankie (Clint Eastwood), ein ehemaliger renommierter Boxcoach, betreibt mit seinem Partner „Scrap“ (Morgan Freeman), einem ehemaligen Boxer, eine kleine Boxhalle.

Eine junge Frau namens Margaret „Maggie“ Fitzgerald bringt die Harmonie im Boxclub aus dem Gleichgewicht und drängt Frankie in einer überragenden Schauspielleistung dazu, trotz dessen anfänglicher Zurückhaltung ihr Boxtrainer zu werden.

Dank Frankies hartem Training und seiner guten Ratschläge erlangt „Maggie“ (Hilary Swank) durch eine Reihe von KO-Siegen von der ersten Runde an Bekanntheit.

Frankie glaubt, dass die Dinge zu weit gehen und möchte dem Ganzen ein Ende setzen.

Er organisiert einen letzten Kampf um den Weltmeistertitel: ein Kampf gegen Billie (gespielt von der Boxerin Lucia Rijker), der eine dramatische Wendung nimmt.

Maggies Boxkarriere findet aufgrund einer unheilbaren Verletzung ein abruptes Ende, weswegen sie Frankie darum bittet etwas zu tun, das nicht mehr rückgängig zu machen ist…

Dieser ergreifende Film über eine Boxerin mit einem tragischen Schicksal ist wahrscheinlich einer der schönsten Boxfilme der letzten zwanzig Jahre.

9. Das Comeback

Der 2005 veröffentlichte Film unter der Regie von Ron Howard erzählt die Geschichte von James J. Braddock (1905-1974), dem amerikanischen Schwergewichts-Weltmeister von 1935 bis 1937.

Zusammenfassung:

Jim Braddock, ein ehemaliger Boxer, gespielt von Russel Crowe, kehrt dem Boxsport nach einer Reihe traumatischer Niederlagen den Rücken.

In den frühen 1930er Jahren, als die Vereinigten Staaten mitten in der Great Depression stecken, versucht er, sich finanziell mit wenig gewinnbringenden und uninteressanten Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten, um gemeinsam mit seiner Frau das Überleben zu sichern.

Allerdings wird er ermutigt, gegen die Nummer 2 auf der Weltrangliste zu kämpfen. Ein Kampf, der für ihn in der dritten Runde mit einem klaren Sieg endet.

Als Favorit tritt er in einem alles entscheidenden Kampf gegen die weltweite Nummer 1, Max Baer, an…

10. Der Boxer von Auschwitz

Der 2013 produzierte, sehr gute Film erinnert an das Leben von Victor Younki (1911-1945), dem jüngsten Boxer aller Zeiten, der im selben Jahr zum zweifachen französischen Meister (1931-1932) und Weltmeister der Fliegengewichte gekürt wurde.

Brahim Asloum, Weltmeister und französischer Meister, verkörpert das tragische Schicksal des Boxers Victor Younki.

Der gebürtige Tunesier – Tunesien war damals noch eine französische Kolonie – und gläubige Jude ließ sich Anfang der 1930er Jahre in Paris nieder.

Als sich das politische, wirtschaftliche und soziale Klima in ganz Europa verschlechterte, bekam Victor Younki schnell die Folgen des Antisemitismus und des zunehmenden Faschismus zu spüren.

Obwohl Hitler seit 1933 über Nazi-Deutschland regierte, stimmte V. Younki zu, kurz nach der Kristallnacht im Jahr 1938 in Berlin zu kämpfen.

Als er sah, dass die Zahl der Judenrazzien zunahm, wollte er Frankreich Anfang der 1940er Jahre verlassen.

Dazu kam es jedoch nie…

Er wurde von der französischen Gestapo in Paris denunziert und am 21. September 1943 in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht.

Er wurde als „der Champion“ bezeichnet und sollte im Vernichtungslager unter der Aufsicht eines SS-Schiedsrichters boxen, wobei der Gewinner eine zusätzliche Ration Essen erhielt und der Verlierer hingerichtet wurde.

Nachdem Younki alle seine Kämpfe gewonnen hatte, starb er am 22. Januar 1945. Er wurde von einem SS-Mann erschossen, den er zuvor im Boxring besiegt hatte.

Ein tragischer Film, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Brahim Asloum spielt die Rolle des Victor Younki – alias Victor Young Perez – und zeigt die verheerenden Folgen der nationalsozialistischen Barbarei und des Krieges auf Kosten des Talents seiner Opfer.

Eine gute Möglichkeit, sich einen der besten französischen Boxer auf der Leinwand  anzuschauen.

 

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