Das grün gesprenkelte Apulien beherbergt nicht nur wunderschöne, geschichtsträchtige Orte und weite Strände, es ist auch das Produktionsgebiet von sage und schreibe einem Drittel des Italienischen Olivenöls! 60 Millionen Olivenbäume wachsen hier verstreut über die gesamte Provinz und manche von ihnen sind mehrere Hundert Jahre alt. Mehrere Tausend Jahre wiederum kann Apulien auf seine Geschichte zurück blicken, die von unzähligen Besetzungen erzählt. Diese spiegeln sich in der Architektur der Städte und Dörfer wieder. 

Apulien ist im Absatz Italiens. Vom östlichsten Punkt, der Stadt Otranto, sind es nur 80 Kilometer übers Meer bis zur Albanischen Küste. Puglia, wie es auf Italienisch heißt, ist eingebettet zwischen der Adria und dem Ionischen Meer. Die Hauptstadt Bari liegt direkt am Meer und ist Anlaufstelle der großen Fähren aus dem Norden und Osten.

Die Provinz mit den langen, feinsandigen Sandstränden und einer Saison von April bis Oktober ist ideal für einen Urlaub, die großen Touristenströme bewegen sich aber mehrheitlich an einige einzelne Hotspots. Fernab der Touristenzentren ist Apulien ein großer Geheimtipp. Hier spürt man viel vom ursprünglichen Italien. Es macht allerdings Sinn, mit zumindest ein paar Brocken Italienisch im Gepäck anzureisen.

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Die Kultur im italienischen Stiefelabsatz

Apuliens Kultur ist tief mit dessen Architektur verwoben. Um die Kulturschätze kennen zu lernen muss man also nicht unbedingt ins Museum gehen. Es reicht, durch die unzähligen Städte und Dörfer zu spazieren. Die verschiedenen Epochen und Einflüsse sind überall spürbar. Taranto, Gallipoli und Polignano wurden von den Griechen erbaut. Danach kamen in die Region Römer, Araber, Langobarden, Goten und Byzantiner, Normannen, Aragoner, Franzosen, Spanier und schließlich die Österreicher.

Bemerkenswert ist der Salento, das Gebiet des italienischen Absatzes. Hier spricht man nicht nur eine Sprache, die von der Wissenschaft als eine eigene, vom Italienisch getrennte behandelt wird, hier sind auch andere besondere kulturelle Einflüsse vorhanden. Die traditionellen Häuser sind hier, anders als im Rest Apuliens, in der griechischen Art gebaut. Sie sind weiß gekalkt. Die Hauptstadt der Provinz ist Lecce, die wie einige andere Städte im Salento auch im Lecceser Barockstil erbaut ist. Charakteristisch sind die opulenten Hausfassaden und die warme rötlich-gelbe Farbe des verwendeten Gesteins. Heute locken die Städte im Salento, allen voran Lecce, aber auch Brindisi und Otranto jedes Jahr viele Menschen an, die hier ihren Urlaub verbringen. Der Rest Apuliens ist vorwiegend im Spanischen Barock gebaut oder romanisch geprägt.

Diverse Ausgrabungen aus der Frühzeit belegen eine sehr frühe Besiedelung der Region Apulien. Auch belegen Relikte aus vergangenen Epochen, dass bereits früh Handel betrieben wurde, zum Beispiel mit Tonwaren.

Einige weitere kulturell bemerkenswerte Orte sollen dir noch noch genauer vorgestellt werden.

ein achteckiges Schloss mitten im Wald von oben mit einer Drohne gefilmt ist ein italienisches Unesco-Kulturerbe.
Der ursprüngliche Zweck des Castel del Monte ist bis heute unbekannt. / Quelle: Giulia Gasperini_unsplash

Städte, wie auch James Bond sie liebt

Hast du den letzten James Bond gesehen und dich auch gefragt, in was für eine schöne Stadt es ihn da verschlagen hat? Hier kommt die Antwort: Gravina in Puglia! Die antike Stadt schlängelt sich entlang von kilometerlangen Kalksteinschluchten und ist mit ihren Brücken ein atemberaubender Anblick. Unweit von Gravina befindet sich das berühmte Castel del Monte. Das Kastell wurde 1240 vom Stauferkaiser Friedrich II erbaut, aber höchst wahrscheinlich nie fertig gestellt. Das achteckige Schloss gibt bis heute Rätsel auf, da man noch immer nicht weiß, ob es als Jagdschloss, zur Aufbewahrung des Staatsschatzes oder als Fort konzipiert wurde. Letzteres lässt sich eigentlich ausschließen, da in der weißen Kalkfassade keine Schießscharten oder ähnliches vorzufinden sind. Das Castel del Monte ist seit 1996 Unesco-Welterbe und auf der italienischen 1-Cent Münze abgebildet.

Ein etwas anderer Anblick bietet die Stadt Tarent. Ein großer Industriehafen prägt hier das Bild. Die Stadt wirkt halb verfallen, was einen ganz besonderen Reiz ausmacht und sicherlich ein Geheimtipp für Leute ist, die nicht nur pittoreske Städtchen, sondern auch die rauhe, ungeschminkte Realität mögen.

Blick über einen kleinen und alten süditalienischen Hafen mit einem Fischerboot im Vordergrund und einer Bucht im Hintergrund findet man in Apulien!
Auch Tarent ist eine Reise wert, wenn man das Ursprüngliche abseits der Postkartenmotive liebt! / Quelle: Aron Marinelli_unsplash
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Alberobello und der findige Trick mit den Trulli

Und nun zu einer Besonderheit, über die ich ganz ins Schwärmen gerate: die Trulli. Vor allem in der Gegend um und in Alberobello kann man diese, im Fachausdruck Kraggewölbebauten aus Tockenmauerwerk genannt, bewundern. Heute befinden sich vorwiegend Geschäfte, Restaurants und Hotels in diesen eigentümlichen Rundhäusern. Ursprünglich wurden sie aus einem ganz pragmatischen Grund gebaut: im 17. Jahrhundert war es verboten, neue Dörfer zu erbauen. Der damalige Feudalherr war allerdings daran interessiert, dass sich in der Gegend rund um Alberobello Siedler niederließen. Er bewilligte eine Besiedelung unter der Bedingung, dass die traditionelle, sehr einfache Bauweise der Rundhäuser beibehalten wurde. Im Falle einer Kontrolle ließen sich die Dächer aus Kalksteinplatten in Windeseile abbauen, wodurch ein jedes Haus im Handumdrehen einer mickerigen Wandkonstruktion und keineswegs einer Behausung ähneln würde.

Ein kleiner Tipp zum Schluss: das Alberobello Light Festival findet jedes Jahr Ende Juli statt und taucht das Städtchen in zauberhafte Lichtinstallationen.

Feste und Brauchtum

In der Kultur Apuliens haben viele Feierlichkeiten religiösen und auch heidnischen Ursprung. Patronatsfeiern zu Ehren der Schutzheiligen werden in fast jedem Ort Apuliens abgehalten. Ostern wird hier, wie überall in Italien, ganz besonders gefeiert. Dazu gehören bestimmte Rituale und Mysterienspiele wie sie zum Beispiel in Taranto zelebriert werden. Zu den religiösen Feiern gesellen sich volkstümliche Bräuche wie den Tarantella- Tanz, der in Apulien Pizzica genannt wird. Vielerorts werden Sagre gefeiert, Feste, die einem bestimmten Gericht geweiht sind. Musikfeste wie die Notte della Taranta sind ein fester Bestandteil des Kulturkalenders. Die Veranstaltungen werden jedes Jahr an verschiedenen Orten des Salento durchgeführt.

Natur in Türkis, Weiß und Dunkelgrün

Nationalpark Gargano

Nördlich von Bari, im Sporen des Absatzes, befindet sich die Region des Gargano mit seinem waldreichen Nationalpark, einem der größten Italiens. Hier kann man auf Wanderwegen durch Olivenhaine und Laubwälder wandern und unter den ausladenden Schirmen der Pinien die Küste erreichen. Besonders schön sind die Kalkfelsen am Strand Spiaggia die Vignanotica. Falls es dich in die Gegend des Parco nazionale del Gargano verschlägt, solltest du unbedingt einen Abstecher in das Fischerdorf Vieste machen. Auf einem Felsen der bis weit ins Meer heraus ragt erbaut, verschmelzen die weißen Flachdachhäuser mit mit dem Blau des Meeres. Man kann sich nicht sattsehen!

Dem Gargano vorgelagert und von da auch erreichbar sind die Tremini-Inseln. Das Meergebiet steht unter Naturschutz, was viele Schnorchler und Taucher anzieht, was ein wenig paradox anmutet.

Nationalpark Alta Murgia

Apulien ist die flachste Provinz Italiens. Nur an wenigen Stellen wölbt sich die Landschaft bis auf knapp über 1000 Metern. Der Nationalpark Alta Murgia (Parco nazionale dell’Alta Murgia) befindet sich auf einer kalkgebirgigen Hochebene. Hier findet man neben einer vielfältigen Fauna und Flora Fundstücke aus der Antike.

Naturpools und karibisch anmutende Strände

Ein besonderes Naturjuwel sind die türkis-blauen Grotten zwischen San Foca und Torre dell’Orso. Hier reihen sich im Gestein kleinere und größere Naturpools aneinander, die zu einem Bad einladen. Der Legende nach nahm hier in der besonders beeindruckenden Grotta della Poesia einst eine schöne Prinzessin regelmäßig ein Bad, worüber bis heute in Gedichten erzählt wird.

Apulien ist auch für seine zahlreichen Strände und das saubere Wasser bekannt. Magst du eher verborgene Buchen, die von knorrigen Büschen und Pinienwäldern eingerahmt werden, dann empfehle ich dir Küstenabschnitte im Norden und in der Mitte Apuliens, vor allem an der Küste ab Bari in südlicher Richtung. Hier ist die Natur wild und die Region touristisch weniger erschlossen als der Gargano und der Salento. Magst du den Blick über das Meer von einem kilometerlangen Strand aus? Die findest du im Salento am ionischen Meer. Sie sind sehr flach, glasklar und eignen sich sehr gut auch für Kinder. Die Strände bei Gallipoli sind vor allem im Hochsommer sehr beliebt und es kann hier sehr voll werden. Nördlich der Stadt, in der Nähe von Nardo, gibt es den von Pinienhainen gesäumten Naturstrand, genannt Porto Selvaggio. In den nahegelegenen Baia dell Ulluzzo wurden Siedlungen entdeckt, die 40'000 Jahre alt sind.

Die berühmten Sandstrände, auch "Malediven des Salento" genannt, sind ganz im Süden des Absatzes auf der Seite des ionischen Meeres.

Ein heller Sandstrand mit ruhigen Wellen und Fußspuren und niedrigen Büschen am Rand passen zum ionischen Meer.
Kilometerlange Sandstrände findet man im Süden Apuliens! / Quelle: Reisetopia_unsplash

Grotten und Tropfsteinhöhlen

Le Grotte di Castellana sind ein Höhlensystem mit 3348 Metern Länge. Der vom Wasser über Jahrtausende ausgewaschenen Karst hat sich in ein Welt aus Gängen, Höhlen in die das Licht durch Löcher scheint und Tropfsteine verwandelt. Die Höhlen befinden sich nahe von Bari und haben eine eigene Zugstation auf den Strecken Bari-Martina und Franca-Taranto. Es werden zwei unterschiedliche Touren angeboten: die 3 Km lange und cirka 100 Minuten dauernde Runde in die weiße Grotte und die etwas kürzere in die anderen Tropfsteinhöhlen. Bei beiden Touren kommt man an der großen Grotte Grave mit einem Loch in der Decke vorbei. Ein speläologisches Museum gehört dazu. Die Tour in die alabasterfarbene weiße Grotte kostet 19,50 Euro pro Person, die kürzere 16,50 Euro.

Die Touren werden auf Italienisch und Englisch geführt. Du möchtest mit Muttersprachlern unterwegs sein und deine Italienischkenntnisse ausbauen? Auf Superprof findest du Italienischlehrer in ganz Deutschland.

Die Sache mit der Sprache

Plant man eine Reise nach Apulien, sollte man sicherlich über ein wenig Italienischkenntnisse verfügen, vor allem wenn man sich fernab der Touristenmagnete bewegen möchte. Im Norden Apuliens spricht man den Süditalienischen Dialekt. Der ist nicht einfach zu verstehen, aber ist nicht zu vergleichen mit der Sprache in Süd-Apulien, die, wie bereits oben erwähnt, eine vollkommen eigene Sprache ist. Sie bildet gemeinsam mit dem Sizilianisch und Teilen von der Region Kalabrien eine eigene Sprachgruppe. Hier haben selbst Norditaliener, zum Beispiel aus Mailand und der Lombardei, wenig Chancen zu verstehen worum es gerade geht. Aber selbstverständlich sprechen alle Leute auch jenes Italienisch, wie wir es lernen.

Viel einfacher ist es, sich in der ToskanaSehenswürdigkeiten anzusehen und mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, denn hier spricht man klassisches Schulbuch-Italienisch.

Griechisch anmutende Dekoration aus Metall im Sonnernutergang schmücken die Stadt Gallipoli.
Im Süden Italiens ist der Einfluß von Griechenland spürbar - vor allem in Gallipoli, Taranto und Polignano. /Quelle: Sarah Mutter_unsplash

Jede Region hat ihre eigene Sprache. Trentino in den Alpen, die Abruzzen im Apennin oder das grüne Herz Umbrien sind Heimat ganz unterschiedlicher Dialekte. Aber jede Region hat ihren eigenen Zauber und ist sicherlich eine Reise wert!

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Vera

aus der Pädagogik komme ich, in Kunst und Kultur bin ich zu Hause, Europäerin bin ich, Sprache(n) liebe ich, Neugierde und Offenheit möchte ich immer behalten.