Privatunterricht Sprachen Nachhilfe Musik Sport Kunst & Freizeit
Teilen

8 bekannte Fotografinnen und Fotografen, die man kennen sollte

Von Anna, veröffentlicht am 08/02/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > 8 bewundernswerte Fotografie Künstler, von denen Du viel lernen kannst

„Es geht nicht darum, eine Vision zu vermitteln, sondern die Menschen durch ein Bild zu berühren.“ – Ansel Adams

Um sich in einer Kunst weiterzuentwickeln, gibt es nichts Besseres, als sich für die Werke anderer Künstler zu öffnen!

Selbst Fotografieanfänger kennen sicher einige der berühmtesten Aufnahmen der Fotografiegeschichte. Doch hast Du dich schonmal gefragt, welche Frauen und Männer hinter diesen großen Fotos, diesen Kunstwerken stecken?

Wenn man professionnelle(r) Fotograf(in) werden will, ist es unabdingbar, sich mit den Größten dieser Kunst auseinanderzusetzen. Denn wenn man selbst schönes kreiieren will, darf Inspiration nicht fehlen. Und wo holt man sich die am besten als bei den Profis dieser Kunst?

Du willst aber gar nicht professionell fotografieren? Macht nichts! Denn auch für Hobbyfotografen kann es interessant sein, die folgenden acht berühmten Fotokünstler/-innen zu entdecken.

Bist Du bereit? Dann nimmt Superprof Dich jetzt mit auf eine Reise in die Welt der Fotokunst!

1. Mario Testino, Modefotograf

Mario Testino wurde 1954 in Lima (Peru) geboren und ist unbestrittenermaßen einer der einflussreichsten Modefotografen der Welt.

Für zahlreiche bekannte Modemagazine standen die unterschiedlichsten großen Namen der Modelwelt schon vor seiner Linse. Von der Vogue über das V Magazine bis hin zu Vanity Fair war alles dabei. Marken wie Burberry oder Versace verdanken ihren Erfolg teilweise seinen Fotografien: Kaum ein anderer versteht es, Kleidung so zeitlos aussehen zu lassen.

Kate Moss, Naomi Campbell und sogar Prinzessin Diana: Sie alle haben sich schon von Mario Testino ablichten lassen!

Im Jahr 2014 dann erhielt Mario Testino seine bisher prestigeträchtigste Auszeichnung: den Verdienstorden Order of the British Empire für seinen Beitrag zur Modewelt.

Liest Du ab und zu Modezeitschriften? Die Bilder vieler wichtiger Modefotografen sind schonmal in der Vanity Fair erschienen. | Quelle: Pixabay

Machst Du auch einen Fotokurs? Dann hast Du jetzt schonmal einen wichtigen Namen der Fotografie im Hinterkopf.

2. Steve McCurry, Fotojournalist

Steve McCurry wurde 1950 im Bundesstaat Pennsylvania geboren und ist das große Vorbild angehender Fotojournalisten.

Er ist insbesondere für sein intensives Porträt „Afghanisches Mädchen“ (Afghan Girl) bekannt. Der Name des Mädchens ist Sharbat Gula.

Auf diesem Foto stechen vor allem die strahlend grünen Augen des Flüchtlingsmädchens heraus, das sein Heimatland verlässt, um nach Pakistan zu gehen. Die Aufnahme wurde zum Symbol für Flüchtlinge und Kriegsfolgen in den 1980er-Jahren.

Steve McCurry wurde mehrfach ausgezeichnet. Im Jahr 1985 gewann er vier erste Preise in vier Kategorien von „Pressefoto des Jahres“ (World Press Photo Awards); 1992 noch einmal zwei erste Preise. Außerdem wurde er mehrmals zum Photographer of the Year gewählt. Seit 2005 ist er Ehrenmitglied der Royal Photographic Society of Great Britain.

McCurry ist in dem Sinne kein klassischer Kriegsfotograf, als er keine verwüsteten Landschaften ablichtet, sondern sich auf Gesichter und die Regungen darin konzentriert. Seiner Meinung nach sind diese weitaus aussagekräftiger als Hintergründe der Zerstörung.

Heutzutage setzt sich Steve McCurry im Rahmen seiner eigenen Stiftung Imagine Asia für asiatische Völker ein.

3. David Bailey, Mode- und Porträtfotograf

Wie wäre es mit Schwarz-Weiß-Fotos, so wie bekannte Künstler wie David Bailey sie machen?

David Bailey war seit den 60ern im wahrsten Sinne des Wortes en vogue, denn er arbeitete – wer hätte es gedacht – für die britische Ausgabe der Vogue. Er porträtierte einiger der bekanntesten Gesichter der Unterhaltungswelt. Sein Stil: mit hohem Wiedererkennungswert aufgrund des dramatischen Lichts und der sparsamen Hintergründe.

Bailey versuchte, die Zeit des Swinging London für immer einzufangen, denn damals war London DIE Hauptstadt der Popkultur und der Mode.

David Bailey stellte zu einem weiteren wichtigen Land der Mode eine Verbindung her, indem er 1965 die französische Schauspielerin Catherine Deneuve heiratete. Um noch etwas tiefer in die Welt dieses kuriosen Künstlers einzutauchen, kannst Du Dir den Film Blow Up, der stark vom Leben und der Persönlichkeit des englischen Fotografen inspiriert ist, ansehen.

4. David LaChapelle, Pop-Fotograf

Entwickle Deinen ganz eigenen Fotografiestil, indem Du Dich von David LaChapelle inspirieren lässt!

David LaChapelle wurde 1963 in Fairfield in Connecticut geboren und zählt zur Kategorie der Kunstfotografen. Schon in jungen Jahren bemerkte er, dass Fotografieren seine Leidenschaft ist, als er eine einfache Aufnahme seiner Mutter machte. Die Passion für seinen Beruf hält bis heute an.

Es war kein Geringerer als Andy Warhol, der sein Talent entdeckte und ihm seinen ersten Job verschaffte: als Fotograf für die Zeitschrift Interview Magazine. Seine Aufnahmen sind gleichzeitig Pop und Kitsch, transportieren aber auch tiefgründige soziale Botschaften.

Die Arbeit von David LaChapelle ist alles andere als einseitig: Sein Musikvideo zum Song „It’s My Life“ von No Doubt wird zum besten Video des Jahres gekürt.

David LaChapelles Werke sind von anderen bekannten Künstlern wie Salvador Dalí oder Jeff Koons inspiriert. Er stellt sie nach wie vor weltweit aus.

Warum nicht mal in einer Galerie oder auf einer Sonderausstellung zu David LaChapelle vorbeischauen? Inspiration pur!

5. Edward Sheriff Curtis, Fotograf von amerikanischen Ureinwohnern

Tauch ein in die Geschichte der Fotografie, indem Du Dir die Bilder von Edward Curtis vom Anfang des 20. Jahrhunderts ansiehst!

Dieser Fotograf wurde 1868 im Bundesstaat Wisconsin geboren. Sein Vater war ein Kriegsveteran des Sezessionskriegs, der noch stark von den davongetragenen Verletzungen geprägt war. 1895 begann Edward Curtis, Fotografie zu studieren. Ein Grund dafür war, dass er Prinzessin Angelina, die Tochter des berühmten Häuptlings Seattle kennengelernt hatte.

In kürzester Zeit schießt Curtis zahlreiche Porträts amerikanischer Ureinwohner (Native Americans), für die er zahlreiche Auszeichnungen erhält. Dieses Volk wird zur Inspirationsquelle für Edward Curtis. Er lichtet Native Americans von Alaska bis in den Südwesten der Vereinigten Staaten ab.

Porträts, aber auch spirituelle Zeremonien, Traditionen oder Alltagsszenen: Dem Auge des Fotografen entgeht nichts.

So hat Edward Curtis stark zur Anerkennung des Urvolks unter der weißen amerikanischen Bevölkerung beigetragen – war er doch einer der wenigen, der in das Innere der Ureinwohner vordringen durfte.

Und das alles ohne digitale Spiegelreflexkamera …

Kaum ein andere kam den amerikanischen Ureinwohnern so nahe. Edward Curtis auf einem Selbstporträt. | Quelle: Wikipedia

6. Annie Leibovitz, die Fotografin schlechthin

Annie Leibovitz ist vermutlich die bekannteste Fotografin der Welt.

Sie wurde 1949 im Bundesstaat Connecticut geboren und interessierte sich schon früh für Kunst und vor allem Malerei. Während ihres Studiums beginnt sie schon leicht, sich für Fotografie zu interessieren, doch es ist ihre Reise nach Japan, die sie vollends überzeugt, und sie entschließt sich, sich nach ihrer Rückkehr in die USA dieser Kunst zu widmen.

Sie arbeitete zunächst in Schwarz-Weiß, ging dann aber langsam in Farbe über. 1980 schießt Annie Leibovitz ein Foto epischen Ausmaßes.

Sie hatte es geschafft, John Lennon zu überzeugen, nackt zu posieren und fotografierte, wie er seine Frau küsste. Wenige Stunden nach diesem Fotoshooting wird Lennon in Manhattan ermordet.

Über Jahre porträtiert Annie Leibovitz die ganz großen Stars für das Magazin Vanity Fair. Wir verdanken ihr manch ein bedeutendes Cover-Foto. Die schwangere Demi Moore oder Whoopi Goldberg, wie sie in Milch badet, sind nur zwei Beispiele.

Warum ging Annie Leibovitz in die Geschichte ein? Es ist kaum zu fassen, dass Annie Leibovitz John Lennon noch wenige Stunden vor seinem Tod fotografierte. | Quelle: Pixabay

7. Anne Geddes, Kinderfotografin

Anne Geddes wurde 1956 in Australien geboren. Sie hat sich das Fotografieren selbst beigebracht und fokussiert sich auf Kleinkinder und Babys. Sie begann ihre Karriere in Hongkong, begann aber erst einige Jahre später damit, sich wirklich der Kinderfotografie zu widmen.

Ihren Durchbruch erzielte sie mit einer Serie namens „Cabbage Kids“, stylisierte Fotografien von Kindern in Salatblättern. Diese exzentrische Seite kommt in allen ihren Werken zum Vorschein: Kinder als Blumen, als Feen, als Märchengestalten oder kleine Tiere.

Mit mehr als 18 Mio. verkauften Büchern weltweit hat Anne Geddes ihren Platz in der Popkultur gefunden.

Übrigens: Selbst in der Kultserie Friends kommt Anne Geddes vor. In der sechsten Staffel hängt die aktuelle Mitbewohnerin von Joey ein Babyporträt von Anne Geddes auf. Spoiler-Alarm: Joey ist nicht so begeistert …

Wenn es darum geht, Studiofotograf(in) zu werden und mit den Kleinsten unserer Gesellschaft zu arbeiten, kommt man um Anne Geddes nicht herum!

8. Ansel Adams, Landschaftsfotograf

Landschaftsfotografie ist nach wie vor eine der beliebtesten Arten dieser Kunst. Du willst herausfinden, wie man die vielen verschiedenen Landschaften dieser Welt am besten darstellen kann? Die Weiten und Nischen, die Höhen und Tiefen? Dann lass Dich von einem der ganz großen Landschaftsfotografen inspirieren!

Kennst Du die Landschaftsaufnahmen von Ansel Adams? Dieser Fotograf hat sich von Ansel Adams‘ Aufnahmen aus dem Yosemite National Park inspirieren lassen. | Quelle: Unsplash

Ansel Adams wurde 1902 in San Francisco geboren. Er war ein Fotograf, aber auch Umweltaktivist. Sein Ziel war es, die Natur in ihrem ursprünglichsten Zustand zu bewahren. Er lichtete zahlreiche Landschaften im Westen der USA sowie Naturparks (wie den berühmten Yosemite-Park) ab.

Der Stil von Ansel Adams hat einen hohen Wiedererkennungswert: Er fotografiert ausschließlich in schwarz-weiß und im Großformat – so kommt die Schärfe seiner Aufnahmen besonders zum Tragen.

Im Jahr 1980 erreicht die Karriere von Ansel Adams ihren Höhepunkt: US-Präsident Jimmy Carter verleiht ihm die Presidential Medal of Freedom, eine bedeutende Auszeichnung in den USA, für sein Werk als Fotograf und Aktivist.

Ansel Adams setzte sich bis zuletzt für den Umweltschutz ein. Er veröffentlichte auch Bücher, um zu erklären, wie man seine Fotografietechnik verbessern kann, ohne zu sehr in die Natur einzudringen und das empfindliche Gleichgewicht zu stören. Umweltschutz stand für ihn immer an oberster Stelle.

Nun hast Du einen ersten Einblick über die wichtigsten Fotografen erhalten. Doch diese Liste ist natürlich lange nicht vollständig. Wie wäre es mit einem Blick in die Biografien einiger bedeutender Fotografen? Dort findest Du sicher die nötige Inspiration, um Deinen ganz eigenen Fotografiestil zu entwickeln! Und spannende Geschichten sind es allemal …

Teilen

Wir freuen uns über Feedback von unseren Lesern
Enthält dieser Artikel die Informationen, nach denen Du gesucht hast?

Dieser Artikel war totaler Käse? Wirklich?Okay, beim nächsten Mal wird's besserNur Durchschnitt? Was fehlte Dir konkret?Danke Dir! Stelle verbliebene Fragen gerne untenWir freuen uns, dass wir Dir helfen konnten :) (Aktuell gibt es hierzu noch keine Bewertung)
Loading...

Einen Kommentar posten

avatar