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Gibt es ein Mindestalter für Spanischkurse?

Superprof Blog DE > Sprachen > Spanisch > Ab welchem Alter kann man mit Spanisch Lernen anfangen?

Spanisch ist eine der am meisten gesprochenen Sprachen der Welt.

In Europa und auf dem gesamten amerikanischen Kontinent präsent, ist sie neben Englisch einer der wichtigsten Sprachen der Welt.

Es macht also durchaus Sinn, Euer Kind an die Spanische Sprache heranzuführen.

Aber ab wann sollten Kinder mit dem Spanisch Lernen beginnen? Gibt es ein spezielles Alter, in dem Kinder besonders empfänglich für Fremdsprachen sind?

Und gibt es wissenschaftliche Theorien zum Thema Alter und Altersgrenzen beim Fremdsprachenerwerb, z.B. beim Spanisch Lernen für Anfänger?

Diese Fragen beschäftigen Euch? Dann findet Ihr hier die richtigen Antworten.

Es gibt kein Mindestalter, um Spanisch zu lernen

Viele Eltern stellen sich die Frage, ob ihr Kind eine Fremdsprache lernen kann.

Und ob das überhaupt möglich ist, wenn man nicht selbst zweisprachig aufgewachsen ist oder einen direkten familiären Bezug zur Spanischen Sprache hat. Und der Zweifel, ob die eigenen Kenntnisse in diesem Fall ausreichend sind, um seinem Kind Spanisch beizubringen, kommt eventuell auch auf.

Ebenso fragen sich viele Eltern, ob ein Kind nicht überfordert ist, wenn es zwei Sprachen, wie zum Beispiel Deutsch und Spanisch lernt. Mutet man einem kleinen Kind damit zu viel zu?

Auf all diese Fragen gehen wir in diesem Artikel ein und können bereits vorab sagen, dass Linguisten herausgefunden haben, dass es kein Mindestalter gibt, um Spanisch zu lernen.

Wer das Glück hat mit zwei Sprachen aufzuwachsen, hat später Vorteile. Zwei Sprachen in die Wiege gelegt zu bekommen, ist ein großes Glück. | Quelle: Pixabay

Spezialisten, die sich mit dem Spracherwerb in der frühen Kindheit beschäftigt haben, konnten nie einen „Top Startpunkt“ für das Lernen einer Sprache ausfindig machen.

Vielmehr ist es empfehlenswert von Geburt an, neben Deutsch mit einer anderen Sprache zu beginnen, sollte Euch das möglich sein.

Denn wie in diesem interessanten Artikel der ZEIT, welcher sich mit dieser Thematik beschäftigt, beschrieben, lässt bereits ab dem ersten Lebensjahr die Fähigkeit der Kinder nach eine Fremdsprachen völlig akzentfrei zu lernen.

Am Anfang können sie noch jeden der über 100 Sprachlaute dieser Welt wahrnehmen, doch dann konzentrieren sie sich auf die Laute, die um sie herum gesprochen werden. Der Rest kann nicht mehr wahrgenommen werden.

Dabei sollten die Rollen in der Familie klar verteilt sein. Entweder ein Elternteil spricht immer auf Spanisch und das andere auf Deutsch oder beide auf Spanisch, wenn das denn möglich ist.

Vom Switchen von einer in die andere Sprache (von einer Person ausgehend) wird abgeraten, da das Kind die Sprachen durcheinander bringen könnte und später ebenfalls mischt. Die Sprachen sollten also klar auf Personen projiezierbar sein.

Einmal die Rollen aufgeteilt, solltet Ihr in den frühen Jahren ohne Unterbrechung mit Eurem Kind auf Spanisch sprechen. Damit erweist Ihr ihm für später einen großen Gefallen.

In den ersten Jahren wird Euer Kind Euren Wörtern lauschen und sein Gehör schulen. Die Spanische Aussprache wird es somit verinnerlichen.

Sollte Eure Sprachverteilung so sein, dass ein Elternteil Deutsch spricht, kann Euer Kind von der Pike auf zweisprachig in Deutsch und Spanisch werden.

Wenn beide Elternteile mit dem Kind Spanisch sprechen und in Deutschland leben, dann verzögert sich der Erwerb der deutschen Sprache ein wenig, aber letztendlich profitiert die Muttersprache sogar von der Fremdsprache beziehungsweise zweiten Muttersprache, wie Studien belegen konnten.

Sobald Euer Kind in einer deutschen KITA (oder deutsch-spanischen KITA) ist und deutsche Freunde um sich herum hat, wird es auch in kürzester Zeit zweisprachig werden.

Längst ist die Zweisprachigkeit auch als Bildungschance entdeckt worden.

Wissenschaftlich belegt ist, dass Kinder, welche bereits im frühen Alter zwei Sprachen beherrschen, schneller neue Sprachen erlernen und Informationen schneller verarbeiten können.

Das Paradebeispiel: deutsch-spanische Familien

Für diejenigen unter Euch, die keine Spanischen Wurzeln haben, ist es ratsam, sich ein Beispiel an diesen zweisprachigen Familien zu nehmen.

Die Eigenschaft des Menschen besteht darin, Wissen zu vermitteln. Das tun zweisprachige Familien oft automatisch, wenn ihre Kinder auf die Welt kommen.

Vater und Mutter entscheiden sich in ihren Muttersprachen zu kommunizieren, damit das Kind in einer zweisprachigen Umgebung aufwachsen kann.

Wer Familie in Spanien oder Südamerika hat, wird Spanisch lernen. Wer Oma und Opa in Spanien oder Südamerika hat, hat Glück. Aber auch auch ohne Familie im Ausland kann das Spanisch lernen klappen. | Quelle. Pixabay

Durch Globalisierung, internationalen Austausch und Reisen gibt es immer mehr internationale Familien, die sich aus verschiedensten Kulturkreisen zusammensetzen, manchmal mit mehr als 2 Sprachen.

Ihr kennt sicher auch Menschen, die zweisprachig aufgewachsen sind oder Kinder von Zugezogenen mit doppelter Staatsbürgerschaft. Viele von Ihnen sprechen zwei Sprachen perfekt.

Sichtbar wird der Erfolg einer zweisprachigen Erziehung im Alter von 4 Jahren.

Nach Expertenansicht kann man bei einem 4-Jährigen feststellen, ob er neben Deutsch tatsächlich überdurchschnittliche Kenntnisse einer weiteren Sprache besitzt.

Warum?

Das Kind ist in diesem Alter fähig zwei Sprachen klar voneinander zu trennen. Wenn die Zweisprachigkeit geglückt ist, kann es kinderleicht je nach Sprachumgebuung (deutsches oder spanisches Umfeld) von der einen in die andere Sprache wechseln.

Deutsch wird dann meist als Hauptsprache identifiziert. Und Spanisch als zweite Muttersprache.

Auch im Rahmen eines Vorschulgesprächs im Alter 4 1/2 – 5 Jahren mit der KITA und der zugeteilten Schule werden mit einem Fragebogen die Spachkenntnisse in Deutsch und in weiteren Sprachen erörtert.

Wie kann man Kindern Spanisch beibringen?

7-Jährige mit Spanisch als Muttersprache

Wir haben gerade 2 Pfeiler der Sprachentwicklung identifizieren können.

Erster Pfeiler: die Geburt. Eltern, die den Wunsch und die Möglichkeit haben ihr Kind zweisprachig zu erziehen, sollten diese unbedingt nutzen und nicht zögern, Spanisch mit ihrem Baby zu sprechen. Das schult das Gehör des Kindes und prägt seine Sprachumgebung.

Als zweite Etappe gilt das Alter von 4 Jahren. In diesem Alter können Kinder zwei Sprachen klar voneinander trennen.

Der letzte Pfeiler wird im Alter von 7 Jahren festgesetzt. Bis dahin ist es ratsam, Eurem Kind Spanisch auf Muttersprachlichem Niveau beigebracht zu haben. Linguisten und Forscher haben herausgefunden, dass das Gehirn im Alter von 7 Jahren seine Schwelle zur vollen Reife erreicht hat.

Danach ist es natürlich nicht zu spät, aber das Erlernen einer Sprache ist mühsamer.

Das Kind wird aber nicht mehr intuitiv Spanisch lernen können. Um auf diesen Punkt weiter eingehen zu können, behandeln wir weiter unten die berühmte „Hypothese der kritischen Periode“.

Was könnt Ihr als Eltern für eine Quintessenz aus den obergenannten Punkten ziehen?

Wenn wir Euch einen Rat geben könnten, wäre es dieser: Wartet nicht darauf, dass Euer Kind erst Deutsch kann, um dann mit ihm Spanisch zu sprechen!

Wenn es Euer innigster Wunsch ist Eurem Kind einen intuitiv-sprachlichen Hintergrund zu geben, ist es das Beste, in den ersten Jahren seines Lebens damit zu beginnen.

So wird es gerade am Anfang deutlich weniger Schwierigkeiten beim Spanisch Lernen haben.

Heranführen an eine Fremdsprache mit 3 Jahren

Jetzt haben wir schon einige Hinweise zum frühkindlichen Spanisch Lernen geben können, aber hier kommen noch weitere Tipps:

Solltet Ihr in einer Stadt wohnen, habt Ihr eventuell die Möglichkeit Eure Kinder in eine deutsch-spanische Kindereinrichtung zu geben.

Die Erzieher zweisprachiger Kindertagesstätten setzen sich aus Deutschen und Spanischen Muttersprachlern zusammen.

Im Kindergartenalter lernen Kinder schnell und mühelos andere Sprachen. Kinder lernen von anderen Kindern. Deutsch-spanische Kindereinrichtungen und Kinderveranstaltungen sind zusätzliche Motivation zum Spanisch lernen. | Quelle: Pixabay

Die Plätze für diese Einrichtungen sind oft hart umkämpft. Vorzug haben Kinder, deren Eltern auch zweisprachig sind.

Aber auch spanische oder lateinamerikanische Tagesmütter bieten Ihre Dienste an und können zum Beispiel auf Plattformen wie betreut.de gefunden werden.

Eine weitere Möglichkeit ist ein spanischsprachiges Au-pair in Anspruch zu nehmen. Solltet Ihr die Mittel und den Platz haben einen Kinderbetreuer aufzunehmen, dann könnt Ihr Euch aussuchen aus welchem Land es stammen soll und sie oder ihn darum bitten mit Ihrem Kind auf Spanisch zu sprechen.

Weiterhin habt Ihr folgende Option: Deutschland hat eine Vielzahl von Ausbildungszentren für Fremdsprachen. Sie sind hauptsächlich in den großen Städten Deutschlands zu finden. Auch wenn viele eher Schüler der Mittelstufe, Studenten, Berufstätige und Rentner ansprechen, so gibt es auch immer mehr Institute, die sich an Kinder richten.

So ist es in allen Instituten, die Unterricht für Kinder anbieten auch möglich, Spanischkurse (mehr spielerische Einführung als Unterricht) ab 3 Jahren zu machen.

Für die Kleinen wird ein Lernprogramm konzipiert, welches auf spielerische Art und Weise die Spanische Sprache näher bringt zum Beispiel durch Lieder, Zeichnungen, Spiele, Cartoons und andere Medien.

Spielerisch über Basteln, Spiel und Spaß werden die Kinder an die Spanische Sprache herangeführt. Sprachkurse für Kinder auf Spanisch sind nicht mit normalen Unterricht zu vergleichen. | Quelle: Pixabay

Das Kind hat somit schon sehr früh seine erste Berührung mit der Spanischen Sprache und lernt Wörter, Zahlen und Farben.

Für Eltern, die sich in den ersten Jahren nicht getraut haben mit Ihrem Kind Spanisch zu sprechen, sind diese Spanischkurse für Kinder eine sehr brauchbare und wirksame Alternative.

Danach bleiben auch noch 4 Jahre, um die Kenntnisse zu vertiefen bis die berühmte Reifephase erreicht ist.

Wichtig: für das Kind sollte es in den kommenden Jahren ersichtlich sein, warum es diese Sprache lernt. Wird sie nie gebraucht, wird auch das Kind später keine Motivation verspüren sie zu nutzen oder zu verbessern.

Am einfachsten ist es natürlich, wenn man Spanische Familie hat, aber auch Urlaub in Spanien, eine zweisprachige deutsch – spanische KITA oder eine spanische Tagesmutter, ebenso wie ein Spanischer Freund, der Euch oft besucht, kann bereits eine gute und für Euer Kind logische Motivation darstellen Spanisch zu lernen und zu sprechen.

Spanisch Sprachkurs Frühkindgerecht: das Cervantes Institut

Das Instituto Cervantes ist in vielen Großstädten Deutschlands zu finden.

Das Institut für Spanische Sprachförderung des Spanischen Staates, bietet nicht nur Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit Spanisch zu lernen, sondern auch den Kleinen mit einem speziell konzipiertem spielerischen und emotional ausgerichteten Kinderprogramm.

Es gibt Spanischkurse ab 3 Jahren, sowie thematische Workshops (Theater, Musikalische Erzählungen, Rumba) und Sommercamps.

Theaterspiel auf Spanisch ist eine ungezwungen Art und Weise die Sprache zu lernen. Jetzt dürfen Kinder mal so richtig Theater machen! Wie wäre es mit Theater auf Spanisch? | Quelle: Pixabay

Außerdem bieten die Institute regelmäßig kostenlose Veranstaltungen zum Spanisch Lernen für Kinder und Jugendliche in ihren Bibliotheken an, wie zum „Gedichte für Wichte“ (für Kinder von 0-3 Jahren) und Geschichtenerzählen für Kinder.

Schöne und verspielte Momente, die von Spanischprofis organisiert werden, um Eurem Kind Spanisch näherzubringen.

Kennt Ihr die Hypothese der kritischen Periode beim Zweitsprachenerwerb?

In einem anderen Artikel haben wir uns in die Rolle einiger Leute versetzt, die sich fragten: „Bin ich zu alt, um Spanisch zu lernen?„. Ein Artikel, der also genau das Gegenstück dieses Artikels behandelt, aber trotzdem ergänzend ist.

Dabei haben wir uns hauptsächlich auf ein Argument konzentriert, um zu verstehen, ab wann das Lernen der Spanischen Sprache oder einer anderen Fremdsprache für uns Menschen komplizierter wird.

Weiter oben im Artikel, haben wir über den 7. Geburtstag und die vollständige Reife des Gehirns gesprochen. Nun wollen wir herausfinden, was es mit der Hypothese der kritischen Periode beim Spracherwerb auf sich hat.

Es ist eine Theorie, die in den 60er Jahren entstanden ist und die besagt, dass es ein biologisches Zeitfenster gibt, in der der Spracherwerb unkompliziert verläuft, wohingegen es sich außerhalb dieser Zeitspanne als mühsamer erweist eine zweite Sprache zu erlernen.

Die Arbeit des Sprachwissenschaftlers und Neurologen Eric Lenneberg bezüglich der „Hypothese der kritischen Periode“ zeigt sogar, dass der ideale Zeitpunkt für das Erlernen einer zweiten Sprache zwischen 2 Jahren und dem Beginn der Pubertät liegt.

Wir möchten auf seine Arbeit Bezug nehmen, aber auch darauf hinweisen, dass dieses Konzept der kritischen Periode nach wie vor sehr umstritten ist.

Deutsch – Spanisch Zweisprachig: ein Vorteil auf lange Sicht

In diesem Artikel habt Ihr nun mehrere Argumente und Tipps im Bezug auf das frühe Erlernen der Spanischen Sprache entdeckt.

Ihr könnt es selbst in die Hand nehmen oder einem Spanischexperten überlassen.

Wenn Ihr Eurem Kind, sei es durch Spanische Familie oder einen anderen Spanischbezug den Vorteil der Mehrsprachigkeit bieten könnt, solltet Ihr nicht zögern, denn heutzutage hat man Zweisprachigkeit als neue Bildungschance entdeckt.

Dreisprachigkeit oder Viersprachigkeit sind nicht utopisch für Kinder, die früh zwei Sprachen sprechen. Neben Spanisch noch viele andere wichtige Sprachen Europas lernen, das fällt Eurem Kind sicher leichter. | Quelle: Pixabay

Ihr habt es in diesem Fall selbst in der Hand Eurem Kind mühsames Vokabellernen in der Schule und jahrelanges Training in der Zweitsprache zu ersparen.

Und vor allem müsst Ihr Euch als deutsch – spanisches Elternpaar wohl oder übel darauf vorbereiten, dass Euch Euer Kind später fragt, warum es nicht beide Sprachen gelernt hat. Eine berechtigte Frage, da Mehrsprachigkeit in unserer Gesellschaft immer wichtiger wird.

Wenn Ihr Eurem Kind von klein auf Spanisch beibringt, gebt Ihr Ihm indirekt die Möglichkeit als Erwachsener dreisprachig zu werden. Denn Englisch wird es in der Schule auf jeden Fall lernen und einfacher wird es ihm im besten Falle auch noch fallen.

Während der Schulzeit Eures Kindes wird die ganze Aufmerksamkeit auf das Erlernen von Englisch gerichtet sein. Und wenn Euer Kind ein richtiges Sprachgenie ist, kommt vielleicht noch eine vierte Sprache, wie Französisch hinzu.

Der kleine „Aufwand“ von heute könnte für Euer Kind also das „große Extra“ von morgen bedeuten.

Euer Kind, was die Spanische Sprache von klein auf lernt, wird später sogar Muttersprachniveau erreichen können oder kommt bestenfalls an den Punkt, auf Spanisch zu träumen!

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