Sicherlich gab es mindestens einen in deiner Klasse, der auf die quälende Frage eures Lehrers, welchen Beruf ihr später ausüben wollt, mit „Meeresbiologe“ antwortete. Kindern kommen beim Gedanken an dieses Feld der Biologie schnell Bilder von Aquarien und den spannenden Meeresorganismen in diesen in den Kopf.

Meeresbiologie ist jedoch eine Disziplin, die viel mehr umfasst als das bloße Studium von Meereskreaturen. Es ist ein Feld, dass alles rundum die biologischen Prozesse von Meerespflanzen und Meerestieren abdeckt. Diese Biologen arbeiten also in einer breiten Domäne – von Ökologie bis zur Ozeanologie – und sind sowohl in Laboren, Fischereien und Regierungen tätig.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, was genau Meeresbiologen tun, hilft dir unser detaillierter Guide weiter, in dem wir ihre Aufgaben und Berufsbilder sowie Informationen zum Studium dieser Wissenschaft zusammengetragen haben.

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Was ist Meeresbiologie?

Um Meeresbiologie als Disziplin zu verstehen, ist es wichtig, sich erst einmal die Entwicklung der allgemeinen Biologie vor Augen zu führen. Während die Wissenschaft der Biologie bis in die Antike zurückzuführen ist, ist der Zweig der Meeresbiologie eine deutlich jüngere Disziplin.

Im 19. Jahrhundert hat sich die Biologie hauptsächlich mit der umfassenden und akribischen Sammlung und Klassifizierung aller Säugetiere, Insekten und Reptilien, die die Erde bevölkerten, beschäftigt. Das war dann auch die Geburtsstunde der Meeresbiologie: als das Bestreben, Meereskreaturen zu katalogisieren, erweitert wurde mit dem Erhalt dieser Arten und der Gefangennahme, um sie intensiv studieren zu können.

Es ist schwer sich vorzustellen, wie Wissenschaftler aus dem 19. Jahrhundert es zustande gebracht haben, die vielen Meerestiere, die wir heute in Aquarien finden, einzufangen und dorthin zu bringen. Doch es war genau diese Herausforderung, die zu beeindruckenden technologischen Entwicklungen für die Sammlung und Untersuchung von Tieren, Pflanzen und Wasser führte.

Was ist Meeresbiologie?
Die Meeresbiologie beschäftigt sich mit der Unterwasserwelt und dem marinen Leben | Bildquelle: Unsplash

Mit zunehmenden Informationen entstand auch noch mehr Neugier darüber, welche konkrete Rolle das marine Ökosystem spielt und wie es sich auf das Verhalten der Meerestiere auswirkt. Diese Nachforschungen zur ökologischen Rolle der marinen Umwelt führte im 20. Jahrhundert zur Entstehung von Disziplinen wie Ozeanografie und Ökologie. Intensive Forschung wurde auf das Meeresleben übertragen – mit dem Ziel, die Beziehung zwischen den Lebewesen des Meeres und ihrer Umwelt besser zu verstehen.

Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts führten deutliche Verbesserungen in der Kamera- und Computertechnologie zu einem besseren Verstehen und einer Expansion von allem, was mit dem marinen Leben zu tun hat. Unterwasserkameras und U-Boote haben es möglich gemacht, dorthin zu gelangen und sogar Aufnahmen zu machen, wo kein Mensch jemals zuvor hinkonnte. Heute beschäftigt sich die Meeresbiologie und die Meeresforschung nicht nur mit den Ozeanen, sondern mit allem, was von den Ozeanen und Flüssen der Erde abhängig ist.

Das umfasst natürlich auch uns Menschen. Das deutlichste Beispiel dafür, wie die Meeresbiologie unser alltägliches Leben durchdringt, ist die globale Erwärmung. Wenn du die Nachrichten verfolgst, hast du in den letzten Jahren sicherlich häufig Bilder von abgemagerten Eisbären gesehen, die auf der Suche nach Nahrung durch eine schwindende Arktis laufen. Diese Bilder sowie all die Informationen über die Arktis und polares Leben im Allgemeinen werden von einem Netzwerk an Meeresbiologen erarbeitet. Diese Art von Missionen interagieren eng mit der Ökologie – der Wissenschaft davon, wie Organismen mit ihrer Umwelt zusammenspielen.

Was Meeresbiologie Gutes für die Welt tut

Meeresbiologe zu sein kann auch bedeuten, die marinen Organismen vor den Menschen zu schützen. Eines der größten Beispiele, wie Menschen das marine Leben der Meere bedrohen, sind die Korallenriffe.

Eine der größten Konsequenzen für das Leben unter Wasser ist ein Phänomen namens Bleichen. Das weltbekannte Great Barrier Reef an der australischen Ostküste ist ein ca. 1.500 Kilometer lange Korallenriff, das oftmals in Anbetracht seiner unglaublichen Biodiversität genannt wird. Umweltschützer und Schützer des Riffs machen aber immer lauter darauf aufmerksam, wie Meeresverschmutzung und steigende Ozeantemperaturen ein Massensterben der Koralle in der Region hervorrufen.

Warum Meeresbiologie studieren?
Die Meeresbiologie leistet einen wertvollen Beitrag gegen die Meeresverschmutzung und für den Erhalt der Artenvielfalt Unterwasser | Bildquelle: Unsplash

Dank der Verbesserungen in der Biotechnologie und der Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Community auf sozialen Medien konnte dich die Meeresbiologie diesbezüglich in den letzten Jahren einen Namen machen. Die Wissenschaftler arbeiten hart daran, die ozeanische Umwelt unserer Erde besser zu schützen – doch dafür muss auch jeder Einzelne von uns einen Teil leisten.

Was genau tun also Meeresbiologen? Wie sehr unterscheidet sich dieses Feld von der allgemeinen Biologie? Nachfolgend schauen wir uns mögliche Berufsfelde im Bereich der marinen Biologie genauer an.

Welche Jobs gibt es für Meeresbiologen?

Biologie ist in drei grundlegende Felder unterteilt: Botanik, Zoologie und Mikrobiologie. All diese drei Felder kommen in der Arbeit eines Meeresbiologen zusammen – je nachdem, was genau sein Job ist. Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Berufsbilder in der Meeresbiologie bzw. Meereswissenschaften.

Forschung

Das ist wohl keine große Überraschung, denn Wissenschaft und Forschung sind untrennbar miteinander verbunden. Nicht nur das, denn gerade die Meeresbiologie bietet dynamische und lohnende Jobs im Bereich der Forschung. Während die Arbeit auf Aquakulturen und das marine Ökosystem beschränkt sein wird, liegen die guten Neuigkeiten darin, dass die Pflanzen und Tiere der Meere nahezu unendlich und in weiten Teilen noch unerforscht sind.

In marinen Themengebieten zu forschen kann zum Beispiel bedeuten, mit Forscherteams zusammenzuarbeiten, die die Tiefsee untersuchen. Meistens arbeiten Wissenschaftler verschiedener Felder dabei zusammen, darunter Mathematiker und Physiker, die für die Unterwassertechnologie, die auf Tiefseemissionen nötig ist, zuständig sind.

Forscher mit einem Abschluss in Meeresbiologie sind dazu fähig, in öffentlichen sowie in privaten Sektoren zu arbeiten und die Effekte von Fischerei, Umweltverschmutzung, Umweltgifte und sogar Arzneimittel zu untersuchen.

Welche Jobs gibt es im Bereich der Meeresbiologie?
Die Karrieremöglichkeiten in der Meeresbiologie sind vielfältig | Bildquelle: Unsplash

Aquariumsdirektor

Dieses Feld der Meeresbiologie kombiniert das Wissen der Biologie der Ozeane mit den kreativen Kräften von Künstlern und Projektmanagern. Direktoren von Aquarien oder Ausstellungen arbeiten oder in einer Liaison zwischen Museen und Forschern – was bedeutet, dass es sowohl den Hintergrund eines Wissenschaftlers als auch die Interessen an Kommunikation und Unternehmerschaft voraussetzt.

Obwohl sich dies vielleicht nach einem sehr begrenzten Feld anhört, ist es tatsächlich sehr umfassend. Es schließt alles von der Planung temporärer Ausstellungen bis hin zur Verantwortung für die Pflege und Fütterung von lebendigen Meerestieren mit ein. Jobs in diesem Bereich können auch Forschung beinhalten – es handelt sich also um ein flexibles Feld für Menschen, die interdisziplinäres Arbeiten lieben.

Möglicherweise bist du als Aquariumsdirekter auch für die Pflege von Meerespflanzen verantwortlich und kombinierst so wie Aquawissenschaft mit dem Feld der Botanik.

Bildungswesen und Öffentlichkeitsarbeit

Karrieren im Bereich von Bildung und Öffentlichkeitsarbeit sind nicht allein erziehenden und vertretenden Positionen vorbehalten. Wenn du sowohl Wissenschaftler als auch Pädagoge sein möchtest, kannst du alles wählen vom Wissenschaftsjournalismus bis hin zum Fremdenführer in Wildreservaten.

Auch Regierungsarbeit bedeutet nicht einzig, in politischen Parteien engagiert zu sein. Es kann auch bedeuten, Aufklärungs- und Informationsarbeit bezüglich der Meeresbiologie zu leisten und entweder in öffentlichen oder privaten Beratungsfirmen tätig zu sein.

Ozeanograf

Ein Ozeanograf zu sein bedeutet, ein weitreichendes Verständnis und Interesse am Ökosystem in Ozeanen und Meeren zu haben. Biologische Ozeanografie kann heißen, sich mit dem Schutz der marinen Umwelt zu befassen und ein Forschungsprojekt zur Biodiversität in den Ozeanen zu leiten – oder die Biochemie von marinen Säugetieren zu erforschen.

Ozeanografie ist ein großartiges Feld für Absolventen der Biologie, doch du solltest dich auch darüber informieren, was die Zukunft ansonsten noch für dich bereithalten könnte.

Ozeanografen müssen nicht notwendigerweise mit Ozeanen arbeiten. Sie können sich auch mit Fischen, Plankton oder anderen mikrobiellen Organismen in Flussmündungen und Flüssen beschäftigen. Es kann auch bedeuten, die Versauerung der Ozeane zu beobachten oder neue Tiere oder Pflanzen zu entdecken. Diese Missionen können auch auf Molekularebene stattfinden.

Üblicherweise brauchst du für all diese Jobs keinen Doktortitel. Meist ist ein Bachelor oder Master Abschluss durchaus ausreichend. Das Durchschnittsgehalt eines Meeresbiologen liegt zwischen 30.000 und 75.000 Euro im Jahr.

Meeresbiologie studieren

Du möchtest Meeresbiologe werden und bist auf der Suche nach dem passenden Studiengang? Wir helfen dir gerne weiter!

Das Studienfach Meeresbiologie wird in Deutschland nur als Masterstudium angeboten. Voraussetzung dafür ist ein Bachelorabschluss in Biologie. Diesen kannst du an diversen Hochschulen und Universitäten im Land erlangen.

Um deine Chancen auf einen Masterplatz für Meeresbiologie zu erhöhen, schreibst du am besten bereits deine Bachelorarbeit zu einem Thema aus diesem Bereich. Auch kannst du im Bachelorstudium neben Mikrobiologie, Molekularbiologie, Zoologie, Botanik, Genetik und Zell- und Entwicklungsbiologie bereits Fächer aus der Meeresbiologie wählen, um dir Grundwissen anzueignen.

Du willst Meeresbiologie studieren?
Viele Studienorte für den Studiengang Meeresbiologie liegen in den Küstenregionen | Bildquelle: Unsplash

Das Masterstudium in der Meereswissenschaften dauert anschließend zwei Jahre, also vier Semester, und endet mit dem Titel Master of Science. Mögliche Schwerpunkte für dein Studium sind Meeresbotanik, Ozeanografie, Meeresforschung, Meeresmikrobiologie oder Marine Ökosysteme. Der Studiengang ist interdisziplinär aufgebaut und umfasst auch Expeditionen und Labortätigkeiten. Es ist daher sinnvoll, als Studienort eine Küstenstadt zu wählen, da das Studium aufgrund der örtlichen Nähe zur Nord- oder Ostsee hier besonders praktisch aufgebaut ist.

Meeresbiologie wird als Masterstudiengang unter anderem an folgenden Hochschulen angeboten:

  • Universität Rostock
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Universität Hamburg

Sehr angesehen sind Auslandssemester an renommierten Hochschulen für Meeresbiologie und Ozeanografie in Australien, Neuseeland, den USA oder Kanada. Dafür brauchst du entsprechende sehr gute Englischkenntnisse – die ohnehin oft Voraussetzung sind, da auch an den deutschen Universitäten das Studium der Meeresbiologie in Teilen oder sogar gänzlich auf Englisch stattfindet.

Wenn du deinen Biologie-Abschluss bereits in der Tasche hast, kannst du noch heute deine Bewerbung für einen Master in Meeresbiologie abschicken. Falls nicht, such zunächst nach einer passenden Hochschule für dein Biologiestudium!

Auf Superprof findest du den passenden Nachhilfelehrer für deinen Studiengang - die Kurse finden online oder persönlich statt! Hier geht's zu Nachhilfe Biologie.

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.