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Ab welchem Alter kann man mit dem Klavier Spielen beginnen?

Superprof Blog DE > Musik > Klavier > Welches ist das perfekte Alter zum Klavier Lernen?

Die Antwort scheint banal, und dennoch stimmt sie: Es gibt kein richtiges Alter, um Klavier spielen zu lernen.

Es gibt talentierte Pianisten, die das Klavierspielen erst im Erwachsenenalter begannen, manche sogar erst im Rentenalter.

Andere begannen bereits als Kind Klavier Spielen.

Ob man nun im Alter von fünf oder 50 Jahren Klavier spielen lernt: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Motivation.

Als Kind Klavier Spielen Lernen

Es gibt kein Mindestalter, um mit dem Klavierspielen zu beginnen.

Einige Kinder beginnen mit drei oder vier Jahren, Klavier zu spielen, so auch die meisten großen Komponisten.

Allgemein wird die Meinung vertreten, dass es nichts bringt, vor dem Alter von dreieinhalb Jahren Klavier spielen zu lernen, denn davor ist das Kind noch zu jung, um sich auf das relativ komplexe Klavierspiel einzulassen.

Der Klavierunterricht mit kleinen Kindern unterscheidet sich maßgeblich vom Klavierunterricht mit Jugendlichen oder Erwachsenen.

Bei Kleinkindern handelt es sich dabei um musikalische Früherziehung, mit der das Kind in die Welt der Musik eingeführt wird und Rhythmen und Melodien kennenlernt.

Das Leitwort bildet hier der Spaß.

Das Klavierspielen im Kleinkindalter muss als spielerische Aktivität angesehen werden, die in die Musik einführt.

Große Komponisten begannen meist recht früh mit dem Klavierspielen. Früh übt sich, wer einmal ein Meister am Piano sein will… | Quelle: visualhunt

Das Klavierlernen fällt bei einem Kind nicht auf fruchtbaren Boden, wenn man es von Anfang an unter Druck setzt und zu ehrgeizig mit ihm ist.

Es wird abschalten und sich weigern, weiter Klavierunterricht zu nehmen.

Ein Kind zum Klavierspielen zu zwingen bewirkt keine Fortschritte, eher das Gegenteil.

Damit verleidest Du ihm das Klavierspielen.

Wenn ein Kind keine Freude am Klavierspielen hat sondern es als Qual empfindet, wird es nicht die Motivation aufbringen können, Fortschritte zu machen und das Klavier Üben zu Hause durchzuziehen.

Kinder, wie jeder andere Mensch auch, werden von der Motivation angetrieben.

Ohne Motivation sind keine Fortschritte möglich.

Und um motiviert zu sein, muss man Spaß haben.

Der Spaß bildet bei Kindern den größten Motivationsschub.

Wichtig: Spielerisch muss nicht gleich nutzlos bedeuten.

Auch und vor allem im Spiel trainiert sich das Kind sein musikalisches Gehör an und erhält einen Sinn für Musik und eine Beziehung zum Klavier, die ihm noch später von Nutzen sein werden, wenn sich die musikalische Früherziehung in richtigen Klavierunterricht verwandelt.

Dabei macht das Kind am Anfang natürlich nur wenige pianistische Fortschritte, aber das ist auch nicht das, was zählt.

Das Wichtigste ist die spielerische Einführung in die Musik und der daraus resultierende Spaß.

Ohne Freude keine Fortschritte. Klavier spielen muss in erster Linie Spaß machen. | Quelle: visualhunt

Ein Ratschlag: Wenn Du Deinem Kleinkind Lust aufs Klavierspielen geben möchtest, dann präsentiere es eher als Belohnung oder Glück („Wenn Du artig bist, darfst Du Klavier spielen.“).

Die Eltern und die Umgebung des Kindes müssen bewirken, dass es das Klavier als solches anerkennt, dass es sich für glücklich halten kann, Klavier spielen zu dürfen.

Hier einige Ratschläge, wie Du Kinder unter sechs Jahren für das Klavierspielen motivierst:

  • Ermutige es und lobe es regelmäßig, wenn es Fortschritte macht, auch wenn diese nicht grandios scheinen!
  • Wähle einen pädagogischen und geduldigen Klavierlehrer, der sich an das Alter des Kindes anpasst und auch humorvoll ist. Je spielerischer der Klavierunterricht abläuft, desto arbeitsamer wird das Kind beim Klavierlernen.
  • Wähle eine an Kleinkinder angepasste Lernmethode, d.h. eine einfache, spielerische Methode, die Farben, Bilder, kleine Geschichten und musikalische Spielchen miteinbringt. Du kannst die Methode auch in einem Partiturengeschäft mit Deinem Kind zusammen auswählen.

Vergesse nicht, dass das Klavierspielen gut für Kinder ist!

Als Jugendlicher Klavier spielen lernen

Wie schon oben erwähnt, gibt es kein Alter, um mit dem Klavierspielen zu beginnen.

Während man bereits sehr früh, ab drei Jahren, beginnen kann, ist es natürlich auch möglich, als Jugendlicher (zwischen 12 und 18 Jahren) Klavier spielen zu lernen.

Auf klaviertechnischer Ebene lernt man als Jugendlicher schneller, da die Muskulatur der Finger bereits ausgebildet ist und die intellektuellen Fähigkeiten weiter entwickelt sind.

Je höher die Motivation, desto schneller lernt man Klavier spielen. Vor allem als Teenager lernt man das Klavierspielen schnell! | Quelle: visualhunt

Auch in diesem Alter ist die Wahl des Klavierlehrers sehr wichtig.

Bei schlechten Lehrern kann es durchaus vorkommen, dass der Schüler vom Klavierspielen abkommt und beginnt, es zu hassen.

Bei einem guten Klavierlehrer steigt hingegen die Lust am Klavierspielen.

Die menschliche Beziehung zwischen dem Lehrer und dem Jugendlichen ist entscheidend.

Ein guter Klavierlehrer passt sich an den Musikgeschmack des Schülers an.

Das Klavier ist nicht nur ein klassisches Instrument, sondern kann durchaus auch anderen Musikstilen dienen!

So bekommt der Jugendliche mehr Lust, Klavier zu spielen.

Er kann z.B. Musik von Videospielen oder Filmmusik spielen.

Das Klavier eignet sich für alle Musikrichtungen, im Gegensatz zu anderen Instrumenten (wie der Geige z.B.).

Wenn einem also der Klavierlehrer nicht liegt, wechsle ihn schnell, denn der Antrieb, um Fortschritte im Klavierspielen zu machen, ist schließlich die Motivation.

Und das von klein auf.

Und bei Jugendlichen spielen beim Klavierlernen zwei Quellen der Motivation eine große Rolle:

  • Ihm muss ein gutes Image des Klaviers und seiner Vielfältigkeit vermittelt werden, damit er das Instrument lieben lernt.
  • Er muss den richtigen Privatlehrer finden.

Klavier Lernen für Erwachsene

Nicht wenige Erwachsene weigern sich, mit dem Klavierspielen zu beginnen, da sie sich dazu nicht in der Lage fühlen.

Die Vorstellung, dass man als Erwachsener nicht mehr das Klavierspielen erlernen kann, ist weit verbreitet.

Ein Vorurteil.

Doch wie in jedem Vorurteil verbirgt sich auch in diesem ein kleiner Wahrheitsanteil.

Je jünger man ist, desto lernfähiger ist man natürlich. Kinder lernen z.B. Sprachen schneller als Erwachsene.

Doch das gilt nicht unbedingt fürs Klavierspielen, das man als junger Erwachsener einfacher erlernt als im Kleinkindalter.

Es wird also niemand daran gehindert, im Alter von 30, 40 oder 60 Jahren mit dem Klavierspielen anzufangen.

Einige talentierte Pianisten begannen auch erst ziemlich spät, Klavier zu spielen.

Dass die Finger im Alter steifer werden, ist kein überzeugendes Argument.

Es gibt schließlich Übungen, um sie zu lockern.

Ein Kind hat im Gegensatz zum Erwachsenen noch keine ausgeformten Finger, vor allem auf muskulärer Ebene.

Mit Klavierübungen verstärken sich seine Finger.

Bei Kindern ist der Kraftaufwand der Finger mindestens genauso groß wie bei Erwachsenen.

Steife Finger bilden also keinen Hinderungsgrund fürs Klavierspielen.

In Wirklichkeit erschweren folgende zwei Faktoren Erwachsenen das Klavierspielen: 1. die Motivation, und 2. der Zeitmangel.

Als Erwachsener fliegt die Zeit nur so davon! Als Erwachsener fragt man sich oft, wo die Zeit bleibt. | Quelle: visualhunt

Zur Motivation: Wir haben schon erwähnt, wie wichtig sie ist, um Klavier spielen zu lernen und Fortschritte zu machen.

Es ist jedoch die Motivation, die Erwachsenen oft fehlt.

Im Gegensatz zu Kindern wissen Erwachsene, dass man hart arbeiten muss, um sein Ziel zu erreichen, in dem Fall um gut Klavier zu spielen.

Die Aussicht auf eine langwierige, regelmäßige und anstrengende Arbeit entmutigt viele.

Ein schlagkräftiges Argument, dass die Motivation wieder antreibt, lautet jedoch: Ein motivierter Erwachsener hat eine viele höhere Lernfähigkeit als ein Kind!

Wenn die Motivation da ist, kann er durchaus rasend schnell Fortschritte machen.

Es ist nie zu spät, um Klavier spielen zu lernen

Zum Zeitmangel: Der Großteil aller Erwachsenen hat einen Beruf und muss sich parallel dazu um die Kinder, die Beziehung usw. kümmern.

Wie soll man da die Zeit finden, um Klavier zu spielen?

Zumal man regelmäßig üben muss, um Fortschritte zu machen.

Der Zeitmangel bildet also einen Hinderungsgrund, den man jedoch überwinden muss.

Überlege, wo Du Zeit einsparen kannst.

Wie wäre es z.B. mit weniger fernsehen? Im Durchschnitt schaut der Deutsche über drei Stunden am Tag fern.

Diese Zeit kann auch anders genutzt werden!

Jeder kann sich Zeit freischaufeln (außer in Sonderfällen).

Zeitmangel ist letztendlich eine Ausrede, mehr nicht.

Überdenke noch einmal Deinen Zeitplan und schaue, ob Du nicht, wenn es nicht täglich geht, wenigstens alle drei Tage eine Stunde für das Klavierspielen einplanen kannst.

Das klappt bestimmt!

Wie Du siehst, gibt es kein Alter, um Klavier spielen zu lernen, auch wenn jedes Alter seine Einschränkungen besitzt.

Solange Du motiviert bist, ist alles möglich, auch Dein Traum vom Klavierspielen!

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