Achtsam leben, das Leben entschleunigen und jede Sekunde und jeden Atemzug auskosten.

- Thích Nhat Hạnh -

Mit dem Begriff Meditation kann eigentlich jeder etwas anfangen.

Aber was ist MBSR - Mindfulness-Based-Stress-Reduction - bzw. Achtsamkeitsbasierter Stressabbau?

Im Grund ein echter Trend, der sich bereits seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit erfreut. Der Hauptgrund für die Popularität dieser Disziplin liegt in unserem stressigen Alltag begründet. Wir versuchen dieses Stressgefühl oft mit allen Mitteln zu bekämpfen, meistens scheitern wir jedoch dabei.

Das Bedürfnis, Abstand von einem angstauslösenden Alltag zu gewinnen und etwas mehr positive Energie in sein Leben zu lassen, ist die Grundlage des körperlichen und geistigen Wohlbefindens, das wir alle anstreben, aber oft nicht erreichen.

Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2016 haben mehr als 60 Prozent der Deutschen das Gefühl, zu viel zu tun zu haben. Schon vor mehr als zehn Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation Stress zu einer der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts erklärt - in den Industrienationen ist Stress also längst Volkskrankheit.

Das sind gute Gründe, die MBSR (Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) auszuprobieren. Schließlich handelt es sich um eine sehr effektive Methode der Meditation, für die nur sehr wenig oder gar kein Material benötigt wird.

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Was passiert bei Stress im Körper?

Der Begriff Stress ist heutzutage äußerst negativ besetzt, dabei handelt es sich im Grund um eine lebensnotwendige Funktion unseres Körpers. Denn Stress ermöglicht es uns, uns an neue Situationen und Bedingungen anzupassen.

Unser Körper nimmt konstant äußere Reize wahr und bewertet diese. Diese Reize werden als Stressoren bezeichnet. Stress selbst ist dann die körperliche und psychische Reaktion auf die empfundene Belastung durch einen Reiz. Diese Reaktion ist äußerst individuell, da jeder Mensch die Belastung eines Stressors unterschiedlich einschätzt. Was für den einen puren Stress ist, nimmt ein anderer womöglich kaum wahr.

Die Wurzeln der Stressreaktion sind evolutionär bedingt. Wahrscheinlich hast du schonmal von dem "Fight-or-Flight"-Modus gehört. Früher hatte der Mensch nämlich genau diese beiden Optionen, wenn ihm eine Säbelzahntiger gegenüberstand: Den Angriff wagen oder weglaufen. Streng genommen müsste allerdings noch die dritte Option "Freeze" hinzugenommen werden, als das in Starre verfallen und Abwarten.

Auch heute versetzen Stressoren uns nach wie vor in eine solche Alarmbereitschaft. Die Reaktion auf Stress ist körperlich unverändert, wenn auch die Reize sich verändert haben. Heute löst nur noch selten ein Säbelzahntiger den Stress aus, dafür aber vielleicht ein ungeduldiger Vorgesetzter, eine nahende Deadline für eine Abgabe, ein volles Postfach oder eine anstehende Klausur.

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Was sind die Ursachen und Folgen von Stress und wie werde ich ihn los?
Stress ist mittlerweile eine Volkskrankheit und für zahlreiche Erkrankungen verantwortlich. Gerade chronischer Stress kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. | Quelle: Unsplash

Der Unterschied zu früher ist, dass die äußeren Reize heute meist konstanter sind. Der Säbelzahntiger war früher schnell verschwunden - stressige Arbeits- oder Lernbedingungen heute bleiben eine Weile. Das führt dazu, dass wir oft durchgehend im Fight-or-Flight-Modus sind, was auch als chronischer Stress bezeichnet wird.

Während der Körper unter Stress steht, werden zahlreiche nicht zwingend überlebensnotwendigen Prozesse zurückgefahren oder sogar ganz pausiert. Für eine begrenzte Zeit ist das meist nicht tragisch - anders ist das, wenn dieser Zustand chronisch wird. Wenn unser Körper für eine längere Zeit nicht ausreichend verdaut, Haare und Nägel mit Nährstoffen versorgt oder ausgiebig entgiftet, hat das ernstzunehmende gesundheitliche Auswirkungen.

Es werden zu viele Stresshormone ausgeschüttet und dein Hormonsystem gerät außer Balance. Außerdem wird dein Immunsystem beeinträchtigt und es kommt zu vermehrten Entzündungen im Körper.

Auch auf geistiger Ebene spürst du wahrscheinlich schnell, wenn du gestresst bist: Du wirst ungeduldig, unkonzentriert und nervös. Dir passieren dann viel mehr kleine Fehler, als üblich, und wahrscheinlich gibt es auch Auswirkungen auf die Qualität deiner Beziehungen.

Langfristig kann Stress bis zur Schlaflosigkeit, Depression, einem Burn-Out und Angststörungen führen.

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Deshalb ist es so wichtig, einen guten Umgang mit Stress zu erlernen. Schließlich können wir nicht immer alles beeinflussen und an vielen Situationen und Begebenheiten, die Stress verursachen, erst einmal nicht viel ändern. Unserer mentalen und körperlichen Gesundheit zuliebe sollten wir stattdessen aber daran arbeiten, vorhandenen Stress schnellstmöglich wieder abzubauen und so wenig neuen Stress wie möglich entstehen zu lassen.

Vielleicht denkst du dir jetzt, dass das ja nicht möglich ist, wenn der Auslöser ja weiterhin existiert. Wie oben bereits angesprochen, ist die Reaktion auf einen Stressoren aber individuell. Nicht jeder empfindet beim selben externen Reiz zwangsweise Stress. Die Fähigkeit, Stressoren anders zu bewerten und bewusster mit ihnen umzugehen, kann erlernt werden.

Du musst kein Opfer deiner Umstände sein und den Stress als Teil deines Lebens akzeptieren. Vielmehr kannst du lernen, Stress zu bewältigen und wieder selbst die Kontrolle über dein Wohlbefinden zu erlangen. Dazu hilft uns die Idee der Achtsamkeit, welche dir im Rahmen eines MBSR Programms näher gebracht wird.

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Was ist MBSR?

Der Begriff „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“ wird oft falsch interpretiert.

Dabei handelt es sich tatsächlich um die bekannteste und meist praktizierte Meditationstechnik.

Achtsamkeit bedeutet, dass man seine Gefühle, Empfindungen und die Auswirkungen seines Handelns bewusst wahrnimmt.

Indem man sich auf den gegenwärtigen Moment konzentriert, kann man Abstand gewinnen und Situationen objektiver beurteilen.

Wir nehmen bewusst wahr, was um uns herum und in uns vorgeht, und wir achten bewusst auf das, was ist, ohne es zu beurteilen oder Erwartungen zu haben.

Achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung hat zahlreiche positive Auswirkungen:

  • Die Selbstwahrnehmung wird verbessert,
  • das Stressgefühl vermindert,
  • negative Gedanken verschwinden,
  • das Gefühl, im Hier und Jetzt zu leben, wird verstärkt,
  • bestimmte chronische Schmerzen
  • und sogar manche Süchte wie zum Beispiel die Tabakabhängikeit können bekämpft werden.

Achtsamkeitsmeditation zählt zu den Methoden, die Freizeitbeschäftigung und Wohlbefinden erfolgreich verbinden, ein bisschen wie Yoga.

Sie ist sehr hilfreich, wenn man langsam mit Meditieren beginnen oder lernen möchte, loszulassen.

MBSR kann jeder ausüben
Wirklich jeder kann achtsamkeitbasierte Stressreduktion praktizieren! | Quelle: Pixabay

Die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion basiert auf drei Prinzipien:

  1. Es ist wichtig, eine weltoffene Einstellung anzunehmen, offen zu sein, für seine Umwelt, für das, was man gerade erlebt.
  2. Man darf nicht eingreifen, sondern sollte sich nur auf seine Gefühle und Gedanken konzentrieren.
  3. Man darf nichts analysieren, sein Verhalten nicht festlegen, sondern sollte im Gegenteil alles geschehen lassen und beobachten, was gerade passiert.

Diese drei Punkte proklamieren absolutes Loslassen und Gedankenfreiheit, nur dadurch können wir zur inneren Zufriedenheit gelangen.

Wo liegen die Wurzeln der Achtsamkeitsmeditation?

Die Wurzeln der MBSR liegen im Buddhismus. Rechte Achtsamkeit zählt zum 5. Glied des Edlen Achtfachen Pfads, der Weg aus dem Leid (Dukkha), der zum Nirwana (der Erlösung) führt.

Im 6. Jahrhundert vor Christus war Buddha eine der wichtigsten Persönlichkeiten und die Begriffe Achtsamkeit und Meditation nehmen einen wichtigen Stellenwert in seiner Lehre ein.

Für ihn war achtsamkeitsbasierte Meditation mehr ein Prozess als ein Glaube. Aus diesem Grund ist diese Methode in der heutigen Gesellschaft auch immer noch präsent.

Der Begriff stammt aus dem Sanskrit Samma-Sati, es geht hier um Bewusstwerdung gegenüber allen Sinnesreizen, Affekten und allen Denkinhalten. Sie sollen umfassend bewusst gemacht sein, ohne sie kontrollieren zu wollen.

Woher kommt die Achtsamkeitsmeditation?
Rechte Achtsamkeit ist ein Begriff aus dem Edlen achtfachen Pfad, ein zentrales Element der buddhistischen Lehre. | Quelle: Pixabay

Das hat sich bis heute nicht wesentlich verändert!

Die Methode wurde von dem Mediziner Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn nach Amerika gebracht. Dieser hat in der Medizin und der Psychologie den Begriff "Mindfulness" bekannt gemacht, der im Deutschen mit Achtsamkeit übersetzt wird!

Im Jahr 1979 hat Jon Kabat-Zinn gemeinsam mit seinen Kollegen der Stress Reduction Clinic an der Universität von Massachusetts die MBSR Methode entwickelt. Von dort aus hat sie sich in die gesamte Welt verbreitet und wird an unzähligen Gesundheitszentren mit Erfolg eingesetzt.

Stressbewältigung: Die wohltuende Wirkung von MBSR

Schon nach der ersten MBSR Sitzung können wir ihre wohltuende Wirkung auf Körper und Geist spüren:

  • Wir nehmen unsere Umwelt bewusster wahr,
  • ein Ruhegefühl stellt sich unmittelbar ein,
  • das Stressgefühl wird langfristig reduziert,
  • wir leben im Hier-und-Jetzt, verweilen im Augenblick,
  • ein Gelassenheitsgefühl entsteht,
  • negative Einflüsse werden beseitigt,
  • wir sind uns unserem eigenen Verhalten bewusst.

Die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion sorgt dafür, dass wir nicht mehr mit Autopilot funktionieren, sondern unseren Alltag bzw. unser Leben wieder selbst bestimmen.

Es handelt sich um eine Disziplin, die uns langfristig Wohlbefinden verschafft! Denn unsere Gedanken und unsere geistige Verfassung tragen zu unserer Persönlichkeitsentwicklung und unserem Selbstvertrauen bei.

Wer regelmäßige MBSR praktiziert, kann sich besser konzentrieren, lebt im Hier-und-Jetzt, und wird nicht von negativen Gedanken beeinflusst. Ergänzend zu Yoga Übungen (z.B. beim Yoga Berlin) eine ideale Art, Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Die positive Wirkung von mbsr
Die positiven Effekte von MBSR: Gelassenheitsgefühl, Stressreduktion, im Hier-und-Jetzt leben, innerer Frieden usw. | Quelle: Pixabay

Eine von J. Piet und E. Hougaard durchgeführte Studie zeigt, dass MBSR das Rückfallrisiko bei Menschen, die an einer Depression erkrankt sind und die sehr rückfallgefährdet sind, um 50 % reduziert.

Wenn man bedenkt, wie viele Menschen in Deutschland im Laufe ihres Lebens an einer Depression erkranken, kann man sagen, dass MBSR ein guter Verbündeter ist, wenn es darum geht, seelisch gesund zu bleiben.

Wenn wir unsere Art, Dinge wahrzunehmen ändern, ändern wir auch unsere Lebensqualität. Jon Kabat-Zinn

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Wie läuft ein MBSR Kurs ab?

Falls Du, wie ich, Lust hast, MBSR auszuprobieren, Du aber Bedenken hast, dies alleine zu tun, keine Sorge! In ganz Deutschland werden MBSR Kurse angeboten, die Dir helfen, Deinen Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Und falls Du Dich genauso wie ich bei dem Gedanken, in der Gruppe zu meditieren, nicht wohlfühlst, dann kann ich Dich ebenfalls beruhigen!

Denn dank Internet gibt es auch zahlreiche kostenlose Online-Meditationskurse, die uns Schritt für Schritt demonstrieren, wie die MBSR Übungen ausgeführt werden.

Erfahre hier mehr zu den Video-Angeboten für MBSR & Meditation auf YouTube!

Der Lehrer ist in der Regel die Person, an der wir uns orientieren. Über ihn entdecken wir Schritt für Schritt eine neue Disziplin, egal, welche (z.B. auch Yoga München). Im Fall von MBSR ist seine Rolle extrem wichtig: Er muss präsent sein, um die Übungen so gut wie möglich zu erklären, aber er muss sich auch zurückziehen können, wenn unser Geist arbeitet.

Wie verläuft ein MBSR Kurs?
Bei MBSR übst Du Achtsamkeit. Achtsamkeit heißt, im Augenblick verweilen, sich in seinem Körper zu Hause zu fühlen. | Quelle: Pixabay

Er übernimmt die Rolle eines echten Komponisten und muss uns beim Erreichen unserer Ziele begleiten!

Außerdem sorgt er dafür, dass wir regelmäßig üben, was sehr wichtig ist, wenn man Fortschritte machen möchte.

Es gibt auch MBSR Online-Kurse. Diese sind eine gute Alternative zu Gruppenstunden und ermöglichen Dir, die Disziplin auf einfache und wirkungsvolle Weise kennenzulernen.

Der Vorteil liegt darin, dass diese Kurse jederzeit und überall - zu Hause, bei der Arbeit, in den öffentlichen Verkehrsmitteln etc. - zur Verfügung stehen!

Du solltest auch unsere anderen Artikel zum Thema Meditation lesen: Sie helfen Dir, das Thema zu vertiefen und motivieren Dich vielleicht, damit anzufangen!

Achtwöchiger MBSR Kurs mit einem Lehrer

Klassischerweise wird die Mindfulness-Based-Stress-Reduction Methode in einem 8-wöchigen Kurs unterrichtet. Ziel dieses intensiven Stressbewältigungstrainings ist es, dass die Teilnehmenden ein besseres Verständnis für ihre gewohnten Verhaltensweisen entwickeln, insbesondere in Bezug auf Stress. Sie sollen lernen, achtsamer und bewusster mit Stress umgehen zu können und eine größere Akzeptanz gegenüber jedweder Lebenssituation entwickeln.

Ursprünglich richteten sich diese MBSR Kurse hauptsächlich an Menschen mit chronischen stressbedingten Erkrankungen. Heute darf jede und jeder an einem MBSR Training teilnehmen - egal, ob mit oder ohne Erkrankung und Beschwerden.

Während der acht Wochen von dem MBSR Programm finden wöchentliche Sitzungen statt, die jeweils zweieinhalb bis drei Stunden dauern. Zusätzlich zu diesen Treffen wird ein ganztägiges Praxisseminar namens "Tag der Achtsamkeit" angeboten.

Das regelmäßige Üben und Treffen hilft den Teilnehmenden, Achtsamkeit zu erlernen und im Alltag zu integrieren. Eine wöchentliche Sitzung beginnt in der Regel mit einer gemeinsamen Achtsamkeitsübung, zum Beispiel ein Body-Scan, Achtsame Körperarbeit oder eine Sitzmeditation. Anschließend können Teilnehmende sich über ihre Erfahrungen aus der Übung sowie ihrer Achtsamkeitspraxis im Alltag austauschen.

Oft geben die Kursleiter jeder Sitzung ein bestimmtes Thema, zu dem sie einen kurzen Vortrag halten und Gedankenanstöße mitgeben. Die Teilnehmenden eines MBSR Standard-Trainings werden aktiv dazu aufgefordert, die Achtsamkeitsübungen auch in ihren Alltag zu integrieren. Nur so kann Achtsamkeit tatsächlich zu einem Lebenswandel beitragen und nachhaltig für Verbesserungen der Lebensqualität sorgen.

Alleine MBSR praktizieren

Nach der erfolgreichen Teilnahme an einem MBSR Stressbewältigungstraining ist es selbstverständlich möglich, auch alleine, ohne die Unterstützung eines Lehrers (z.B. in einem Yoga Köln Kurs), MBSR auszuüben.

Stress bewältigen, das Rauchen aufgeben, Angstzustände vermindern oder sich einfach nur auf das Wesentliche konzentrieren - all dies ist dann möglich, sogar ganz ohne Hilfe!

Ganz genau, wir sind in der Lage, uns aufs Wesentliche zu konzentrieren und auf unseren Körper und unsere Umwelt zu achten. Wenn Schauspieler Emile Hirsch dies für den Dreh von „Into The Wild“ geschafft hat, warum dann nicht auch wir?

Und dies beginnt bereits bei täglichen Handgriffen, die wir ganz automatisch ausführen, wobei es interessant wäre, sie genauer zu analysieren.

Hierzu eine kleine, aber sehr anschauliche Übung: Wenn Du Zähne putzt, werde Dir bewusst, dass Du es tust. Werde Dir den Auf-und-Ab-Bewegungen Deiner Hand bewusst, dem Gefühl der Zahnbürste in Deinem Mund und auf Deiner Zunge.

Blende alles andere aus und konzentriere Dich einzig und alleine auf die Details, den Geschmack der Zahnpasta, kurz auf alles, was Du gerade, im gegenwärtigen Moment, fühlst. Die Atmung ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil dieser Übung und hilft uns dabei, uns besser zu konzentrieren, die Achtsamkeit zu spüren.

Eine ruhige und kontrollierte Atmung ist viel wirksamer als eine schnelle, abgehackte Atmung, die wir nicht kontrollieren können.

Kann ich MBSR Stressbewältigungstraining allein praktizieren?
Eine kontrollierte Atmung spielt bei MBSR auch eine wichtige Rolle. | Quelle: Pixabay

Auch wenn sich dies sehr einfach anhört, atmen wir schließlich ohne Unterbrechung, die Luft fließt jede Sekunde durch unsere Nasenlöcher, es handelt sich um eine der wichtigsten Tätigkeiten, die wir täglich ausüben.

Indem man bewusst an seine Atmung denkt, macht man einen ersten Schritt in Richtung MBSR und in Richtung achtsame Körperwahrnehmung beim Meditieren.

Ein weiterer Schritt wäre dann die transzendentale Meditation ...

Aber wie sieht das in der Praxis aus?

Im Sitzen oder Liegen, bei geschlossenen oder geöffneten Augen - egal, das Wichtigste ist es, sich wohl zu fühlen. Wenn Du diesen ersten Schritt bewältigt hast und Du bereit bist, geht es anschließend um die Selbstwahrnehmung. Um die Wahrnehmung der Gefühle, der Gedanken und des Körpers.

Welche Achtsamkeitsübungen der MBSR Methode gibt es?
Laut dem Institut für Achtbarkeit kannst Du, wenn Du Achtsamkeit trainierst, drei zentrale menschliche Fähigkeiten entwickeln und verfeinern: Klarheit, Gleichmut und Konzentration. | Quelle: Pixabay

Stell' Dir jetzt in dieser ruhigen Atmosphäre vor, dass Dein Daumen einen leichten Druck auf jeden einzelnen Körperteil ausübt, an den Du gerade denkst. Du führst die Bewegung natürlich nicht wirklich aus, Du stellst sie Dir nur vor.

Zuerst auf die linke Schulter, den rechten Zeh, das Ohrläppchen - mache die Übung so lange, bis Du diesen Druck wirklich spürst. Ziel dieser Übung ist es, sich auf eine einzige Sache zu konzentrieren, auf ein Ziel.

So wird Deine Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment gelenkt und Du kannst den Zustand der Achtsamkeit erreichen. Was Du dort wahrnimmst, gilt es dann, ohne (automatische) Bewertung anzuerkennen. Du konzentrierst Dich auf Deine Wahrnehmungen, hörst auf, nachzudenken, und konzentrierst Dich auf das Wesentliche, den Augenblick.

Ist es vielleicht das, was man Glück nennt?

Achtsamkeitsübungen aus der MBSR-Methode

In einem MBSR Kurs werden, wie bereits erwähnt, unterschiedliche Praxisübungen eingesetzt, die deine Achtsamkeit schulen und stärken sollen. Im Folgenden stellen wir dir eine kleine Auswahl dieser Achtsamkeitsübungen vor.

Body Screening

Bas Body Screening dient dazu, die eigene Körperwahrnehmung zu stärken. In einem meditativen Zustand wirst du liegend, sitzend oder stehend langsam durch die einzelnen Körperteile geführt, denen du nacheinander deine Aufmerksamkeit widmest. Du sollst bewusst in die einzelnen Körperbereiche hineinspüren, ohne das Empfundene zu bewerten. Spür Bewegungen, Druck, angenehme Gefühle, Spannung etc. und bekomm ein neues Gefühl für deinen Körper! Körperarbeit ist ein wesentliches Instrument in der Achtsamkeitspraxis.

Stille Meditation

Die Meditation in Stille ist für viele Neulinge sicherlich nicht einfach. Hier sitzt du für einen bestimmten Zeitraum auf einem Stuhl oder einem Meditationskissen und bist angehalten, dich nicht (oder nur kaum) zu bewegen, die Augen geschlossen zu halten und die Gedanken zu beobachten. Es geht nicht darum, überhaupt nicht mehr zu denken, sondern feinfühliger in Bezug auf die Aktivität des Geistes zu werden. Wenn du einen Gedanken wahrnimmst, lässt du ihn einfach wieder ziehen und hältst nicht an ihm fest. Was dabei hilfreich sein kann, ist eine bewusste Atmung. Du lenkst die Aufmerksamkeit immer wieder zurück auf deinen Atem, anstatt Gedanken nachzuhängen.

Gehmeditation

Die Gehmeditation empfinden viele zu Beginn als einfacher als die sitzende Meditation. Du gehst für eine Weile ganz achtsam durch einen Raum oder einen Garten und versuchst, jeden einzelnen Schritt ganz bewusst wahrzunehmen. Es geht nicht darum, schnell irgendwo anzukommen oder überhaupt ein Ziel zu haben, sondern achtsam und bewusst den Körper während des Gehens wahrzunehmen.

Achtsamkeitstrainer werden: Die MBSR Ausbildung

Du bist bereits tief in die MBSR eingetaucht und ganz begeistert von dieser Art der Stressbewältigung durch Achtsamkeit? Vielleicht ist dann eine MBSR Ausbildung der nächste richtige Schritt für dich!

Ein solches Ausbildungsprogramm befähigt dich, selbst Mindfulness-Based-Stress-Reduction Kurse anbieten zu dürfen und selbst MBSR-Lehrer bzw. Lehrerin zu werden. Es wird von verschiedenen zertifizierten Instituten angeboten und dauert meist ein bis zwei Jahre.

Während der Weiterbildung nimmst du an acht verschiedenen Modulen teil, die dein Verständnis von Achtsamkeit vertiefen und dich auf eine eigenständige Vermittlung deines Wissens und deiner Erfahrungen in Bezug auf achtsame Stressbewältigung vorbereiten.

Die angebotenen Module orientieren sich im Groben an den acht Sitzungen während des Standardtrainings. Die integrierten Achtsamkeitsübungen werden in der Tiefe besprochen und intensiv praktiziert. Außerdem lernst du, sie selbst anzuleiten.

Durch die Ausbildung bzw. Weiterbildung fundierst und intensivierst du deine persönliche Meditationspraxis und dein Verständnis davon. Es entsteht Raum zum Austausch mit den anderen Teilnehmenden und du legst das Fundament für deine zukünftige Rolle als Achtsamkeitslehrer oder Achtsamkeitslehrerin.

Um an einer MBSR-Weiterbildung teilnehmen zu können, musst du allerdings einige Voraussetzungen erfüllen. Wünschenswert ist beispielsweise ein beruflicher Hintergrund im pädagogischen, gesundheitlichen oder psychosozialen Bereich, oder eine vorangegangene Ausbildung im Yoga, Qigong oder Ähnliches.

Außerdem solltest du eine mindestens zweijährige Meditationserfahrung vorweisen können. Das muss nicht in der MBSR-Methode sein, sondern kann auch in der Vipassana-Meditation, Zen Meditation, Shambhala etc. sein.

Darüber hinaus musst du an einem mindestens fünftägigen Schweigeretreat teilgenommen haben und selbst ein achtwöchiges MBSR Programm absolviert haben. Hinzu kommt ein Mindestalter von 30 Jahren, eine tägliche Meditationspraxis und Erfahrungen in Yoga, Tai Chi oder Qigong. Zuletzt musst du eine Orientierungsveranstaltung zum MBSR Ausbildungskurs besuchen.

Du siehst - nicht jeder kann sich "einfach so" zu einem MBSR Ausbildungskurs anmelden (obwohl in vielen Fällen bestimmte Ausnahmen möglich sind). Damit soll sichergestellt werden, dass die MBSR Lehrenden gut ausgebildet und erfahren sind, um diese Stressbewältigungsmethode angemessen weiterzugeben.

Im Gegenzug kannst du natürlich davon ausgehen, dass die Lehrkraft in deinem achtwöchigen Standardkurs entsprechend qualifiziert ist - um in die Welt der Achtsamkeit einzutauchen und dein Leben positiv zu verändern, ist dieser bereits sehr wirksam und kraftvoll!

Immerhin ist die Wirkung von dem MBSR Achtsamkeitstraining wissenschaftlich bereits mehrfach nachgewiesen worden. Für viele stellt diese Methode einen guten Zugang zu einem achtsamen Leben dar, da sie auf spirituelle Ansätze verzichtet, anders als andere Meditationsstile.

Vielleicht ist die Methode auch für dich passend - probier es aus!

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Miriam

Miriam arbeitet als freie Autorin & Yogalehrerin. Getrieben von großer Neugier liebt sie es, Neues zu entdecken und zu erlernen; sich selbst weiterzuentwickeln und anderen dabei zu helfen.