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Kann Mathematik beim Karten Spielen nützlich sein?

Von Melanie, veröffentlicht am 08/12/2017 Blog > Nachhilfe > Mathe > Mathe als wertvolle Hilfe beim Poker Spielen

Mit Mathe kann man alles erreichen, oder?

Kann man Poker ohne Mathematik gewinnen?

Natürlich können auch Spieler gewinnen, die keine mathematischen Genies sind, trotzdem kannst Du durch das Beherrschen von Wahrscheinlichkeitsrechnungen Deine Spielweise verbessern und Dir somit einen Vorteil gegenüber Spielern verschaffen, die keine mathematischen Berechnungen anstellen.

Die Verbindung zwischen dieser als schwierig angesehenen Disziplin und Poker ist ein sehr anschauliches Beispiel dafür, inwiefern sich Mathe Lernen allemal lohnt.

Mit Mathematik den Hauptgewinn einkassieren… Verlockend, oder?

Poker: ein Taktikspiel

Poker ist kein Glücksspiel, dies zeigt uns vor allem die bekannteste und meist gespielte Poker-Variante „Texas Hold‘Em“, denn es müssen ähnlich wie beim Bridge Strategien und Taktiken entwickelt werden.

Beim Poker spielt also Glück keine große Rolle, vielmehr geht es darum, die richtigen Strategien anzuwenden, seine Emotionen perfekt zu beherrschen und einige Tricks zu kennen.

Entsprechende Kenntnisse über die Welt der Zahlen und Wahrscheinlichkeiten können hier einen wesentlichen Unterschied machen – und genau das wollen wir uns im Folgenden einmal etwas näher anschauen…

Mathematik und Poker Die besten Pokerspieler der Welt sind oft Mathegenies. | Quelle: Pixabay

Muss man Mathekenntnisse haben, um Poker spielen zu können?

Eines steht fest: Die Mathematik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Und so hat sie auch beim Spielen einen hohen Einfluss.

Es gibt verschiedene mathematische Verfahren, die beim Poker zum Einsatz kommen.

Um eine Antwort auf die Frage „Habe ich mit dieser Hand eine Gewinnchance?“ zu erhalten, benötigt man in erster Linie Wahrscheinlichkeitsberechnungen.

Auch wenn das Beherrschen von Zahlen eine gute Grundlage beim Poker ist, kommt man um die Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht herum.

Es sieht so aus, als ob man zum Poker Spielen besser keine Angst vor Mathe haben sollte.

Natürlich gibt es Spieler, vor allem der älteren Generation, die behaupten oder Dich glauben lassen, dass beim Poker nur der Wille und die Intuition zählen. Logisch, man muss nicht gleich Einstein sein.

Aber trotzdem sollte man dem Ratschlag dieser Spieler nicht blind vertrauen, denn wie soll Dein Bauchgefühl Deine Gewinnchancen ermitteln? Das ist unmöglich, das geht nur mit mathematischen Berechnungen.

Für Menschen, die kein Poker spielen, ist das vielleicht zu abstrakt, aber beim Poker ist es extrem wichtig, die Häufigkeit zu kennen, mit der bestimmte Karten gezogen werden.

Psychologie und Mathematik beim Poker

Wenn Poker ein reines Glücksspiel wäre, wäre es längst nicht so beliebt.

Die Spieldynamik entsteht hauptsächlich durch Taktik, die von zwei wesentlichen Faktoren abhängt, der Mathematik und der Psychologie.

Sicherlich haben mathematisch begabte Spieler gegenüber anderen Spielern einen leichten Vorteil. Zu den großen „Mathegenies beim Poker“ zählen Spieler wie Andy Block, Paul Magriel oder auch Chris Ferguson.

Der Star unter ihnen ist jedoch mit Sicherheit der geniale Mathematiker John Forbes Nash (der im Film „A Beautiful Mind“ von Russell Crowe gespielt wird). Er ist der Spezialist schlechthin für Spieltheorien und hat sich den Zusammenhang zwischen Poker und Mathematik zu eigen gemacht.

Prozent- und Wahrscheinlichkeitsrechnungen beim Poker. Zum Poker spielen braucht man vor allem Prozent- und Wahrscheinlichkeistrechnungen. | Quelle: Pixabay

Warum Mathematik beim Poker nützlich ist

Beim Poker Spielen wird eigentlich nur mathematisches Grundwissen benötigt, das grundsätzlich jeder lernen kann.

(Für etwas anspruchsvollere Mathematik empfehlen wir Euch eine Lektüre der 15 mathematischen Formeln & Gleichungen, die die Welt verändert haben!)

Hier die wichtigsten Grundregeln, die man beherrschen sollte:

  • Warum man Wahrscheinlichkeitsrechnungen beim Poker braucht? Wegen der Karten natürlich! Insgesamt gibt es 52 Karten, jeder Rang enthält 4 Karten, pro Farbe gibt es 13 Karten.
  • Es gibt Odds und Wahrscheinlichkeiten: Diese Begriffe sollte man unbedingt beherrschen. Um zu berechnen, mit welcher Wahrscheinlichkeit Du welche Karte ziehst, existiert eine einfache Rechenregel: Die Anzahl der „Outs“ beim Flop mit 4 multiplizieren, mit Hilfe der „Turn“ und der „River“. Outs sind die Karten, die einem Spieler helfen, seine Hand wesentlich zu verbessern. Über die Outs kannst Du die Wahrscheinlichkeit berechnen, eine Karte zu ziehen, die Dir eine Gewinnkombination einbringt.
  • Berechnung der Gewinnerwartung: Es handelt sich um die Rentabilität, d.h. es wird ermittelt, welchen Gewinn Du einfahren kannst. Die Gewinnerwartung kann negativ oder positiv sein. Durch das Berechnen der Gewinnerwartung kannst Du Spielwendungen voraussehen und Deine Strategie sowie Deine Spielweise festlegen.

Beispiel: Du wirfst eine Münze und setzt einen Euro auf Kopf und ein anderer Spieler setzt den gleichen Betrag auf Zahl. Das Verhältnis ist also 1:1.

Die mathematische Gewinnerwartung liegt demnach bei 0, denn egal, ob die Münze 2 oder 200 Mal geworfen wurde, es ist unwahrscheinlich zu gewinnen oder zu verlieren.

Wie wird die Gewinnerwartung berechnet?

Du musst Deinen Einsatz im Pot von der Wahrscheinlichkeit, den Pot zu gewinnen, abziehen.

Wenn das Ergebnis positiv ist, ist die Wahrscheinlichkeit, langfristig zu gewinnen, höher.

Ist das Ergebnis jedoch negativ, kannst Du das Blatt zwar immer noch gewinnen. Je länger Du jedoch spielt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, langfristig zu verlieren.

Mathe ist nicht alles beim Poker

Aber Achtung, Mathematik allein reicht beim Poker Spielen nicht aus: Man sollte nicht vergessen, dass man nicht über alle notwendigen Informationen verfügt, um die exakte Gewinnwahrscheinlichkeit zu ermitteln.

Wenn Du Deine Spielerfahrung oder Dein Bauchgefühl völlig ignorierst, kann sich die Mathematik auch negativ auf Dein Spiel auswirken. Ein kleiner Berechnungsfehler am Anfang des Spiels reicht aus und schon kann Dir die Mathematik im weiteren Spielverlauf nicht mehr weiterhelfen.

Brauchst Du Mathe, um ein guter Pokerspieler zu werden? Mathematik allein reicht nicht zum Gewinnen! | Quelle: Pixabay

Wenn man sich eine Sache merken sollte, dann, dass Mathematik beim Poker spielen nicht Alles ist.

Sie kann Dir helfen, langfristig Deine Gewinnwahrscheinlichkeiten zu ermitteln, aber mehr auch nicht.

Da besitzt die Mathematik in anderen Lebensbereichen eine deutlich größere Bedeutung…

Über welche Mathekenntnisse sollte man beim Poker Spielen verfügen?

Selbstverständlich ist das nicht der Stoff, der im Mathematikunterricht in der Schule vorrangig behandelt wird, aber Du solltest den folgenden Abschnitt dennoch aufmerksam durchlesen!

Prozente und Wahrscheinlichkeiten

Ein wirklich guter Pokerspieler kann Prozente und Wahrscheinlichkeiten berechnen.

Er weiß zum Beispiel, dass seine Chancen bei 1:8 liegen, einen Drilling zu bekommen, wenn er ein Paar auf der Hand hat, und dass seine Chancen bei 1:3 liegen, die gleiche Farbe beim Flop zu haben (Flop = die ersten drei Community Cards bei den Hold’em-Varianten).

Die „Outs“ kennen

Ein guter Pokerspieler weiß außerdem, wie wichtig die „Outs“ sind: Es handelt sich um die Karten, die einem Spieler helfen, seine Hand wesentlich zu verbessern.

Wie geht das? Du zählst Deine Outs, multiplizierst sie mit 2 und addierst 2, dann erhältst Du den Prozentsatz, der die Wahrscheinlichkeit angibt, eine interessante Kombination zu ziehen.

Pot Odds berechnen, um beim Poker zu gewinnen Was sind Pot Odds, oder Outs? Wichtige Begriffe, die man beim Poker Spielen beherrschen sollte. | Quelle: Pixabay

Die Pot Odds

Ein Spieler, der gut in Mathe ist, berechnet, ob sich das Zahlen von Einsätzen lohnt.

Dies ist ein entscheidender Faktor, um beim Poker Spielen die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die Pot Odds sind keine Wahrscheinlichkeiten, sondern nur das Verhältnis zwischen dem zu bringenden Einsatz und dem möglichen Gewinn. Wenn sich zum Beispiel 10 Euro im Pot befinden und Du 2 Euro bezahlt hast, sind die Pot Odds 5:1 (da 10:2).

Wenn Du 5 Euro in einen Pot von 10 Euro gesetzt hast, sind die Pot Odds 2:1 (da 10:5).

Auch wenn es zunächst etwas kompliziert erscheint, ist das Berechnen der Pot Odds wirklich notwendig, wenn man mittel- oder langfristig Poker spielen möchte.

Du solltest aber auf jeden Fall immer die Potsumme kennen.

Das ist alles kalter Kaffee für Dich? Dann haben wir hier ein paar knifflige Matherätsel für Dich!

Die enge Verbindung von Mathematik und Poker

Mathekenntnisse sind beim Pokerspielen keine Pflicht, allerdings sind sie notwendig, wenn Du langfristig Fortschritte machen möchtest.

Vor allem, wenn Du Online Poker Spielen willst (gegen einen Computer). Natürlich wird mathematisches Wissen auch beim Online-Poker gebraucht.

Dies ist nicht immer einfach, denn Du musst in Echtzeit anhand Deines Blatts und der Karten auf dem Tisch Deine Gewinnchancen berechnen können.

Ein mittelmäßiger Pokerspieler stellt in der Regel keine Berechnungen an und vermeidet es, sich bei einem „All-in“ den Kopf zu zerbrechen, d. h. all seine Chips zu setzen, sobald er eine gute Hand hat.

Einige Zahlen sollte man dennoch im Kopf haben: Wenn Du zum Beispiel ein Paar hast, beträgt die Chance, einen Drilling zu bekommen, 1/12. In diesem Fall solltest Du wissen, wie viel Du gewinnen kannst. Der Betrag sollte höher sein als die Summe der 11 anderen Einsätze.

Die meisten dieser Berechnungen kann man recht leicht lernen; sie sind nicht notwendig, wenn Du gegen Laien spielst. Wenn Du aber wirklich ein guter Pokerspieler werden möchtest, sind Mathekenntnisse und das Beherrschen einiger Rechenregeln ein absolutes Muss.

Mit Mahte beim Poker gewinnen. Mathekenntnisse sind kein Muss. Wer aber langfristig beim Poker gewinnen möchte, sollte einige Regeln beherrschen.

Genauso wie Du ohne Buchstaben oder Sätze zu kennen, nicht schreiben kannst, ist es unmöglich, gut Poker zu spielen, ohne zu verstehen, was beispielsweise Pot Odds sind.

Du solltest also einige Kenntnisse in Mathe haben, Dich informieren, wie man seinen „bankroll“ verwaltet (die Chips oder das Geld, das ein Spieler für das Pokerspiel zur Verfügung hat) und wie man gute Karten ziehen kann.

Und vor allem sollte man Kopfrechnen können!

Die meisten mathematischen Konzepte, die beim Poker eine Rolle spielen, kann man sich durch das Einprägen von Tabellen aneignen.

Im Internet werden übrigens zahlreiche Rechenprogramme oder Pokerrechner zur Verfügung gestellt, die Dir beim Berechnen der Odds helfen. Mathematische Berechnungen können auf jeden Fall dazu beitragen, Deine Gegner zu übertreffen und eine Lösung in ausweglosen Situationen zu finden.

Du solltest Dein Spiel daher immer genau analysieren, damit Du vorhersehen kannst, welche Entscheidungen Deine Gewinnchance erhöhen und welche sie verschlechtern.

Wer weiß, vielleicht verbessern diese mathematischen Kenntnisse ja auch Dein Glück in der Liebe?

Wir wünschen Dir ein gutes Blatt!

Und sollte es mit Deinen mathematischen Fähigkeiten noch etwas hapern, keine Sorge:

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