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7 Wege zum mathematischen Erfolg

Von Katerina, veröffentlicht am 15/11/2017 Superprof Blog DE > Nachhilfe > Mathe > 7 Strategien für Bessere Noten in Mathe

Jeder erinnert sich wohl noch an den Matheunterricht in der Schule.

Sei es in der Grundschule, am Gymnasium oder gar an der Uni: Der Mathe Unterricht hat in jedem von uns eine Spur hinterlassen.

Mathematik ist ein Instrument, das Menschen hilft, sich in Raum und Zeit zurechtzufinden.

Sie zählt zu den Hauptdisziplinen, die ein Mensch beherrschen sollte, und wird daher schon von klein auf unterrichtet.

Matheaufgaben bringen einen Such- und Knobelprozess mit sich. Jedoch wissen viele nicht, wie sie diesen Schwierigkeiten begegnen sollen, und blocken weiteres Lernen ab, statt hartnäckig zu bleiben.

Die Noten fangen an zu sinken und damit auch das Vertrauen in die eigenen Mathefähigkeiten.

Die Diagnose: Man ist an der „Mathekrankheit“ erkrankt, wie etwa Bibi Blocksberg es beschreiben würde.

Wie schaffst Du es aber, „mathegesund“ zu bleiben? Superprof hat 7 mathevitaminisierende Lernstrategien für Dich!

So schaffst Du es, schnell Fortschritte in Mathe zu machen.

1. Beherrsche ein Thema, bevor Du Dir das nächste vornimmst

Verstehst Du etwas momentan nicht, ist es kein Grund aufzuhören, Dich damit zu beschäftigen.

Bringe es Dir bei, Dich so lange dran zu setzen, bis Du ein Thema absolut beherrschst.

Leicht gesagt, aber schwer getan. Es verlangt eine Menge an Beharrlichkeit.

Sagen wir mal, dass Du eine quadratische Gleichung lösen musst. Erst heute habt Ihr im Unterricht die Addition und Multiplikation von positiven und negativen Zahlen bei solchen Funktionen gelernt.

Der Bauch kribbelt schon von der Vorstellung der negativen Zahlen… Negative Zahlen in komplexen Gleichungen zu sehen kann einen leicht paralysieren.

Ein anderer wird so tun, als würde diese Schwierigkeit nicht existieren. Einmal das Problem ausgeblendet, wird er gleich zum nächsten Thema fortschreiten, ohne das erste annähernd verstanden zu haben.

Diese Resistenz ist durchaus begründet und verständlich, aber Du musst lernen, sie zu überwinden.

Mathe lernen ist wie Lesen lernen. Ohne das Alphabet zu kennen, schaffst Du es nicht, Wörter und Sätze zu erkennen und schon gar nicht einen Text zu verstehen.

So ist es auch in der Mathematik: Jede Einheit baut auf den vorangehenden Einheiten auf und ist deren logische Fortsetzung. Schritt für Schritt fügen sich die Bausteine aufeinander.

Zeige Stabilität mit dem Turm Deiner Mathekenntnisse. Baue Deinen Matheturm gerade und stabil! | Quelle: Visualhunt

Wenn Du Deinen Matheturm mit vielen Löchern baust, wird er unstabil und läuft Gefahr, umzufallen.

Einige Schüler lassen Ihren Turm leider zu früh umstürzen. Einige Jahre vor dem Abitur geben sie auf und bleiben in der Mitte stecken.

Stunde für Stunde sitzen sie fortan frustriert in den Mathestunden, weil sie den Anschluss verloren haben und keine Ambitionen haben, den aufgebauten Rückstand wieder aufzuholen.

Je länger eine solche Phase andauert, umso schwieriger ist es den Faden wieder zu finden.

Superprof empfiehlt Dir, in diesen Teufelskreis gar nicht erst zu treten.

Wenn Du eine Matheaufgabe nicht auf Anhieb verstehst, nimm es Dir vor, sie zu verstehen – und nimm Dir dafür ausreichend Zeit.

  • Wiederhole die Grundlagen,
  • kehre zum letzten Kapitel zurück,
  • lies Dir Erklärungen im Lehrbuch durch,
  • schau Dir ein Lernvideo auf YouTube an,
  • frage einen Klassenkameraden,
  • frage Deinen Lehrer,
  • nimm Privatunterricht.

In anderen Worten, tue das Nötige, bis Du sie verstanden hast.

Typische Baustellen der Abiturienten vor dem Mathe Abitur, die sie seit Langem pflegen sollten, sind:

  • differentielle Gleichungen
  • geometrische Phänomene wie der Satz des Pythagoras
  • wissenschaftliche Anwendungen der Wahrscheinlichkeitsrechnung
  • Grundkenntnisse wie Bruchrechnen, Kopfrechnen oder Primzahlen

Wenn Du weißt, dass es bei Dir an der ein oder anderen Stelle hapert, empfehlen wir Dir, diese Lücke mit allen Mitteln zu schließen.

Warum nicht auf einzelne Nachhilfe Mathe Privatstunden mit einem Mathe Nachhilfelehrer zurückgreifen? Dieser kann Dich individuell unterstützen und Dir so helfen, schnell besser in Mathe zu werden!

2. Trainiere Dein Gedächtnis

Unser Gehirn besteht aus neuronalen Netzwerken. Sie sind zum Beispiel für die Konzentration und Aufmerksamkeit zuständig.

Believe it or not, unser Gehirn ist faul. Wenn wir unsere Hirnkapazitäten nicht regelmäßig nutzen, schrumpft es!

Der Neuropsychologe Lutz Jäncke beschreibt es mit dem Prinzip „use it or loose it“:

Wer die Zahlenreihe 1 – 7 – 9 – 6 gesagt bekommt und sie wiederholen soll, leistet eine reine Gedächtnisaufgabe. Wer dagegen nach dem Hören überprüfen soll, ob die letzte Zahl identisch mit der vorletzten ist, muss etwas überlegen und fordert sein Hirn dadurch mehr.

Was kannst Du machen, um Deine Hirnkapazitäten zu fordern?

Treibe Gedankensport. Das heißt verschiedene Arsenale gleichzeitig zu aktivieren.

Rennen und Rechnen gleichzeitig ist Gedankensport! | Quelle: Visualhunt

Reines rationales Auswendiglernen ist nicht genug.

Wie das Englische „learn by heart“ und das Französische „apprendre par cœur“ andeuten, bleibt etwas auswendig Gelerntes nur dann langfristig im Gedächtnis, wenn Du eine emotionale Verbindung dazu aufgebaut hast, sprich, wenn es Dir am Herzen liegt.

Hast Du Dich mal gefragt, wie etwa der Detektiv Sherlock Holmes so viele Details im Kopf behält und sie miteinander in Verbindung setzt?

Sherlock benutzt zwei klassische Gedächtnismethoden: den Gedächtnispalast und die Loci-Methode. Beide basieren auf dem Grundprinzip, die Inhalte im Kopf assoziativ anzuordnen. Lerne auch Du, Wissen in Netzen zu ordnen.

Nehmen wir an, Du hast viele Mathe Formeln oder Physikformeln und weißt nicht, wie Du sie Dir merken kannst.

Gewöhne Dir an, mathematische Formeln vor Anfang an einerseits strukturiert zu notieren und andererseits verstehen und nachvollziehen zu wollen.

Frage nach. Je besser Du verstehst, wie eine Formel hergeleitet wird und wofür sie dient, desto einfacher merkst Du sie Dir, da Du Zeit und Herz investiert hast, sie zu verstehen.

Suche außerdem nach visuellen Assoziationen, Eselsbrücken, vielleicht sogar einer kleinen Geschichte, um Detailinformationen zu verbinden. Dadurch knüpfst Du Neues an Vorhandenes logisch und visuell an.

Gedächtnissport wird Dir helfen, Deine neuronalen Netzwerke zu entwickeln und die Inhalte langfristiger zu behalten.

Außerdem kann es dabei helfen, Deine Kapazitäten fürs Kopfrechnen zu stärken!

3. Notiere Deinen Gedankengang

Wenn du vor einem mathematischen Problem sitzt, knobele nicht nur im Kopf. Versuche nicht mit allen Mitteln, die Lösung durch Gedankenkalkulationen zu finden.

Somit läufst Du nur die Gefahr, den Gedankenfaden zu verlieren und nicht mehr zu wissen, wo Du angefangen hast. Auch die möglichen Fehler im Gedankengang sind viel schwieriger festzustellen als auf Papier.

Nimm Dir die Zeit, den Gedankengang aufzuschreiben. So hast Du es visuell vor Dir. Du kannst nun das Problem aus größerer Distanz betrachten.

Stimmt mein Lösungsweg? Führt er mich zum Ziel?

Den Gedankengang schriftlich festzuhalten, hilft Dir, den Denkprozess zu strukturieren.

So gehst Du vor: Schreibe die Aufgabenstellung noch einmal in eigenen Worten auf und beginne, sie schrittweise schriftlich zu lösen.

Stelle Dir selbst nicht die Hürde, sofort die Endlösung zu erwarten und nur diese zu notieren.

Wenn diese nicht stimmt, hast Du nichts. Wenn der Lehrer, im Gegenteil, Deinen Lösungsweg nachlesen kann, kann er Dir viel besser weiterhelfen und sieht, dass bzw. wie Du gearbeitet hast.

4. Finde Dir eine ruhige Umgebung

Suche Dir einen ruhigen Ort, um Mathe zu lernen und Aufgaben zu lösen. So verhinderst du mögliche Ablenkungs- und Störungsfaktoren, die potentiell zu Blockaden führen könnten.

Sage Deinen Eltern und Geschwistern Bescheid, dass Du Mathe lernst und nicht gestört werden willst.

Stelle das Smartphone auf lautlos. Lege das Handy zur Seite. Schalte das Fernsehen aus. Und entferne Dich von sonstigen Ablenkungen.

Wenn eine solche Umgebung zuhause nicht machbar ist, kannst Du in eine Bibliothek gehen.

Wenn es soweit ist, herrscht Ruhe. Die Aufgaben liegen vor Dir und warten quasi nur darauf, dass Du den Schritt wagst.

Erst Meditation und Ruhe, dann Mathe Einatmen, ausatmen, kurz meditieren und ran an die Matheaufgaben! | Quelle: Visualhunt

Abstrahiere Dich von der materiellen Außenwelt und betrete die Welt der Mathematik.

Konzentriere Dich vollkommen auf Deine Aufgaben.

So kannst Du beispielsweise auch gezielt Kopfrechnen Üben, was es Dir erlaubt, im Matheunterricht (und auch im Alltag) wesentlich schneller voranzukommen!

5. Probiere Kooperatives Lernen aus

Bittet Dich ein Mitschüler darum, dass Du ihm etwas erklärst, versuche ihm das Thema so gut und klar wie möglich zu erklären.

Was Du erklärst, verstehst Du selbst besser und es speichert sich besser im Langzeitgedächtnis ab. Außerdem hast Du das, was Du klar und deutlich erklären kannst, definitiv selbst verstanden.

Des Weiteren kannst Du das Erklären auch als eine Methode betrachten, um das eigene Wissen zu überprüfen.

Verstehst Du mal etwas nicht, kannst Du auch einfach einen Mitschüler fragen, der es verstanden hat, damit er es Dir in seinen Worten erklärt.

Durch das Paraphrasieren (also das Formulieren in anderen Worten) oder das Aufteilen der jeweiligen Mathe Aufgabe in verschiedene Zwischenetappen schafft Ihr es so, das Problem besser zu visualisieren.

In jedem Fall profitieren beide davon!

6. Erst der Entwurf, dann ins Reine

Finde eine Balance zwischen Kreativität und Klarheit.

Die Aufgabe liegt vor Dir. Erste Gedanken füllen Deinen Kopf.

Nimm am besten zuerst einen Bleistift und notiere die ersten Ideen auf dem Schmierpapier. Hier kannst Du rumtoben so viel Du willst – ergänzen, durchstreichen, radieren und neu schreiben.

Schreibe erst danach Lösungsschritt für Lösungsschritt ins Reine. So behältst Du einen klaren Kopf und einen guten Überblick über die Aufgabe.

7. Lerne nicht spätabends

Viele Schüler neigen dazu, bis in die Nacht hinein zu lernen beziehungsweise das Lernen bis in die Nacht hinauszuzögern und erst dann anzufangen zu lernen.

Diese Gewohnheit kann Deine Gesundheit gefährden.

Schlafe nachts Die Nacht ist zum Schlafen da | Quelle: Visualhunt

Einerseits ist man dann am Morgen total k.o. und hat vielleicht sogar von Mathematik geträumt… ?

Andererseits sind die Aufmerksamkeit und das Konzentrationsvermögen spät am Abend wesentlich geringer und man läuft die Gefahr, mehr Fehler als sonst zu begehen.

Wenn Du eine komplizierte Matheaufgabe vor Dir hast und nicht vorankommst, lege sie für ein paar Stunden zur Seite.

Vielleicht hilft es eine Nacht drüber zu schlafen. Wie man so sagt: „Kommt Zeit, kommt Rat“.

Tatsächlich ist es so, dass einem am Morgen mit einem „frischen“ Kopf die Lösung plötzlich einfallen kann.

Wie habe ich nur vorher nicht daran gedacht?

Auch die „Mitternachtsformel“ lernt sich nicht in der Nacht…

Dieser Alternativname der PQ-Formel spielt darauf an, dass der Schüler sie so gut auswendig gelernt haben sollte, dass er sie jederzeit aufsagen kann. Auch wenn er um Mitternacht aufgeweckt und danach gefragt wird.

Finde hier 5 weitere praktische Mathe Tricks, die Du so in der Schule wahrscheinlich nicht gelernt hast

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OliW
Gast

bei mir klappt Mathe mit einem Mix aus 1) zuerst Übungsaufgaben selbst versuchen zu rechnen und dann 2) mein Ergebnis mit einem einfach erklärten Video-Tutorial gegen zu checken. Falls nötig hole ich Grundlagen nach, ebenfalls online. Die „Mathe-Seite“ bietet genau dieses an: Hunderte kostenlose Aufgaben mit jeweiliger Lösung im Video!

Stephanie
Webmaster

Danke für den Tipp, Oli!