Die Geschichte der Musik wurde von einer großen Erfindung mitgeprägt: Die der E-Gitarre!

Von Jimi Hendrix bis Eddie van Halen: Schon so manche Superstars haben die E Gitarre zum wahren Rock-Heiligtum vorangebracht und ihre Saiten auf der Bühne bis zum Zerreißen gespielt…

Von den ersten Versuchen, die Gitarre lauter und durchsetzungsfähiger zu machen, bis hin zu der legendären Strat war es ein weiter Weg.

Zum Glück! Denn nur dank dieser, teilweise sehr unterschiedlichen, Experimente und Entwicklungsschritte haben wir heute noch eine große Auswahl an Modellen, von denen jedes einen ganz eigenen Klangcharakter und Einsatzgebiet hat.

Wer gut E-Gitarre spielen lernen will, wird sich früher oder später mit den unterschiedlichen Bauformen des Gitarrenkorpus und Eigenheiten der Tonabnehmer auseinandersetzen wollen. Um das alles zu verstehen, ist es hilfreich, die Geschichte der E-Gitarre zu kennen und nachvollziehen zu können.

Wer hat die E-Gitarre erfunden? George Beauchamp, Adolph Rickenbacher, Les Paul oder die Firmen Gibson und Fender? Sie alle haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass wir heute unsere Instrumente an einen Verstärker anschließen und mit unzähligen Effekten herumspielen können.

Tauchen wir also ein in die Geschichte, der elektrischen Gitarren, von der sich auch E-Gitarre Anfänger inspirieren lassen können.

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Die Vorläufer der E-Gitarre

Vor der Erfindung der E-Gitarre kam selbstverständlich erst einmal die Erfindung der klassischen oder auch akustischen Gitarre.

Die ersten Vorläufer der Gitarre soll es bereits 14.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung gegeben haben. Jedenfalls wurden Wandmalereien aus dieser Zeit gefunden, die ein Instrument mit einem Resonanzkörper und einer Saite abbilden.

Aus solchen Monochords haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Saiteninstrumente wie die Laute oder die Leier herausgebildet. In vielen antiken Kulturen ist der Gebrauch solcher Instrumente nachgewiesen (z.B. die Târ in Persien oder der maurische Oud).

Die ersten Gitarren

Die allererste Gitarre soll schon bereits vor 3500 Jahren gebaut und von der ägyptischen Sängerin Har-Mose gespielt worden sein. In der frühen Geschichte der Gitarre, gibt es jedoch noch immer viele Unklarheiten und die Forscher*innen sind sich nicht in allen Punkten einig.

Sicher ist, dass die Vihuela, ein Zupfinstrument, das im 16. Jahrhundert entstanden ist, als eine direkte Vorläuferin der Gitarre bezeichnet werden kann. Die Vihuela hatte in der Regel zwölf Bünde und fünf bis sieben Saiten aus Tierdarm.

Im 17. Jahrhundert wurden dann sechs Saiten als Standard und die Stimmung, die wir noch heute kennen, festgelegt. Außerdem wurden zum ersten Mal Resonanzleisten in dem Gitarrenkorpus verbaut, damit die Schwingung auf das ganze Instrument übertragen wird und des lauter wird. Die Guitarra war erfunden.

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Die moderne Akustikgitarre

Der Vater der modernen klassischen Gitarre ist der spanische Gitarrenbauer Antonio de Torres (1817-1892). In der Absicht den Klang der Gitarre lauter und tragfähiger zu machen, trug er die Neuerungen verschiedener Gitarrenbauer zusammen, kombinierte sie und entwickelte sie weiter.

Die Torres-Gitarren hatten einen größeren Korpus aus dünnerem Holz als ihre Vorgängerinnen und eine perfektionierte Beleistung. Sie sind bis heute die Vorlage für jede klassische Konzertgitarre.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ersetzte der Gitarrist und Gitarrenbauer Andres Segovia als Erster die Darm- durch Nylonsaiten. Diese sind deutlich robuster, klingen besser und sind einfacher und billiger herzustellen.

Die moderne Klassikgitarre verdanken wir Antonio de Torres, die Westerngitarre Christian Frederick Martin.
Innovative Gitarrenbauer wie Antonio de Torres und Christian Frederick Martin holten das Beste aus dem Instrument heraus. | Quelle: Jonny Swales via Unsplash

Bereits einige Jahrzehnte zuvor (in den 1840er Jahren) erfand der in die USA ausgewanderte deutsche Gitarrenbauer Christian Frederick Martin die Westerngitarre. Sie ist meist etwas größer als die Konzertgitarre, ist an Boden und Decke stärker beleistet, hat eine geschlossene Kopfplatte, ein schmaleres Griffbrett und wird mit Stahlsaiten bestückt.

Der laute, helle Sound der Westerngitarre eignet sich perfekt für Blues und Country Musik und konnte sich dadurch in den USA schnell als eines der beliebtesten Instrumente etablieren.

Heute kommt die Westerngitarre auch in der Rock- und Pop-Musik häufig zum Einsatz. Sie existiert in allen möglichen Bauformen (Dreadnought, Parlor, Jumbo, …) und gehört bei vielen Gitarrenherstellern zu den großen Verkaufsschlagern. Nach wie vor ist es aber die Firma Martin, die auf diesem Gebiet den besten Ruf genießt.

Die ersten Schritte in Richtung E-Gitarre

Um die Jahrhundertwende wurde die Notwendigkeit, die Lautstärke von Gitarren zu erhöhen immer größer. Die Musik veränderte sich, immer mehr Instrumente spielten in Bands zusammen und wie soll sich eine einzelne Gitarre gegen die lauten Blechbläser durchsetzen?

In einem ersten Schritt wurde weiterhin versucht, das Instrument Du die Bauweise lauter zu machen. Orville Gibson kam auf die Idee, das Konstruktionsprinzip von Geigen auf die Gitarre zu übertragen. So baute er die ersten Archtop-Gitarren mit gewölbter Decke und gewölbtem Boden, beide aus massivem Holz, und winkelte den Gitarrenhals nach hinten ab. Auch die bei der Geige üblichen F-Löcher wurden für diesen Gitarrentyp übernommen.

Ab Mitte der 20er Jahre dachten George Beauchamp und John Dopyera das Prinzip der höheren Lautstäke durch andere Bauweise noch einmal ganz neu. Auf der Suche nach einem Weg zur akustischen Verstärkung orientierten sie sich an der Bauweise des Grammophons.

Sie bauten eine Blechgitarre mit hohlem Korpus und Hals. Während üblicherweise die schwingende Holzdecke den Ton verstärkt, wurden bei diesem Gitarrenentwurf drei Trichter aus Aluminiumblech verbaut, die als mechanische Verstärker dienten.

Diese sogenannten Resonatorgitarren werden heute vor allem im Blues und Bluegrass eingesetzt und sind besonders bei Slide-Gitarrist*innen sehr beliebt.

Die Erfindung der Tonabnehmer

Die Fender Stratocaster ist mit 3 Singlecoil Pick-ups ausgestattet.
Bis zur Erfindung der elektromagnetischen Pick-ups wurde viel getüftelt. | Quelle: Frame Harirak via Unsplash

Die ersten Versuche Gitarren elektrisch zu verstärken, gehen wiederum auf einen Mitarbeiter der Firma Gibson, Lloyd Loard, zurück. Er entwickelte einen Sensor, der die Schwingung der Decke in ein elektrisches Signal umwandeln konnte.

Die Idee funktionierte zwar, war aber sehr anfällig für Störungen und produzierte viele Nebengeräusche. In der Praxis war es also nicht wirklich zu gebrauchen.

Auch die ersten Versuche Mikrofone in den Gitarrenkorpus einzubauen oder die Vibration der Gitarrendecke mit Hilfe einer Plattenspielernadel in elektrische Spannung umzuwandeln, wie es Les Paul versucht hatte, scheiterten an den mitverstärkten Nebengeräuschen.

Der entscheidende Durchbruch gelang schließlich George Beauchamp in Zusammenarbeit mit Adolph Rickenbacher: ein elektromagnetischer Tonabnehmer, den sie 1932 patentieren ließen. Die Idee dahinter ist, dass nicht Schwingung der Luft erkannt und umgewandelt wird, sondern die Veränderung eines Magnetfelds.

Der Tonabnehmer funktioniert mit Magneten, die mit einer Spule umwickelt sind. Wird eine Saite angeschlagen, stört sie das Magnetfeld, wodurch in der Spule eine Spannung entsteht, die als elektrisches Signal an einen Verstärker weitergeleitet werden kann. Der Verstärker wandelt das Signal dann wieder in einen Ton um.

Da, insbesondere bei Jazz-Gitarristen, das Interesse an elektrisch verstärkten Gitarren groß und endlich eine zuverlässige Methode gefunden worden war, nahmen viele Gitarrenhersteller die Idee auf und stellten die ersten elektrisch verstärkten Gitarren her.

Das erste Modell, dass 1936 erfolgreich in Massenproduktion ging, war die ES150 der Firma Gibson. Es handelte sich dabei um eine Archtop-Gitarre, wie sie Orville Gibson erdacht hatte, die mit einem einfachen Single Coil Tonabnehmer ausgestattet war.

Die Gibson ES150 war also sowohl verstärkt als auch rein akustisch spielbar. Elektroakustische Gitarren in dieser Bauform werden heute verallgemeinert als Jazzgitarren bezeichnet.

Die wichtigsten Elemente, die dem Aufbau einer E Gitarre zugrunde liegen, waren damit erfunden und erfolgreich produziert und vermarktet worden. Auf der Suche nach einem immer besseren Klang wurde jedoch immer weiter getüftelt, bis die E-Gitarre schließlich die Form annahm, wie wir sie von Rockgitarristen kennen.

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E-Gitarren-Revolution – die Solidbody Gitarre

Der Gitarrist Les Paul, der bereits in jungen Jahren erfolglos versucht hatte den Gitarrensound elektrisch zu verstärken, war natürlich ein leidenschaftlicher E-Gitarrist der ersten Stunde. Jedoch war er mit der Qualität der Instrumente unzufrieden; der hohle Gitarrenkorpus führte leicht zu Rückkopplungen und klang nicht lange genug nach.

Da dank der elektromagnetischen Tonabnehmer der Resonanzraum nicht mehr nötig war, zersägte Les Paul 1941 eine akustische Gitarre und schraubte anstelle des Resonanzkörpers ein Stück Holz. Er hatte damit eine E-Gitarre, die weniger anfällig für Rückkopplungen war, einen längeren Sustain hatte und als „The Log“ (der Klotz) in die Gitarrengeschichte einging.

Les Paul bot 1946 seine Erfindung der Firma Gibson an, um sie in Serie fertigen zu lassen. Diese lehnte jedoch, ab da sie keine Zukunft für diese Art von Instrument sah.

Paul Bigsby entwarf 1948 nach den Wünschen des Country-Musikers Merle Travis eine E-Gitarre ohne Resonanzkörper, durchgehendem Hals und einer asymmetrischen Kopfplatte, bei der alle sechs Mechaniken auf derselben Seite in einer Reihe angebracht waren.

Von der Bigsby/Travis-Gitarre ließ sich wohl auch der Elektrotechniker Leo Fender. Nachdem er regelmäßig darum gebeten worden war, Gitarren und Verstärker zu reparieren, gründete er 1947 sein eigenes Unternehmen. Sein Ziel war es, Gitarren herzustellen, die möglichst einfach zu reparieren sind (zum Beispiel durch einen angeschraubten, und nicht wie bis dahin üblich eingeleimten, Gitarrenhals).

Der geschraubte Hals ist eines der Markenzeichen von Fender E-GItarren.
Leo Fender hat erkannt, dass Gitarren mit einem geschraubten Hals einfacher zu reparieren sind. | Quelle: Yurii Stupen via Unsplash

Er brachte schließlich 1950 die erste vollkommene Solidbody Gitarre unter dem Namen Esquire auf den Markt. Nach mehreren Namenswechseln und Verbesserungen wurde das Modell als Telecaster zu einer Legende der Gitarrengeschichte. Die zwei Single Coil Pick-ups sorgen für den typischen bissigen Telecaster Sound.

Zwei Jahre später hatte auch Gibson verstanden, dass die Zeit der Solidbody-Gitarren gekommen war und stellte nun doch den einige Jahre zuvor abgelehnte Entwurf in Serie her: die Gibson Les Paul.  Während die ersten Exemplare noch mit Single Coil Pick-ups ausgestattet waren, wurden ab 1957 Humbucker, doppelspulige Tonabnehmer, verbaut, wodurch die Gibson Les Paul zu ihrem typischen warmen, vollen Sound kam.

Bereits 1954 hatte Leo Fender um zweiten Mal Geschichte geschrieben: die Stratocaster prägte mit ihren zwei Cut-Aways im Korpus, den drei Single Coil Pick-ups und dem neuentwickelten Tremolo System das Bild der modernen E-Gitarre wie keine andere.

Jetzt wo Du die wichtigsten Etappen der Geschichte der E-Gitarre kennst, kannst Du anfangen zu lernen, Deine E-Gitarre zu stimmen und einzustellen. Mit etwas Hintergrundwissen über die einzelnen Entwicklungsschritte wird es um Einiges einfacher.

Der Erfolgszug der E-Gitarre – die legendärsten Modelle

In der frühen Geschichte der E-Gitarre folgte eine Neuerung und Weiterentwicklung auf die andere und so sind innerhalb kürzester Zeit einige Modelle auf den Markt gekommen, die aus der Musikgeschichte nicht mehr wegzudenken sind.

Auch wenn bis heute immer noch ausprobiert und verbessert wird, orientieren sich so gut wie alle E-Gitarre-Modelle, die heutzutage erfolgreich vermarktet werden an einem der legendären Vorbilder. Die Modellnamen der Originale wurden zur Bezeichnung ihrer Bauform und werden für die Gitarren aller Hersteller verwendet.

Telecaster

Bis heute ist die Telecaster eines der am häufigsten nachgebauten E-Gitarren Modelle.
Die Telecaster war die erste kommerziell erfolgreiche E-Gitarre. | Quelle: Patrim via Pixabay

Die Entstehungsgeschichte der Telecaster haben wir bereits ausführlich erzählt, denn als erste in Serie hergestellte Solidbody-Gitarre ist sie selbst ein wichtiger Teil dieser Geschichte.

Die Tele-Bauform erinnert an den Korpus einer akustischen Gitarre mit einem Cutaway (kleine Aussparung am Übergang zwischen Gitarrenkorpus und Gitarrenhals). Da sie keinen Resonanzkörper besitzt, ist sie jedoch etwas kleiner und vor allem viel dünner. Zu Beginn wurde für den Korpus ausnahmslos Eschenholz verwendet, heute kommt teilweise auch Erle zum Einsatz.

Der geschraubte Hals besteht aus Ahorn und ist mit einem Griffbrett aus Ahorn oder Palisander ausgestatte. Die ersten Exemplare hatten 21 Bünde, ziemlich bald wurde sie aber auf 22 Bünde aufgestockt. Die Mechaniken sind alle in einer Reihe an der asymmetrischen Kopfplatte angebracht.

Standardmäßig sind Telecaster mit zwei Single-Coil-Pickups bestückt und haben einen perkussiven, mittenbetonten Klang, den sie im Funk, Country und Blues zu einem der beliebtesten Gitarrentypen machen.

Die Firma Fender selbst hat im Laufe der Zeit verschiedene Varianten der Telecaster auf den Markt gebracht, die sich hauptsächlich hinsichtlich der Elektronik voneinander unterscheiden.

Stratocaster

Die Form der Stratocaster wirkt etwas moderner und hat bereits nicht mehr viel mit dem akustischen Vorbild zu tun. Die Strat ist asymmetrisch und hat zwei Cutaways und wie bei Fender üblich ist der Gitarrenhals geschraubt. Die große Neuerung war die ergonomische Form, die für einen hohen Spielkomfort sorgt. Auf der Oberkante, dort wo der rechte Arm aufliegt, sowie unten an der Korpusrückseite ist sie schräg abgeflacht.

Für den Bau werden die gleichen Hölzer verwendet wie bei der Telecaster: Esche oder Erle für den Korpus und Ahorn oder Palisander für das Griffbrett, das auf einen Ahornhals aufgeleimt ist. Auch die Anzahl der Bünde ist mit 21 bzw. 22 identisch. Auch hier darf die fendertypische asymmetrische Kopfplatte natürlich nicht fehlen.

Eine weitere Besonderheit ist das Tremolo-System: mit Hilfe eines Hebels können die Saiten entspannt und dadurch die Tonhöhe verändert werden.

Die Tonabnahme erfolgt über drei Single-Coil-Pickups. Der Klang ist insgesamt sehr ausgewogen und kann als transparent, glockig-hell beschrieben werden. Bei der Variante Powerstrat wird mindestens einer davon durch einen Humbucker Pick-Up ersetzt, was den Sound etwas voller und kräftiger macht.

Eingesetzt wird sie hauptsächlich im Pop, Vintage Rock, Blues und Funk.

Die Stratocaster ist die meistkopierte Gitarre überhaupt und Du kannst bei zahlreichen Herstellern E-Gitarren finden, die die Bauform das Originals nachahmen.

Les Paul

Les Paul ist einer der wichtigen Namen in der Geschichte der E-Gitarre.
Der Korpus der Gibson Les Paul erinnert sehr an eine Akustikgitarre. | Quelle: Jeremy Allouche via Unsplash

Die erste Solidbody Gitarre von Gibson ist in vielerlei Hinsicht ein Gegenstück zu den beiden Fender-Modellen. Die Korpusform ist eindeutig an die akustischen Jazzgitarren angelehnt, wodurch sie um einiges größer ist. Da der Korpus aus Mahagoni und einer gewölbten Decke aus Ahorn besteht, ist sie zudem deutlich schwerer.

Der eingeleimte Hals ist ebenfalls aus Mahagoni gefertigt und verfügt über ein mit 22 Bünden versehenen Griffbrett aus Palisander oder Ebenholz. Durch den geleimten Gitarrenhals klingt der Ton länger aus (mehr Sustain).

Die beiden Humbucker machen den Klang zudem warm, voll und bassig, wodurch er sich gut zum Verzerren eignet. Daher hört man Les Pauls häufig im Rock, Blues, Vintage Rock und Hard Rock.

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SG

Bei der Gibson SG handelt es sich um das Nachfolgermodell der Les Paul. Sie sind sich dementsprechend auch in vielen Punkten ähnlich:

Das SG steht als Abkürzung für Solidbody, womit unterstrichen werden sollte, dass auch diese Gitarre über einen vollmassiven Korpus verfügt. Dieser ist, genau wie der eingeleimte Hals, aus Mahagoni gefertigt. Das Griffbrett aus Palisander verfügt über 22 Bünde und zur Tonabnahme werden zwei Humbucker verwendet.

Im Unterschied zu der Vorgängerin hat die SG keine aufgeleimte Decke und der Korpus ist wesentlich kleiner und dünner. Dementsprechend ist sie auch deutlich leichter. Die Form ist symmetrisch und hat zwei Cutaways. Das auffälligste optische Merkmal sind die sehr spitzen Enden über den Cutaways.

Der Sound ist dank der zwei Humbucker warm und druckvoll, durch den dünneren Gitarrenkorpus aber deutlich direkter und perkussiver als bei dem Vorgängermodell. Auch sie ist häufig in der Rockmusik und all ihren Varianten zu finden.

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Explorer und Flying V

Bei der Explorer und der Flying V handelt es sich um zwei weitere, oft kopierte, Modelle von Gibson. Bei der Ausstattung und den verwendeten Hölzern hat sich nicht viel verändert: zwei Humbucker, geleimter Hals aus Korina oder Mahagoni, Korpus aus Korina oder Mahagoni und ein Griffbrett mit 22 Bünden aus Palisander oder Ebenholz.

Die große Neuerung bei diesen beiden Gitarrentypen ist die moderne, fast schon futuristische Form. Beide wurden erstmals 1958 auf den Markt gebracht und lösten die Strat als außergewöhnlichstes Design ab.

Gitarrentypische Rundungen sucht man bei diesen beiden Modellen vergebens. Die Explorer ist asymmetrisch „verzogen“, während die Flying V tatsächlich die Form eines „V“ hat. Beide waren bei der Markteinführung erstmal ein Riesenflop und die Produktion wurde nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

Nach und nach entdeckten aber Blues und Rock Gitarristen die Vorzüge dieser beiden aufsehenerregenden E-Gitarren und verhalfen ihnen zu lang andauernder Popularität. Die Flying V wird bereits seit 1967 wieder hergestellt, die Explorer folgte 1976.

Die Flying V wird gerne von Hard Rock Gitarristen gespielt.
Mit der Flying V wagte sich auch Gibson an modernere Korpusformen. | Quelle: Aessie Audio via Unsplash

E-Gitarren Hersteller, die Du kennen solltest

Im Laufe der Jahrzehnte haben sich einige Unternehmen in der Herstellung von E-Gitarren einen Namen gemacht und die beliebten Klassiker nachgebildet, weiterentwickelt oder sogar kombiniert.

Der Markt für E-Gitarren ist riesig und hat für jede Preisklasse etwas zu bieten. Schauen wir und also zum Abschluss einige der wichtigsten Hersteller an.

Fender

Mit der Esquire brachte Fender die erste Solidbody-Gitarre auf den Markt. Das Modell ist heute als Telecaster bekannt und wurde ab den 1960er Jahren im Rock, Blues, Country und vereinzelt auch im Jazz eingesetzt. Bekannte Telecaster-Gitarristen sind unter anderen Keith Richards, Muddy Waters und Bruce Springsteen.

Der zweite Klassiker der Firma Fender ist die Stratocaster, die als Vorbild für viele andere Modelle diente, da sie der endgültige Beweis dafür war, dass dem Design von E-Gitarren keine Grenzen gesetzt sind. Ihren Legendenstatus erhielt sie nicht zuletzt durch Jimi Hendrix, der seiner Strat nie zuvor gehörte Klänge entlockte.

Gibson und Fender: an diesen beiden Namen gibt es in der Geschichte der E-Gitarre kein Vorbeikommen.
Die Modelle der beiden bekanntesten E-Gitarren Hersteller sind legendär. | Quelle: Tim Wildsmith via Unsplash

Gibson

Die Gibson Guitar Corporation wurde im Jahre 1902 von Orville Gibson gegründet, der neben Gitarren auch Mandolinen baute. Auf ihn geht die Archtop Jazz-Gitarre zurück, die sich an der Bauweise von Geigen orientiert.

Mit der Gibson Les Paul hat auch diese Firma ein wegweisendes E-Gitarren-Modell auf den Markt gebracht und gehört bis heute zu den führenden Marken für E-Gitarren.

Epiphone

Epiphone ist die Tochterfirma von Gibson. Sie hat als einzige die Lizenz, die bekannten Modelle identisch nachzubauen und unter ihrem Originalnamen zu verkaufen. Die Instrumente von Epiphone weisen einen hohen Qualitätsstandard auf, kosten aber deutlich weniger als die Originale.

Wer sich keine Gibson-Gitarre leisten kann, wird bei Epiphone eine gute Alternative zu günstigerem Preis finden.

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Ibanez

Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, kommt Ibanez aus Japan und wurde 1935 von Hoshino Gakki in Nagoya gegründet. Ibanez stellt Gitarren in allen Preisklassen her, die für ihre gute Bespielbarkeit, Verarbeitung und der Stimmstabilität bei vielen Musiker*innen beliebt.

Das bekannteste Modell ist die Roadstar Guitar (kurz: RG). Sie wird seid 1987 hergestellt und hat sich als beliebte Heavy Metall Gitarre einen Namen gemacht.

Yamaha

Dieses japanische Unternehmen stellt nicht nur verschiedenste Musikinstrumente her, sondern auch Stereoanlagen und Motorräder. Schwer zu glauben, dass bei so vielen unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern in jedem einzelnen Bereich qualitativhochwertige Produkte hergestellt werden können. Doch genau das ist der Fall.

Yamaha Instrumente sind, nicht nur bei Anfänger*innen beliebt, sondern werden auch von Profis gerne bespielt. Die Pacifica, SG und Revstar Linien bieten E-Gitarren in unterschiedlichen Ausführungen und Preisklassen. Der seit Jahrzehnten konstant hohe Qualitätsstandard der Firma spricht für sich.

ESP Guitars

Zunächst wurde die Firma 1975 in Japan für den Vertrieb und Verkauf von Gitarrenersatzteilen gegründet. Bereits ab 1983 wurden die ersten eigenen Gitarren hergestellt und wenig später die erste Filiale in New York eröffnet.

Die Modelle orientieren sich größtenteils an den klassischen Vorbildern von Fender und Gibson. Die niedrigen Preise bei sehr guter Verarbeitung machen ESP-Gitarren vor allem bei Einsteiger*innen im Gitarrenunterricht beliebt. Am Besten klingen sie bei starker Verzerrung und sind deshalb vornehmlich im Heavy Metal zuhause.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.