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Der TestDaF und die DSH-Prüfung: Deine Eintrittskarte für das Studium in Deutschland

Von Eva, veröffentlicht am 23/09/2018 Blog > Sprachen > Deutsch als Fremdsprache > Studieren in Deutschland dank DaF & DSH Sprachdiplom

Wagner, Goethe, wunderschöne Stadtzentren, eine starke Wirtschaft und schicke Autos.

Zentraleuropa, und insbesondere Deutschland, hat einiges zu bieten. Das nicht zuletzt dank seiner Jahrhunderte alten Geschichte und seiner reichen Kultur.

Während des Studiums ist es besonders interessant, eine Weile in Deutschland zu leben und Zeit mit Deutschen zu verbringen.

Warum das? Aus Neugierde, weil Du Deine Sprachkenntnisse verbessern möchtest oder um einen angesehenen Abschluss zu machen. Und wer weiß – vielleicht auch, weil Du planst, länger in Deutschland zu bleiben?

Heute, in Zeiten des Schengen-Raums, ist es gerade für EU-Bürger ein Leichtes, nach Deutschland zu kommen.

Schwieriger ist die Einschreibung an einer deutschen Universität. Denn dabei sind einige Regeln zu beachten und oft brauchst Du ein Zertifikat über Deine Sprachkenntnisse.

Der Test „Deutsch als Fremdsprache (DaF)“ oder die „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH)“ können dabei nötig sein.

Diese Tests helfen Dir nicht nur, Dich selbst sicher(er) im Deutschen zu fühlen. Damit wird auch das Studium leichter fallen und Du kannst den Vorlesungen besser folgen.

Warum in Deutschland studieren?

Jedes Land hat mit seiner Kultur seine eigene Lebensart. Das gilt natürlich auch für die Deutschen, also schauen wir uns mal ihre Eigenarten an.

Natürlich steckt hinter jedem Klischee ein Fünkchen Wahrheit. In Deutschland gibt’s aber noch einiges mehr zu entdecken, als das typische Bierkrug-Stereotyp!

Interessant ist zum Beispiel der Aufbau deutscher Dörfer. Egal wie groß, es gibt in den meisten Fällen ein gut erhaltenes Zentrum.

Touristen sind besonders von den gotischen Glockentürmen, den schrägen Dächern und den Fachwerkhäusern angezogen. Und nicht nur die, sondern auch Austauschstudenten, die die Dörfer besichtigen.

Schnee im Winter und laue Abende im Sommer – das kontinentale Klima passt perfekt zu bayrischen Roggenfeldern und romantischen Stadtzentren.

Wenn Du in Deutschland studierst, entdeckst Du natürlich auch seine kulinarische und traditionelle Seite. Am bekanntesten ist wohl das weltberühmte Oktoberfest in München, das Du Dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest.

In Deutschland sind die lokalen Besonderheiten besonders ausgeprägt und keine Region gleicht der anderen. Es lohnt sich also, sich alle 16 Bundesländer anzuschauen und regionale Dialekte, Gerichte sowie Traditionen zu entdecken.

Heidelberg sieht dank Fachwerkhäuser und Bergen "typisch deutsch" aus. Die Universitätsstadt Heidelberg mit seinem historischen Stadtkern ist bei Touristen und Studenten besonders beliebt. | Quelle: Unsplash

Obwohl eine gute Lebensqualität wichtig ist, ist sie doch nicht die oberste Priorität bei der Wahl des Auslandsstudiums.

Den meisten geht es ums Deutsch Lernen. Super ist natürlich, wenn Du schon ein paar Grundlagen hast. Schließlich willst Du bei Deiner Ankunft in Berlin, München oder Köln ja schon was verstehen. Und wenn alles gut geht, bist Du hinterher zweisprachig!

Nichts geht über das völlige Eintauchen in die Kultur und Sprache eines anderen Landes in Kombination mit einem Sprachzertifikat.

Der schlimmste Fehler dabei? Deine Zeit nur mit anderen ausländischen Studenten verbringen. Denn dann sprichst Du ständig Deine Muttersprache oder Englisch.

Perfekt hingegen ist, tage- oder wochenlang nur Deutsch zu sprechen. Dann fällt es Deinem Gehirn das Lernen nämlich viel leichter, sei es die deutsche Grammatik, das Vokabular oder die Aussprache.

Du studierst Sprachen oder wirst sogar Deutschlehrer? Dann sind ein paar Semester in einer deutschen Stadt erst recht wichtig!

Ein weiterer Grund für ein Auslandssemester in Deutschland ist der gute Ruf mancher Fächer an deutschen Universitäten.

Generell ist das Studium an Universitäten im Land Goethes besonders gut angesehen. Und nicht nur das – gleiches gilt nämlich auch für das deutsche Abitur.

Besonders das Chemiestudium in Deutschland genießt einen hervorragenden Ruf. Nicht ohne Grund wimmelt es zwischen Rhein und Oder von Nobelpreisträgern in dieser Disziplin.

Der Test „Deutsch als Fremdsprache“ für die Uni

Vielleicht kennst Du schon die Zertifikate des Goethe-Instituts. Es gibt aber noch mehr!

Der Test für Deutsch als Fremdsprache, kurz TestDaF, ist eines der Aushängeschilder des berühmten Goethe-Instituts. Es ist für Förderung der Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland und Pflege der internationalen kulturellen Zusammenarbeit verantwortlich.

Der TestDaF berechtigt ausländische Studienbewerber, ein Studium in Deutschland aufzunehmen.

Er wurde von der Gesellschaft für Akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung in Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und der Hochschulrektorenkonferenz entwickelt.

Der TestDaF ist so beliebt, dass neben einem Abschnitt auf der Seite des Goethe-Instituts auch eine eigene Webseite existiert.

Da der Test speziell für Studienbewerber entwickelt wurde, ist eine Teilnahme ab 16 Jahren möglich.

Er umfasst die Niveaustufen B2 bis C1 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen, ist also recht anspruchsvoll.

Um die Prüfung zu bestehen, müssen Kandidaten die wesentlichen Informationen in verschiedenen kurzen schriftlichen Materialien, Details aus Zeitungsartikeln und wissenschaftlichen Texten verstehen.

Sie müssen mit spontan diskutieren können, einen argumentativen Text schreiben, Ideen zusammenfassen und auch mündlich argumentieren.

Wer den TestDaF erfolgreich absolviert, darf in Deutschland studieren. Beim TestDaF wirst Du für die Anstrengungen mit einer Zulassung zum Studium in Deutschland belohnt. | Quelle: Pexels

Der TestDaF ist in vier Teilprüfungen gegliedert. Alle vier Teile haben dieselbe Gewichtung.

  1. Leseverstehen: In 60 Minuten sollen drei Lesetexte mit Bezug zum Bereich Hochschule verstanden werden. Ihr müsst Aufgaben bearbeiten, die das Verstehen von Gesamtzusammenhängen und Einzelheiten verlangen.
  2. Hörverstehen: In 40 Minuten zeigt Ihr, dass Ihr drei Hörtexte versteht. Einen Dialog, ein Radio-Interview und einen Vortrag oder ein Experteninterview. Dazu werden im Anschluss verschiedene Aufgaben bearbeitet.
  3. Schriftlicher Ausdruck: Hier sollt Ihr eine Stunde lang zeigen, dass Ihr zu einem Thema einen zusammenhängenden und klar aufgebauten Text schreiben könnt. Er soll sowohl statistische Daten einer Grafik, als auch eine Stellungnahme zu einer Frage enthalten.
  4. Mündlicher Ausdruck: Ihr habt etwa 35 Minuten, um sieben Aufgaben zum Sprechen zu lösen. Ihr zeigt dabei, dass Ihr in verschiedenen Situationen an der Hochschule sprachlich handeln könnt. Zum Beispiel bei einem Gespräch zwischen Studierenden oder in einer Vorlesung. Der mündliche Test wird mit Hilfe eines Computers absolviert.

Abhängig von den erreichten Noten erhalten die Teilnehmer die Niveaustufe 3, 4 oder 5. Wenn Du alle vier Teilbereiche bestehst, hast Du das Niveau 4. Dann gilt das Zeugnis als Sprachnachweis für die Zulassung in fast allen Fächern und Studiengängen an deutschen Hochschulen.

Mach Dir keinen Kopf, wenn’s beim ersten Mal nicht klappt. Den TestDaF kannst Du so oft machen, wie Du möchtest. Der einzige Nachteil: Die Anmeldegebühr über 175 Euro, die bei jedem Versuch anfällt.

Für die perfekte Vorbereitung stellt das Goethe-Institut online kostenfreies Übungsmaterial zur Verfügung.

Die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH)

Welches Zertifikat Du auch anstrebst, viel üben hilft viel.

Zum Glück gibt’s heute genügend Mittel zum Deutsch online Lernen. Du kannst dieses Angebot durch Privatunterricht zu Hause noch ergänzen.

Dadurch schaffst Du die „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH)“ ganz sicher. Wir von Superprof zeigen Dir, was das eigentlich ist.

Das Leben in Deutschland hilft Dir, perfekt die Sprache zu lernen. Nichts ist besser zum Deutsch Lernen, als Land, Kultur und Leute vor Ort kennen zu lernen. | Quelle: Unsplash

Die DSH ist genau wie der TestDaF Deine Eintrittskarte für das Studium in Deutschland.

Wohingegen Du den TestDaF schon in Deinem Heimatland absolvieren kannst, machst Du die DSH erst vor Ort in Deutschland nach Deiner Ankunft. Sie kostet etwa 100 Euro.

Die DSH ist außerdem strenger, Du kannst sie nur ein einziges Mal wiederholen. Fällst Du zwei Mal durch, war’s das mit der Zulassung zum Studium. Auch, wenn Du schon in der deutschen Stadt Deiner Wahl wohnst.

Drei Stufen werden bei der DSH vergeben, die niedrigste ist Stufe 1, die höchste 3.

Stufe 2 und 3 werden von fast allen Hochschulen akzeptiert, Stufe 1 dagegen von allen abgelehnt.

Auch die DSH-Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Dabei werden Hör- und Leseverstehen geprüft, wobei allgemeine und wissenschaftliche Themen gefordert sind.

Die schriftliche Prüfung macht 70% der Endnote aus und dauert drei bis vier Stunden. Es werden vier Teilbereiche geprüft:

  • Verstehen und Verarbeiten eines Hörtextes,
  • Verstehen und Bearbeiten eines Lesetextes,
  • Verstehen und Bearbeiten wissenschaftlicher Strukturen und
  • Vorgabeorientierte Textproduktion

Bei Bestehen dieser vier Bereiche folgt die mündliche Prüfung. Bei einem 20-minütigen Gespräch zeigst Du, dass Du Verstehen, Referieren und mündlich Kommentieren beherrscht.

Gibt es auch andere Möglichkeiten, um in Deutschland zu studieren?

Der TestDaF oder die DSH-Prüfung sind für das Studium in Deutschland normalerweise unausweichlich. Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, im deutschsprachigen Raum zu studieren.

Wenn Du aus Frankreich kommst, kannst Du an Studiengängen der Deutsch-Französischen-Hochschule teilnehmen. Dabei verbringst Du die Hälfte des Studiums in Deutschland und die andere Hälfte in Frankreich, zum Beispiel in Berlin und Paris.

Es gibt sicherlich nicht nur in Frankreich diverse weitere mehrsprachige Studiengänge, bei denen Du einen Teil des Programms in Deutschland absolvierst.

Auch in Österreich wird Deutsch gesprochen und dazu kannst Du die wunderschöne Landschaft genießen. Österreich ist mit seiner beeindruckenden Landschaft eine gute Alternative für ein deutschsprachiges Studium. | Quelle: Unsplash

Die zweite Möglichkeit besteht in einem Studium auf Englisch, an einer deutschen Uni.

Schade für Deine Deutschkenntnisse, aber immerhin.

Und natürlich gibt es auch noch Erasmus. Mit diesem Programm kannst Du ein oder zwei Semester ins Ausland, auch wenn Du die Sprache noch nicht beherrschst.

Zu guter Letzt bleiben Dir auch noch Österreich oder die Schweiz, falls Dich keine deutsche Uni akzeptiert. Da spricht man schließlich auch Deutsch.

Und wenn alle Stricke reißen, könntest Du auch eine ganz andere Sprache lernen 

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