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Was kostet ein Klavier eigentlich?

Von Tobias, veröffentlicht am 17/08/2018 Blog > Musik > Klavier > Mit welchen Kosten muss ich beim Klavier Kaufen rechnen?

Ein Klavier kauft man nicht mal so nebenbei im nächstbesten Laden. Es handelt sich um eine langfristige Investition, die gut durchdacht sein will.

Falls Ihr Euch das Instrument nur leihen wollt, ist das natürlich eine andere Sache. Aber das ist nicht immer die beste Lösung, auch wenn Ihr dadurch zunächst viel Geld sparen könnt.

Auch wenn man meinen könnte, dass die größten Kosten für ein Klavier in den Anschaffungskosten und dem Zeitaufwand fürs Üben bestehen, werdet Ihr schnell feststellen, dass das nicht immer ganz so einfach ist.

Auf die eingangs gestellte Frage „Was kostet ein Klavier eigentlich?“ eine Antwort geben zu können, ist gar nicht so einfach.

Eigentlich sollte man eher fragen: „Was kostet uns ein Klavier eigentlich nicht?“. Und hinzufügen: „Wie bringt uns das Klavierspielen im Leben weiter?“.

Natürlich kann die Auflistung aller Kosten, die für das Klavierspielen anfallen, etwas negativ wirken. Aber eigentlich ist das überhaupt nicht der Fall.

Es reicht, sich dessen bewusst zu sein, um das Beste aus dem Klavierspiel zu ziehen.

Eure Finger werden schon bald übers Klavier fliegen und die schönen schwarzen und weißen Tasten tanzen lassen, sodass Chopin oder Mozart stolz auf Euch wären.

Wie viel Geld kostet ein Klavier?

Klar, ein Klavier ist nicht das billigste aller Instrumente.

Die verschiedenen Arten von Klavier kosten natürlich auch unterschiedlich viel, aber eins steht fest: Wer ein Klavier kaufen will, der muss auch Geld in die Hand nehmen.

Trotzdem gibt es je nach Marke, technischen und klanglichen Merkmalen eine ganze Bandbreite an verschiedenen Modellen mit unterschiedlichen Preisen.

Je nach Euren Ambitionen und Eurem Budget ist da für jeden etwas dabei.

Das Keyboard – die günstigste Wahl

Wenn man mit dem Klavierspielen anfangen will, aber noch nicht weiß, wo man damit eigentlich hinwill (Freizeit, Band, Klavierlehrer werden …), dann sollte man sich einmal mit Keyboards auseinandersetzen und weniger mit sperrigen und teuren Flügeln.

Keyboards sind die günstigste Variante der Klaviere Auf einem Keyboard könnt Ihr künstlich immer neue Klänge erzeugen | Quelle: Visualhunt

Keyboards sind kostengünstig und benötigen keine Besondere Pflege, außer vielleicht eine kleine Staubdecke zum darüber legen, wenn man gerade nicht spielt.

Was den Preis angeht, so findet man Keyboards schon ab günstigen 99 €. Ohne Klavierhocker, Boxen oder andere Accessoires, versteht sich.

Keyboards dieser Kategorie haben eine minimale Ausstattung, bieten oft aber einen überraschend guten Klang. Für Anfänger sind sie bestens geeignet, da man mit ihnen schnell und effizient Fortschritte machen kann.

Es gibt aber auch Keyboards in anderen Preisklassen. Je mehr Geld man in die Hand nimmt, desto mehr Features bieten die elektrischen Klaviere in der Regel auch.

Die Preise für Keyboards der Spitzenklasse können bis auf über 1000 Euro steigen!

Wer sich für ein Modell dieser Preisklasse entscheidet, sollte aber mit dem Klavierspiel auch ambitioniert sein.

Und dann eignet sich ein klassisches Klavier oder gar ein Flügel eventuell eher für Euch, vorausgesetzt Ihr könnt Euch eines leisten. Diese Modelle schauen wir uns als nächstes an.

Mechanische Klaviere und Flügel

Wer sich ein mechanisches Klavier oder gar einen Flügel zulegen will, der sollte auf jeden Fall ambitioniert sein, das Klavierspielen wirklich gut zu erlernen.

Wer sich also noch nicht sicher ist, ob ihm das Klavierspielen wirklich Spaß macht, der sollte von Modellen dieser Art absehen.

Um Euch eine Idee vom Preis zu geben: Die günstigsten Klaviere gehen bei etwa 2500 Euro los, für einen Flügel müsst Ihr mindestens 9000 € rechnen. Und das ist noch günstig!

Ihr seht also, Instrumente dieser Art sind eine echte Investition, manchmal sogar über Generationen hinweg.

Lohnt sich ein Flügel für Euch? Ein Flügel ist teuer, bleibt aber oft über Jahrzehnte in der Familie | Quelle: Pixabay

Neben dem Kaufpreis kommen dann auch noch einige Accessoires hinzu: Hocker, Metronom, Lampe, Notenständer…

Außerdem wollen solche Klavier gepflegt werden! Genau wie beim E-Piano müssen mechanische Klaviere stets entstaubt werden. Außerdem müssen sie regelmäßig gestimmt werden – und das etwa zwei mal im Jahr! Nur so bleibt der originale Klang erhalten.

Ein Klavier einmal zu stimmen kostet in etwa 90 € für ein klassisches Klavier und 110 € für einen Flügen. Passt also auf, dass Ihr an einen guten Klavier-Stimmer geratet!

Um also so gut es geht von Eurem Klavier zu profitieren sollten Ausgaben dieser Art für Euch kein Problem darstellen. Für alle anderen eignen sich elektrische Klaviere besser, da sie nie gestimmt werden müssen.

Die Nebenkosten

Wenn Ihr Euch für ein Klavier entschieden habt, dann solltet Ihr wissen, dass zum Kaufpreis auch noch einige andere Kosten hinzukommen werden:

  • Ein Lehrer, falls Ihr Klavierunterricht nehmen möchtet (etwa 25 € / Stunde)
  • Bücher und Noten, wenn Ihr Eure Lieblingsstücke spielen möchtet (Ein Notenbuch kostet ca. 20 – 30 €)
  • Einzelne Stücke aus dem Internet herunterladen (ca. 3 €/ Stück)
  • Eventuelle Kosten für die Reparatur des Klaviers, falls es zu Problemen kommen sollte (haltet dafür immer die Seriennummer Eures Klaviers bereit!)

Wie viel Zeit kostet Euch ein Klavier?

Man denkt nicht immer gleich daran, aber es stimmt schon, dass ein Klavier viel Zeit in Anspruch nimmt.

Das könnte man durchaus im negativen Sinne verstehen.

Das ist jedoch nicht immer wahr, denn wenn man sagt, dass ein Klavier viel Zeit benötigt, dann meint man damit vor allem die Zeit zum Üben bzw. eigentlichen Klavier Spielen.

Und die solltet Ihr nun wirklich nicht als negativ betrachten, denn sonst solltet Ihr lieber gar nicht erst Klavier spielen, da ein Instrument immer Spaß bereiten sollte und Fortschritt nie erzwungen werden kann.

Die Zeit für den Klavierunterricht und das Üben im Alltag

Für Pianisten, die sich für Ihr Leben gerne vors Klavier hocken (Spass bei der Sache ist immer noch die Grundlage für Erfolg) kann die Zeit, die sie am Klavier verbringen, durchaus variieren.

Das Minimum am Tag beträgt dennoch in etwa eine Viertelstunde.

Eine viertel Stunde am Tag sollte für jeden drin sein Egal ob mit oder ohne Lehrer, Üben ist Pflicht! | Quelle: Pixabay

Das erlaubt es ihnen, das selbe Stück drei bis vier Mal zu spielen und dann sogar ein neues anzufangen. Oder aber vier verschiedene Songs je einmal zu spielen.

Rechnet man ein bis zwei Minuten Aufwärmzeit und Dehnübungen hinzu, dann kommt man eher auf mehr als 15 Minuten.

Alle Musik- und damit auch Klavierlehrer werden Euch bestätigen: Wer zu viel spielt, der tut sich nicht unbedingt einen Gefallen.

Unter anderem daran liegt es auch, dass eine Klavierstunde 40-45 Minuten dauert und nicht 2 Stunden.

Das gilt auch, wenn Ihr alleine nur für Euch spielt. Mehr als zwei Stunden am Tag zu üben ist nicht empfehlenswert.

Es ist besser, weniger lang, dafür häufiger und regelmäßiger zu üben, da Eure Aufmerksamkeitsspanne so nicht überschritten wird.

Gerade dann, wenn man Noten liest oder Akkorde mit mehr als drei Tönen mit jeder Hand spielt. Situationen eben, die maximale Konzentration erfordern.

Daher solltet Ihr Effizienz und Qualität der Quantität vorziehen. Das gilt natürlich nicht nur fürs Klavier, sondern generell fürs Leben!

Wenn man nur während des Klavierunterrichts spielt, dann werdet Ihr natürlich nur langsam Fortschritte machen.

Klavier Lernen ist eine langwierige Arbeit.

Die Expertise Eures Lehrers ist wichtig, aber sie sollte nur als zusätzliches Element für das alltägliche Üben betrachtet werden. So ähnlich wie beim Sport oder auch in der Schule.

Übrigens: Das Klavier eignet sich perfekt als Anti-Stress-Mittel.

Wenn Ihr einen schwierigen Tag gehabt habt, dann kann es gut tun, sich ans Klavier zu hocken und ohne Sorgen einfach drauf los zu spielen, egal ob 15 Minuten oder 45.

Ziel ist es, dass es einem hinterher besser geht als vorher.

Klavierspielen entspann und löst Euch vom Stress Stress gehabt? Probiert es mal mit Klavier spielen | Quelle: Pixabay

Ihr werdet schnell feststellen, dass das Klavier wie eine Droge wirken kann.

Aber eine sehr angenehme und gesunde Droge, die Euch in einen ausgeglichenen Gemütszustand versetzen wird.

So lange dauert es, ein Klavier zu kaufen

Diese Zeit ist nur schwer messbar. Natürlich solltet Ihr Euch ausreichend Zeit nehmen, wenn Ihr Euch ein neues Klavier anschafft.

Die Zeit zum Ausprobieren, Vergleichen und Euch vom Verkäufer beraten zu lassen. Das alles hängt von Euren Zielen und Eurem Niveau ab.

Ihr solltet Impulskäufe vermeiden, denn ein Klavier zurückzugeben ist oft nicht ganz so einfach.

Außerdem muss eine emotionale Bindung zwischen Pianist und seinem Instrument vorhanden sein.

Daher solltet Ihr Euch Zeit nehmen, alles in Ruhe bedenken und abwarten, bis Ihr das richtige Instrument gefunden habt. Das gehört auch zum Pianist sein dazu.

Viel Spaß beim Üben!

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