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Wie man den größten Nutzen aus seinem Klavierunterricht zieht

Von Christiane, veröffentlicht am 09/07/2018 Blog > Musik > Klavier > Wie kann man Zuhause Piano Lernen?

Du willst endlich mehr klimpern können als nur „Für Elise“ mit der rechten Hand?

Oder Du träumst ganz konkret davon, „Claire de lune“ von Claude Debussy auf dem Klavier spielen zu können?

Klavier Spielen Lernen mit einem privaten Klavierlehrer ist wahrscheinlich die beste Lösung.

Doch man muss aus seinem Klavierunterricht das Beste schöpfen. Das gilt auch bei Kindern, die Klavier lernen möchten.

Welche Arbeit muss also zu Hause außerhalb des Unterrichts geleistet werden, welche Einstellung muss der Schüler haben und welchen Klavierlehrer wählt man am besten?

Zu Hause effektiv Klavier spielen

Wir sagen es immer wieder: Klavierunterricht allein reicht nicht aus, um das Instrument perfekt zu beherrschen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt im regelmäßigen Üben.

Man kommt beim Klavierspielen nicht um die Arbeit herum!

Spiele gewissenhaft Klavier, wenn Du Fortschritte machen willst. Übung macht den Mozart! | Quelle: visualhunt

Dein Klavierlehrer leitet Dich im privaten Klavierunterricht an, indem er Dir Übungen gibt, die Deinem Niveau entsprechen und Dich gleichzeitig weiterbringen.

Er gibt Dir immer schwerere Partituren, damit Du Fortschritte machst.

Dein Klavierlehrer schafft auch eine geeignete Arbeitsatmosphäre und erklärt Dir, wie Du zu Hause am besten Klavier übst.

Wie in vielen Dingen heißt es auch beim Klavierspielen: Qualität bedeutet nicht gleich Quantität.

Nur weil man viel arbeitet, heißt das noch lange nicht, dass man große Fortschritte macht.

Besser, Du übst 30 Minuten ganz intensiv als eine Stunde ohne jeglichen Elan.

Jeder Fortschritt setzt Arbeit voraus. Wenn man z.B. zum x-ten Mal dasselbe Stück spielt, das man ohnehin schon perfekt beherrscht, macht man keine Fortschritte.

Spiele also ruhig schwere Partituren, die Dich fordern. So entwickelst Du Deine Spielfähigkeiten weiter!

Um zu Hause effektiv Klavier zu üben, kannst Du auch Deinen Klavierlehrer fragen, ob er Dir ein Übungsprogramm erstellt.

Das Übungsprogramm Deines Klavierlehrers

Man macht keine Fortschritte, wenn man nicht zu Hause übt.

Doch wie soll man wissen, was man üben muss, wenn der Lehrer es einem nicht klar und präzise erklärt?

Aus diesem Grunde raten wir Dir, Deinen Klavierlehrer nach einem klaren Übungsprogramm zu fragen, auch wenn dafür jedes Mal 5 bis 10 Minuten verloren gehen, doch dies ist sinnvoll investierte Zeit.

Mit einem klaren Programm übst Du strukturiert und auf Fortschritte aus.

Das Programm wirkt sich zudem positiv auf Deine Motivation aus.

Mit einem Übungsprogramm setzt Du Dir kleine Ziele, die Du innerhalb einer oder zwei Wochen erreichen musst.

Es hilft, in Zielen zu denken. Darin liegt der Schlüssel zum Erfolg.

Üben um des Übens willen reicht nicht aus. Nur, wenn Du klare Ziele vor Augen hast, wird das Üben auf fruchtbaren Boden fallen.

Wenn Du z.B. ein Klavierstück übst, ohne das Ziel zu verfolgen, es richtig zu spielen, wird es sehr lange dauern, bis Du es irgendwann gut beherrschst.

Wie oft am Tag/in der Woche soll ich Klavier spielen?

Je konzentrierter Du übst, desto effektiver ist Dein Klavierspiel. Beim Klavierspielen zählt nicht unbedingt die Dauer sondern vor allem der Einsatz! | Quelle: visualhunt

Wie schon erwähnt ist es effektiver, 30 Minuten lang konzentriert zu spielen als eine Stunde ohne Herz.

30 Minuten ist die Mindestdauer, um das Geübte am Klavier verarbeiten zu können, ob es sich nun um Übungen oder um ein richtiges Stück handelt.

Nun stellt sich die Frage: Soll man jeden Tag oder nur alle zwei bis drei Tage 30 Minuten oder eine Stunde Klavier spielen üben?

Auf diese Frage gibt es keine definitive Antwort.

Je mehr Du übst, desto schneller machst Du Fortschritte, doch Vorsicht: Wenn Du zu viel übst und Dich zu starkem Druck aussetzt, hast Du womöglich irgendwann vom Klavierspielen die Nase voll, was kontraproduktiv ist.

Dein Klavierlehrer kann Dir eine Anzahl von Übungsstunden in der Woche empfehlen.

Allgemein gilt, man sollte mindestens zwei Mal pro Woche üben, um Fortschritte zu machen.

Wenn Du jeden Tag eine Stunde übst, umso besser (vorausgesetzt natürlich, dass Du konzentriert übst!).

Was zählt, ist vor allem die Gewissenhaftigkeit und die Regelmäßigkeit.

Mit der richtigen Denkweise zu richtigen Fortschritten am Klavier

Das beim Klavierlernen und Üben meistgebrauchte Organ ist das Gehirn.

Es wird mehr als die Hände beansprucht.

Und genau aus diesem Grund ist Klavierunterricht für manche auch so anstrengend und demotivierend.

Er fordert nicht nur intellektuelle sondern auch physische Fähigkeiten.

Klavier spielen beansprucht Körper und Geist. Spiele Klavier mit Herz und Verstand! | Quelle: visualhunt

Je mehr man sein Gehirn einsetzt, desto effektiver übt man Klavier.

Wenn Du also eine Übung immer wieder wiederholst, ohne Deinen Kopf anzustrengen, erreichst Du weniger, als wenn Du Dich richtig konzentrierst.

Unüberlegtes Spielen hat wenig Sinn und kann außerdem bewirken, dass Du schlechte Gewohnheiten annimmst.

Sei aufmerksam und konzentriere Dich, wenn Du Deine Klavierübungen und –stücke spielst, damit Dein Gehirn zum Einsatz kommt.

Genauer:

  • Konzentriere Dich auf die schwierigen Stellen und übe sie immer wieder. Klavier Spielen bedeutet, Schwierigkeiten (in der Technik z.B.) finden und sie lösen.
  • Fokussiere Dich nicht nur auf Deine Hände sondern auch auf den Klang, den Du mit ihnen erzeugst. Mit anderen Worten: Höre Dir beim Spielen zu. Dabei hörst Du nicht nur falsche Noten heraus sondern auch zu kurze oder lange Noten, Rhythmusfehler usw.
  • Bleibe stets konzentriert, um effektiv zu üben. Versuche, Deine Klavierübungen zu einem Zeitpunkt zu machen, an dem Deine Konzentrationsfähigkeit auf dem Höchststand ist (auch wenn dies durch die Schule oder den Beruf nicht immer möglich ist).
  • Bleibe gelassen und rege Dich nicht auf, wenn Du eine Übung oder ein Stück nicht gleich perfekt spielen kannst. Dies ist nur kontraproduktiv im Klavierunterricht, ob bei Kindern oder bei Erwachsenen.
  • Halte Deine Motivation aufrecht: Wenn Du Deine Klavierübungen oder –stücke für Deinen Klavierunterricht spielst, kann es im Laufe der Zeit vorkommen, dass Du ihrer überdrüssig wirst und an Motivation verlierst. Das kannst Du verhindern, indem Du Dir vorher (nicht zu hoch gesteckte) Ziele setzt (siehe oben).

Finde den richtigen Klavierlehrer

Wir sagen es noch einmal: Den richtigen Klavierlehrer zu finden, d.h. einen, der Dich weiterbringt, ist eine wichtige Grundvoraussetzung!

Viele Schüler entschließen sich dazu, mit dem Klavierunterricht aufzuhören, nur weil sie sich nicht mit ihrem Lehrer verstehen.

Und das ist jammerschade!

Ein Lehrer, mit dem Du Fortschritte machst, ist der richtige für Dich. Mit dem richtigen Klavierlehrer kommst Du weiter! | Quelle: visualhunt

Wenn Du einmal den idealen Klavierlehrer für Dich gefunden hast, leitet er Dich effektiv an und erklärt Dir, wie Du zu arbeiten hast, wie Du Deine Übungsstunden gestalten solltest, wie oft Du üben und welche Einstellung Du annehmen musst.

Der Klavierlehrer beantwortet natürlich auch alle Fragen des Schülers und hilft ihm, Zweifel und Motivationstiefs zu überwinden.

Und er erklärt Dir, wie man als Kind oder Erwachsener mit dem Klavierspielen beginnt.

Einen guten Klavierlehrer erkennst Du daran, dass die Chemie zwischen euch stimmt und Du mit ihm Fortschritte machst.

Noch zwei Ratschläge, wie man aus seinem Klavierunterricht den besten Nutzen zieht

Damit Dein Klavierunterricht mit Deinem Lehrer so effektiv wie möglich ist, behalte zwei Dinge im Gedächtnis:

  • Niemand ist perfekt. Selbst die größten Pianisten spielen mal falsche Noten. Versuche in Deinen Übungen und Klavierstücken nicht, den höchsten Grad der Perfektion zu erreichen (außer, es handelt sich um wirklich einfache Übungen und Stücke). Du sollst natürlich nach Perfektion streben, doch behalte dabei im Kopf, dass wir keine Roboter sind und dass Perfektion ein unerreichbares Ideal ist.
  • Musikalisches Feingefühl. Um Fortschritte beim Klavierspielen zu machen, muss sich Dein musikalisches Feingefühl stetig weiterentwickeln. Es bildet die Brücke zwischen dem physischen und dem intellektuellen Aspekt im Klavierunterricht. Lasse Dein Klavierspiel von Deinem musikalischen Feingefühl leiten. Um ein Musikstück erfolgreich zu spielen, muss es Dich bewegen.

Du wirst merken, dass man die künstlerische Seite nur schwer von der technischen unterscheiden kann (wie in Eiskunstlauf-Turnieren).

Das musikalische Feingefühl stellt bei der Entwicklung der Spieltechnik den Antrieb dar und demnach die Sicherheit für den richtigen Gebrauch des Klavierunterrichts.

Klavierunterricht ist übrigens auch für Kinder und die Entwicklung ihrer Fähigkeiten gut!

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