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Warum und wie sollen Kinder Klavier Spielen Lernen?

Von Christiane, veröffentlicht am 18/07/2018 Blog > Musik > Klavier > Kindern Klavier Spielen beibringen

Deinem Kind Klavierunterricht zu ermöglichen gehört wahrscheinlich zu den besten Taten, die Du während seiner Erziehung vollbringen kannst.

Denn Klavier Spielen bringt viele Vorteile, die das zukünftige gesellschaftliche Leben des Kindes erleichtern, wie wir im Folgenden erläutern werden.

Im Klavierunterricht wird der Verstand gestärkt, und das Kind wird hartnäckiger, kontaktfreudiger, kreativer, feinfühliger und neugieriger.

Je früher das Kind mit dem Klavierspielen beginnt, desto mehr kommen diese Eigenschaften zum Ausdruck.

Wenn es z.B. vor Schulbeginn lernt, Noten zu lesen, lernt es oftmals schneller lesen als seine nicht musizierenden Klassenkameraden.

Das Klavierspielen muss für jeden Anfänger, ob er nun in der Freizeit Klavier spielen oder Profi-Pianist werden möchte, nicht nur Mühe sondern vor allem Spaß bedeuten.

Das Klavierspielen erfordert nicht nur Motivation, sondern auch starken Willen und Ausdauer.

Der Zauber des Klaviers und der Musik im Allgemeinen liegt darin, dass diese Parameter sich selbst tragen und sich mit der musikalischen Praxis verstärken.

Jazz-Klavier, klassisches Klavier, Pop, Rock, Tango… Je nach Stil verändert sich auch der Inhalt des Klavierunterrichts.

Vom privaten Klavierunterricht über Online-Klavierunterricht bis hin zur Musikschule, Klavierunterricht für Kinder ist an vielen Orten möglich.

Vor allem im Zeitalter des Internets ist es einfach, kostenlosen Online-Unterricht zu finden und allein Klavier spielen zu lernen.

Du weißt bestimmt am besten, welche Methode und welcher Stil zu Deinem Kind am besten passen.

Hier die Gründe, warum es nur von Vorteil ist, Dein Kind für den Klavierunterricht anzumelden.

Warum ist Klavierunterricht gut für Kinder?

Wir sagen es noch einmal: Klavierunterricht hat auf Dein Kind positive Auswirkungen und erleichtert seine soziale Integration.

Superprof hat Dir diese Auswirkungen auf den Klavierschüler zusammengestellt:

  • Das Klavier, ein Prestige-Instrument, das zur Sozialisierung beiträgt.

Berühmte Soziologen (darunter E. Durkheim) zeigten schon im 19. Jahrhundert auf, dass die Schule dem Kind ermögliche, eine andere gesellschaftliche Welt als die der Familie kennenzulernen.

So verhält es sich auch mit der Welt der Musik.

Die Musik und das Klavier spielen eine starke soziale Rolle, denn in der musikalischen Früherziehung trifft Dein Kind auf andere Kinder seines Alters und schließt von Anfang an musikalische Kontakte.

Klavier spielen macht sozial. Wer Musik macht, hat ausgeprägte Sozialkompetenzen. | Quelle: unsplash

Mit der Zeit kann es mit anderen Kindern gemeinsam musizieren, entweder in der Musikschule, in einer Gruppe oder im Orchester.

Auch mit seinem Klavierlehrer wird er eine Beziehung haben, die auf Austausch und Vertrauen beruht.

Wenn Dein Kind vor Schuleintritt Musikunterricht bekommt, bildet dieses Lehrer-Schüler-Verhältnis eines der ersten mit einem Erwachsenen außerhalb der Familie.

  • Das Klavier regt die kognitiven und schulischen Fähigkeiten des Kindes an.

Eine wissenschaftliche Studie von F. Rauscher und G. Shaw zeigte auf, dass das Klavierspielen beim Kind zur schnelleren Entwicklung des raum-zeitlichen Denkens beiträgt.

Zudem sind bei Musikern das Gehör und die Motorik weiter entwickelt als bei Nicht-Musikern, da das Hinhören das musikalische Gehör schult und die Koordinierung der Finger auf den Klaviertasten die Bewegung im Raum verfeinert.

Daraus lässt sich ableiten, dass ein Klavierschüler mit höherer Wahrscheinlichkeit bessere schulische Leistungen erbringt als ein nicht-musizierendes Kind.

Zudem gewöhnt Musikunterricht das Kind bereits an Lehrer-Schüler-Beziehungen, an Disziplin, an Arbeit und ans Lernen.

Musiklehre und das Klavierspiel, d.h. das Lesen der Partituren und gleichzeitige Spielen auf den 88 Klaviertasten, spielen darüber hinaus eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Gehirns.

Dieses wird dabei vielseitiger und aufnahmebereiter für Fremdsprachen.

Mit Klavierkenntnissen lernt man auch einfacher andere Instrumente und eignet sich ein globales musikalisches Grundwissen an.

Neben den sozialen und kognitiven Fähigkeiten wirkt sich das Spielen eines Musikinstruments auch in anderen Bereichen positiv auf Dein Kind aus:

  • Klavier hilft dabei, Stress abzubauen. Klavierspielen bereitet dem Kind Spaß und Zufriedenheit und lässt ihn alles Negative vergessen.
  • Klavier steigert das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl des Kindes (wenn es ihm z.B. gelingt, ein Stück zu spielen).
  • Klavier begünstigt die Entwicklung des Teamgeists, die Fähigkeit zuzuhören. Beides wesentliche Eigenschaften für ein Leben in der Gesellschaft.
  • Klavier macht zudem kreativer.

Nun möchtest Du Dein Kind für Klavierunterricht anmelden und fragst Dich, ab welchem Alter das geht?

In welchem Alter kann ein Kind mit Klavierunterricht anfangen?

Wie alt sollte ein Kind für Klavierunterricht sein? Kinder unter drei Jahren können musikalische Früherziehung machen, bevor sie Klavierunterricht nehmen. | Quelle: unsplash

Oft hört man, dass es kein bestimmtes Alter für das Klavier bzw. Keyboard Lernen gibt und dass man sein ganzes Leben lang lernfähig ist.

Jedoch gilt ein Kind unter drei Jahren noch zu jung, um Musikunterricht im eigentlichen Sinne zu nehmen.

In dem Alter ist musikalische Früherziehung am besten geeignet, damit das Kind die Welt der Musik kennenlernt (Rhythmus, Klang usw.).

Sein Gehör wird hier auf spielerische Weise geschult, um in ihm die Lust aufs Musizieren entstehen zu lassen.

Hier entstehen die Wurzeln der Motivation, später ein Instrument zu erlernen.

Ab drei/vier Jahren kann ein Kind im Allgemeinen Klavierunterricht nehmen, natürlich mit einer kindgerechten Lernmethode.

Lobe Dein Kind immer wieder für jeden kleinen Fortschritt am Klavier, finde einen passenden Lehrer, der mit Kindern umgehen kann und eine kindgerechte Klavier-Lernmethode anwendet.

Es gibt zwar kein bestimmtes Alter, in dem man mit dem Klavierspielen beginnen sollte, denn jedes Kind ist unterschiedlich, doch mit sieben Jahren ist die neuronale Plastizität am stärksten.

Da ist das Gehirn wie ein Schwamm und nimmt neue Kenntnisse schneller auf als das eines Erwachsenen.

Sobald Dein Kind in die Grundschule kommt, kann es also Klavierunterricht nehmen.

Erst ab sechs/sieben Jahren kann es die Musiklehre verstehen und richtigen Klavierunterricht nehmen.

Wenn Dein Kind mit der Zeit kein Klavier mehr spielen möchte (was häufig in der Teenager-Zeit eintritt), erkläre ihm, dass das Klavier ein vielseitiges Instrument ist, auf dem man nicht nur klassische Stücke sondern auch Jazz, Pop, Rock und viele andere Stile spielen kann.

Außerdem erhält man im Klavierunterricht die Grundkenntnisse, die fürs Erlernen anderer, „cooler“ Instrumente wie der Gitarre nötig sind.

Letztendlich bildet die Motivation den wesentlichen Faktor beim Klavierspielen und weniger das Alter. Einige große Komponisten und Pianisten begannen mit dem Klavier auch erst später.

Argumente wie steife Finger, Zeitmangel oder Unfähigkeit im Erwachsenenalter bilden also nur Ausreden. Der wahre Grund ist oft das Fehlen an Motivation.

Als Erwachsener ist man mental weiterentwickelter, und auch die Muskulatur ist stärker ausgeprägt als bei Kindern.

Außerdem hat man mehr musikalisches Wissen als ein fünfjähriges Kind und mehr Geld, um sich Klavierunterricht zu leisten!

Klavierunterricht, selbst im Alter von 40 oder 50 Jahren, kann kognitive Krankheiten wie Alzheimer entgegenwirken, da das Gehirn ein flexibler Muskel ist.

Selbst ein älterer Mensch kann Klavier spielen lernen, wenn er nur Lust dazu hat.

Zur gleichen Zeit Klavierunterricht zu nehmen wie seine Tochter oder sein Sohn kann auch ein Mittel sein, seinen Nachwuchs zu motivieren.

Wie bringt man Kinder dazu, Klavierunterricht zu nehmen?

Ohne Freude an der Sache entsteht keine Motivation. Spaß ist die größte Motivation. Auch, wenn es ums Klavierspielen geht. | Quelle: unsplash

Damit Dein Kind von klein auf Lust hat, Klavier zu spielen, spielt ein Faktor die entscheidende Rolle: der Spaß.

Klavier muss ihm Freude bereiten, keinen Zwang.

Wenn der Klavierunterricht in ihm Stress verursacht und ihn unter Druck setzt, ist die Chance gering, dass das Kind den Klavierunterricht bzw. die Musik im Allgemeinen fortsetzen möchte.

Der Klavierunterricht muss für das Kind eine gute Erfahrung sein.

Die Wahl des Lehrers spielt dabei eine wichtige Rolle, denn sein Unterricht muss auf einer unterhaltsamen Pädagogik basieren.

Interessierst Du Dich für privaten Klavierunterricht?

Superprof quillt vor erfahrenen Pianisten über, die nur darauf warten, Dir oder Deinem Kind Klavier beizubringen.

Doch kontaktiere nicht irgendeinen Klavierlehrer. Wenn er Dein Kind unterrichten soll, muss er entsprechende pädagogische Fähigkeiten besitzen und es gewohnt sein, mit Kindern zu arbeiten.

Wählst Du z.B. einen diplomierten Pianisten, der einmal als renommierter Profi-Spieler durch die Welt reisen möchte, sich jedoch nicht aufs Kleinkind-Niveau begeben kann, wird er Deiner Tochter oder Deinem Sohn schnell die Lust am Klavierspielen nehmen.

Wenn Du selbst Amateur- oder Profi-Musiker bist, ist es noch viel einfacher, Dein Kind zu motivieren, da die Musik schon Bestandteil seiner sozialen Welt ist.

Mache mit ihm zu Hause musikalische Früherziehung und zeige ihm schon früh, was es alles für Instrumente gibt.

Auch im Internet finden sich gute Klavier-Lernmethoden, darunter musikalische Früherziehung, Online-Musiklehre, Online-Klavierunterricht usw., wie etwa die Seite music2me.

Hier kann Dein Kind online Klavier spielen lernen, ohne dafür das Haus verlassen zu müssen.

Online-Klavierunterricht basiert zumeist auf einer effektiven, unterhaltsamen, motivierenden und einfachen Lernmethode.

Auch in den deutschen Musikschulen wird bereits Musikunterricht für Kleinkinder angeboten.

Gebe Deinem Kind CDs zu hören, um es mit der Musik vertraut zu machen. Je früher Dein Kind mit Musik in Berührung kommt, desto mehr gehört sie in sein Leben. | Quelle: unsplash

Und wie gesagt kannst Du ansonsten Dein Kind zu Hause musikalisch fördern, indem Du mit ihm einfach Musik hörst.

Dies kann bewirken, dass in Deinem Kind musikalisches Interesse geweckt wird.

Ob Jazz oder klassische Musik, Klavierstücke prägen Dein Kind von klein auf und können in ihm die Lust wecken, auch einmal Klavier zu spielen.

Warum soll man Kindern Klavier Spielen beibringen?

Deine Tochter/Dein Sohn nimmt schon seit einigen Monaten Klavierunterricht, und Du lobst sie/ihn weiter, obwohl Du merkst, dass ihre/seine Fortschritte sich in Grenzen halten?

Wie erreicht man es, dass ein Kind für seinen Klavierunterricht zu Hause übt?

Wie zieht es den richtigen Nutzen aus dem Klavierstunden, die Du bezahlst?

Im privaten Klavierunterricht leitet der Lehrer seinen Schüler in allen Bereichen des Klavierspielens an:

  • Körperhaltung,
  • Musiklehre,
  • Üben von Musikstücken,
  • Verbindung von Klavierakkorden oder Arpeggios,
  • Interpretation und Nuancen,
  • Progressiver Schwierigkeitsgrad…

Dabei schaut der Klavierlehrer seinem Schüler nicht ständig auf die Finger sondern hat lediglich die Rolle eines Begleiters.

Oft sitzt der Schüler nämlich allein am Klavier und muss mit seinen Schwierigkeiten allein zurechtkommen.

Damit ein Kind Klavier spielen lernt, muss es vor allem regelmäßig spielen und auch akzeptieren, dass das Klavierspielen mit Arbeit verbunden ist.

Besser ist es, jeden Tag nur 20 Minuten zu spielen als zwei Stunden direkt vor dem Klavierunterricht.

Schließlich muss das Gehirn das Gelernte verarbeiten und Neues immer wieder wiederholen, und das geht am besten durch regelmäßiges Üben.

Übung macht den Meister. Jeder Pianist fängt mal klein an. Mit regelmäßigem Üben macht man schnell Fortschritte. | Quelle: pixabay

Ein Tipp: Erstellt einen Übungsplan!

  • Passe die Häufigkeit des Übens an das Alter des Kindes an (zwei Stunden pro Tag sind für einen Vierjährigen zu lang).
  • Der Klavierschüler darf sich nur auf das Klavierspielen konzentrieren und muss des Rest ausblenden.
  • Er darf nicht den Kopf hängen lassen, wenn ein Stück zu schwierig scheint.
  • Optimistisch sein, dass er es schafft!
  • Das Feingefühl trainieren für ein ausdrucksvolles Klavierspiel.

Wie spielt man zu Hause Klavier?

Das werden Dir alle Klavierlehrer sagen: Klavierunterricht allein reicht nicht, um am Ende Klavier spielen zu können.

Wenn man Musiker bzw. Pianist werden will, muss man sich persönlich mit einbringen und auch außerhalb des Unterrichts arbeiten.

Das ist umso leichter, wenn man sein Instrument leidenschaftlich gern spielt.

30 Minuten am Tag können reichen, wenn man sich dabei 100%ig konzentriert.

Deswegen kann es sich als nützlich erweisen, den Klavierlehrer um einen Übungsplan zu bitten, in dem steht…

  • … welche Stücke man wiederholen muss,
  • … an welchen Tagen man üben muss,
  • … welche Technik man wiederholen sollte usw.

So weiß man, wie und wie lange man jede Woche zu Hause Klavier spielen muss.

Um regelmäßige Fortschritte zu machen, muss man sich die richtigen Fragen stellen: Wo habe ich meine Probleme?

Muss ich mich nur auf meine Hände konzentrieren oder kann ich auch versuchen, nicht auf sie zu achten?

Wie kann ich mich besser konzentrieren? Wie kann ich geduldig bleiben?

Um diese Fragen beantworten zu können, muss man zunächst einmal den richtigen Lehrer finden, der einen weiterbringt und mit dem man sich gut versteht.

So steigt die Motivation, zu Hause Klavier zu üben!

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