Privatunterricht Sprachen Nachhilfe Musik Sport Kunst & Freizeit
Teilen

Der geschichtliche Hintergrund der Fotografie

Von Funzi Olga, veröffentlicht am 23/01/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Die Geschichte der zeitgenössischen Fotographie: Ein kurzer Überblick

„Eine Photographie ist ein nichtwiederkehrendes Fragment der Zeit.“ – Martine Frank

Als eine Form der angewandten Kunst, ist Fotografie heute dank zahlreicher digitaler Geräte für jedermann zugänglich.

Bevor man sich aber zu einem Meister der Fotografie entwickelt, kann es sehr nützlich sein, vorab in die Geschichte dieser besonderen Kunst einzutauchen.

Anhand der Geschichte der Fotografie, können Einsteiger neue Techniken entdecken und mehr über die Entwicklung der Fotografie im Laufe der Jahre erfahren.

Los geht’s mit einer kurzen Tour durch die Geschichte der Fotografie! 

Erste Fotografie

Nach ihrer Erfindung in den 1830er Jahren, dauerte es noch gut 10 Jahre, bis die Fotografie von der Öffentlichkeit anerkannt wurde!

Abbildung einer Dunkelkammer So sah damals der erste historische Fotoapparat aus! | Quelle: kickstarter.com

Noch vor der Entstehung der Fotografie wie wir sie heute kennen, waren die Grundlagen der zeitgenössischen Fotografie schon existent.

Der professionelle Fotograf bzw. die professionelle Fotografin nahm mit der Kamera ein Bild auf. Der Druck des Fotobildes war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht möglich.

Um das Foto in der Postproduktion zu entwickeln, nutze der angehende Fotograf eine Dunkelkammer.

Dieses Verfahren wird noch heute in der Entwicklung von langzeitbelichteten Fotos, insbesondere bei der Filmfotografie, angewandt.

Die Dunkelkammer (lat. Camera Obscura) und ihre Nutzung existieren tatsächlich schon seit dem 14. Jahrhundert. Allerdings war ihre Verwendung damals verpönt. Bedeutende Maler jener Epoche glaubten, dass dieses Verfahren, aus dem sich später die Fotografie entwickeln sollte, die noble Kunst der Leinwandmalerei untergraben würde.

Der Fotograf nutze damals ein Gerät, das noch weit entfernt von unserer heutigen Spiegelreflexkamera war!

Das im Vergleich viel größere Apparat war einer Elite vorbehalten, die präzisere Bilder entwickeln wollte als die Reproduktion auf Gemälden.

Heutzutage lässt sich diese Methode in der Filmanimation bei der Zeichnung auf Retroskop wiederfinden. In alten Disney Filmen wurde diese Technik zum Beispiel genutzt.

Die Fototechnik mit Hilfe der Camera Obscura (bzw. der Dunkelkammer) ließ sich jedoch schwer unbemerkt praktizieren.

Der Fotograf musste sich in einer Art großen Kasten verstecken, um von dort aus eine Momentaufnahme seines Fotomodells zu machen.

Die Methode war damals derart verpönt, dass ihr Erfinder Giovanni Batista wegen Hexerei verhaftet und verurteilt wurde.

Den Adligen blieb der Mechanismus der tragbaren Kammer ein Rätsel.
Kurz gesagt, war es gar nicht so einfach vor dem 19. Jahrhundert Fotograf zu sein!

 

Die Erfindung der Fotokamera und die Technik der Daguerreotypie

Die Fotographie ist eine französische Erfindung.

Die erste bekannte Fotografie wurde 1825 vom Erfinder Joseph Niepce gemacht. Sie präsentiert einen einfachen zeitlosen Anblick aus dem Fenster eines französischen Dorfes.

Erfahre hier mehr über die besten französischen Fotografen!

Das Foto wurde zunächst nicht für seine ästhetischen Merkmale anerkannt. Es ist vielmehr der innovative Aspekt, der es zu einem bedeutenden Maßstab für erfahrene Fotografen gemacht hat.

Das erste je aufgenommene Foto von Joseph Niepce. Die obige Abbildung zeigt die erste Fotografie, aufgenommen 1827 von Jospeh Niepce bei Gras. | Quelle: wikipedia.org

Der Mangel an fotografischer Technik ist auf diesem Foto auf einen Blick erkennbar: Joseph Niepce hat seine Kamera für mehr als 8 Stunden durch das Fenster belichten lassen müssen. Daher können wir die Sonne sowohl östlich als auch westlich des Gebäudes sehen.

Zu dieser Zeit waren die Erfinder durchaus in der Lage, Bilder zu projizieren, wussten aber nicht, wie sie das Licht erhalten und bewahren sollen.

Nach seinem Tod überließ Joseph Niepce sein unvollendetes Werk Louis Daguerre, einer wichtigen Person in der Fotogeschichte.

Die Daguerreotypie entwickelte sich schnell zu einer anerkannten Technik, aus der berühmte Werke hervorgingen:

  • Die Werkstatt des Künstlers von Louis Daguerre
  • Boulevard du Temple von Louis Daguerre
  • Robert Cornelius von Robert Cornelius selbst (Selbstporträt)
  • Der Mond von John William Draper
  • Das offizielle Porträt von Abraham Lincoln
  • Das erste Pressebild (1847)
  • Die Sonnenfinsternis-Sequenz von William und Frederick Langenheim
  • Das Porträt von Joseph Jenkins Roberts von Augustus Washington

Die Technik der Daguerreotypie, begonnen von Joseph Niepce und beendet durch Louis Daguerre, wurde schnell zum Erfolg unter den Kennern der Fotografie. Louis Daguerre patentierte seine Erfindung sogar in Großbritannien. Somit musste ihm jeder, der seine Technik nutzen wollte, hohe Tantiemen zahlen.

Im Laufe der Jahre fügten andere Erfinder weitere Ergänzungen hinzu. Zum Beispiel William Henry Fox mit seiner berühmten Kalotypie, die zur Verbesserung der klassischen Daguerreotypie beitrug.

Schließlich entwickelte der Brite Frederick Scott Archer das Prinzip des Nasskollodions, um die Emulsion auf dem Glas zu fixieren. Der Erfinder wandte sich jedoch bald davon ab, und widmete sich anschließend der Entwicklung des Papiernegativs.

Um direkt mit einem Fotolehrgang zu beginnen, kann man auch Bücher über die Fotografie zur Hand nehmen.

Die Fotografie zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Popularisierung des Fotos

In den Folgejahren der Erfindung von Louis Daguerre waren Künstler noch nicht bereit, Fotografie als eigenständige Kunst zu akzeptieren.

Historische Fotoaufnahme als Schwarzweißbild Wie wäre es mit einer Karriere als Fotojournalist, um wichtige Ereignisse der Geschichte zu erleben? | Quelle: Eigene

Erst auf der Weltausstellung von Paris von 1859, wurden Fotos erstmals neben klassischen Kunstwerken (Skulptur, Malerei, Gravur, siehe auch Fotokurs Berlin) ausgestellt.

Die Kommerzialisierung der ersten Kodak-Kamera im Jahr 1888 trug ebenfalls dazu bei, Fotobilder auch für die Mittelklasse zugänglich zu machen. Im 20. Jahrhundert erfuhr die Fotografie dann ihren Höhepunkt.

Sie stieß bei besonderes Wissenschaftlern auf großes Interesse. Es war den Fotografen dank ihrer Fotos möglich, wichtige Ereignisse in der Politik, Kultur oder Wissenschaft äußerst akkurat zu dokumentieren.

Das Foto konnte mit dem menschlichen Auge mithalten, in dem es Bruchteile eines Momentes ewig festhielt, die für das Individuum zu kurz waren, um wahrgenommen zu werden.

Während des Ersten Weltkriegs wurden Fotografie und die Technologie zu Vektoren des Fortschritts und des Wandels in der Gesellschaft!

Vorreiter der Kunst kombinierten Technologie und Geschichte, indem sie sowohl Schützengräben als auch den Alltag der Menschen fotografisch festhielten. Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Fotografie ein Mittel, um die Veränderungen in der Gesellschaft und ihren Wiederaufbau zwischen den zwei Kriegen zu verewigen.

Zur selben Zeit entwickelte sich auch der Fotojournalismus. Er wurde insbesondere von Fotografen geschätzt, die gewillt waren, die Kunst der Fotografie zu einem wahrhaftigen Beruf zu machen.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, nahmen Fotografen die ersten Züge, den Bau von Industrien und Fabriken, die Entwicklung urbaner Zentren oder die Einführung des Automobils für die Arbeiterklasse ins Visier.

Die Fotografie war eine bedeutsame Wende für die weltweite Bevölkerung, die die Entwicklungen der kontemporären Gesellschaft in einem neuen Licht sahen.

Das Farbfoto wurde nach erfolgreicher Forschung von Auguste und Louis Lumière schließlich in den 1930er Jahren populär.

Entdeckt oder bucht hier euren Fotokurs Köln!

Vom 20. Jahrhundert bis heute: Die Entwicklung zur digitalen Fotografie

Heute benutzt jeder eine Spiegelreflexkamera. Aber kennt ihr auch den Ursprung der digitalen Fotografie?

In den 50er und 60er Jahren hatte der Fortschritt in der Forschung nach digitaler Fotografie ihren Höhepunkt. Der Dank gilt hierbei insbesondere dem Werk George Smiths und William Boyles.

Zu jenem Zeitpunkt waren wir von der heutigen Fotoqualität dennoch weit entfernt: Damals bestand das Bild nur aus 100 Pixel im Vergleich zu mehr als 14 Megapixel im 21. Jahrhundert.

Erinnerungen und Momentaufnahmen lassen sich ewig mit der Kamera festhalten. Heute reichen nur einige Sekunden aus, um einen Augenblick zu verewigen! | Quelle: pixabay

Ob Schwarz-Weiß-Foto, Strichbild, Sepia- oder Farbfoto, dank der vom Bell Forschungslabor entwickelten digitalen Filter konnten Fotografen letztlich ihre eigene Ästhetik hervorbringen.

Hier eine Auswahl großer Fotografen des 20. Jahrhunderts:

  • Robert Capa
  • Ansel Adams
  • Philippe Halsman
  • W. Eugene Smith
  • Dorothea Lange
  • George Hurrell
  • Robert Frank
  • Steve McCurry
  • Garry Winogrand
  • Richard Avedon

Durch Einflüsse aus der abstrakten Kunst, begannen professionelle Fotografen ihre Expertise an den renommiertesten Universitäten der Vereinigten Staaten zu unterrichten.

In den 1960er Jahren wurde Fotografie auch in asiatischen Ländern durch Fotozeitschriften besonders populär.

In einigen Ländern wie China unterlagen Fotografen jedoch einer strengen Zensurpolitik. Erst Ende des 20. Jahrhunderts konnten sie ihr Fotomotiv uneingeschränkt wählen.

Ebenfalls im späten 20. Jahrhundert entwickelte sich die Landschaftsfotografie – ein heute sehr beliebter Kunststil!

Im 21. Jahrhundert wurde die Dunkelkammer für die Nachbesserung digitaler Fotos genutzt, insbesondere in Folge der Markteinführung von Photoshop.

Im digitalen Zeitalter tendieren Fotografie Anfänger dazu, lange Installationszeit zu meiden. Der Druck erfolgt direkt von ihrem Computer aus, an dem sie ihr Bild in der Postproduktion bearbeiten können.

Heute wird der Verkauf von Digitalkameras immer seltener. Der Grund dafür ist der Aufstieg von Smartphones, mit denen Fotos direkt mit dem Telefon aufgenommen werden können!

Nichtsdestotrotz gibt es Fotografie-Liebhaber, die weiterhin analog fotografieren. Hierbei handelt es sich um einen Stil, der mehr auf Kunst und Ästhetik als auf digitale Fotografie ausgerichtet ist.

Solche Techniken selbst zu beherrschen kann jedoch sehr komplex sein. Daher belegen Fotografie Anfänger zunächst Fotokurse.

In Fotoschulen, über privaten Fotografie Unterricht oder z.B. in Verbindung mit dem Fotokurs München könnt ihr als Einsteiger euren Niveaus angepasste Fotografie Kurse besuchen, die das Diaphragma, den Zoom oder die Brennweite der Reflexkamera in der Fotografie lehren.

Was spricht also noch gegen Fotografieren lernen, einen Online Fotokurs, Fotoworkshop oder sogar eine Ausbildung zum Fotografen mit Hilfe einem Privatlehrer für Fotografie?

Teilen

Wir freuen uns über Feedback von unseren Lesern
Enthält dieser Artikel die Informationen, nach denen Du gesucht hast?

Dieser Artikel war totaler Käse? Wirklich?Okay, beim nächsten Mal wird's besserNur Durchschnitt? Was fehlte Dir konkret?Danke Dir! Stelle verbliebene Fragen gerne untenWir freuen uns, dass wir Dir helfen konnten :) (Aktuell gibt es hierzu noch keine Bewertung)
Loading...

Einen Kommentar posten

avatar