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Wie wird man eigentlich Nachhilfelehrer?

Von Christiane, veröffentlicht am 31/05/2017 Blog > Privatunterricht > Nachhilfe geben > Privatunterricht geben: Tipps für Privatlehrer & solche, die es werden wollen!

Du möchtest gern Mathe Nachhilfe geben oder Französisch, Wirtschaft oder Gitarre unterrichten?

Dann folge diesem Leitfaden!

Nach der Lektüre dieses Artikels wirst Du alles Nötige wissen, um Nachhilfe geben zu können, von der Grundschule bis zur Uni.

Erfahre hier, wie Du Schüler findest, eine Vertrauensbasis schaffst, wo Du überall Privatunterricht geben kannst, welche Eigenschaften ein Lehrer haben sollte und welche behördlichen Schritte zu gehen sind.

Bist Du neugierig? Kannst Du es kaum erwarten? Dann auf ins Nachhilfe-Abenteuer!

Was ist ein Nachhilfelehrer?

Ein Nachhilfelehrer erbringt in erster Linie eine Dienstleistung, denn seine Aufgabe besteht darin, sich speziell um einen Schüler zu kümmern, ihm bei den Hausaufgaben zu helfen, ihm Lernstoff zu erklären und eventuelle Wissenslücken zu füllen.

Damit Dein Schüler seine Leistungen in einem bestimmten Fach verbessert, musst Du als Privatlehrer Vertrauen zu ihm aufbauen.

Mit Vertrauen öffnet er sich Dir gegenüber und Du lernst ihn besser kennen, so dass Du Deinen Unterricht individuell gestalten und an seine Bedürfnisse anpassen kannst.

Das macht einen guten Nachhilfelehrer aus.

Wenn Du Nachhilfe geben möchtest, brauchst Du keinen bestimmten Abschluss. Du musst nur über das erforderte Fachwissen verfügen.

Als Klavierlehrer solltest Du z.B. Klavier spielen können. Aber das erklärt sich von selbst!

Natürlich dürfen Nachhilfelehrer auch einen Abschluss in ihrem Unterrichtsfach besitzen. Dies ist zwar nicht zwingend erforderlich, wirkt sich aber positiv auf ihren Stundenlohn aus.

Das heißt: Jemand, der auf Lehramt studiert hat, darf einen höheren Tarif verlangen als ein Abiturient.

Ob Du nun Mathematik studiert hast, Physiklehrer bist oder fließend Englisch sprichst, wenn auch ohne Abschluss: Du hast das Recht, Nachhilfe zu geben.

Wie finde ich Nachhilfe-Schüler?

Als erstes solltest Du natürlich auf Schülersuche gehen. Doch wie und wo?

Nachhilfeschüler gibt es wie Sand am Meer! Ob in Deinem privaten Umfeld, im Internet oder in Schulen: Schüler sind überall zu finden!

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Du alle ausschöpfen solltest, um Schüler für Nachhilfe-Unterricht zu finden.

Nur so findest du die größtmögliche Anzahl an Privatschülern.

  • Erzähle Deiner Familie, Deinen Freunden und Bekannten von Deiner Nachhilfetätigkeit! Außerdem kannst Du in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, LinkedIn oder Snapchat kleine Nachrichten posten, um die Chancen zu erhöhen, Schüler zu finden. Falls Du schon welche hast, sind diese Dein bestes Werbemittel, denn sie werden von Deinen Nachhilfestunden sprechen. Und vergiss Deine Nachbarn nicht, deren Kinder eventuell jemanden brauchen, um fürs Abitur oder die nächsten Klausuren zu lernen!
  • Mache Aushänge in den Geschäften Deines Stadtteils. Du hast beim Bäcker oder im Supermarkt bestimmt schon Aushänge gesehen, auf denen Leute ihren Dienst als Babysitter anbieten. Jetzt bist Du an der Reihe!
  • Mache Aushänge in Schuleinrichtungen (Grundschulen, Mittelschulen, Gymnasien) sowie in Universitäten und Fachhochschulen, wo sich Deine Schüler am häufigsten aufhalten.
  • Denke auch an Online-Plattformen und registriere Dich auf Superprof.de! Das ist kostenlos, einfach und schnell. Du legst Deinen Tarif selbst fest und wirst rasch Schüler finden, um Privat Nachhilfe geben zu können.
  • Erstelle Deine eigene Internetseite mit Deinem Lebenslauf und Referenzen (Studium, Erfahrungen, Resultate Deiner ehemaligen Schüler…). Gib die Adresse Deiner Website dann in Deinen Anzeigen und Aushängen an.

Wie gibt man Privatunterricht via Webcam?

Du bist einige Wochen lang nicht zu Hause, möchtest aber weiter Nachhilfe geben? Dann gib Online-Nachhilfeunterricht via Webcam!

Dazu braucht Ihr nur einen Computer mit Webcam und Mikrofon, eine gute Internetverbindung sowie ein Benutzerkonto bei Skype, Hangouts oder vergleichbaren Anbietern.

Online-Nachhilfe ist genauso effizient wie Nachhilfe beim Schüler zu Hause.

Natürlich ist die Organisation nicht dieselbe, doch der Erfolg hängt wie auch im „normalen“ Unterricht von der Motivation des Schülers und den Kompetenzen des Lehrers ab.

Und mit Online-Nachhilfe kannst Du in ganz Deutschland und sogar in der ganzen Welt unterrichten!

Damit Dein Online-Unterricht wie geschmiert abläuft, solltest Du in eine qualitative PC-Ausrüstung (Webcam und Mikrofon) investieren.

Und dank der Bildschirmübertragung, Google Docs, Mails und Apps wie WhatsApp und GeoGebra kannst Du gelungenen und effektiven Online-Nachhilfeunterricht geben.

Und dabei machst Du nicht einmal ein Minusgeschäft, denn der durchschnittliche Stundenlohn einer Online-Nachhilfestunde ist in der Regel derselbe wie bei einer Nachhilfestunde zu Hause.

Wo kann ich Privatunterricht geben?

Der geläufigste Ort für Nachhilfe ist zu Hause beim Schüler. Das ist am einfachsten für ihn und seine Eltern.

Doch manchmal ist das familiäre Umfeld für Nachhilfe ungeeignet.

In dem Fall müssen neue Orte für den Privatunterricht gefunden werden, die auf Deine Methodik und Pädagogik abgestimmt sind und dem Schüler das Lernen erleichtern.

Ob Grundschüler oder Gymnasiasten, ein gelegentlicher Ortswechsel hat zahlreiche Vorteile: Das ist einfach mal was anderes und weckt die Neugier des Schülers.

Er findet die Lust am Lernen wieder und somit zu mehr Selbstbewusstsein!

Warum nicht einmal im Café Nachhilfe geben? Ein neuer Ort kann Wunder wirken.

Ungewöhnliche Nachhilfeorte können sein:

  • In der Bibliothek: Der ideale Ort, um für eine Prüfung zu lernen.
  • Im Museum: Eine Ausstellung über ein Thema, das Dein Schüler gerade in Geschichte lernt, kann ihn neugierig machen.
  • Im Park: Frische Luft hilft Deinem Schüler beim Lernen.
  • Im Café: Spanisch-Nachhilfestunden oder ein Arabischkurs werden hier informeller und die Gespräche werden entspannter. Dein Schüler wird motivierter, die Sprache fließend zu beherrschen.

Sei bei der Ortswahl kreativ, Nachhilfe kannst Du überall geben! (z.B. Nachhilfe geben München)

Wie gestaltet man Nachhilfeunterricht nach Maß?

Der Privatlehrer muss zum Schüler eine gute Beziehung aufbauen und sich an ihn anpassen. Maßgeschneiderte Nachhilfe ist das A und O für den Erfolg des Schülers.

Wenn ein Schüler Nachhilfe nimmt, braucht er Unterstützung in einem bestimmten Fach und niemanden, der ihm den Lernstoff wie in der Schule noch einmal vorkaut.

Um von Anfang an die Bedürfnisse Deines Schülers sowie seine Stärken und Schwächen zu erkennen, empfehlen wir Dir, eine Probestunde mit ihm abzuhalten. Frage ihn, warum er seiner Meinung nach Privatunterricht benötigt und was er von Dir als Nachhilfelehrer erwartet.

Ziehe auch seine Eltern zu Rate. Schließlich kennen sie ihr Kind am besten und haben Dich kontaktiert, weil sie glauben, dass es in einem Fach Schwierigkeiten hat.

Erläutere ihnen ebenfalls Deine Methodik und schließe sie in die Erfolgserlebnisse Deines Schülers ein, damit er ihre Unterstützung spürt und schneller Fortschritte macht.

Wie schreibt man eine Anzeige für Nachhilfeunterricht?

Um eine Anzeige für Privatunterricht zu verfassen, lasse Dich gerne von den Anzeigen anderer Nachhilfelehrer im Internet inspirieren, z.B. auf unserer Plattform Superprof.de.

Wichtig: Neben präzisen Informationen spielt Sympathie eine große Rolle und kann helfen, dass Schüler Dich eher kontaktieren.

Achte also auf ein qualitativ hochwertiges Foto, welches Dich mit einem Lächeln zeigt, und drücke Dich in Deinen Texten klar aus. Verwende Schlüsselwörter, damit Deine Anzeige schnell gefunden werden kann.

Extra-Tipp: Um beispielsweise auf Superprof ideal positioniert zu sein, damit Du von potenziellen Schülern problemlos gefunden werden kannst, solltest Du eine Anzeige pro Themengebiet erstellen: Je nach Fachrichtung z.B. eine Anzeige für Mathe-Nachhilfe, eine weitere für Deutsch- oder Englisch-Unterricht usw.

So kannst Du die Anzeigentexte jeweils auf Dein Fachgebiet zuschneiden und Deine Erfahrungen im jeweiligen Fach gezielt hervorheben (z.B. „Maschinenbau-Student kann Mathe Nachhilfe geben in Berlin, alle Klassen, alle Schularten“ o.ä.).

Der erste Schritt: Eine Anzeige entwerfen. Mit Aushängen und Online-Anzeigen machst Du Dich als Nachhilfelehrer bekannt.

Eine weitere bewährte Methode sind Aushänge in Deiner Bäckerei, Musikschule, beim Friseur usw. Ansonsten kannst Du auch auffällige Flyer entwerfen und sie entweder in die Briefkästen Deiner Nachbarn werfen oder an Schwarze Bretter in schulischen bzw. universitären Einrichtungen hängen.

Im Falle der Print-Version gilt: Auffallen!

  • Verwende Farbe, aber nicht zu viel.
  • Hebe Dein Unterrichtsfach hervor.
  • Nenne Details zu Deinem Bildungsweg.
  • Gib Deinen Stundenlohn und Deine Kontaktdaten an.
  • Und falls Du eine Internetseite hast, schreibe die Adresse dazu.

Halte Dich dabei kurz und bündig. Eine Anzeige muss, wie ein Lebenslauf, nur das Wichtigste enthalten.

Mehrgleisig zu fahren vergrößert die Anzahl der Kunden. Wir raten Dir also, neben Flyern auch Online-Anzeigen zu veröffentlichen.

Welche Formalitäten muss ein Nachhilfelehrer erledigen?

Um rechtmäßig Privatunterricht zu geben, solltest Du auf einige Dinge achten. Keine Sorge, das klingt komplizierter, als es ist!

Als Privatlehrer gehörst Du generell zu den Freiberuflern.

Wenn Du der Nachhilfetätigkeit nur ein paar Stunden in der Woche beim Schüler zu Hause, in Deinen vier Wänden oder in einer Nachhilfeeinrichtung nachgehst, d.h. nebenberuflich, musst Du kein Gewerbe anmelden. Es reicht, Deine selbstständige Nachhilfetätigkeit dem Finanzamt mitzuteilen.

Wenn Du aber hauptberuflich Privatunterricht geben möchtest, also evtl. in Deiner eigenen Nachhilfeschule, in der Du auch Dein Lehrmaterial verkaufst, wird die Gewerbeanmeldung Pflicht.

Deine Einnahmen als nebenberuflicher Nachhilfelehrer schreibst Du in Deiner Steuererklärung unter die sonstigen Einnahmen. Der Einkommenssteuerfreibetrag liegt bei 8.820 Euro im Jahr (Stand 2017). Wenn Du also diesen Betrag nicht überschreitest, musst Du keine Steuern zahlen!

Ein nebenberuflicher Nachhilfelehrer muss i.d.R. kein Gewerbe anmelden. Rechtmäßig Privatunterricht geben ist nicht schwer. Um Gewerbeanmeldung und Steuerzahlung kommst Du wahrscheinlich herum!

Welche Eigenschaften muss ein Privatlehrer besitzen?

Als guter Nachhilfelehrer solltest Du seriös und Deinem Schüler gegenüber aufmerksam sein sowie den Lehrstoff auf pädagogische Weise vermitteln.

Bereite Deine Nachhilfestunde vor und strukturiere sie gut. Wenn Du Deine Methodik nach den Bedürfnissen des Schülers formst, wird er seine Leistungen schnell verbessern und motiviert an Deiner Unterrichtsstunde teilnehmen.

Um beispielsweise Deutsch als Fremdsprache unterrichten zu können, reichen Deutschkenntnisse auf Muttersprachlichem Niveau nicht aus. Es ist auch ein gewisses didaktisches bzw. pädagogisches Talent erforderlich, um gute Nachhilfe geben zu können!

Zu den Eigenschaften eines guten Nachhilfelehrers gehört natürlich auch eine psychologische Herangehensweise an den Schüler.

Er muss sich in ihn hineinversetzen und ihm Fragen stellen, wenn er ein Problem hat, um den Schlüssel zu seinem Erfolg zu finden.

Dabei ist es wichtig, eine Vertrauensbasis zum Schüler zu schaffen.

Im optimalen Fall unterrichtest Du Deinen Schüler regelmäßig und über einen langen Zeitraum hinweg. So werden die besten Resultate erzielt!

Je länger Du einen Schüler unterrichtest, desto besser kennst Du ihn und desto besser kannst Du Deine Nachhilfestunde an ihn anpassen.

Zusammenfassung: 

  • Jeder kann Nachhilfe geben. Ein Abschluss im Unterrichtsfach kann jedoch Deinen Stundenlohn als Privatlehrer erhöhen.
  • Fahre mehrgleisig, um Deinen Kundenstamm zu erweitern: Familie, Bekannte, Freunde, soziale Netzwerke, Nachbarn, Aushänge, Online-Anzeigen…
  • Mit Nachhilfeunterricht via Webcam kannst Du überall und jederzeit unterrichten!
  • Sucht Euch für den Privatunterricht gelegentlich einen neuen Ort aus, wie z.B. eine Bibliothek, ein Museum, einen Park…
  • Ein guter Nachhilfelehrer muss pädagogisch und seriös sein, seinen Unterricht vorbereiten und seinem Schüler Aufmerksamkeit schenken. Anpassungsfähigkeit bildet im Privatunterricht das Leitwort!

Worauf wartest Du also noch? Gib Nachhilfe und teile Dein Wissen mit anderen!

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Eric
Gast

Guten Tag,
Ich bin Franzose und lebe in Deutschland. Zurzeit suche ich eine Arbeit als Ingenieur aber ich möchte auch Französischkurse als Nachhilfe geben. Ich habe verstanden, dass ich als Freiberufler arbeiten muss.
Die Frage ist: Wie werde ich Freiberufler?
Wenn ich nur 4 oder 6 Stunde pro Woche unterrichte und keine Arbeit als Ingenieur habe, kann ich noch sagen, dass meine „Arbeit“ als Privatlehrer nebenberuflich (und nicht hauptberuflich) ist?
Ich hoffe ich bin klar, denn ich spreche nicht perfekt Deutsch…
Vielen Dank für Ihre Antwort,
Mit freundlichen Grüssen,
Eric