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Welche Foto Ausrüstung benötige ich zusätzlich zur Kamera?

Von Nadine, veröffentlicht am 06/02/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Fotografie Zubehör: Was sollte man kaufen?

Um gute Fotos zu schießen, bedarf es mehr als einem Knopfdruck. Nur mit genügend Lernbereitschaft kannst Du dich als Anfänger mit den technischen Grundlagen vertraut machen. Im Fotoworkshop wirst Du dich damit beschäftigen, was es mit der Brennweite, der Tiefenschärfe und der Verschlusszeit auf sich hat. Erst wenn Du die Einstellungen deines Fotoapparats wie im Schlaf beherrschst, kannst Du in allen Situationen die perfekten Bilder machen.

Aber neben einer Fotokamera gibt es eine Vielzahl von Zubehör, das Dir zu schöneren Aufnahmen verhilft. Natürlich geht es nicht darum, Unmengen an Gerätschaften mit herumzuschleppen sondern je nach Deinen Wünschen und Zielen die passende Auswahl zu treffen.

Du wirst staunen, welche Kreativität Dein neues Hobby in Dir wecken kann, vorausgesetzt, du weißt, mit welchen Tricks und Hilfsmitteln Du Deine Ideen in die Tat umsetzt: Hast Du Lust, mit Kontrasten, Lichteffekten oder der Perspektive zu spielen, dich an Nachtfotos heranzuwagen oder den ganz besonderen Sekundenbruchteil festzuhalten, den niemand außer Dir bemerkt und der nie wiederkommt? Damit Dir all dies gelingt, haben wir von Superprof in diesem Artikel zusammengetragen, auf welche nützlichen Hilfsmittel Du zurückgreifen kannst.

Das Objektiv: die richtige Linse für Deine Motiv-Jagd

Das Objektiv ist so wichtig wie die Kamera selbst.

Da der Kauf der geeigneten Kameralinse zum Teil mit erheblichen Kosten verbunden ist, sollte er erst nach reiflicher Überlegung geschehen.

Je nachdem, welche Fotomotive Du bei welchen Lichtverhältnissen ins Visier nehmen möchtest, benötigst Du ein unterschiedliches Objektiv, wobei sich die Eigenschaften der Kameralinse aus deren Brennweite und Bildwinkel ergeben.

Im Gegensatz zum Normalobjektiv eignet sich ein Weitwinkelobjektiv durch sein großes Blickfeld hervorragend für Landschaftsfotografie. Ein Fischaugenobjektiv erfasst sogar ein komplettes Gesichtsfeld, wobei durch die typischen Verzerrungen künstlerische Effekte erzielt werden können. Ein Teleobjektiv eignet sich durch seine längere Brennweite hervorragend zum Fotografieren von Wildtieren – es sei senn, Du möchtest Insekten ablichten: Dafür gibt es spezielle Makro-Objektive.

Genau an diesem Punkt stellt sich auch die Frage, ob Du dich mit einem Objektiv begnügst und Dir einfach die passende Kompaktkamera oder Bridgekamera aussuchen kannst.

Andernfalls bieten alle bekannten Hersteller wie beispielsweise Kodak, Nikon, Sony und Fuji sogenannte Systemkameras an, deren Objektiv sich in einem einfachen Handgriff wechseln lässt.

Im Folgenden erfährst Du, welches weitere Zubehör in die Ausrüstung eines jeden Fotografen gehören sollte.

Das Stativ: sicherer Stand statt freie Hand!

Ein Stativ sollte in keiner Fotoausrüstung fehlen. Nur so ist es möglich, Verwackeln zu vermeiden und selbst bei Langzeitbelichtungen scharfe Aufnahmen zu bekommen.

Stative gibt es in allen Preisklassen und Ausführungen: vom einfachen Fotostativ über Videostative mit Schwenkkopf bis hin zu ultraleichten Reisestativen und flexiblen Ministativen im Taschenformat, die sich unterwegs zur Not sogar um ein Geländer wickeln lassen!

Bevor Du Dich für ein bestimmtes Modell entscheidest, solltest Du unbedingt auf die Qualität des Stativs achten. Zwar können Einstiegsmodelle, die bereits ab 20€ zu haben sind, für einen Anfänger oder Gelegenheitsfotografen ihren Zweck erfüllen. Wer allerdings häufiger von seiner Fotoausrüstung Gebrauch macht oder eine schwere Vollformatkamera besitzt, sollte auf jeden Fall in ein hochwertigeres, stabiles Fotostativ investieren.

Gerade Neulinge stellen sich die Frage, ob der Kauf eines Stativs wirklich sinnvoll ist. Das hängt ganz von Deinem Ziel ab. Natürlich können aus freier Hand durchaus gelungene und originelle Schnappschüsse entstehen. Auch für Unterwasserfotos wirst Du wohl kaum ein Stativ benötigen.

Im Gegensatz zu Landschaften, Gelegenheitsaufnahmen und Bildern, die am helllichten Tag gemacht werden, muss Deine Kamera für längere Belichtungen und insbesondere bei Nachtaufnahmen stabilisiert werden, um verzerrte oder gar verschwommene Aufnahmen zu vermeiden.

Wie fotografiert man bei künstlicher Beleuchtung, ohne das Bild zu verwackeln? Damit Deine Aufnahmen selbst bei Abendlicht gelingen, brauchst Du eine stabilisierte Kamera und ein möglichst unbewegliches Motiv…. | Quelle: pixabay

Die Speicherkarte: das Gedächtnis Deiner Kamera

Wer früher noch analog fotografiert hat, kann sich daran erinnern, wie sparsam mit dem Fotofilm umgegangen wurde, um ihn nicht schon vor Ende des Urlaubs aufzubrauchen. Selten wurde dasselbe Motiv mehr als zweimal fotografiert, und selbst ein verwackeltes Foto schaffte es ins Album, weil man kein besseres Bild von diesem einen Moment besaß.

Auch wenn analoge Fotografie durchaus ihren Reiz hat und wieder stark im Kommen ist, sind Digitalkameras für all diejenigen unentbehrlich, die eine ganze Urlaubsreise aufnehmen und speichern möchten. Der Vorteil: Dir entgeht kein Augenblick. Außerdem kannst Du nach Herzenslust experimentieren und später ganz bequem am Computer die gelungensten Aufnahmen auswählen. Im Endeffekt kann es passieren, dass Du nur mit 2 von Deinen insgesamt 150 Aufnahmen zufrieden bist!

Da ein Speicherchip Hunderte oder sogar Tausende Bilder aufnehmen kann, ist man leicht dazu geneigt, sorglos drauflos zu fotografieren. Aber genau wie Dich ein leerer Akku im Stich lassen kann, solltest Du auch immer die Kapazität Deiner Speicherkarte im Hinterkopf behalten, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Wähle Deine SD-Karte allerdings nicht nur anhand ihrer Gigabytes aus. Wir empfehlen Dir, beim Kauf ebenfalls auf sie Schreib- und Lesegeschwindigkeit zu achten. Das spielt vor allem dann eine Rolle, wenn du Fotomotive in Bewegung festhalten möchtest, zum Beispiel Sportler, Tiere oder Fahrzeuge. Der sogenannten „Burst Mode“, in dem Du ganze Bilderserien festhältst, verlangt Deiner Speicherkarte nämlich einiges an Leistung und Geschwindigkeit ab, um die Bilderflut in Hochauflösung in Echtzeit zu verarbeiten.

Allein mit Speicherkarten ist es längst nicht getan. Denk daran, deine Fotodaten ordnungsgemäß zu sichern, immerhin können sowohl SD-Chips als auch Computerfestplatten manchmal aus unerklärlichen Gründen defekt sein. Da die meisten digitalen Bilder heutzutage nie auf Papier landen, vrdienen es daher Fotos, die Dir besonders am Herzen liegen, an mehreren Speicherorten gleichzeitig gesichert zu werden!

Der Akku: ein unverzichtbarer Begleiter

Nachdem wir uns dem Objektiv und allen wesentlichen Zubehörteilen zugewendet haben, widmen wir uns einem Bestandteil der Ausrüstung, dessen Wichtigkeit oft unterschätzt wird.

Stell Dir nur einmal vor, plötzlich durch einen leeren Akku außer Gefecht gesetzt zu werden und Deine Fototour abbrechen zu müssen!

Indem Du immer und überall ein bis zwei vollgeladene Ersatz-Akkus dabei hast ersparst Du Dir so manch bittere Enttäuschung. Anders ausgedrückt: Für weit unter 100€ kannst Du die Dauer Deines Fotoshootings verdoppeln!

In den meisten Kameras bekannter Marken kommen heutzutage hochwertige Lithium-Ionen Akkus zum Einsatz. Auch wenn diese mittlerweile viel leistungsfähiger sind als noch vor einigen Jahren, verlieren sie ganz unabhängig von der Anzahl der Ladezyklen schleichend ihre Kapazität.

Trotzdem kannst Du dafür sorgen, dass dein Kamera-Akku so wenig wie möglich an Leistung und Lebensdauer einbüßt, indem Du sowohl Tiefentladung als auch Überladung vermeidest. Auch auf Hitze und Kälte reagieren die Stromlieferanten ebenfalls äußerst empfindlich.

Damit bist Du perfekt für Deinen Fotoworkshop ausgerüstet. Im Folgenden geben wir Dir noch ein paar weitere Anregungen, damit Du auch wirklich für alle Situationen gewappnet bist.

Die Tasche: der optimale Schutz für Kamera und Objektiv

Wer erst einmal kostbares Geld in die langersehnte Digitalkamera investiert hat, setzt alles daran, sie ordnungsgemäß vor Staub, Spritzwasser, und Stößen zu schützen.

Eine Fototasche muss ein wahrer Alleskönner sein. Sie dient nicht nur der sicheren Aufbewahrung Deiner Fotokamera, sondern sollte auch genügend Stauraum für Deine zusätzlichen Objektive und weiteres Zubehör wie Ersatz-Akkus, Filter und Speicherkarten bieten.

Damit Dir kein Schnappschuss entgeht, ist es wichtig, dass Du Dein Fotozubehör übersichtlich und griffbereit verstaust. Hast Du eine Systemkamera und möchtest unterwegs schnell und unkompliziert einen Objektivwechsel vornehmen? Dann solltest Du Dich für eine praktische Umhängetasche entscheiden. Oder träumst Du von spektakulären Landschaftsfotos an Orten, die nur durch lange Wanderungen erreichbar sind? In diesem Fall ist ein Fotorucksack wie für Dich gemacht.

Um die empfindliche Fotoausrüstung nicht beim Transport zu beschädigen, sollte die Tasche auf jeden Fall ausreichend gepolstert sein. Wenn Du außerdem gern und oft draußen fotografieren möchtest, ist ein Regenschutz unverzichtbar.

Welches Zubehör sollte sich ein Fotografie Anfänger anschaffen? Damit Du Deine Kamera-Ausrüstung ständig griffbereit hast, darf eine Fototasche auf keinen Fall fehlen. | Quelle: pixabay

Schwebestativ: eine schwerelose Kamera für die perfekten Bilder

Manchmal bietet sich die Gelegenheit für den perfekten Schnappschuss nur für kurze Zeit. Da kann es schnell passieren, das Motiv im Eifer des Gefechts zu verfehlen oder das Bild zu verwackeln. Das frustrierende Ergebnis: schlecht gewählte Bildausschnitte, verschwommene und einfach missglückte Aufnahmen.

Dem kannst Du ganz einfach entgegenwirken, indem Du Deine Kamera stabilisierst. Dafür befestigst Du sie auf einem sogenannten Schwebestativ, das beim Laufen die Schwingungen abfängt.

Dieses Halterungssystem wurde ursprünglich für die Filmtechnik entwickelt und gleicht Erschütterungen aus, die entstehen, wenn der Kameramann geht oder rennt. Aber keine Angst: als Fotograf brauchst Du längst keinen schweren und sperrigen Tragarm aus der Filmindustrie sondern kannst mit einem viel kompakteren Kamera Stabilisator auskommen.

Für ein gutes Schwebestativ muss man mit 200 bis 300€ rechnen. Beachte jedoch, dass das Stabilisieren der Kamera nur Deine eigenen Bewegungen, nicht aber die Deines Motivs ausgleichen kann. Auch für Langzeitbelichtungen ist es ungeeignet: hier solltest Du auf ein normales Dreibeinstativ zurückgreifen.

Zugegeben, das Schwebestativ steht nicht unbedingt ganz oben auf der Wunschliste eines Anfängers, sondern gehört eher zum Fotozubehör, derjenigen die bereits mit der grundliegenden Technik vertraut sind und nach neuen Herausforderungen suchen.

Willst auch Du noch mehr aus Deinen Bildern machen? Dann haben wir noch weitere Anregungen für Dich.

Wer nichts dem Zufall überlassen will

Die Beleuchtung

Die schönsten Porträts erhältst Du mit indirekter Beleuchtung. Ärgerst Du Dich über zu dunkle Portraits mit langen Schatten? Auch wenn Du kein komplettes Studio besitzt kann ein einfacher Scheinwerfer hier Abhilfe schaffen. | Quelle: pixabay

Hinter dem Begriff „Lichtbild“ verbirgt sich nicht nur das Automatenfoto für den Reisepass, sondern auch das deutsche Wort für die Bezeichnung „Photographie“. Denn obwohl es möglich ist, sehr dunkle Motive im Bild festzuhalten, kann ein Foto nicht gänzlich ohne Licht auskommen.

Wer Fotografie lernen möchte, wird sich daher im Fotolehrgang zwangsläufig mit der Rolle des Lichts als künstlerisches Gestaltungsmittel auseinandersetzen. Man denke nur an die Technik der Lichtmalerei oder Nachtaufnahmen, bei denen künstliche Lichtquellen wie z.B. hell erleuchtete Gebäude, Neonschriftzüge, Straßenlaternen und Autoscheinwerfer für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen und zum Experimentieren einladen.

Wenn Du Lust hast, Dein Zuhause in ein Fotostudio zu verwandeln, solltest Du in ein gutes Beleuchtungs-Set investieren. Nichts ist schlimmer als zu dunkle Fotos bei schummrigem Stubenlicht, auf denen dein Modell mit grässlichen Schatten unter Nase und Kinn abgebildet ist. Allein mit einem Blitzlicht ist es auch nicht getan: So erhältst Du zu starke Kontraste, geschlossene Augen und vielleicht sogar eine spiegelnde Brille!

Um Deine Aufnahmen möglichst professionell wirken zu lassen, benötigst Du daher ein weiches, indirektes, gleichmäßiges Licht, was sich durch spezielle Studioschirme und Diffusoren erreichen lässt.

Der Polarisationsfilter

Mit welchen Hilfsmitteln kann man die Farbe und Lichtmenge beim Fotografieren beeinflussen? Lust auf tolle Effekte ganz ohne Nachbearbeitung? Der Polfilter macht es möglich! | Quelle: pixabay

Schon lange bevor es digitale Fotografie und Bildbearbeitungsprogramme gab, gehörte der Polarisationsfilter, kurz Polfilter, in die Trickkiste eines jeden Fotografen. Worum genau handelt es sich?

Dieser transparente Filter, der vor dem Objektiv angebracht wird, absorbiert einen Teil des Lichtspektrums. Je nach verwendetem Filter kannst Du:

  • Spiegelungen entweder unterdrücken oder hervorheben
  • Farben und Kontraste verstärken
  • einen Farbstich hinzufügen

Das Endergebnis ist verblüffend: man könnte denken, das Bild hätte bereits eine Photoshop-Retusche hinter sich!

Wir hoffen, wir konnten Dir in diesem Artikel erste Anregungen zum Fotografieren lernen geben. Damit der gewünschte Erfolg trotz professioneller Ausrüstung nicht ausbleibt, findest Du bei Superprof den passenden Lehrer in Deiner Nähe, bei dem Du Dir weitere wertvolle Tipps holen kannst.

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