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Die wichtigsten Infos über gelungene Landschaftsfotos

Von Lea, veröffentlicht am 21/01/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Landschaftsfotografie: Unsere Tipps, um ein Profi zu werden

Egal ob Ihr erfahrener Fotograf oder komplette Anfänger seid, wirklich gute Landschaftsfotos haben alle etwas gemeinsam. Schließlich kommt es hierbei nicht nur auf Eure eigenen Fähigkeiten und Eure Kreativität an, sondern auch auf die pure Natur. Bei jedem erdenklichen Wetter könnt Ihr unglaublich spektakuläre Fotos von Landschaften machen.

Die Fotografie ist eine Kunst, die immer mehr Menschen anlockt. Marken wie Canon und Nikon stellen inzwischen Spiegelreflexkameras für jedes Budget her. Doch heutzutage kann man auch schon mit einem guten Smartphone tolle Fotos schießen, sogar bei Nacht.

Laut einer Studie stammen inzwischen um die 85% aller Fotos von Smartphones. Wieso also nicht die wunderschönen Landschaften festhalten, die Euch umgeben?

In einem Fotografie Kurs lernt Ihr viele fotografische Techniken, darunter Nachtaufnahme, Nachbearbeitung, Hintergrund, Verschlusszeit, Vermeidung von Unschärfe, schöne Bilder machen, Weißabgleich, das Objektiv und die Blende verstehen, seine Kameraausrüstung auswählen, Makros verwenden…

Mit unseren Tipps und Ideen könnt Ihr schon bald Eure Landschaftsfotos meistern.

Landschaftsfotografie: Eine Definition

Genau wie ein Portrait oder ein Stillleben ist Landschaftsfotografie ein ganz eigenes Genre in der Fotografie. Das bedeutet, dass man einige Grundlagen und Kenntnisse benötigt, bevor man mit den Landschaftsfotos loslegt – und ganz besonders Training.

Aber was ist Landschaftsfotografie genau?

„Die Landschaftsfotografie setzt sich mit der Abbildung der belebten und unbelebten Umwelt des Menschen auseinander.“

Das erklärt sich ja quasi von selbst.

Anstatt Euch zu sagen, wie Ihr Eure Kamera einstellen sollt, dass Ihr ein Weitwinkelobjektiv und die Drittelregel nutzen sollt, möchten wir Euch dabei helfen, effizienter zu planen und die Geheimnisse zu gelungenen Landschaftsfotos zu begreifen.

Landschaftsfotografie ist eine Kunst für sich. Unsere gesamte Umgebung kann es wert sein, sie zu fotografieren. | Quelle: Pixabay

Doch wie definiert man eine Landschaft?

Eine Landschaft ist die kulturell geprägte, subjektive Wahrnehmung einer Gegend als ästhetische Ganzheit. Anders als man vielleicht denken würde, könnte auch eine Stadt wie New York City Objekt der Landschaftsfotografie sein – als Stadtlandschaft!

Da kämen wir jedoch der zeitgenössischen Fotografie näher…

Die richtige Ausrüstung und ihre Bedeutung

Kleider machen keine Leute – und Kameras machen auch keine Fotografen!

Bloß, weil Ihr die beste oder teuerste Kamera auf dem Markt habt, heißt das nicht, dass Euch automatisch alle Fotos gelingen. Ihr müsst als Fotograf wichtige Entscheidungen bezüglich der Zusammensetzung, des Lichts, dem Rahmen etc. treffen. Ein schlechter Fotograf wird auch mit einer hochwertigen Kamera keine tollen Bilder machen.

Allerdings gibt es einige Accessoires, die Euch das Fotografieren einer Landschaft erleichtern können.

Ein Stativ

Mit einem Stativ könnt Ihr Euer Kamera Gehäuse stabilisieren, um ein gerades Foto zu schießen. Sicherlich habt Ihr schon einmal verwackelte Fotos gesehen – das liegt ganz einfach daran, dass die Hand des Fotografen gewackelt oder gezittert hat.

Besonders bei Aufnahmen mit Langzeitfokus ist das ein fataler Fehler, den man mit einem Stativ umgehen kann. Für Langzeitaufnahmen müsst Ihr Euer Objektiv mehrere Sekunden offenlassen. Es werden alle Bewegungen in der Landschaft festgehalten. Diese Technik wird häufig bei Wasserfällen oder Fotos von Sternenhimmeln verwendet.

Im Fotokurs lernt Ihr die Langzeitaufnahmen auf jeden Fall kennen…

Verhindert, dass Eure Fotos verwackeln. Mit einem Stativ könnt Ihr stabile Langzeitaufnahmen machen. | Quelle: Pixabay

Batterien & Akkus

Wenn man ein Stückchen geht, können zusätzliche Batterien oder Akkus für Eure Kamera sehr nützlich sein. Ihr solltet immer eine Reserve Batterie dabeihaben.

Anders als in einem Fotostudio müsst Ihr für gute Landschaftsfotos häufig mehrere Stunden draußen unterwegs sein, bis Ihr das perfekte Foto geschossen habt. Wegen eines leeren Akkus aufgeben zu müssen, wäre hierbei ziemlich ärgerlich!

Auch in der humanistischen Fotografie ist man als Fotograf übrigens viel unterwegs…

Die Bildkomposition

Der Bildaufbau ist eines der wichtigsten Elemente in der Kunst der Fotografie. Als erstes solltet Ihr in diesem Zusammenhang die Drittel-Regel kennenlernen. Mit dieser Regel könnt Ihr schließlich all Eure Fotos organisieren. Aber was besagt die Drittelregel?

Bei der Drittel Regel schneidet man das Bild gedanklich sowohl horizontal als auch vertikal in je drei gleich große Teile (also insgesamt 9) und platziert die wichtigsten Elemente an den Schnittpunkten beziehungsweise entlang der Linien.

Regeln sind allerdings auch dazu da, um gebrochen zu werden. Es kann interessant sein, die Regel anfangs zu befolgen und sich dann nach und nach davon zu entfernen, sobald Ihr Eure Techniken erweitert.

Die zweite Frage ist, ob man ein Element in den Vordergrund rücken sollte oder nicht, z.B. eine Bank, einen Baum etc. So könnt Ihr Eurem Foto mehr Tiefe verleihen. Die Wahl der Tiefenschärfe ist ein wichtiger Bestandteil der Aufnahme schöner Landschaften.

Normalerweise ist bei Landschaftsaufnahmen der überwiegende Teil des Fotos scharf (im Vordergrund und Hintergrund). Ihr benötigt also eine größere Tiefenschärfe, als bei einem Portrait. Eine geringere Tiefenschärfe kann, richtig angewendet, ein kreatives Mittel sein, denn so könnt Ihr ein einzelnes Element in Schärfe hervorheben, während der Rest des Bildes verschwimmt.

Benutzt den Fokus für Eure Bilder. Mit der Einstellung der Schärfe rückt Ihr bestimmte Elemente in den Vordergrund. | Quelle: Pixabay

Natürlich kommt es ganz auf Euer Foto an. Betont niemals ein Element, das nichts zum Foto beiträgt. Probiert verschiedene Einstellungen aus, je nach Situation und Eurem persönlichen Geschmack!

Früh aufstehen oder spät ins Bett gehen

Viele professionelle Fotografen werden Euch diesen Ratschlag geben. Egal ob es sich um Landschaftsfotografie oder um ein anderes Genre handelt, das Licht ist einer der wichtigsten Faktoren für ein gutes Foto. Und die besten Lichtverhältnisse gibt es nun einmal früh am Morgen oder spät abends (im Sommer und Herbst).

Das Licht hat seine besondersten und schönsten Eigenschaften, wenn die Sonne auf- oder untergeht. Viele professionelle Fotografen machen sich dieses Licht zu Nutzen, um ihren Bildern ein besonderes Flair zu verleihen.

Traut Euch also ruhig einmal, früh aufzustehen – es wird sich lohnen!

Es lohnt sich, früh aufzustehen. Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang entstehen die schönsten Fotos. | Quelle: Pixabay

Nutzt das Wetter zu Eurem Vorteil

Was hat das Wetter mit einem guten Landschaftsfoto zu tun?

Obwohl es hauptsächlich ein wichtiges Element ist, das man bei der Planung eines Tages im Freien berücksichtigen sollte, kann das Wetter außerdem sehr schöne Bilder liefern.

Nebel kann eine riesige Quelle der Inspiration sein, mit denen Ihr eine einzigartige Atmosphäre schaffen könnt. So setzt Ihr Euch von anderen Fotografen herab! Achtet also genau darauf, wenn sich das Wetter verändert. Schaut Euch an der Stelle, die Ihr fotografieren wollt, im Voraus genau um, damit Euch der Nebel nicht überrascht.

Doch nicht nur Nebel kann Eure Fotos interessanter machen. Einige Fotografen wurden dadurch bekannt, dass sie Naturphänomene wie Gewitter und Blitze fotografierten. Doch auch schon Wolken können Euren Fotos ein ganz besonderes Ambiente verleihen.

Nutzt das Wetter, um Euer Portfolio zu bereichern und informiert Euch über die bekanntesten Fotos der Geschichte.

Macht Euch das Wetter zu Nutze. Nebel verleiht Euren Fotos eine ganz besondere Atmosphäre. | Quelle: Pixabay

Die richtige Landschaft auswählen

Die richtige Landschaft ist nicht unbedingt eine perfekte Landschaft, sondern vielmehr diejenige, die Euch bewegt. Fotografie ist schließlich eine Kunst. Und wie in jeder Kunst geht es darum, Eure Gefühle und Emotionen mit einem bestimmten Mittel an den Betrachter zu übertragen.

Viele große Fotografen sind der Meinung, dass ein technisch perfektes Foto nicht unbedingt das beste Foto sein muss. Erst vor wenigen Jahren wurde der Preis des World Press Photo an ein unscharfes Foto verliehen. Der australische Fotograf Warren Richardson hielt den Moment fest, in dem ein Mann auf der Flucht nach Europa an der ungarisch-serbischen Grenze sein Baby unter einem Stacheldrahtzaun hindurch reicht.

Ein Foto muss also nicht unbedingt perfekt sein, um die Leute zu bewegen. Denn das ist es, was eigentlich zählt.

Was bewegt Euch? Lasst Euch von der Natur in ihren Bann ziehen. | Quelle: Pixabay

Lasst Euch von anderen Fotografen inspirieren

Um einen eigenen künstlerischen Sinn zu entwickeln, kann es sehr hilfreich sein, wenn Ihr Euch so oft wie möglich auf Fotografie Ausstellungen umschaut und inspirieren lasst – egal ob von Amateuren oder professionellen Fotografen. Indem Ihr den Blickwinkel anderer seht, stellt Ihr Euch selbst in Frage. So könnt Ihr verstehen, was Euch gefällt und was Euch bewegt.

Aber Achtung, Ihr sollt auf gar keinen Fall ein Foto kopieren!

Lasst Euch von verschiedenen Stilen inspirieren, um Euren eigenen Weg zu finden. Ausstellungen sind nicht die einzige Quelle der Inspiration. Heutzutage ist es schließlich ziemlich einfach, Zugang zu tausenden von Fotos zu bekommen.

Inspirieren - niemals kopieren! Lasst Euch von den Fotos anderer Künstler inspirieren. | Quelle: Pixabay

Das soziale Netzwerk Instagram ermöglicht es jedem, Bilder mit anderen Leuten zu teilen. Auch viele Fotografen lassen diese Chance nicht ungenutzt. Folgt also ruhig mehreren Fotografen, etablierten und neuen. So könnt Ihr regelmäßig Euer kritisches Auge trainieren.

Lernt, zu beobachten

Warten ist in der Landschaftsfotografie eine große Tugend. Es bringt nichts, sich zu hetzen und unentwegt auf den Auslöser zu drücken, um ein gutes Foto hinzubekommen. Im Gegenteil!

Es ist unglaublich wichtig, dass Ihr lernt, Eure Umgebung und die Lichtverhältnisse zu beobachten. Wer sich Zeit nimmt, lernt schneller und besser, seine Fotos zusammen zu setzen. Dazu benötigt Ihr außerdem einige technische Grundlagen:

  • Tiefenschärfe,
  • Schärfe,
  • Belichtungszeit,
  • Gegenlicht,
  • Weißabgleich,
  • Weitwinkel,
  • Teleobjektiv,
  • Bokeh-Technik,
  • manueller Modus,
  • Auslöser,
  • Sensibilität,
  • Entwicklung,
  • etc.

Fotografieren heißt auch mit dem Herzen zu sprechen. Egal ob Ihr eine Digitalkamera oder Analogkamera habt, Ihr müsst Euch die Zeit nehmen, zu überlegen.

Habt Spaß!

Der letzte Ratschlag, den wir Euch mit auf den Weg geben wollen, ist dass Ihr niemals den Spaß an der Sache verlieren dürft!

Macht Fotografie zu Eurem Hobby. Vergesst niemals, dass Euch Fotografieren Spaß machen soll! | Quelle: Pixabay

Genau wie Eure Gefühle werden Eure Fotos weniger schön sein, wenn Ihr nicht mit ganzem Herzen dahintersteht. Es bringt überhaupt nichts, sich zum Fotografieren zu zwingen, wenn Ihr keine Lust habt. Und vergesst ab und zu mal die technischen Regeln der Fotografie.

Ihr könnt außerdem weitere Bereiche der Fotografie ausprobieren, z.B. die kulinarische Fotografie…

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