Im Norden die Alpen, im Süden die flache Poebene: Die Lombardei ist eine vielfältige und wunderschöne Region Italiens. Die vielen Freizeitmöglichkeiten wie Wandern, Radfahren, Schwimmen in den großen Bergseen, Kunst und Shopping in Mailand, romantische Dörfer und lebhafte, mittelalterliche Städte locken jedes Jahr viele einheimische wie auch ausländische BesucherInnen in die Lombardei.

Und auch die EinwohnerInnen genießen ihr Leben in der Region, die von mediterranem Klima geprägt ist. Nach einer bewegten Vergangenheit mit verschiedenen Herrschaftsübernahmen hat sich die Wirtschaft in der Lombardei weitestgehend stabilisiert und sichert den Menschen Jobs und Einkommen. In der Tat zählt die Region zu den "4 Motoren Europas", das heißt zu den vier wirtschaftsstärksten Regionen der Europäischen Union.

Lerne in diesem Artikel mehr über die sehenswerte und lebenswerte Lombardei.

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Die Lombardei im Steckbrief

Die Lombardei gehört zu Norditalien und umfasst eine Fläche von fast 24.000 km². Etwa 10 Millionen Italiener und Italienerinnen leben hier, die Hauptstadt der Region ist Mailand, auf Italienisch Milano.

Im Norden grenzt die Lombardei an die Schweiz, im Osten an Südtirol-Trentino sowie Venetien, südlich liegt die Region Emilia-Romagna und die westliche Grenze verläuft zum Piemont.

Die Lombardei besteht aus 13 Provinzen, deren Name jeweils von der Hauptstadt der Provinz bestimmt wird:

  • Bergamo
  • Brescia
  • Como
  • Cremona
  • Lecco
  • Lodi
  • Mantua
  • Monza
  • Brianza
  • Pavia
  • Sondrio
  • Varese
  • Mailand

Italiens wirtschaftliche Hoffnung

Die Region ist sowohl interessant für den Tourismus, als auch bedeutend für die italienische Wirtschaft. Die Wirtschaftskraft hier liegt über dem italienischen Durchschnitt, die Arbeitslosenquote darunter. Hier werden etwa 20-25 % des wirtschaftlichen Wohlstands Italiens produziert. Verantwortlich dafür ist unter anderem die günstige geografische Lage mit der direkten Nähe zu den Landesgrenzen zur Schweiz und Österreich. Auch die Handelswege nach Frankreich sind kurz.

Zudem ist Mailand ein wichtiges Zentrum der Region. Hier befindet sich Italiens wichtigste Börse und größte Messe. Mit Brescia hat die Lombardei noch ein zweites industrielles Zentrum. Der wichtigste Sektor ist wohl der Finanzsektor, doch auch andere Dienstleistungen sowie die Industrie sind von Bedeutung.

Welche Sprache spricht man in der Lombardei?

Wie im restlichen Italien wird auch in der Lombardei Italienisch gesprochen. In einigen Teilen der Alpen wird teilweise aber auch Deutsch gesprochen. Besonders für die Region ist die lombardische Sprache, welche als eigenständige romanische Sprache gezählt wird. Neben der Lombardei spricht man sie auch in einigen Provinzen des Piemonts, Trentino, dem Schweizer Kanton Tessin, in südlichen Tälern von Graubünden und wenigen Orten Brasiliens.

Da das Lombardische jedoch seit den 1970er Jahren immer mehr der italienischen Sprache Platz gemacht hat, gilt sie mittlerweile als aussterbende Sprache. Tatsächlich wird sie heutzutage in Tessin noch häufiger gesprochen als in Italien, obgleich sie in der Schweiz nicht als Sprache anerkannt ist sondern unter "italienischsprachig" klassifiziert wird.

Kennst du schon die italienischen Regionen Abruzzen und Apulien?

Der Gardasee vor der Kulisse der Voralpen bei Sonnenuntergang
Der Norden der Lombardei ist geprägt von Bergen und großen Seen | Bildquelle: Unsplash

Die Landschaften und Städte der Region

Die Lombardei lässt sich landschaftlich betrachtet in zwei Gebiete aufteilen: Den bergigen Norden und den flachen Süden. So zieht sie sich über viele unterschiedliche Höhenlagen - vom niedrigsten Punkt, dem längsten italienischen Fluss Po, der hier 13 Meter über dem Meeresspiegel fließt, bis hin zum höchsten Punkt, dem Punta Perrucchetti mit 4020 Meter über dem Meeresspiegel.

Im Norden befinden sich die Bergamasker Alpen sowie das Stilfser Joch, und in den Ausläufern der Voralpen einige der beliebten großen italienischen Seen. Einige, wie der Lago Iseo und den Lago di Como (Comersee), liegen vollständig im geografischen Gebiet der Lombardei. Andere liegen in den Grenzgebieten: So befindet sich der beliebte Gardasee an der Grenze zu Trentino-Südtirol sowie Venetien, der Luganersee an der Grenze zum Tessin und der Lago Maggiore an der Grenze zum Piemont und dem Tessin.

Die Bergseen sind tief, von mediterranem Klima geküsst und an Anziehungspunkt für Besucher aus ganz Europa. An vielen der Seen, allen voran dem Gardasee, dem Comersee und dem Lago Maggiore haben sich große touristische Infrastrukturen gebildet. Für Menschen aus Italien sowie anderen europäischen oder gar außereuropäischen Ländern stellen sie ein beliebtes Urlaubsziel dar.

Immerhin eignen sich die Seen zum Baden, Jetski-Fahren und Segeln. Die traumhafte Berglandschaft rings um die Seen bildet eine tolle Kulisse und lädt zum Wandern und Radfahren ein.

Generell ist die Lombardei mit vielen Wanderwegen und Radstrecken durchzogen. Zum Wandern zieht es die Menschen natürlich vor allem in die Gebirgslagen, doch teils auch in die Poebene, welche übrigens die größte europäische Tiefebene ist. Entlang des Pos oder den anderen Flüssen der Region, sowie natürlich auch in den bergigen Landschaften kommen Radfahrer und Radfahrerinnen auf ihre Kosten.

Die flache Poebene unterscheidet sich zwar landschaftlich von dem alpinen Teil der Lombardei, büßt diesem aber in der Attraktivität wenig ein. Auch hier gibt es kleine romantische Dörfer entlang des Flusses, reizvolle Städte, historische Burgen, Schlösser und Kirchen. Außerdem spielt hier der Weinbau eine größere Rolle.

Bezüglich der Infrastruktur ist der Po gemeinsam mit seinen Nebenflüssen Ticino, Oglio, Mincio und der Adda ein wichtiges Entwässerungssystem der Lombardei.

Nicht zu vergessen in Bezug auf die Lombardei ist natürlich auch der Wintersport: Dank der Berge und der alpinen Gletscher sind sämtliche Skisportarten hier weit verbreitet und beliebt. Von Mailand aus sind alle Skigebiete gut zu erreichen und auch für Tagesausflüge geeignet. Die bekanntesten Gebiete auf italienischer Seite sind insbesondere Valtellina und Valsassina.

Allerdings sind diese meist überwiegend von Italienern und Italienerinnen besucht und bei ausländischen Skitouristen noch eher unbekannt - was sie besonders reizvoll macht.

Ein faszinierendes altes Gebäude in Mailand mit gläsernem Dach
Mailand ist voll von beeindruckenden Bauwerken aus vergangenen Zeiten | Bildquelle: Unsplash

Mailand

Mailand ist die Hauptstadt der Lombardei und das Modezentrum von Italien - wenn nicht sogar ganz Europa. Weitere bedeutende Sektoren sind Business und Finanzen. Fast 1,5 Millionen Menschen leben in Mailand. Neben seiner industriellen Seite kann die Metropole einige beeindruckende Gebäude vorweisen, allen voran natürlich der Mailänder Dom und die Mailänder Scala. Weltberühmt ist die Stadt auch für Leonardo Da Vincis Kunstwerk "Das letzte Abendmahl". Ein Ausflug lohnt sich außerdem für das lebhafte Nachtleben - und natürlich ausgiebige Shoppingtouren.

Bergamo

Eine nicht minder sehenswerte Stadt ist Bergamo. Die Altstadt thront wie eine Festung auf einem Hügel, bis heute umgeben von dicken Stadtmauern. Die Piazza Vecchia bildet das Herzstück von Bergamo. Dort liegen der Stadtturm, der Palazzo del Comune, der Palast des venezianischen Stadtvogts und die sehenswerte Bibliothek. Bergamo eignet sich hervorragend, um in einem der Cafés zu sitzen und beim Caffé dem Treiben zuzusehen. La dolce vita!

Brescia

Brescia spielt eine wichtige Rolle für die Wirtschaft der Lombardei, ist aber auch eine äußerst ansehnliche Stadt. Sie zählt zu den Kunststädten der Region und blickt auf eine über 3000-jährige Geschichte zurück. Die mittelalterliche Altstadt mit Burg, Dom, den Palazzi und einem benediktinischen Kloster machen Brescia eine Reise wert. Außerdem ist man von hier schnell an vielen der umliegenden Seen, zum Beispiel dem Lago di Garda.

Como

Como liegt am südlichen Ufer des Comersees und ist Namensgeber dieses Sees. Ihren Wohlstand erlangte die Stadt einst durch die Seidenindustrie. Heute schlendern BesucherInnen durch die Gassen der Altstadt und genießen den Anblick der mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten. Selbstverständlich darf die Einkehr in eine Eisdiele an sonnigem Sommertagen nicht fehlen.

Die Wasserfront der Stadt Como am Rande des Comersees und vor der Hintergrundkulisse der Voralpen
Die Stadt Como liegt direkt am gleichnamigen Lago di Como | Bildquelle: Unsplash

Lombardische Kultur & Kulinarik

Dass die Lombardei mehr ist als die wirtschaftsstärkste Region Italiens, beweist bereits die vielfältige und traumhaft schöne Landschaft. Doch auch Kunst, Kultur und Kulinarik haben hier einen festen Platz. Überall finden sich uralte Bauwerke wie Schlösser, Burgen, Kirchen und Klöster, die Besucher in längst vergangene Zeiten zurück entführen. Außerdem finden sich wahnsinnig viele Kunstschätze, was Kunstliebhaber glücklich stimmen wird.

Auch wenn viele der lombardischen Städte und Orte faszinierende Kunstaustellungen und Museen haben: Das Kunstzentrum der Region ist wohl unumstritten Mailand. In der Kirche Santa Maria delle Grazie ist  Da Vincis weltberühmte Werk "Das letzte Abendmahl" ausgestellt.

Neben dieser Weltberühmtheit gibt es in der Lombardei sieben weitere UNESCO-Weltkulturerbestätten:

  • das ehemalige Textilarbeiterdorf Crespi d’Adda
  • die alte venezianische Stadtmauer in Bergamo
  • die Stadt Mantua (die Stadt der Familie Gonzaga)
  • die Stadt Sabbioneta
  • die heiligen Berge Sacri Monti entlang der Pilgerwege
  • Felsmalereien im Valcamonica
  • der Streckenabschnitt der Rhätischen Bahn "Bernina Express", welche als höchste Eisenbahnlinie der Alpen gilt

Da Kultur und Kulinarik in Italien eng miteinander verbunden sind, sind die Einheimischen wie in jeder Region des Landes stolz auf ihre regionale Küche.

Wie typisch für den Norden von Italien ist diese hier eher simpel und bodenständig. Es gibt verschiedenartige deftige Eintöpfe. Sehr verbreitet ist mit Safran gefärbtes gelbes Risotto, was häufig mit Mailand in Verbindung gebracht wird. Immerhin wachsen in der Lombardei fünf unterschiedliche Reissorten, darunter der Risottoreis.

Auf dem Tisch steht ein Teller mit gelben Risotto und daneben liegt eine aufgeschnittene Zitrone
Das gelbe Risotto ist eine der kulinarischen Spezialitäten in der Lombardei

Die Polenta, ein Maisgericht, hat ihr Zuhause nicht nur im benachbarten Venetien sondern ebenso in der Lombardei - weswegen sie hier nicht selten auf den Teller kommt.

Ein Überbleibsel der vergangenen österreichischen Herrschaft ist paniertes Fleisch, was bei den Lombarden bis heute viel Anklang findet. Außerdem ist eine bestimmte Form der Kalbshaxe, genannt Ossobuco, eine der regionalen Spezialitäten. Weitere typische Fleischgerichte der Lombarden sind Zunge, Hasenleber und Taubenleber - sicherlich nicht jedermanns bzw. jederfraus Sache, aber für den ein oder anderen vielleicht einen Versuch wert.

Da Käse in Italien eine sehr regionale Sache ist, hat auch die Lombardei ihre eigenen Käsespezialitäten: darunter Mascarpone, Stracchino und der Gran Lodigiano.

Du sehnst dich nach Italien? Dann lies auch unsere Artikel zur Toskana, Umbrien und Kalabrien.

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.