Du hast Dich bereits satt gehört am normalen Sound Eurer Stratocaster, Telecaster, Ibanez, Gibson, Cort oder Epiphone?

Hast Du schon gewusst, dass Du den Stil Deiner Gitarre mit verschiedenen Effekten variieren kannst? Mithilfe von Pedalen, oder auch einfach nur der richtigen Verstärkereinstellung kannst Du einen unglaublichen Sound erzeugen, den Du mit einer klassischen akustischen Gitarre niemals erreichen kannst.

Korg, Digitech, Auto Wah, Mesa Boogie, aber auch Zoom, Noise Gate oder Footswitch – das alles sagt Dir nichts?

Schade, denn selbst die größten aller E-Gitarren- oder Halbakustik-Stars haben sich dieser Effekte schon bedient und tolle Ergebnisse in ihren Songs damit hervorgebracht.

Um es ihnen gleichzutun und selbst E-Gitarre lernen zu können, benötigst Du allerdings das entsprechende Material.

So kannst Du mit Deiner E-Gitarre und Deinem E-Gitarre-Verstärker die bestmöglichen Sounds erzeugen!

Mix-Programm, Compression Pedal, Aufnahmegerät… da gibt es so einiges, was man sich anschaffen kann! Nicht zuletzt musst Du aber lernen, wie Du das Ganze richtig anschließt und einstellst. Dafür gibt es Lehrer (zum Beispiel auch auf Superprof) oder Video-Tutorials im Internet mit denen Du neue Tricks auf der Gitarre online lernen kannst.

Auch die Gitarre selbst ist entscheidend, egal ob Links- oder Rechtshänder-Modell, welcher Sound am Ende aus dem Amp rauskommt.

In unserem Artikel zeigen wir Dir alles, was Du über die elektrische Gitarre wissen musst, ohne teuren Unterricht nehmen zu müssen.

Der Sound hängt von der Gitarre ab

Du willst für Deinen Gitarrenunterricht Hamburg,Gitarrenunterricht München, Gitarrenunterricht Stuttgart oder Gitarrenunterricht Köln eine neue Gitarre kaufen?

Auf keinen Fall solltest Du dabei einfach die erstbeste nehmen, die Du im Laden siehst! Denn bevor man ein Instrument kauft, sollte man es auf jeden Fall zumindest einmal ausprobieren. Denn der Sound einer jeden Gitarre ist anders!

Zunächst musst Du Dich entscheiden, ob Du eine klassische, Western- oder E-Gitarre haben willst, aber auch von welchem Hersteller sie gefertigt sein soll.

Verschiedene Arten von E-Gitarren

Wenn Du eine Gitarre beim Gitarrenbauer Deines Vertrauens kaufst, dann wird diese bestimmt teurer sein als eine „Made in China“ Gitarre, die Du vielleicht im Internet kaufst. Dafür wirst Du auch garantiert einen besseren Sound erhalten! Es gilt also, die Balance zwischen der Qualität und Deinem Budget zu finden.

E-Gitarren können in drei Grundtypen unterteilt werden:

  • Solidbody: Die häufigste Form, mit einem Korpus aus massivem Holz.
  • Semiacoustic: Sie bestehen aus einem Hohlkorpus, in den f-förmige Löcher eingelassen sind. Man nennt sie auch Semiakustik- oder Halbresonanzgitarren.
  • Archtop: Vollresonanzgitarren; die typische Jazzgitarre. Auch sie haben die F-Löcher, aber eine gewölbte Decke, wodurch sie auch ohne Verstärker gespielt werden können.

Innerhalb dieser Typen gibt es verschiedene Bauformen, die sich nicht nur im Aussehen, sondern auch im Klang unterschieden. Unter den Solidbody Gitarren sind die bekanntesten Modelle die Fender Stratocaster, Fender Telecaster und Gibson Les Paul.

Im Laufe der Zeit haben sich die Modellnamen allgemein als Typbezeichnung für die jeweilige Bauform etabliert. Du findets also auch bei anderen Herstellern ST- (Stratocaster), T- (Telecaster) oder LP-Modelle (Les Paul).

  • Stratocaster: Ein Allrounder, der in vielen Musikstilen eingesetzt wird. Klarer und durchsetzungsstarker Sound; nicht zu stark höhen betont.
  • Telecaster: Klarer, akzentuierter Sound; klingt etwas roher als die Stratocaster. Ist vor allem in Country und Rock Musik beliebt.
  • Les Paul: „Fetter“ Klang, weniger perkussiv als die anderen beiden Modelle. Häufig im Blues und Rock zu finden, aber auch in anderen Stilen vielseitig einsetzbar.
Die Gitarren Saiten Töne werden von den Pick Ups weitergeleitet.
Ein entscheidender Punkt bei E-Gitarren sind die Tonabnehmer, die die Schwingungen der Saiten als elektrisches Signal an den Verstärker weiterleiten. | Quelle: Markus Spiske via Unsplash

Erhalte hier einen Überblick über die bekanntesten E-Gitarren Modelle.

Die E-Gitarre pflegen

Behandele Deine Gitarre mit Sorgfalt, dann macht das Spielen auch mehr Spaß!

Dazu gehört zum Beispiel auch das Wechseln der Saiten, wenn dies nötig sein sollte. Viele Anfänger glauben, dass regelmäßiges Neu-Bespannen der Gitarre nicht besonders wichtig ist. Viele warten sogar, bis eine Saite reißt, bevor sie sie auswechseln.

Aber die Saiten oxidieren nach und nach, was vor allem mit der Feuchtigkeit Deiner Hände zu tun hat. Das wirkt sich negativ auf den Klang der Gitarre aus. Solltest Du also feststellen, dass Deine Gitarre nicht mehr so schön klingt wie noch vor einiger Zeit, dann ist der Moment gekommen, die Saiten zu wechseln!

Alte Saiten lassen sich teilweise auch kaum mehr richtig stimmen. Es ist also ratsam, alle Saiten auf einmal zu wechseln. Denn ansonsten klingt eine Saite dann besser als die anderen fünf und auch das kann sich negativ auf die Harmonie auswirken.

Pass auch auf Temperatur-Schwankungen auf!

Eine Gitarre, die zu lange in einer kalten Umgebung aufbewahrt wird, verstimmt sich viel schneller als in einem wärmeren Zimmer. Auch sollte der Aufbewahrungsort vor Feuchtigkeit geschützt sein.

Wenn man sich den Aufbau einer E-Gitarre anschaut, so ist diese hauptsächlich aus Holz gemacht (Fichte, Mahagoni, Palisander, Ebenholz…) und das empfindlich ist gegenüber Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen!

Die E-Gitarre stimmen und einstellen

Das Stimmen eines Instruments sollte zu den absoluten Routinehandgriffen gehören, bevor man sich ans Spielen macht. Auch während es Spielens selbst wird das Nachstimmen immer wieder nötig sein.

Durch die Belastung der Saiten oder auch mögliche Temperaturunterschiede im Raum, können sich die Saiten ausdehnen oder zusammenziehen, wodurch sich die Tonhöhe verändert. Probiere also immer, darauf zu achten, ob noch alles so klingt, wie es klingen sollte.

Als Anfänger hörst Du das am besten beim Spielen von Dur-Akkorden. Wenn sich der Akkord irgendwie falsch anhört, Du aber sicher bist, dass Du ihn richtig gegriffen hast, könnte es sein, dass die Gitarre verstimmt ist.

Zum Gitarre Stimmen wird an den Wirbel gedreht.
Die Gitarrensaiten werden auf die Wirbel aufgewickelt. | Quelle: Alexis Baydoun via Unsplash

Wie die akustische hat auch die E-Gitarre in der Regel sechs Saiten. Von oben nach unten (von dick nach dünn; hoch nach tief) sind die Gitarrensaiten Namen: E, A, D, G, H, E. Um Dir das zu merken, kannst Du Dir diesen Spruch zu Hilfe nehmen: Eine Alte Dumme Gans hat’s eilig.

Die Gitarrensaiten Bezeichnungen entsprechen den Tönen, die erklingen, wenn bei der Standard Stimmung die Saiten leer angeschlagen werden. Beim Stimmen geht es also darum, durch das Drehen der Wirbel die Saitenlänge so einzustellen, dass genau dieser Ton erklingt.

Aber Achtung: die Bezeichnung „H“ ist nur im deutschsprachigen Raum gültig. Auf Englisch und international heißt der Ton „B“. Es kann also sein, dass manche Stimmgeräte kein H, sondern nur ein B kennen.

Für eine offene Stimmung (open tuning) oder alternative Stimmung (alternate tuning) werden die Saite auf andere Töne gestimmt, um einen ganz bestimmten Soundeffekt zu erhalten, oder in einer anderen Tonart mit Leersaiten spielen zu können.

Gitarre stimmen mit Stimmgerät

Die einfachste und sicherste Variante eine Gitarre zu stimmen, ist mit Hilfe eines Stimmgeräts. Es gibt mittlerweile zahlreiche Apps zum Stimmen von Instrumenten, einige davon sind extra auf Gitarren ausgelegt. Eine Gitarren Stimmgeräte App zeigt Dir an, welche Saite Du spielen musst, ob sie zu hoch oder zu tief ist und welcher Wirbel dazugehört.

Chromatische Stimmgeräte (ob als App oder eigenes Gerät) sind für alle Instrumente geeignet und meistens etwas genauer. Hier musst Du selbst wissen, auf welchen Ton welche Saite gestimmt werden muss. Aber das sollte ja mit dem oben erwähnten Merkspruch kein Problem mehr sein.

Für E-Gitarren ist es jedoch ratsam zu einem elektrischen Stimmgerät zu greifen. Denn diese haben neben dem Mikrofon oft einen Gitarrenkabel-Eingang. Das Stimmen ist so auch in einer lauten Umgebung möglich und viel genauer. Mit einer Tuner App, wirst Du nie ein ebenso exaktes Ergebnis erhalten.

Als erstes stimmst Du die tiefe E-Saite. Schlage sie ganz normal an und beobachte die Bewegung auf Deinem Tuner. Ein Strich zeigt Dir den gespielten Ton an. Liegt der Strich rechts von der Mitte, ist der Ton zu hoch; liegt er links, ist der Ton zu tief.

Durch das (nur leichte) Drehen des Wirbels, auf dem die E-Saite aufgezogen ist, kannst Du nun die Tonhöhe verändern. Spannst Du die Saite etwas mehr, wird der Ton höher; wenn Du sie lockerst, wird er tiefer. Du wirst das Ganze mehrmals wiederholen müssen, bis der Ton stimmt. Der Strich, sollte möglichst ruhig liegen bleiben und nicht zu sehr hin und her wackeln.

Anschließend machst Du mit der A-Saite weiter, dann mit der D-Saite und so weiter, bis Du ganz unten bei der hohen e-Saite angekommen bist und Deine Gitarre fertig gestimmt ist.

Die Stratocaste ist das am meisten nachgebaute Gitarrenmodell übehaupt.
Um die Gitarre mit Stimmgerät zu stimmen, musst Du die Gitarrensaiten Bezeichnung kennen. | Quelle: Khang Do via Unsplash

Gitarre stimmen ohne Stimmgerät – stimmen nach Gehör

Es ist auch möglich eine Gitarre ohne Stimmgerät zu stimmen. Das braucht etwas Übung und ein gutes Gehör; beides kannst Du aber genau dadurch erhalten, dass Du regelmäßig probierst Deine Gitarre ohne einen Tuner nach Gehör zu stimmen.

Um eine Gitarre ohne Stimmgerät zu stimmen brauchst Du einen Referenzton. Dieser kann entweder von einer Stimmgabel oder einem Klavier oder Keyboard kommen. Als internationaler Referenzton wurde der Ton festgelegt, der bei einer Frequenz von 440Hz liegt; das entspricht dem Kammerton A. Eine Standard Stimmgabel wird genau diesen Ton erzeugen.

Als erstes wirst Du bei dieser Variante also die A-Saite stimmen. Wenn das gemacht ist, greifst Du die tiefe E-Saite im 5. Bund, was auch einem A entspricht, und vergleichst die beiden Töne. Wiederum drehst Du an dem Wirbel der E-Saite, bis beide Töne genau gleich klingen. Mit diesem Vorgehen kannst Du dann auch alle anderen Saiten stimmen.

  • D: 5. Bund A-Saite
  • G: 5. Bund D-Saite
  • H: 4. Bund G-Saite
  • e: 5. Bund H-Saite

Ganz ähnlich funktioniert die Flageolett Methode. Wenn eine Saite richtig gestimmt ist, kannst Du auch anders vorgehen und mit Hilfe der Flageolett Töne stimmen. Diese erzeugt man dadurch, dass man den Finger direkt über dem Bundstäbchen nur ganz leicht auf die Saite legt, ohne sie runter zu drücken!

Auch hier werden zwei Töne miteinander verglichen und soweit aneinander angepasst, bis keine Schwebungen mehr zu hören sind. Die Flageolett Töne auf der Gitarre:

E-Gitarre stimmen ohne Stimmgerät, nach Gehör mit Flageolett.
Stimmen mit Flageolett: Finde den gleichen Ton auf zwei verschiedenen Saiten und vergleiche.

Die E-Gitarre einstellen

Damit eine E-Gitarre gut bespielbar ist und einen tollen Sound hat muss sie richtig eingestellt sein. Wenn Du ein neues Instrument kaufst, kannst Du davon ausgehen, dass das alles perfekt ist. Nach längerer Zeit und vor allem wenn Du die Saitenstärke wechselst, muss so einiges nachjustiert werden.

Wenn Du zu stärkeren Saiten wechselst, wird Dir nach dem Aufziehen auffallen, dass das Vibrato stark angehoben ist. Das liegt daran, dass der Saitenzug jetzt höher ist und die Federkraft zu gering ist.2

Um das zu korrigieren, schraubst Du die Abdeckplatte auf der Rückseite der Gitarre ab. Darunter findest Du mindestens zwei Federn, die auf der einen Seite am Vibrato-Block, auf der anderen Seite an einem verstellbaren Blech mit Schrauben befestigt sind. Durch das Hereindrehen der Schrauben, werden die Federn gespannt.

Du wirst ziemlich sicher etwas herumprobieren und immer wieder nachstimmen müssen, bis Du die ideale Federspannung gefunden hast und das Vibrato wieder in der richtigen Position ist (parallel zum Korpus auf der Grundplatte aufliegend).

Damit sich der Hals an die neue Spannung „gewöhnen“ sollte ihm einen Tag Ruhe gegönnt werden. Infolgedessen wird er danach ziemlich sicher gebogen sein. Überprüfen kannst Du das, indem Du die tiefe E-Saite im ersten und vierzehnten Bund runterdrückst. Wenn der Abstand zwischen Saite und Bünden mehr als 1mm beträgt, musst die Halsverstellschraube (leicht!) angezogen werden, bis die Halskrümmung wieder stimmt.

Anschließend kann die Oktavreinheit überprüft werden. Der Ton im zwölften Bund sollte exakt der Oktave der leer angeschlagenen Saite entsprechen. Wenn das nicht der Fall ist, kannst Du die Mensur der Saite mit Hilfe der Schrauben an den Saitenreitern verstellen.

Der Verstärker: Entscheides Element auf dem Weg zum Rockstar!

Es ist entscheidend, einen guten Verstärker zu haben, denn ansonsten liefert auch die beste Gitarre der Welt keine befriedigenden Ergebnisse. Das wirst Du auch im Gitarrenunterricht schnell gesagt bekommen!

Deshalb solltest Du auch Deinen Amp achtsam auswählen!

Dafür musst Du keineswegs ein Vermögen ausgeben. Für Anfänger gibt es preisgünstige Amps, die einen tollen Klang erzeugen! Aber man kann auch schnell in die Falle tappen, gerade dann, wenn man sich noch nicht so gut auskennt!

Zu E-Gitarre Grundausrüstung gehört der richtige Verstäker.
Topteile und Boxen können beliebig miteinander kombiniert werden; Combo-Verstärker sind beides in einem. | Quelle: Daniel Chekalov via Unsplash

Verschiedene Arten von Verstärkern

Der Verstärker ist dazu da, das Signal, das er durch das Gitarrenkabel erhält in einen Klang umzuwandeln. Die verschiedenen Verstärkertypen unterscheiden sich vor allem darin, durch welches aktive Bauelement das geschieht.

  • Röhrenverstärker: Sie haben einen warmen Klang und gute Durchsetzungskraft, sind jedoch recht wartungsintensiv. Das Austauschen einer defekten Röhre kann schnell teuer werden.
  • Transistorverstärker: Sind in Anschaffung und allfälligen Wartungsarbeiten weniger teuer. Liefern einen guten Sound, sind aber nicht so durchsetzungsstark, wenn in einer Band gespielt wird.
  • Hybridverstärker: Der Mittelweg zwischen den beiden, der als aktive Bauelemente Röhrer und Transistor kombiniert. Vom Sound her bringt er die Vorteile, des Röhrenverstärkers mit und bewegt sich preislich in einer ähnlichen Klasse wie der Transistorverstärker.
  • Modeling Amp: Modeling Amps ahmen den Sound anderer Verstärker nach. Sie verfügen über die Simulation mehrerer beliebter Modelle und eignen sich vor allem für Gitarristen, die in kurzer Zeit möglichst viele unterschiedliche Sounds ausprobieren möchten.

Du hast außerdem die Wahl Topteil und Gitarrenbox einzeln zu kaufen oder einen Combo-Verstärker, in den bereits beides integriert ist. Eine Combo ist natürlich praktisch, wird aber ab einer gewissen Größe sehr schwer. Wenn Du zwei Einzelteile besitzt, kannst Du sie nicht nur leichter transportieren, sondern auch Topteile und Gitarrenboxen unterschiedlicher Hersteller kombinieren.

Welcher Gitarrenverstärker ist der richtige für mich?

Um den perfekten Verstärker zu finden, musst Du Dir selbst erstmal einige Fragen beantworten. Um alleine zu Hause zu üben reicht ein kleinerer Amp mit geringer Wattzahl meistens aus (Deine Nachbarn werden froh sein).

Um mit Deiner Band zu spielen, wirst Du jedoch mehr Power brauchen und Dich für einen größeren Amp mit mehr Watt entscheiden. Die Größe wird sich natürlich auch aufs Gewicht auswirken. Behalte das im Kopf, wenn Du ihn regelmäßig transportieren musst.

Entscheiden ist natürlich der Klang selbst, den Du nur selbst durch ausprobieren und hinhören genau beurteilen kannst (oder indem Du verschiedene Testberichte von erfahrenen Gitarristen vergleichst). Die Modelle bringen auch nicht immer die gleichen Einstellungsmöglichkeiten und integrierten Effekte mit sich. Überlege Dir, was Du wirklich brauchst!

Eine vielseitige Auswahl findest Du bei den bekanntesten Herstellern Marshall, Fender und Vox.

Egal für welche Marke Du Dich entscheidest, Du kannst Dir sicher sein, dass Du damit viele interessante Sounds und Effekte erzeugen kannst. Das kann Dir schließlich auch beim Erlernen neuer Gitarre Techniken helfen.

Den Verstärker einstellen

Um zu der perfekten Einstellung zu kommen, werden die EQ-Regler (Bass, Middle und Treble) erstmal auf die neutrale Position auf 12 Uhr gestellt. Ganz am Ende kannst Du dann ganz nach Deinem Geschmack das Finetuning vornehmen und mit diesen drei Reglern die Bässe, Mitten und Höhen individuell einstellen.

Zum E-Gitarre Einstelen gehört auch die Verstärker Einstellung.e
An den Bass und Treble Reglern kannst Du die Bässe und Höhen des Gitarrensounds einstellen. | Quelle: Ash Edmonds via Unsplash

Clean Sound

Um einen „sauberen“ fast schon akustischen Sound zu erhalten, muss der Gain Regler komplett auf null gedreht sein. Die meisten Amps haben auch mindestens zwei Kanäle, die unterschiedliche Voreinstellungen mit sich bringen. An dieser Stelle solltest Du den Clean Channel wählen.

Verzerrung

Um zu einem dreckigen, verzerrten Sound zu kommen, hast Du verschiedene Möglichkeiten. Schon allein das Einschalten des Overdrive Channel wird zu einem leicht verzerrten Sound führen. Hast Du zusätzlich einen Distortion Channel, kannst Du dort eine noch stärkere Grund-Verzerrung finden.

Den Grad der Verzerrung kannst Du mit dem Gain-Regler einstellen. Drehe erstmal nur sachte daran, denn mit dem Verstellen des Gains erhöht sich auch die Lautstärke. Du kannst auch einen verzerrten Klang erreichen, indem Du die Lautstärke soweit aufdrehst, dass die Endstufensättigung greift und der Amp übersteuert. Je geringer die Wattzahl Deines Verstärkers, umso schneller wir dieser Effekt erreicht.

Effekt-Pedale

Manche Amps haben gewisse Effekte wie Reverb, Chous und Flanger bereits integriert, bei anderen kann man sie durch das Anschließen entsprechender Effektgeräte hinzufügen.

Aber wie funktioniert das?

Das Effekt-Pedal für die Gitarre hat 3 wesentliche Elemente:

  • Das Pedal an sich ist verbunden mit dem elektrischen Teil des Geräts. Durch Treten und Loslassen des Pedals kannst Du den Sound verändern, ohne dafür Deine Hände benutzen zu müssen. So könnt kannst Du weiterspielen, während Du den Sound veränderst!
  • An einem Effektpedal gibt es mehrere Ein- und Ausgänge für Kabel. An den „Input“ wird die Gitarre angeschlossen, an „Output“ der Amp.
  • Sowohl der Verstärker als auch das Pedal müssen ausgeschaltet sein, wenn Du sie verbindest! Ansonsten kann es zu einem Kurzschluss kommen.

Sollte man aber eher mehrere Pedale oder lieber ein einziges Multi-Effekt-Pedal wählen?

Letzteres ist besonders dann praktisch, wenn Ihr immer mal wieder wo anders Gitarre spielen wollt. In diesem Fall ist es natürlich angenehmer, nur ein einziges Pedal transportieren zu müssen. Der Preis für ein solches Modell ist allerdings recht hoch.

Wenn Du Dich für die andere Alternative, also mehrere Pedale für mehrere Effekte entscheidet, dann gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Distortion: Wenn Du die Verzerrung nicht dem Amp überlassen willst, hast Du die Möglichkeit, dafür extra ein Pedal anzuschließen.
  • Delay: Damit kannst Du den Klang voller machen, dadurch dass ein Echo erzeugt wird. Die Verzögerungszeit kannst Du individuell einstellen.
  • Reverb: Hiermit legst Du einen Hall auf Deinen Sound. Es hört sich an, als würdest Du Dich in einem riesigen Saal befinden.
  • Chorus: Es wird ein „Chor“ erzeugt. Alles was Du spielst, klingt als wären es bis zu vier verschiedene Stimmen.
  • Flanger: Dieser Effekt macht Deinen Sound härter, er erinnert an einenDüsenjet.
  • Phaser: Etwas weniger dramatisch kling der Phaser, er funktioniert aber ähnlich wie der Flanger. Die Verzögerung zwischen Originalsignal und Kopie ist etwas geringer. Dadurch entsteht ein „Kammerflimmer-Effekt“.
  • Wah-Wah: Der Name ist Programm. Wenn Du dieses Pedal einsetzt, singt Deine Gitarre „Wuauauauau“.

Du willst E-Gitarre spielen wie Deine großen Vorbilder, ohne dafür einen privaten Nachhilfelehrer nehmen zu müssen?

Dazu musst Du unter anderem auch die Geheimnisse hinter den von ihnen verwendetet Effekten lüften!

Jimi Hendrix, einer der größten Gitarristen aller Zeiten, nutzt zum Beispiel häufig den Fuzz, Chorus, Wah-Wah oder Octavia-Effekt. Dafür nutzte er Prototypen der Pedale, die in der Folge mit großem Erfolg weltweit verkauft wurden. Auch heute findet man Nachfolger diese Modelle noch im Handel.

Als Eric Clapton in die Band „Cream“ eintrat, erfand er den sogenannten „Woman Tone“, der dem „Wah-Wah“-Effekt nicht unähnlich ist und längst Teil der Geschichte der E-Gitarre geworden ist.

Wenn Du spielen willst wie Pink Floyd oder U2, dann kannst Du den Delay-Effekt einbauen. Dieser verzögert die Wiedergabe des gespielten Tons und fungiert so gewissermaßen als Echo.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Auf der Suche nach einer Lehrkraft für Gitarre?

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.