Heutzutage wird ein musikalisches Werk niedergeschrieben und dann veröffentlicht, damit andere Musiker es spielen können. Diese Verbreitung von Musiknoten begann 1450 mit der Erfindung des Buchdrucks.

Von da an war die Musiktheorie also nicht mehr ausschließlich den Geistlichen und den großen Musikakademien vorbehalten. Jedermann war nun in der Lage, die Musik und ihre Sprache zu erlernen.

Bassschlüssel, Tonart, Violinschlüssel, Rhythmik, Notenlesen, Musiknotation, Notenbezeichnungen – Musik zu lesen, war jetzt möglich.

Doch um ein Instrument und die Musiktheorie zu erlernen, führt meist kein Weg am Musikunterricht vorbei. Private Klavierkurse wie Klavierunterricht München, Gitarrenkurse und Musikunterricht sowie musiktheoretische Übungen geben den Takt eines Musiker*innenlebens vor.

Piano spielen zu können geschieht nicht über Nacht. Es braucht Zeit, Geduld und Ausdauer. Um Partituren entziffern zu können und die Musiktheorie zu erlernen, muss man Noten lesen können.

Aber keine Angst: es ist weniger kompliziert, als Du Dir vielleicht vorstellst. All die unterschiedlichen Linien, Zeichen und Symbole werden ziemlich schnell einen Sinn ergeben, wenn Du das System dahinter verstehst.

Die Notenschrift ist zudem universell einsetzbar. Das heißt, wenn Du einmal Klaviernoten lesen kannst, kannst Du Deine Kenntnisse auch auf anderen Instrumenten, wie beispielsweise der Klarinette, Trompete oder Geige anwenden.

Musiknoten kennen auch keine Sprachgrenzen. Musiker*innen, die nicht dieselbe Sprache sprechen, können ihre Noten untereinander austauschen und zusammenspielen, ohne darüber sprechen zu müssen.

In diesem Artikel erklären wir Dir, wie Du Schritt für Schritt Noten lesen lernen kannst und wie Du sie auf dem Klavier spielen lernst.

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Was bedeutet es, Noten zu lesen?

Zwar gehen die musiktheoretischen Grundlagen auf einige griechische Intellektuelle der Antike zurück, die ersten Notenblätter wurden jedoch im Mittelalter verfasst, um die gregorianischen Gesänge schriftlich festzuhalten.

Mithilfe der sogenannten Neumen kennzeichneten die Sänger*innen die Tonhöhe der Noten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Notenschrift immer detaillierter und präziser. Bis sie schließlich die Form angenommen hat, die wir heute noch benutzen.

Musiknoten dienen dazu, die komponierte Musik schriftlich zu fixieren. Musiknoten zu lesen bedeutet also, sie zu entziffern und auf ein Instrument zu übertragen. Du findest alle Informationen zum Tempo, dem Rhythmus und den Tönen, die Du spielen sollst. Zusätzlich können Hinweise zur Art und Weise, wie die Töne gespielt werden sollen und zur Lautstärke notiert werden.

Beim Noten lesen geht es nun darum auf einen Blick alle Informationen zu erfassen und sie auf das Instrument zu übertragen.

Das ist ähnlich, wie Du bereits als Kind lesen gelernt hast. Am Anfang hast Du wahrscheinlich jeden Buchstaben einzeln angeschaut und danach ein Wort daraus geformt. Bis Du einen ganzen Satz entziffert hattest, hat es eine Weile gedauert und vielleicht hast Du auch nicht sofort verstanden, was da geschrieben steht.

Mit der Zeit ging es immer besser und heute schaust Du Dir kaum noch einzelne Buchstaben an, sondern fliegst mit Deinen Augen nur so über den Text und verstehst sofort. Genauso wird es Dir auch beim Musiknoten lesen lernen ergehen.

Zu Beginn wirst Du Dir über jede einzelne Note Gedanken machen und Dich in kleinen Schritten durch die Partitur arbeiten. Je mehr Du übst, umso schneller wird es gehen und schon ziemlich bald, wirst Du kurze, einfache Melodien vom Blatt spielen können.

Fangen wir also sofort damit an, Schritt für Schritt Noten lesen zu lernen. Wir unterteilen das in zwei Gebiete: die Rhythmik und die Töne. Widme Dich erstmal jedem Teil einzeln, damit Du nicht zu viel auf einmal verarbeiten musst. Wenn Du Dich mit beiden sicher fühlst, wird Dein Gehirn das fast von alleine zusammensetzen. Schau doch mal nach Klavierunterricht Kiel und fang an!

Der Rhythmus in Musiknoten

Die Rhythmik, der Groove, ist die Basis beim Musizieren. Die schönste Melodie klingt nicht gut, wenn sie unrhythmisch gespielt wird. Ein gutes Rhythmusgefühl kann man sich durch üben mit einem Metronom oder dem Zusammenspiel mit Anderen erarbeiten.

Um die Rhythmik verstehen und lesen zu lernen, ist es hilfreich, sie durch Klopfen zu üben. Setze Dich auf einen Stuhl, gebe Dir mit einem Bein den Takt an und klopfe den notierten Rhythmus auf den Oberschenkel. Wenn es Dir lieber ist, kannst Du auch klatschen oder auf einen Tisch trommeln.

Taktarten und Tempo

In Musiknoten findest Du Informationen zu dem Grundbeat eines Stücks ganz am Anfang der Notenzeile. Zwei kleine Zahlen geben Auskunft darüber, wie viele Zählzeiten (obere Zahl) von welchem Notenwert (untere Zahl) in jedem Takt enthalten sind. Auf dem Notenblatt ist ein Takt die Einheit zwischen zwei vertikalen Strichen.

Am Anfang der Noteneile ist die Taktart notiert.
Die häufigsten Taktarten sind der 4/4, der 3/4 und der 6/8 Takt.

Am Häufigsten wird Dir wohl der Viervierteltakt begegnen. Du zählst dann also pro Takt 1 – 2 – 3 – 4 gleichmäßig durch. Von der 4 des vorangegangenen zur 1 des nächsten Taktes dauert es genauso lange wie zwischen allen anderen Schlägen.

Bei einem Dreivierteltakt zählst Du dementsprechend nur bis 3, bis es wieder von vorne losgeht. Dabei ist immer der erste Schlag betont; das kennst Du zum Beispiel vom Walzer. Ähnlich ist es beim sechsachtel Takt, bei dem der erste und der vierte Schlag betont sind. Hier zählst Du also 1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6.

In vielen Fällen findest Du euch eine Angabe dazu, in welchem Tempo Du das machen sollst. Oberhalb der ersten Notenzeile ist eine kleine Zahl notiert, die angibt, wie viele Schläge pro Minute Du auf Deinem Metronom einstellen kannst.

Die Notenwerte

Den Notenwert (wie lange eine Note gespielt werden soll), erkennst Du daran, wie die Note aussieht. Noten haben einen leicht ovalen Kopf und, bis auf eine Ausnahme einen Hals, der nach oben oder unten weggeht.

In welche Richtung der Hals zeigt hat keinen Einfluss auf den Ton. Das hat rein grafische Gründe, die Dir das Noten lesen erleichtern sollen. Du musst also nicht darauf achten.

Bei längeren Noten ist der Kopf in der Mitte weiß. Bei den kürzeren ist er ganz schwarz. Die längste Note ist die ganze Note: ein weißer Kringel ohne Hals. Diese entspricht vier Vierteln. Die halbe Note ist genau halb so lang, also zwei Viertel und ist ein weißer Kreis mit Hals. Ab der Viertelnote wird der Notenkopf schwarz. Bei der Achtelnote kommt dann noch eine Fahne dazu, bei der Sechszehntelnote sind es zwei Fähnchen.

Du kannst Dir also schonmal zwei Regeln merken:

  • ausgehend von der ganzen Note, wird der Notenwert immer halbiert (halb, viertel, achtel, sechszehntel usw.)
  • je kürzer der Notenwert, umso aufwändiger wird er gezeichnet (leer, Hals, ausgefüllt, Fahne)

Stehen zwei oder mehr Achtel direkt nacheinander, werden sie oft mit einem Balken verbunden. Mehrere Sechszehntel verbindet man mit einem doppelten Balken. Auch das dient der besseren Lesbarkeit.

Die ganze Note, halbe Note - lerne alle Notenwerte kennen.
Die Notenwerte halbieren sich zu jeder nächst kleineren.

Damit kennst Du schon die wichtigsten Grundlagen. Um Notenwerte darzustellen, die dazwischen liegen, werden diesen Noten weitere Attribute hinzugefügt. Als Anfänger*in wirst Du wohl den Punkt rechts der Note am Häufigsten sehen. Dieser verlängert die Note um ihren halben Wert. Ein Viertel mit Punkt dauert also anderthalb Schläge, eine halbe Note mit Punkt entspricht drei Vierteln.

Manchmal siehst Du auch, dass zwei Noten mit einem Bogen verbunden sind. Das ist der Haltebogen, der anzeigt, dass der zweite Ton nicht extra angespielt, sondern mit dem davor verbunden wird. Durch einen Haltebogen addieren sich also beide Notenwerte.

Eine Form der Verkürzung von Notenwerten ist die Triole. In diesem Fall findest Du eine kleine 3 über den betreffenden Noten. Das bedeutet, dass sie nicht wie gewöhnlich der Hälfte der nächst größeren Einheit entspricht, sondern nur einem Drittel. Auf eine Viertelnote kommen also drei triolische Achtel.

Der Bindebogen und der Punkt verlängern die Notenwerte.
Ein Rhythmus wird nach den Regeln der Mathematik notiert.

Die Pausen

Natürlich müssen auch Pausen genau notiert werden, damit Du weißt wie lange sie dauern und den Rhythmus halten kannst. Von der Grundidee her ist es dasselbe wie bei den Notenwerten. Es gibt ganze, halbe, viertel usw.

Je nach Wert sehen sie teilweise sehr unterschiedlich aus und es ist etwas schwieriger sie sich einzuprägen. Die Achtelnote ist ein leicht schräger Strich, der mit einem Punkt verbunden ist. Bei der Sechszehntelnote kommt ein zweiter Punkt dazu; also erstmal ganz ähnlich wie bei den Noten.

Oft werden die halbe und die ganze Pause verwechselt, da sie sehr ähnlich aussehen: ein Rechteck, dass oben, beziehungsweise unten an einer Notenlinie anhaften. Eine Eselsbrücke dafür ist, sie als Schiffchen zu sehen und die Notenlinie als Wasser: die ganze Note ist länger, also schwerer und geht unter (hängt unten an der Linie); die halbe Note ist nur halb so schwer und kann obenauf schwimmen (liegt auf der Notenlinie).

Ganze Pause, halbe Pause, Viertelpause - Musi besteht nicht nur aus Tönen.
Für jeden Notenwert gibt es auch die entsprechende Pause.

Wenn Pausenwerte verlängert werden müssen, können einfach mehrere Pausen hintereinander notiert werden, bis der erforderliche Wert erreicht ist. Manchmal wirst Du auch den Punkt finden, den Du bereits kennst: er verlängert den Pausenwert um seine Hälfte.

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Noten lesen lernen: so wird die Tonhöhe notiert

Du kannst jetzt einen Rhythmus lesen und klopfen? Dann lernen wir jetzt, welche Töne zu welcher Note passen.

Eine Notenzeile hat fünf Linien. Die Tonhöhe hängt davon ab, auf welcher Linie oder in welchem Zwischenraum die Note steht.

Du kannst Dir schon mal merken, dass tiefe Töne unten, hohe oben aufgeschrieben werden. Sehr hohe und sehr tiefe Töne passen nicht mehr auf die Linien und werden darüber, beziehungsweise daruntergeschrieben. Da findest Du dann Hilfslinien, die das Lesen erleichtern.

Um zu verstehen, wie die Töne heißen wird ein wenig Musiktheorie nötig sein. Aber bevor wir dazu kommen, schauen wir uns an, was es mit dem sonderbaren Zeichen am Anfang jeder Notenzeile auf sich hat.

Violin- und Bassschlüssel

Auf Klaviernoten hast Du meistens zwei Notenzeilen, die miteinander verbunden sind und gleichzeitig gespielt werden sollen. Wenn Du sie Dir genau anschaust, wirst Du feststellen, dass nicht bei beiden dasselbe Zeichen verwendet wird. Das obere davon hast Du wahrscheinlich schon oft gesehen, wird es doch gerne als Symbol für die Musik an sich verwendet.

Der Violinschlüssel und der Bassschlüssel kommen am meisten vor.
Auf Klaviernoten willst Du diese beiden Notenschlüssel finden.

Bei diesen Zeichen handelt es sich um die Notenschlüssel. Der Name ist sehr passend gewählt, denn tatsächlich geben sie Dir Aufschluss darüber, wie die darauffolgenden Noten entschlüsselt, gelesen werden müssen.

Der obere, bekanntere Schlüssel heißt auch Violin- oder G-Schlüssel. Der erste Name kommt daher, dass er sich gut für die Tonlage von Geigen eignet. Aber auch für sehr viele andere Instrumente, wie auch die meisten Gesangsstimmen, ist er die passende Wahl. Der zweite Name bezieht sich auf seine Position: der Mittelpunkt der kleinen Schnecke windet sich um die Linie, auf der sich im G-Schlüssel die Note G befindet.

Den zweiten Notenschlüssel, den Du auf Klaviernoten finden kannst, ist der Bass- oder F-Schlüssel. Dieser hat zwei Punkte, die sich ober- und unterhalb der Linie befinden, auf der das F notiert wird.

Im Vergleich zum Violinschlüssel werden im Bassschlüssel alle Noten eine Linie oder einen Zwischenraum höher notiert. Das hat den Vorteil, dass auch tiefere Noten noch innerhalb oder zumindest in der Nähe) der fünf Notenlinien aufgeschrieben werden können. Daher kommt auch der zweite Name: Der Bassschlüssel wird tiefe Gesangs- und Instrumentenstimmlagen, für Bässe, verwendet.

Beim Notenlesen musst Du also immer erstmal den Schlüssel beachten.

fDie Töne ohne Vorzeichen

Unser Tonsystem kennt zwölf verschiedene Töne, diese liegen jeweils einen Halbton auseinander. Ab dem dreizehnten Halbton wiederholt sich das Ganze eine Oktave höher oder tiefer. Am Klavier kannst Du das besonders gut erkennen.

Am Klavier kann man Tonleitern gut erkennen.
Dieses System setzt sich auf allen Klaviertasten fort.

Innerhalb einer Oktave hast Du sieben weiße und fünf schwarze Tasten. Die weißen Tasten entsprechen der C-Dur-Tonleiter. Das sind die Töne, die auf dem Notenblatt ohne ein Vorzeichen notiert werden.

Wenn Du beachtest, dass zwischen jedem Ton, also auf dem Klavier von einer Taste zur nächsten, ein Halbtonschritt liegt, wirst Du erkennen, dass in der C-Dur Tonleiter zweimal ein Halbtonschritt vorkommt (keine schwarze Taste zwischen zwei weißen) und sonst immer ein Ganztonschritt (die schwarze Taste wird übersprungen).

Schauen wir uns jetzt an, wie die C-Dur-Tonleiter in Noten aufgeschrieben wird. Du wirst sehen, dass Du hier nicht erkennen kannst, wo die Halbtonschritte liegen. Du musst es auswendig lernen.

So schreibt man eine C-Dur-Tonleiter im Violinschlüssel.
Die Klaviertasten können Dir beim Noten lesen lernen helfen.
So schreibt man eine C-Dur-Tonleiter im Bassschlüssel.
Die Töne im Bassschlüssel findest Du auf dem Klavier den Tasten links von der Mitte.

Anhand der beiden Bilder kannst Du auch den Unterschied zwischen Violin- und Bassschlüssel erkennen. Die Noten werden an einer anderen Stelle im System aufgeschrieben, heißen aber gleich und werden dementsprechend auch gleich klingen.

Die Vorzeichen

Kommen wir nun zu den Vorzeichen. Diese können entweder am Anfang einer Notenzeile stehen, dann gelten sie für alle Töne die in dem Stück auf der betreffenden Notenlinie oder Zwischenraum stehen (Sie geben Dir Auskunft über die Tonart des Stücks), oder sie stehen direkt vor einer Note. In diesem Fall betreffen sie nur die folgenden Noten in diesem einen Takt.

Die Vorzeichen sind dazu da, die Töne zu beschreiben, die auf den schwarzen Klaviertasten liegen. Also alle Töne, die nicht in einer C-Dur-Tonleiter vorkommen. Das Kreuz (Hashtag) macht den betreffenden Ton einen Halbton höher, das b macht ihn einen Halbton tiefer.

Als Eselsbrücke kannst Du Dir merken: das # ist eine Leiter, die der Ton hochklettert, das b ist ein schwerer Sack, den ihn runterzieht.

Du kannst vor jeden Ton entweder ein Kreuz oder ein b setzten. Je nachdem welches es ist, wird der Ton anders heißen. Töne mit Vorzeichen haben deshalb immer zwei mögliche Namen. Das nennt man enharmonische Verwechslung. Wann welcher Name und welches Vorzeichen verwendet wird, lernst Du, wenn Du Dich etwas ausführlicher mit Musiktheorie beschäftigst.

Für den Anfang und zum Noten lesen lernen, musst Du das noch nicht unbedingt verstehen. Es ist nur wichtig, dass Du es einmal gehört (besser gesagt: gelesen) hast und nicht verwirrt darüber bist, dass ein Ton verschiedene Namen haben kann.

Wenn Du die Töne der C-Dur-Tonleiter bereits kennst, kannst Du Dir die Namen der anderen Töne leicht merken:

  • #: an den Tonnamen wird die Endung -is angehängt.
  • b: an den Tonnamen wird die Endung -es angehängt; außer:
    • da Ees und Aes zu umständlich klingt, wird zu Es und As verkürzt.
    • anstatt Hes, sagt man B (Achtung: im englischsprachigen Raum, steht B für unser H und unser B wird B-flat genannt)
Je nachdem ob ein Kreuz oder ein B davor steht, hat der Ton einen anderen Namen.
Lerne die Töne mit Vorzeichen ausgehend von den weißen Tasten, die genau daneben liegen.

Wenn die Vorzeichen bereits am Anfang der Notenzeile stehen, gelten sie, wie gesagt für alle darauffolgenden Töne auf derselben Notenlinie oder demselben Zwischenraum. Achte also genau darauf, wo es steht.

Aber auch das ist nicht ganz so kompliziert, wie es vielleicht den Anschein hat. Denn Vorzeichen am Anfang eines Stücks stehen, können nicht in jeder beliebigen Kombination dastehen. Wenn Du Dich schon mal mit den Tonarten und dem Quintenzirkel beschäftigt hast, wirst Du sehr leicht erkennen, welche Töne von welchen Vorzeichen betroffen sind.

Wenn Du den Quintenzirkel kennst, fällt Dir das Lernen der Tonarten leichter.
Das sind alle Dur-Tonleitern, die es gibt. Von einer zur nächsten kommt immer ein Vorzeichen dazu.

Du wirst also nie ein Stück finden, indem am Anfang der Notenzeile ein # im C-Zwischenraum steht, ohne dass auch eines auf der F-Linie notiert ist.

Manchmal kommt es aber vor, dass ein Vorzeichen für einen bestimmten Ton wegfallen sollen. Dafür gibt es das Auflösungszeichen. Es steht direkt vor der betreffenden Note und gilt für alle gleichen Töne bis zum Ende des Taktes. Danach gelten wieder die normalen Regeln.

Hilfe beim Noten lernen online bekommst Du beispielsweise durch professionelle Klavierlehrer! Zum Beispiel im Klavierunterricht Hamburg.

Weitere Angaben auf dem Notenblatt

Wenn Du bis hier gekommen bist, hast Du den größten Teil schon geschafft. Herzlichen Glückwunsch! Übe weiterhin regelmäßig und Du wirst schon bald flüssig Noten lesen. Damit Du Dich perfektionieren und schon bald Dein erstes Klavierstück für Anfänger nachspielen kannst, schauen wir uns noch die weiteren Zeichen und Informationen an, die Du auf einem Notenblatt finden kannst.

Tempo und Vortragsangaben

Wie oben schon erwähnt, findest Du auf Musiknoten manchmal eine konkrete Angabe zum Tempo in Schlägen pro Minute (beats per minute). In diesen Fällen steht meist vor der Zahl eine einzelne Note, die Dir anzeigt, ob es sich bei den Schlägen um Viertel oder Achtel handelt.

Oft wird das Tempo auch in einem Wort beschrieben, dass Dir zusätzlich einen Hinweis auf die Stimmung gibt.

NameTempo (ungefähr)Beschreibung
Largo♩ = 40 - 60breit, sehr langsam
Larghetto ♩ = 60 - 72etwas schneller und fließender als Largo
Lento♩ = 40 - 60langsam, schleppend
Adagio♩ = 60 - 76gemächlich, ruhig, andächtig
Andante♩ = 72 - 108gehend, schreitend
Moderato♩ = 108 - 120mäßig
Allegretto♩ = 84 - 120ziemlich lebhaft
Allegro♩ = 120 - 168munter, heiter, schnell
Vivace♩ = 134 - 150lebhaft
Presto♩ = 150 - 200sehr schnell, rasch, eilig
Prestissimo ♩ = 180 - 208äußerst schnell

Häufige Vortragsanweisungen, die am Anfang eines Stückes stehen können, sind:

  • con fuoco (mit Feier)
  • espressivo (ausdrucksstark)
  • mesto (traurig)
  • giocoso (scherzhaft)
  • amabile (lieblich)

In vielen Klavierstücken wird das Tempo ab und zu variiert. Auch dafür findest Du an der betreffenden Stelle einen Hinweis. Wichtig sind für den Anfang das Ritardando (langsamer werden) und das Accelerando (schneller werden). Wenn Du dann wieder zum ursprünglichen Tempo zurückkehren sollst, wird das mit a tempo gekennzeichnet. Das lernst du auch im Klavierunterricht!

Artikulation und Spielweise

Sollte eine Melodie eher getragen oder kurz und abgehackt gespielt werden? Auch dazu findest Du Informationen in den Musiknoten. Wenn die Anweisung einen längeren Abschnitt betrifft, wird sie meist in einem Wort (oder seiner Abkürzung) über der Notenzeile notiert. Sollen nur einzelne Noten auf eine bestimmte Art und Weise artikuliert werden, gibt es dafür entsprechende Zeichen.

Staccato, Akzent, Tenuto - die Artikulation macht ein Klavierstück erst interessant.
Die Artikulationszeichen geben Dir Auskunft darüber, wie Du eine Note spielen sollst.

Du möchtest ganz bequem von zuhause aus Klavierspielen lernen? Kein Problem mit online Klavierunterricht.

Informationen zum Ablauf des Stücks

Musiknoten werden grundsätzlich gleich gelesen wie ein Buch: Du fängst oben links an, folgst der Zeile nach rechts und springst dann zur nächsten. Da in der Musik aber häufig gleiche oder ähnliche Teile wiederholt werden, hat man einen Weg gefunden, auch das in Zeichen zu beschreiben.

Die einfachste Variante ist das Wiederholungszeichen. Wenn Du da angekommen bist, springst Du zurück zum Anfang und spielst alles nochmal. Wenn nicht alles wiederholt werden soll, wird der Beginn der Wiederholung mit einem gespiegelten Wiederholungszeichen angegeben.

Wenn Du das siehst, gehst Du erstmal darüber hinweg, merkst Dir aber, wo es war, um später dahin zurück springen zu können. Soll eine Stelle mehr als einmal wiederholt werden, ist das mit der entsprechenden Zahl angegeben. Schau doch mal nach Klavierunterricht Hannover und fang an zu üben!

Es kommt häufig vor, dass nicht alle Wiederholungen gleich enden. Die letzte bildet den Übergang zum nächsten Teil oder dem Abschluss des Stücks. In diesem Fall wirst Du Klammern mit Nummern finden, die die betroffenen Takte kennzeichnen. Beim ersten Mal nimmst Du den ersten Ausgang, beim zweiten Mal den zweiten und so weiter.

Das Wiederholungszeichen wird Dir von Anfang an oft in Klaviernoten begegnen.
Für Anfänger ist vor allem das Wiederholungszeichen wichtig.

Angaben zur Lautstärke und Dynamik

Musik lebt auch davon, dass nicht immer alles gleich laut ist. Veränderungen in der Lautstärke nennt man auch Dynamik. Die Lautstärkeangaben findest Du unterhalb der Notenzeile, als ausgeschriebenes Wort oder zu einem Symbol verkürzt.

Wenn die Veränderung der Lautstärke plötzlich erfolgt, wird an der betreffenden Stelle einfach die neue Angabe notiert. Soll sie langsam zu- oder abnehmen, heißt dass crescendo beziehungsweise decrescendo (auch diminuendo). Auch das kannst Du ausgeschrieben oder als Symbol auf Musiknoten finden.

In Musiknoten wird auch die Lautstärke notiert.
Die Dynamik macht ein Stück lebendiger.

Jetzt bist Du bereit, Dich ins Noten lesen lernen zu stürzen. Probiere es doch gleich mit einer kostenlosen Klavierpartitur aus oder informiere Dich darüber, wo Du Klaviernoten kaufen kannst!

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lernen und Ausprobieren!

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Chantal

Die Entdeckungsreise des Lebens führte mich von Bern über Berlin in die Bretagne. Theater und Musik sind mein Zuhause, Neugier und Leidenschaft mein Antrieb.