Ein japanisches Sprichwort besagt:

Wer eine gute Schrift hat, der zeichnet gut.

Beim Japanisch lernen geht es nicht nur um die richtige Aussprache der Wörter.

Wie beim Lernen jeder Sprache ist es auch hier sehr wichtig, Schriftzeichen lesen und schreiben zu können.

In der japanischen Schriftsprache bestehen diese aus Kanji, Kana und Rômali. Letzteres ist das Ergebnis der Romanisierung der Schriftzeichen, dessen Ziel die Transkription der japanischen Schrift in lateinische Buchstaben ist.

Japanisches Kanji entstammt der chinesischen Schrift, die aus dem 4. Jahrhundert datiert. Durch Propaganda der Buddhisten wurde sie auch in der japanischen Kultur adaptiert.

Kanji bedeutet wörtlich "chinesische Schriftzeichen".

Kanas geht hingegen auf 9. Jahrhundert zurück. Zu diesem Zeitpunkt der Geschichte wurden jegliche diplomatische Beziehungen zu China abgebrochen. Ein neues, obligatorisches Schriftsystem wurde in zwei Varianten eingeführt: Hiragana und Katakana.

Japanische Kalligraphie, das japanische Alphabet, die Aussprache und Grammatik sowie das Sprach- und Hörverständnis sind zum Japanisch lernen eine wichtige Voraussetzung.

Wie wird Japanisch gelernt?

Um euer Sprachniveau zu verbessern, einen guten Wortschatz zu besitzen, die Kultur des Landes zu entdecken oder gar in Japan zu arbeiten, gibt es einen Schlüsselweg: Ihr braucht eine gute Lernmethode.

Das Erdbeben vom 11. März 2011 in Fukushima und der anschließende Tsunami haben die Attraktivität des Landes sehr gemindert und zum signifikanten Anstieg der Lebenshaltungskosten in Japan geführt. Nichtsdestotrotz, kann es zahlreiche Türen öffnen, die japanische Sprache zu beherrschen.

Im Folgende findet ihr eine Auswahl hervorragender Methoden, um Japanisch zu lernen und euch in dieser spannenden Sprache problemlos zurechtzufinden.

Bekannte Lehrmethoden zum Japanisch lernen

Sprachlehrmaterial für Japanisch zu finden, ist nicht wirklich schwierig.

Wenn ihr zum Beispiel "Japanisch für Anfänger", "Japanisch lernen online" oder "Japanischkurs" in der Suchmaschine eures Browsers eingebt, werdet ihr sicher nützliche Ergebnisse für geeignetes Lehrmaterial finden.

Laternen sind typisch für Japan.
Oft erkennt man die japanische Kultur schon an gewissen Merkmalen. | Quelle: pixabay

Das Problem dabei liegt jedoch darin, dass euch jeder Anbieter seine App, Software oder Website oder Lehrbuch und Sprachkurs Japanisch als die beste der Methoden unterbreiten wird.

Schwierig ist es hier, den Überblick zu behalten und abzuschätzen, welche Lehrmedien tatsächlich zu euch passen.

Um euch bei der Auswahl zu unterstützen, haben wir euch Vorteile und Lerntipps für Japanisch Anfänger ausgewählter Methoden herausgearbeitet und im Folgenden näher ausgeführt.

Assimil - Problemlos Japanisch lernen

Diese sehr berühmte Methode umfasst einen Sprachkurs mit insgesamt 98 Stunden. Er ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet und eine Bibel für autodidaktische Lerner.

Ziel ist es hierbei, 900 Sprachzeichen mit Hilfe der Konversationen im Rahmen des Japanisch Kurs online zu akquirieren. Eine "Punch"-Methode: Schnell, intensiv, regelmäßig und effektiv.

Eine Version mit Audio-Aufnahmen ist in deutscher Sprache und Japanisch als zweite Sprache erhältlich. Jeder Lehrer der Assimil Lehrmedien stammt aus selbst aus dem Land der aufgehenden Sonne.

Pluspunkte:

  • Tägliches Aussprache-Training japanischer Sätze legt einen verbalen Schwerpunkt
  • Häufige Wiederholung stimulieren das Auswendiglernen von Redewendungen
  • Inklusive Übersetzungsserivce
  • Progressive Methode ermöglicht parallel die Kultur und Geschichte Japans kennenzulernen

Minuspunkte:

  • Erhöhter Kaufpreis: Preisspanne zwischen 26,90 und 74,90 Euro.
    Das Paket beinhaltet entweder ein Buch, Buch und CD bzw. MP3 oder Buch und USB-Stick
  • Erwerb zusätzlicher Medien ist für ein spezialisiertes Lernen notwendig:
    Wörterbuch, Kana, Lesemanga, etc.

Minna no nihongo

Minna no nihongo ist eines der bekanntesten Methodenbücher zum Japanisch lernen. Auch in Japan wird es in vielen Schulen genutzt, um Japanisch zu lehren.

Es eignet sich besonders gut als Lehrmedium für Japanisch für Anfänger.

Minna no nihongo ist in mehre Bände unterteilt, so dass ihr euch zunächst mit den Grundlagen der Sprache vertraut machen könnt, bevor ihr sie schrittweise erlernt.

Jedes Buch enthält ein Kapitel mit jeweils zwei bis drei Grammatikregeln sowie Listen zum Japanisch Vokabeln lernen.

Man lernt zum Beispiel, sich auf Japanisch zu bedanken. Höflichkeitsfloskeln sind in der japanischen Sprache und Gesellschaft besonders wichtig. Hierfür wird der Zusatz "gozaimasu" angehängt.

Natürlich lernt ihr in den Übungen und Dialogen grundlegende Aussagen wie "Entschuldigung" oder "Ich liebe dich".

Auch dieses Buch ist mit einer CD erhältlich. Sie beinhaltet zusätzliche Erklärungen zur Grammatik bezüglich der Verben, Personalpronomen und Adjektiven.

Pluspunkte:

  • Ermöglicht schnelle Fortschritte in eigenem Tempo autodidaktisch zu erzielen
  • Progressive Struktur: Band 1 zur Vertiefung, Band 2 zur Anwendung der Kenntnisse
  • Erläutert ausführlich japanisches Kanji, Übersetzung und Grammatik

Minuspunkte:

  • Kanji wird trotz seiner Schwierigkeit von vornherein angewandt
  • Relativ hoher Kostenfaktor: 25 €

Banzai: Japanische Methode

Diese japanische Methode erfordert ein mittleres Niveau, da sie keine lateinischen Zeichen des Romaji beinhaltet.

Kana Kenntnisse sind notwendig.

Die Kurse umfassen 25 Lektionen mit Dialogen, Übungen, grammatikalischen Erklärungen, Vokabellisten und Wörterbüchern (Deutsch - Japanisch, Japanisch - Deutsch).

Komplexe Satzstrukturen werden euch als autodidaktische Japanisch Anfänger Schritt für Schritt erklärt.

Dabei lernt ihr u.a. intransitive, inter-negative, durative, neutrale, direkte und indirekte Syntax.

Bei der Banzai-Methode handelt es sich um eine kompakte, jedoch recht kostenintensive Methode bei einem Preis von 32 Euro.

Wie man auch ohne Japanisch in Japan zurechtkommt.

Weniger bekannte Lehrmethoden zum Japanisch lernen

Die Planung einer Japanreise nimmt viel Zeit in Anspruch. Bevor ihr euer Ticket nach Tokyo, Kyoto oder Osaka bucht, solltet ihr Japanisch lernen.

Ist der Japanischkurs Hamburg in eurer Nähe?

Habt euer Japanisch Handbuch bestenfalls immer dabei!

Harrap's für Japanisch: Die integrale Methode

Mit dieser Methode erlangt ihr in 22 Kapiteln der Grammatik ein mittleres Sprachniveau.

Das Harrap's Handbuch ist sehr kompakt und behandelt folgende Aspekte:

  • Dialoge mit Vokabeln
  • Quizfragen zum schriftlichen und mündlichen Verständnis
  • Allgemeine Aspekte der japanischen Kultur

Pluspunkte:

  • Vielfältiger Wortschatz
  • Verwendung der Romanji Schrift ist ideal zum Erlernen der phonetischen Transkription
  • Mündliche Methode fördert Aussprache und Artikulation

Minuspunkte:

  • Kaum Kana oder Kanji
  • Keine Übersetzung vom Japanischen ins Deutsche

Ihr sucht nach einem Japanischkurs München?

Japanisch mit Manga - Band I

Das Handbuch von Marc Bernabé enthält insgesamt 30 Lektionen mit je 3-seitigen Kurseinheiten. Dabei deckt ein Manga zwei Seiten und die zugehörige Übung eine.

Freut euch auf Osaka in Japan!
Reisen ist eine gute Motivation zum Japanisch lernen | Quelle: pixabay

Das Buch enthält 160 Seiten grundlegendes Kanji sowie ein Glossar der Klanglaute und mehr als 1000 japanische Wörter.

Konkret lernt ihr:

  • Japanische Redewendungen
  • Verben und Adverbien
  • Suffixe für Namen von Personen
  • Tage und Monate
  • Zahlen
  • Die Jahreszeiten
  • Die Geographie Japans:
    Mount Fuji, Osaka, Fukuoka, Yokohama, Kyushu-Inseln, Honshu, Hokkaido, Shikoku, die Stadtviertel in Tokyo wie Shibuya, etc.

Ist Japanisch lernen für Deutsche schwer?

Japanisch mit Manga - Band II

Das Folgeband von Bernabé umfasst 30 Lehreinheiten. Es bereitet seine Leser sukzessiv auf  die internationale Standardprüfung "Japanese Language Proficiency Test" für die Grundstufe (Stufe 3) und Elementarstufe (Stufe 4) vor.

Das Handbuch erfordert gute Kenntnisse in Kana und den erfolgreichen Abschluss des ersten Bands.

Japanisch mit Manga II bietet ein erhöhtes Sprachniveau mit Exkursen zum Intensivkurs. Neu ist auch die Ersetzung des Romaji Schriftstils durch Furigana.

Beim Furigana handelt es sich um eine Variation, bei dem das Kanji um Kana ergänzt wird, um die phonetische Transkription des japanischen Begriffs zu ermöglichen.

Japanisch Schritt für Schritt

Der Sprachkurs für Unterricht und Selbststudium gehört wohl zu den beliebtesten deutschen Lehrbüchern für die japanische Sprache.

Japanisch Schritt für Schritt bietet autodidaktischen Japanisch-Einsteigern in 25 Kapitel häppchenweise Grammatik.

Durch die leicht verständliche Sprache fühlen sich Selbstlernende nicht überfordert und gehen Verständnisproblemen aus dem Weg.

Mit dem zweiten Lehrbuch als Ergänzung (Japanisch Schritt für Schritt: Band 2) ist euch ein guter Einstieg gewährt. Der Kostenpunkt der beiden Bänder liegt bei jeweils 25 und 22 Euro.

Easy Japanese - NHK

Bei diesem Lehrmedium handelt es sich um einen Japanisch Sprachkurs des NHK World Radio Japan.

In den knapp 50 Lektionen des einzigen öffentlich-rechtlichen Senders Japans, lernt ihr die Sprache mit Hilfe eines Textbooks und Audio Dateien.

Die Japanische Sprache steckt voller Dinge.
Japanisch lernen ist so spannend wie die Kultur und Geschichte selbst! | Quelle: Kumiko SHIMIZU via unsplash

Der Schwerpunkt der Kurseinheiten liegt auf kurzen Dialogen, Übungen und kulturellem Input.

Jede Lektion umfasst ca. zehn Minuten. Am Ende jeden Downloads ist darüber hinaus ein Eignungstest verfügbar.

Japanischlehrer gesucht? Ein Japanischunterricht kann sehr vielfältig sein. Entdeckt zum Beispiel auch die japanische Küche oder Reiseblogs über das Land!

Die Kultur hat es euch angetan? Ihr möchtet den schwarzen Gürtel im japanisch sprechen erlangen und sie besten Techniken zum Japanisch lernen kennen?

Nun nachdem ihr die Lehrmethoden für Japanisch kennengelernt habt, steht euch nichts im Wege, eine berufliche Umschulung in Betracht zu ziehen

Fließend Japanisch sprechen kann es zum Beispiel ermöglichen, in einem Unternehmen zu arbeiten, das deutsch-japanische Beziehungen fördert. Davon gibt es nämlich mehr als ihr zunächst vielleicht vermuten würdet.

Habt ihr Interesse an einem Japanischkurs Berlin?

Tipps und Tricks, um effektiv Japanisch zu lernen

Da ihr nun wisst, wo ihr welche Lektionen findet, möchten wir ein paar Ideen mit euch teilen, wie ihr effektiv Japanisch lernen könnt. Eure Reise nach Japan steht an und ihr möchtet noch schnell eure Sprachkenntnisse aufbessern? Oder ihr seid einfach ein ungeduldiger Typ und möchtet gerne möglichst schnell Fortschritte erzielen? Dann findet ihr hier ein paar Tipps:

  1. Werdet euch über eure Ziele bewusst und erstellt euch einen Lernplan. Bevor ihr überhaupt loslegt, solltet ihr euch im Klaren darüber sein, was Eure Ziele sind. Möchtet ihr euch einen möglichst breiten Grundwortschatz aneignen oder lieber möglichst schnell ganze Unterhaltungen führen können? Anschließend könnt ihr zielgerichtet die Inhalte in einen Lernplan eintragen.
  2. Lernen ist ein Marathon, kein Sprint! Soll heißen: Lernt lieber in Etappen statt von Anfang an Vollgas zu geben und plötzlich keine Energie (oder Motivation?) mehr zu haben. Setzt euch realistische Ziele und lasst euch für komplizierte Lektionen auch ruhig etwas Zeit und berücksichtigt das in eurem Lernplan. So bleibt ihr durchgehend motiviert und überfordert nicht euer Gehirn mit zu viel neuem Input.
  3. Gönnt euch auch mal Pausen. Unser Gehirn braucht Zeit, um das Gelernte zu verarbeiten und zu verknüpfen. Baut in eurem Lernplan bewusst Pausen ein, an denen ihr euch nicht aktiv mit dem Japanischen auseinandersetzt und eurem Gehirn somit Zeit einräumt, alles abzuspeichern.
  4. Schafft euch ein gutes Lernumfeld, in dem ihr konzentriert arbeiten könnt. Ihr arbeitet gerne auf die Couch gelümmelt, mit dem Laptop oder dem Lernbuch auf dem Schoß und lasst im Hintergrund Netflix oder Amazon Prime laufen? Wir müssen doch zugeben, das haben wir fast alle schon getan. Allerdings ist das auf Dauer weder gut für den Rücken, noch für die Konzentration. Das Gehirn muss zu viele Informationen auf einmal verarbeiten und ihr könnt keine schnellen Fortschritte beim Lernen erzielen. Sucht euch einen hellen Platz für euren (Schreib-)Tisch, achtet auf einen ergonomisch geformten Stuhl, macht den Fernseher aus und schaltet euer Handy vielleicht mal für eine Stunde auf Flugmodus. Ihr werdet erstaunt sein, wie schnell die Stunde verfliegt und wie viel mehr Inhalt in dieser Zeit hängen bleibt.
  5. Bildet Lerngruppen. Nichts ist motivierender als gemeinsam in der Gruppe zu lernen. Ihr habt mal keine Lust oder eure Freunde sind mal unmotiviert? Ihr könnt euch gegenseitig dazu anspornen, wenigstens mal eine Stunde ins Üben zu investieren, bevor ihr euch gemeinsam ein Eis gönnt. Na, wenn das mal kein Anreiz ist! Solltet ihr niemanden vor Ort haben, der ebenfalls Japanisch lernen möchtet, dann könnt ihr auch online in Foren nach Lernpartnern fragen und euch über Skype, Facetime oder GoTo-Meeting zum gemeinsamen Lernen verabreden.
  6. Nutzt Wartezeiten effektiv! Bereitet euch von Anfang an kleine Karteikarten vor oder ladet euch eine App herunter, mit denen Ihr Wartezeiten sinnvoll überbrücken könnt. So könnt ihr auch bei einem vollen Zeitplan zwischendurch ein paar Vokabeln wiederholen oder neue Wörter lernen und könnt schneller Fortschritte erzielen.
  7. Achtet auf ausreichend Abwechslung. Beim Lernen ist es besonders wichtig, euch immer wieder selbst aufs Neue motivieren zu können. Nichts ist wichtiger, als Freude am Lernen zu haben und ihr werdet keine dauerhaften Fortschritte machen, wenn ihr keinen Spaß an etwas habt. Bringt also Abwechslung herein und lernt beispielsweise über verschiedene Medien. Ladet euch eine App herunter für zwischendurch, taucht in ein Lernbuch ein, wenn ihr konzentriert am Schreibtisch arbeiten wollt, investiert in ein Spiel zum Japanisch lernen mit euren Freunden oder installiert euch ein Programm auf dem Laptop, mit dem ihr auch mal in einem Café oder einem Ort eurer Wahl arbeiten könnt. Je vielfältiger die Ideen desto besser!
  8. Seid kreativ! Ihr möchtet gerne neue Vokabeln lernen, habt aber keine Lust euch langweilige Listen einzuprägen?
    • Dann versucht doch zur Abwechslung mal einen Manga zu übersetzen. Es geht nicht darum, alles perfekt verstehen zu können. Aber vielleicht könnt ihr euch ja mit der Zeit und ein paar leichten Wörtern aus dem Kontext erschließen, was in den Dialogen gesagt wird und entwickelt somit auch ein besseres Gefühl für die Sprache.
    • Oder erstellt euch Zettel mit der japanischen Bezeichnung für Gegenstände und klebt diese auf die entsprechenden Objekte in eurer Wohnung. So wiederholt ihr die Vokabel für Glas zum Beispiel jedes Mal, wenn ihr euch ein Glas Wasser einschenkt.
    • Ihr könnt euch auch japanische Vokabeln in einer Audio-Datei auf dem Handy einsprechen und diese abhören, wenn ihr beispielsweise gerade mit der U-Bahn oder Straßenbahn unterwegs seid.
  9. Übung macht den Meister. Seid nicht frustriert, wenn ihr eine Lektion wiederholen müsst, weil ihr sie einfach nicht verstanden habt. Sprachen zu lernen ist kein leichtes Unterfangen und je mehr Verständnis und Geduld ihr für euch selbst aufbringen könnt, desto besser entspannt ihr euch beim Lernen und könnt dann konzentrierter arbeiten.
  10. Überwinde deinen inneren Schweinehund. Auch wenn ihr ein gutes Lernumfeld, Abwechslung und kleine Anreize geschaffen habt, wird es immer wieder Tage geben, an denen ihr keine Lust habt. Verurteilt euch nicht dafür, das ist vollkommen normal. Doch auch hier gibt es Strategien, wie ihr euch trotzdem motivieren könnt. Kennt ihr beispielsweise die 10-Minute-Strategie? Stellt euch einen Timer auf dem Handy und setzt euch fokussiert 10 Minuten lang an euren Unterrichtsstoff. 10 Minuten am Tag sind wirklich nicht viel und vergehen wie im Flug. Sobald der Timer fertig ist, habt ihr die Wahl: Entweder hört ihr an dieser Stelle auf und habt somit wenigstens 10 Minuten ins Lernen investiert, oder ihr habt euch in dieser kurzen Zeit schon motivieren können und lernt doch nochmal ein bisschen weiter.
Lernt, das Lernen zu lieben! Dann geht es ganz leicht. | Quelle: Tim Mossholder via Unsplash

Meistens führt man immer das weiter aus, was man gerade angefangen hat. Also gebt euch einen Ruck und probiert es. Im schlimmsten Fall habt ihr immerhin noch 10 Minuten in eure Japanisch Kenntnisse investiert.  Aber warum solltet ihr überhaupt erst Japanisch lernen?

Warum Japanisch lernen immer eine gute Idee ist

Auch wenn es nicht leicht ist, die japanische Schrift lesen und schreiben zu können, so ist die Grammatik wiederum verblüffend einfach. So wird beispielsweise nicht zwischen unterschiedlichen Formen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unterschieden. Außerdem gibt es kein grammatikalisches Geschlecht und auch keinen Plural. Auch die Aussprache ist sehr regelmäßig und daher verhältnismäßig leicht zu lernen.

Seid ihr ein großer Manga oder Anime-Fan? Dann habt ihr ja noch einen besonderen Anreiz, um Japanisch zu lernen. Vielleicht könnt ihr dann Eure Lieblingsserien oder Mangas endlich in der Originalversion ansehen bzw. lesen und seid nicht mehr auf Übersetzungen oder Untertitel angewiesen!

Japan gehört zu den technologisch innovativsten Orten der Welt und es gibt über 125 Millionen japanisch sprechende Menschen, sodass es immer eine gute Idee ist, sich in dieser Weltsprache verständigen zu können. Doch obwohl Japan so innovativ ist, geraten Traditionen noch lange nicht in Vergessenheit!

Manga ist der japanische Begriff für Comics. | Quelle: Tim Mossholder via Unsplash

Die Kirschblüte im Frühling und die roten Herbstfarben auf den Bergen werden nach wie vor groß zelebriert und sind ein ganz besonderes Spektakel für die dort ansässige Bevölkerung, aber auch für Touristen. Religiöse Rituale und alte Bräuche werden in dieser Kultur groß geschrieben und von Generation zu Generation weitergegeben.

Noch besser erlernt sich eine Sprache natürlich, wenn ihr direkt in das Land und in die Kultur eintaucht... Lest einfach weiter und findet heraus, was ihr wissen solltet, bevor ihr nach Japan reist, damit ihr euch vollkommen auf die Kultur und die Menschen einlassen könnt.

Nach Japan reisen: Das solltet ihr wissen

Die beste Methode, um sich voll und ganz auf eine neue Sprache einzulassen, ist nach wie vor in das Land zu reisen und seine Bewohner und das Land richtig kennenzulernen. Kleiner Tipp: Wenn ihr zur Osterzeit nach Japan reist, dann seid ihr genau zur richtigen Zeit da, um die Kirschblüte zu sehen.

Die Kirschblüte ist in Japan eine ganz besondere Zeit. | Quelle: Mark Tegethoff via Unsplash

Generell gilt für Eure Japan-Reise: Je länger desto besser! Das Land hat so vieles zu bieten, da wäre es schade, wenn ihr nicht genügend Zeit habt, um so viel wie möglich zu sehen und zu erkunden. Allerdings könnt ihr nicht einfach mit einem One Way Ticket fliegen! Wer in das Land der aufgehenden Sonne fliegen möchte, braucht definitiv einen Hin- und Rückflug.

Prüft vor dem Abflug auch, ob Euer Reisepass noch für mindestens drei bis sechs Monate gültig ist und denkt daran, rechtzeitig Euer Geld zu wechseln, da die Verwendung von Kreditkarten nicht überall in Japan selbstverständlich ist. Es ist also immer gut, vorsorglich über ausreichend Bargeld zu verfügen!

Denkt auch daran, euch passende Steckdosenadapter vor dem Abflug zu besorgen. Sonst könnt Ihr eure elektronischen Geräte nicht aufladen und nicht über Eure App zwischendurch japanisch lernen.

Wie ihr sehen könnt, gibt es zahlreiche Methoden, um Japanisch zu lernen. Ihr habt hier lesen können, wie ihr motiviert am Ball bleibt, welche unterschiedlichen Herangehensweisen es gibt, welche allgemeinen Tipps und Tricks wir euch an die Hand geben können und warum ihr überhaupt Japanisch lernen solltet.

Nun liegt es an euch: Fangt einfach mal an und probiert es aus. Ihr könnt gar nichts falsch machen und solange ihr Spaß am Lernen habt, werdet ihr so schnell Fortschritte erzielen, dass man euch bei Freunden und Familie als den neuen Japanisch-Experten bezeichnen wird.

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Stefanie

Sprachen sind meine große Leidenschaft! Da ich zweisprachig aufgewachsen bin, habe ich mich schon früh für Sprachen und Kulturen interessiert. Ich liebe Reisen und entdecke gerne neue Länder.