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Fotokurs für Anfänger: Der ultimative Guide

Von Anna, veröffentlicht am 26/02/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Fotografie für Einsteiger: Der ultimative Guide

„Fotografie ist eine Kunst; sie ist sogar besser als Kunst: Sie ist ein Sonnenphänomen, bei dem der Künstler mit der Sonne zusammenarbeitet.“ – Alphonse de Lamartine

Millionen von Deutschen schießen täglich Fotos, die Kunst beliebt wie noch nie. Doch oft überwiegen Schnappschüsse mit dem Handy; wie man wirklich schöne, künstlerische Bilder mit einer Spiegelreflexkamera schießt und dabei verschiedene Techniken verwendet, wissen deutlich weniger Menschen.

Aus diesem Grund gibt es immer mehr Fotokurse, in denen Profis Fotografieanfängern erklären, wie sie am besten vorgehen, um tolle, kunstvolle Bilder aufzunehmen. Von Landschaftsfotografie über Porträtfotografie bis zur Analogfotografie (back to the roots) ist alles mit dabei.

Superprof erklärt, was Du beachten musst, wenn Du Dich der Fotografie widmen willst.

Wie begann die Kunst der Fotografie?

Wenn man sich dieser Disziplin widmen möchte, sollte man sich erst einmal mit den Wurzeln vertraut machen und herausfinden, wie sich diese Kunstform im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Am Anfang stand eine Gerätschaft, die heute kaum noch bekannt ist: die Camera obscura. Diese Art von Fotoapparat lässt sich ein wenig mit heutigen Dunkelkammern vergleichen – es handelte sich mehr um einen Raum als um eine Maschine. Der Fotograf befand sich in einem dunklen Raum, um sein Motiv, das sich draußen befand, aufzunehmen.

Allerdings wurde diese revolutionäre Erfindung anfangs alles andere als gut aufgenommen: Der Erfinder Giovanni Battista wurde der Hexerei angeklagt und verurteilt. Erst im 19. Jahrhundert setzte sich die Kunst der Fotografie durch und wurde zunehmend beliebter.

Wie fotografierte man früher? Heutzutage kann man sich kaum noch vorstellen, wie es war, analog zu fotografieren. | Quelle: Pixabay

Nicéphore Nièpce, ein französischer Erfinder, schoss im Jahr 1825 im Gutshof Le Gras ein Foto, das bis heute die älteste erhaltene Fotografie ist. Die Aufnahme ist zwar alles andere als scharf, stellt aber einen bedeutenden Moment in der Geschichte der Fotografie dar.

Nach seinem Tod übernahm sein Kollege und guter Freund Louis Daguerre seine Arbeit und entwickelte das Verfahren Daguerreotypie, das manch einem Fotografielehrling ein Begriff sein dürfte. Er schaffte es schließlich, Bilder auf eine Glasscheibe zu projizieren und dort festzuhalten und die Kunst der Fotografie wurde weltweit bekannt.

Im 20. Jahrhundert dann entwickeln sich fotografische Aufnahmen zum echten Kommunikationsmittel. Viele berühmte Fotografen beginnen zu dieser Zeit ihre Karriere und Aufnahmen von den zwei Weltkriegen stellen die Geburtsstunde des Fotojournalismus dar.

Heutzutage kann jeder ganz einfach Fotos schießen, denn auch die Qualität von Handyaufnahmen wird immer besser. Sonst gibt es natürlich noch klassische Digitalkameras (kleine Versionen oder professionellere Spiegelreflexkameras). Manchmal kann es aber ganz gut sein, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen, um die Gegenwart und Zukunft mehr schätzen zu lernen. Und mal analog zu fotografieren, wo man sich jede Aufnahme ganz genau überlegen muss, weil ein Stück Fotofilm dafür verwendet wird, kann auch helfen, digital bewusstere Ausschnitte zu wählen …

Wer sind die besten Fotografinnen und Fotografen der Welt?

Selbst wenn Du Dich in der Welt der Fotografie noch nicht so gut auskennst, hast Du sicherlich die ein oder andere berühmte Aufnahme schonmal zu Gesicht bekommen.

Auch wenn die Geschichte der Fotografie etwas weiter zurückreicht, stammen die ersten berühmten professionellen Fotografen aus dem 20. Jahrhundert. Dank Magazinen, Bildbänden und heutzutage auch über Blogs und spezielle Internetseiten ist es heute sehr viel einfacher, seine Fotografien zu verkaufen.

Hier eine kurze, unvollständige Liste bekannter Fotografinnen und Fotografen:

  • Annie Leibovitz
  • Richard Avedon
  • Ansel Adams
  • Robert Capa
  • Steve McCurry
  • David LaChapelle
  • Helmut Newton
  • Irving Penn
  • Diane Arbus
  • uvm.

Sich mit den Biografien und Bildern berühmter Fotokünstler/-innen auseinanderzusetzen, kann eine wichtige Inspirationsquelle für junge Fotografinnen und Fotografen sein!

Was sind Deine Ziele beim Fotografieren? Vielleicht wirst Du ja der/die nächste berühmte Landschaftsfotograf(in)? | Quelle: Pexels

Meistens kommen berühmte Fotografen nicht unbedingt aus Künstlerfamilien. Sie stoßen zufällig auf diese Kunstform und die vielen verschiedenen und bewundernswerten Lebensläufe zeigen, dass jede und jeder das Zeug zum großen Fotografen/zur großen Fotografin haben kann. Die Fähigkeit, die Schönheit (oder auch den Schrecken) der Welt authentisch einzufangen, liegt nicht in den Genen oder an einer teuren Schulbildung …

Die besten deutschen Fotokünstler/-innen

Hat auch Deutschland bekannte Fotografinnen und Fotografen hervorgebracht? Aber ja!

Außerdem gibt es in Deutschland mehrere Hochschulen, an denen man Fotografie und Gestaltung im Bachelor und im Master studieren kann und auch zahlreiche Fotografiebetriebe, die Lehrlinge in dieser Kunst ausbilden. Die Tatsache, dass auch einige berühmte Regisseure aus Deutschland kommen, zeigt, dass wir uns im Allgemeinen recht wohl fühlen hinter der Kamera …

Schauen wir uns die jüngere Geschichte an, ist es sogar so, dass 21 der Top 100 Web-Fotografen der Welt aus Deutschland kommen! Im Ranking „Top 100 Photographers on the web“ werden bekannte Fotografen nach Anzahl der Fans, ihrer Social-Media-Resonanz und Suchergebnissen im Internet bewertet.

Hier einige der wichtigsten historischen und besten neuen deutschen Fotografen/-innen (keine bestimmte Reihenfolge):

  • Robert Lebeck
  • Willi Moegle
  • Julie Nagel
  • Erich Salomon
  • Erich Lessing
  • Michael Schulz
  • Johanna Kraft
  • Robert Jahns
  • Jörg Nicht
  • Katia Wik

Wenn Du in einer großen Stadt wie Berlin oder München wohnst, hast Du das Glück, auch mal Bilder der besten deutschen Fotokünstler live bewundern zu können. Es gibt viele Fotoausstellungen und in manchen Fotostudios kann man auch einfach mal so vorbeischauen … Oder Du machst gleich einen Fotokurs Berlin oder Fotokurs München!

Sich mit den Bildern von bekannten Künstlerinnen und Künstlern auseinanderzusetzen, ist enorm wichtig, um seinen eigenen Stil zu entwickeln und Inspiration zu finden. Solltest Du einen Fotokurs machen, besprecht ihr sicherlich auch die verschiedenen Stilrichtungen und Techniken der ganz Großen.

Kann man einen Fotokurs online machen?

Im Zeitalter des Internets muss man kein Fotostudio mehr mieten, um schnell und effizient fotografieren zu lernen. Fernkurse werden immer beliebter und so kann man auch mit ganz bestimmten, spezialisierten Fotografen am andern Ende der Welt zusammenarbeiten, wenn man möchte.

Um einen solchen Kurs zu machen, braucht man auch kein Hightech-Material: Ein Computer, ein Internetanschluss und natürlich eine Fotokamera sind alles, was man braucht.

Wie kann ich online fotografieren lernen? Lerne online, wie Du Bilder mit Photoshop nachbearbeitest. | Quelle: Pixabay

Diese Vorteile bietet ein Online-Fotokurs oder E-Fotoworkshop:

  • Lockere und entspanntere Stimmung (als an einer Schule oder Uni)
  • Sofortige Kommunikation mit dem Lehrer (auch über Chat usw.)
  • Oft niedrigere Preise
  • Flexiblere Kurszeiten
  • Zeitgewinn (da man nicht mit den Öffentlichen oder sonst irgendwie zum Kursort kommen muss)
  • Möglichkeit, mit Lehrerinnen aus ganz Deutschland oder sogar weltweit zu arbeiten
  • Mehr spezialisierte Fotografen (Landschaftsfotografie, Aktfotografie, Porträtfotografie usw.) verfügbar

Eine Möglichkeit ist, auf Superprof eine(n) Fotografielehrer(in) zu finden. Auf den Profilen siehst Du, in welchen Bereichen sie jeweils spezialisiert sind, welchen Preis sie verlangen und ob sie auch Online-Fotokurse auf die Distanz anbieten. Einfach mal anschreiben und nachfragen – vielleicht ist der Kurs ja auch günstiger, wenn er nur übers Internet läuft oder eine bestimmte Mindestanzahl an Stunden im Vorfeld vereinbart wird …

So verrückt das auch klingen mag, aber heutzutage kann man zum Superfotografen werden, ohne die eigenen vier Wände zu verlassen! (Naja, außer vielleicht, man will Landschaftsfotografin werden …)

So lernst Du den richtigen Umgang mit Deiner digitalen Spiegelreflexkamera

Eine digitale Spiegelreflexkamera ist ein absolutes Muss für Fotografieeinsteiger. Diese Fotokameras sind einfach zu handhaben (mit einem breiten Spektrum von automatischen bis manuellen Einstellmöglichkeiten) und unter den verschiedenen Marken und Segmenten ist auch für jeden Geldbeutel etwas dabei.

Wenn Du gerade erst einsteigst, brauchst Dir nicht gleich die teuerste Kamera und fünf verschiedene Wechselobjektive anzuschaffen. Die Grundfunktionen (Weißabgleich, Schwarz-Weiß-Modus, Belichtungszeit, Blende …) und eine normalgute Auflösung reichen erst einmal.

Sobald Du Deine Kamera (und eventuell ein weiteres Objektiv) hast, kann es mit der Praxis losgehen:

  • Kunstschulen mit speziellen Kursen in Fotografie
  • Clubs oder Vereine für Fotografie
  • Kleinanzeigen in der Zeitung von Fotolehrern
  • Kleinanzeigen im Internet zu Fotokursen
  • Fachbücher zum Thema Fotografie
  • Webseiten und Blogs zum Thema Fotografie

Unser Tipp: Bevor Du mit dem Fotografieren lernen loslegst, setz Dich am besten zuerst mit der Funktionsweise Deiner Kamera auseinander. Bedienungsanleitungen sind zwar keine spannende Lektüre, können aber sehr hilfreich sein!

Schau Dich auch auf den Seiten und Foren Deiner Kameramarke um. Dort findest Du sicher noch den ein oder anderen Tipp und kannst Dich mit anderen Nutzern austauschen.

Wenn Du Dich mit Deiner Kamera gut auskennst, sparst Du Zeit im Fotokurs und kannst Dich ganz Deinen Aufnahmen und Deiner Stilfindung widmen!

Wie gut muss ich meine SLR kennen? Es ist hilfreich, seine Spiegelreflexkamera in- und auswendig zu kennen. | Quelle: Pixabay

Die besten Bücher zum Thema Fotografie für Anfänger

Und wie wäre es ganz oldschool mit einem Buch, um Dir die Basics draufzuschaffen?

Jeder professionelle Fotograf hat mindestens ein Buch, das er als seine „Fotobibel“ ansieht. Sei es eine Biografie eines berühmten Fotografen, ein detailliertes Handbuch Fotografie oder Bildbände als Inspiration. Es gibt viele Kriterien, die Du heranziehen kannst, um Dich für ein Buch zu entscheiden …

Manche ein(e) berühmte(r) Fotograf(in) schreibt auch ein eigenes Buch, um die Fähigkeiten zu teilen und Fotografie-Neulingen dabei zu helfen, fotografieren zu lernen. Eine super Kombi aus Handbuch und Inspirationsquelle!

Hier einige Bücher, die das Potential haben, Deine „Fotobibel“ zu werden:

Tipp: Von Kyra und Christian Sänger gibt es außerdem einen Einsteigerkurs sowie zahlreiche Fotohandbücher zu bestimmten Kameratypen. Reinschauen lohnt sich!

Sich erst einmal einem Handbuch zu widmen, kann als Anfänger sehr hilfreich sein. Klar, man will loslegen, aber so ganz ohne Theorie geht es eben nicht. Die Basics sollte man haben, dann weiß man auch besser, wie man mit den Lichtverhältnissen usw. umzugehen hat.

Eine richtig gute Fotografin wird man aber natürlich nicht, indem man nur zahlreiche Bücher zum Thema liest. Irgendwann muss man sich trauen und selbst Bilder schießen! Man kann sich viel selbst beibringen, Videos und Tutorials schauen oder Blogs lesen oder natürlich einen Fotokurs oder Fotoworkshop bei einem Profi machen.

Na, hast Du Lust bekommen? Dann leg jetzt los und stürze Dich ins Abenteuer Foto! Vielleicht wirst Du ja der nächste Ansel Adams oder die nächste Annie Leibovitz!

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