Der Begriff Zoologie mag sich zunächst etwas rätselhaft anhören – doch was dahintersteckt, ist tatsächlich eine der drei Hauptsäulen der Biologie, neben Botanik und Mikrobiologie. Zoologie beschäftigt sich mit der Tierwelt und umfasst alles vom einzigartigen Ökosystem, in dem ein Tier lebt, bis hin zu den Molekularprozessen, die ihm beim Überleben helfen.

Ein Zoologe studiert daher eine ganze Reihe an Fächern wie Tierphysiologie, Tierverhalten, Entomologie und Biochemie. Zoologen finden sich sowohl unter den Leitern eines innovativen Forschungsprojekts, im Forschungslabor oder im Management eines Nationalparks.

In einer komplexeren Definition von Zoologie wird auch die Geschichte dieser Wissenschaft unter die Lupe genommen. Dies hilft dir, Zoologie als Studienfach im Detail zu verstehen.

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Und los geht's

Was ist Zoologie?

Die Zoologie strebt danach, die Zellentwicklung von Tieren ebenso wie deren Interaktion untereinander sowie mit ihrer Umwelt zu verstehen. Ähnlich wie im Bereich der Botanik beginnt auch die Geschichte der Zoologie am Anfang der menschlichen Zivilisation und mit all den Problemen, vor die zivilisierte Gesellschaften in Bezug auf ihren Unterhalt und ihre Versorgung gestellt wurden.

Das heißt, dass Zoologie als eine Methode begann, Tiere zu verstehen, um sie besser jagen zu können. Später kam auch die Domestizierung von Tieren hinzu. Das umfassende und detaillierte Wissen über Tiergemeinschaften und deren Beziehung mit ihrer Umwelt bildete die Basis der heutigen Zoologie-Wissenschaft.

Während der 18. Jahrhunderts wandelte sich das Studiengebiet der Zoologie durch die Erfindung eines Systems der Nomenklatur, der Namensgebung, durch den Wissenschaftler Carolus Linnaeus. Dieses neue System klassifizierte Tiere und ihre Funktionen in Beziehung zueinander.

Wie ist die Zoologie Wissenschaft entstanden?
Zoologie ist ein Teilbereich der Biologie und befasste sich ursprünglich vor allem mit der Klassifizierung unterschiedlicher Tierarten und Spezies | Bildquelle: Unsplash

Im 19. Jahrhundert befassten sich Zoologen verstärkt mit zellulären und molekularen Untersuchungen. Der Zoologe Georges Cuvier revolutionierte die Wissenschaft mit seiner Erfindung der vergleichenden Anatomie, die von der Zelltheorie sowie Fortschritten in den Bereichen der Entwicklungsbiologie und Embryologie beeinflusst wurde.

Weiterhin hat der berüchtigte Charles Darwin im 19. Jahrhundert einen anderen Meilenstein in der Geschichte der Zoologie markiert. Die von ihm entwickelte Evolutionstheorie hat nicht nur die Botanik entwurzelt, sondern alle Wissenschaften, die sich mit Organismen beschäftigen.

Im 20. und 21. Jahrhundert veränderte sich die Zoologie ebenfalls. Sie befasste sich immer weniger mit Bemühungen der Klassifizierung und priorisierte stattdessen Versuche, die biologischen Probleme der Welt durch Diskurse und Experimente zu lösen.

Grundlagen der Zoologie

Es gibt verschiedene Ansätze, um im Rahmen von Biologiestudien Tiere zu untersuchen. Im Folgenden konzentrieren wir uns auf einige der wesentlichen Grundbegriffe im Bereich der Zoologie. Da sich diese biologische Wissenschaft mit sämtlichen Organismen beschäftigt, ist es wichtig, einige der Abgrenzungen im Tierreich zu verstehen.

Amphibien

Früher beschränkte sich die Darstellung dieser schleimigen Kreaturen in Unterhaltungsmedien meist auf Frösche. Dieses scheinbare Fehlen von Diversität lag wohl darin begründet, dass viele Menschen nicht wussten, dass auch Salamander, Molche, Kröten und Blindschleichen als Amphibien gelten. In der Tat gibt es mehr als 4.000 verschiedene Amphibienarten auf der Welt.

Doch was genau macht eine Amphibie nun eine Amphibie? Tatsächlich handelt es sich um sehr spezielle Wesen, da sie sowohl im Wasser als auch an Land leben können. Das Wort Amphibie leitet sich vom griechischen Wort für „ein Doppelleben führen“ ab. Amphibien sind zugleich auch Wirbeltiere…

Wirbeltiere

Die offizielle Herleitung, was Wirbeltiere ausmacht, klingt zunächst etwas kompliziert. Innerhalb des Stamms Chordata bilden Wirbeltiere den größten Unterstamm. Das hat jedoch nur etwas mit den Formalitäten ihrer Klassifizierung zu tun. Tiere, die in diesen Sub-Stamm zählen, verfügen über die folgenden Eigenschaften:

  • Wirbelsäule
  • Muskelsystem
  • Zentrales Nervensystem
  • Die Wirbelsäule schützt einen Teil des zentralen Nervensystems

Wirbelsäule sind wahrscheinlich die Tiere, mit denen du am vertrautesten bist. Sie umfassen alle Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere. Vielleicht fragst du dich: Wenn all diese Gruppen Wirbeltiere sind, was für Tiere bleiben dann noch übrig?

Invertebraten / Wirbellose Tiere

Wie der Name es schon andeutet, sind dies die Tiere, die keine Wirbelsäule haben. Auch wenn es zunächst den Anschein erwecken mag, dass dies nicht viele Tiere sein können, ist das so nicht richtig. Denn tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: 90 % alles lebenden Kreaturen der Welt sind wirbellose Tiere.

Invertebraten umfassen sowohl Seekreaturen wie Quallen, Seeigel und Schwämme – und auch Tiere, die Menschen essen würden: Tintenfisch, Schnecken, Krabben und Hummer.

In der Nahrungskette spielen diese Tiere insgesamt eine wichtige Rolle, nicht nur als Quelle für Meeresfrüchte für uns Menschen. Es sind diese Tiere, die als Futter für Fische, Vögel, Robben und viele andere Wirbeltiere dienen. Invertebraten unterstützen damit nicht nur das Tierreich an sich, sondern auch die biologischen Prozesse in diesem.

Reptilien

Wahrscheinlich hast du über Reptilien bereits viel gelernt oder bist ihnen sogar schon einmal begegnet, zum Beispiel in Form einer Schlange, einer Eidechse oder eines Krokodils. Wusstest du jedoch, dass auch Schildkröten zu den Reptilien zählen?

In Hollywood haben Reptilien einen schlechten Ruf – Godzilla beispielsweise ist ein amphibisches, reptilisches, wirres Monster. Wissenschaftler haben allerdings herausgefunden, dass einige Reptilien und Vögel die gleichen Vorfahren teilen. Das bringt die interessante Feststellung hervor, dass die Welt vor vielen Millionen Jahren einmal viel mehr Reptilien beherbergt hat. In der Tat waren viele der Tiere, die im Laufe der Geschichte ausgestorben sind, Reptilien – darunter viele Meeresreptilien und auch Dinosaurier. Wenn du ein besonderes Interesse für die maritime Tierwelt aufweist, wäre es vielleicht auch interessant für dich, Meeresbiologie zu studieren.

Was sind Reptilien
Reptilien sind faszinierende Tierwesen | Bildquelle: Unsplash

Zu den Charakteristika der Reptilien zählen die folgenden:

  • Epidermale Schuppen
  • Schuppen, die Beta Keratin und Alpha Keratin enthalten
  • Okzipitalen Gelenkkopf (an der Verbindungsstelle von Schädel und Wirbelsäule)
  • Fehlender Coronoid Knochen (Teil des Unterkiefers)
  • Embryos entwickeln sich zumeist extern (zum Beispiel im Ei)

Obwohl Reptilien weniger Einfluss auf menschliches Leben haben als andere Wirbeltiere, so leisten sie doch einen großen Beitrag in Bezug auf Schädlingsbekämpfung.

Lebensraum

Wenn du deinen Lebensraum identifizieren müsstest – könntest du dies richtig tun im Sinne der biologischen Definition eines Lebensraums? Wenn du daran Zweifel hast, helfen dir vielleicht ein paar wichtige Aspekte eines Lebensraums. Dieser Begriff wird als „einzigartige Umwelt, wo ein Organismus oder ein Netzwerk von Organismen lebt. Dazu zählen lebende und nicht-lebende Teile.

Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung: Wenn du die Stadt, in der du lebst, als deinen Lebensraum definieren würdest, inklusive aller menschlicher und nicht-menschlicher Faktoren in ihr, so identifizierst du dabei deine Wohnung oder das Haus, in dem du lebst, als deinen Mikro-Lebensraum.

Ähnlich verhält es sich in der Natur. Der Lebensraum eines bestimmten Organismus‘ könnte ein Teich sein, inklusive aller Pflanzen und Tierspezies in ihm, ebenso wie die nicht-lebenden Teile des Teichs wie die Art des Bodens und das Wasser. Das Mikro-Habitat des Organismus‘ könnte dabei die Pflanzenstruktur, in dem er lebt, sein, oder die Parasiten, die in seinem Körper ansässig sind.

Diese Definition eines Lebensraums bzw. Habitats lässt viel Spielraum für Flexibilität. Gleichzeitig erfordert sie aber auch ein hohes Level an Präzision und Details – gib also acht, dass du Habitate und Mikrohabitate im Detail beschreibst.

Deine Karriere als Zoologe

Viele Schüler denken nur selten über ihre Berufschancen nach, bis sie sich bereits für ein Studienfach an der Uni entschieden oder dies gar abgeschlossen haben. Dabei ist es wichtig sich klarzumachen, dass es auch für bewährte Fachkräfte wichtig ist, die gewünschte Spezialisierung herauszufinden. Die Fächer, die Studenten im Studium wählen, tragen stark dazu bei, wo sie am Ende in der Biologiewissenschaft ihren Platz finden werden.

Die gute Nachricht ist jedoch, dass Jobs als Zoologe divers und reichlich vorhanden sind. Da es nicht viele Berufe gibt, die einen spezifischen Abschluss oder Ausbildung im Fach Biologie voraussetzen, ist dies eine ausgezeichnete Möglichkeit, um deine interdisziplinären Interessen zu vereinen.

Wie sehen Berufe in der Zoologie aus?
Einige Berufe in der Zoologie beinhalten Laborarbeit und Zellforschung | Bildquelle: Unsplash

Dein Gehalt als Zoologe wird selbstverständlich auch von deinem Studienfach abhängen. Während Zoologen im Durchschnitt etwa 60.000 Euro im Jahr verdienen, können Naturwissenschaft Manager oder Zoologen in der Forschung gar bis zu 108.000 Euro jährlich verdienen.

Die folgenden Fächer sind einige Beispiele für deine Studienwahl, wenn du in Feldern wie dem Parkmanagement, Forschung oder dem Naturschutz unterkommen möchtest:

  • Physiologie
  • Wildlife Biologe
  • Ichthyologie
  • Zellbiologie
  • Neurobiologie
  • Ethologie
  • Mammalogie
  • Mathematik
  • Naturschutzbiologie
  • Chemie
  • Ökologie

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Zoologie studieren: Studienorte und Voraussetzungen

Wie viele Spezialgebiete der Biologie gibt es auch die Zoologie nicht als speziellen Bachelorstudiengang. Du kannst Zoologie aber durchaus als Masterstudium wählen und dich so vertiefen. Voraussetzung für einen solchen Master ist ein Bachelorabschluss im Fach Biologie. Im Bachelor können Studierende bereits einen Schwerpunkt auf Zoologie legen, um sich früh auf den sich anschließenden Master vorzubereiten.

Du möchtest Zoologie studieren?
Nach einem Bachelor Abschluss in Biologie kannst du dich im Masterstudium auf Zoologie fokussieren | Bildquelle: Unsplash

Mögliche Hochschulen in Deutschland, an denen du Zoologie oder verwandte Fachgebiete studieren kannst, sind die folgenden:

  • Universität Rostock: Integrative Zoologie
  • Universität Marburg: Biodiversität und Naturschutz
  • Tierärztliche Hochschule Hannover: Animal Biology and Biomedical Sciences
  • RWTH Aachen: Laboratory Animal Science
  • Freie Universität Berlin: Small Animal Science
  • Universität Göttingen: Animal Breeding

Wenn du nicht an Deutschland gebunden bist, kannst du auch international an der Universität Wien oder der Universität Innsbruck im Master Zoologie studieren. Während der Bachelor in der Regel sechs Semester umfasst, dauert ein Master nochmal weitere vier Semester.

In deinem Studium der Zoologie erwarten dich neben theoretischen Lehrveranstaltungen auch praxisnahe Seminare im Labor und in der freien Natur.

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.