Die juristische Ausbildung ist in Deutschland eine der schwierigsten Ausbildungen an der Universität. Dementsprechend hoch ist auch die Durchfallquote. Immerhin rund ein Drittel bestehen das Examen nicht...

Dabei muss das Durchfallen gar nicht mal an mangelnder Vorbereitung oder fehlendem Wissen liegen. Oftmals können ganz andere Gründe die Ursache sein wie beispielsweise Prüfungsangst, der hohe Leistungsdruck oder auch mal einfach nur Pech.

Aber was soll man tun, wenn man durch das Erste Juristische Examen durchgefallen ist? Wie soll man sich davon wieder erholen? Lohnt es sich, nochmal zu schreiben? Und was ist, wenn es bereits der letzte Versuch war?

Genau mit diesen Fragen haben wir von Superprof uns auseinandergesetzt und stehen Dir in diesem Artikel mit Rat und Tat und einem großen Angebot für Nachhilfe Jura zur Seite.

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Und los geht's

Vom Schock erholen

Wenn der Brief mit den Ergebnissen kommt und Du erfährst, dass Du durch die Prüfung gefallen bist, dann stehst Du erstmal unter Schock. Du bist traurig und enttäuscht oder vielleicht auch einfach nur sauer.

Und das ist auch absolut nachvollziehbar und völlig ok!

Das Jurastudium ist lang und anstrengend. Nimm Dir die Zeit zu trauern und Dich aufzuregen – lass einfach alles raus.

Im Staatsexamen durchgefallen? Das kann ein ganz schöner Schock sein.
Hast Du Dich erst einmal vom Schock erholt, wirst Du Deine vielen Möglichkeiten erkennen. | Quelle: Unsplash

Danach solltest Du Dich aber wieder zusammenreißen und aufraffen. Ist der erste Schock erstmal überwunden, wirst Du auch schnell merken, dass das Leben noch lange nicht vorbei ist und Du immer noch zahlreiche Möglichkeiten hast.

Zunächst einmal solltest Du Dir selbst folgende Fragen beantworten:

  • Will ich überhaupt eine Karriere als Jurist oder Juristin einschlagen?
  • Was ist schief gelaufen? Woran ist die Prüfung gescheitert?
  • Was sind jetzt meine Optionen?

Auf diese Fragen haben wir zwar keine konkreten Antworten, da die Lage individuell und von Fall zu Fall anders ist. Dennoch können wir Dir ein paar Tipps und Ratschläge mit auf den Weg geben.

Welche Optionen Du hast, ist davon abhängig, ob es Dein erster oder zweiter Versuch war und ob Du weiterhin eine Karriere im juristischen Bereich verfolgst oder nicht.

Der 2. Versuch

Hast Du die juristische Staatsprüfung nicht gleich beim ersten Anlauf geschafft, ist das Studium noch lange nicht rum, denn Du hast zum Glück noch die Möglichkeit der Wiederholung.

Grundsätzlich hast Du zwei Versuche, die staatliche Prüfung zu bestehen. Nutzt Du Deinen Freischuss, hast Du sogar drei.

Hast Du also bisher nur Deinen Freischuss geschrieben, kannst Du die Klausuren noch zweimal wiederholen.

Viele Studenten und Studentinnen bestehen das Staatsexamen erst beim zweiten (oder dritten) Versuch. Es ist also noch lange nicht alles verloren!

Auch die Chancen auf ein Prädikatsexamen solltest Du noch nicht gänzlich abschreiben...

Nutze Deinen 2. Versuch und schaffe den Jura-Abschluss doch noch.
Bist Du im ersten Versuch durchgefallen, ist das Studium nicht gleich gescheitert. | Quelle: Unsplash

Wichtig ist es jetzt vor allem, Dir gründlich Gedanken darüber zu machen, woran es beim ersten Versuch gelegen haben könnte und es beim zweiten Anlauf anders zu machen.

Folgendes gibt es für die Wiederholung zu beachten:

  • Frage Dich selbst: Was lief beim ersten Versuch eigentlich schief? Kam vielleicht ein Thema dran, das Du nicht oder nicht richtig gelernt hattest? Wie war Dein Zeitmanagement? Warst Du vor den Klausuren vielleicht zu aufgeregt? Wie sah Deine Examensvorbereitung aus? Könntest Du diesmal vielleicht anders lernen?
  • Dann empfehlen wir Dir unbedingt die Einsichtnahme in die Klausuren zu nutzen. So kannst Du genau sehen, wo Deine Fehler lagen und wo Punkte gefehlt haben. So schnell machst Du die Fehler kein zweites Mal!
  • Entscheidest Du Dich dann für die Wiederholung, solltest Du Dir nochmals ausreichend Zeit für die Examensvorbereitung nehmen – mindestens ein halbes, besser noch ein ganzes Jahr.
  • Nimm Dir nicht zu viel Bedenkzeit bevor Du Dich für den zweiten Versuch entscheidest. Lege gleich den nächsten Termin fest und stürze Dich wieder ins Lernen.
  • Erstelle einen neuen Lernplan: Überdenke Deine bisherige Examensvorbereitung und überlege, ob Du fürs Bestehen eventuell Deine Methode ändern musst. Vielleicht solltest Du doch lieber zusammen mit anderen Studenten und Student*innen lernen oder diesmal ein kommerzielles Repetitorium besuchen.
  • Mache einen Notfall-Plan, für den Fall, dass es auch beim zweiten Versuch nicht klappt: Wenn es Deiner Psyche besser geht, läuft auch das Examen besser.
  • Bleibe selbstbewusst und motiviert!

Der Vorteil ist, dass Du die Examenssituation und Abläufe vom ersten Versuch nun schon kennst. Darüber musst Du Dir also keine Gedanken mehr machen und kannst viel entspannter an die Sache rangehen.

Sieh Dir auch unsere Tipps zur Jura Examensvorbereitung an! Die sind wirklich hilfreich!

Knapp durchgefallen

Hast Du Dein Staatsexamen nur sehr knapp nicht bestanden, lohnt es sich eventuell, einen genaueren Blick auf die Punkte und die Bewertungen der einzelnen Klausuren zu werfen. Möglicherweise hast Du noch die Möglichkeit, das Ergebnis anzufechten und so zur mündlichen Prüfung zugelassen zu werden.

Grundsätzlich hast Du das Examen bestanden, wenn Du insgesamt 4 Punkte erreicht hast. Erreichst Du im schriftlichen Teil lediglich insgesamt 3,8 Punkte, hast aber mindestens drei der sechs Klausuren mit 4 Punkten bestanden, wirst Du trotzdem zur mündlichen Prüfung zugelassen und kannst das Examen noch bestehen.

Hast Du die 3,8 Punkte nur um einen Punkt verfehlt und hast mindestens drei der sechs Klausuren mit 4 Punkten bestanden, kannst Du versuchen das Ergebnis anzufechten.

Du kannst die Examens-Ergebnisse auch anfechten.
Bist Du nur knapp durchgefallen, solltest Du nicht kampflos aufgeben. | Quelle: Unsplash

In allen Städten, in denen man Jura studieren kann, gibt es auch Kanzleien, die auf solche Prüfungsanfechtungen spezialisiert sind. Willst Du Dein Ergebnis anfechten, wendest Du Dich an einen solchen Anwalt.

So gehst Du vor:

  • Gehe zunächst einmal zur Einsichtnahme und schaue Dir Deine Antworten genau an. Vielleicht findest Du ja Stellen, an welchen Du Deiner Meinung nach mehr Punkte auf Deine Antwort verdient hättest.
  • Mache Fotos oder Kopien von allen Klausuren.
  • Kontaktiere einen Anwalt bzw. eine Anwältin, schildere Deinen Fall und lasse ihm/ihr die Kopien Deiner Klausuren zukommen.
  • Nun schaut der Anwalt / die Anwältin Deine Klausuren durch und prüft, ob eine Anfechtung Chancen hätte.
  • Besteht eine Chance, kannst Du anfechten.

Geht die Anfechtung durch, bekommst Du die fehlenden Punkte und wirst zur mündlichen Prüfung zugelassen. Das kann allerdings ein wenig dauern und wird frühestens zum nächsten Prüfungstermin passieren.

Achtung: Du hast nur eine bestimmte Frist zur Anfechtung. Du solltest Dich also schnell entscheiden und einen Anwalt oder eine Anwältin kontaktieren.

Endgültig durchgefallen

Hast Du das Staatsexamen tatsächlich endgültig nicht bestanden oder möchtest den zweiten Versuch nicht mehr antreten, wirst Du im ersten Moment wahrscheinlich erst einmal Angst bekommen.

Was mache ich nun? Habe ich die letzten Jahre meines Lebens verschwendet? Was hat mir das Studium eigentlich gebracht?

Die Antwort lautet ganz klar: Nein, Du hast Deine Zeit nicht verschwendet und das Studium hat Dir auch viel gebracht. Du hast trotz allem viel Wertvolles während Deiner juristischen Ausbildung gelernt und Dir stehen nach wie vor viele Türen und Möglichkeiten offen.

Im Folgenden möchten wir Dir ein paar davon vorstellen. Lies einfach die nächsten Beiträge:

Mache einen Bachelor of Law

An den meisten deutschen Universitäten studiert man Rechtswissenschaften auf Staatsexamen. Mittlerweile gibt es aber auch einige Universitäten, die einen Bachelor of Law anbieten – beispielsweise in Wirtschaftsrecht, Öffentlichem Recht oder Internationalem Recht.

Tatsächlich sind Wirtschaftsjuristen sogar sehr gefragt!

In folgenden Städten kannst Du beispielsweise einen Bachelor of Law machen:

  • Berlin
  • Hamburg
  • Köln
  • Tübingen
  • Münster
  • Bonn
  • Frankfurt an der Oder
  • etc.

Entscheidest Du Dich für einen Bachelor-Abschluss in Rechtswissenschaften, kannst Du Dir außerdem viele Kurse aus Deinem vorangegangenen Jurastudium anrechnen lassen – eventuell sogar zwischen 60-120 ECTS– , sodass sich Deine Studienzeit möglicherweise erheblich verkürzt.

Danach kannst Du auch noch einen Master hinten dranhängen.

Das klingt gut? Dann schau Dich gleich nach einer passenden Universität um!

Studiere Jura im Ausland

Schlägt Dein Herz nach wie vor für die Rechtswissenschaften, Du bist aber in beiden Versuchen durch das Staatsexamen gerasselt, hast Du immer noch die Möglichkeit im Ausland Jura zu studieren.

Das muss nicht gleich in einem fremdsprachigen Land sein, auch in Österreich oder der Schweiz kannst Du in deutscher Sprache Jura studieren.

Den österreichischen Abschluss kannst Du eventuell anrechnen lassen.
Wie wäre es mit einem Jurastudium im schönen Wien? | Quelle: Unsplash

Auch wenn Du mit einem Juraabschluss aus dem Ausland in Deutschland grundsätzlich kein Richter bzw. Richterin werden kannst, stehen Dir gerade im Bereich der Wirtschaft zahlreiche Türen offen.

Außerdem gibt es auch die Möglichkeit einer sogenannten Gleichwertigkeitsprüfung, zum Beispiel wenn Du Jura auf Diplom in Österreich studierst. Dann kannst Du möglicherweise sogar in Deutschland ins Referendariat gehen und hier auch das 2. Staatsexamen in Jura ablegen.

Oder wie wäre es mit einem neuen Karriereweg?

Auch wenn Du das Examen endgültig nicht bestanden hast und noch mal studieren keine Option für Dich ist, muss es mit Jura noch nicht vorbei sein. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Ausbildung zum/zur Rechtsanwaltfachangestellten oder zum/zur Rechtspfleger/in?

Oder hast Du nun endgültig die Schnauze voll von Jura? Dann informiere Dich doch mal zu alternativen Karrierewegen.

Auch in anderen Studiengängen kannst Du möglicherweise Leistungen aus dem Jurastudium anrechnen lassen und Dein Studium so verkürzen.

Durchgefallen zu sein oder auch aufzuhören, heißt noch lange nicht aufzugeben. Vielleicht war Jura eben einfach nicht das Richtige für Dich?!

Dennoch hast Du viel gelernt und wichtige Erfahrungen für die Zukunft gesammelt, die Dir auch in anderen Bereichen Deines Lebens und anderen Berufen von großem Nutzen sein können.

Wir hoffen, dass einige unserer Tipps hilfreich für Dich waren.Willst Du mehr zum Ersten Juristischen Staatsexamen erfahren, lies unseren Artikel, wie man ein gutes erstes Jura Examen schafft.

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Jana

Hoffnungslose Träumerin mit einer großen Liebe zum geschriebenen Wort, gutem Essen und Musik.