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Wie könnt Ihr Euch als Fitnesstrainer qualifizieren?

Von Nadine, veröffentlicht am 26/04/2018 Superprof Blog DE > Sport > Personal Trainer > Ausbildung & Diplome für Personal Trainer

Wie viele andere Berufe ist auch der Fitnesstrainer bzw. das Fitnesstraining allgemein mit allerlei Vorurteilen behaftet.

Es handle sich angeblich um einen „typischen Männerberuf“ für Schulabgänger mit schlechten Ergebnissen, die sich mal eben durch einen Wochenendkurs dazu qualifiziert hätten, ihre Kursteilnehmer zu quälen.

Trainern wird oft ein gewisser Sadismus nachgesagt, außerdem seien sie oberflächliche, testosterongeladene Anabolika-Junkies, denen bei Push-Ups eher BHs als Liegestütze in den Sinn kämen.

Man könnte die Liste wohl ewig fortsetzen…

Dabei gehört zu den Voraussetzungen für diese Tätigkeit weitaus mehr als eine sportliche Figur. Wir von Superprof haben mit den Klischees aufgeräumt!

Das Personal Training kommt ursprünglich aus den USA und kam erst Ende der 90er Jahre zu uns nach Deutschland.

Da die Entwicklung der Fitnessbranche hierzulande wesentlich später stattfand, ist die Tätigkeit als Personal Trainer bis jetzt noch kein gesetzlich geregelter Beruf.

Der Vorteil: Jeder, der Sport liebt, kann sein Hobby zum Beruf machen!

Allerdings reicht es nicht, eine Sportskanone zu sein, um automatisch das notwendige Rüstzeug für die Tätigkeit als Fitnesstrainer zu haben.

Neben Freude am Umgang mit Menschen und Einfühlungsvermögen benötigt Ihr zunächst eine Trainerlizenz.

Schulungen werden mittlerweile an zahlreichen Standorten in Deutschland angeboten.

Aber keine Angst: Anstatt lange die Schulbank zu drücken, könnt Ihr Euren Trainerschein auch durch rein online basiertes Lernen erwerben.

Gerade Berufstätige nutzen diese Möglichkeit gern, um neben dem Job ganz bequem zum Abschluss zu kommen.

Wie Ihr euch zum Fitness Coach qualifizieren könnt, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Die Ausbildung zum Fitnesstrainer

Anders als ein Hochschulstudium oder eine staatlich anerkannte Berufsausbildung, die jeweils mindestens drei Jahre in Anspruch nehmen, braucht Ihr für eine Ausbildung zum Fitnesstrainer nur wenige Wochen bzw. Monate einzuplanen.

Bei der Ausbildung erhaltet Ihr einen Einblick in den Umgang mit den gängigsten Geräten, die in Fitnessstudios zum Ausdauer- und Krafttraining genutzt werden und lernt, welche Muskelgruppen mit welchen Geräten trainiert werden.

Zur Ergänzung dieser praktischen Kenntnisse erwerbt Ihr wichtiges Grundwissen aus den Bereichen Anatomie, Physiologie und Bewegungslehre.

Die Ausbildungen im Sportbereich werden nach folgendem Lizenz-System unterteilt:

  • C-Lizenz

Diese Lizenz qualifiziert Euch zum Hilfsarbeiter im Fitnessstudio.

Da Ihr dadurch lediglich andere Trainer unterstützen aber selbst keine Kurse geben dürft, ist die C-Lizenz alleine eher wenig lohnenswert.

Wir empfehlen Euch deshalb eine der beiden nachfolgenden Lizenzen.

  • B-Lizenz

Dies ist die Grundausbildung im Fitnessbereich.

Damit erwerbt Ihr wichtige Kernkompetenzen im Bereich der Anatomie, der Trainingswissenschaft und der Ernährungslehre, um Eure Kunden beim Sporttraining praxisorientiert zu betreuen und anzuleiten.

Kursteilnehmer müssen mindestens 16 Jahre alt sein und entweder einen Realschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können.

Mit der B-Lizenz legt Ihr den Grundstein für eine Trainertätigkeit im Fitnessstudio oder als selbstständiger Trainer.

Im Anschluss an diese fundierte Ausbildung habt Ihr die Möglichkeit, unter anderem im Hinblick auf eine angestrebte A-Lizenz Eure Kompetenzen durch ergänzende Lehrgänge zu erweitern.

  • A-Lizenz

Die A-Lizenz ist der höchste zu erreichende Fitnesstrainer-Titel.

Grundvoraussetzung für die Kursteilnahme sind neben der erfolgreich absolvierten B-Lizenzprüfung ein Mindestalter von 18 Jahren und ein Realschluss bzw. eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Hier werden Euch fundierte Fachkenntnisse im Bereich Sportmedizin und Anatomie, aber auch Sportpsychologie, Grundlagen zum Thema gesunde Ernährung sowie pädagogische Themen vermittelt.

Zusätzlich umfasst der Kurs Themen wie Erste Hilfe und Behandlung von Sportverletzungen.

Die A-Lizenz öffnet Euch die Türen zur Tätigkeit in Reha-Einrichtungen oder gesundheitsorientierten Fitnessstudios.

Sie ermöglicht es Euch, auf die spezifischen Anforderungen von Menschen mit nahezu jeder Ausgangssituation einzugehen: Senioren, Schwangere, Menschen mit Übergewicht oder bestimmten Erkrankungen aber auch Spitzensportler.

Hast Du Lust, Fitnesstrainer zu werden? Wie wär's mit einem Fernstudium? Wer keine Lust hat, die Schulbank zu drücken, kann sich per Onlinekurs als Personal Trainer qualifizieren. | Quelle: unsplash

Welches Ausbildungszentrum ist das richtige für Personal Training?

Wer sich auf die Suche nach einem geeigneten Institut begibt, wird schnell feststellen, dass in Deutschland keine umfassende und einheitliche Ausbildung zum Personal Trainer existiert.

Beliebte Ausbildungsinstitute sind der Deutschen Fitnesslehrervereinigung e.V. , das Bildungswerk für Therapeutische Berufe, ILS und OTL.

Auch der Bundesverband für Personal Training bietet hierfür fachliche und juristische Beratung.

Wie bereits erwähnt ist die Tätigkeit als Personal Trainer in Deutschland bis jetzt noch kein staatlich geschützter Beruf.

Demzufolge gibt es keinen Bundesverband, der den Inhalt und die Rahmenbedingungen einer Ausbildung vorschreibt.

Staatlich geprüft sind daher lediglich die Institute, allerdings nicht die angebotenen Schulungen.

Zum anderen sind die Sportarten, die von einem Fitness Coach unterrichtet werden können, genauso vielfältig wie die möglichen Zielgruppen.

Bereits vor der Ausbildung ist also praxisorientiertes Denken gefragt.

Überlegt Euch genau, an welche Art von Menschen sich Euer Training richtet, um Eure Teilgebiete sorgfältig auszuwählen.

Denn Eure Aus- und Weiterbildung ist genauso maßgeschneidert wie die Kurse, die Ihr später anbieten werdet.

Themen wie z.B. Personal Training, Ernährungsberatung oder medizinisches Fitnesstraining sind bei manchen Anbietern Bestandteil der oben geschilderten A-Qualifikation, wohingegen sie in anderen Schulen als kostenpflichtige Zusatzmodule angeboten werden.

Immer mehr Ausbildungen finden mittlerweile per Fernstudium statt und erfordern Eure Anwesenheit lediglich für ein oder mehrere Wochenendseminare und die Abschlussprüfung.

So lässt Euch der Online Kurs, der wöchentlich um die 8 bis 10 Stunden in Anspruch nimmt, noch genug Zeit für Beruf und Familie.

Die Ausbildungsdauer richtet sich dabei nach dem angestrebten Abschluss.

Während Ihr eine C-Lizenz bereits in 3 Monaten absolvieren könnt, müsst Ihr für eine A- oder B-Lizenz zwischen 6 und 12 Monaten einplanen, in Ausnahmefällen sogar noch länger.

Auch die Preise können sehr unterschiedlich ausfallen. Von 400€ für die C-Lizenz bis 2500€ für die A-Lizenz ist alles möglich.

Während in manchen Ausbildungszentren die C-Lizenz Grundvoraussetzung für die B-Lizenz ist und diese wiederum zum Absolvieren der A-Lizenz erforderlich ist, bieten einige Schulen mittlerweile alle drei Qualifikationen in einer und derselben Schulung an.

Der Vorteil: Ihr verkürzt dadurch die Ausbildungsdauer und spart Kosten.

Bei der Auswahl des Ausbildungsinstituts sollte der Preis nicht das einzige Auswahlkriterium sein.

Denn am Ende entscheidet Euer potentieller Kunde oder Arbeitgeber, ob er Eure Trainerlizenz anerkennt.

Die Ausbildungsinstitute können hierfür keine Garantie übernehmen, allerdings geben seriöse Institute gern Auskünfte darüber, von welchen offiziellen Stellen ihre Abschlüsse anerkannt werden, und zeigen Transparenz bezüglich Kosten, Kursinhalten, Erfolgsquoten usw.

Meinst Du, Personal Trainer zu werden sei zu schön, um wahr zu sein? Es ist leichter als Du denkst! Mit abgeschlossener Prüfung habt Ihr die erste Hürde überwunden, um als Personal Trainer frei, glücklich und unabhängig zu werden. | Quelle: pixabay

Wer sich nicht mit der erworbenen Lizenz begnügt, um die Qualität seiner angebotenen Fitnesskurse zu unterstreichen, kann seine Trainertätigkeit mit dem TÜV-Zertifikat auszeichnen lassen.

Seit 2013 haben Personal Trainer die Möglichkeit, dank der wohl bekanntesten deutschen Qualitätsauszeichnung ein noch größeres Vertrauen bei ihren Kunden zu wecken und sich so von der breiten Masse abzuheben.

Eine Weiterbildung für Personal Trainer im Bereich Ernährungsberatung

Dass die Ernährung für ein gesundes Leben genauso wichtig ist wie Sport und Bewegung, ist heutzutage jedem bekannt.

Doch wie ernährt man sich eigentlich ausgewogen und gesund?

Wer diese Frage nur mit Achselzucken beantworten kann oder im stresserfüllten Alltag das Vertilgen von ungesundem Fastfood mit chronischem Zeitmangel rechtfertigt, braucht professionelle Unterstützung beim Umstellen seiner Essgewohnheiten.

Denn eine gesunde Ernährung ist die Grundlage für den Muskelaufbau, die Fettverbrennung, eine gute körperliche Verfassung – und schließlich den Trainingserfolg.

Daher könnt Ihr als Personal Trainer mit fachkundiger Beratung zum Thema Ernährung bei Euren Kunden zusätzliche Pluspunkte sammeln.

Wer den langen Weg gehen möchte, kann sich in einer dreijährigen Vollzeitausbildung zum Diätassistenten qualifizieren.

Die Berufsbezeichnung ist staatlich geschützt. Karrieremöglichkeiten bieten sich vor allem in Krankenhäusern und Reha-Kliniken.

Aber es geht auch schneller!

Eine Ausbildung zum Ernährungsberater verschafft Euch umfangreiches Fachwissen über die Funktion der unterschiedlichen Nährstoffe im menschlichen Körper, die Wirkungsweise des Verdauungssystems, die gesundheitlichen Aspekte der Ernährung, das Essverhalten und vieles mehr.

Ähnlich wie die Tätigkeit als Fitnesstrainer ist der Ernährungsberater kein staatlich geregelter Beruf, daher unterscheiden sich die Kursinhalte und Preise je nach Ausbildungsstätte.

Bei der Academy of Sports gibt es für die Schulungen zum Ernährungsberater genau wie für Fitnesstrainer eine Unterteilung in Lizenzen A, B und C, die aufeinander aufbauen und jeweils Voraussetzung für die nächsthöhere Stufe sind.

Die B- und C-Lizenzen könnt Ihr innerhalb von circa 3 Monaten für um die 500€ erwerben.

Möchtet Ihr Eure Kenntnisse zum Expertenwissen ausbauen, könnt Ihr in einem neunmonatigen Kurs die A-Lizenz absolvieren.

Die Kosten hierfür betragen um die 1120€.

Beachtet aber, dass die weiter oben erwähnten Schulungen zum Fitnesstrainer häufig Module zur Ernährungsberatung enthalten, die Euch bereits das nötige Fachwissen für Euer Personal Training vermitteln.

Als Entspannungscoach für die innere Ruhe sorgen

Nachdem Ihr Eure Kursteilnehmer so richtig zum Schwitzen gebracht habt, ist es Zeit für die Ruhephase.

Wenn Ihr Euren Kunden ein Rundum-Paket anbieten möchtet, solltet Ihr darüber nachdenken, Euch Kenntnisse im Bereich Entspannungstraining anzueignen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Personaltrainer? Wir von Superprof haben die Antwort. Nach dem Vollgas geben ist Erholung angesagt. Noch besser klappt die Regeneration mit einer Massage. | Quelle: pixabay

Als Entspannungscoach helft Ihr Menschen, sich körperlich und mental zu entspannen, Stress abzubauen und ihr Wohlbefinden zu steigern.

Ob Autogenes Training, die eher in Frankreich und der Schweiz verbreitete Sophrologie oder fernöstliche Techniken wie Yoga, Qi Gong oder Thai Chi – Ihr könnt Euch in den unterschiedlichsten Enstpannungsmethoden spezialisieren.

Neben Atem- und Entspannungsübungen trägt nach dem Training auch eine Massage zur Regeneration bei.

Sie beugt Entzündungen vor und beschleunigt den Wiederaufbau erschöpfter Muskeln.

Eine Weiterbildung zum Wellness- bzw. Fitnessmasseur bietet Euch daher vielseitige Möglichkeiten, Euren Kunden noch komplettere Dienstleistungen anzubieten,

Der Weg in die Selbstständigkeit als Fitness Coach

In Deutschland hat sich die große Mehrheit der Fitnesstrainer für eine Existenzgründung entschieden.

Wenn auch Ihr Euch als Personal Trainer selbstständig machen möchtet, solltet Ihr Euren Weg gut planen.

Denkt daran, eine Berufshaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckung abzuschließen, damit es keine bösen Überraschungen durch unvorhergesehene Ereignisse gibt.

Gerade zu BeginnEurer Selbstständigkeit, wenn Euer Jahresumsatz weniger als 17.000€ beträgt, seid Ihr durch die sogenannte Kleinunternehmerregelung von der Umsatzsteuer befreit.

Indem Ihr keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen müsst, könnt Ihr zum einen Eure Preise niedriger halten und erspart Euch zum anderen jede Menge bürokratischen Aufwand.

Du möchtest Dich als Fitnesstrainer selbstständig machen? Hier erfährst Du, was Du beachten solltest. Als Selbstständiger hast Du viele Freiheiten, aber auch Verpflichtungen. | Quelle: pixabay

Um über alle steuerlichen Aspekte der Existenzgründung bestens informiert zu sein, empfehlen wir Euch, auf jeden Fall einen Steuerberater zu Rate ziehen.

Außerdem findet Ihr beim Bundesverband für Personal Training kompetente Ansprechpartner und Rechtsberater.

Um auf Nummer sicher zu gehen, könnt Ihr dies bereits bei Eurer Ausbildung im Bereich Personaltraining berücksichtigen, indem Ihr Euch für eine Schulung entscheidest, die bereits ein entsprechendes Modul zur Existenzgründung enthält.

Damit bleibt uns von Superprof nichts weiter übrig, als Euch viel Erfolg bei Euren Fitnesstrainer-Kursen zu wünschen, damit es auch für Euch heißt: Raus aus dem Alltag, rein ins Vergnügen!

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