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Die Legenden der Fotografie

Von Melanie, veröffentlicht am 18/02/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Urväter der Fotographie: Wer waren die ersten Fotografen in der Geschichte?

Hast Du eine Leidenschaft für Fotografie?

Möchtest Du Alltagsszenen verewigen und ihnen Deine eigene künstlerische Note hinzufügen?

Um eines Tages zu den größten Fotografen der Welt zu gehören, musst Du die Geschichte der Fotografie kennen und wissen, wie sich die Kunst der Fotografie entwickelt hat.

Durch harte Arbeit und Entschlossenheit ist es den Urvätern der Fotografie gelungen, die Kunst der Fotografie für alle zugänglich zu machen und so zur Entwicklung der professionellen Fotografenausbildung beizutragen.

Wir erklären Dir, wem wir die Fotografie, wie wir sie heute kennen, zu verdanken haben!

Thomas Wedgwood – der erste Fotoexperimentator

Thomas Wedgwood, 1771 in England geboren und 1805 gestorben, ist bis heute einer der großen Namen in der Geschichte der Fotografie.

Obwohl er nie in der Lage war, ein Bild dauerhaft auf einem Träger zu fixieren, hat Thomas Wedgwood entscheidend zur Entwicklung der Fototechnik beigetragen!

Wie studiert man die Geschichte der Fotografie mit einem Lehrer? Die Kunst, ein Bild auf einem Träger zu befestigen, war nicht einfach!

Thomas Wedgwood verwendete ein chemisches Verfahren, um eine Schicht aus Silbernitrat auf ein Papier aufzutragen. Er setzte dieses Papier dann einem bestimmten Objekt aus und lagerte es in einer Dunkelkammer, sodass das Objekt letztendlich auf dem Bild abgebildet war.

Wie werden eigentlich Fotos entwickelt? Fotografie und Chemie sind enger miteinander verwandt, als Du Dir vielleicht vorstellen könntest. | Quelle: Pixabay.com

Von Kunsthistorikern oft als „erster Fotograf“ bezeichnet, gab Wedgwood nicht auf und versuchte immer weiter das Bild auf dem Papier zu verewigen. Naja, dies gelang ihm zumindest fast! Trotz all seiner Versuche konnte Wedgwood das Bild nicht länger als ein paar Tage auf dem Papier halten.

Der Grund? Die schädlichen Auswirkungen des von äußeren Lichteinflüssen, führten dazu, dass Wedgwood Fotos beschädigt wurden. Thomas Wedgwood war daher genötigt, seine Aufnahmen in einem vollkommen dunklen Raum aufzubewahren. Dennoch bestand die Gefahr, dass sie langsam verblassten.

Auch in der heutigen Zeit ist der Name des englischen Fotografen vielen noch immer ein Begriff.

Im Jahr 2008 kursierten Gerüchte, dass ein Foto des Erfinders aus den 1790er Jahren gefunden wurde. Obwohl das Bild ursprünglich zur Versteigerung vorgesehen war, wurde es wegen der vielen Kontroversen um die Authentizität der Fotos endgültig aus dem Verkauf genommen.

Nicephore Niepce – der Erfinder der Heliografie

Nicéphore Niepce, 1765 in Chalon sur Saône geboren und 1833 gestorben, wird oft als Pionier der Fotokunst angesehen. 1822 erfand er die Heliografie, ein Verfahren, mit dem es zum ersten Mal möglich war dauerhafte fotografische Abbildungen zu erschaffen.

Wir verdanken diesem großen französischen Fotografen das erste erhaltene Foto der Geschichte mit dem Titel  „Le Point de Vue du Gras“!

Die Aufnahme stammt aus seinem Landhaus. Die Belichtungszeit lag bei mehreren Tagen. An deren Ende gelang es dem Erfinder, eine nie zuvor erreichte Schärfe zu erlangen. Im Jahr 2003 zählte das renommierte Life Magazin dieses Bild sogar zu den 100 Fotos, die die Welt verändert haben.

Vor dieser revolutionären Erfindung wurde der Fotograf allerdings mit einigen mehr oder weniger unfruchtbaren Erfahrungen konfrontiert. Nicéphore Niepce verwendete zunächst in seiner Dunkelkammer Silberchlorid, welches er auf ein Blatt weißes Papier auftrug. Dieses Experiment blieb jedoch ein Misserfolg, da Niepce nicht in der Lage war, das Motiv mit seiner Camera Obscura dauerhaft zu fixieren.

Wie wurden Fotos damals entwickelt? Die Entwicklung von Fotos nahm damals einen echten Experimentiergeist in Anspruch! | Quelle: Pixabay

Dank seiner Erfindung der Heliografie begann Niepce, sich auf dem Gebiet der Fotografie einen Namen zu machen, starb aber, bevor er sein Werk zur Anwendungsreife bringen konnte. Sein Neffe entwickelte die Technik jedoch nach seinem Tode weiter.

Niepces Studien werden auch weiterhin im kollektiven Gedächtnis bleiben. Noch heute gibt es den Niepce-Preis, der jedes Jahr den besten französischen Fotografen unter 50 Jahren auszeichnet.

Dies sollte doch Ansporn genug für alle Anfängerfotografen unseres schönen Landes sein!

Louis Daguerre – der Vater der Daguerreotypie

Louis Daguerre, geboren 1787 und gestorben 1851, war ein französischer Künstler und Fotograf. Er war ein langjähriger Freund seines Vorgängers Nicéphore Niepce und nahm seine Forschungen nach dessen Tod wieder auf.

Wofinde ich ein Handbuch zur Fotografie?

Louis Daguerres „Boulevard du Temple“ war das erste Bild, auf dem ein Mann abgebildet war.

Es war im 19. Jahrhundert, als Louis Daguerre ein Verfahren erfand, das seinen Namen trägt, die Daguerreotypie. Das Prinzip? Man verwendet eine Silberplatte, die Joddämpfen ausgesetzt wird, um ein Silberjodid zu bilden, und setzt dieses Ergebnis dann Quecksilberdämpfen aus, um das Bild auf der Platte freizulegen und zu fixieren.

Da dieses Verfahren für die damalige Zeit sehr schnell war (nur etwa zwanzig Minuten Exposition), galt es als revolutionär. Allerdings war jede Daguerreotypie ein Unikat, sodass die Druckauflage immer auf ein Foto pro Ausstellung begrenzt war.

Es ist diesem französischen Erfinder zu verdanken, dass die Fotografie der ganzen Welt offenbart wurde!

Begeisterungsstürme ließen nicht lange auf sich warten: Das Verfahren wurde in die ganze Welt exportiert, insbesondere nach Europa und Amerika. Daguerre, der dank der Kommerzialisierung der Daguerreotypie großen Erfolg hatte, behauptete, der Erfinder der Fotografie zu sein: Er forderte sogar, dass dies nach seinem Tod auf seinem Grabstein erwähnt wird.

Wenn Du ein Studium der Fotografie absolvieren möchtest, wird die revolutionäre Arbeit dieses französischen Fotografen wohl Teil Deiner Ausibldung sein.

Thomas Sutton – der Erfinder der Farbfotografie

Thomas Sutton, geboren 1819 und gestorben 1875, war ein englischer Fotograf, aber auch ein anerkannter Erfinder und Autor.

1859 begann Sutton sein erstes großes Forschungsprojekt: die Spiegelreflexkamera mit Panoramalinse. Dieses revolutionäre Objekt wurde jedoch erst 1861 von ihm entwickelt.

Mit der Erfindung dieser Kamera hörte Thomas Suttons technologischer Fortschritt jedoch nicht auf!

Mithilfe seines Freundes, des Wissenschaftlers James Clerk Maxwell organisierte Thomas Sutton noch im selben Jahr eine Veranstaltung, bei der er eindrucksvoll die Eigenschaften der Farbfotografie demonstrierte. Dazu fügte Sutton einem Schwarz-Weiß-Foto einen Blaufilter, einen Grünfilter und einen Rotfilter hinzu und wendete ihn auf einem Projektor mit ähnlichen Filtern an.

Wie entstand die Farbfotografie? Die Farbfotografie musste auch erst durch viel Experimentieren erfunden werden… | Quelle: Pixabay

Das Experiment war ein Teilerfolg: Die Materialien waren empfindlich gegenüber blauem Licht, nicht sehr empfindlich gegenüber grünem Licht und nicht empfindlich gegenüber rotem Licht.

Dennoch war diese Entdeckung ein bedeutender Fortschritt in der fotografischen Forschung, welche den Weg für viele wichtige, spätere Erfindungen ebnete!

Neben seiner Tätigkeit als Fotograf war Thomas Sutton ein produktiver Autor, der sowohl Romane als auch Fotolehrbücher schrieb, wie z. B. das Dictionary of Photography von 1858. Tauche also in ein altes Fotohandbuch ein und entdecke die Ursprünge dieser ganz besonderen Kunst.

Steven Sasson – der Entwickler der Digitalkamera

Weißt Du, wann und wie die erste Digitalkamera der Geschichte entstand?

Wie wählt man seine erste Digitalkamera aus? Ein solches digitale Gerät ist in der heutigen Zeit ein absolutes „Must-Have“!

Steven Sasson, 1950 in New York geboren, ist einer der größten Erfinder der modernen Fotografie, wie sie heute praktiziert wird. Steven Sasson, ausgebildeter Elektroingenieur, begann seine Arbeit unter der Leitung der Kodak-Gruppe in den 1970er Jahren.

1975 entwickelte Sasson einen Prototyp, der ihn berühmt machen sollte: Die erste Digitalkamera!

Mit einem Gewicht von mehr als 3 kg und einer Auflösung von nur 0,01 Megapixel war das Objekt zwar nicht mit heutigen Digitalkameras zu vergleichen, aber dennoch beispiellos auf dem Markt der Fotografie. Die Kamera nahm das auf einer Kassette aufgenommene Bild in einer durchschnittlichen Zeit von 23 Sekunden auf und dies auch nur in Schwarz-Weiß. Die Erfindung trug trotzdem wesentlich zum Ruf der Marke Kodak bei, die in den 1970er Jahren DIE Marke im Bereich der Fotografie war!

Steven Sasson, der heute daran arbeitet, Kodaks intellektuelles Kapital zu schützen, erhielt 2009 von US-Präsident Barack Obama die National Medal for Technology and Innovation, diese Auszeichnung wurde bisher nur einigen wenigen berühmten Erfindern verliehen.

Im Jahr 2011, wurde Steven Sasson schließlich die Ehre zuteil, der National Inventor Hall of Fame beizutreten, als einem von nur 313 ausgewählten Mitgliedern!

Dem amerikanischen Erfinder ist es zu verdanken, dass wir heute im Besitz von Digitalkameras sind. Eine der am häufigsten verwendeten Kameras unter Amateurfotografen, aber auch im Bereich der professionellen Fotografie. Denke beim Kauf deiner nächsten Fotoausrüstung darüber nach!

Erfinder der Fotografie – weitere große Namen!

Möchtest Du einen Fotokurs besuchen, um den Beruf des Fotografen zu entdecken und eines Tages vielleicht ein professioneller Fotograf oder eine professionelle Fotografin zu werden?

Tauche ein in die Geschichte der Fotokunst!

Wer sind die Vorläufer der antiken Fotografie? Ohne all diese großartigen Fotografen wäre die Fotografie nicht das, was sie heute ist!

Alle großen Erfinder der Fotografie wurden von anderen, manchmal weniger bekannten Schöpfern inspiriert, die dazu beigetragen haben, die Fotografie zu perfektionieren, die Postproduktion zu verbessern oder zum Beispiel Nachtaufnahmen zu machen.

Eine kleine, nicht erschöpfende Liste verschiedener Erfinder aus dem Bereich der Fototechnik:

  •      Sir Hershcel, Erfinder der Blaupause,
  •      William Henry Fox Talbot, Erfinder der Kalotypie,
  •      Jean Marie Taupenot, Erfinder des Albumin- und Trockenkollodionsverfahrens,
  •      Scott Archer, Erfinder des nassen Kollodionsverfahrens,
  •      BJ Sayce und WB Bolton, Erfinder des Kollodium- und Silberbromidverfahrens,
  •      Robert L Maddox, Erfinder des Trockenplattenverfahrens,
  •      George Eastman, Erfinder der flexiblen Negative.

Ob Hochzeitsfotografie, Tierfotografie oder Studiofotografie, das Studium der verschiedenen Erfindungen, die im Laufe der Jahre entstanden sind, ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, um zu entdecken, was in unserer digitalen SLR-Kamera so alles verborgen ist (Brennweite, Membran….).

Wie plant man eine Karriere als freier Fotograf? Wie wäre es mit einem Fotografie-Kurs? | Quelle: Pixabay

Der beste Weg, um Deine fotografischen Fähigkeiten zu verbessern? Nimm an einem ersten Fotokurs mit einem professionellen Fotografen teil!

Ein privater Fotografiekurs kostet durchschnittlich 26,27€. Pack also Dein Stativ aus und lerne von einem Spezialisten auf diesem Gebiet, wie man schöne Bilder macht!

Dein Ziel? Vielleicht werden Deine Aufnahmen irgendwann in einem der vielen beliebten Fotomagazine veröffentlicht!

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