Je mehr Musiker es gibt, desto mehr Verrückte gibt es.Erik Satie

Eine Umfrage hat ergeben, dass im Jahr 2019 in Deutschland rund 2,14 Millionen Personen ab 14 mehrmals wöchentlich ein Musikinstrument spielen. Während unter Autodidakt*innen die Gitarre das beliebteste Instrument ist, ist es an Musikschulen nach wie vor das Klavier.

Aber auch außerhalb der Musikschulen wird häufig Klavier unterrichtet. Bei Superprof findest Du für kein Instrument mehr Privatlehrer*innen als für das Piano. Aber wie wählt man unter all diesen unterschiedlichen Profilen das passende aus?

Ich erkläre Dir, worin die Unterschiede liegen und worauf Du achten solltest, um das richtige für Dich zu finden.

Konstantin
Konstantin
Lehrerkraft für Klavier
5.00 5.00 (3) 25€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Nadine
Nadine
Lehrerkraft für Klavier
5.00 5.00 (3) 30€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Alina
Alina
Lehrerkraft für Klavier
80€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Bernhard
Bernhard
Lehrerkraft für Klavier
5.00 5.00 (5) 40€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Christoph
Christoph
Lehrerkraft für Klavier
5.00 5.00 (6) 25€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Johann
Johann
Lehrerkraft für Klavier
5.00 5.00 (3) 50€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Frederik
Frederik
Lehrerkraft für Klavier
20€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Marina
Marina
Lehrerkraft für Klavier
35€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!

Private Klavierlehrer: diese Fragen solltest Du ihnen stellen

Privater Klavierunterricht bietet den Vorteil, dass Dein*e Lehrer*in sich während der ganzen Unterrichtseinheit nur auf Dich konzentrieren kann. Er*sie wird Dich mit der Zeit immer besser kennen lernen und Dich dadurch auch gezielter unterstützen können.

Dafür ist es wichtig, dass ihr zusammenpasst. Dabei geht es nicht nur um Sympathie, sondern auch darum, dass Dein*e Klavierlehrer*in Dir auch genau das bieten kann, was Du erwartest.

An staatlichen und privaten Musikschulen werden Lehrer*innen angestellt, die alle mehr oder weniger denselben Hintergrund haben. Die meisten von ihnen werden ein Musikstudium hinter sich haben, das sie mit einem Lehrdiplom abgeschlossen haben.

Wenn Du Dich nach privaten Klavierlehrer*innen umsiehst, musst Du wissen, dass Du auf Leute mit unterschiedlichen Ausbildungen stoßen wirst. Um sich als Instrumentallehrer*in selbstständig zu machen, ist nicht unbedingt ein einschlägiges Studium nötig.

Bevor Du also Deine erste Unterrichtsstunde buchst, solltest Du Dich sorgfältig über den*die Lehrer*in informieren und falls Du im Internetprofil keine Angaben dazu findest, folgende Fragen stellen:

  • Welche musikalische Ausbildung hat er*sie?
  • Welches sind seine*ihre bevorzugten Musikstile?
  • Seit wann macht er*sie Musik?
  • Spielt er*sie noch andere Instrumente?
  • Welche Unterrichtsmethode verwendet er*sie?

Viele Klavierlehrer*innen bieten eine kostenlose Probestunde an, bei der ihr euch etwas kennen lernen könnt und Du alle Deine Fragen stellen kannst.

Auch er*sie wird sich dabei ein Bild von Dir, Deinen Vorkenntnissen und Deinen Interessen und Zielen machen (einfach mal ausprobieren, Liedbegleitung lernen, einen bestimmten Stil perfektionieren, eine Band gründen, Profimusiker*in werden).

Klavierspielen macht das Leben bunter.
Die Profile von privat Klavier Lehrern sind vielfarbig. | Quelle: B1 Foto via Pixabay

Klavier Lehrer als Studentenjob

Auf den unterschiedlichen Plattformen oder in Kleinanzeigen wirst Du ziemlich sicher auf Studierende stoßen, die mit Einzelunterricht ihre Kasse aufbessern. Instrumentallehrer*in ist ein attraktiver Studentenjob, da die Zeiteinteilung flexibel ist.

Es ist ein Nebenjob, bei dem man seine Leidenschaft mit Gleichgesinnten teilen und sein Wissen weitervermitteln kann. Ob Gitarre, Banjo, Akkordeon, Ukulele, Schlagzeug oder Klavier – für all diese Instrumente kannst Du Student*innen finden, die privaten Unterricht anbieten.

Wenn Du gerade erst mit dem Lernen anfängst, kannst Du bei Student*innen sehr gut aufgehoben sein. Da sie selbst noch in der Situation sind, Lerninhalte aufnehmen und verstehen zu müssen, werden sie sich gut in Dich hineinversetzen und verständlich erklären können.

Im Idealfall findest Du eine*n Musikstudent*in, der*die genau das Instrument unterrichtet, das Du lernen möchtest. Viele unter ihnen befinden sich bereits in einem Studiengang, der zur einem Lehrdiplom führt. Sie werden daher auch alle pädagogischen Grundlagen kennen, was für allem für Kinder und junge Erwachsene angenehm sein kann.

Für Musikstudent*innen ist der Privatunterricht nicht nur ein Nebenverdienst, sondern oft auch der Einstieg in die Berufswelt. Ihr werdet also gegenseitig voneinander profitieren. Er*sie kann erste wichtige Praxiserfahrungen sammeln, während Du einen fundierten und professionellen Unterricht zu kleinem Preis erhältst.

Schau doch mal die Kleinanzeigen im Supermarkt oder in Zeitungen durch und informiere Dich in sozialen Netzwerken oder auf Plattformen wie Superprof. Ziemlich sicher wirst Du dabei das Richtige für Dich finden.

Konstantin
Konstantin
Lehrerkraft für Klavier
5.00 5.00 (3) 25€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Nadine
Nadine
Lehrerkraft für Klavier
5.00 5.00 (3) 30€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Alina
Alina
Lehrerkraft für Klavier
80€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Bernhard
Bernhard
Lehrerkraft für Klavier
5.00 5.00 (5) 40€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Christoph
Christoph
Lehrerkraft für Klavier
5.00 5.00 (6) 25€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Johann
Johann
Lehrerkraft für Klavier
5.00 5.00 (3) 50€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Frederik
Frederik
Lehrerkraft für Klavier
20€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!
Marina
Marina
Lehrerkraft für Klavier
35€/h
1. Unterrichtseinheit gratis!

Unabhängige Musiklehrer*innen

Die zweite große Gruppe unter den privaten Klavierlehrer*innen unterrichtet hauptberuflich. Dabei handelt es sich um professionelle Musiker*innen, oft mit Lehrdiplom, wie Du sie auch an Musikschulen findest.

Der einzige Unterschied zu Musikschullehrer*innen ist, dass sie auf freiberuflicher Basis arbeiten. Das heißt, sie wählen ihre Schüler*innen selbst aus und können sich ihre Arbeitszeit frei einteilen. Dabei haben sie aber nicht die gleichen Sicherheiten wie jemand in einer Festanstellung.

Selbstständige Klavierlehrer*innen stellen sich in der Regel auf Internetplattformen vor, um auf sich aufmerksam zu machen und ihren Stundenplan zu füllen.

Unabhängige Klavierlehrer*innen sind meistens sehr erfahren und haben ziemlich sicher früher schon einmal an einer Musikschule unterrichtet. Sie kennen daher die unterschiedlichen Unterrichtsmethoden und wissen, wie sie sich an neue Schüler*innen anpassen können.

Der Klavierunterricht bei hauptberuflichen Privatlehrer*innen wird in der Regel etwas teurer sein als bei Student*innen, für die es ein Nebenjob ist. Der höhere Preis ist aber absolut gerechtfertigt, da Du dank des großen Erfahrungsschatzes einen qualitativ hochwertigen Unterricht erhalten wirst.

Möglicherweise hat er*sie auch mehr Zeit, Dir ab und zu außerhalb der Unterrichtszeit ein paar Ratschläge zu geben, wenn Du beim Üben nicht weiterkommst.

Ein Metronom hilft Dir, im Takt zu bleiben.
Mit privatem Klavierunterricht wirst Du auch Dein Taktgefühl schulen. | Quelle: Visualhunt

Jazz, Kammermusik, Rock, Pop, Blues, Klassik – mit einem Klavier steht Dir jeder Musikstil offen. Wenn Du mehrere Stile kennenlernen möchtest, bist Du bei selbstständigen, hauptberuflichen Klavierlehrer*innen sehr gut aufgehoben. Sie haben meistens die vielseitigsten Hintergründe unter ihren Berufskolleg*innen.

Wie kommst Du zu all diesen Informationen, ohne jede*n Einzelne*n kontaktieren zu müssen?

Manche Klavierlehrer*innen geben in ihren Profilen sehr detaillierte Informationen zu den Stilen und Instrumenten, die sie unterrichten. Wenn Du dazu nichts findest, schaust Du Dir am besten den Lebenslauf an. Darin findest Du Angaben zu Ausbildung und Berufserfahrung; das wird Dir schon viele Fragen beantworten.

Klavierlehrerin im Ruhestand

Für professionelle Musiker*innen ist die Musik mehr Berufung als Beruf. Es fällt daher schwer, in dem Alter, in dem Andere in den Ruhestand gehen, einfach aufzuhören. Die Musik ist eine lebenslange Leidenschaft, die nicht einfach so beiseitegelegt werden kann.

Manche Klavierlehrer*innen entscheiden sich daher, nach ihrer Karriere an einer Musikschule oder -universität, als Privatlehrer*in weiterzuarbeiten.

Die Profile der Klavierlehrer*innen im Ruhestand sind außerordentlich vielfältig. Ehemalige Hochschuldozent*innen werden den Unterrichtsschwerpunkt wahrscheinlich auf eine allgemeine musikalische Ausbildung legen. Hier wirst Du sehr viel über Musiktheorie, Notenlesen, Harmonielehre und Gehörbildung lernen.

Das ist vor allem dann interessant, wenn Du vorhast noch andere Instrumente zu lernen. Je mehr musikalisches Grundwissen Du hast, umso leichter wird es Dir fallen das bereits Gelernte auf ein anderes Instrument zu übertragen. Während Du die Geheimnisse des Flügels, des E-Piano oder des klassischen Klaviers entdeckst, wirst Du auch einiges über Musikgeschichte lernen.

Ehemalige Hochschullehrer*innen werden Dir also alles beibringen, was zum Klavier spielen im weitesten Sinne gehört. Das ist besonders nützlich, wenn Du selbst eine Karriere als Profimusiker*in anstrebst.

Wenn Du Noten lesen kannst, hast Du Zugang zu allen Klavierstücken.
Noten lesen lernen wirst Du bei allen Klavierlehrern. | Quelle: Kwinten De Pauw via Unsplash

Unter den Klavierlehrer*innen im Ruhestand wirst Du auch ehemalige Schulmusiklehrer*innen finden. Wenn sie zuvor an einem Gymnasium unterrichtet haben, werden auch sie fundierte Kenntnisse der Musiktheorie haben. Andererseits haben sie einen pädagogischen Hintergrund und Erfahrungsschatz, der auf Jugendliche ausgerichtet ist.

Auch von ihnen wirst Du also Grundlagen vermittelt bekommen, die über das reine Spielen hinausgehen. Gleichzeitig wird der Unterricht möglicherweise etwas weniger streng sein, als bei Dozent*innen, die zuvor an Hochschulen gelehrt haben.

Auch ehemalige Grundschulmusiklehrer*innen bessern sich teilweise ihre Rente mit privaten Klavierstunden auf. Ihr Unterricht wird weniger theoretisch, dafür spielerischer ausfallen. Für Kinder und Leute, die sich nicht so sehr für Theorie interessieren, wird dies die passende Wahl sein.

Allen gemeinsam ist, dass sie einen fundierten pädagogischen Hintergrund haben und sich perfekt auf die unterschiedlichen Schüler*innen einlassen können. Ihre Klavierkenntnisse haben Schulmusiklehrer*innen aus der jahrelangen Erfahrung, singende Schüler*innen am Klavier zu begleiten.

Private Klavierlehrer*innen im Ruhestand bringen also ein riesiges, vielseitiges Wissen und enorme Erfahrung mit. Daher musst Du bei ihnen auch mit etwas höheren Unterrichtskosten rechnen.

Autodidakten als Klavierlehrer

Immer mehr Leute entscheiden sich dafür autodidaktisch zu lernen. Das heißt, sie bringen sich alles selbst bei; ohne die Hilfe von Lehrer*innen. Das ist im Grunde genommen in jeder beliebigen Disziplin möglich; Klavier spielen genauso wie nähen oder eine Fremdsprache lernen.

Mit genügend Ausdauer, Geduld und Motivation kann damit gleichviel erreicht werden wie auf dem klassischen Weg. Einige Autodidakt*innen entscheiden sich schließlich dazu, ihr selbstangeeignetes Wissen und Können an andere weiterzugeben und Privatunterricht anzubieten.

Der Flügel macht sich auf Reisen.
Der Flügel ist reisebereit. Auch außerhalb von Musikschulen kannst Du Klavier spielen lernen. | Quelle: Frankvellis via Pixabay

Für Autodidakt*innen ist es weitaus schwieriger ihre Kompetenzen zu belegen, da sie keine Diplome vorweisen können. Deswegen finden sie kaum eine Anstellung in einer Musikschule. Trotzdem findest Du unter ihnen Leute, die genauso gut musizieren und unterrichten können wie Hochschulabgänger*innen.

Da Autodidakt*innen selbst keinen Unterricht erhalten haben, werden ihre Unterrichtsmethoden unter Umständen von den klassischen Formen abweichen. Das kann aber durchaus interessant sein, wenn Dir die herkömmliche Didaktik nicht besonders liegt und Du auf der Suche nach einer freien, originelleren Art des Lernens bist.

Der große Vorteil ist, dass sich Autodidakt*innen oft sehr gründlich damit auseinandergesetzt haben, wie sie selbst am besten lernen und Zusammenhänge verstehen können. Auch wenn ihr persönlicher Weg vielleicht nicht der richtige für Dich ist, werden sie Dir dabei helfen können, Dich selbst besser kennen zu lernen und ihren Unterricht dementsprechend anpassen.

Wenn Du bereit bist, Dich auf dieses Abenteuer einzulassen, wird Dir das nicht nur beim Klavier lernen weiterhelfen, sondern in allen Bereichen des Lebens.

Überlege Dir also einmal genau, was und wie Du genau lernen möchtest. Das wird Dir dabei helfen, von Anfang an unter den passenden Klavierlehrer Profilen zu suchen.

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.