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Das steckt hinter der Elektrogitarre

Superprof Blog DE > Musik > Gitarre > Die Geschichte der E Gitarre

Die Geschichte der Musik wurde von einer großen Erfindung mitgeprägt: Die der E-Gitarre!

Von Jimi Hendrix bis zu den Beatles: Schon so manche Superstars haben die E Gitarre zum wahren Rock-Heiligtum vorangebracht und unzählige Seiten auf der Bühne zum Reißen gebracht…

Das Instrument hat sich seit seiner Erfindung stark verändert.

Aber was sind denn eigentlich die wichtigsten Merkmale einer Elektrischen Gitarre?

Klar: Wer gut E-Gitarre spielen will, der muss nicht unbedingt wissen, wie das Instrument zu seiner heutigen Form gekommen ist.

Dennoch kann das für den ein oder anderen Gitarren-Freak unter Euch durchaus interessant seid, oder?

Vielleicht habt Ihr schon ein wenig über das Thema E-Gitarre im Unterricht gelernt.

Jedenfalls können sich an der Geschichte der E-Gitarre Anfänger inspirieren lassen und auch erfahrenere Spieler können noch einiges dazulernen und ihre Technik vielleicht noch ein wenig mehr ihren musikalischen Vorbildern anpassen!

Es ist eine Geschichte, die schon mehrere Generationen durchlaufen hat und die auch Ihr dann Euren Kindern oder Schülern später einmal erzählen könnt.

Geht mit uns auf eine Zeitreise zu den Ursprüngen der E-Gitarre!

Die Erfindung der E-Gitarre

Vor der Erfindung der E-Gitarre kam selbstverständlich erst einmal die Erfindung der klassischen oder auch akustischen Gitarre.

Das war schon vor über 4000 Jahren!

Ein Grund mehr, dieses Instrument mit dem größten Respekt zu behandeln.

Oft wird ja behauptet, die Gitarre wäre nichts weiter als eine Weiterentwicklung der Laute oder der Zither (Letztere war übrigens eines der edelsten Instrumente im alten Römischen Reich).

Diese Aussage konnte jedoch nie vollständig bestätigt werden.

Denn Archäologen haben Überreste von Saiteninstrumenten wie der Harfe oder dem Tanbur gefunden, deren Alter auf ungefähr 3500 Jahre geschätzt wird.

In diesem Zeitraum wurde wohl auch etwa die erste Gitarre hergestellt und von der ägyptischen Sängerin Har-Mose gespielt.

Wusstet Ihr, dass schon die Pharaonen Saiteninstrumente hatten? Schon im alten Ägypten wurde eine Form der Gitarre gespielt | Quelle: Pixabay

Seither hat es, wie Ihr Euch sicher denken werdet, eine ganze Reihe von Veränderungen und Entwicklungen gegeben, die bewirkt haben, dass die Gitarre zu dem Instrument geworden ist, das wir heute kennen und schätzen.

Im Vergleich zum Alter der ersten Gitarre erscheint die im 20. Jahrhundert erschienene E-Gitarre also wie ein kleines Kind unter den Gitarrenarten.

Im Jahre 1920 war es, als der Ingenieur Lloyd Loard in den USA die erste elektronische Gitarre baute. Damals war er angestellt beim großen Musik-Unternehmen „Gibson“.

Möglich gemacht hat diese Erfindung das Auftauchen der mobilen Mikrofone am Anfang des Jahrhunderts.

Das kam einer gleichen Revolution gleich, denn von nun an war es möglich, Töne und Geräusche aufzuzeichnen.

Es waren damals die Jazz-Musiker, die schnell gemerkt haben, dass der Gitarrensound idealerweise verstärkt werden müsse.

Früher war es nämlich sehr schwierig, die eher leise Gitarre aus dem Ensemble der anderen Musikinstrumente herauszuhören.

Der Ingenieur Loard hat daraufhin ein Mikrofon in eine akustische Gitarre eingebaut und damit die erste E-Gitarre geschaffen!

Dies hat natürlich nicht mehr ganz so viel damit zu tun, wie eine moderne E Gitarre heute aufgebaut ist

Der Erfolgszug der E-Gitarre – das sind die größten Marken

Einige Jahre mussten jedoch noch vergehen, bis die Gitarre sich auf dem Markt durchsetzen konnte.

Im Jahre 1931 wurde das erste Modell für die Massen angeboten, die „Frying Pan“ von Rickenbacker. Heute kostet dieses Modell in etwa 2500€!

Diese Gitarre spielte man noch auf den Knien. Sie hatte keinen Resonanzkörper und die Mikrofone wurden einfach an den Gitarrenkörper angeschraubt.

In Deutschland gehörten in den 40er-Jahren die Gitarrenbauer Wenzel und Roger Rossmeisl zu den Pionieren auf dem Gebiet elektrifizierter Jazz- und Hawaiigitarren.

Heute gibt es einige große Marken, die sich den Weltmarkt gewissermaßen untereinander aufteilen.

Hinter den bekanntesten E Gitarre Modellen stecken die folgenden Hersteller:

Fender

Im Jahre 1940 machte Leo Fender sein eigenes Elektronikgeschäft auf, in dem nicht nur Radios verkauft, sondern auch Plattenwechsler sowie Schallplatten, Musikalien und Musikinstrumente.

Heute ist Fender eine der größten E-Gitarrenfirmen der Welt.

Bekannte Sub-Marken von Fender sind die Telecaster sowie die Stratocaster.

Gibson

Die Gibson Guitar Corporation wurde im Jahre 1902 von Orville Gibson gegründet. Dieser war eigentlich eher ein Fan der Mandoline.

Heute ist Gibson die wohl bekannteste Gitarren-Marke der Welt und die Instrumente werden von Profis oft als die Gitarren mit der besten Soundqualität angepriesen.

Mit Gibson-Gitarren seid Ihr auf der sicheren Seite Die Gibson Les Paul ist eine der berühmtesten Gitarren überhaupt | Quelle: Pixabay

Epiphone

Die Epiphone-Gitarren, ob akustisch oder elektronisch, sind allgemein bekannt für ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und deshalb vor allem beim Gitarre Lernen für Anfänger sehr populär.

Sie bieten nichtsdestotrotz eine sehr ordentliche Soundqualität.

Ibanez

Viele große Stars besitzen eine Ibanez. Diese Gitarren sind nicht nur für ihre gute Qualität, sondern auch für ihr schickes Design bekannt. Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, kommt Ibanez aus Japan und wurde 1935 von Hoshino Gakki in Nagoya ins Leben gerufen.

Yamaha

Dieses japanische Unternehmen stellt nicht nur Musikinstrumente her, sondern auch Fahrzeuge wie Motorräder und Roller. Dennoch sind die Gitarren das wohl bekannteste Produkt der Firma.

Einige dieser Firmen stellen neben E-Gitarren auch andere Instrumente her, wie etwa akustische Gitarren, Folk Gitarren, Klassische Gitarren, Elektro-Bässe, Akustik-Bässe, Western-Gitarren usw…

Auch Gitarren-Accessoires finden sich natürlich im Angebot der großen Hersteller wieder, wie z.B. Plektren, Stimmgeräte, Metronome, Verstärker oder auch Noten-und Songbooks!

So habt Ihr alle notwendigen Tools beisammen, um Eure E Gitarre Stimmen und perfekt einstellen zu können.

Die Stilrichtungen der E-Gitarre

In der langen Geschichte der E-Gitarre hat es – ebenso wie beim Gitarrenunterricht (z.B. kann man heute auch Gitarre Lernen Online) – natürlich die ein oder andere Entwicklung gegeben.

Von der ersten elektrischen Gitarre, die auf den Knien gespielt wurde, bis zu den hochentwickelten Modellen von Fender & Co., die es heutzutage gibt, hat sich viel getan!

Musiker verschiedenster Stilrichtungen haben sich dabei das moderne Instrument zu nutzen gemacht.

Blues

Der Blues existierte schon lange bevor die erste E-Gitarre das Licht der Welt erblickt hat.

Die schwarzen Sklaven in den USA spielten den Blues damals noch auf akustischen Gitarren und Klavieren. Aber im Laufe der Zeit nahm die E-Gitarre nach und nach deren Platz ein.

Heute nutzen die meisten Blues-Musiker das populäre Instrument, um die berühmten Blues-Akkorde zu grooven und dazu zu improvisieren.

Jazz

Der Jazz ist eine Musikrichtung, die sich aus dem Blues entwickelt hat.

Ebenfalls von den schwarzen Sklaven in den Vereinigten Staaten erfunden, sind die Harmonien hier generell etwas reicher und beschränken sich nicht wie beim Blues auf 3 Akkorde.

Wie bereits erwähnt haben wir die E-Gitarre vor allem den Jazz-Musikern des frühen 20. Jahrhunderts zu verdanken!

Dank den Jazz-Musikern gibt es die heutige E-Gitarre überhaupt erst Die E-Gitarre haben wir unter anderem auch den Jazz-Musikern zu verdanken | Quelle: Pixabay

Rock

Rock ist wohl die Stilrichtung, mit der man die E-Gitarre heute am meisten verbindet. Er ist in den 60er Jahren als Nachfolger des Rock’n’Rolls populär geworden, der damals noch von Kultfigur Elvis Presley verkörpert wurde.

In den 70er Jahren erreichte er dann seinen Höhepunkt mit legendären Bands wie Led Zeppelin, The Who oder den Rolling Stones.

Auch der Name Robert Johnson sollte hier kurz Erwähnung finden. Er war einer der wichtigsten Blues-Musiker der 1930er Jahre und hat starken Einfluss auf den Rock’n’Roll, den Rock und damit seine wichtigsten Vertreter genommen.

Pop

Früher verstand man unter Pop-Musik die Folk-Songs der USA oder Großbritanniens.

Aber nach und nach weitete sich der Begriff aus auf alles, was international aktuell im Radio läuft, also populär ist. Einige Pop-Songs haben Ihre Wurzeln im klassischen Rock, man spricht dann von Pop-Rock-Bands. Auch die Beatles sind wohl zwischen den beiden Musikrichtungen anzusiedeln.

Hard Rock

Zusammen mit dem Rock ist auch eine seiner Unterarten entstanden: Der Hard Rock.

Diese etwas härtere Musikrichtung legt üblicherweise mehr Betonung auf die Instrumente als auf den Gesang.

Sie wurde getragen und groß gemacht von Bands wie den Scorpions, Black Sabbath oder auch Guns n’Roses

Heavy Metal

Diese Musikrichtung ist dem Hard Rock sehr ähnlich, unterscheidet sich aber in einigen Punkten auch von ihm, vor allem, was die Gitarren-Effekte betrifft.

Mit dem Heavy Metal bewegen wir uns im Gegensatz zum Hard Rock immer weiter weg von den Wurzeln des Rocks und des Blues.

Der Gitarrensound ist geprägt von Verzerrungen und die Songs haben oft einen mittelalterlichen Touch, handeln von Legenden und besingen teilweise sogar die Hölle.

Da hagelt es natürlich Kritik von Seiten der Kirche… 😉

6 große E-Gitarren-Legenden

Jeder gute Gitarrist hat seine Vorbilder. Und einige der großen Stars sind weltberühmt!

Um ihre Art des Gitarrenspielens aufzusaugen, müsst Ihr ihre Songs hören, die auch die Musik vom heute zum Teil noch stark beeinflussen!

1.    Jimi Hendrix

Er hat wie kein zweiter eine ganze Generation von Gitarristen geprägt und tut dies auch noch weiterhin.

Obwohl er schon im jungen Alter von 27 Jahren gestorben ist, hat er doch die Zeit gehabt, zahllose neue Techniken für das Gitarre Spielen zu entwickeln und die E-Gitarre auf ein ganz anders Level zu heben. Eine kurze, aber beeindruckende Karriere!

An Jimi Hendrix führt kein Weg vorbei auf dem Weg zum Rockstar Jimi Hendrix – Legende unter den Gitarristen!

2.    BB King

Er ist der unangefochtene “King of Blues”. Er war es, der Größen wie Eric Clapton oder Jimi Hendrix inspiriert und ihnen seine Leidenschaft und Gefühle weitergegeben hat.

Wir sollten dem 2015 verstorbenen Amerikaner also großen Respekt zollen!

3.    Eric Clapton

Sänger, Songwriter und Gitarrist – der Brite ist heute schon über 70 Jahre alt! Nachdem er mit den Yardbirds und den BluesBrakers erfolgreich war, beschloss er, als Solo-Künstler mit seinem vom Blues geprägten Stil Karriere zu machen.

Seine Fans nennen ihn „Slowhand“, als Anspielung auf seine Art, Gitarre zu spielen.

4.    Carlos Santana

Der Mexikaner wurde mit seinem Latino-Rock auf der ganzen Welt bekannt. Er tritt regelmäßig auf Shows anderer großer Stars als Gast-Künstler auf.

5.    Keith Richards

Das legendäre Mitglied der Rollign Stones verkörpert mit jeder Pore den Rock!

Mit seinem kongenialen Partner Mick Jagger schreibt er bis heute viele große Rockhymnen, die weltberühmt wurden. Erst vor kurzem kam das neue Album Blue& Lonesome heraus!

6.    Chuck Berry

Jeder, der behauptet, von Rock n’Roll etwas zu verstehen, halt große Stücke auf Chuck Berry. “Johnny B. Goode“, „Sweet little Sixteen“ und „Maybelline“ – all das hat er geschrieben.

Im Alter von 90 Jahren wird er heute von vielen als einer der größten Gitarristen aller Zeiten verehrt.

Hat Euch unser Artikel motiviert, mit dem E-Gitarre Spielen anzufangen? Sehr schön! Auf Superprof findet Ihr jede Menge Gitarrenlehrer.

 

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