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Die besten Techniken zum Japanisch lernen

Von Funzi Olga, veröffentlicht am 14/03/2019 Blog > Sprachen > Japanisch > Japanisch sprechen lernen: Hilfreiche Tipps und Tricks

„Die natürliche Neugierde des Menschen inspiriert ihn zum Lernen.“– Jean Jacques Rousseau, Les Confessions (1765-1770)

Eure Wissensbegierde für die japanische Kultur wird euch wahrscheinlich früher oder später zu einer Teilnahme am Japanischkurs führen.

Mit 127 Millionen Japansprachigen steht Japanisch an neunter Stelle der am meisten gesprochenen Sprachen der Welt. Zum Vergleich, Deutschland steht an 13. Stelle.

Mit einzelnen Einflüssen in Taiwan, Südkorea und Brasilien, wird Japanisch hauptsächlich isoliert auf dem heimischen Archipel gesprochen.

Dennoch gibt es zahlreiche Gründe, von der japanischen Sprache und Kultur fasziniert zu sein. Japanisch lernen ist der Grundstein für eine erfolgreiche Japanreise.

Wenn ihr dort erst einmal angekommen seid, ganz gleich ob am Flughafen Tokyo oder zum Beispiel in eurer Unterkunft in Shibuya, benötigt ihr zumindest Grundkenntnisse der japanischen Schriftzeichen.

Dass Japanisch in lateinische Buchstaben transkribiert wird, ist so rar wie Regen in der Wüste.

Entscheidet ihr euch dafür, Japanisch selbst zu lernen, werdet ihr euch mit folgenden Aspekten auseinandersetzen:

  • Schriftzeichen: Japanisches Kanji, Kana (bestehend aus Hiragana und Katakana) und Rômaji
  • Leseverständnis und Schreibfähigkeiten
  • Aussprache: Intonation und Laute der japanischen Sprache
  • Japanisch Vokabeln lernen
  • Grammatik
  • Syntax und Semantik
  • Kulturelle Kenntnisse: Z.B. Höflichkeitsfloskeln (weit verbreitet in der Shinto-Religion)

Vor Ort Japanisch lernen ist der beste Weg, um die Sprache fließend zu sprechen. Es erlaubt euch, mit Muttersprachlern in Kontakt zu treten, und eure Sprachkenntnisse zu perfektionieren.

Reden wir nicht länger drum herum. Hier unsere besten Tipps und Techniken zum Japanisch lernen.

Die besten Methoden, Japanisch sprechen zu lernen

Es gibt eine große Auswahl an Lehrmaterialien für Japanisch.

Ob es sich nun um eine Website für online Japanisch lernen handelt oder ob ihr mit Hilfe von Lehrbücher oder eines gebürtigen Japaner lernt: Die Effektivität liegt in der Wahl der Methode.

Es gibt verschiedene Lehrmedien zum Sprachenlernen. Japanischkurs Online oder doch lieber mit einem Buch. Beides ist möglich. | Quelle: pixabay

Hier ein Überblick über die besten Möglichkeiten, in Japan zurechtzukommen bevor  es auf die große Reise geht.

Assimil

Assimil ist eine gute Referenz zum Sprachen lernen. Ihr Angebot umfasst viele europäische Sprachen, aber auch Russisch, Arabisch und Chinesisch.

Die Zeit vergeht meist schneller als erwartet, gerade wenn man bis zum Hals in Reisevorbereitungen steckt.

Mit Assimil – the Japanese without effort gelingt euch bei Ankunft ein reibungsloses Eintauchen in die japanische Kultur.

Das Lehrmedium bietet euch 98 Lektionen für Japanisch Anfänger und Fortgeschrittene. Ihr behandelt:

  • die japanischen Schriftzeichen: Rund 900 Ideogramme und Sinogramme
  • einen umfangreichen Wortschatz dank des mitgelieferten japanisch-deutsch Wörterbuchs mit 135.000 Begriffen
  • den Alltagswortschatz
  • das Schreiben der japanischen Schrift mit Hilfe des Notizbuches
  • die Phonetik

Die Assimil Methode hilft euch dabei, die Kana und Kanji schriftzeichen zu erlernen und vermittelt euch sowohl mündliches als auch schriftliches Verständnis.

Sie ist daher die ideale Methode, die japanischen Sprache und Gesellschaft zu entdecken.
Ihr solltet hierfür mit einem Budget von  27 bis 75 Euro rechnen.

Minna no nihongo

Kommen wir zu der am weitesten verbreiteten Methode des japanisch Lernens in Sprachschulen.

Wie ihr vielleicht schon wisst, ist Japanisch eine Silbensprache. Ihre Wörter wurden zum Teil aus der chinesischen Sprache übernommen. Das Kanji ist ein anschauliches Beispiel dafür.

Japanische Laute sind der deutschen Sprache nicht unähnlich. So werden beispielsweise die Vokale A, I, E, O und U quasi wie im Deutschen ausgesprochen.

Mit pädagogischen Lehrbücher werdet ihr mit Silben, Konsonanten, Grammatik sowie Respektnormen vertraut. Kleiner Tipp: Fügt für die Höflichkeitsform „gozaimasu“ hinzu.

Minna no nihongo eignet sich gut, um selbstständig zu Hause oder in einem Kurs in eurem eigenen Tempo zu lernen und dennoch stetig Fortschritte zu machen.

Ihr könnt euch außerdem ganz schnell beliebt machen, in dem ihr sagt, dass Japan ein süßes Land ist. Sagt dafür einfach kawaii: (かわいい).

Der einzige Nachteil der Minna no nihongo liegt in dem Umstand, von vornherein Kanji beherrschen zu müssen. Entweder seid ihr also schon damit vertraut oder habt bereits ein fortgeschrittenes Niveau erreicht.

Weitere Lernmethoden für Japanisch

Es gibt noch andere, weniger bekannte Methoden, um Japanisch zu lernen:

  • Harrap’s für Japanische: Die integrale Methode
  • Japanisch mit Manga – Band I
  • Japanisch mit Manga – Band II
  • Japanisch Schritt für Schritt
  • Easy Japanese (NHK).

Bevor ihr nach Japan reist, ob für ein Working Holiday, zum Arbeiten oder für einen touristischen Besuch, wird euch ein Japanisch Intensivkurs während eures Abenteuers sehr nützlich sein.

Hier lernt man nicht nur Japanisch sprechen, lesen und schreiben, sondern auch folgendes kennen:

  • die japanische Küche
  • die Geschichte Japans
  • Manga
  • Vorgehensweisen zu Arbeitssuche
  • Redewendungen

Japanisch lernen als deutscher Muttersprachler

Sich im Ausland verständigen zu können, ist immer vorteilhaft. Insbesondere dann, wenn man in einem Land, dessen Amtssprache nicht die eigenen Muttersprache ist reist oder lebt.

Sprachkurse sind für Wort- und Schriftsprache sehr nützlich. Ein Japanisch Sprachkurs kann beim Erlernen von Kanji helfen. | Quelle: pixabay

Auch für das Japanisch lernen an renommierten Schulen sind Vorkenntnisse ein großer Vorteil.

In einem verknüpften Artikel haben wir die Wichtigkeit, fließend Japanisch sprechen zu können, wie folgt, zusammengefasst:

Eine Fremdsprache fließend zu sprechen, bedeutet eine tägliche hürdenarme Kommunikation mit Kollegen, Kunden, Freunden, etc.

Hierfür sind etwa tausend Wörter des japanischen Wortschatzes für ein ausreichendes Sprachniveau notwendig, um sich zu verständigen und Konversationen zu führen.

Zum Nachweis eines „fließenden“ Japanisch Niveaus, können lokale Arbeitgeber das JLPT Japanisch-Sprachdiplom I oder die erweiterte Stufe II verlangen.

Findet hier euren Japanischkurs Berlin.

Die Prüfung für das Zertifikat ist allerdings nicht so schwierig. Sie besteht aus einem Test für das Hörverständnis und Schreibkompetenzen. Mündlicher Ausdruck wird nicht geprüft.

Als Faustregel, könnt ihr euch merken, dass eine Sprache lernen nicht schwieriger ist als ein Musikinstrument zu erlernen.

Auch dem Gerücht, dass Japanisch sprechen komplizierter sei als andere Sprachen, dürft ihr keinen Glauben schenken.

An erster Stelle steht das Sprechen lernen. Ihr werdet es brauchen, um euch mit der japanischen Literatur auseinanderzusetzen, vor Ort Freunde zu finden oder eine Bestellung im Restaurant aufzugeben.

Schreiben zu lernen ist ebenfalls nützlich, aber steht erst an späterer Stelle.

Hier unsere fünf goldenen Regeln zum Japanisch lernen:

  1.  Seid motiviert
  2.  Taucht in die Sprache ein
  3.  Sucht euch einen japanischen Lernpartner in Japan für Gespräche über Skype und Soziale Medien  oder Online-Japanischkurse
  4.  Gewöhnt euch eine regelmäßige Sprachpraxis und einen Lernrhythmus an
  5.  Traut euch, Fehler zu machen. Sie helfen euch voranzuschreiten
  6.  Lernt die Schriftsprache Kana auswendig.

Allem voran gilt es natürlich mit Leidenschaft, Motivation und Entschlossenheit an das Japanisch lernen heranzugehen.

Einfach Japanisch lernen: Unsere Tipps!

Die drei obengenannten Kriterien sind voraussetzend, um Japanisch fließend sprechen zu lernen. Lasst euch nicht entmutigen, wenn ein Kanji nicht „hängen bleiben“ möchte.

Tut es den Kindern nach: Lernt durch häufiges Wiederholen. Übung und Wiederholung sind der Schlüssel beim Japanisch Lernen. | Quelle: pixabay

Sind Leidenschaft und Motivation größer als auftretende Hindernisse, werden Ziele erreicht.

Das erste Jahr autodidaktischen Sprachenlernens kann von Selbstbewusstseinsverlusten und Motivationstiefen geprägt sein. So abschreckend das klingt, ist es ganz normal.

Vertraut darauf, dass die Lernkurve nach diesem ersten Jahr umso steiler ansteigen wird.

Leidenschaft, Ausdauer und die Fähigkeit aus Fehlern zu lernen, sind drei Schlüsselelemente zum Erfolg beim Sprachen lernen.

Hier vier weitere Tipps, mit denen ihr Japanisch lernen könnt:

  1. Die „Act Like a Baby“ Methode
  2. Die perfekte Beherrschung des Kana
  3. Tägliches Üben
  4. Sprechen mit japanischen Muttersprachlern

Eine neue Sprache zu lernen, versetzt uns zurück in die Situation eines Kleinkindes: Wir lernen einfache Wörter, Zahlen, Farben…

Das Kind reproduziert im primären Sozialisierungsprozess Normen, Codes und Werte seines näheren Umfelds, um sich in die Gesellschaft zu integrieren.

Kinder hören zu und wiederholen Laute, um ihre Muttersprache zu lernen. Beim Lernen einer Fremdsprache ist es nicht anders.

Hört euch zum Beispiel japanische Radios oder Podcasts an. Auch japanische Filmabende, Fernsehnachrichten oder Musikcharts helfen, mit der Sprache voranzukommen.

Um Japanisch vollständig zu beherrschen, müsst ihr euch früher oder später auch an das Schreiben setzen.

Lernt dafür das japanische Schriftsystem anhand Kana, Kanji und Romaji.

In der Regel beginnt man mit Kana. Es besteht aus Hiragana und Katakana.

Mit diesen Schritten kommt ihr zum Ziel:

  • Stellt euch das Kana lesen wie Noten lesen vor: Es muss intuitiv und spontan erfolgen
  • Schreibt euch Karteikarten
  • Erstellt einen Übungs- und Lernplan
  • Findet euren persönlichen Rhythmus, den ihr zur Gewohnheit macht
  • Sucht euch einen japanischen Tandempartner für deutsch-japanische Gespräche

Diese Tipps sollten euch davor bewahren, bei eurer Ankunft in Japan in Unverständnis zu versinken.

In die Japanische Kultur eintauchen: Lost in Translation?

Japanisch lernen in Japan: Das ist eine großartige Idee, aber es muss unter den richtigen Bedingungen geschehen.

Ob während eines Sprachaufenthaltes in Japan, eines Berufsaufenthalts oder einer einfachen Urlaubsreise: Wer nicht ein Wort Japanisch versteht, wird wörtlich in all dem Kanji und Kana untergehen.

Sprachreisen fördern eure Sprachkenntnisse immens. Auf gehts zum Gate und zum Japanisch lernen in Tokyo! | Quelle: pixabay

Wir wollen gar nicht daran denken, wie verloren man sich an Tokyos internationalem Flughafen Narita vorkommen würde!

Es ist nicht abzustreiten, das die Sprachpraxis vor Ort paradoxerweise das beste Training ist, wenn auch außerhalb der Komfortzone.

Um eurem Japanisch vor Ort nachgehen zu können, haben wir euch hier einige Adressen herausgesucht:

  • Go Go Nihon
  • Lokale Standorte des Japanisch Deutschen Zentrums Berlin
  • Partner Institute der Max-Weber-Stiftung bzw. des Deutschen Instituts für Japanstudien
  • Japanisches Sprachinstitut Shinjuku: Shinjuku Nihongo Gakko

Diese Sprach- und Kulturinstitute bieten euch Möglichkeit, einen zielgerichteten Zugang zum Japanischen zu bekommen.

Grundsätzlich kann jeder eine Sprache erlernen und stetig verbessern. Gerade für die Nuancen in Semantik, ist die Sprachbereicherung durch einen Aufenthalt im Zielland für eine herausragende Sprachkompetenz Gold wert.

Um in Japan zu arbeiten, ist es ratsam, sich vorher einen guten Wortschatz für Wirtschaftsjapanisch anzueignen.

Arbeit auf dem beliebten asiatischen Archipel zu finden, ist allerdings nicht so einfach.

Eine sehr beliebte Berufsaktivität für Einwanderer in Japan ist der Fremdsprachenunterricht. Als Muttersprachler der deutschen oder weiterer Sprachen, findet ihr gute Stellen als Sprachlehrer.

Mit dem Privatunterricht helft ihr vielen Japanern, die Sprache ihrer Wahl zu erlernen. Schaut euch also nach offenen Stellen um. Es gibt immer eine Chance!

Um auch vor Ort, insofern mit euren Sprachkenntnissen voranzukommen, dass ihr euch bei eurer Rückkehr fließend in Japanisch nennen könnt, befolgt abschließend noch folgende Hinweise:

  • Sucht euch eine Wohngemeinschaft mit japanischsprachigen Mitbewohnern
  • Trefft euch und interagiert mit so vielen Japanern wie möglich

Der Kontakt mit jungen Japanern ermöglicht es darüber hinaus, die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Auch im Schreiben werdet ihr Fortschritte machen und euch schon bald vom Romaji lösen können. Schließlich gibt es keine authentischere Art, als die Kultur durch Muttersprachler kennenzulernen.

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