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Die verschiedenen Ansätze, um Gitarre Spielen zu Lernen

Von Tobias, veröffentlicht am 27/04/2018 Superprof Blog DE > Musik > Gitarre > Warum ist Gitarre Spielen Lernen für Manche Einfach, für Andere Schwer?

Ein Musikinstrument zu lernen ist nichts, was man von heute auf morgen lernen kann. Das gilt auch für die Gitarre.

Dennoch scheint die Gitarre ein Instrument zu sein, das man relativ einfach erlernen kann: Ihr lernt schnell die ersten Dur- und Moll-Akkorde, werdet rasch ein Gefühl für den Rhythmus bekommen und Euch daran gewöhnen, die richtigen Fingersätze zu benutzen, egal ob für offene Akkorde, Solos oder Barrés.

Nur: Nicht jeder hat die gleichen Voraussetzungen, um Gitarre spielen zu lernen.

Einige haben ein besseres musikalisches Gehör als andere, wieder andere haben vielleicht schon Vorkenntnisse von einem anderen Instrument oder aus der Musiktheorie, die ihnen beim Gitarre Lernen behilflich sein können.

Gitarrenunterricht wird von einigen unter Euch viel schneller aufgenommen und verstanden werden, während es bei anderen vielleicht etwas länger dauern wird.

Teilweise haben manche Menschen auch Probleme, ihre Finger zu beherrschen oder den Gitarrenhals richtig zu umfassen.

Aber woran liegt es, dass sich einige mit dem Gitarre Lernen leichter tun als andere?

Erfahrt in unserem Artikel alles Wichtige rund um das Thema Gitarre Lernen für Anfänger – und Fortgeschrittene!

Gitarre lernen: Eine Frage der Motivation

Jeder Mensch hat es theoretisch in sich, alles zu lernen. Unser Gehirn lernt seit der Geburt laufend dazu. Dabei wendet es immer die gleichen methodologischen Lernvorgänge an.

Um Gitarre zu lernen und in diese neue Welt von Akkorden, Noten, eigenem Jargon und verschiedenen Gitarrenmarken einzutauchen, müsst Ihr umdenken und das verlangt vor allem eins: Motivation!

Anders als man sich das vielleicht vorstellt, besteht Gitarre Lernen nicht nur daraus, theoretische Musikkenntnisse anzuhäufen und sie dann vor einem Musiklehrer oder Euren Freunden wiederzugeben.

Nein: Es ist eine Aktivität, die eine menschliche und eine technische Komponente beinhaltet.

Um richtig gut Gitarre spielen zu lernen, müsst Ihr viele Dinge gleichzeitig tun: Reflektieren, die Theorie verinnerlichen, Üben und mit anderen zusammen Spielen.

Gemeinsam mit anderen spielen: Eine tolle Sache! Wer mit anderen zusammen musiziert, der erhält seine Motivation aufrecht! | Quelle: Visualhunt

Wenn Ihr nur motiviert genug seid, Gitarre zu lernen, Eure Leidenschaft weiter anzufachen und voll und ganz in die unendlich vielfältige Welt dieses Instruments einzutauchen und dabei die verschiedensten Musikrichtungen kennenzulernen (Rock, Blues, Country, Pop, Funk etc.), dann könnt Ihr das auch schaffen!

Natürlich könnt Ihr auch mit einer riesigen Portion Motivation nicht von heute auf morgen Gitarre Lernen! Ihr müsst diszipliniert und regelmäßig üben, um Euch zu verbessern und die ersehnten Ergebnisse zu erhalten.

Dafür müsst Ihr auch wissen, warum Ihr überhaupt Gitarre lernen wollt: Nur zum Spaß? Um allein in Eurem Zimmer zu spielen? Um Euch einer bestimmten Gruppe zugehörig zu fühlen? Um Euren Gesang zu begleiten? Um in das riesige Universum der Musik einzutauchen?

Je mehr Ihr diese Antwort konkretisieren könnt, desto mehr werdet Ihr wissen, was Euch wirklich antreibt und woraus Ihr Eure Motivation beziehen könnt und desto effizienter werdet Ihr beim Üben sein.

Schnell werdet Ihr sehen, ob sich das Gitarre Lernen als Kinderspiel oder als Herkulesaufgabe für Euch herausstellt.

Es gibt zwei Arten von Gitarrenspielern

Die beiden Arten von Gitarrenspielern sind der Autodidakt, der sich das Gitarrenspielen selbst beibringt, und derjenige, der eine regelmäßige Begleitung und Instruktionen durch Gitarrenunterricht benötigt.

1.    Der Autodidakt: Ist es möglich, sich selbst das Gitarrespielen beizubringen?

Der Autodidakt wird versuchen, immer alles selbst zu machen. Sein Selbstvertrauen und seine Motivation sind seine wichtigsten Antriebe, die ihn vorantreiben werden.

Dabei wird er alle vorhandenen Möglichkeiten nutzen, seine Leidenschaft jeden Tag ein wenig weiterzuentwickeln.

Dafür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten:

  • DVDs mit Übungen, die Ihr zuhause nachspielen könnt (mit der Möglichkeit, das Video jederzeit zu pausieren um einen genaueren Blick auf die Spieltechnik werfen zu können).
  • E-Books, in denen Ihr Tabulaturen oder theoretische Anweisungen findet.
  • Zeitschriften, die Ihr als Zusatzmaterial lesen könnt. Darin findet sich eher weniger Übungsmaterial, dafür umso mehr inspirierende Inhalte und Informationen, die Euch als leidenschaftlichen Gitarrenspieler in jedem Fall interessieren werden!
  • Das Internet: Na klar, auch Gitarrenspielen Lernen wurde durch das Internet revolutioniert (Stichwort: Gitarre Lernen Online). Mit Videos, Tutorials, Online-Kursen und Seiten mit Noten und Tabulaturen öffnet sich Euch eine riesige Menge an frei verfügbaren Informationen. Wenn Ihr nur diszipliniert genug seid, ist das Lernen mit dem Internet eine günstige Alternative!
  • Auch mit Videospielen könnt Ihr Gitarre Lernen!

Mit Guitar Hero und Co. zum Profi! Mit Videospielen Gitarre lernen? Das ist möglich! | Quelle: Visualhunt

2.    Gitarristen, die auf Unterstüzung von anderen angewiesen sind.

Für all diejenigen, die Hilfe beim Erlernen dieses Instruments benötigen, bietet sich ein privater Nachhilfelehrer an.

Privaten Gitarrenunterricht könnt Ihr entweder an einer Musikschule, in der Freizeitgruppe, im Kulturzentrum, in einem Konservatorium oder sogar bei Euch zuhause nehmen!

Der große Vorteil daran ist, dass Ihr regelmäßigen Unterricht bei einem ausgebildeten Gitarrenlehrer nehmen könnt.

Habt Ihr einmal Schwierigkeiten oder einfach eine Frage, so kann ein Lehrer direkt und kompetent auf sie antworten oder Euch Ratschläge geben.

Jeder Lehrer hat außerdem eine bestimmte Vorgehensweise, um Euch das Gitarrenspielen beizubringen.

Diese ist meist besser strukturiert, als wenn Ihr Euch selbst unterrichtet, da Ihr dann oft nicht wisst, welche Informationen oder welches Material sich in Eurer aktuellen Situation am besten anbietet.

Schaut Euch doch gerne einmal unser Angebot an verfügbaren privaten Gitarrenlehrern für Gitarrenunterricht Berlin, Gitarrenunterricht München und in diversen anderen Städten in Eurer Nähe an!

Wenn Ihr alleine nicht lernen könnt, dann denkt über einen Lehrer nach! Ein Gitarrenlehrer kann Euch unterstützen und motivieren | Quelle: Visualhunt

Welche Art von Unterstützung solltet Ihr wählen?

Je nach Eurer Persönlichkeit, Eurer Konzentrationsfähigkeit sowie Euren musikalischen Fähigkeiten in Theorie und Praxis gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich Unterstützung zum Gitarre Lernen einzuholen.

Wenn Ihr schon ein anderes Instrument spielen könnt, dann werdet Ihr Euch mit einer Gitarre zunächst sicherer fühlen als jemand, der noch keine musikalische Erfahrung gesammelt hat.

Gleiches gilt, wenn Ihr Freunde habt, die Gitarre spielen. Sie können Euch Ratschläge geben und Euch Lehrmaterial oder Songs für Anfänger empfehlen, damit Euch die ersten Schritte auf dem Weg zum Gitarrenexperten nicht so schwerfallen.

Wenn Ihr jedoch noch nie eine Gitarre in der Hand gehabt habt und auch sonst keinerlei Verbindung zu diesem Instrument habt, dann kann sich der Anfang durchaus etwas schwierig gestalten. In diesem Fall empfiehlt sich ein privater Gitarrenlehrer!

Das Wichtigste ist, dass Ihr Euch selbst gut darin einschätzen könnt, welche Art von Gitarrist Ihr seid!

Und natürlich ist auch die Wahl des Instrumentes entscheidend – vielleicht wollt Ihr ja auch zunächst einmal Ukulele Lernen?!

Alleine Gitarre Spielen Lernen: Eine Frage der Selbstständigkeit

Neben Eurer Motivation und Eurer Selbsteinschätzung benötigt Ihr noch eine weitere wichtige Eigenschaft, um Gitarre spielen zu lernen: Autonomie bzw. Selbstständigkeit.

Musik und im besonderen Maße Gitarrenunterricht sollten Euch stets Freude bereiten und Ihr solltet diese Freude stets mit anderen teilen.

Wer Gitarre lernt, der taucht ein in eine völlig neue Welt, in der Ihr aber dennoch mit Euren Freunden unterwegs sein könnt. Es gibt so viele Gründe, Gitarre spielen zu lernen!

Ihr könnt dadurch zum Beispiel Eure Gedanken und Eure Persönlichkeit ausdrücken.

Neben einem starken Engagement Eurerseits sowie einer großen Lust am Lernen benötigt Ihr eine gehörige Portion Selbstständigkeit.

Aber wie könnt Ihr die erreichen? Indem Ihr Euch vernünftige und realistische Ziele setzt!

So könnt Ihr Euch vernünftige und realistische Ziele setzen

Wenn Ihr selbstständig und ohne Lehrer Gitarre lernen wollt, dann müsst Ihr gut organisiert und zielstrebig sein.

Ihr müsst Euch angewöhnen, das Gitarre Üben in Euren Alltag einzubauen. Ihr solltet dabei lieber 30 Minuten täglich als einmal die Woche 3 Stunden üben!

Übung macht den Meister! Wer wirklich gut werden will, muss regelmäßig üben! | Quelle: Visualhunt

Jede Woche solltet Ihr Euch ein neues Ziel setzen, zum Beispiel eine Technik oder einen Song, den Ihr erlernen wollt. Am Ende der Woche könnt Ihr dann mithilfe des oben aufgeführten Übungsmaterials kontrollieren, ob Ihr Euer Ziel erreicht habt.

Der Lehrplan wird stets an Euch und Eure Wünsche angepasst

Wenn Ihr mit einem Gitarrenlehrer übt, dann ist die Herangehensweise ganz anders: Der Lehrer wird Euch dank seiner Erfahrung schnell einschätzen können und seinen Lehrplan an Euer Niveau anpassen.

Wenn Ihr einen bestimmten Song spielen wollt, dann wird er genau wissen, welche Grundlagen er Euch dafür beibringen muss.

So werdet Ihr schnell selbstständig spielen können und dadurch Eure Motivation aufrechterhalten!

So könnt Ihr einen Kompromiss aus Freude und Lernen finden

Damit das Gitarre Lernen nicht zur nervigen Arbeit wird, ist es wichtig, dass Ihr beim Üben ein Gleichgewicht schafft zwischen Spaß, Motivation, Selbsteinschätzung und Autonomie.

Egal was passiert: Je mehr Ihr übt, desto schneller werdet Ihr Fortschritte machen.

Ihr werdet in Eurem Leben immer auf Gitarristen treffen, die noch einen Tick besser spielen als Ihr, auch wenn Euer Niveau irgendwann vielleicht unglaublich gut sein wird. Für Euch bedeutet das: Es gibt immer Luft nach oben!

Gebt nicht auf, wenn Ihr einmal auf Schwierigkeiten stoßt!

Natürlich wird es beim Gitarre Lernen auch Hürden geben und Momente, wo Ihr meint, alles Üben bringt Euch nicht weiter. Dann solltet Ihr Euch und Eure Art, das Instrument zu erlernen, stets noch einmal aus einer anderen Perspektive hinterfragen.

Ihr solltet Euch stets bewusst sein, dass Ihr unabhängig von Eurem Niveau immer üben müsst, um am Ball zu bleiben.

Dabei kommen wir wieder auf unsere anfangs gestellte Frage zurück: Warum fällt das Gitarrenspielen einigen Menschen leichter als anderen? Die Antwort müsst Ihr in Euch selbst finden!

Ihr solltet Euch stets selbst hinterfragen, versuchen, Euch noch besser selbst kennenzulernen, ehrlich mit Euch selbst sein, um die Gründe, warum Ihr Gitarre spielen wollt, wirklich zu verstehen und Eure Motivation daraus zu ziehen.

Nur so könnt Ihr Euch stets neue, realistische Ziele setzen und beim Üben immer am Ball bleiben.

Die Gitarre sollte immer ein Mittel zur Freude bleiben, vergesst das nie!

4 Ziele, die Ihr Euch setzen solltet, um einfacher Gitarre spielen zu lernen

Wir wollen Euch gar nichts vormachen: Gitarre spielen zu lernen bedeutet Arbeit und Geduld. Und vor allem: Disziplin!

Wenn Ihr täglich übt, werdet Ihr die Fortschritte schnell merken!

Es ist wesentlich effektiver, 30 Minuten am Tag damit zu verbringen, Akkorde und Melodien zu spielen und auf jede Nuance genau einzugehen, als ohne jede Regelmäßigkeit einmal die Woche 4 Stunden zu spielen.

Regelmäßiges Gitarrenspielen wird Eure Motivation stets aufrechterhalten und Euch erlauben, ganz einfach Fortschritte zu machen.

Genau wie bei einem Profisportler könnt Ihr Eure Motivation steigern, indem Ihr Eure Ziele erreicht.

Bevor Ihr jedoch spielen könnt wie Jimi Hendrix müsst Ihr viel investieren.

Wir geben Euch 4 Ziele, die Ihr im Laufe mehrerer Wochen erreichen solltet, um Euch das Gitarre Lernen zu vereinfachen.

1.    Lernt, eine Tabulatur ohne Probleme zu lesen

Tabulaturen ähneln den Partituren in der klassischen Musik. Sie bestehen aus 6 Linien (anders als 5 bei den Partituren), die je eine Gitarrensaite darstellen.

Auf diesen Linien befinden sich Zahlen, die den jeweiligen Bund vorgeben, auf dem die jeweilige Saite zu greifen ist. So können Akkord- oder Tonfolgen ganz einfach dargestellt werden.

Tabulaturen sind gewissermaßen die Noten des Gitarrespielens Tabulaturen stellen die Töne logisch auf Papier dar | Quelle: Pixabay

Achtung: Die Reihenfolge auf den Tabulaturen ist andersherum aufgelistet als das bei den Saiten auf Eurer Gitarre der Fall ist.

Und wenn Ihr eine „0“ auf einer Linie seht, dann bedeutet das, dass Ihr die Saite offen, also ohne Griff spielen müsst. Eine „1“ steht entsprechend für den ersten Bund usw.

Eine Tabulatur zu verstehen ist kein Kinderspiel und bevor Ihr sie problemlos lesen könnt, benötigt Ihr viel Zeit.

2.    Kennt Eure Grundakkorde!

Akkorde sind die Grundlage der meisten Pop- und Rocksongs. Es gibt Dur- und Mollakkorde, die jeweils in Ihrer Grundform erscheinen oder aber mit erweiterten Septen (z.B. A-Dur-7) oder ähnlichen Zusatztönen, die den Akkord verändern.

Akkorde können in sogenannten Akkord-Diagrammen dargestellt werden. Ganz ähnlich den Tabulaturen wird Euch dabei gezeigt, auf welche Saite welcher Finger gehört, um einen bestimmten Akkord spielen zu können.

Nach ausreichender Übung benötigt Ihr dann nur noch die Akkord-Symbole und wisst sofort, wie Ihr greifen müsst, ohne dafür die Diagramme zu benötigen.

3.    Lernt, den Gitarrenhals richtig zu greifen

Die richtige Position der Finger und der Hand ist von elementarer Wichtigkeit, wenn Ihr ein Instrument lernen wollt.

Damit sie gewährleistet ist, müsst Ihr:

  • wissen, wie Ihr ausreichend Druck auf die Saiten ausüben könnt, um einen perfekt klingenden Ton zu erzeugen,
  • wissen, wo genau Ihr auf dem Bund Druck ausüben müsst, um einen perfekten Ton zu erzeugen,
  • wissen, mit welcher Stelle des Fingers Ihr Druck ausüben müsst.

4.    Trainiert Euch im Spielen von Riffs

Auf die Theorie folgt jetzt die Praxis!

Nun da Ihr wisst, wie man eine Tabulatur liest, Eure Akkorde kennt und Euch darüber im Klaren seid, mit welcher Technik Ihr sie greifen müsst, könnt Ihr endlich angreifen und effizient Gitarre spielen lernen!

Bevor Ihr jedoch mit Eric Clapton & Co. einsteigt, wird Euch Euer Lehrer zunächst zeigen, wie Ihr Akkordfolgen oder Riffs spielt. Hierbei gilt es, schnell und ohne Verzögerung zwischen verschiedenen Akkorden hin und her zu springen.

Wenn Ihr diese Riffs gemeistert habt, könnt Ihr ohne Probleme Eure ersten Songs spielen, was Eurer Motivation einen gehörigen Schub geben sollte!

Warum ist es sinnvoll, so früh wie möglich Gitarre spielen zu lernen?

Viele Eltern sind sich nicht sicher, ob es sich für Kinder schon lohnt, mit einem Instrument anzufangen. Schließlich kostet Unterricht, gerade bei einem privaten Gitarrenlehrer, häufig viel Geld. Es stellt sich die Frage, ab welchem Alter der erste Gitarrenunterricht sinnvoll ist und welche Form des Unterrichts für das Kind in Frage käme.

Und die Kinder selbst können das auch erst ab einem gewissen Alter wirklich selbst bestimmen.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass das Kind die körperlichen Voraussetzungen mitbringt, um eine Gitarre überhaupt  halten zu können. Sind die Arme lang und die Finger kräftig genug, um die Saiten ordnungsgemäß anzuschlagen?

Eltern können das häufig schlecht selbst beurteilen. Es ist aber natürlich jederzeit möglich, dies in einer nahegelegenen Musikschule feststellen zu lassen.

Wenn all diese Voraussetzungen gegeben sind und das Kind vor allem Spaß am Instrument hat, dann ist das eine tolle Sache, denn: Kinder lernen erwiesenermaßen viel schneller als Erwachsene!

Generell gilt: Je früher Musikunterricht für Kinder, desto besser. Was den Umgang mit einem Instrument und das Studieren der Notenschrift angeht, verhält es sich ähnlich wie beim Erlernen mehrerer Muttersprachen. Je früher man dem Kind beide Sprachen nahe bringt, desto besser werden diese später von ihm beherrscht werden.

Kinder lernen anders als Erwachsene und vor allem: spielerisch. Jeder, der als Erwachsener einmal versucht hat, Klavierunterricht zu nehmen oder das Notenlesen von Grund auf zu lernen, wird verstehen, was damit gemeint ist.

Eltern sollten nicht zögern, Ihre Kinder zum Gitarrenunterricht zu schicken Bereits kleine Kinder können mit dem Gitarrenunterricht beginnen.
| Quelle: Pixabay

Und nicht nur das: auch auf die Entwicklung eines Kindes hat Gitarrenspielen (und Musik generell) eine positive Auswirkung. Wer ein Instrument lernt, kommt besser durchs Leben! Daher entscheiden sich auch immer mehr Eltern dafür, ihren Sprösslingen einen privaten Gitarren-Lehrer zu finanzieren.

Denn musikalische Intelligenz wird von renommierten Psychologen heutzutage als sehr wichtig eingestuft. Kinder könnten so Ihre Umgebung besser verstehen und schneller lernen, sich anderen mitzuteilen. Außerdem fördert das Spielen eines Instruments die Verbindung der Nervenzellen der beiden Gehirnhälfte.

Kinder mit regelmäßigem Musikunterricht sind darüber hinaus aufnahmefähiger, sozial kompetenter und selbstbewusster als der Durchschnitt.

Wenn Ihr also erst als Erwachsener mit dem Gitarrenspielen lernt und Euch fragt, warum andere Schüler um Euch herum einfach mehr Affinität zur Gitarre zu haben scheinen und neue Stücke viel schneller verinnerlichen als Ihr, dann könnte der Grund dafür hiermit gefunden sein.

Eltern sollten daher die vermeintlich teuren Preise für guten Instrumental-Unterricht keinesfalls scheuen und sie als lohende Investition in die Zukunft Ihrer Kinder sehen!

Und keine Angst: Auch, wer als Erwachsener erst mit dem Gitarrenspielen anfängt, kann es noch zu viel bringen, denn heutzutage gibt es für Gitarren-Unterricht die unterschiedlichsten Möglichkeiten. So könnt Ihr zum Beispiel bequem privaten Unterricht per Webcam erhalten!

Warum man sich einen privaten Gitarren-Lehrer nehmen sollte, um noch schneller Fortschritte machen zu können

Wir predigen es immer wieder und nicht nur, weil wir auf die Vermittlung von professionellen Lehrern spezialisiert sind: Mit einem Gitarrenlehrer lernt es sich nicht nur schneller, sondern der Unterricht macht auch mehr Spaß! Denn gemeinsam mit anderen Menschen seine Leidenschaft teilen zu können, ist eine feine Sache.

Klar, heute gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, ein Instrument zu erlernen und auch die bereits erwähnte Do-it-yourself-Methode hat sich oft genug bewährt. Trotzdem bietet ein privater Nachhilfe-Lehrer eine Reihe von Vorteilen, die kein Programm und kein Video-Tutorial auf YouTube und Co. bieten. Lehrer, die sich individuell an Euch und Euer Niveau anpassen und den Unterricht komplett danach ausrichten, werden auch Eure Motivation hochhalten. Ihr vermeidet so, dass Ihr das Üben vernachlässigt und habt immer jemanden, der Euch zur Seite steht, wenn es mal nicht ganz so gut läuft.

Wer sich einen Privatlehrer nimmt, der wird schnell Fortschritte machen Mit einem Privatlehrer verliert Ihr nie Eure Motivation! / Quelle: Pixabay

Genau in solchen „Tiefs“ verlieren viele Menschen nämlich die Lust am Spielen. Ein Video wird sie dann wohl kaum wieder zurück auf die Erfolgsspur bringen können. Dafür braucht es dann schon das pädagogische Geschick eines erfahrenen Gitarren-Lehrers. Gerade, wenn Ihr nicht unbedingt die diszipliniertesten Schüler seid, eignet sich ein Lehrer daher besonders.

Egal ob E-Gitarre, Ukulele, klassische oder Westerngitarre – in den meisten Städten Deutschlands gibt es Menschen, die sich gerne mit Gitarrenunterricht ein wenig Geld hinzuverdienen und Euch beim Erlernen des Instruments unterstützen möchten. Ihr könnt Euch für eine professionelle Musikschule entscheiden, bei einer öffentlichen Einrichtung vorstellig werden, einen privaten Nachhilfelehrer engagieren, der zu Euch nach Hause kommt (zum Beispiel über Superprof!) oder sogar Online-Unterricht per Webcam und Skype nehmen!

Ihr habt tagsüber keine Zeit zum Gitarre spielen? Mit einem Online Gitarre Lehrer könnt Ihr auch abends spielen! | Quelle: Unsplash

So unterschiedlich die Möglichkeiten des Gitarren-Unterrichts sind, so stark unterscheiden sich auch die Preise. Natürlich ist ein voll ausgebildeter, erfahrener Lehrer, der hauptberuflich unterrichtet, teurer also z.B. ein Student, der sich nebenbei einfach etwas Taschengeld hinzuverdienen möchte. Ihr müsst selbst entscheiden, wieviel Geld Ihr in die Hand nehmen möchtet. Am Ende geht es darum, einen Kompromiss zwischen Erwartungen und Budget zu finden.

Ihr könnt einen Lehrer natürlich auch aufgrund seiner Spezialisierung auswählen. Wenn Ihr voll auf Hardrock steht, dann kommt ein Flamenco-Gitarrenlehrer für Euch wohl eher nicht in Frage.

Ebenso gibt es spezielle Angebot für Kinder. Sie profitieren besonders von einem Lehrer, der ihnen die Stücke mal für mal vorspielen kann und mit Freude an die Sache herangeht.

Und wenn Ihr Euch nun immer noch nicht sicher seid, ob ein Gitarrenlehrer für Euch die richtige Entscheidung ist, dann solltet Ihr wissen, dass fast jeder Lehrer die erste Stunde gratis anbietet und Ihr so jedes finanzielle Risiko umgeht!

Wie man andere Gitarrenbegeisterte finden kann, um seine Motivation aufrecht zu erhalten und gemeinsam zu üben

Nicht nur gemeinsam mit einem Gitarrenlehrer macht das „Klampfen“ Spaß. Wer schon einmal in einer Band gespielt oder einfach nur gemeinsam am Lagerfeuer ein paar Gassenhauer geschmettert hat, der weiß, wie schön gemeinsames Musizieren sein kann. Aber gemeinsam Spielen macht nicht zu Spaß, sondern wirkt sich auch positiv auf den Lerneffekt aus.

Ihr könnt nämlich von anderen Lernen, ihnen gewissermaßen etwas abschauen. Es gibt immer jemanden, der besser spielt als man selbst, sei es, weil er das Instrument schon länger lernt oder weil er einfach mehr übt. Traut Euch ruhig nach Hilfestellung zu fragen! Die meisten Menschen geben Ihr wissen gerne an andere weiter. Andersherum solltet auch Ihr andere unterstützen wo es geht. Wenn Ihr dann erst einmal ein Netzwerk von Gitarristen aufgebaut habt, dann könnt Ihr Euch regelmäßig treffen, um zu musizieren oder Euch über die Gitarre und neue Songs auszutauschen.

Trefft Euch mit Freunden und musiziert gemeinsam! Zu zweit spielt es sich besser als allein! / Quelle: Pixabay

Außerdem könnt Ihr Euch gegenseitig Noten ausleihen und vielleicht sogar den ein oder anderen Song zusammen schreiben!

Viel wichtiger ist aber eigentlich die Motivation, die das gemeinsame Musizieren verursacht. Alleine übt man vielleicht mal 30 Minuten oder gar eine Stunde (außer man ist wirklich diszipliniert). In Gruppen sieht das schon ganz anders aus. Stundenlang kann man so zusammensitzen und „jammen“. Dabei kommt es gar nicht darauf an, dass alle Anwesenden auch Gitarre spielen. Versucht, die Gitarre mit den unterschiedlichsten Instrumenten zu paaren! Ob Bongo, Bass, Klavier oder Trompete – wenn Ihr Euch nur gut genug aufeinander abstimmt, dann steht einem harmonischen Klang nichts im Wege.

Und je öfter Ihr gemeinsam spielt, desto mehr Spaß wird es Euch auch machen. Und wenn Ihr Spaß am spielen habt, dann werdet Ihr auch häufiger zur Gitarre greifen und immer schneller Fortschritte machen! Wir können Euch daher nur rate, Euch in Eurem Umfeld nach anderen Gitarristen zu erkundigen. Wenn Ihr da niemanden habt, dann versucht es doch mal in der lokalen Musikschule oder im Gitarren-Fachgeschäft. Häufig findet man hier Aushänge von anderen Musikern, die nach einer Band oder einem Partner zum Musizieren suchen.

Und wenn all das nichts hilft, dann gibt es immer noch Online-Foren. In Berlin könnt Ihr zum Beispiel hier fündig werden.

Traut Euch ruhig mal neue Leute kennen zu lernen. Mit der Gitarre habt Ihr schon einmal ein gutes Gesprächsthema und wer weiß, vielleicht entwickelt sich daraus ja die ein oder andere Freundschaft!

Wie könnt Ihr E-Gitarre Lernen?

Ist es einfacher, auf einer akustischen oder einer elektrischen Gitarre mit dem Spielen anzufangen?

Diese Frage haben sich schon viele Menschen gestellt!

Und sie haben Recht, denn die Auswahl des Instruments ist entscheidend, damit Ihr so einfach wie möglich Gitarre spielen lernen könnt.

Denn wenn Ihr Euch für eine Gitarre entscheidet, die Euch am Ende gar nicht gefällt, dann verliert Ihr schnell die Motivation fürs regelmäßige Üben.

Auf die Frage, ob Ihr mit einer akustischen oder elektrischen Gitarre anfangen solltet, gibt es keine wirkliche Antwort. Das ist mehr eine Frage, die Ihr sowohl aus dem Bauch heraus entscheiden solltet, als auch anhand Eurer liebsten Musikrichtungen.

Ihr seid Metal- oder Rockfan? Dann ist die E-Gitarre die richtige Wahl!

Warum ist es einfacher, mit einer E-Gitarre das Spielen zu lernen?

  • Die Saiten der E-Gitarre sind dünner und weicher als die der akustischen Gitarre. Das macht es einfacher, die Töne und Akkorde zu spielen, da das Umgreifen auf dem Gitarrenhals weniger Wiederstand erfährt. Wenn Ihr hingegen mit einem akustischen Instrument anfangt, dann stellt Euch schon mal auf Krämpfe und Schmerzen in Händen und Fingern ein!
  • Barrée-Griffe (sehr verbreitet in der Rockmusik) sind einfacher zu spielen, da der Hals der E-Gitarre weniger breit ist als der einer akustischen.

Die E-Gitarre bringt viele Vorteile mit sich Barré-Akkorde sind mit der E-Gitarre leichter zu spielen | Quelle: Visualhunt

  • Mit einer E-Gitarre habt Ihr danke Eurem Pedal die Möglichkeit, eine ganze Reihe an verschiedenen Soundeffekten einzubauen.
  • Auch Solos sind mit der E-Gitarre aufgrund der widerstandsarmen Saiten einfach zu spielen!

Egal, ob Ihr Euch das Spielen selbst oder mit einem Lehrer beibringt, hier sind einige Tipps, die Ihr beachten solltet, um beim E-Gitarre Lernen schneller Fortschritte machen zu können.

  1. Stimmt zunächst Eure Gitarre! Das ist die absolute Grundlage, denn eine falsch gestimmte Gitarre klingt grauenvoll!
  2. Lernt, wie Ihr Noten und Tabulaturen lesen könnt
  3. Hört Songs verschiedener Musikrichtungen! Konzentriert Euch nicht nur auf die tollen Solos von David Gilmour, Jimmy Page und Mark Knopfler. Indem Ihr offen seid für unterschiedliche Musikrichtungen (Pop Folk, Hip Hop, Blues…) könnt Ihr Euer musikalisches Gehör trainieren! Denn die Gitarre ist ein Instrument, das in den verschiedensten Variationen gespielt werden kann!
  4. Vermeidet zunächst noch Soundeffekte. Damit Ihr schneller lernt, solltet Ihr als Anfänger die Nutzung von Effekt-Pedalen zunächst noch vermeiden, da Ihr so eventuell falsch gespielte Töne schnell einmal überhört.
  5. Übung macht den Meister! Das ist natürlich kein großes Geheimnis.
  6. Habt stets Freude am Spielen! Ein Instrument zu lernen bedeutet viel Arbeit und Geduld. Im Gegenzug benötigt Ihr aber auch viel Leidenschaft und Motivation!

Wie könnt Ihr das Spielen mit einer akustischen Gitarre üben?

Nach unserem kurzen Abstecher in die Welt der E-Gitarre ist es jetzt Zeit, sich mit der akustischen Version zu beschäftigen!

Sie wird häufig mit Folk und Country assoziiert und begeistert immer mehr Musikfreunde.

  • Ihr träumt davon, die Folk-Balladen von Ben Harper spielen zu können?
  • Oder die Klassiker von Bob Dylan?

Spielt wie Ben Harper mit der Akustik-Gitarre! Mit der akustischen Gitarre könnt Ihr mithilfe weniger Akkorde bekannte Folksongs spielen | Quelle: Pixabay

Hier sind einige Tipps, die Euch dabei helfen können, die Akustik-Gitarre schnell zu beherrschen.

Akustik-Gitarre mit den 4 „Magic-Chords“ spielen

Was, wenn es eine Folge von 4 Akkorden gäbe, die Euch die Tür zu hunderten von Songs aller Musikrichtungen öffnen?

Glücklicherweise gibt es die!

Was sind die Gemeinsamkeiten zwischen:

  • Let it Be von den Beatles
  • Poker Face von Lady Gaga
  • Otherside von den Red Hot Chili Peppers
  • Zombie von den Cranberries
  • Oder Take on me von AHA?

Sie bestehen alle aus den selben 4 Grundakkorden!

Natürlich ändern sich Rhythmus und Melodie, aber die Akkordstruktur bleibt die gleiche!

  • C-Dur
  • G-Dur
  • A-Moll
  • F-Dur

Diese Akkordfolge findet man in so vielen Songs wieder, dass sie als „Magic Chords“ durch die Band Axis of Awesome auf Youtube bekannt geworden sind.

Das macht das Leben eines Gitarrenspielers ein wenig leichter, oder?

Gitarre Spielen Lernen mit der 30-Minuten-am-Tag-Methode

30 Minuten ist die Zeit, die Ihr Euch am Tag wenigstens Eurem Instrument widmen solltet, um schnell Fortschritte zu machen.

Auch Van Halen ist nicht in vier Wochen zum Gitarrengenie geworden. Bis Ihr ein gutes Niveau habt, dauert es viele Jahre voll harter Arbeit und Geduld.

Genau wie beim Erlernen einer Fremdsprache müsst Ihr täglich üben, um wirklich dazuzulernen!

Kinder, Jugendliche, Erwachsene… Jeder hat die Möglichkeit, mit dem Gitarrenspielen anzufangen. Auch weil viele Menschen einen vollen Terminplan haben, ist es wichtig, einen täglichen Rhythmus für sich und seine Gitarre zu finden.

Unserer Meinung nach kann jeder 30 Minuten täglich dafür aufbringen, sich im Gitarrenspielen zu verbessern!

Nehmt Euch jeden Tag Zeit fürs Üben! 30 Minuten am Tag kann fast jeder fürs Üben freimachen | Quelle: Pixabay

Wenn Ihr Euch dann so stetig verbessert, könnt Ihr Eure Motivation wunderbar aufrechterhalten!

Diese 30 Minuten solltet Ihr wie folgt aufteilen:

  1. 10 Minuten, um eine bereits erlernte Technik noch einmal zu wiederholen (Pull-Off, Hammer-On, Bending etc.)
  2. 10 Minuten, in denen Ihr Euer musikalisches Gehör trainiert, damit Ihr Eure Lieblingssongs wiedergeben könnt
  3. 10 Minuten, um einen neuen Song oder eine neue Technik zu üben

Jetzt könnt Ihr Euch ins Abenteuer Gitarrenspielen stürzen! An Eure Plektren!

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