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Das müsst Ihr beim Kauf einer neuen E-Gitarre beachten

Von Tobias, veröffentlicht am 25/01/2018 Blog > Musik > Gitarre > E Gitarre: Modelle im Überblick

Ihr plant, eine neue Gitarre zu kaufen, aber wisst nicht, welche am besten zu Euch passt?

Ibanez, Cort, Fender… Ob Links- oder Rechtshänder, es ist wichtig, sich für das richtige Modell zu entscheiden, um wirklich gut Gitarre spielen zu können.

Die Auswahl ist stets groß und die verschiedenen Modelle sind unterteilt in mehrere Kategorien (Folk, akustisch, halb-akustisch, elektrisch oder klassisch).

In jedem Fall sollet Ihr Acht darauf geben, aus welchen Bestandteilen eine Gitarre zusammengebaut ist.

Die verschiedenen Typen der E Gitarre können ebenfalls nach Herstellungsmerkmalen unterteilt werden. Diese können von Modell zu Modell stark variieren!

Neben Marke, Art und Herstellungsmerkmal müsst Ihr zum Beispiel auch entscheiden, wie viele Saiten Eure Gitarre haben soll und welche Art von Tonabnehmer Ihr bevorzugt.

Ebenso ist es wichtig, dass Ihr Euch für den richtigen Verstärker (bei elektrischen Gitarren) und für das richtige Zubehör entscheidet (Stimmgerät, Metronom…), damit Ihr den bestmöglichen Sound hervorbringen könnt!

Ihr seid jetzt schon überfordert?

Keine Panik! In jedem guten Gitarrengeschäft erhaltet Ihr eine kostenlose Beratung und Euch werden Modelle vorgeschlagen, die zu Eurem Spiel-Typ passen.

Wenn Ihr zum Beispiel wirklich auf einer Bühne auftreten wollt, dann braucht Ihr natürlich eine andere Gitarre, als wenn Ihr nur zuhause oder am Lagerfeuer für Eure Freunde spielen möchtet.

Bei der Entscheidung behilflich können Euch die großen Gitarrenstars sein. Jimi Hendrix, Eric Clapton oder Keith Richards werden viele unter Euch mit Ihrem Stil inspirieren können.

So könnt Ihr schneller entscheiden, welches Instrument beim E Gitarre Lernen für Euch das richtige ist.

Die unterschiedlichen Saiten einer E-Gitarre

Gitarren lassen sich ebenfalls anhand der Anzahl ihrer Saiten kategorisieren.

Die 6-saitige Gitarre

Die meisten Gitarrenspieler entscheiden sich für das standardmäßige 6-saitige Modell.

Dabei gibt es 3 Bass-Töne (die oberen 3 Saiten) und 3 Melodie-Töne (die unteren 3 Saiten). Schlägt man sie an, ohne die linke Hand zu benutzen (Leersaite), dann ergibt das von oben nach unten die Töne E-A-D-G-B-E.

Die allermeisten Gitarren haben 6 Saiten Der absolute Standard: 6-saitige Gitarren | Quelle: Pixabay

Echte Gitarrenprofis spielen aber ab- und an zum Beispiel auch mal eine 7-saitige Gitarre!

Darunter auch Korn oder Limp Bizkit. Ihr seht schon: Vor allem Hard Rock Bands bevorzugen diese Variante.

Der zusätzliche Ton ist ein tiefes B, das zu den 6 Standard-Saiten hinzugefügt wird. Und wer weiß, wie erfolgreich die Bands geworden sind, die diese Zusatzsaite nutzen, der versteht, welchen Unterschied sie macht!

Trotzdem ist die 6-Saitige Gitarre wie keine andere in die Geschichte der E-Gitarre eingegangen!

Die 12-saitige Gitarre

Eine weitere Variante, auf die man relativ häufig trifft, vor allem im professionellen Musik-Business.

Ihr habt sie vielleicht schon einmal bei Konzerten von bekannten Bands wie den Eagles oder Led Zeppelin gesehen.

Bei der 12-saitigen Gitarre gibt es alle Saiten der 6-saitigen Variante doppelt. Also 4-mal E, 2-mal A, 2-mal G usw.

Das bewirkt, dass der Sound noch kräftiger und voller wird. Daher sind 12-saitige Gitarren bei Live-Auftritten sehr beliebt!

Besonders Folk-Bands schätzen Ihren lauten und warmen Klang.

Die 4-saitige Gitarre

Die letzte gängige Variante ist die 4-saitige Gitarre. Man spricht auch von Bass-Gitarre.

Sie wurde im Jahre 1951 von Fender zum ersten Mal auf den Markt gebracht.

E-Bässe haben tiefere und weniger Saiten Eine Bass Gitarre hat 4 tiefe Saiten | Quelle: Pixabay

Ihre Saiten sind um eine Oktave tiefer gestimmt als bei klassischen und elektrischen Gitarren und wesentlich dicker! Die Bass-Gitarre ist gestimmt auf E-A-D-G.

Meist wird sie als Hintergrund-Bass verwendet, oder wenn man einen besonders düsteren Teil eines Songs authentisch spielen will.

Erfahrt hier, wie Ihr Eure E Gitarre Stimmen und perfekt einstellen könnt!

Die verschiedenen Arten von Tonabnehmern

Wenn Ihr Euch eine neue E-Gitarre zulegen wollt, dann müsst Ihr Euch auch für einen bestimmten Tonabnehmer entscheiden.

Dieser ist wie die Saiten oder die Wirbel ein wesentlicher Bestandteil einer E-Gitarre.

Einen Tonabnehmer findet man logischerweise nicht an einer klassischen Gitarre.

Es gibt 3 verschiedene Arten von Mikrofonen bzw. Tonabnehmern.

Das ist gerade dann wichtig, wenn Ihr Euch dafür interessiert, den Sound der E-Gitarre zu variieren.

Das kann übrigens auch beim Gitarre Online Lernen interessant werden…

Der Single-Coil Pickup

Der Single-Coil-Pickup (englisch für Ein-Spulen-Tonabnehmer) ist ein Tonabnehmer, der aus einem Permanentmagneten und einer aus sehr dünnem Draht gewickelten Spule um den Magneten besteht.

Man findet sie vor allem auf Modellen von Fender, Stratocaster oder Telecaster und sie sind im Counrty, Blues und Rockn’ Roll weit verbreitet.

Der Humbucker

Wer sich einen etwas reicheren Sound wünscht als beim Single-Coil Pickup, der sollte sich einmal näher mit dem Humbucker beschäftigen.

Sie sind meist z.B. auf Gibson les Paul Modellen zu finden. Darüber hinaus bieten Humbucker durch die spezielle Verschaltung ihrer beiden Spulen einen besseren Schutz vor Störgeräuschen, die durch die elektromagnetische Strahlung von Netzgeräten u. a. erzeugt werden.

Besonders für diejenigen unter Euch, die gerne auf der Bühne spielen, ist das eine gute Wahl.

Der Humbucker ist besonders bei Rockern beliebt Der Humbucker eignet sich aufgrund seines Sound-Volumens besonders für Live-Auftritte | Quelle: Pixabay

Gitarren mit Single-Coil Pickup und Humbucker

Wer die Vorteile von beiden Arten an Tonabnehmern nutzen will, der kann eine Gitarre wählen, auf dem sowohl der Single-Coil als auch der Humbucker-Pickup zu finden sind.

Dafür benötigt Ihr natürlich auch ein größeres Budget!

Die verschiedenen Bodies

Wie bei klassischen Gitarren können E-Gitarren verschiedene Klangkörper (auch Korpus oder Body genannt). Je nach Modell erhaltet Ihr einen anderen Sound!

Daher ist die Wahl des richtigen Bodys entscheidend!

E-Gitarren mit Hohl-Body

Wer an E-Gitarren denkt, der hat meist einen soliden Kunststoff-Klangkörper vor Augen.

Es gibt aber auch Modelle, die wie klassische Gitarren einen Hohlkörper haben!

Aber wo genau liegt der Unterschied?

Einige Gitarristen bevorzugen dieses Korpus-Modell, da sie dadurch einen hölzerneren Klang erhalten. Außerdem hallt der Sound auch besser wider.

Vor allem Jazz-Musikanten bevorzugen diese Art von Body. Ähnlich einer Violine sind auf beiden Seiten des Klangkörper kleine f’s eingestanzt oder gemalt.

So zum Beispiel auch bei der Gibson ES 150. 

E-Gitarren mit Solid Body

Diese Art von Gitarre kam zum ersten Mal in den 50er Jahren auf den Markt.

Besonders Rocker schätzen sie sehr, da sie wenig widerhallt und daher einfacher zu kontrollieren ist.

E-Gitarren mit halb-solidem Body

Genau wie bei den Tonabnehmern gibt es Modelle, die die Vorzüge beider Arten von Bodys kombinieren. So kann der Klang durch den Hohlkörper zwar verstärkt, störende Wiederhall-Effekte bei hoher Lautstärke jedoch gleichzeitig vermieden werden.

Auch das Holz, aus dem eine Gitarre hergestellt ist, ist entscheidend bei der Wahl einer Gitarre. Eine Gitarre aus Eichenholz wird so einen ganz anderen Klang ergeben als ein Modell aus Ebenholz.

Ebenso hängt der Klang von Eurer Spielweise und Technik beim Gitarre Spielen ab.

Die unterschiedlichen Arten von Stegen

Der Steg ist jener Teil eines Saiteninstruments, der die Energie der Schwingungen der gespannten Saiten auf den Korpus überträgt.

Je nach Instrument gibt es verschiedene Bauformen und Bezeichnungsweisen. Bei den meisten Gitarren (akustisch, klassisch, elektrisch…) hat der Steg eine doppelte Funktion: Er dient nicht nur als Harmonieelement durch Einschränkung der Saitenvibration, sondern auch zur Befestigung der Saiten.

Es gibt 2 verschieden Arten von Stegen für E-Gitarren:

Der feste Steg

Als fester Steg, auch feste Brücke (englisch fixed bridge, dort werden alle nicht beweglichen Stege so bezeichnet), wird bei E-Gitarren ein Steg bezeichnet, der fest mit dem Korpus verbunden ist und in keiner Weise bewegt werden kann.

Beispiele hier sind die Telecaster von Fender oder die Les Paul von Gibson.

Das bringt den Vorteil mit sich, dass die Saiten besser gespannt sind und sich weniger schnell verstimmen.

Stege mit Vibrato-Systemen

Diese Stege können im Gegensatz zu festen Varianten mithilfe eines Tremolos bewegt werden. Durch bewegen des Tremolos kann die Höhe der Noten verändert werden.

Der Tremolo ist ein beliebtes Hilfsmittel für Rock-Bands Mit dem Tremolo kann der Steg bewegt und die Töne somit verändert werden | Quelle: Visualhunt

Wer tiefere Töne erhalten will, der muss den Tremolo nach oben verschieben und umgekehrt. Vor allem Hard Rock und Metal Bands nutzten diese Art des Stegs für Ihre Zwecke.

Seine Gitarre anhand des Halses auswählen

Wenn Ihr Eure Gitarre aussucht, dann solltet Ihr auch auf die Länge des Halses achten.

Je nach Modell kann diese nämlich variieren.

Die durchschnittliche Länge beträgt in etwa 63 cm. Je nach Gitarre kann sie aber um einige Zentimeter nach oben oder unten abweichen.

Auch wenn man verleitet sein könnte zu denken, dass das wenig Einfluss auf den Klang einer Gitarre haben kann – die Länge des Hales wirkt sich auf die Spannung der Saiten aus und damit auf den Sound Eures Instruments!

Je länger der Hals, desto stärker sind die Saiten gespannt. So wird Euer Sound ein wenig lebendiger und die Saiten haben einen größeren Abstand voneinander.

Kürzere Hälse bedeuten, dass der Klang weniger klar ist. Dafür sind sie einfacher zu spielen, gerade dann, wenn man kleine Hände hat!

Und für die ganz verrückten unter Euch: Es gibt auch Gitarren mit 2 Hälsen!

Bei diesen Modellen hat ein Hals 12 Saiten, der andere 6. So kann der Gitarrist im gleichen Song zwischen den beiden Varianten hin-und her-wechseln.

Jimmy Page, Gitarrist von Led Zeppelin, hat diese Technik perfektioniert.

Jimmy Page ist in allen belangen eine echte Gitarren-Legende Jimmy Page ist ein Pionier der 2-halsigen E-Gitarre | Quelle: Visualhunt

Die Länge eines Halses kann sich übrigens auch in der Anzahl an Bünden bemerkbar machen.

4 berühmte E-Gitarren

Um Euch die Kaufentscheidung ein wenig leichter zu gestalten, könnt Ihr Euch einfach einmal ansehen, für welches Instrument sich die großen Gitarrenstars entschieden haben.

Die berühmtesten Gitarren findet man zum Beispiel in den Hard Rock Cafés, die es in jeder großen Stadt der Welt gibt.

Einige der bekanntesten Gitarren werden oft für mehrere tausend Euro verkauft!

Unter diesen Berühmtheiten sind auch folgende 4 Modelle:

1.     Die Stratocaster von 1968

Diese Gitarre wurde während des Woodstock Festivals vom legendären Jimi Hendrix gespielt. Das Original ist heute 2 Millionen Dollar wert und Kopien sind für rund 3000 € im Umlauf.

2.     Washburn 22 series Hawk

Eine der 7 Gitarren von Bob Marley. Sie wurde von einem Techniker des verstorbenen Reggae Stars für mehr als 1 Million Dollar verkauft.

3.    Stratocaster Hybrid (Blackie)

Im Jahre 1970 beschloss Eric Clapton, von nun an statt einer Gibson eine Stratocaster zu spielen. Indem er die besten Eigenschaften der beiden Modelle kombinierte, erhielt er „Blackie“

4.    Gibson SG von 1964

Diese Gitarre wurde von den legendären Beatles zwischen 1966 und 1969 auf ihren Alben „Revolver“ und „White Album“ verwendet.

Und Ihr? Habt Ihr Euch bereits für ein Modell entschieden?

Wenn nicht, dann hoffen wir, dass Euch unser kleiner Überblick bei der Entscheidung behilflich sein konnte!

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