China lässt sich kaum auf ein einziges Bild reduzieren. Zwischen den Wachtürmen der Chinesischen Mauer, den roten Palastmauern Pekings und den futuristischen Hochhäusern Shanghais liegen Jahrtausende Geschichte – und Bauwerke, die bis heute von Macht, Religion, Erfindergeist und gesellschaftlichem Wandel erzählen.
Einige dieser Orte sind weltberühmt, andere stehen deutlich seltener auf den üblichen Listen. Gemeinsam zeigen sie, wie vielfältig Chinas kulturelles Erbe ist: von kaiserlichen Palästen und buddhistischen Höhlentempeln bis hin zu historischen Wohnanlagen und modernen Wahrzeichen.
Dieser Überblick stellt 15 der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Chinas vor, erklärt ihre Geschichte und zeigt dir, was Besucher vor Ort wissen sollten.
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1. Die Chinesische Mauer
Ort
Nordchina; beliebte Abschnitte liegen bei Peking
Entstehung
Vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis ins 17. Jahrhundert
Bekannt für
Mehr als 20.000 Kilometer Befestigungsanlagen
UNESCO-Welterbe seit 1987
Ein Bauwerk aus vielen Epochen

Kaum ein Bauwerk steht so sehr für China wie die Große Mauer. Dabei ist sie kein lückenloses Band aus Stein, sondern ein weit verzweigtes System aus Mauern, Pässen, Wachtürmen, Gräben und Festungen. Verschiedene Reiche und Dynastien bauten über viele Jahrhunderte daran. Das vertraute Bild mit breiten Steinwegen und Zinnen stammt vor allem aus der Ming-Zeit.1
Die Anlagen sollten Angriffe erschweren, erfüllten aber noch weitere Aufgaben: Sie sicherten Handelswege, kontrollierten Grenzübergänge und halfen dabei, Nachrichten mit Rauch- und Feuersignalen schnell weiterzugeben. Ein beeindruckender Anblick! Und wen wundert’s? Die chinesische Mauer ist Teil des UNESCO-Welterbes!
Welche Abschnitte lohnen sich?
Für einen Tagesausflug ab Peking sind Mutianyu, Badaling und Jinshanling besonders beliebt. Mutianyu verbindet eine schöne Berglandschaft mit guter Infrastruktur. Badaling ist am einfachsten erreichbar, dafür oft sehr voll. Wer länger wandern und auch weniger stark restaurierte Passagen sehen möchte, ist in Jinshanling gut aufgehoben.
Zeitbedarf: Je nach Abschnitt etwa 3 bis 6 Stunden.
Beste Reisezeit: Frühling und Herbst; im Sommer möglichst früh starten.
Mitbringen: Feste Schuhe, Wasser sowie Sonnen- oder Kälteschutz.
Gut zu wissen: Viele Wege sind steil und uneben; Seilbahnen gibt es nur an ausgewählten Abschnitten.
2. Die Verbotene Stadt

Bild: Unknown court artist - Evelyn S. Rawski, Jessica Rawson: China: The Three Emperors 1662–1795. London 2006, Gemeinfrei.
Ort
Peking
Entstehung
Erbaut von 1406 bis 1420
Bekannt für
Kaiserpalast von 24 Herrschern der Ming- und Qing-Dynastie
UNESCO-Welterbe seit 1987
Wo früher nur wenige eintreten durften
Die Verbotene Stadt, auch Kaiserpalast oder kaiserliche Residenzstadt genannt, ist die Palastanlage in Peking. Sie wurde zwischen 1406 und 1420 vom dritten Kaiser der Ming-Dynastie, Yongle, erbaut und ist seither ein architektonisches Meisterwerk, das die Zivilisation Chinas wie kaum ein anderes Gebäude repräsentiert.2
Übrigens: Die Anlage wird deswegen „verboten“ genannt, weil während der Herrschaft der verschiedenen Kaiser der Zutritt der einfachen Bevölkerung verboten war.
Ein Palast, der selbst das wichtigste Exponat ist
Heutzutage ist der Palast ein Museum, in dem die kaiserlichen Schätze und zahlreiche chinesische Kunstwerke (chinesische Malerei, chinesische Kalligraphie usw.) ausgestellt werden.
Die Anlage ist riesig und extrem beeindruckend und zieht unter anderem deshalb ausländische und chinesische Touristen gleichermaßen an. In der Verbotenen Stadt kann man sich in die Geschichte Chinas vertiefen, indem man sich mit den verschiedenen Dynastien auseinandersetzt.
Wenn Du mehr über die chinesischen Dynastien, die über einen langen Zeitraum hinweg über diesen großen Flecken Land, der sich „China“ nennt, herrschten, erfahren möchtest, schau Dir unseren Artikel zu diesem Thema an!
Zeitbedarf: Mindestens 3 bis 4 Stunden, besser einen halben Tag einplanen.
Reservierung: Eine frühzeitige, personalisierte Ticketbuchung ist in der Regel erforderlich.
Route: Der klassische Weg führt vom Mittagstor im Süden zum Tor der Göttlichen Macht im Norden.
Tipp: Vom Jingshan-Park nördlich der Anlage eröffnet sich ein besonders guter Überblick.
3. Der Tian Tan Buddha
Ort
Ngong Ping auf Lantau Island, Hongkong
Entstehung
Errichtet von 1990 bis 1993
Bekannt für
34 Meter hohe Bronzestatue und 268 Stufen
Hongkongs berühmter „Big Buddha“

Der Tian Tan Buddha steht in Hongkong auf der Insel Lantau in der Nähe des Klosters Po Lin – und zwar auf einer Bergspitze! Man muss sich den majestätischen Anblick also erst einmal verdienen, indem man vom Festland auf die Insel reist und dann den Ngong Ping besteigt (oder ein bisschen schummelt und die Seilbahn nimmt …).
Die Buddhastatue an sich ist 34 Meter hoch und wiegt nicht weniger als 250 Tonnen!
Brücke zwischen buddhistischer Tradition und Moderne
Das Bauwerk wurde zwischen 1990 und 1993 errichtet und besteht aus 250 Tonnen Bronze.3 Dieser Metallkoloss überschaut die Volksrepublik China von seinem lotusförmigen Sockel aus. Die Statue repräsentiert auch ein neues China, das stolz ist auf seine unter anderem buddhistische Tradition und offen ist für Besucher aus dem Westen. Der Inselbuddha ist somit eine Brücke zwischen Tradition und Moderne …
Das nicht weit entfernte Kloster Po Lin zeiht außerdem Pilger aus ganz Asien an. Besucher strömen auch herbei, um die schönen chinesischen Gärten drum herum zu genießen oder sich eine Auszeit im sehr beliebten vegetarischen Restaurant zu gönnen. Wir sagen nur: „Oooommm“.
Zeitbedarf: Etwa 3 bis 5 Stunden einschließlich Anreise.
Eintritt: Der Außenbereich ist normalerweise frei zugänglich; für Sonderbereiche können andere Regeln gelten.
Wetter: Wind, Nebel oder Gewitter können Seilbahnbetrieb und Aussicht beeinträchtigen.
Kombination: Po-Lin-Kloster, Wisdom Path und das Fischerdorf Tai O.
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4. Der Himmelstempel

Ort
Peking
Entstehung
Ab 1406 erbaut und später mehrfach erweitert
Bekannt für
Kaiserliche Opferzeremonien und die Halle des Erntegebets
UNESCO-Welterbe seit 1998
Eine Bühne für kaiserliche Rituale
Dieser beeindruckende und schöne Tempel befindet sich in Peking. Außer der Bezeichnung Himmelstempel findet man auch noch den Namen „Himmelsaltar“. Er wurde zwischen 1406 und 1420 während der Herrschaftszeit des Kaisers Yongle erbaut und wurde 1998 ins Weltkulturerbe aufgenommen.4
Dieser Opferaltar ist im Sinne seiner Bedeutung repräsentativ für das alte China: eine Verbindung zwischen Himmel (Tian) und Erde, wobei man wissen muss, dass der Kaiser als Sohn des Himmels angesehen wird.
In dieser beeindruckenden heiligen Stätte wurden Opfer für die Götter erbracht. Das Gebäude ist emblematisch für den Wunsch, China in seiner ganzen monumentalen Größe und Pracht zu zeigen.
Was man nicht verpassen sollte
Neben der Halle des Erntegebets gehören das Kaiserliche Himmelsgewölbe, die Echo-Mauer und der kreisförmige Himmelsaltar zu den Höhepunkten. Gleichzeitig ist das Gelände ein lebendiger Stadtpark. Vor allem am Morgen trifft man hier Menschen beim Tai-Chi, Tanzen, Musizieren oder Kartenspielen.
Zeitbedarf: Etwa 2 bis 3 Stunden.
Beste Tageszeit: Früh am Morgen für mehr Alltagsatmosphäre und weniger Besucher.
Ticket: Parkeintritt und Zugang zu den Hauptmonumenten können getrennt geregelt sein.
Anreise: Die Anlage ist gut mit der Pekinger U-Bahn erreichbar.
5. Der Potala-Palast

Bild: Wikimedia Commons, Black Dragon Society - 亜細亜大観 第3冊, Public Domain.
Ort
Lhasa im Autonomen Gebiet Tibet
Entstehung
Ursprünge im 7. Jahrhundert; heutige Anlage vor allem ab dem 17. Jahrhundert
Bekannt für
Ehemalige Winterresidenz der Dalai Lamas
UNESCO-Welterbe seit 1994
Ein Palast über den Dächern von Lhasa
Schon von Weitem beherrscht der Potala-Palast das Stadtbild von Lhasa. Die gewaltige Anlage steigt in weißen und roten Gebäudestufen den Roten Berg hinauf und wirkt fast wie eine eigene Stadt. Ihre Wurzeln reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück, das heutige Erscheinungsbild entstand jedoch größtenteils ab dem 17. Jahrhundert.5
Der Weiße Palast diente vor allem als Wohn- und Verwaltungsbereich. Im Roten Palast befinden sich Kapellen, Reliquienschreine und Grabhallen. Bis 1959 war der Potala die Winterresidenz des Dalai Lama; heute ist er Museum und eine der wichtigsten Stätten des tibetischen Buddhismus.
Ein Besuch, der Kondition verlangt
Der Aufstieg führt über zahlreiche Treppen, und auf rund 3.700 Metern Höhe fällt selbst langsames Gehen deutlich schwerer. Dazu kommen oft feste Zeitfenster und genaue Besucherregeln.
Wer den Potala sehen möchte, sollte deshalb genügend Zeit zur Akklimatisierung einplanen und sich vorab über die aktuellen Reise- und Genehmigungsbestimmungen für Tibet informieren.
Planung: Reservierung und Identitätskontrolle sind üblich; Zugangsregeln können sich ändern.
Gesundheit: Langsam gehen, ausreichend trinken und Beschwerden durch die Höhe ernst nehmen.
Fotografie: Im Inneren vieler Räume eingeschränkt oder untersagt.
Respekt: Religiöse Regeln, Gebetsrichtungen und Absperrungen beachten.
6. Oriental Pearl Tower
Ort
Lujiazui in Shanghai
Entstehung
Errichtet von 1991 bis 1994
Bekannt für
468 Meter hoher Fernsehturm mit markanten Kugeln
Das Gesicht des neuen Shanghai
Als der Oriental Pearl Tower in den 1990er-Jahren entstand, befand sich Pudong noch mitten im Umbruch. Seine rosafarbenen Kugeln wurden schnell zum Symbol für das moderne Shanghai und die Bevölerungsentwicklung in China. Heute stehen zwar deutlich höhere Wolkenkratzer in der Nachbarschaft, doch kaum ein Bauwerk prägt die Skyline so unverwechselbar.
Gerade im Zusammenspiel mit dem historischen Bund auf der anderen Seite des Huangpu-Flusses wird sichtbar, wie rasant sich Shanghai verändert hat: hier die Fassaden des frühen 20. Jahrhunderts, dort Glas, Stahl und futuristische Formen.
Shanghai von oben
Mehrere Ebenen bieten Ausblicke über den Fluss, den Bund und das Hochhausviertel Lujiazui.6 Je nach Ticket gehören weitere Ausstellungen oder Attraktionen dazu.
Zeitbedarf: Rund 2 Stunden.
Beste Sicht: An klaren Tagen; Dunst und hohe Luftfeuchtigkeit können die Fernsicht einschränken.
Andrang: Abends und an Wochenenden sind längere Wartezeiten möglich.
Alternative: Auch der Shanghai Tower bietet einen spektakulären Blick über die Stadt.
7. Kloster der 10.000 Buddhas

Bild: Wikimedia Commonsm, Public Domain.
Ort
Sha Tin, Hongkong
Entstehung
Gegründet 1949; in den 1950er-Jahren fertiggestellt
Bekannt für
Mehr als 12.000 Buddhafiguren
Der Aufstieg gehört schon zum Erlebnis
Wer das Kloster der Zehntausend Buddhas besuchen möchte, beginnt mit einem steilen Fußweg. Entlang der Treppen stehen Hunderte vergoldete, lebensgroße Figuren. Das Kloster der 10.000 Buddhas (oft auch unter dem englischen Namen „Ten Thousand Buddhas Monastery“ erwähnt) ist ein buddhistischer Tempel in Sha Tin in Hongkong. Das Kloster wurde im Jahr 1951 von einem großen Weisen namens Yuet Kai gegründet und der Bau der Anlage wurde 1957 fertiggestellt.7
Ein ruhiger Kontrast zur Innenstadt
Die Anlage liegt nur eine MTR-Fahrt vom Zentrum entfernt, fühlt sich aber deutlich abgeschiedener an. Was die Klosteranlage so besonders und sehenswert macht, ist die Tatsache, dass sich im Innern fast 12.800 Buddhastatuen befinden! Das ist doch mal ein Wort, oder? Selbst wenn man bedenkt, dass die Anlage insgesamt ca. 8 Hektar umfasst … Außerdem kann man dort auch chinesische Schriftzeichen bewundern (Ideogramme), die als Kalligraphie eine eigene Kunst sind.
Während Deiner Chinareise ist dieser Tempel ein schöner Abstecher in die Kultur und Geschichte Chinas mit seiner buddhistischen Tradition und seinen wunderschönen Kunstwerken. Vielleicht kannst Du ja vorher ein bisschen Chinesisch lernen und so ein paar dieser Zeichen entziffern?
Zeitbedarf: Etwa 1,5 bis 2,5 Stunden.
Eintritt: In der Regel kostenlos.
Anreise: Zu Fuß von der MTR-Station Sha Tin.
Wichtig: Nur der ausgeschilderten Route folgen; bei starkem Regen oder Taifunwarnungen kann geschlossen sein.
8. Xuankong Si
Ort
Hunyuan bei Datong, Provinz Shanxi
Entstehung
Ursprünge wahrscheinlich im 6. Jahrhundert
Bekannt für
Tempelanlage in einer steilen Felswand
Ein Tempel, der zu schweben scheint

Auch hierbei handelt es sich um ein Kloster. Das Besondere daran ist, dass es in eine Felswand eingebaut ist! Dieser buddhistische und daoistische Tempel wurde 491 in Datong in der Provinz Shanxi erbaut und „schwebt“ 50 Meter über dem Boden, um bei Hochwasser vor den Fluten geschützt zu sein.
Drei Lehren auf engstem Raum
Besonders ist nicht nur die Architektur. Im Tempel begegnen sich Buddhismus, Daoismus und Konfuzianismus. In der Halle der Drei Lehren werden Buddha, Laozi und Konfuzius gemeinsam dargestellt. Die schmalen Gänge, kleinen Räume und tiefen Blicke ins Tal machen den Rundgang eindrucksvoll – und für Menschen mit Höhenangst durchaus herausfordernd.
Zeitbedarf: Vor Ort etwa 1,5 bis 2 Stunden, zuzüglich Anfahrt.
Zugang: Schmale Gänge können aus Sicherheitsgründen zeitweise gesperrt oder begrenzt werden.
Nicht ideal bei: Ausgeprägter Höhenangst oder eingeschränkter Mobilität.
Kombination: Lässt sich gut mit den Yungang-Grotten oder dem Hengshan verbinden.
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9. Der Sommerpalast in Peking

Bild: Wikimedia Commons, Almbauer, Gemeinfrei.
Ort
Peking
Entstehung
Ab 1750 angelegt; Wiederaufbau vor allem ab 1886
Bekannt für
Kaiserliche Gartenkunst rund um den Kunming-See
UNESCO-Welterbe seit 1998
Ein imposantes Geschenk
Der Neue Sommerpalast bringt uns wieder zurück in die Hauptstadt Chinas, nach Peking. Der Kaiser Qianlong aus der Qing-Dynastie (Lerne mehr über die Dynastien Chinas: Sei es Qing oder auch Yuan) ließ dieses beeindruckende Bauwerk von 1750 an errichten – als Geschenk zum 60. Geburtstag seiner Mutter! Insgesamt wurde das Monument zweimal zerstört und wiederaufgebaut.
Ein Landschaftsgemälde zum Durchwandern
Im Jahr 1998 wurde der Neue Sommerpalast ins UNESCO-Welterbe aufgenommen und das nicht ohne Grund: Diese ehemalige Kaiserresidenz ist eine Perle Chinas.8 Die Architektur, die Farben, die Gärten und Skulpturen – es gibt vieles zu bewundern, weshalb wir einen Besuch nur wärmstens empfehlen können.
Zeitbedarf: Mindestens 3 Stunden, besser einen halben Tag.
Beste Jahreszeit: Frühling und Herbst; im Sommer bieten die Galerien willkommenen Schatten.
Wege: Große Distanzen und teilweise viele Treppen einplanen.
Ticket: Für einzelne Gebäude oder Gärten können Zusatztickets nötig sein.
10. Das Mausoleum Qin Shihuangdis und die Terrakotta-Armee
Ort
Lintong bei Xi’an, Provinz Shaanxi
Entstehung
3. Jahrhundert v. Chr.; entdeckt 1974
Bekannt für
Tausende lebensgroße Terrakotta-Soldaten und -Pferde
UNESCO-Welterbe seit 1987
Eine Armee für das Leben nach dem Tod
Stell Dir das mal vor: fast 8.000 Soldaten- und Pferdestatuen aus Terrakotta! Die sogenannte „Terrakotta-Armee“ ist eine Grabbaute, die zu Ehren der Soldaten des Kaisers Qin Shi Huang Di, dem ersten Kaiser von China, errichtet wurde. Sie befindet sich in der Nähe der Stadt Xi’an und wurde zwischen dem 210. und 209. Jh. v. Chr. erbaut.9

Die Figuren zeigen unterschiedliche Ränge, Frisuren, Uniformen und Gesichtszüge. Ursprünglich waren sie farbig bemalt. Viele Pigmente verblassten allerdings kurz nach der Freilegung, weshalb heute intensiv an schonenderen Grabungs- und Konservierungsmethoden gearbeitet wird.
Das eigentliche Grab bleibt verschlossen
Die berühmte Grube 1 enthält die größte Formation. Weitere Hallen zeigen kleinere Einheiten, Offiziere, Pferde und Restaurierungsarbeiten. Das zentrale Grab des Kaisers liegt unter einem großen Erdhügel und wurde bislang nicht geöffnet. Rundherum befinden sich zahlreiche weitere Gruben und Fundstellen – die bekannte Armee ist also nur ein Teil des gesamten Mausoleums.
Die Terrakotta-Armee verkörpert auf beeindruckende Art und Weise die militärische Macht des chinesischen Kaiserreichs. Man muss sie nur sehen und meint schon, den Gong der Armee und das Schlachtgebrüll Tausender Soldaten zu hören …
Zeitbedarf: Etwa 3 bis 4 Stunden, zuzüglich Fahrt von Xi’an.
Reihenfolge: Viele beginnen mit den kleineren Hallen und heben Grube 1 für den Schluss auf.
Andrang: An Feiertagen und Wochenenden sehr hoch; möglichst früh starten.
Kombination: Stadtmauer, Muslimisches Viertel und Große Wildganspagode in Xi’an.
11. Die Longmen-Grotten

Bild: Wikimedia Commons, Gary Todd from Xinzheng, China - Vairocana, Fengxian Temple, Longmen Grottoes, CC0.
Ort
Luoyang, Provinz Henan
Entstehung
Vor allem vom 5. bis 8. Jahrhundert
Bekannt für
Mehr als 2.300 Höhlen und Nischen mit buddhistischer Kunst
UNESCO-Welterbe seit 2000
Tausende Figuren im Fels
Südlich von Luoyang ziehen sich die Longmen-Grotten an den Kalksteinwänden des Yi-Flusses entlang. Kaiser, Adelige, Mönche und private Stifter ließen hier über Jahrhunderte Buddhafiguren, Reliefs und Inschriften aus dem Fels arbeiten.10
Manche Darstellungen sind nur wenige Zentimeter groß, andere füllen ganze Felsräume. Zusammen zeigen sie, wie sich buddhistische Kunst, Kleidung und Schönheitsideale zwischen der Nördlichen Wei- und der Tang-Dynastie veränderten.
Der große Buddha von Fengxian
Das berühmteste Ensemble ist der Fengxian-Tempel mit der monumentalen Vairocana-Figur. Der offene Felsraum wirkt fast wie eine steinerne Bühne. Wer langsam am Fluss entlanggeht, entdeckt jedoch auch in den kleineren Nischen immer neue Details.
Zeitbedarf: Etwa 3 bis 4 Stunden.
Weg: Mehrere Kilometer Fußweg und zahlreiche Treppen.
Beste Tageszeit: Morgens oder am späten Nachmittag, besonders im Sommer.
Kombination: Luoyang-Museum oder Shaolin-Tempel als weiterer Ausflug in Henan
11. Der Große Buddha von Leshan
Ort
Leshan, Provinz Sichuan
Entstehung
Von 713 bis 803 während der Tang-Dynastie
Bekannt für
71 Meter hohe Buddhafigur in einer Felswand
UNESCO-Welterbe seit 1996, gemeinsam mit dem Emei Shan
Ein Buddha, der über drei Flüsse wacht
Der Große Buddha von Leshan wurde direkt aus einer Felswand am Zusammenfluss von Min, Dadu und Qingyi gehauen. Die monumentale Figur sollte nach der Überlieferung gefährliche Strömungen beruhigen und Schiffer schützen.
Mit 71 Metern Höhe ist die Statue schon aus der Ferne beeindruckend. Ein verborgenes System aus Rinnen und Öffnungen leitete Regenwasser ab und half dabei, den Fels über Jahrhunderte zu schützen.11
Zu Fuß oder vom Boot aus?
Von den oberen Tempelanlagen blickt man direkt auf Kopf und Schultern der Figur. Je nach Öffnung und Besucherandrang führt ein steiler Treppenweg hinunter zu den Füßen. Den vollständigsten Blick bietet allerdings das Wasser: Vom Boot aus lassen sich die Dimensionen der Statue und ihre Lage in der Felswand besonders gut erfassen.
Zeitbedarf: Etwa 3 bis 5 Stunden.
Beste Perspektive: Boot für den Gesamtblick, Fußweg für Details.
Sicherheit: Treppen können bei Nässe rutschig sein; zeitweise Sperrungen sind möglich.
Kombination: Emei Shan oder ein Tagesausflug ab Chengdu.
👉 Was du für die Einreise in China beachten musst, erfährst du hier!
13. Die Mogao-Grotten

Bild: Wikimedia Commons, Aurel Stein, Gemeinfrei.
Ort
Dunhuang, Provinz Gansu
Entstehung
Vom 4. bis 14. Jahrhundert
Bekannt für
Buddhistische Wandmalereien, Skulpturen und Manuskripte der Seidenstraße
UNESCO-Welterbe seit 1987
Ein Bilderarchiv der Seidenstraße
Die Mogao-Grotten bei Dunhuang bewahren rund tausend Jahre Kunst- und Kulturgeschichte. In der Oasenstadt trafen Händler, Pilger, Mönche und Gesandte aus unterschiedlichen Regionen aufeinander. Ihre Begegnungen spiegeln sich in Wandmalereien, bemalten Skulpturen und religiösen Texten wider.
Die Darstellungen erzählen buddhistische Legenden, zeigen aber ebenso Kleidung, Musik, Architektur und Alltagsszenen. Dadurch sind die Grotten nicht nur religiöse Monumente, sondern auch eine außergewöhnliche Quelle zur Geschichte des Austauschs zwischen China, Zentralasien und weiteren Regionen.12
Die berühmte Bibliothekshöhle
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in einer versiegelten Höhle Zehntausende Manuskripte und Kunstwerke entdeckt. Viele davon befinden sich heute in Sammlungen außerhalb Chinas.
Weil Licht, Feuchtigkeit und große Besucherzahlen den empfindlichen Malereien schaden können, ist der Zugang streng geregelt und auf ausgewählte Höhlen beschränkt.
Reservierung: Unbedingt früh buchen; die täglichen Kontingente sind begrenzt.
Besuchsform: Der Zugang erfolgt gewöhnlich in geführten Gruppen zu ausgewählten Höhlen.
Fotografie: In den Höhlen in der Regel nicht erlaubt.
Kombination: Mingsha-Sanddünen, Mondsichelsee und weitere Stätten rund um Dunhuang.
Von Shanghai bis Peking, von Tianjin bis Hangzhou: Vor allem in den urbanen Zentren Chinas gibt einiges zu entdecken. Also, worauf wartest Du noch? Buche deinen Flug und entdecke eines der faszinierendsten Länder der Welt!
Quellen
- UNESCO World Heritage Centre: „The Great Wall“, https://whc.unesco.org/en/list/438/.
- UNESCO World Heritage Centre: „Imperial Palaces of the Ming and Qing Dynasties“, https://whc.unesco.org/en/list/439/.
- Hong Kong Tourism Board: „The Big Buddha“, Discover Hong Kong, https://www.discoverhongkong.com/eng/place-to-go/travel.guide-the-big-buddha.html
- UNESCO World Heritage Centre: „Temple of Heaven“, https://whc.unesco.org/en/list/881/.
- UNESCO World Heritage Centre: „Historic Ensemble of the Potala Palace, Lhasa“, https://whc.unesco.org/en/list/707/
- Shanghai Municipal Administration of Culture and Tourism: „Der Fernsehturm „Perle des Ostens““, Meet in Shanghai, https://www.meet-in-shanghai.net/de/attraction/the-tv-tower-pearl-of-the-east-988195/.
- Hong Kong Tourism Board: „Ten Thousand Buddhas Monastery“, Discover Hong Kong, https://www.discoverhongkong.com/de/place-to-go/travel.guide-ten-thousand-buddhas-monastery.html.
- UNESCO World Heritage Centre: „Summer Palace, an Imperial Garden in Beijing“, https://whc.unesco.org/en/list/880/
- UNESCO World Heritage Centre: „Mausoleum of the First Qin Emperor“, https://whc.unesco.org/en/list/441/
- UNESCO World Heritage Centre: „Longmen Grottoes“, https://whc.unesco.org/en/list/1003/
- UNESCO World Heritage Centre: „Mount Emei Scenic Area, including Leshan Giant Buddha Scenic Area“, https://whc.unesco.org/en/list/779/
- UNESCO World Heritage Centre: „Mogao Caves“, https://whc.unesco.org/en/list/440/
Mit KI zusammenfassen:









