Mathematik! Wie vielen Schülern ist während ihrer Schulzeit wegen diesem Fach regelmäßig der kalte Schweiß ausgebrochen!

Und manche Schüler verfolgt dieses Fach wohl oder übel bis zum Studium, denn selbst wenn man nicht Mathe an sich studiert, ist das Fach oft Bestandteil des Curriculums: z.B. für Soziologie, Psychologie, Physik, Biologie oder auch BWL.

Im Studium kann es daher Sinn ergeben, auf Mathe Nachhilfe für Studenten zurückzugreifen.

Doch wie Millionen von Schüler:innen auf der ganzen Welt hast auch du dir sicherlich schon mal die Frage gestellt: Wofür brauche ich Mathematik eigentlich? Was bringt mir dieses Wissen im späteren Leben?

Eine gute Frage, denn im Vergleich zu konkreteren Fächern wie Englisch oder Sport fällt vielen Schüler:innen nicht nur der Stoff schwer, sondern auch, die nötige Motivation zum Lernen der schwierigen Inhalte aufzubringen.

Umso schwieriger ist es für die Eltern, ihr Kind bzw. ihre Kinder davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, für das Fach Mathe zu lernen bzw. Nachhilfe dafür zu nehmen.

Wir sagen: Die Frage nach der Nützlichkeit der Mathematik für den Alltag ist zwar verständlich, aber vielleicht ist es trotzdem an der Zeit, sich mit der Mathematik zu versöhnen, denn ganz so sinnlos, wie das Schulfach vielen Kindern und Jugendlichen vorkommt, ist es gar nicht.

Finde im Folgenden heraus, warum!

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Und los geht's

Rechnen können im Alltag – eine hilfreiche Fähigkeit

Wenn ich in der Grundschule sagte: "Ich muss noch Mathe-Hausaufgaben machen", antwortete mein Opa immer: "Was man in der Grundschule macht, ist nicht Mathematik, sondern einfach nur Rechnen."

Junger Schüler mit Bleistift in der Hand über ein Mathe-Heft gebeugt.
Die meisten werden wohl einsehen, dass die Grundrechenarten für den Alltag nützlich sind. | Quelle: Unsplash

Diese Aussage mag banal klingen, aber sie trifft doch einen wichtigen Punkt: Die meisten sehen wahrscheinlich ein, dass grundlegende Rechenfähigkeiten im Alltag nötig sind, ein Problem haben sie eher mit "höherer" Mathematik und deren Nützlichkeit für den Alltag.

Das ist verständlich und ich gebe meinem Großvater im Nachhinein immer noch recht. Und trotzdem: Das Rechnen ist per Definition Teil der Mathematik.

Deshalb schauen wir uns in einem ersten Schritt mal an, inwiefern uns diese einfache Form der Mathematik im Alltag hilft.

Kaufen und Verkaufen

Dass man beim Einkaufen im Supermarkt von Dingen, die auf Mathematik basieren, nur so umgeben ist, ist klar: von den elektronischen Kassen über die Barcodes und das Lagersystem – alles ist auf die ein oder andere Weise mit Zahlen und Mathematik verknüpft.

Aber natürlich braucht man keine mathematischen Fähigkeiten, um diese Dinge zu nutzen (genauso wie man kein:e IT-ler:in sein muss, um am Computer zu arbeiten).

Rechnen allerdings ist eine grundlegende Fähigkeit, die ich beim Einkaufen quasi jedes mal nutze.

Schon als ich noch ein Kind war, animierte mich meine Mutter immer dazu, im Supermarkt oder in der Bäckerei im Kopf mitzurechnen, wie viel Rückgeld ich erhalten sollte. Das  ist nicht nur ein gutes Gehirnjogging, sondern hat auch schon den ein oder anderen Fehler eines Verkäufers entlarvt – zu meinen Gunsten, aber auch zu Gunsten des Geschäfts, da bin ich ehrlich. ;)

Eine weitere Rechenart, die ich regelmäßig beim Einkaufen (aber auch in anderen Lebensbereichen) anwende, ist das Prozentrechnen.

Klassisches Beispiel: Sonderangebote. Beim Kauf von zwei Artikeln erhältst du einen Rabatt von 30%. Kannst du mal eben im Kopf ausrechnen, wie viel das ist? Oder zumindest überschlagen?

Nehmen wir an, ein Artikel kostet 13€, dann kosten zwei Stück davon 26€. Kopfrechen Profis rechnen diesen Betrag jetzt mal 0,3. (Denn 30% von irgendwas ist der Betrag mal 0,3, 50 % ist mal 0,5, 13% ist mal 0,13 usw.). Aber mal ehrlich, kannst du im Kopf mal null Komma irgendwas rechnen? Also ich nicht.

Stattdessen rechne ich immer über den Zwischenschritt auf 10% runter, also in diesem Fall 26€ geteilt durch 10 ist gleich 2,60€. Um auf 30% zu kommen, nimmst du diesen Betrag jetzt einfach mal 3, das ergibt 7,80€. Und voilà, das ist der Rabatt, der dir an der Kasse abgezogen wird.

Statt auf 10% runter zu rechnen, kannst du natürlich auch auf 1% kommen (Betrag geteilt durch 100) und dann mal der Zahl, des Rabatts.

Ist dir etwas aufgefallen? Wenn man auf diese Art Prozentsätze ausrechnet, nutzt man nicht nur Prozentrechnen, sondern auch den Dreisatz!

Es ist also in der Tat sinnvoll, einige Kopfrechentechniken zu beherrschen und bei Prozentrechnung und Dreisatz im Matheunterricht aufzupassen.

Beim Kochen & Backen

Altmodische Waage neben einer Packung Mehl und Kochlöffeln und einem Nudelholz und Eiern.
Auch beim Kuchenbacken sind Rechenkenntnisse von Vorteil. | Quelle: Pixabay

Auch beim Kochen und Backen kommt häufig der Dreisatz zur Anwendung, insbesondere wenn du die Mengenangaben eines Rezepts auf eine andere andere Personenzahl umrechnest (z.B. Rezept für 6 Personen auf 2, 4 oder 8 Personen). Du musst die Mengenangaben neu berechnen, damit das Rezept gelingt.

Auch Bruchrechnen ist beim Kochen und Backen oft nützlich, z.B., wenn man über eine solche Anweisung stolpert: Mischen Sie 2/3 von 500 g Mehl mit der Hälfte der Hefe, fügen Sie 2 Eier und Milch hinzu.

Es wäre schließlich verheerend, wenn du die falsche Menge an Mehl nimmst (also zu viel Mehl oder zu wenig Mehl) und der Teig deswegen misslingt.

Außerdem solltest du die Grundregeln für das Umrechnen von Gewichtsangaben (Gramm in Pfund und umgekehrt), von Temperatureinheiten (Celsius und Fahrenheit, wenn du z.B. amerikanische Rezepte verwendest) beherrschen.

Wobei, wenn wir ganz ehrlich sind, lässt man solche Rechnungen heutzutage wohl eher vom Smartphone ausführen.

Trotzdem wirst du mir wohl zustimmen, dass es in diesem Bereich des Alltags durchaus hilfreich ist, wenn man zumindest die Grundrechenarten, den Dreisatz und leichtes Bruchrechnen beherrscht.

Für den Haus- oder Wohnungskauf

Auch der Kauf einer Immobilie verdeutlicht, warum Mathematik im Alltag nützlich ist. Insbesondere, weil ein solcher Kauf nicht ganz unerheblich ist und man sich seiner Sache sicher sein sollte, zumindest in mathematischer Hinsicht!

Bei der Aufnahme eines Kredits bietet dir die Bank Rückzahlungsoptionen an, bei denen entweder ein fixer oder ein variabler Zinssatz, der entsprechend der Kreditlaufzeit variiert, einzukalkulieren ist: Der Zinssatz ist für einen Kredit über 2, 10, 25 oder 30 Jahre nicht der gleiche.

Um genau zu wissen, welche Beträge du zahlen, sparen und tilgen kannst, ist es wichtig, die Zinsrechnung zu beherrschen. Natürlich holst du dir dabei vielleicht auch Hilfe von Expertinnen, aber grob zu verstehen, was dir der Bankangestellte erzählt (oder vielleicht auch unterjubeln will), ist auf jeden Fall wichtig!

Neben der Aufnahme eines Kredits gibt es noch einen anderen Aspekt: Wenn du planst, selbst ein Haus zu bauen, kann es sein, dass du selbst in die Erstellung der groben Baupläne involviert bist oder zumindest ungefähr verstehen musst, was diese aussagen.

Du solltest also mit Maßstäben und Geometrie umgehen können, damit nicht dreinschaust wie ein Auto, wenn dir der Architekt erklärt, wie er sich das Ganze vorstellt. Und dieses räumliche Vorstellungsvermögen wird unter anderem im Mathematikunterricht in Geometrie geschult – ob es den Kindern Spaß macht oder nicht.

Für Handwerksarbeiten

Egal, ob du kleine oder größere handwerkliche Arbeiten geplant hast, Mathematik ist dabei dein Freund und Helfer.

Wenn du verschiedene Mittel mischen oder Winkel für den Einbau einer Trennwand berechnen musst, bedienst du dich wiederum mathematischer Fähigkeiten. Wenn du ein richtiger Hobbyhandwerker bist (oder werden willst), zeichnest du vielleicht sogar deine eigenen Pläne für ein bestimmtes Fertigungsstück.

Auch dafür braucht es ein Verständnis von Geometrie und Maßeinheiten.

Du solltest auch wissen, wie man Winkelberechnungen (Kosinus, Sinus, rechter Winkel) ausführt, die Hypotenuse eines Dreiecks bestimmt und den Abstand der Bretter eines Regals berechnet. Auch Flächen- bzw. Volumenberechnungen können in diesem Bereich von Vorteil sein.

Es gibt unzählige Beispiele, die einem so selbstverständlich erscheinen, dass man sich gar nicht bewusst ist, dass der Mathematikunterricht bei der Ausführung all dieser Arbeitsschritte und bei der Neugestaltung deines Interieurs wesentlich beteiligt war – zumindest in Grundzügen!

Geld- und Glücksspiele

Auch wenn bei Kartenspielen natürlich Glück eine Rolle spielt, haben gute Poker- oder Bridgespieler, die mathematische Berechnungen benutzen, einen Vorteil gegenüber mittelmäßigen Spielerinnen, die keine Wahrscheinlichkeitsrechnungen angestellt haben.

Nahaufnahme von Karten haltenden Händen zweier Personen an einem Tisch.
Professionelle Spielerinnen wissen, wie sie mithilfe von Mathematik ihre Gewinnchancen ausrechnen können. | Quelle: Pixabay

Die Mathematik kann also einen erfolgreichen Pokerspieler aus dir machen!

Oder vielleicht spielst du ab und zu Lotto oder kaufst dir ein Rubbellos? Mithilfe von Mathematik kannst du zwar nicht deine Gewinnchancen erhöhen – das ist einfach nur Glückssache –, aber sie kann dir dabei helfen, deine Gewinnchancen realistischer auszurechnen und so festzulegen, wie viel du auszugeben bereit bist im Verhältnis zu eben diesen Gewinnchancen.

Oder hattet ihr auch das Beispiel "Das Ziegenproblem" mit den drei Toren im Matheunterricht, als es um Wahrscheinlichkeiten ging? Das typische Beispiel ist die alte Fernsehsendung "Geh aufs Ganze!".

Die Kandidatin hat die Wahl zwischen drei Toren. Hinter einem der Tore ist der Hauptpreis, ein Auto, hinter den anderen zwei sind Ziegen. Sie wählt ein Tor, sagen wir, Tor Nummer 1. Der Showmaster, der weiß, was hinter den Toren ist, öffnet ein anderes Tor, sagen wir, Tor Nummer 3. Hinter diesem Tor steht eine Ziege. Er fragt die Kandidatin nun: "Möchten Sie das Tor Nummer 2?. Und jetzt die große Frage: Ist es von Vorteil, die Wahl des Tores zu ändern?

Je nach Zusatzinformationen und Vorgaben für den Showmaster, wie er vorgehen muss, kann die Antwort variieren, aber Fakt ist: Wir Menschen schätzen Wahrscheinlichkeiten intuitiv oft falsch ein.

Da kann es helfen, wenn man im Unterricht bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung bzw. in Stochastik aufgepasst hat und sich seine eigenen, etwas objektiver begründeten Gedanken zum Problem machen kann.

*

Übrigens: Wusstest du, dass 1 von 10 Personen wegen fehlenden Wissens in Mathematik in ihrem Alltag eingeschränkt ist? Das sind schon einige (10%, um genau zu sein ;)).

Mathematik im Berufsleben – nicht nur für Mathematiker ein Thema!

Abgesehen von den Beispielen aus dem Alltag, die jeder kennt, beherrscht die Mathematik auch das Berufsleben vieler Menschen – selbst wenn diese nicht Mathematiker:innen sind.

Natürlich trifft das auf manche Berufe stärker zu als auf andere, aber so manch einer wäre überrascht, für welche Berufe man alles rechnen können muss oder andere mathematische Fähigkeiten braucht.

IT

Es wird dich nicht überraschen, wenn ich dir sage, dass IT-ler:innen mathematische Kenntnisse brauchen, um ihren Beruf auszuüben. Klar müssen sie nicht zwangsweise etwas im Kopf rechnen, aber ein grundlegendes Verständnis von Algorithmen ist fürs Programmieren unerlässlich.

IT und Mathematik sind so eng verknüpft, dass wir hier gar nicht weiter darauf eingehen wollen: Die Schnittmenge der nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse ist riesig.

Schon mal was von Vektoren gehört?

Verkauf

Nahaufnahme einer Kassenschublade mit Dollarnoten und Centstücken.
Wenn man im Verkauf arbeitet, ist Kopfrechnen eine Grundvoraussetzung! | Quelle: Pixabay

Vorhin habe ich schon erwähnt, dass ich als Kind in der Bäckerei das Rückgeld mitrechnen sollte, später stand ich als Ferienjob auf der anderen Seite der Theke: Ich rechnete als Verkäuferin die Restbeträge mit, obwohl wir natürlich eine elektronische Kasse hatten, die das für uns übernahm.

Da man aber nie weiß und sicher sicher ist, war ich meiner Mutter im Nachhinein oft dankbar.

Doch es gibt auch noch weitere Berufe im Feld des Verkaufs und Vertriebs, bei denen Mathematikkenntnisse ein wesentlicher Pluspunkt oder sogar Grundvoraussetzung sind.

Zum Berechnen von Tarifen, Erstellen von Exceltabellen, Kalkulieren von Prozentsätzen für den Verkauf von Produkten, Kommissionen, Rabatten, zum Umrechnen von Währungen – Mathematik gehört einfach zum Alltag einer jeden Person, die auch nur ansatzweise mit Sales zu tun hat.

Buchhaltung

Dass Buchhalter:innen mathematische Kenntnisse für ihren Beruf brauchen, steht wohl außer Frage – auch wenn heutzutage natürlich viel über Computerprogramme läuft. Trotzdem: Das Grundverständnis muss da sein, schon allein, wenn man im Rahmen eines Audits gewisse Vorgehensweisen erklären muss.

Architektur

Flächenberechnungen, Gleichungen und Volumenberechnungen aus der Mathematik werden von Architekten sehr häufig benutzt, um Gebäude dreidimensional und Perspektiven auf einem Plan darzustellen.

Natürlich wird auch in diesem Bereich das meiste von Computerprogrammen ausgerechnet. Trotzdem braucht es ein mathematisches Grundverständnis, Ahnung von Geometrie und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, wenn man diesen Beruf ausüben möchte.

Architektonischer Entwurf mit Geodreieck und Lineal.
Architekten benötigen Mathematik zum Anfertigen von Plänen. | Quelle: Pixabay

Wirtschaft

Die meisten wirtschaftlichen Modellierungen machen sich die Mathematik zu Nutze.

Ökonomen interessieren sich für die Produktion, die Produktivität oder auch für die Vermögensverteilung eines bestimmten Landes.

Mathematik und Statistik gehören zur Wirtschaft einfach dazu. Einfache Berechnungen wie die Lohnsumme eines Unternehmens bis hin zu komplexeren Techniken wie das Berechnen von Aktien-Nennwerten sind gefragt.

Der vielleicht interessanteste Aspekt, bei weitem nicht der leichteste, ist die Anwendung der Mathematik bei Prognosen der wirtschaftlichen Entwicklung.

Mithilfe der Mathematik können Daten gespeichert werden, die dann verwendet werden, um zukünftige Schwankungen eines ökonomischen Phänomens, das man erklären möchte, vorherzusagen. Dies wird zwar auch von einer Maschine erledigt, aber diese will auch mit den richtigen Daten gefüttert und entsprechend mit Formeln programmiert sein, damit das Ganze hinhaut.

Und dazu brauchst du eben die wichtigsten Matheformeln und -gleichungen.

Qualitätssicherung

Auch in der Qualitätssicherung spielen Berechnungen und Statistik eine wichtige Rolle.

Mich hat es in der 11. Klasse (oder war es sogar die 12. Klasse?) in Stochastik wahnsinnig beeindruckt, mal etwas zu lernen, von dem ich tatsächlich direkt einen Nutzen für die Praxis sah (wenn auch nicht für mich direkt).

Wir lernten nämlich, wie man die Wahrscheinlichkeit berechnet, dass eine bestimmte Anzahl an Artikeln pro Charge fehlerhaft ist.

Klingt kompliziert? Konkret sah eine solche Aufgabenstellung so aus:

Eine Fabrik stellt Schrauben her. Der dafür benutzte Maschinentyp Z1 produziert 1,2% Ausschuss.

Berechne die Wahrscheinlichkeit, unter 10 zufällig herausgegriffenen Schrauben, die von einer Z1-Maschine hergestellt wurden,

Im Umkehrschluss kann man so auch die Anzahl pro Charge berechnen, die man prüfen muss, damit man z.B. eine 99%-Wahrscheinlichkeit hat, dass keine defekten Teile enthalten sind.

Dass das für die Qualitätsprüfung im produzierenden Gewerbe hilfreich ist, leuchtet ein, oder?

*

Dies sind natürlich nur einige wenige Beispiele von Berufsfeldern, die zumindest Grundkenntnisse in Mathematik erfordern.

Egal, welches Studium oder welche Ausbildung du anstrebst: Es ist sehr wahrscheinlich, dass dir dabei Mathematik über den Weg laufen wird.

Wenn das nicht so dein Ding ist, kannst du natürlich auf Nachhilfe in Mathe zurückgreifen. Superprof hilft dir dabei!

Du suchst noch gute Mathezitate, mit denen du deine Tante, Oma, Vater oder Lehrerin beeindrucken kannst?

Mathematik als Mittel zum Zweck

Doch Mathematik hat nicht nur einen direkten Nutzen für unser alltägliches Leben. Es gibt auch viele weitere Vorteile, die einem auf den ersten Blick gar nicht so bewusst werden.

Uns ist klar, dass man Kinder (und häufig auch Eltern) damit nicht unbedingt hinter dem Ofen hervorlocken kann, aber sie seien trotzdem der Vollständigkeit halber erwähnt.

Wichtig für jede gute Arbeitskraft (und allgemein im Leben): logisches Denken, analytische Fähigkeiten & Co.

Hast du auch schon Stellenausschreibungen gelesen, bei denen unter "Das bringst du mit:" Dinge standen wie "analytische Fähigkeiten", "logisches Denken", "gutes Abstraktionsvermögen" usw.?

3D-Modell eines Gehirns schwebend vor violettem Hintergrund.
Mathe hat immer mindestens einen Nutzen: Gehirnjogging! | Quelle: Unsplash

Natürlich erlernt man solche Fähigkeiten nicht nur im Mathematikunterricht, aber er kann entscheidend dazu beitragen, dass man sich in diesen Bereichen verbessert.

Indem du dich mit mathematischen Problemen auseinandersetzt, trainierst du automatisch bestimmte Areale in deinem Hirn. Je öfter du bestimmte Nervenbahnen benutzt, desto breiter werden sie (Stichwort "Nervenautobahn") und desto leichter fällt es dir, diese Denkprozesse auch in anderen Bereichen ganz automatisch und natürlich anzuwenden.

Insofern stimmt für den Matheunterricht der ausgelutschte Spruch "Man lernt nicht für die Schule, sondern fürs Leben" schon irgendwie, auch wenn Kinder und Jugendliche das vielleicht erstmal nicht so interessiert.

Wenn du es dann verstehst Probleme nicht nur strukturiert und mit logischem Denken, sondern auch kreativ und "outside the box" anzugehen, wirst du auf dem Arbeitsmarkt extrem gefragt sein – wie so oft macht's die Mischung!

Zieh deine imaginären Laufschuhe an und betreibe Gehirnjogging!

Je älter man wird, desto öfter hört man, wie wichtig Gehirnjogging doch sei. Und das kommt nicht von ungefähr. Ob Kinder, Eltern oder Großeltern – unser Gehirn muss wie ein Muskel trainiert werden. Tun wir dies regelmäßig, baut es nicht so schnell ab und Erkrankungen wie Demenz und Alzheimer kann zumindest teilweise vorgebeugt (bzw. die kognitive Verschlechterung verlangsamt) werden.

Also los geht's – schnapp dir einen Block mit Mathe-Rätseln oder Logikaufgaben und los geht's!

Alles eine Frage der Geduld

Um es vorwegzunehmen: Es ist schwierig, gut in Mathematik zu werden, wenn du nicht ein Minimum an Geduld mitbringst!

Aber auch andersrum wird ein Schuh draus: Wer sich regelmäßig mit Matheaufgaben beschäftigt und nicht gleich aufgibt, kann seine Geduld trainieren und verbessern.

Wie lang ist dein Geduldsfaden, wenn es um Matheaufgaben geht? Probier es aus und lass dir von deinen Eltern, Geschwistern oder eine Mathenachhilfelehrerin helfen, wenn er zu kurz ist.

Apropos Geduld: Wusstest du, dass Mathematik auch in Sachen Liebe eine Rolle spielen kann?

Erlernen von Disziplin – kannst du dich auch mal so richtig festbeißen?

Wenn du regelmäßig Mathematikaufgaben löst (z.B. auch durch Mathe online lernen oder Mathe Nachhilfe Online), auch wenn es mal haariger wird und du länger brauchst, um auf den richtigen Lösungsweg zu kommen, übst du dich in Disziplin.

So lernst du, dich auch mal festzubeißen und an einer Sache dranzubleiben, auch wenn es schwerfällt.

Diese Übung in Sachen Disziplin kann dir auch in vielen weiteren Bereichen des Lebens weiterhelfen.

Frau in rotem Pulli mit Tasse in der Hand vor einem Macbook.
Online-Partnervermittlungen wie Meetic benutzen Millionen von Daten, um deine große Liebe zu finden. | Quelle: Pixabay

Interessante Bücher zum Thema Mathe im Alltag

Zum Abschluss hier noch eine (unvollständige) Liste mit Büchern zum Thema:

  • "Höhere Mathematik im Alltag: Vom Regenbogen bis zur digitalen Bildkompression" von Rüdiger Seydel, Verlag: Springer Spektrum, Preis: 22,62€ (inkl. MwSt), Gratis-Versand möglich

  • "Mathe, Logik & Physik: Alltägliche Verführungen zum Wissen", von Christoph Drösser, Verlag: Nikol, Preis: 16,24€ (inkl. MwSt.), Gratis-Versandmöglich

  •  "Mathematik im Alltag: Kopiervorlagen für die Sekundarstufe I (5. bis 10. Klasse)", von Marco Bettner, Verlag: Persen, Preis: 21,99€ (inkl. MwSt), Gratis-Versand möglich
  • "Mathematik im Alltag – 7.-9. Klasse SoPäd: Motivierende Aufgaben zur sonderpädagogischen Förderung", von Uta Bachler und Melanie Dietz, Verlag: Persen, Preis: 23,42€ (inkl. MwSt.), Gratis-Versand möglich

*

Ich hoffe, dass ich dir aufzeigen konnte, dass Mathematik durchaus auch für den Alltag nützlich sein kann. Gib ihr also eine Chance! Und wenn du schon keinen direkten Nutzen darin siehst, tröste dich damit, dass sie ein Booster für dein Gehirn ist ...

Und wenn du mal gar nicht weiterweißt, findest du auf Superprof jederzeit kompetente Hilfe, z.B. für Mathe Nachhilfe Berlin, Mathe Nachhilfe München oder Mathe Nachhilfe Bochum.

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Melanie

Melanie ist Bloggerin für Superprof und ihre Artikel befassen sich mit Personal Training und Yoga, aber auch mit Musikthemen wie Gesang und Gitarre.