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Unterstütze Dein Kind, wenn es Klavier Spielen möchte

Von Christiane, veröffentlicht am 09/07/2018 Blog > Musik > Klavier > Wie begeistert man Kinder fürs Klavierspielen?

Wenn Dein Kind Klavier spielen lernen will, musst Du das Glück beim Schopfe packen! Denn so etwas kommt nicht oft vor.

Allgemein ist eher das Gegenteil der Fall, in dem die Eltern dem Kind das Klavierspielen oder Erlernen eines anderen Instruments wie Geige oder Gitarre aufdrängen.

Was musst Du also tun, wenn Dein Kind Dir sagt, es möchte gerne Klavier spielen lernen?

In diesem Artikel geben wir Dir einige nützliche Ratschläge und Anmerkungen dafür.

Wenn Dein Kind nicht von sich aus Klavier spielen will sondern Du merkst, dass es vielleicht Interesse haben könnte oder musikalisches Talent besitzt und Du dieses fördern willst, solltest Du Dir die Frage stellen:

Wie stelle ich es an, damit mein Kind Klavier spielen will?

Wie kann ich es motivieren? Wie kann ich ihm Lust geben?

Finde dann die richtigen Argumente sowie den richtigen Lehrer, der bei Deinem Kind auf Sympathie stößt.

Gute Gründe, warum Kinder Klavier spielen lernen solltest, gibt es viele.

Doch in diesem Artikel geht es nicht darum, wie man Kinder vom Klavierspielen überzeugt, sondern was Du unternehmen musst, wenn Dein Kind von sich aus Klavier lernen möchte.

Und was Du zu tun hast, wenn Dein Kind nach einigen Monaten/Jahren mit dem Klavierspielen das Gegenteil will, nämlich aufhören.

In den meisten Fällen wird sich das Kind bewusst, dass das Klavier weniger spielerisch ist als gedacht und dass es viel Arbeit und Geduld erfordert.

Damit Dein Kind seine Meinung nicht ändert – und das kann schnell passieren –, musst Du Antworten parat haben, die den Wünschen Deines Kindes entsprechen.

Die Herausforderung besteht darin, den Enthusiasmus Deines Kindes fürs Klavierspielen aufrechtzuerhalten.

Klavierunterricht für Kinder

Wenn Dein Kind gerne Klavier spielen lernen will, hat es im Allgemeinen die besten Voraussetzungen.

Je nach Alter sieht der Klavierunterricht anders aus.

Grundsätzlich wird die Meinung vertreten, dass man ab drei Jahren mit dem Klavierspielen beginnen kann.

Vorher ist es dafür zu früh, denn die intellektuellen Fähigkeiten und die Morphologie der Finger sind noch nicht genügend ausgeprägt.

Ab drei Jahren kann ein Kind Klavier spielen lernen. Für Kleinkinder wird Musikunterricht sehr spielerisch konzipiert. | Quelle: visualhunt

Wenn Dein Kind im Alter von drei Jahren beginnt, Klavier zu spielen, hat der Klavierunterricht eher die Form von musikalischer Früherziehung.

Hierbei soll vor allem das musikalische Gehör und der musikalische Sinn des Kindes geschult werden.

Erst im Alter von vier oder fünf Jahren kann es mit dem Klavierspielen wirklich beginnen.

In dem Alter kann es Musiklehre und das Lesen von Partituren erlernen.

Ungefähr in diesem Alter (vier/fünf Jahre) entwickeln manche Kinder den Wunsch, Klavier spielen zu lernen.

Mit einer dem Alter angepassten Methode bringt der Klavierlehrer hier den Kindern die Grundlagen des Klavierspielens und der Musiklehre bei.

Zusammengefasst:

  • Wenn Dein Kind zwischen drei oder vier Jahre alt ist und den Wunsch äußert, Musik zu machen, ist Klavierunterricht nicht unbedingt die beste Idee. Geeigneter sind Kurse in musikalischer Früherziehung.
  • Wenn Dein Kind vier Jahre oder älter ist, kannst Du es für traditionellen Klavierunterricht anmelden. Wähle dabei einen Klavierlehrer, der auf pädagogische Weise unterrichtet und mit Kindern umgehen kann.

Doch Vorsicht, diese Altersangaben gelten natürlich nicht für jedes Kind.

Einige Kinder können erst im Alter von fünf Jahren beide Hände unabhängig voneinander koordinieren.

Ein häufiger Fehler der Eltern besteht darin, die Dinge überstürzen zu wollen.

Wenn Dein Kind noch nicht fürs Klavierspielen bereit ist (weil es z.B. erst drei Jahre alt ist), wird es im Klavierunterricht auf große Schwierigkeiten stoßen und somit entmutigt werden.

Der Spaß: Das Leitwort im Klavier Unterricht

Unterhaltsamer Klavierunterricht, das beste Mittel der Motivation. Ein Klavier ist für Kinder eine Art Spielzeug, und das ist auch gut so! | Quelle: visualhunt

Kleine Kinder, die Klavier spielen lernen möchten, wollen dabei Spaß haben.

Sie sehen das Klavierspielen als eine unterhaltsame Aktivität an, und damit haben sie auch Recht!

Sie sehen das Klavier als eine Art Spielzeug an.

Dein Kind möchte Klavier spielen lernen, und Du fragst Dich, wie Du dabei vorgehen sollst?

Unterstreiche dabei den unterhaltsamen Aspekt.

Du solltest für Dein Kind eine Klavierlernmethode finden, die Spaß bereitet.

Der Klavierunterricht sollte an Dein Kind angepasst und unterhaltsam sein.

Wenn sein Klavierlehrer zu streng und autoritär ist und nicht mit Kindern umgehen kann, besteht die Gefahr, dass Dein Kind mit dem Klavierspielen schnell aufhören will.

Klavierunterricht muss das Gegenteil von Anstrengung sein. Dann ist das Klavierspielen auch gut für das Kind!

Auch wenn das Klavierspielen für Kinder auf Spaß gründen muss, darf man natürlich nicht leugnen, dass Klavier Lernen auch Arbeit bedeutet.

Damit das Kind akzeptiert zu arbeiten, spielt die Motivation eine entscheidende Rolle.

Ermutige und lobe es also für jeden Fortschritt.

Um den Arbeitsaufwand für den Klavierunterricht zu akzeptieren, muss Dein Kind übrigens schon einen gewissen Grad an Reife besitzen, der je nach Alter unterschiedlich sein kann.

Musikalische Früherziehung

Natürlich kannst Du auch selbst Dein Kleinkind in die Musik einführen, und zwar mit CDs sowie Musical- und Konzert-DVDs für kleine Kinder (Peter und der Wolf, Karneval der Tiere etc.).

Zu Hause hast Du auch viele Möglichkeiten der Musikerziehung. Auch Du kannst zu Hause Deinem Kind die Musik nahebringen. | Quelle: visualhunt

Zu Hause kannst Du ihm auch verschiedene Musikstile vorführen (klassische Musik, Jazz, Weltmusik, Kinderlieder usw.) sowie Musikinstrumente vorstellen, z.B. mit Büchern über dieses Thema oder indem ihr gemeinsam ein Musikgeschäft aufsucht.

Oder kaufe ihm ein kleines Musikinstrument, z.B. eine Mundharmonika oder eine Trommel, das es ins Musizieren einführt.

Darüber hinaus hast Du natürlich auch die Möglichkeit, Dein Kind für die musikalische Früherziehung anzumelden.

In fast jeder Stadt gibt es solche Angebote.

Dabei werden die Kinder einmal pro Woche in Gruppen in die Musik, genauer in Rhythmen, Melodien, Instrumente und in die Musiklehre eingeführt.

Das Augenmerk liegt dabei auf die Weiterentwicklung des musikalischen Gehörs und Sinns.

Solche Kurse gründen in der Unterhaltung und tragen zudem dazu bei, dass sich Kinder im Umgang mit anderen Kindern üben.

Privater Musikunterricht für Kinder

Privater Klavierunterricht zu Hause oder bei einem Klavierlehrer ist zweifellos das Nonplusultra.

Wenn Dein Kind Klavier spielen lernen will und es mindestens vier Jahre alt ist, bildet ein Klavierlehrer die beste Lösung.

Doch Vorsicht: Nicht jeder Lehrer eignet sich für jedes Kind!

Wähle ihn gewissenhaft aus (z.B. auf Superprof).

Einen, der es gewohnt ist, mit Kindern zu arbeiten und Spaß mit Arbeit verbindet. Einen, der Humor hat und auch pädagogisch bewandert ist.

Die Pädagogik des Lehrers muss dem Alter des Schülers angepasst sein. Nicht jeder Klavierlehrer ist in der Lage, jüngere Kinder zu unterrichten.

Es ist wirklich wichtig, dass Dein Kind mit einer seinem Alter geeigneten Lernmethode Klavier lernt, d.h. mit einer, die ihm Spaß macht.

Der Klavierlehrer, für den Du Dich letztendlich entscheidest, kennt vielleicht eine gute Lernmethode.

Oder Du wählst mit Deinem Kind gemeinsam in einem Musikgeschäft eine Methode aus.

Klavierunterricht in der Musikschule

Kleine Konzerte in den Musikschulen geben jungen Musikern einen Motivationsschub. In Musikschulen finden regelmäßig Vortragsabende statt – eine gute Übung für junge Musiker! | Quelle: visualhunt

Die Lehrer an den Musikschulen sind ausgebildete Musiker und sehr kompetent.

In jeder Stadt gibt es eine Reihe von städtischen Musikschulen, in denen auch kleine Kinder unterrichtet werden.

Solche Musikschulen eignen sich ideal für jüngere Kinder, die Klavierunterricht nehmen wollen. Und das Portemonnaie wird dabei nicht allzu sehr belastet.

Jedoch ist die Warteliste vor allem bei Klavierunterricht relativ lang. Es ist also wichtig, sein Kind lange im Voraus anzumelden.

In privaten Musikschulen ist die Wahrscheinlichkeit höher, schneller einen Platz zu bekommen, wenn auch die Preise nicht dieselben sind.

Private Musikschulen bieten Musikunterricht für jedes Alter an, und es besteht auch die Möglichkeit, Instrumente in Gruppen zu erlernen und ab einem bestimmten Niveau in Gruppen zu spielen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Deinem Kind mehrere Möglichkeiten offen stehen, Klavier spielen zu lernen, je nach Alter.

Für Kleinkinder eignet sich die musikalische Früherziehung, für ältere Kinder richtiger Klavierunterricht in Musikschulen oder mit einem privaten Klavierlehrer.

Doch das Wichtigste dabei ist, dass der Musik- bzw. Klavierunterricht Deinem Kind Spaß macht!

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