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Fotografie für Einsteiger: Ein Überblick über das wichtigste Foto Equipment

Von Nadine, veröffentlicht am 21/03/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Grundausstattung eines Fotografen: Welche Ausrüstung sollte ich mir zulegen, um mit der Fotografie zu beginnen?

Fotografie ist ein Hobby, das besonders in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Dank den immer leistungsfähigeren Smartphone-Kameras, die uns im Alltag überall hin begleiten, sind wir im Grunde genommen alle zu Hobbyfotografen geworden.

Auch so mache Instagram-Profile und Reiseblogs mit umwerfend schönen Fotos hat bei vielen von uns Interesse für kreative und originelle Schnappschüsse geweckt.

Zwar ist Fotografieren dank digitaler Kameras und autmatischem Modus mittlerweile kinderleicht geworden, doch jeder, der sich an schwierigere Motive heranwagt, wird feststellen, wieviel technisches Verständnis die Fotografie – neben Kreativität und Originalität – erfordert.

Kein Wunder also, dass die winzige Kamera des Smartphones, bei der nur sehr wenige Einstellungen vorgenommen werden können, rasch in ihre Grenzen stößt. Eine professionelle Kamera muss her! Aber welche? Und wie kommt es, dass zahlreiche Hobbyfotografen drei oder mehr Objektive für ihre Fotokamera benutzen? Was versteht man unter Lichtstärke, Polfilter, Festbrennweite und Vignettierung? So viele Fragen, mit denen Du Dich auseinandersetzen solltest, bevor Du Dir eine teure Fotoausrüstung zulegst!

In diesem Artikel verraten wir Dir, worauf es beim Kauf der Grundausstattung ankommt und was auf keinen Fall fehlen sollte.

Welche Fotokameras sind am besten?

Mit welcher Kamera kann man unter Wasser fotografieren? Hast Du Lust, Dich als Fotograf ins kalte Wasser zu stürzen? Manche Kameras können das auch! Zum Beispiel die wasserdichte Finepix von Fujifilm. | Quelle: pixabay

Die Auswahl der Kamera sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, da sie – neben dem Objektiv, weiterem Zubehör und natürlich Deinen Kenntnissen – ausschlaggebend für Deinen Erfolg als Fotograf ist.

Es gibt zahlreiche Hersteller, was es schwierig macht, sich für eine bestimmte Kamera zu entscheiden. Sie alle preisen ihre Produkte und versuchen, sich durch Zusatzfunktionen und bestimmte technische Merkmale von ihren Konkurrenten abzuheben.

Ob Du nun auf Sony, Fujifilm, Canon, Nikon oder Pentax vertraust, spielt eher eine untergeordnete Rolle, da all diese renommierten Kamerahersteller auf eine lange Geschichte zurückblicken und dank jahrzehntelanger Erfahrung ständig Innovation und Verbesserungen an ihren Kameras vornehmen. Wer sich also für eine der zahreichen japanischen Marken entscheidest, kann im Grunde genommen nichts falsch machen.

Alle bekannten Hersteller bieten darüber hinaus zahlreiches Zubehör und einen verlässlichen Kundendienst für den Fall, dass die Kamera nicht so funktioniert, wie sie sollte.

Wichtig ist, sich nicht von auffällig preiswerten Angeboten für No-Name Kameras blenden zu lassen. An solchen Billig-Fotoapparaten wirst Du mit Sicherheit nicht lange Freude haben, da die Qualität meist zu wünschen übrig lässt. Ausgefeilte Technik? Fehlanzeige! Schwachere Batterien, ungenauer Autofokus, kleinere Sensoren, Bildrauschen und Vignettierung – damit Dir die Freude am Fotografieren nicht vergeht, solltest Du wenigstens in eine Kamera der mittleren Preisklasse investieren.

Kamera und Objektiv sollten zusammen ausgewählt und müssen unbedingt miteinander kompatibel sein. Je nachdem, ob du mehrere unterschiedliche Kameralinsen einsetzen möchtest oder nicht, kannst Du zwischen Kompaktkameras und Kameras mit Wechselobjektiv wählen.

Bei ersteren sind – wie der Name schon sagt – Kamera und Objektiv fest miteinander verbunden. Das macht diese praktischen Fotoapparate sehr handlich, leicht und beliebt für Urlaubsreisen. Sie überzeugen durch ihr ausgezeichnetes Preis-Leistung-Verhältnis, sind sehr vielseitig einsetzbar, stoßen jedoch an ihre Grenzen, sobald das Einsatzgebiet zu spezifisch oder die Lichtmenge zu schwach ist.

Daher bevorzugen viele Fotografen sogenannte Systemkameras, bei denen das Objektiv der Kamera gewechselt werden kann. Zu dieser Gruppe gehören sowohl die Spielegreflexkameras als auch die spiegellosen Systeme, die man als Hybridkamera bezeichnet.

Wichtig ist, dass die Sensorgröße auf den Bildwinkel des Objektivs abgestimmt sein muss. Vollformatkameras sind im Gegensatz zu Kameras mit Bildsensoren im Kleinbildformat zwar wesentlich kostspieliger aber garantieren obendrein eine wesentlich höhere Bildqualität.

Wenn Du mehr aus Deinen Fotos machen möchtest und die vielen Freiheiten und Möglichkeiten des manuellen Modus erkunden möchtest, empfehlen wir Dir eine solche Kamera mit Wechselobjektiv. Das führt uns zur nächsten Frage, die sich viele Fotogtafie Anfänger stellen.

Welche Kameralinse ist die Richtige?

Wo finde ich das passende Objektiv für meine Kamera? Achte beim Kauf darauf, dass Objektiv und Kamera miteinander kompatibel sind. | Quelle: pixabay

Auch hier ist es wichtig, auf Qualität zu setzen, um keine böse Enttäuschung zu erleben. Minderwertiges Glas von Billig-Objektiven kann unter Umständen Deine Fotos verformen oder mit unschönen Flecken versehen. Deshelb gilt: Finger weg!

Zugegeben, die hauseigenen Objektive der bekannten Kamerahersteller gehören nicht zu den preiswertesten. Wenn du erst einmal eine Kamera mit Wechselobjektiv erstenden sein, kann es äußerst frustrierend sein, auf zusätzliche Objektive verzichten zu müssen, um den Geldbeutel nicht weiter zu strapazieren.

Zum Glück gibt es mittlerweile auch Fremdhersteller wie Tamron, Samyang und Sigma, deren Kameralinsen den Modellen aus dem Hause Nikon und Co. in nichts nachstehen. Achte beim Kauf einer solchen Kameralinse darauf, dass sie mit Deinem Kameragehäuse kompatibel ist. (Auch wenn es denselben Objektivanschluss hat, ist das leider nicht immer der Fall.)

Alle anderen Marken können nicht miteinander kombiniert werden. Daher ist es zwecklos, beispielsweise für eine Olympus Kamera ein Objektiv von Nikon zu kaufen.

Beim Vergleich der eingelnen Kameralinsen im Geschäft werden dir mit Sicherheit die kleinen aufgedruckten Zahlenwerte auffallen, die für folgende Parameter stehen:

  • die Brennweite
  • der Bildwinkel
  • die Blende

Welche Art von Objektiv du wählst, hängt stark vom Einsatzzweck ab. So gibt es beispielsweise ganz unterschiedliche Bildwinkel: Weitwinkelobjektive, Fischaugenobjektiven Normalobjektive und Teleobjektive, die über einen sehr geringen Bildwinkel verfügen.

Je nach Brennweite lassen sich Objektive in Zoomobjektive – das heißt mit verstellbarer Brennweite – und Objektiv mit Festbrennweite einteilen.

Manche Objektive verfügen über eine besonders kurze Brennweite (Makroobjektive), während diejenigen mit sehr langer Brennweite (Teleobjektive) für Aufnahmen aus weiter Ferne bestimmt sind. Auch die Naheinstellgrenze ist ein wichtiges Kaufkriteriun, da sie bestimmt, wie nah Du an dein Fotomotiv herangehen kannst, ohne dass es unscharf erscheint.

Der Blendenwert verrät Dir, wieviel Licht dein Objektiv aufnehmen kann. Hinter dieser Zahl verbirgt sich das Verhältnis der Brennweite zur Öffnung der Irisblende. Da es sich hier um einen Kehrwert handelt, steht f/11 beispielsweise für eine fast geschlossene Irisblende, während ein Blendenwert von f/1.8 besonders viel Licht durchlässt. Insbesondere wenn Du Lust auf Nachtaufnahmen hast, solltest Du nach einem lichtstarken Objektiv Ausschau halten.

Foto Zubehör: Was sollte man kaufen?

Welche verschiedenen Brennweiten gibt es bei Objektiven? Dieses Zoomobjektiv eignet sich perfekt zum Fotografieren aus weiter Entfernung. Für die Urlaubsreise gibt es zum Glück handlichere und leichtere Kameralinsen! | Quelle: pixabay

Nicht nur die Liebhaber der analogen Fotografie, die sich zu Hause im Keller eine Dunkelkammer einrichten, besitzen ein umfangreiches Zubehör.

Auch für die digitale Fotografie gibt es zahlreiche Extras, dank denen Deine Fotos noch hochwertiger werden und sogar in schwierigen Situationen gelingen.

Während das Stativ für Fotos bei Tageslicht, nicht unbedingt notwendig ist, erweist es sich bei schwachen Lichtverhältnissen als unerlässlich. Das liegt daran, dass man die Lichtmenge erhöhen, das heißt die Blende länger geöffnet lassen muss. Da dabei selbst minimale Erschütterungen das Bild verwackeln, muss die Kamera stabilisiert werden.

Aber auch Fotografen, die am hellichten Tag rennend Schnappschüsse machen, machen gern von einem Stabilisator, einem sogenannten Schwebestativ Gebrauch.

Wer bei Nachtaufnahmen ein Verwackeln durch Drücken des Auslösers vermeiden will, kann sich dafür eine Fernbedienung zulegen – oder eine entsprechende App, falls die Kamera über diese Funktion verfügt.

Es ist faszinierend, wieviel die Trickkiste eines Fotografen zu bieten hat. Bereits lange, bevor es Instagram-Filter oder Fotoretusche-Software gab, war es möglich, die Kontraste oder die Farben der Bilder zu korrigieren. Dies funktioniert ganz ohne moderne Technik, sondern durch sogenannte Polarisationsfilter – kurz: Polfilter – die vor dem Objektiv montiert werden.

Wenn man bedenkt, dass das Wort „Fotografie“ auf Deutsch nichts anderes als „Lichtbild“ bedeutet, wird klar, welch wichtige Rolle die Beleuchtung hierbei spielt. Besonders diejenigen, die sich an Porträt-Fotografie heranwagen wollen, sollten daher in ein Beleuchtungs-Set investieren. Entgegen dem weit verbreiteten Glauben der Amateurfotografen ist das Blitzlicht nämlich gar nicht so unerlässich. Um weichere Kontraste zu erzeugen und dunkle Schatten zu vermeiden, sollte daher eine möglichst indirekte Lichtquelle verwendet werden, wie etwa die regenschirmartigen Diffusoren der Studiofotografen.

Damit Dir nicht plötzlich Strom oder Speicherplatz ausgehen, solltest Du als Reserve unbedingt einen Ersatzakku und eine zusätzliche SD-Karte dabei haben. Auch die sichere Aufbewahrung der Fotos sollte genau überdacht werden. Lass Deine liebgewonnenen Erinnerungsfotos auf keinen Fall auf SD-Karten versauern, denn zu groß ist das Risiko eines Datenverlusts! Indem Du die Aufnahmen an mindestens zwei Speicherorten, wie zum Beispiel auf einer externen Festplatte oder in der Cloud aufbewahrst, sind sie über die Jahre hinweg gut aufgehoben.

Und zu guter Letzt solltest Du nicht vergessen, Dir eine praktische Umhängetasche oder einen Fotorucksack zuzulegen, um Deine Fotoausrüstung nicht nur jederzeit schnell greifbar zu haben sondern unbeschadet zu transportieren.

Wie hoch ist das Budget für den Einstieg in die Fotografie?

Wo finde ich einen preiswerten Fotokurs für Einsteiger? Wieviel Geld sind Dir Deine Erinnerungsfotos wert? | Quelle: pixabay

Ob Fotografieren ein teures oder preiswertes Hobby ist, empfindet jeder Fotograf unterschiedlich. Manch einer will nur das Beste vom Besten und scheut nicht davor zurück, sein ganzes Erspertes in eine professionelle Fotoausrüstung zu stecken.

Andere wiederum sind wahre Sparfüchse und kennen alle Tricks, um sich kostengünstig auszustatten.

Während für die Liebhaber der analogen Fotografie die passende Kamera bereits für wenig Geld bekommen, müssen sie mit laufenden Kosten für die Fotofilme, Entwicklung und Nachbestellung rechnen.

Der technische Fortschritt hat Fotografieren dank Digitalkameras auf lange Sicht preiswerter gemacht. Allerdings musst Du hierbei generell mit höheren Anschaffungskosten rechnen.

Wie lassen diese Kosten für die Anschaffung einer Fotoausrüstung am besten einschätzen?

Zunächst solltest Du Dir vor Augen halten, dass sich diese Erstanschaffung nicht nur auf die Kamera beschränkt. Je nachdem, was Deine Ziele sind, wirst Du unterschiedliches Zubehör benötigen, zum Beispiel verschiedene Kameralinsen, Filter, Stative, zusätzliche Speicherkarten. Diese vielen kleinen Dinge, die Du Dir ganz nebenbei dazukaufst können unter Umständen sogar viel mehr ins Gewicht fallen als die Kamera selbst.

Besonders für gute Objektive muss man tief in die Tasche fallen. Je mehr die Kamera auf die Waage bringt, desto stabiler muss natürlich auch das Stativ sein, was sich ebenfalls auf den Preis auswirkt.

Wenn es darum geht, die beste Marke für Deine Fotokamera auszuwählen, wirst Du mitunter erhebliche Preisunterschiede feststellen. Beispielsweise sind Fotoapparate von Panasonic und Samsung im Gegensatz zu denen von Nikon oder Pentax sehr erschwinglich und eignen sich daher hervorragend für Anfänger.

Für eine Hybridkamera, das heißt ein spiegelloses System mit Wechslobjektiv solltest du allein für das Gehäuse um die 500 Euro einplanen. Hinzu kommt das Objektiv, ebenfalls eine teure Anschaffung. Es muss ja nicht gleich eine Kameralinse im vierstelligen Bereich sein – die weiter oben erwähnten Objektive von Fremdherstellern überraschen durch ihr hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. So ist es möglich, für bereits 150€ ein sehr hochwertiges, neues Kameraobjektiv zu erstehen.

Als Faustregel gilt: für eine komplette Fotoausrüstung der mittleren Preisklasse solltest du um die 1000 Euro auf den Tisch legen. Wenn Du Dir noch nicht sicher bist, ob Du wirklich soviel Geld investieren möchtest, kannst du in manchen Fotofachgeschäften sogar komplette Kamerasets mieten oder ausprobieren. Außerdem kannst Du Dein Sparschwein schonen, indem Du Dich für eine gebrauchte Kamera entscheidest. In jedem Fall solltest Du auf die fachkundige Beratung eines erfahrenen Verkäufers oder professionellen Fotografen zu vertrauen.

Du hast endlich Die begehrte Fotoausrüstung erstanden? Dann nichts wie los! Nur durch Probieren lernst Du, wie man am besten damit umgeht. Und wenn Du dich für einen Fotokurs interessierst, dann schau einfach auf unsere Website. Bei Superprof kostet die Unterrichtseinheit mit einem Fotografielehrer im Schnitt nur 25,15€. Hier kannst Du Dir von einem erfahrenen Fotografen ein paar Tricks abschauen willst, die Gold wert sind!

In diesem Sinne wünschen wir Dir „Gut Licht!“

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