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Essen fotografieren: Die Geschichte einer leckeren Kunst

Von Lea, veröffentlicht am 21/01/2019 Blog > Kunst & Freizeit > Fotografie > Kulinarische Fotografie: Kurze Geschichte einer künstlerischen Praxis

Ihr steht total auf Fotos von Burgern oder einem Eis im Hörnchen vor einer tollen Kulisse?

Kein Wunder, denn talentierte Fotografen – egal ob professionell oder Amateure – kennen alle Tricks und Techniken, um gelungene Fotos aufzunehmen. Dazu gehören der richtige Hintergrund, Tageslicht, manueller Modus, Postproduktion, Fokus, Verschlusszeit, Langzeitbelichtung, Nachbearbeitung u.v.m.

Um selbst zu lernen, wie Ihr gute Fotos von Eurem Essen machen könnt, könnt Ihr einen Fotografiekurs machen. Hier zeigen Euch professionelle Fotografen die wichtigsten Techniken für kulinarische Fotografie und erklären Euch alles zum richtigen Foto Material und Zubehör.

Richtig gute Fotografie nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch. Informiert Euch also vorher mit diesem Artikel über die Geheimnisse der kulinarischen Fotografie, die sich von Stillleben bis Instagram mit der Zeit sehr stark verändert hat.

Kulinarische Fotografie: Definition und Erklärung

Von allen Arten der Fotografie als Kunst (z.B. die zeitgenössische Fotografie) gehört die kulinarische Fotografie mit der Reisefotografie auf jeden Fall zu den populärsten. Essen gehört schließlich zu unserem Alltag und es ist ganz normal, dass wir uns dafür interessieren.

Die kulinarische Fotografie ist eine Form der professionellen Illustrationsfotografie, die auf Stillleben spezialisiert ist. Ein Stillleben ist die visuelle Darstellung eines nicht lebendigen Objekts. In der Fotografie sind für Stillleben Elemente wie die Dekoration, das richtige Licht und die Inszenierung des Objektes von großer Bedeutung.

Zweck der Food Photography ist es, bestimmte Stillleben wie Lebensmittel anziehend zu fotografieren, um die Bilder für Werbung, Verpackungen, Menus oder Rezeptbücher zu verwenden. Obst, Gemüse und andere Gerichte werden in künstlerischer Weise platziert, ähnlich wie ein Blumenstrauß. So entstehen tolle Fotos von Essen!

Essen kann toll aussehen! Kulinarische Fotografie ist eine Kunst. | Quelle: Pixabay

Natürlich muss ein guter Fotograf wissen, wie er das Licht, die Tiefenschärfe, den Rahmen und weitere Techniken einstellt, die aus der kulinarischen Fotografie eine echte Kunst machen.

Die Geschichte der kulinarischen Fotografie

Kulinarische Fotografie ist vor allem ein Stillleben, dessen Objekte Lebensmittel sind. Stillleben gab es allerdings schon lange bevor es überhaupt Fotos gab – und zwar in der Malerei. Ende des 17. Jahrhunderts taucht der Ausdruck „Stillleben“ zum ersten Mal auf.

Die Entwicklung dieses Kunst Genres geschah in mehreren Etappen. Der Italiener Vasari nannte es cose naturali (natürliche Dinge), das Wort in Flandern war stilleven und in Frankreich wird das Stillleben noch heute ironischerweise nature morte (tote Natur) genannt, was sprachlich eigentlich genau das Gegenteil von unserem deutschen Term bedeutet.

Zahlreiche Künstler widmeten sich dieser Kunstgattung. Die besondere Herausforderung waren schon hier die Perspektive sowie Licht und Schatten. Mit dem Stillleben konnte man also viele Techniken lernen.

In der Fotografie werden noch heute Grundlagen der Stillleben Techniken aus der Malerei verwendet. Das Licht ist auch hier ein entscheidender Faktor für ein gelungenes Foto. Essen wurde früher meist von unten aufgenommen. Später versuchte die kulinarische Fotografie, die Lebensmittel zu verschönern. Die Perspektiven verändern sich und es wird normal, die Lebensmittel von vorne zu fotografieren. Auch Nahaufnahmen werden immer häufiger.

Es kommt auf das Licht an... Obst war schon in der Malerei als Stillleben beliebt – in der Fotografie ist das ähnlich. | Quelle: Pixabay

Doch das ist noch nicht alles.

Das Essen wird immer häufiger geschminkt, sodass es anziehender wirkt und auf den Fotos besser aussieht. Die kulinarische Fotografie nutzt inzwischen alle Winkel, besonders von unten. Die Elemente auf den Fotos sind nicht mehr einfach nur Lebensmittel, sondern raffinierte, ästhetische Rezepte.

Wofür wird Food Photography genutzt?

Stillleben dienten in der Malerei hauptsächlich dazu, künstlerische Techniken zu erlernen und schöne Gemälde zu schaffen. Heute haben Fotos von Essen einen ganz anderen Sinn. Mit der Werbung hat sich der Hauptzweck der kulinarischen Fotografie stark verändert.

Aber was kann man mit Fotos von Essen eigentlich anfangen?

Werbung

Die kulinarische Fotografie begann in den 30er Jahren mit der Einführung der Werbung. Die Gehälter stiegen und die Menschen konnten sich immer mehr entscheiden, welche Produkte sie kaufen möchten. Die Kaufkraft wuchs und Unternehmen und Produzenten mussten sich etwas überlegen, um ihren Produkten das beste Image auf dem Markt zu verschaffen. Große Plakate tauchten auf und auch in der Presse erschien immer mehr Werbung.

Für Werbung braucht man die besten Fotos der verkauften Produkte und Rezepte. Heute sieht man das zum Beispiel häufig mit Hamburgern. Für Werbefotos nehmen sich die Köche meist mehrere Stunden dafür Zeit, das saftigste Aussehen aus ihrer Kochkunst herauszuholen. So läuft einem dann sofort das Wasser im Mund zusammen, wenn man das Foto sieht.

Kochbücher

Auch in Kochbüchern finden sich natürlich zahlreiche Fotos von Essen. Diese sollen den Lesern einen Eindruck davon verschaffen, wie das Ergebnis des Rezeptes aussehen kann und Lust darauf machen, ein Gericht zu kochen. Außerdem kann man sich so Ideen für Serviervorschläge einholen.

Jedes Jahr werden hunderte von Kochbüchern verkauft. Auch wenn der Buchmarkt insgesamt ein bisschen unter dem Trend zum E-Reading leidet, gibt es noch heute viele verschiedene erfolgreiche Kochbücher.

Fotos machen Lust auf Kochen... Fotos in Kochbüchern geben einem Tipps zum Servieren. | Quelle: Pixabay

Blogs

Immer mehr Amateur Fotografen vereinen ihr Hobby mit ihrer Leidenschaft fürs Kochen und teilen täglich Fotos von ihrem Essen im Internet.

In den letzten Jahren sind immer mehr Food Blogs entstanden, da es ziemlich leicht ist, seine eigene Webseite zu kreieren und Artikel über seine Lieblingsrezepte zu veröffentlichen. Die Amateur-Köche machen Fotos von ihrem Essen und unterstützen so die Kunst der kulinarischen Fotografie.

Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke sind eng mit Blogs verbunden und gehören mit zu den beliebtesten Plattformen für Amateur-Fotografen und Food Blogger.

Instagram, Facebook, Snapchat – jedes Network eignet sich wunderbar dazu, Fotos von seinem Essen zu teilen.

Kulinarische Fotografie – ein richtiger Beruf?

Für qualitative hochwertige kulinarische Fotografie benötigt man zahlreiche Kompetenzen. Um ein gutes Foto aufzunehmen, das zu Werbezwecken oder in Kochbüchern verwendet werden kann, braucht man daher meistens ein kleines Team von Spezialisten.

Dazu gehört offensichtlich ein guter Fotograf, ein Regisseur, der alles in Szene setzt, ein Food Stylist, der das essen „schminkt“ und ein Dekorateur, der für einen guten Hintergrund sorgt. Ihr seht, kulinarische Fotografie ist ein ernsthaftes Feld, in dem man arbeiten kann.

Egal ob als Freelancer, in einer Agentur oder für ein bestimmtes Unternehmen, mit kulinarischer Fotografie macht Ihr die besten Fotos von Produkten aus der Lebensmittelbranche. Dafür müsst Ihr den richtigen Rahmen, das Licht, die Perspektive und vieles mehr auswählen können…

Ihr könnt außerdem freiberufliche Food Photographer oder sogar professionelle Blogger werden. In diesem Fall werdet Ihr von Unternehmen und Restaurants kontaktiert und darum gebeten, ihre Produkte zu fotografieren und auf Eurem Blog oder Euren Social Media Accounts dafür zu werben.

Zeigt, dass es Euch geschmeckt hat. Als Food Photographer könnt Ihr für Restaurants werben. | Quelle: Pixabay

Das Feld der Food Photography ist inzwischen so groß, dass es ein Food Photo Festival gibt.

Wenn Ihr professionelle kulinarische Fotografen werden wollt, solltet Ihr einen Fotografie Kurs machen, in dem Ihr alle wichtigen technischen Grundlagen der Food Fotografie lernt, z.B. Belichtungszeit, Weißabgleich, Fokussierung…

Instagram: Die wichtigste Plattform für Food Photography

Immer mehr Leute fotografieren ihr Essen, bevor sie anfangen, es zu genießen. Diese Fotos werden dann häufig mit dem Hashtag #foodporn auf Instagram geteilt.

Einige Instagram Accounts sind inzwischen sogar darauf spezialisiert, einladende Fotos von Essen hochzuladen und jeden Tag werden tausende Bilder von köstlichen Gerichten geteilt. Manche dieser Konten folgen einem bestimmten Thema, z.B. Avocados, Hamburger, Gebäck oder Fitness Food. Sie gehören zu den erfolgreichsten Accounts auf Instagram und haben tausende von Followern.

Heutzutage braucht man keine Spiegelreflexkamera mehr, um qualitativ hochwertige Fotos zu machen. Auch als Amateur und Hobbykoch kann man mit dem Smartphone tolle Bilder für Instagram schießen. Inzwischen stammen rund 85% aller Fotos von einem Smartphone.

Food Photography ist ein riesiger Trend Essen ist eines der beliebtesten Themen bei Instagram. | Quelle: Pixabay

Die Zukunft der kulinarischen Fotografie ist also gesichert…

Food Fotografie: Diesen Instagram Accounts solltet Ihr folgen

Für Inspiration, neue Rezepte oder einfach nur Spaß – die Instagram Konten der Food Photographer bringen unglaublich viel Freude!

Wir haben Euch eine kleine Auswahl der besten Accounts für Fotos von Essen vorbereitet…

Hier dürft Ihr auf gar keinen Fall vorbeischauen, wenn Ihr Hunger habt!

Auf dieser Seite findet Ihr Hamburger, so weit das Auge reicht. Doch auch die Beilagen sind nicht weniger attraktiv…Kartoffelpuffer, Avocado, Zwiebeln, Lachs – für jeden ist etwas köstliches dabei!

Achtung Heißhunger! Wer auf Burger steht ist bei Paris Burger richtig… | Quelle: Pixabay

Wenn Ihr Essen, Reisen und Fotografie mögt, dann ist dieser Account für Euch das Richtige.

Die Bloggerin Mel isst sich durch die ganze Welt. Ihr entdeckt also nicht nur tolle Rezepte und leckeres Essen, sondern auch spannende Orte.

Food Deco ist der Account für kulinarische Fotografie. Hier gibt es regelmäßig neue Rezepte, die auf Avocados als Grundlage setzen und immer toll aussehen. Die Fotos sind wirklich unglaublich schön!

Mit diesen und weiteren Instagram Konten könnt Ihr Euch vom Amateur zum Profi in der kulinarischen Fotografie entwickeln und Euch von den schönsten Fotos und leckersten Gerichten inspirieren lassen.

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