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Warum Klavier Spielen Lernen nachhaltig gut für uns ist

Von Florence, veröffentlicht am 09/10/2018 Blog > Musik > Klavier > Diese 6 Lektionen fürs Leben kannst Du von Deinem Klavierlehrer lernen

Wer sich dazu entscheidet das Klavier zu lernen und Pianist zu werden, sollte auch wissen, dass er es mit mehreren Jahrhunderten Musikgeschichte zu tun hat.

Das Klavier ist im 18. Jh. aus dem Klavichord und dem Tympanon entstanden und hat seitdem viele große Namen gekannt: Bach, Debussy, Beethoven, Mozart, Vivaldi, Stevie Wonder, Ray Charles uvm.

Um Klavier Spielen zu lernen, ist es sehr wichtig den richtigen Lehrer zu finden. Einen Lehrer, der Dir die Grundlagen des Saiteninstruments (das Solfeggio z.B.) beibringen kann, der aber auch die Fähigkeit besitzt Dich zu inspirieren …

Klavier Lernen ist nämlich nicht einfach.

Du wirst Niederlagen und die Schwierigkeit erfahren, den Ansprüchen dieses erfahrenen Pianisten zu entsprechen. Du wirst Blockaden haben und komplexe Melodien erlernen müssen.

Deine Klavierstunden werden Dir Lektionen beibringen, die Du auch in Deinem Alltag anwenden kannst.

Ausdauer haben, Geduld entwickeln, seine Fehler korrigieren…

Und was, wenn Dein Klavierlehrer auch ein Lehrer fürs Leben wäre?

Lektion Nr. 1 Deines Klavierlehrers: Das Klavier im richtigen Tempo spielen

Beim genaueren Nachdenken, gilt diese Lektion auch für andere Bereiche.

Wenn man mit etwas Neuem beginnt, wie z.B. Klavierunterricht, ist es immer ratsam langsam anzufangen. Auf das Ziel loszurasen bringt wenig!

Dein Lehrer wird Dich während des Unterrichts beim Lernen der ersten Musiknoten (ganze und halbe Note, Viertelnote, Achtelnote etc.) oft genug daran erinnern. Und er hat Recht!

Denken wir mal an Sport.

Hast Du schon einmal einen Anfänger beim Skifahren oder Snowboarden auf den Pisten gesehen?

Ja?

Und hat einer dieser Anfänger schon einmal versucht die ersten Etappen zu überspringen und eine rote Piste herunter zu fahren ohne zu bremsen?

Er hat eine Chance auf drei, entweder mit einer Skihütte, einer Tanne oder einem anderen Skifahrer zusammenzustoßen. Ein gutes Ende nimmt das jedenfalls nicht.

Bach ist für fortgeschrittene Pianisten! Wenn Du gerade mit dem Klavier anfängst, solltest Du Bach vielleicht erst einmal sein lassen. | Quelle: Visualhunt

Ähnlich solltest Du, wenn Du Respekt für Deine Nächsten und ihre Ohren hast, nicht Deine Klavieranfänge mit Bach und seiner 3. Symphonie machen!

Beim Klavier Spielen muss man mit den Grundlagen anfangen: Das Solfeggio lernen z.B.!

Ein neuer Klavierspieler hört am Anfang nicht immer dem Rat seiner Musiklehrers zu. Er kann es einfach nicht abwarten, so schnell wie möglich seine Liebsten mit schönen Melodien zu beeindrucken.

Aber beim Gitarre Spielen fängt man auch nicht gleich mit Jimi Hendrix an.

Man lernt erstmal die Notenlehre. Beim Klavier Spielen ist das nicht anders.

Man fängt langsam mit der rechten Hand an, mit einfachen, manchmal auch bekannten Melodien. Dann kommen die linke Hand und andere Herausforderungen hinzu.

Das Klavier Spielen muss Stück für Stück gelernt werden. Das Tempo ist progressiv! Piano, piano …

Nach und nach wirst Du vielleicht die größten Werke der 10 besten Klavierspieler weltweit nachspielen können.

Lektion Nr. 2 Deines Klavierlehrers: Beim Klavierspielen nicht zwei Mal den gleichen Fehler machen

Du willst Deinen Musiklehrer doch nicht frustrieren, oder? Und Dich selbst ja auch nicht …

Und wieder: Das gilt für Deine Klavierstunden, aber nicht nur!

Fehler sind natürlich und gehören zum Leben und zum Klavierunterricht dazu.

Viele Sprichwörter und weise Sprüche preisen den Wert des Scheiterns:

  • « Was mich nicht umbringt, macht mich stärker» sagte der Philosoph Nietzsche.
  • « Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum nächsten zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren», deklarierte der britische Staatsmann Winston Churchill.
  • « Ich habe in meiner Karriere mehr als 9000 Würfe verfehlt. Ich habe beinahe 300 Spiele verloren. 26 mal wurde mir der Buzzerbeater anvertraut und ich habe nicht getroffen. Ich bin immer und immer wieder in meinem Leben gescheitert. Und das ist der Grund, warum ich gewinne», hat der herausragende Michael Jordan erklärt, als noch für die NBA Basketball spielte.

Man kann noch 10 mehr solcher Zitate über den Misserfolg finden. Sie alle erklären uns, dass das Scheitern eine notwendige Etappe vor dem Erfolg ist.

Und so ist es auch für das Klavier. Es ist ganz normal beim Klavier Lernen Fehler zu machen. Der Werdegang eines Klavierspielers gestaltet sich in Etappen, jeder Unterricht ist anders.

Sich andauernd vertun, Übergänge verpassen, eine falsche Note spielen, nicht den Rhythmus finden …

Was allerdings nicht normal ist, und auch nicht sehr schlau, ist, wenn Du nicht an Deinen Fehlern arbeitest.

Du bremst so die Arbeit Deines Klavierlehrers und auch Deine eigenen Fortschritte beim Klavier Spielen.

Klavier Lernen und dabei immer wieder die gleichen Fehler machen ist reine Zeitverschwendung. Es ist Deine eigene Aufgabe den Violinschlüssel zu finden und die ersten Hürden zu überwinden!

Lektion Nr. 3 Deines Klavierlehrers: Eigenständiges Arbeiten außerhalb des Klavierunterrichts

Hast Du schon einmal in der Öffentlichkeit Klavier gespielt? Eigenständiges Üben am Klavier muss nicht immer Zuhause stattfinden. | Quelle: Visualhunt

Du kannst nicht alles während des Klavierunterrichts mit Deinem Lehrer lernen. Du übst vielleicht 2, 3 Stunden pro Woche mit ihm das Solfeggio. Vielleicht ein paar Stunden mehr für die motiviertesten.

Du kannst es kaum erwarten Deinen Eltern Für Elise vorzuspielen. Der Klavier-Anfängerunterricht alleine wird dafür nicht genug sein.

Dein Klavierlehrer wird es Dir sicherlich auch ganz klar sagen: Um ein guter Klavierspieler zu werden, muss man auch außerhalb des Unterrichts üben.

Idealerweise übt man natürlich jeden Tag. 30 Minuten. Eine Stunde, wenn das Klavier Dich wirklich in seinen Bann gezogen hat, wenn der Pianist in Dir vor Ungeduld brodelt.

Jede Lektion Deines Klavierlehrers wird Dir neue Lerninhalte geben. Eine schwierige Passage mit der rechten Hand. Oder mit der linken Hand. Ein neuer Akkord. Ein plötzlicher Rhythmus-Wechsel …

Du kannst nicht erwarten, dass der Pädagoge wie durch Magie jede Schwierigkeit für Dich entfernt, dafür verbringt ihr auch viel zu wenig Zeit miteinander.

Er wird es Dir sicherlich auch selbst sagen: Für Fortschritte am Klavier sind vor allem eigenständige Arbeit außerhalb des Klavierunterrichts notwendig.

Der Klavierlehrer ist da, um Dir Schlüsselelemente seines musikalischen Wissens zu vermitteln. Du musst anschließend aber selbst lernen, wie du sie am Besten anwendest!

Eine Lebenslektion kann natürlich vielseitig verstanden werden. Diese Lektion gilt z.B. auch für das Studieren.

Ein Universitätsprofessor ist da, um Dir die Grundlagen seines Faches beizubringen. Aber ohne eigenständiges Wiederholen und Vertiefen wirst Du wohl kaum die Prüfungen bestehen.

Zu guter Letzt wird Dir das Klavier Spielen mit beiden Händen auch dabei helfen Deine Koordination und Fingertechnik zu verbessern.

Es gibt viele Methoden, um schnell beim Klavier Spielen voran zu kommen.

Lektion Nr. 4 Deines Klavierlehrers: Übe Dich beim Klavier Lernen in Geduld

Ein Metronom ist nicht aus dem Takt zu bringen! Deine Augenlieder werden schwer… | Quelle: Pixabay

Wenn Du schon mit dem Klavier Lernen angefangen und Deine ersten Unterrichtsstunden erhalten hast, weißt Du sicher auch, was dieses Gerät ist, das man „Metronom“ nennt. Nicht wahr?

Man muss nun auch keine Ingenieur Ausbildung genossen haben, um zu verstehen, dass das Metronom in regelmäßigen Abständen den Takt schlägt. Er gibt Dir das Spieltempo vor.

Hast Du Dich schon einmal gefragt, was dieses Gerät im übertragenen Sinne bedeuten könnte?

Als angehender Klavierspieler und aufmerksamer Schüler Deines Musiklehrers kannst Du etwas weiterdenken …

Das Metronom gibt Dir nicht nur das Tempo für Dein aktuelles Spielen vor. Und? Setz Dich hinter Dein Klavier und nimm Dir ein paar Minuten Zeit um selbst darauf zu kommen …

Und wenn das Metronom, das Dein Klavierlehrer für Dich aufgestellt hat, auch noch eine ganz andere Bedeutung hätte? Glaubst Du nicht, dass Dein Lehrer in seiner Weisheit Dir auch noch etwas anderes beibringen wollte, und zwar: Geduld?

Das Arbeiten, die Ruhe und Sorgfalt in regelmäßigen, immer wiederkehrenden Abständen? Du darfst dieses Gerät nicht unterschätzen. Ist es nicht auch eine Art Dichter der Musik, der Dir geheime Nachrichten zukommen lässt?

Das Klavier Lernen, die Musik und die Arbeit im Allgemeinen, sind eine Geduldsprobe. Impulsive Menschen sind leider nicht immer die besten Schüler.

Die Regelmäßigkeit des Metronoms soll Dich zu wiederholtem Üben am Klavier und regelmäßigen Fortschritten inspirieren.

Lektion Nr. 5 Deines Klavierlehrers: Nach Misserfolgen weitermachen

Du fängst gerade erst mit dem Klavier Spielen an. Du lernst zwar noch Deine ersten Noten, Deine Erwartungen bezüglich dieses mythischen Instruments sind aber schon riesengroß.

Machen wir einen kleinen Sprung in die Zukunft. Stell Dir vor Du bist in Deiner Stadt, in einem kleinen Amphitheater.

Endlich wird Dein Name aufgerufen, damit Du auf die Bühne kommst und Deine Vorstellung gibst. In den ersten Sitzreihen sitzen andere Klavierschüler, Deine Eltern und Dein Klavierlehrer.

Du machst das zum ersten Mal. Klar bist Du gestresst. Nach nur 6 Monaten Musikunterricht sollst Du nun eine kleine Melodie interpretieren.

Du setzt Dich vor das Klavier, atmest tief durch und fängst an. Die ersten Noten wanken noch und sind zögerlich.

Und obwohl Du das Stück kennst, machst Du zur Überraschung Deines Lehrers einige unübliche Fehler.

Misserfolge sind der Weg zum Erfolg. Selbst die größten Genies haben Fehler gemacht. | Quelle: Pixabay

Du bist verunsichert, sogar enttäuscht. Jetzt willst Du nur noch eines: Im Erdboden versinken!

Aber willst Du wirklich im Angesicht des Misserfolges einfach aufgeben? Außerdem war der Misserfolg nur ein kleiner, in der Anspannung hast Du einige wenige Noten falsch gespielt. Kein Grund für Drama.

Klavier Lernen ist auch das: Den Kopf nicht hängen lassen. Bloß nicht wegen einiger weniger schlechter Erfahrungen aufgeben.

Das Klavier ist ein nobles Saiteninstrument und kann sehr komplex sein. So einfach lässt es sich nicht beherrschen!

Das braucht Arbeit und einige Fehlschläge, und langsames Vorankommen, Schritt für Schritt.

Erinnere Dich außerdem daran, dass abgesehen von Deinem Klavierlehrer, der etwas mit der Stirn gerunzelt hat, Dich aber zu 100% unterstützt, niemand im Amphitheater Deine Fehler bemerkt hat!

Spiele einfach weiter, so als wenn nichts gewesen wäre.

Wenn Du aber mitten im Stück aufhörst, wird es jeder bemerken. Das Gefühl der Scham ist in diesen kleinen schwierigen Momenten nicht Dein bester Freund! Die Beharrlichkeit wiederum …

Lektion Nr. 6 Deines Klavierlehrers: Beim Klavier Lernen immer nach vorne schauen!

Einer Sache kannst Du Dir gewiss sein: Eine der ersten Klavierlektionen, die Dir Dein Klavierlehrer beibringen wird, ist immer nach vorne zu schauen.

Du stellst Dir jetzt sicherlich die Frage, ob er überhaupt noch vom Klavier und nicht eher vom Leben im Allgemeinen spricht. Er spricht immer noch vom Klavier. Aber was heißt das denn nun genau?

Klavier Lernen heißt auch, eine Partitur zu lesen. Der Klavierschüler lernt in den ersten Unterrichtsstunden, wie man diese neue Sprache entziffert.

Mit gutem Unterricht wird der G-Schlüssel jedoch bald kein Hindernis mehr für Dich darstellen. Du kannst dann auch endlich den Rat Deines Lehrers anwenden: Nach vorne schauen!

Hast Du schon einmal auf einem Flussfloß Klavier gespielt? Eine Lektion solltest Du nie vergessen: Mit der richtigen Dose Spaß ist alles einfacher. | Quelle: Visualhunt

Das heißt ganz einfach, dass Du Deine Aufmerksamkeit immer schon ein Stück auf den nächsten Takt richtest. So bist Du auf die Änderungen in der Melodie vorbereitet.

Ein Verlangsamen, eine Beschleunigung, eine Note, die noch eingefangen werden muss …

Mit aufgesetzten Scheuklappen werden Dich Deine Ambitionen nicht sehr weit tragen. Dabei willst Du doch so gerne Musizieren lernen, das Solfeggio und am Klavier üben.

Im Sport sagt man oft, dass ein Fußball- oder Basketballspieler der erhobenen Hauptes vorangeht, ein großer Spieler ist.

In der Arbeit ist ein Visionär dem einfachen Befehlsempfänger, der sich immer nur mit dem jetzigen Moment beschäftigt, immer einen Schritt voraus.

Diese Eigenschaft macht auch Unternehmer aus, die zu ganz Großen werden. Und von weitem von anderen bewundert werden.

Die Affaire Mark Zuckerberg gegen die Winklevoss Zwillinge ist das perfekte Beispiel. Dein Klavierlehrer wird Dir solche Geschichten erzählen, um Dich zu inspirieren.

So kannst Du Dich in die Zukunft projizieren und noch schneller das Klavier Spielen lernen.

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