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Worin unterscheidet sich der Fitnesstrainer von anderen Berufen der Sportbranche?

Von Nadine, veröffentlicht am 30/04/2018 Blog > Sport > Personal Trainer > Was ist ein Personal Trainer – und was nicht?

Noch nie zuvor waren wir Deutschen so bewegungsfreudig.

Da ist es kein Wunder, dass das zunehmende Gesundheitsbewusstsein bei vielen Menschen auch Einfluss auf die Berufswahl nimmt.

Statt den ganzen Tag im Büro zu sitzen, wollen wir Spaß auf Arbeit haben, uns bewegen. Am besten von Leuten umgeben.

Besonders die Tätigkeit als Personal Trainer erfreut sich daher großer Beliebtheit.

Nachdem das Personal Training Ende der 90er Jahre aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland kam, entwickelte es sich zunächst etwas träge, aber hat seit der Jahrtausendwende einen regelrechten Boom erfahren.

Die Devise lautet: Immer und überall ein individuelles Sporttraining bieten – zu Hause, draußen oder im Büro.

Dabei kommt der Hilferuf manchmal von Menschen, die sich vom Stress auf Arbeit oder durch Prüfungen überfordert fühlen.

Andere wiederum brauchen Unterstützung, um ihr Selbstvertrauen zu stärken.

Oder es geht darum, jemandem rechtzeitig vor dem Sommer zum Idealgewicht zu verhelfen.

Wieder andere möchten sich endlich wieder körperlich fit fühlen.

Habt auch Ihr Lust bekommen, zu Superhelden zu werden?

Wer sich für einen Beruf im Sportbereich interessiert, wird mit Sicherheit auf Begriffe wie Fitnessfachwirt, Fitnesstrainer, Physiotherapeut, Sportassistent und natürlich Personal Trainer stoßen und dabei feststellen, dass man im Dschungel der Berufsbezeichnungen schnell den Überblick verlieren kann…

Aber kein Problem! Wir von Superprof erklären Euch, was genau zu den Aufgaben eines Personal Trainers gehört – und was nicht.

Ein Personal Trainer ist kein Sportlehrer

Obwohl sich die Aufgaben eines Fitnesstrainers und eines Sportlehrer auf den ersten Blick ähneln, gibt es doch wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Berufen.

Im Begriff Personal Trainer steckt das Wort „persönlich“.

Kunden engagieren ihn, um beim Training im Fitnessstudio oder zu Hause individuell betreut zu werden.

Wer also seinen Körper in Bestform bringen möchte, kann sich auf ein maßgeschneidertes Fitnessprogramm freuen, denn ein qualifizierter Fitness Coach wird nahezu allen Wünschen gerecht:

  • Muskelaufbau
  • Gewichtsreduktion
  • Steigerung des Selbstvertrauens
  • Erhöhung der Motivation
  • Steigerung der geistigen Fitness dank Bewegung
  • Herz-Kreislauf-Stärkung
  • Trainieren der Problemzonen wie Bauch, Beine, Po und Oberschenkel
  • Workouts für Waschbrettbauch, Bikinifigur und einen schlanken, straffen Körper
  • Tipps zur gesunden Ernährung und Verbesserung der Lebensweise

Lust auf individuelles Sporttraining? Fitnesstraining ist mehr als stundenlang auf Sportgeräten herumzustrampeln. | Quelle: unsplash

Die Aufgabe eines Sportlehrers hingegen ist die Sporterziehung

An Grundschulen, Realschulen und Gymnasien macht er seine Schüler mit der Sporttheorie vertraut und vermittelt wichtige Kenntnisse im Bereich Anatomie, Körperhaltung, aber auch die Technik und Regeln unterschiedlicher Sportdisziplinen.

Mit Spielen wie Volleyball, Fußball, Badminton, Tischtennis und Tennis sowie Leichtathletik, Gymnastik und Schwimmen möchten Sportlehrer bei Kindern und Jugendlichen Freude an Bewegung wecken.

Dabei entwickeln Schüler auf spielerische Weise ihre motorischen Fähigkeiten bekommen Werte wie Teamgeist, Fairness und Respekt vermittelt.

Außerdem stärkt der Schulsport den Zusammenhalt in der Gruppe und fördert die Eigeninitiative.

Im Vergleich zum Personal Training findet hier allerdings kein individuelles Coaching statt.

Indem der Sportlehrer eine ganze Klasse betreut, ist er eher für die Beaufsichtigung der gesamten Gruppe als für das persönliche Training jedes einzelnen Schülers verantwortlich.

Ausbildung eines Sportlehrers

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen dem Personal Trainer und einem Sportlehrer liegt in der Ausbildung.

Die Glaubwürdigkeit des letzteren lässt sich dank langjährigem Studium und praxisnaher Vorbereitung nicht bestreiten.

Denn für diesen Beruf ist ein Sportstudium auf Lehramt nötig, das nicht nur im Vorlesungssaal stattfindet, sondern den angehenden Sportlehrern auch körperlich einiges abverlangt.

Deshalb ist in vielen Fällen vor Studienantritt ein sportlicher Eignungstest erforderlich.

Wer in Deutschland unterrichten will, muss Pädagogik-Vorlesungen belegen und sich auf zwei verschiedene Fächer spezialisieren, die er mit einem Master of Education sowie dem ersten Staatsexamen abschließt.

Danach bereitet man sich in einem anderthalb- oder zweijährigen Referendariat durch praktische Arbeit an Schulen und zusätzliches Studieren auf das zweite Staatsexamen vor, mit dem die Ausbildung endet.

Daraufhin erhält der frischgebackene Lehrer den Beamtenstatus und darf an Schulen unterrichten.

Im Gegensatz dazu ist der Fitnesstrainer kein staatlich geregelter Beruf.

Anders als beim Sportstudium auf Lehramt braucht Ihr für das Fitnesstraining keine pädagogische Ausbildung zu absolvieren, da ein Personal Trainer nicht als Lehrer, sondern eher als Berater angesehen wird.

Ein Sportstudium ist zwar empfehlenswert, aber nicht zwangsläufig notwendig, um Fitness Coach zu werden.

Wenn auch Ihr davon träumt, individuelle Fitnesskurse anzubieten, könnt Ihr Euch ganz einfach per Fernstudium als Personal Trainer qualifizieren.

In Deutschland gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Instituten mit den unterschiedlichsten Kursangeboten.

Je nach angestrebtem Ziel könnt Ihr zwischen mehreren Möglichkeiten wählen:

  • Fitnesstrainer Lizenz B: dabei handelt es sich um die Grundausbildung im Fitnessbereich, die Euch eine Tätigkeit im Fitnessstudio oder als persönlicher Sport Coach ermöglicht und die Ihr durch die unterschiedlichsten Aufbaukurse vervollständigen könnt
  • Fitnesstrainer Lizenz A: für alle, die noch einen Schritt weiter gehen möchten. Mit diesem Trainerschein habt Ihr die Möglichkeit, auch den Bedürfnissen von spezifischen Personengruppen wie z.B. Senioren, Schwangeren, Übergewichtigen oder Menschen mit gesundheitlichen Problemen gerecht zu werden.
  • weitere empfehlenswerte  Abschlüsse zur Vervollständigung Eurer Fähigkeiten und Kenntnisse, wie z.B. Ernährungsberater, Entspannungstrainer oder Masseur

Dank einer Vielzahl von Aus- und Weiterbildungen habt Ihr als Personal Trainer einen viel größeren Wirkungsbereich als ein Sportlehrer, der während seiner gesamten Laufbahn an Schulen tätig ist.

Ihr betreut Menschen, die zu Hause trainieren und zu körperlicher Fitness gelangen möchten, könnt Eure Kunden aber auch zu gesundheitlichen Fragen kompetent beraten, wenn es darum geht, durch Sport das Wohlbefinden zu steigern.

Nicht zuletzt dadurch, dass Ihr aktiv zur Persönlichkeitsentwicklung Eurer Kunden beitragt, ist ein individuelles Trainingsprogramm erforderlich.

Außerdem müsst Ihr eine Strategie entwickeln, um all Eure Talente und Fähigkeiten als Fitnesstrainer erfolgreich zu vermarkten.

Lust auf einen Sportberuf - aber ohne Studium? Im Gegensatz zum Sportlehrer braucht ein Fitnesstrainer kein Sportstudium zu absolvieren. | Quelle: pixabay

Ein Personal Trainer ist kein Konditionstrainer

Obwohl die meisten Menschen diesen Begriff hauptsächlich aus dem Fußball kennen, verbirgt sich hinter dem Konditionstrainer ein Coach, der in allen sportlichen Disziplinen zum Einsatz kommt.

Als Übungsleiter betreut er mit Leidenschaft ganze Mannschaften oder auch einzelne Athleten – entweder als Angestellter eines Sportvereins oder als selbstständige Tätigkeit.

Ein Konditionstrainer hilft Leistungssportlern, ihr volles Potential auszuschöpfen.

Mit seinem abwechslungsreichen, leistungsorientierten Training legt er den Grundstein für den Erfolg der Spitzensportler.

Dabei richtet er besonderes Augenmerk auf den Gesundheitsschutz der Sportler.

Da im Leistungssport eine zunehmende Ermüdung die Konzentrationsfähigkeit der Sportler beeinträchtigt, kommt es durch Überbelastung verstärkt zu unkoordinierten Bewegungen und einer damit verbundenen Verletzungsgefahr.

Er sorgt dafür, dass Koordination, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Kraft möglichst lange aufrechterhalten werden, wobei er ebenfalls Rücksicht auf Verletzungen und Vorschäden nimmt.

Bei monatelangem, hartem Training und Wettkämpfen wird Leistungssportlern viel abverlangt.

Wem trotz bester körperlicher Verfassung nicht genügend Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten hat, läuft Gefahr, vor einem Wettkampf in regelrechte Angstzustände zu verfallen.

In solchen Fällen ist es für den betroffenen Sportler wichtig, sich seinem Trainer anzuvertrauen.

Denn dieser hat nicht nur ausgezeichnete Kenntnisse im Bereich Sportmedizin und Bewegungslehre sondern auch ein gewisses Talent für Psychologie.

Ein Konditionstrainer hat ein offenes Ohr, kann motivieren und weiß zu begeistern!

Unter seiner Aufsicht können Leistungssportler:

  • körperliche Höchstleistungen erzielen,
  • Muskelmasse aufbauen,
  • Ihre Ausdauer und Kraft steigern,
  • ihr Gewicht unter Kontrolle halten,
  • Stress bewältigen, gegen Depression und Angstzustände kämpfen,
  • einen geeigneten Ernährungsplan zusammenstellen,
  • nach einer Verletzung schnell wieder fit und wettkampffähig werden,
  • Beschwerden, Schmerzen und Verletzungen vorbeugen.

Um die Ziele des Leistungssportlers zu erreichen, ist es notwendig, dass er und sein Trainer Hand in Hand miteinander arbeiten und in ständigem  Kontakt zueinander stehen.

Für einen Hobbysportler, der keinen Olympiasieg anstrebt und nur gelegentlich einen Personal Trainer engagiert, wäre das eindeutig zu viel des Guten.

Gibt es einen Unterschied zwischen Konditionstrainern und Personal Trainern? Nicht nur Fußballer vertrauen auf einen Konditionstrainer, um maximale Leistungen zu erzielen. | Quelle: unsplash

Was die Ausbildung begrifft, gilt dasselbe wie für den Personal Trainer: Da diese Tätigkeit nicht staatlich geregelt ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Konditionstrainer zu werden.

Schlussendlich beurteilt der Klient, d.h. der Sportler oder Sportverein, wer seinen Anforderungen gerecht werden kann.

Wer ein abgeschlossenes Sportstudium oder eine A-Lizenz für Fitnesstrainer vorweisen kann, hat alle Chancen auf seiner Seite, diesen begehrten Job zu bekommen.

Des Weiteren bietet die Trainerakademie Köln des Deutschen Olympischen Sportbundes Trainerausbildungen mit unterschiedlichen Niveaus nach dem im Sport üblichen Lizenzsystem (A-, B- und C-Lizenzen) bis hin zur höchsten Stufe, dem dreijährigen Diplom-Trainer-Studium an.

Wer an der Deutschen Sporthochschule Köln studiert, hat die Möglichkeit, bereits während seines Studiums verschiedene Trainerlizenzen zu erwerben.

Und diejenigen, die von einer Fußballkarriere träumen, können sich an der Hennes-Weisweiler-Akademie zum DFB-Fußball-Lehrer qualifizieren.

Ein Personal Trainer ist kein Kursleiter

Die Tätigkeit eines Personal Trainers unterscheidet sich grundlegend von der des Kursleiters.

Die Aufgabe eines Kursleiters besteht darin, bei den Kursteilnehmern Interesse für eine sportliche Disziplin zu wecken und ihnen je nach Sportart die grundlegenden Kenntnisse wie Technik und Spielregeln zu vermitteln.

Dabei kann es sich um außerschulische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, aber auch um Kurse für Erwachsene oder spezielle Zielgruppen wie Senioren oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen handeln.

Seien es Judo-, Fitness-, oder Schwimmkurse – auch wenn die glänzende Karriere so mancher Profisportler einmal im Sportclub nebenan begonnen hat, besuchen die meisten Teilnehmer den Sportclub eher, um regelmäßig in Bewegung und unter Freunde zu kommen.

Eine Tätigkeit des Kursleiters ähnelt zumindest in diesem Sinne der des Personal Trainers – mit dem Unterschied, dass die Hobbysportler im Verein kein maßgeschneidertes Fitnessprogramm erhalten.

Der Ausbildung zum Trainer ist je nach sportlicher Disziplin unterschiedlich und kann zumindest teilweise als Onlinemodul absolviert werden.

Dabei werden die Inhalte gemäß der Ausbildungsverordnung des Deutschen Olympischen Sportbunds umgesetzt.

Nähere Informationen erhaltet Ihr beim Sportverband Eures Bundeslandes.

Ein Personal Trainer ist kein Animateur

Und ein Personal Trainer ist erst recht kein Animateur!

Wir alle kennen sie, die Animateure, die in Ferienanlagen regelrecht vor guter Laune sprühen.

In Hotels, auf Campingplätzen und auf Kreuzfahrtschiffen bieten sie den Gästen ein vielseitiges Sport- und Unterhaltungsprogramm.

Hat Fitnesstraining etwas mit Ferienanimation zu tun? Viele Urlaubsparadiese locken Feriengäste mit Kinderbespaßung durch Sport und Spiele. | Quelle: pixabay

Ob Sportstudenten während der Semesterferien oder Expats, die das ganze Jahr über im Ausland leben – für sportbegeisterte Deutsche gibt es viele Möglichkeiten, dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen.

Gerade rund um das Mittelmeer sind Jobs als Surflehrer, Tauchlehrer oder Tennislehrer sehr gefragt.

Auch Mountainbike-Touren organisieren, Wassergymnastik am Pool und Beachvolleyball könnte zu Eurem Tagesablauf gehören!

Und in Wintersportgebieten könnt ihr mit etwas Glück einen der begehrten Jobs als Skilehrer und Snowboardlehrer ergattern.

Was viele nicht wissen: Gerade im Mittelmeergebiet sind ein Großteil dieser Jobs selbst ohne Lizenzen und Abschlüsse möglich.

Voraussetzung sind natürlich grundlegende Sprechkenntnisse (die Ihr Euch ganz einfach mit einem Lehrer von Superprof aneignen könnt) sowie Freude am Umgang mit Menschen, Begeisterung für Sport, und dann heißt es…

„Achtung! Fertig! Los!“

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