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Von der Musiktheorie zur Praxis – So kannst Du am Klavier Noten lesen lernen

Von Clara, veröffentlicht am 28/07/2018 Blog > Musik > Klavier > Wie kann man Klaviernoten Lernen?

Zu lernen, wie man Klaviernoten liest, ist keine leichte Aufgabe.

Es ist jedoch sehr hilfreich, sich in Sachen Musiktheorie gut auszukennen, wenn man im Klavierunterricht glänzen möchte.

Welche Schritte solltest Du also befolgen, um in der Notenlehre fit zu werden?

Tonleiterübungen, Motivation und regelmäßiges Üben mit Klaviernoten sind das A und O, wenn Du beim Klavier Spielen Lernen Fortschritte machen möchtest.

Sich mit der Musiktheorie zu beschäftigen erfordert Motivation

Die Musiktheorie – in der Fachsprache auch Solfeggio genannt – gilt als schwierige Disziplin.

Genau aus diesem Grund geben Musikschüler oftmals den Unterricht an der Musikschule auf, und das, obwohl schon an den Grundschulen der Musikunterricht eine immer geringere Bedeutung spielt.

Dabei ist dieser Teil des Unterrichts am Konservatorium oder an der Musikschule unerlässlich, bevor man überhaupt loslegen kann, ein Instrument zu spielen.

Ob Gitarre, Klavier, Querflöte oder Geige, die Voraussetzungen sind die gleichen. Man sollte viel Zeit damit verbringen, sich mit der Notenlehre zu befassen.

Daher sei Dir gleich gesagt, dass Du Motivation benötigen wirst, insbesondere wenn Du das Entziffern von Klaviernoten lernen möchtest.

Ein Musikinstrument zu lernen ist eine zeitintensive Aufgabe. Bis man Klaviernoten lesen kann, braucht es viel Zeit und Geduld. | Quelle: Visualhunt

Mit Motivation ist hier gemeint, regelmäßig dran zu bleiben und nicht bei der ersten Hürde aufzugeben.

Du solltest bereit dazu sein, den Stoff immer wieder erneut zu wiederholen.

Um die Position der Noten auf den Notenlinien zu lernen gibt es keine bestimmte Strategie. Man muss sie schlicht und ergreifend auswendig lernen.

Wer jedoch einmal die Musiktheorie beherrscht, dem fällt es leichter, alles aus seinem Instrument herauszuholen und die Klaviernoten als wertvolle Hilfe zu nutzen, sei es beim Erlernen eines Stücks oder auch beim Zusammenspiel in einem Orchester.

Selbst wenn inzwischen einige Musiklehrer Unterricht anbieten, ohne dass es notwendig wäre, Theoriekurse besucht zu haben – Du solltest Dir darüber im Klaren sein, dass es unerlässlich ist, die Sprache der Musik zu verstehen, wenn Du es in einem Musikensemble weit bringen möchtest.

Du kannst es natürlich auch so machen wie Paul McCartney, Eric Clapton oder der Jazzpianist Jamie Cullum – Sie alle können nämlich tatsächlich keine Noten lesen!

Lerne Klaviernoten Lesen mit einem Lehrer

Ob im Konservatorium, in der Musikschule oder mit einem Privatlehrer – viele Musikschüler entscheiden sich dafür, einen Klavierlehrer aufzusuchen, um sich die Notenlehre beibringen zu lassen.

Doch worin liegt eigentlich der Vorteil am Unterricht mit einem Musiklehrer, wenn man am Piano Noten lernen möchte?

Wie bereits erwähnt, kann es ein langer und mühsamer Weg sein, bis man sich die Musiktheorie angeeignet hat. Da kann man schon einmal den Mut verlieren.

Einen Lehrer an Deiner Seite zu haben, kann eine hervorragende Möglichkeit für Dich sein, nicht nur die nötige Motivation aufzubringen, sondern auch angeleitet zu werden.

Bevor man Musiknoten vollständig entschlüsseln kann, gibt es einiges zu lernen, wie zum Beispiel:

  • Die Bezeichnung der Noten,
  • Violinschlüssel
  • Bassschlüssel,
  • Tonart,
  • Versetzungszeichen (Kreuz und B),
  • Etc.

Damit man die Noten richtig entschlüsseln kann, sind gute Kenntnisse notwendig. Und was gibt es besseres als einen Lehrer mit Erfahrung, der Dir dieses Wissen vermittelt?

Ganz gleich ob es sich dabei um einen Lehrer an einer Musikschule oder um einen Klavier-Privatlehrer handelt, mit Sicherheit wird er Dir seine besten Tipps und Tricks verraten, damit Du Dir so viel wie möglich merken und das Gelernte auch anwenden kannst.

Denn ein guter Lehrer kann Dir dabei helfen zu verstehen, wie Musiknoten funktionieren und wie sie aufgebaut sind.

Durch Unterricht an der Musikschule, der Theorie und Notenlehre beinhaltet, kannst Du eine solide Basis für den anschließenden Unterricht am Instrument schaffen – sei es am Klavier, an der Gitarre oder im Bereich Improvisation.

So kannst Du Dir das Noten Lesen am Klavier selbst beibringen

Genauso kannst Du Dir das Entziffern der Takte auf dem Notenblatt jedoch auch autodidaktisch aneignen.

Dies erfordert besonders viel Motivation, denn niemand wird Dir zur Seite stehen und Dich zum Lernen ermutigen.

Im Internet gibt es zahlreiche Webseiten, wie z. B. theorie-musik.de, mit deren Hilfe Du die Grundlagen des Notenlesens verstehen und erlernen kannst.

Takt, Notensystem, Bassschlüssel, Tempo, Rhythmus, Tonart, Achtelnote, Viertelnote, Vorzeichen, Kadenzen, Harmonie, Intervalle, Halbtöne – alles wird Dir dort erklärt!

Mit nur wenigen Klicks erhältst Du Zugang zu all diesen Informationen.

Darüber hinaus gibt es im Netz viele Video-Tutorials, die Dir dabei helfen, die Musiknoten am Klavier zu lesen.

Und wenn Du Noten lesen lernen und gleichzeitig Spaß haben möchtest, können auch Apps sehr hilfreich sein.

Sie wurden entwickelt, um die Benutzer zu unterhalten und dabei gleichzeitig auf spielerische Art und Weise Musikwissen zu vermitteln.

Das ist ein guter Ansatz für absolute Anfänger, die mit dem Musikunterricht beginnen möchten.

Allerdings ersetzen sie nicht den regulären, meist etwas strengeren Unterricht.

Auch eines der vielen Musiklehrbücher kann Abhilfe verschaffen.

Theoriebücher können eine sinnvolle Ergänzung zum Klavierunterricht sein. Nicht nur moderne Technik, auch Bücher sind hilfreiche Nachschlagewerke für alle, die gerne Klaviernoten lesen möchten. | Quelle: Pixabay

Darin findest Du nicht nur einen methodisch aufgebauten Lehrplan, der von Musik-Profis erarbeitet wurde, sondern Du hast damit auch ein Lehrmittel, das Du stets bei Dir tragen kannst.

Ein Buch kann auch zu jeder Klavierstunde mitgenommen werden, ohne dass man eine Webseite aufrufen müsste, um die Musiknoten zu verstehen.

An dieser Stelle sei deshalb auf das sehr effektive und anerkannte Lehrbuch „Musiktheorie für Dummies“ (Verlag Wiley-VCH) hingewiesen.

Klaviernoten lesen: Erfahre mehr über die Grundlagen der Musiktheorie

Aber wo fängt man am besten an, wenn man einmal beschlossen hat, sich mit der Notenlehre zu befassen?

Als erstes solltest Du Dich mit den Grundlagen der Musiktheorie auseinandersetzen.

Das heißt, dass es zunächst wichtig ist zu verstehen, wie Musiknoten aufgebaut sind und woraus sie bestehen.

Musiknoten bestehen aus Notenlinien, genauer gesagt fünf Zeilen, auf denen die Noten eingezeichnet sind.

Die Notenlinien sind wiederum in Takte eingeteilt. Diese Takte dienen dazu, das Musikstück in einzelne Zeiteinheiten einzuteilen.

Sobald Du einmal verstanden hast, wie Musiknoten aufgebaut sind, kannst Du zum praktischen Teil übergehen.

Mit anderen Worten geht es jetzt darum, zu lernen, wie man die Noten erkennt (C, D, E, F, G, A, H).

Die beste Übung dazu ist sicherlich, Dir die Position der Noten einzuprägen und anschließend ihre Namen abzudecken, um zu überprüfen, ob Du sie Dir auch richtig gemerkt hast.

Wenn Du bereits ein Instrument besitzt (ganz gleich ob Flügel, Klavier oder Keyboard), kannst Du Dich auch gerne selbst ein wenig herausfordern, indem Du Die Noten auf der Klaviatur des Instruments spielst.

Dadurch gewinnst Du nur Vorsprung für Deinen künftigen Musikunterricht.

Zu den Grundlagen der Musiktheorie gehören ebenfalls der berühmte Violin- und Bassschlüssel.

Sie stehen am Anfang der Notenzeilen und ermöglichen es einem, die Position der Noten zu bestimmen, die je nach Schlüssel unterschiedlich ist.

Wer Musiknoten lesen möchte, muss auch den Rhythmus beherrschen!

Nachdem Du die Grundlagen der Musiktheorie gelernt hast und Du Dir sicher bist, dass Du die Noten auf einer Klavierpartitur lesen kannst, wird es Zeit, Dich mit dem Rhythmus zu befassen.

Viele Musiker betrachten den Rhythmus als die Grundlage für alle Klavier-Anfänger.

Musiker und Komponisten lassen sich übrigens auch von den Dingen, die sie umgeben, inspirieren.

Der aufmerksame Beobachter wird feststellen, dass jeder Gegenstand oder Körper tatsächlich einen eigenen Rhythmus hat, sei er regelmäßig wie der Herzschlag oder unregelmäßig wie das Geräusch der Tasten auf der Computertastatur.

Auch de Musik hat ihren eigenen Rhythmus. Je nachdem, welche Emotionen man transportieren möchte, unterscheidet sich der Rhythmus von einem Musikstück zum anderen.

Es ist daher vollkommen üblich, den Rhythmus auf dem Notenblatt zu vermerken und so die Musiker durch das Stück zu führen.

Dazu wird die Taktart angegeben, die in Form einer Bruchzahl direkt hinter dem Notenschlüssel zu finden ist.

Notenschlüssel, Rhythmusangaben sowie Form und Farbe der Noten enthalten wichtige Informationen. Violin- und Bassschlüssel, Vorzeichen und Taktart – Die wichtigsten Informationen stehen ganz vorne an der Notenzeile. | Quelle: Visualhunt

Damit ist es möglich, den Rhythmus der nachfolgenden Takte zu verstehen. Und um die einzelnen Noten im Takt richtig zu erkennen, muss jeder gute Musiker den Wert der Noten kennen.

Dieses System mag auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, aber im Grunde ist es wirklich einfach und sehr logisch.

Je nach Form und Farbe stellt jede Note einen eigenen Zeitwert dar. Eine halbe („weiße“) Note steht so für zwei („schwarze“) Viertelnoten und so weiter.

Um den Rhythmus richtig zu erfassen, übe, indem Du mit Deinen Händen klatschst während Du die Musiknoten liest.

Klaviernoten Lernen: Übung macht den Meister

Der beste Ratschlag, den wir immer wieder mitgeben, ist regelmäßiges Üben.

Durch wiederholtes Lesen und Entschlüsseln von Musiknoten klappt es irgendwann ganz automatisch.

Du kannst zum Beispiel mit Deinen Händen klatschen und dabei dem Tempo des Metronoms folgen. Dabei musst Du den Wert jeder einzelnen Note auf dem Notenblatt zählen, um den Rhythmus richtig zu treffen.

Aber die Theorie hinter der Praxis lernt man auch und vor allem indem man Musikstücke spielen lernt.

Denn nicht nur das Üben ist wichtig, sondern auch, sich selbst genügend Zeit geben.

Jedes Mal, wenn Du ein neues Stück lernst, gehe zu Beginn des Unterrichts mehrmals die Musiknoten durch. Dadurch kannst Du regelmäßig an Deinen Grundlagen in Sachen Musiktheorie arbeiten und hast gleichzeitig Freude daran, auf Deinem Instrument zu spielen.

Eine weitere Technik ist in der Musikschule ebenfalls durchaus üblich, um das Wissen im Bereich Musiktheorie zu trainieren: das berühmt-berüchtigte Musikdiktat.

Denn das Diktat ist keineswegs nur den Rechtschreib-Fans vorbehalten. Auch Musiker müssen da durch um das Notenlesen zu erlernen.

Dabei geht es darum, auf einem Notenblatt das aufzuschreiben, was gerade gespielt bzw. gehört wird. Eine echte Herausforderung!

Klavierstücke für Anfänger in Sachen Notenlesen

Ob Du gerade Klavier, Gitarre, Querflöte, Cello oder Mundharmonika lernst, ob mit Musiklehrer oder allein mit einem Lehrbuch – die Musiktheorie ist ein wichtiger Aspekt, wenn man ein Musikinstrument erlernt.

Obwohl immer mehr Pianisten auf Klaviernoten verzichten und stattdessen auf Tabulaturen zurückgreifen, ändert es nichts daran, dass Musiknoten die Bibel der Musik sind. Zu jedem Musikstück gibt es Musiknoten, insbesondere wenn es ums Klavier geht.

Welche Musiknoten sollte man also nutzen, um das Entschlüsseln der Noten zu trainieren?

Mit Kinderliedern fällt das Klavier lernen leichter. Kinderlieder wie „Alle meine Entchen“ haben meist eine bekannte Melodie und eignen sich daher für Neulinge in Sachen Notenlesen. | Quelle: Visualhunt

Die beste und erste Wahl sind Kinderlieder. Sie dienen der musikalischen Früherziehung und erleichtern einem die ersten Schritte in der Welt der Musik.

Bruder Jakob, Alle meine Entchen, Hänschen klein… Diese Stücke haben einfache und klare Musiknoten, die gut geeignet sind, um sich mit der Musiktheorie vertraut zu machen.

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