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Mit welchen Kosten muss ich für eine Kamera für Einsteiger rechnen?

Von Nadine, veröffentlicht am 28/02/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Wie hoch ist das Budget für den Einstieg in die Fotografie?

Der nächste Urlaub rückt in greifbare Nähe und Du meinst, Deine Reiseerinnerungen haben eine bessere Kamera verdient als die Deines Smartphones?

Perfekt! Dann ist es an der Zeit, nach einer Kamera für Einsteiger Ausschau zu halten.

Jetzt wirst Du Dir wahrscheinlich die Frage stellen, welche Kamera Du für Deine ersten Schritte in der Fotografie benötigst und welche Funktionen eine gute Kamera braucht, um dem Handy wirklich überlegen zu sein. Immerhin willst Du Deine schönsten Erlebnisse damit verewigen.

Auf der Suche nach dem perfekten Modell hörst Du von Autofokus, Wechseloptik, Festbrennweite, APS-C Sensor und vielem mehr. Aber braucht eine Kamera all diese kostspieligen Extras, um für Anfänger geeignet zu sein?

Das bringt uns unweigerlich zum sensiblen Thema Geld. Wie ein Blick ins Schaufenster eines Fotogeschäfts verrät, zählt Fotografie nicht zu den preiswertesten Hobbys.

Soll es am Ende dann doch bloß eine Wegwerfkamera sein??? Nicht im Ernst!

Nicht nur die Ausrüstung kostet eine Menge Geld, denn eine hochwertige Kamera macht noch lange keinen guten Fotografen. Wie steht es um den Fotokurs, in Du lernst, mit der neu erstandenen Fotokamera umzugehen?

In diesem Artikel haben wir uns damit befasst, wie teuer ein Einstieg in die Fotografie ist und welche Möglichkeiten es gibt, bei der Anschaffung sein Sparschwein zu schonen.

Finde Dein Ziel

Es gibt viele kostenlose Programme zur Fotobearbeitung. Tolle Fotomontagen aus Serienbildern sind in der Sportfotografie sehr beliebt. | Quelle: pixabay

Zu allererst solltest Du Dir Gedanken darüber machen, welche Art von Fotos Du machen möchtest. Denn je nach Einsatzzweck wirst Du ein völlig unterschiedliches Kameraset benötigen. Objektive gibt es für die verschiedensten Bildwinkel, Entfernungen und Lichtverhältnisse. Und schließlich beeinflusst die Kameralinse die Wahl des Fotoapparats – beiden sind meist die teuersten Bestandteile der Fotoausrüstung.

Genau deshalb solltest Du Dir die Frage stellen, wie viele Objektive überhaupt brauchst.

Möchtest Du nur gelegentlich und bei reichlich Tageslicht fotografieren (zum Beispiel Landschaften, Städte, Reisefotos, Momentaufnahmen), wirst Du an einer Kompaktkamera mit Sicherheit viel Freude haben. Dies macht vieles einfacher, da Du keine zusätzlichen Objektive kaufen musst.

Andernfalls kommt eher eine Systemkamera in Frage, die Du – je nachdem, ob Du beispielsweise Landschafts-, Nacht-, Sport-, Tierfotos – mit dem passenden Objektiv ausstattest.

Auch stellt sich zunächst die Frage, ob Du analog oder digital fotografieren willst.

Tatsächlich fotografieren selbst in digitalen Zeitalter immer noch – und immer mehr – Menschen analog. Wenn auch Du zur Lomografie Community gehören willst, hast Du Die Wahl zwischen Polaroid-Sofortbildkameras und diversen analogen Kameras, von denen manche für weit unter 100 Euro zu bekommen sind, während andere wiederum Geschichte geschrieben haben. So kostet die weltberühmte Leica zum Beispiel mehrere Tausend Euro!

Hinzu kommen die Kosten für Fotofilme, Entwicklung, Negative, Nachbestellung oder gar ein eigenes Fotolabor mit Dunkelkammer…

Die passende Kamera für Deinen Fotokurs

Worin unterscheiden sich die Kameras der bekanntesten Hersteller? Digital oder Analog? Hochmodern oder Vintage? Welche Kamera ist die richtige für den Fotokurs? | Quelle: pixabay

 

Wer lieber moderne Technik in seinen Händen halten will, hat eine weitaus größere Auswahl.

Nikon, Canon, Fujifilm, Olympus, Pentax – hier hast Du die Qual der Wahl. So viele Modelle, dass man sich leicht im Dschungel der Datenblätter und Produktbeschreibungen verirren kann! Und eine ist teurer als das andere!

Sollte man daher nur anhand des Preises entscheiden? Wohl kaum! Hier gilt eine einfache Faustregel: Eine verlässliche Kamera für den Alltag und einfache Aufnahmen bei ausreichend Licht sowie guten Bedingungen muss nicht unbedingt teuer sein.

Je mehr Du Deiner Kamera allerdings abverlangst, sei es Durch Fotografieren bei schwachem Licht, bei Nacht, mit Bewegung, in weiter Entfernung u.s.w. desto leistungsfähiger sollte sie sein, was sich natürlich im Preis widerspiegelt. Auch Fotos, die selbst riesengroß in Hochauflösung ausgedruckt noch makellos aussehen müssen, kannst Du von einem preiswerten Modell nicht erwarten.

Auf jeden Fall solltest Du Dir vor Augen halten, dass zu billig einfach nicht gut sein kann. Falls Du Dich doch dazu hinreißen lässt, eine No-Name Kamera für unter 100 € zu kaufen, obwohl Markenmodelle ein Vielfaches davon kosten, wirst Du früher oder später feststellen, dass die Qualität darunter leidet: ein kleinerer Sensor beeinträchtigt die Bildqualität, ein ungenauer Zoom und wenige Einstellungmöglichkeiten erschweren die Bedienung, ein schwächerer Akku erhöht den Frustfaktor… Daher unser Fazit: Finger weg!

Für eine hochwertige aber einfache Kompaktkamera solltest Du mindestens 150 € ausgeben, auch wenn Du dieser Preisklasse natürlich keine Nikon oder Canon Kameras erwarten kannst.

Anders sieht es bei Spiegelreflex- oder Hybridkameras aus. Hier findet man gute Kameragehäuse für 500€ aufwärts. In den modernen Digitalkameras steckt teure, ausgefeilte Technik, durch die sich die einzelnen Hersteller voneinander abheben möchten. Besondere Bildstabilisatoren, klappbarer LCD-Touchscreen, Vollformat-Sensoren in Hochauflösung, intelligenter Autofokus, WLAN-Verbindung sind nur einige dieser technischen Merkmale, die den Preis in die Höhe treiben.

Als Anfänger ist es nicht unbedingt notwendig, über die komplette Bandbreite an technischen Spielereien zu verfügen. Viel mehr solltest Du Dich auf das Wesentliche konzentrieren. Beispielsweise sollte die Kamera über einen manuellen Modus verfügen, in dem Du alle Einstellungen wie Brennweite, Blende, ISO-Wert und Tiefenschärfe selbst vornehmen kannst, um mit den Grundlagen der Fotogafie vertraut zu werden und zu verstehen, wie sich diese Werte untereinander beeinflussen.

Um trotzdem eine hochwertige Markenkamera zum Schnäppchenpreis zu erstehen, empfehlen wir Dir, Deine erste Fotokamera aus zweiter Hand zu kaufen. Glaubst Du etwa, dass es nur alte und schäbige Kameras auf dem Gebrauchtmarkt gibt? Weit gefehlt!

Viele Fotografen trennen sich nämlich nach recht kurzer Zeit von einem völlig funktionstüchtigen Kameragehäuse, weil sie bereits ein neueres Modell in Aussicht haben oder eine andere Marke ausprobieren wollen. Mit etwas Glück lässt sich also beispielsweise eine Fujifilm X Bridgekamera bereits für 250€ oder eine Canon 5d Mark Kamera für 900€ ergattern. Also halt die Augen auf!

Auch das Fotozubehör hat seinen Preis

Manche Fotografen würden am liebsten ein komplettes Fotogeschäft leerkaufen, um garantiert für jede Situation gewappnet zu sein. Es gibt so viele Dinge, mit denen sich die Fotoausrüstung bereichern und verbessern lässt.

Ein Blick auf die Preisschilder verrät allerdings, dass man beim Kauf von Fotozubehör schnell ein ganzes Vermögen loswerden könnte. Als Fotografie Anfänger solltest Du Dich daher eher auf die wesentlichen Dinge konzentrieren.

Welche preiswerte Kamera eignet sich für einen Fotografie Einsteigerkurs? Wer eine gebrauchte Fotoausrüstung kauft, kann viel Geld sparen. | Quelle: pixabay

Eine Kameratasche sollte auf keinen Fall fehlen, damit Du Deine Fotoausrüstung sicher aufbewaren und überall hin mitnehmen kannst. Ein paar mehr Fächer sind alles andere als überflüssig, denn es ist unglaublich, wie schnell sie sich vollkriegt…

Da wären zum Beispiel zusätzliche SD-Karten und Ersatzakkus, die Du dabei haben solltest, um nicht plötzlich außer Gefecht gesetzt zu sein.

Ob und wie viele Objektive Du brauchst, hängt von der Art der Kamera ab. Während mit einer Bridge- oder Kompaktkamera das Wechseln der Kameralinse entfällt, legen sich Besitzer von Systemkameras gern mehrere Objektive zu, um auf unterschiedliche Situationen vorbereitet sein. Das macht die Kamera umso vielseitiger – aber auch teurer!

Wenn Du Deinen Fotos völlig ohne Retusche-Software einen Farbstich verleihen, deren Kontraste verstärken oder Spiegelungen verringern möchtest, kannst Du Dir die passenden Polarisationsfilter besorgen, die Du vor Deinem Objektiv befestigst.

Stative gibt es in allen Größen und Preisklassen. Welches Du benötigst, hängt von Deiner Kamera und dem Einsatzzweck ab.

Achte beim Kauf unbeding darauf, Dein Stativ je nach Gewicht Deiner Kamera zu wählen. Ein Modell der unteren Preisklasse reicht zwar für eine Kompaktkamera, bietet aber nicht genügend Halt für eine Spiegelreflexkamera, die ein halbes Kilo auf die Waage bringt!

Übrigens gibt es für leichte Kameras für wenig Geld sogar flexible Modele, die sich bei Bedarf ganz einfach um ein Geländer oder einen Mast biegen lassen. Als praktische Reisebegleiter passen sie prima in jedes Gepäck, halten allerdings meist nicht sehr lange.

Zu den etwas ausgefalleneren Extras gehört das Schwebestativ zum Stabilisieren Deiner Kamera. Während Du als Landschaftsfotograf getrost darauf verzichten kannst, erweist es sich immer dann als nützlich, wenn Du beim beim Gehen oder Rennen spontan Schnappschüsse machen willst, ohne dass dein Modell lange für Dich posiert. Man denke nur an scheue Wildtiere, die man nur sehr schwer vor die Linse bekommt.

Wie unterschiedlich die Preise je nach Marke und Modell ausfallen können, möchten wir Dir anhand von Stativen in dieser Tabelle verdeutlichen:

HerstellerHamaIdeal SolutionBenroBenroManfrotto
ModellStar 5PFV5fgp28amach3 tma37c546GKB
MerkmaleAluminium-Dreibeinstativ,
maximale Höhe: 105 cm
Aluminium-Dreibeinstativ,
maximale Höhe: 157 cm
Aluminium-Dreibeinstativ,
maximale Höhe: 165 cm
Carbon-Dreibeinstativ, maximale Höhe: 164 cmAluminium-Dreibeinstativ,
maximale Höhe: 169 cm
Preis15€45€160€400€800€

Wie Du siehst, ist es nicht leicht, einen pauschalen Preis für die einzelnen Komponenten zu nennen. Damit Du aber eine ungefähre Vorstellung davon hast, was Dich beim Kauf Deiner Ausrüstung erwartet, haben wir folgende Durchschnittswerte ermittelt:

  • ein Objektiv für Makrofotografie: etwa 500€
  • eine Speicherkarte: um die 20€ je nach Kapazität
  • ein Schwebestativ zum Stabilisieren der Kamera: 300€
  • eine Kameratasche: 50€
  • ein Studiobeleuchtungs-Set: ab 100€
  • ein Zusatz-Akku: etwa 15€

Wenn Du vorhast, regelmäßig Porträts zu fotografieren, gehört auch ein entsprechendes Beleuchtungssystem auf Deine Einkaufsliste. Zwar mag der Raum, in dem Du fotografierst, hell und gemütlich erscheinen, doch die Anschaffung einer Studiobeleuchtung mit indirekter Beleuchdung und Diffusoren ist absolut lohnenswert, um starke Kontraste und finstere Schaffen unter Kinn und Nase Deines Modells zu vermeiden. Du wirst staunen, wie professionell Deine Aufnahmen dadurch plötzlich wirken!

Beim Zubehör denkt man meist nur an die materielle Dinge, die man in seine Fototasche packt. Aber auch die Fotobearbeitungsprogramme, die Deinen Fotos den letzten Schliff geben, haben ihren Preis. Neben Photoshop, das nur noch als geldschluckendes Monats-Abo (12 € aufwärts) angeboten wird, gibt es auch preiswertere oder gar kostenlose Software zur Fotoretusche.

Die beliebte Software Lightroom stammt ebenfalls aus dem Hause Adobe aber hat den Vorteil, für einen einmaligen Preis von um die 140€ dauerhaft nutzbar zu sein.

Zu den lizenzfreien Programmen zählen beispielsweise RawTherapee, ein Programm, das ein Bearbeiten der Rohdatei zulässt, und Hugin, eine Software, mit der man tolle Montagen aus mehreren Fotos, zum Beispiel Panoramabilder erstellen kann.

Schönere Bilder dank Ausbildung zum Fotografen

Richtig fotografieren will gelernt sein. Obwohl mancher Fotograf den Eindruck erweckt, dass man schöne Bilder mit einem einfachen Knopfdruck bekommen kann, benötigt man in Wirklichkeit ein umfangreiches Wissen, damit die Motivjagt zum vollen Erfolg wird.

Welche Einstellung benötigt man für welche Lichtverhältnisse? Wie gelingen die schönsten Nachtfotos? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Brennpunkt, Tiefenschärfe, Bildwinkel und Belichtungsdauer?

Wo finde ich einen preiswerten Fotokurs in der Nähe? Mit dem Kauf der Ausrüstung allein ist es nicht getan. Vergiss nicht, die Kosten für einen Foto Workshop oder Privatlehrer mit in das Budget einzuplanen. | Quelle: pixabay

All die kleinen Tricks kannst Du in einem Fotoworkshop lernen und ausprobieren. Das Tolle daran ist, dass der Spaßfaktor bei einem Fotokurs nie zu kurz kommt. Wenn Du mit Deiner Kamera auf die Pirsch gehst, wird Dir Dein Coach dazu verhelfen, dein Umfeld aus einem völlig neuen Blickwinkel wahrzunehmen. Anstatt nur „langweilige“ Aufnahmen zu machen, wirst Du hier nach und nach ein Gefühl dafür entwickeln, wie Du deine Fotos durch die Anordnung der Bildelemente und Spiel mit Perspektive, Lichteffeken, Schatten u.v.m. ganz besonders in Szene setzen kannst.

Wie Du siehst, findet Dieser unheimlich spannende Unterricht fernab von der Schulbank statt. Hier ist kein stures Pauken nötig: Durch ein bisschen Übung wirst du all die komplizierten technischen Details und Einstellungen bald im Schlaf beherrschen.

Wenn Du nun Lust auf einen Forokurs bekommen hast, steht Deinem Abenteuer Foto nichts mehr im Weg.

Egal ob Du hobbymäßig fotografieren möchtest oder Dich auf ein Fotografie Fachabitur vorbereiten möchtest, um Deine Leidenschaft zum Beruf zu machen, bist Du bei Superprof an der richtigen Seite.

Eine Unterrichtsstunde mit einem Fotografie Privatlehrer von Superprof kostet im Schnitt 25,15€. Das ist gut investiertes Geld, wenn man bedenkt, dass wirklich talentierte Fotografen nicht selten um die 200€ an einem Fotoshooting verdienen, oder sogar über 1000€, um eine Hochzeit zu verewigen.

Deinen Fotografie Einsteigerkurs kannst Du über unsere Website ganz flexibel und individuell buchen, wann immer Du Lust und Zeit dazu hast. Es gibt weder keine Mindestdauer noch Abo-Gebühr.

Der einzige Nachteil: Wahrscheinlich wirst Du nie wieder Instagram Filter benutzen wollen, nachdem Du nie vielen Vorzüge und Freiheiten des manuellen Fotografierens entdeckt hast!

Wir wünschen Dir viel Vergnügen dabei!

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