Ruhe und endlose Landschaft findest du in den Abruzzen - und das nur eine Fahrstunde von Rom entfernt. Sanfte Hügellandschaften, verschneite Gebirgsformationen, große Nationalparks und kleine Dörfer machen den besonderen Reiz dieser italienischen Provinz aus. Wer in einem der vielen Badeorte mit einem Boot raus aufs Meer fährt, kann hinter den Häusern der Stadt die schneebedeckten Bergspitzen sehen - ein Bild wie in einer Fotomontage. 

Die Abruzzen sind wild und friedlich zugleich - und haben beeindruckende Bewohner: hier durchstreifen italienische Wölfe und Braunbären die einsamen Gebiete. Mit viel Glück kann man in einem der Nationalparks den scheuen Raubtieren begegnen. In der Bergregion sind selbst in den Sommermonaten die Nächte kühl und die Tage angenehm warm. 

An der Küste reihen sich Ferienorte, die dank ihrer sanft abfallenden Strände bereits seit den 1960 bei Touristen von nah und fern beliebt waren und es heute noch sind. Pescara ist einer dieser typischen Adria-Badeorte.

An den Sonnenhängen wachsen berühmte Rebsorten. Schon im 7. Jahrhundert wurde hier von den Etruskern Weinbau betrieben. Die Reben wachsen noch auf 600 Metern über Meer. Neben vielen unbekannteren regionalen Weinen wird der weltbekannte Montepulciano d’Abruzzo (Rotwein und Rose) und Trebbiano d’Abruzzo (Weisswein) angebaut. Bekannt für seinen guten Wein ist übrigens auch die etwas nördlichere Provinz, das grüne Herz Italiens Umbrien.

Va piano, mach langsam! Das könnte das Motto der Provinz sein. Hier scheint nicht nur die Zeit langsamer zu laufen, die Natur schreit förmlich danach, erwandert zu werden. Diese Provinz ist ideal für Ruhesuchende, denen Norditalien wie die Lombarei mit Mailand, einfach zu hektisch ist. Hier kannst du dir Zeit lassen!

Die Via Francigena, die alte Pilgerrute nach Rom, die sich sternförmig über ganz Europa spannt, hat einen besonders bemerkenswerten Abschnitt in den Abruzzen. Er führt vom Apennin bis runter an die Küste. Wer sich den Streckenabschnitt vornimmt, sollte sich nicht hetzen lassen. Die vielen Bergwiesen laden dazu ein, Pause zu machen und vielleicht da und dort ein Buch auszupacken und ein paar Seiten zu lesen.

Ich nehme gerne Romane mit aus dem Land in das ich reise. Sie in der Originalsprache zu lesen ist ein besonderes Vergnügen. Heute gibt es auf Italienisch für jedes Niveau die passende Literatur. Falls du deine Kenntnisse vor der nächsten Reise auffrischen möchtest, empfehle ich dir: suche einen Privatlehrer auf Superprof! Mit dem individuellen Unterricht lernst du schnell und bist für den nächsten Urlaub gut gewappnet.

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In der Region Abruzzen kann man Fotos vom ruhigen Meer aus das Festland mit den imposanten Schneebergen im Hintergrund schießen.
Die schneebedeckten Hänge mit den großen Nationalparks ragen über die Küstenorte an der Adria. / Quelle: Mimmo Sigismondi_unsplash
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Und los geht's

Land der Nationalparks

Durch die hügelige Landschaft mit den saftigen Bergwiesen ziehen heute wie schon vor vielen hundert Jahren Schafherden. Die schwarz-weissen Punkte schmücken die Landschaft überall in den Abruzzen. Viele Herden werden von den Maremano Schäferhunden bewacht. Das ist hier auch wirklich nötig: Wölfe durchstreifen das Hügelland der Abruzzen.

Die Menschen leben im Einklang mit der Natur und ihren wilden Bewohnern. So verlaufen die Grenzen zwischen Nationalpark und Zivilisation auch nicht streng getrennt, viel mehr befinden sich viele Ortschaften und Dörfer mitten in den Nationalparks. Der Nationalpark Abruzzen - Latium und Molise ist einer der ältesten Italiens. Er erstreckt sich zu drei Vierteln auf dem Gebiet der Region L’Aquila, der Rest liegt in den Nachbarprovinzen. Sein Wahrzeichen ist zugleich Programm: circa 50 marsikanische Braunbären leben in diesem Territorium.

 Die beiden anderen großen Parks sind Majella und Gran Sasso. Daneben gibt es einige kleinere Naturparks, womit „Abruzz0“ - wie es auf italienisch heisst - die Provinz mit den meisten Naturreservaten in ganz Italien ist.

Wenn dir die Abruzzen zu weit südlich sind, du aber die Natur liebst, kannst ich dir die Provinz in den Alpen Südtirol-Trentino sehr empfehlen. Nicht ganz so unberührt zwar, aber mit den Dolomiten spektakulär schön und von Deutschland schneller zu erreichen.

Ein italienisches Wildtier wie der Wolf sieht man selten von ganz nah in freier Wildbahn.
In den wilden Hügeln des Gran Sasso Massives kann man mit sehr viel Glück dem Wolf begegnen. / Quelle: Federico di dio Fotography_unsplash

Campo Imperatore - Hochplateau mit einer bewegten Geschichte 

Das Campo Imperatore (kaiserliches Feld) ist ein durch Gletscher geformtes Hochplateau südlich des Grand Sasso Massivs in der Provinz L’Aquila. Es ist Teil des Gran Sasso und Monti della Laga Nationalparks und die umliegenden Berge erreichen einen Höhe von bis über 2200 Metern. Das mittelalterliche Dorf Castel des Monte mit seinen berühmten Turmbauten befindet sich in der südöstlichen Ecke des Gebietes. 

Die karge Vegetation lässt die Gegend wie eine Mondlandschaft oder ein tibetisches Hochland aussehen und ist sehr dünn besiedelt. Einige internationale Filmproduktionen wie „der Name der Rose“ und verschiedene Italo-Western nutzten die markante Landschaft als Schauplatz.

Durch die intensive Herdenhaltung in den vergangenen Jahrhunderten hat sich die Flora im Campo zu einem ganz spezifischen Ökosystem entwickelt. Nur bestimmte Pflanzenarten konnten der intensiven Beweidung und den unzähligen Huftritten der Tiere standhalten. In dem Hochtal leben neben Fuchs, Wildschwein, Gämse und Wiesenotter auch seltene Spezies wie der italienische Wolf, Wildkatze, Steinadler und die meisten Bären in ganz Europa. Unweit des Campo Imperatore befindet sich der südlichste Gletscher Europas, der Calderone-Gletscher.

Das Campo Imperatore gelangte im zweiten Weltkrieg zu Berühmtheit, da Benito Mussolini nach seinem Sturz im Juli 1943 im Hotel Campo Imperatore festgehalten und aus diesem im September 1943 mit dem „Unternehmen Eiche“ befreit wurde. Lange Zeit galt das Hotel als zweifelhaften Pilgerort für Faschisten, heute ist es geschlossen. Das Observatorium daneben stellt dank der geringen Lichtverschmutzung einen idealen Standort für Himmelsbeobachtungen dar.

Sternenhimmel über markanten Bergspitzen und einem kleinen Streifen von letztem Abendrot über einem Bergrücken kann man im ältesten Nationalpark Italiens sehen.
Dank der geringen Lichtverschmutzung eigenen sich die Hochebenen der Abruzzen perfekt für Beobachtungen des Weltraumes. / Quelle: Lorenzo Lamonica_unsplash

Mare e Monti - Kultur an der Küste und in den Bergen

Die Abruzzen sind von einer sehr langen Geschichte geprägt, die sich noch heute in den archäologischen Fundorten und den unzähligen Kirchen, Einsiedeleien, Burgen und Festungen widerspiegelt. Fast jeder Ort beherbergt bemerkenswerte Repräsentanten ihrer Zeit.

Durch das Zusammentreffen der Afrikanischen mit der Europäischen Kontinentalplatte sind die Abruzzen immer wieder Erdbeben ausgesetzt. Das grosse Erdbeben im Jahr 2009 zerstörte eine Vielzahl dieser antiken Ortschaften. Ganz besonders hart getroffen hat es L’Aquila, die Hauptstadt. Trotz den Versprechungen des damaligen Ministerpräsidenten Berlusconi gestaltete sich der Wiederaufbau schleppend und ist noch immer nicht abgeschloßen. Die Abruzzen sind übrigens im Sommer wie auch im Winter beliebt für eine Reise. In den Monaten Januar, Februar und März kann man an über 20 Standorten Skifahren.

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Bade - und Kulturorte an der Adria

Die Hafenstadt Pescara mit seinen kilometerlangen Sandstrände zieht seit den 1960 Jahren Touristen aus ganz Europa an. Heute ist der Ferienort durch seine Nähe zu Rom vor allem bei den Hauptstädtern sehr beliebt. Die meisten Touristen kommen im Sommer, aber die Stadt hat viele Museen, wie das Museo d’Arte Moderne Vittoria Colonna, das internationale Ausstellungen kuriert. Das Pescara Jazz Festival findet jedes Jahr im Juli statt. Des weiteren ist Pescara die Geburtsstadt von Gabriele D’Annunzio, einem der bekanntesten italienischen Schriftsteller. Seine Schriften werden mit dem italienischen Faschismus in Verbindung gebracht, weshalb er einen zweifelhaften Ruf hat. Sein Geburtshaus kann besucht werden.

Im August, wenn die Seebäder voller sonnenhungriger Touristen sind wird auch den Meeresbewohnern Ruhe gegönnt. Es gilt ein Fischereiverbot. Die Fischer nutzten den freien Monat, um Touristen auf eine Tour raus aufs Meer einzuladen.

Die geteilte Stadt Chieti

Wie viele Orte Italiens ist Chieti an der Adria in einen unteren Ortsteil mit den langen Stränden und einem oberen auf stolzen 330 Metern über Meer geteilt. Der Bergteil von Chieti hat eine sehr schöne Kathedrale, die romanische Cattedrale di San Giustino aus dem Jahr 1069. Das Museum Archeologico d’Abruzzo beherbergt viele Funde und gibt einen guten Überblick über die Frühgeschichte der Region. Schöne Ortschaften in denen man das Gefühl hat, dass die Zeit sei stehen geblieben sei, befinden sich in der Provinz Chieti.

Über eine schmale italienische Gasse hängen die typischen elektrischen Kabel und schmücken die bunten Hausfassaden wie Girlanden.
Die mittelalterliche Stadt Chieti mit ihren schönen Häusern liegt im Zentrum der Provinz an der adriatischen Küste. / Quelle: Gabriella Clare Marino_unsplash

Die Hauptstadt l'Aquila beim Gran Sasso

L’Aquila mit seiner spanischen Festung aus dem 16 Jahrhundert liegt eingebettet zwischen dem Gran Sasso Bergmassiv und den Monti della Laga mitten im Nationalpark. Im Innern der Burg befindet sich das Nationalmuseum der Abruzzen. Die Stadtgründung geht auf das Jahr 1240 zurück und viele beeindruckende Bauten wie die Kirche Santa Maria di Collemaggio, die Bernhardinbasilika und die Fontana delle 99 Cannelle werden seit dem dramatischen Erdbeben im Jahr 2009 wieder mühevoll restauriert und aufgebaut.

Die 99 Röhren der Fontana repräsentieren die ehemals 99 Schlösser, die in der Umgebung von L’Aquila gebaut wurden. Dank den vielen Studenten ist L’Aquila eine lebendige Stadt mit vielen Bars und Leben in den Gassen. In der Nähe von L’Aquila befindet sich der berühmte Ort Castel Del Monte (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Festung in Apulien).

Es gibt so viele Orte, die man noch erwähnen könnte. In den Abruzzen kannst du dich aber auch gut treiben lassen und die Gegend spontan entdecken. Und wenn es die Zeit zulässt, fahr einfach weiter südlich in die Region Apulien mit den weißen Stränden oder beende deine Reise in Kalabrien.

Mittelitalienisch und eine handvoll Dialekte

Liebst du die italienische Sprache genauso wie ich? Dann interessiert es dich bestimmt auch, wie man sich in den Abruzzen mit seinen Italienischkenntnissen durchschlagen kann. Gut, würde ich sagen. Das Mittelitalienisch das auch in den Abruzzen gesprochen wird, ist zwar schon etwas schwieriger zu verstehen als das klassische Italienisch der Toscana, aber in Italien wird man ja schon nach ein paar holprig gestammelten Brocken über alle Maße gelobt, wie gut man die Sprache doch spreche.

Neben dem offiziellen Italienisch werden in den Bergdörfern Dialekte gesprochen die sich in drei Gruppen unterteilen: Teramano im Norden, den Aquilano in der Region L’Aquila und Chietino im Süden. In der Nähe der Ortschaft Chieti gibt es eine kleine Minderheit die Albanisch spricht.

Durch die lange Tourismus-Tradition kann man sich in den Küstenorten gut auf Englisch unterhalten. Viel schöner und authentischer sind Gespräche natürlich in der Landessprache. Suche dir doch vor deiner nächsten Reise in den Stiefel einen Sprachlehrer auf Superprof!

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Vera

aus der Pädagogik komme ich, in Kunst und Kultur bin ich zu Hause, Europäerin bin ich, Sprache(n) liebe ich, Neugierde und Offenheit möchte ich immer behalten.