Das Klavier gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Instrumenten an deutschen Musikschulen. Es ist äußerst vielseitig und kommt in verschiedensten Musikstilen zum Einsatz. Außerdem eignet es sich hervorragend, um die Musiktheorie in ihrer praktischen Anwendung zu verstehen, was auch die Tür zu anderen Musikinstrumenten eröffnen kann.

Es gibt also viele gute Gründe mit dem Klavierspielen zu beginnen. Aber gibt es dafür ein richtiges Alter? Muss man möglichst früh anfangen, um es auch wirklich zu erlernen oder ist ein späterer Einstieg sinnvoller?

In diesem Artikel beantworten wir diese Fragen und geben Dir Ratschläge rund um das Thema „Klavier lernen für Kinder“. Du erfährst, worauf bei der Wahl von Klavierlehrer*innen zu achten ist, welche Lernmethoden zum Einsatz kommen, ob ein eigenes Klavier notwendig ist und wie Du Deinen Nachwuchs zum Klavierüben motivieren kannst.

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Und los geht's

Ab welchem Alter kann man mit dem Klavier Spielen beginnen?

Die Antwort scheint banal, und dennoch stimmt sie: Es gibt nicht ein richtiges Alter, um Klavier spielen zu lernen.

Während Einige bereits in frühen Jahren Klavierunterricht besuchen, erwacht bei Anderen das Interesse und die Leidenschaft für das Piano erst im Erwachsenenalter. Ob man nun im Alter von fünf oder 50 Jahren Klavier spielen lernt: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Motivation.

Der Wunsch Klavier spielen zu lernen ist also die wichtigste Voraussetzung. Damit die Freude am Klavierspiel lange erhalten bleibt, gilt es zu berücksichtigen, dass Menschen unterschiedlich lernen. Das kann einerseits eine Frage des Alters sein, andererseits hat es auch viel mit der Persönlichkeit zu tun.

Dementsprechend sollte auch der Klavierkurs (wie z.B. Klavierunterricht Bonn) auf das Alter, die Vorerfahrung und die Lernweise der Schüler*innen ausgelegt sein. Worauf es beim Instrumentalunterricht bei Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Altersgruppen ankommt, erfährts Du in den folgenden Abschnitten.

Klavierunterricht für Vorschulkinder

Einige Kinder beginnen mit drei oder vier Jahren Klavier zu spielen; dazu gehörten auch viele der bekanntesten Virtuos*innen. Es ist ein leider immer noch viel zu gängiges Klischee, dass man nur ein*e hervorragende*r Pianist*in werden kann, wenn man bereits als Kleinkind viele Stunden geübt hat.

In der Realität sieht es aber ganz anders aus. Viele Klavierlehrer*innen raten vor einem zu frühen Einstieg ab, da Vorschulkinder noch nicht so weit seien, sich auf das relativ komplexe Klavierspiel einzulassen.

Was stimmt den nun?

Diese Frage lässt sich leider nicht so einfach beantworten, da verschiedene Faktoren eine Rolle spielen.

Zuallererst kommt es auf das Kind selbst an. Wenn es wiederholt und aus eigenen Stücken den Wunsch äußert Klavier spielen lernen zu wollen, kann man ihm diesen Wunsch durchaus ermöglichen. Wichtig ist aber, dass man es jederzeit Kind sein lässt. Das heißt: das Klavierüben sollte spielerisch ablaufen und auch mal ausgelassen werden dürfen. Wenn es zur lästigen Pflicht wird, schwindet die Motivation sehr schnell.

Außerdem sollte die Lehrmethode auf das Entwicklungsstadium des Kindes abgestimmt sein. Da sich Kinder sehr unterschiedlich entwickeln, ist es schwierig eine Aussage darüber zu treffen, in welchem Alter welche Herangehensweise die Beste ist. Bei einigen ist die Koordination der Hände schon früh gut ausgebildet, bei anderen dauert es etwas länger. Manche freuen sich darüber, verschiedene Klänge auszuprobieren, während andere sich mehr für die Rhythmik interessieren.

Der Klavierunterricht sollte den*die Schüler*in da abholen, wo es gerade steht Du ihm erlauben, seine Stärken und Interessen auszuleben und auszubauen. Im Laufe der Zeit wird es neue Fähigkeiten ausbilden, die dann in das Lernen einfließen werden.

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In der musikalischen Früherziehung wird auch getanzt und gesungen.
Musikunterricht für die Kleinsten bezieht alle Sinne mit ein. | Quelle: Katherine Hanlon via Unsplash

Ein großer Vorteil, den kleine Kinder gegenüber Jugendlichen und Erwachsenen haben, ist ihre oft furchtlose Neugier. Sie lernen in erster Linie durch Beobachten und Imitieren; probieren alles aus, was sie können möchten und haben keine Angst vor dem Scheitern, sondern freuen sich über jeden noch so kleinen Erfolg.

Diese frühkindlichen Eigenschaften können im Musikunterricht von großem Nutzen sein, denn der häufigste Stolperstein für Jugendliche und Erwachsene sind ihre Selbstzweifel. Viele sind sehr schnell frustriert, wenn es noch nicht so klingt, wie es sich vorstellen und werfen das Handtuch, bevor sie richtig angefangen haben zu lernen.

Kinder die bereits in sehr jungem Alter mit Musik, oder konkret dem Klavier, in Kontakt waren, bringen bereits musikalische Vorerfahrung mit, wenn die kritische Selbstreflexion einsetzt.

Diese Erfahrungen müssen aber nicht unbedingt im Klavierunterricht gesammelt werden. Viele Musikschulen bieten für Vorschulkinder eine musikalische Früherziehung an. Hier werden die Kleinen spielerisch an die Musik und ihre Facetten herangeführt. Im Vordergrund stehen Spaß und das Entdecken.

In der musikalischen Früherziehung können bereits verschiedene Instrumente ausprobiert werden. Es werden Rhythmen geklopft und erste Melodien gespielt, getanzt und gesungen. Dabei wird auch das musikalische Gehör ausgebildet, das später im Klavierunterricht von großem Nutzen sein wird.

Für Kinder, die für richtigen Klavierunterricht noch nicht bereit sind, ist die musikalische Früherziehung eine ideale Beschäftigung, um sich der Musik anzunähern und die Wartezeit auf den Instrumentalunterricht zu verkürzen.

Klavier lernen für Schulkinder

Die größte Gruppe unter den Klavieranfänger*innen in Musikschulen und bei Privatlehrer*innen sind die Schulkinder zwischen 7 und 12 Jahren. Dementsprechend sind auch die meisten Klavierlehrer*innen auf diese Altersgruppe spezialisiert und es gibt das meiste und vielseitigste Unterrichtsmaterial.

Klavierunterricht für Schulkinder ist bereits etwas anspruchsvoller.
Schulkinder haben eine längere Aufmerksamkeitsspanne und eine bessere Koordinatisonfähigkeit als Kleinkinder. | Quelle: Matese Fields via Unsplash

Mit Kindern, die bereits zur Schule gehen, kann man ganz anders arbeiten als mit Vorschulkindern. Sie haben eine längere Konzentrationsspanne, sind es sich gewohnt zuzuhören und Anweisungen zu befolgen und haben bereits ein besseres Gefühl für logische Zusammenhänge.

Dadurch können sie bereits von der ersten Stunde an, anfangen Noten lesen zu lernen. Dies geschieht Hand in Hand mit dem Kennenlernen des Instruments und geschieht in der Regel ohne große theoretische Erklärungen.

Zudem sind Schulkinder bereits mit der Idee von Hausaugaben vertraut und werden nicht überrascht sein, dass sie sich zu Hause auf die nächste Unterrichtseinheit vorbereiten sollen.

Auch in diesem Alter soll der Spaß am Klavierspielen an erster Stelle stehen. Jedoch kann man von Kindern ab sieben Jahren bereits erwarten, dass sie gezielt üben, auch wenn ihnen eine neue Übung erstmal Schwierigkeiten bereitet. Wichtig ist auch hier, dass man keinen Druck ausübt, sondern unterstützend zur Seite steht, wenn die Motivation einmal fehlen sollte.

So Jugendliche lernen Klavier spielen

Je älter die Klavierschüler*innen werden, umso mehr Theorie kann in den Unterricht integriert werden. Gleichzeitig kann auch der Anspruch an das eigenständige Üben erhöht werden. Natürlich ist dabei immer der individuelle Entwicklungsstand der einzelnen Schüler*innen zu beachten.

Auch im Teenageralter soll das Klavierspielen Freizeitvergnügen und keine lästige Pflicht sein. Kinder die bereits früh mit dem Instrumentalunterricht angefangen haben, haben in dieser Hinsicht unter Umständen bereits die Erfahrung gemacht, wie positiv sich regelmäßiges Klavierüben auswirkt.

Jugendlichen Anfänger*innen gilt es dies so schnell wie möglich zu vermitteln. Zu Beginn ist die Motivation besonders groß. Das ist der ideale Moment, um das richtige Üben zu erlernen und motivierende Erlebnisse zu sammeln.

Klavierunterricht für Jugendliche kann sehr ähnlich gestaltet werden, wie der von jüngeren Schulkindern, oder aber wie Unterricht für Erwachsene, je nach Einstiegsalter, Vorerfahrung und Reifegrad. Der Hauptunterschied liegt darin, auf welche Art und Weise die Unterrichtsinhalte vermittelt werden.

Obwohl es schwierig ist, pauschal gültige Aussagen zu treffen, lässt sich dennoch beobachten, dass Jugendliche und Erwachsene häufig mehr Erklärungen wünschen und weniger probierfreudig sind, als Kinder. Dem sollte im Unterricht Rechnung getragen werden.

Jugendliche sind in der Regel schon sehr gut in der Lage, sich selbst kritisch zu beobachten. Das hat einerseits den Vorteil, dass sie sich beim Üben selbst korrigieren und verbessern können. Andererseits kann das aber auch zu Hemmungen führen, die es zu überwinden gilt. Klavierspielen lernt man nur in dem man es tut. Und dazu gehören auch falsche Töne und unpräzise Rhythmen.

Für Teenager ist es außerdem sehr wichtig, dass ihr persönlicher Musikgeschmack berücksichtigt wird. An Kinderliedern werden sie wohl nicht mehr so viel Freude haben. So können beispielsweise neben technischen Übungen Popsongs, Filmsoundtracks oder Musik aus Videospielen nachgespielt werden.

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Einen Klavierlehrer für Kinder finden

Klavierlehrer und Schüler sollten sich miteinander wohlfühlen.
Wenn die Chemie zwischen Lehrer*in und Schüler*in stimmt, macht der Unterricht gleich viel mehr Spaß. | Quelle: Alena Darmel via Pexels

Egal wie alt ein Kind ist, wenn mit dem Klavier spielen anfängt, die Wahl der passenden Lehrkraft ist mitausschlaggebend für erfolgreiche Klavierstunden. Achte bei der Suche darauf, dass die Lehrperson überhaupt Unterricht für die Altersgruppe Deines Kindes anbietet. Bei Vorschulkindern lohnt es sich, gezielt nach Klavierlehrer*innen zu suchen, die nach speziellen Methoden unterrichten.

In einer Probestunde können sich Schüler*in und Lehrer*in erstmal kennenlernen und besprechen, wie der Unterricht ablaufen wird. Je jünger das Kind ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Eltern oder zumindest ein Elternteil bei diesem ersten Treffen die ganze Zeit dabei ist. Gib aber auch Deinem Kind, die Möglichkeit selbst Fragen zu stellen oder zu beantworten.

Höre danach auf die Meinung und das Bauchgefühl Deines Kindes. Die bestausgebildete Lehrkraft wird ihm nicht viel beibringen können, wenn es sich nicht wohlfühlt. Es ist ganz normal, dass uns nicht alle Menschen gleich sympathisch sind; und auch, dass Kinder das nicht immer gleich empfinden wie ihre Eltern.

Ob Lehrer*in und Schüler*in wirklich zueinander passen, zeigt sich nicht immer gleich nach dem ersten Eindruck. Beobachte die Situation weiterhin und versuche sie vorurteilsfrei einzuschätzen. Ein Beklagen darüber, dass ein*e Klavierlehrer*in streng ist und man manche Übungen immer und wieder wiederholen muss, ist kein Drama. Auch das gehört zu Instrumentalunterricht dazu.

Sollte das Kind jedoch nach und nach die Lust am Klavierunterricht verlieren, obwohl es eigentlich gerne spielt, oder sich sehr konkret darüber beschwert, dass es einfach nicht versteht, was ihm erklärt wird, kannst Du das Gespräch mit der Lehrkraft suchen und versuchen, den Problemen auf den Grund zu gehen. In vielen Fällen kann das schon weiterhelfen, sodass kein Lehrerwechsel notwendig ist.

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Ein Klavier mieten oder kaufen

In der ersten Zeit, in der es ums Ausprobieren geht, ob Klavierunterricht auch wirklich das Richtige ist, kann ein kleines, einfaches Keyboard schon ausreichen. Es erlaubt dem Kind zu verstehen, wie die Tasten angeordnet sind und sich mit den ersten Harmonien vertraut zu machen.

Um richtig Klavier spielen zu lernen, wird das aber irgendwann nicht mehr ausreichen. Dann muss ein Klavier oder Digitalpiano her. Der entscheidende Punkt ist, dass es sich bei einem Keyboard um ein anderes Instrument handelt, als beim Klavier (akustisch oder E-Piano). Es bietet durch die verschiedenen Samples und Einstellungen andere Möglichkeiten, bietet aber nie denselben Klang und Spielgefühl wie ein Piano.

Bei einem Klavier sind die Tasten anschlagsdynamisch und gewichtet. Das bedeutet, dass beim Drücken ein Widerstand überwunden werden muss und je nach Anschlagsstärke unterschiedliche Klänge erzeugt werden können. Über diese Eigenschaften verfügt ein Keyboard nicht. Zudem kommen beim Klavierspielen Pedale zum Einsatz, mit denen die Klangeigenschaften verändert werden können.

Bei allen besseren Digitalpianos wird dies berücksichtigt. Obwohl sie klanglich nie ganz an ein akustisches Klavier oder sogar einen Flügel herankommen, sind sie oft eine sehr gute, kostengünstigere Alternative. Achte bei der Wahl darauf, dass die Tasten gewichtet sind und die Klangqualität gut ist. Je älter die Kinder werden, umso mehr achten sie auf den Sound. Ein schlecht klingendes E-Piano kann schnell demotivierend wirken.

Wer nicht auf einen Schlag so viel Geld ausgeben kann oder möchte, hat die Möglichkeit, ein Instrument zu mieten. Viele Musikschulen besitzen Mietinstrumente oder stehen in Verbindung mit einem lokalen Musikgeschäft, bei dem Klaviere zu guten Konditionen gemietet werden können.

Zu guter Letzt gibt es auch die Möglichkeit des Mietkaufs. Du bezahlst, meist über einige Jahre hinweg, das Klavier in monatlichen Raten ab, kannst es aber in dieser Zeit bereits ganz normal nutzen.

Zum Klavier lernen braucht man ein eigenes Klavier.
Wer Klavier lernt, braucht auch zu Hause ein geeignetes Instrument. | Quelle: Anthony Ortiz via Unsplash

Die besten Klavierschulen für Kinder

In der Regel wählen die Lehrkräfte Unterrichtsmaterial aus, mit dem sie bereits vertraut sind und gute Erfahrungen gemacht haben. Du kannst ihnen dabei voll und ganz vertrauen. Wenn Du Dich trotzdem schon etwas schlau machen möchtest, welche Bücher und Methoden für Kinder geeignet sind, haben wir Dir hier eine kleine Auswahl zusammengestellt.

Die Suzuki-Methode für Klavier

Diese spezielle Lehrmethode wurde ursprünglich für die Violine entwickelt. Mittlerweile haben verschiedene Musikpädagog*innen sie auf verschiedene Instrumente übertragen. Die Suzuki-Methode ist insbesondere auf kleine Kinder ab 4 Jahren ausgerichtet. Sie macht sich den natürlichen Entdeckungs- und Imitationstrieb von Kindern zu Nutze.

Die Kleinen erlernen das Klavierspielen intuitiv, indem sie beobachten und nachmachen. Sie können so das Instrument selbstständig und frei von Erwartungen entdecken. Durch das Nachspielen ohne Noten wird das Gehör von Anfang an geschult.

Wenn Du Dich für diese Methode interessierst, kannst Du Dich gezielt nach Klavierlehrer*innen umsehen, die eine spezielle Ausbildung darin absolviert haben. Sie werden Dir dann genau erklären, wie es funktioniert und wie Du Dein Kind am besten unterstützen und begleiten kannst.

Circus Pianissimo (Valenthin Engel; Verlag: Artist Ahead)

In diesem Buch werden Kinder ab 4 Jahren spielerisch an das Klavierspiel herangeführt. Von der ersten Lektion an werden einfache Kinderlieder gelernt und die Notenschrift stark vereinfacht eigeführt. Nach und nach wird den jungen Klavierschüler*innen behutsam das Noten lesen beigebracht und das Repertoire um klassische Melodien und einfache Blues und Boogie Stücke erweitert.

Klavierspiel & Spaß (Pernille Holm Kofod; Verlag: Edition Doremi)

Die Bücher von Klavierspiel & Spaß können der ganzen Familie eine Freude bereiten. Dieses Lehrwerk wird selten im Unterricht eingesetzt, eignet sich aber hervorragend, das Klavierspielen gemeinsam zu entdecken. Du brauchst selbst keine musikalische Vorerfahrung, um beim Lernen und Entdecken zu helfen.

Anstatt richtige Musiknoten sind kleine, ansprechende Bildchen auf die Linien gezeichnet. Mit Hilfe einer Schablone können diese auf die Klaviertasten übertragen werden. So könnt ihr ganz einfach die richtigen Töne finden. Ergänzend gibt es sehr klare, leicht verständliche Spielanweisungen, damit die ersten grundlegenden Techniken des Klavierspiels zu entdecken. Die Klavierspiel & Spaß Bücher richten sich an Kinder zwischen 4 und 9 Jahren.

Piano Junior (Hans-Günter Heumann; Verlag: Schott)

Mit der recht neuen und äußerst kreativen Klavierschule Piano Junior lernen Kinder ab 6 Jahren begleitet von liebevoll gezeichneten Figuren Klavier spielen. Die Bände sind sehr abwechslungsreich gestaltet und vermitteln in kleinen Häppchen alle Grundkenntnisse des Klavierspiels. Ergänzend zu den Lehrbüchern gibt es eine Website, auf der Video-Tutorials, Hörbeispiele und Rhythmusübungen gratis zur Verfügung gestellt werden.

Meine erste Klavierschule (Jens Rupp; Verlag: Artist Ahead)

Ein modernes, leicht verständliches Lehrwerk für Anfänger*innen ab 8 Jahren, Jugendliche und Erwachsene ist Meine erste Klavierschule. Die sinnvoll aufeinander aufbauenden Lektionen fordern die Schüler*innen, ohne sie zu überfordern.

In der ersten Hälfte lernt man vor allem berühmte klassische Melodien spielen. Später kommen in dem Band modernere Stücke aus Rock und Blues dazu.

Europäische Klavierschule 1 (Fritz Emonts; Verlag: Schott)

Die Europäische Klavierschule ist eines der beliebtesten Bücher im Klavierunterricht. Sie kommt ohne musiktheoretische Erklärungen aus und führt Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch Anregung zum Ausprobieren und Entdecken an das Klavierspiel herangeführt werden. Obwohl auch hier mit Noten gearbeitet wird, soll die Europäische Klavierschule von Beginn an auch zum freien Spiel ermutigen.

Wie kann man Kinder zum Klavierüben motivieren?

Egal wann man mit dem Klavierspielen anfängt, ohne Üben geht es nicht. Nur wer sich regelmäßig an die Tasten setzt, kann Bewegungsabläufe verinnerlichen, sein Gehör schulen und die Fingerfertigkeit verbessern.

Gerade am Anfang ist es wichtig, dass keine allzu langen Einheiten erwartet werden. Es ist immer sinnvoller in mehren kurzen Abschnitten zu üben, als nur ein bis zweimal pro Woche ganz lange zu spielen. Zunächst reichen täglich 10 bis 15 Minuten konzentriertes Üben aus. Wenn Dein Kind gerne länger spielen möchte, darfst Du es natürlich lassen. Du kannst aber beispielsweise auch vorschlagen, dass es sich zwei Mal pro Tag ans Klavier setzt.

Wie lange sollten Kinder Klavier üben?
Mit einem Übungsplan könnt ihr Übezeiten und Ziele festlegen. | Quelle: Clark Young via Unsplash

Beim Klavierüben ist es wichtig, dass nicht nur wahllos herumgeklimpert wird, sondern die aufgegebenen Übungen sorgfältig absolviert werden. Das bedeutet auch, dass sie mehrmals hintereinander gespielt werden sollten. Zunächst in etwas langsamerem Tempo, wenn das gut funktioniert etwas schneller.

Erwarte nicht zu viel, steh nicht daneben und vor allem: kommentiere nicht jeden falschen Ton. Klavier spielen lernen ist ein Prozess, bei dem man auch lernt, sich selbst zu beobachten. Jedes Kind braucht dafür unterschiedlich viel Zeit. Sei geduldig und gib Deinem Kind die Möglichkeit das eigenständige Üben zu erlernen.

Lobe auch die kleinsten Fortschritte. Das fördert sowohl die Motivation als auch das Selbstbewusstsein. Beides ist beim Klavier lernen mehr als hilfreich. Vergiss nicht, dass das Klavierspielen gut für Kinder ist! Umso wichtiger ist es, dass sie auch wirklich Spaß daran haben und kein Druck ausgeübt wird.

Es ist ganz normal, dass die anfängliche Begeisterung irgendwann etwas nachlässt. Anstatt einen Streit anzufangen oder das Üben zu befehlen, kannst Du Anreize schaffen. Das funktioniert zum Beispiel über ein Belohnungssystem. Vereinbare mit Deinem Kind, was es im Gegenzug zu einer verabredeten Anzahl von konzentrierten Übungseinheiten erhält (mehr Handy- oder Fernsehzeit, ein gemeinsamer Ausflug am Monatsende etc.) und halte Dich daran.

Einen Motivationsschub kann man auch durch ein konkretes Ziel erhalten. Dies kann der nächste Geburtstag der Oma sein, bei dem ein Stück vorgespielt werden soll oder eine Vortragsübung in der Musikschule.

Hilf Deinen Kindern auch dabei, das Musizieren in den Alltag zu integrieren. Ihr könnt Euch auf eine bestimmte Zeit im Tagesablauf einigen, zu der geübt wird. Das ist im besten Fall nicht direkt nach der Schule oder den Hausaufgaben, sondern erst nach einer kurzen Pause. Dann wird die Konzentrationsfähigkeit wieder etwas besser sein.

Jugendlichen ist meistens der Austausch mit Gleichaltrigen sehr wichtig. Bevor das Interesse am Klavierspielen ganz hinter den Treffen mit Freund*innen zurückstehen muss, kannst Du zum Mitspielen in einer Schülerband oder der Teilnahme an einem Musik-Workshop für Jugendliche anregen.

Eine weitere Taktik Kinder und Jugendliche jeglichen Alters zum Üben zu motivieren, sind Apps zum Klavier spielen lernen. Diese basieren auf denselben Konzepten wie online Spiele. Sie geben eine sofortige Rückmeldung, vergeben Punkte und sind sehr ansprechend gestaltet. So fordern dazu auf, exakt zu spielen, um einen guten Score zu erreichen.

Natürlich sollten dabei die eigentlichen Hausaufgaben für den Klavierunterricht nicht vernachlässigt werden. Jede gute Übungseinheit mit 10 Minuten Spaß am Handy oder Tablet abzuschließen, kann aber wahre Wunder bewirken.

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Christiane

Kinder und Bücher - was braucht man mehr zum Glücklichsein?