Sind wir einmal ehrlich: Rechtschreibung ist in jeder Sprache eine Herausforderung. Wenn ein Buchstabe ausgelassen wird oder Buchstaben innerhalb eines Wortes oder Satzes vertauscht werden, kann das mitunter komische Ergebnisse hervorbringen.

In Französisch wie in anderen Sprachen gilt: Wörterbücher sind nur begrenzt hilfreich, wenn du nicht weißt, wie das fragliche Wort richtig geschrieben wird.

Das Problem wird dadurch verschlimmert, dass jeder Französischunterricht den Fokus meist zuerst auf die Aussprache und das Wiedererkennen von Wörtern legt, statt die Rechtschreibung ins Auge zu fassen.

Wenn die richtige Schreibweise der Wörter nicht erlernt wird, besteht die Gefahr, dass falsch geschriebene Wörter falsch verstanden werden.

Superprof versucht, häufig falsch geschriebene Wörter im Französischen in den Fokus zu nehmen. Dabei werden nicht einzelne Wörter betrachtet, sondern die Rechtschreibregeln in den Blick genommen und aufgezeigt, warum es so wichtig ist, diese Fehler zu vermeiden. Außerdem gibt es natürlich auch Nachhilfelehrer, die dir beim Spracherwerb helfen können. Auf Superprof kannst du nach passenden Nachhilfelehrern in deiner Nähe suchen.

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Homonyme und Homophone

Die französische Sprache ist in Bezug auf identisch klingende Wörter nicht gerade entgegenkommend und macht es einem nicht einfach zu wissen, welches der Wörter in dem jeweiligen Beispiel gemeint ist.

Ziehen wir dazu einmal die folgenden Wörter in Betracht: sein, saint, sain, seing, ceins und ceint. Sie werden alle gleich ausgesprochen, obwohl sie sogar aus anderen Buchstaben zusammengesetzt sind.

Wie soll man sie auseinanderhalten, wenn man gerade erst Französisch lernt?

In Bezug auf ihre Bedeutung könnten sie nicht weiter von einander entfernt sein.

Sie bezeichnen jeweils: Brust, Heiliger, gesund, Unterschrift, sich vorbereiten oder fertig machen und umgeben sein.

Stell dir vor, du schreibst einen Text, in dem du dich als gesund bezeichnen willst und statt gesund „Brust“ schreibst.

Obwohl du die Wörter aus dieser Auswahl möglicherweise richtig auf Französisch aussprichst und generell fehlerfrei schreiben kannst, liegt hier die Herausforderung darin, das Wort zu schreiben, das die gewünschte Bedeutung trägt.

Wird das falsche Homophon in einem Französischtest verwendet, zählt das zweifelsohne als Rechtschreibfehler, selbst wenn es richtig geschrieben ist.

So viel zu den Homophonen, kommen wir zu den Homonymen.

Die erste Kategorie von Worten fällt tatsächlich eher unter die breiter gefasste zweite Kategorie.

Ein Homonym kann gleich geschrieben werden, wie seine verwandte Worte. Es hat allerdings nicht dieselbe Bedeutung.

Ein Beispiel für ein Homonym wäre das Wort „Kiefer”, das sowohl eine Baumart als auch den anatomischen Teil des Kopfes beschreiben kann.

Wir verstehen, welche die gewünschte Bedeutung eines Homonyms ist, anhand des Kontextes.

Wie viele andere Sprachen ist Französisch voll von solchen Homonymen.

Hier ist nur ein Beispiel: „aussitôt, das „sofort“ bedeutet, und „aussi tôt“, das „früh“ oder „so früh“ bedeutet.

Spricht man die Wörter aus, ist kein Unterschied zu erkennen. Bis auf das Leerzeichen werden sie auch identisch geschrieben, sogar bei dem Akzent über dem O. Ihre Bedeutungen gehen allerdings sehr weit auseinander.

Dein Französischlehrer würde es ganz sicher als Fehler bewerten, wenn du statt des ersten das zweite Wort wählen würdest.

Das alte Wort für Schule hatte im Französischen ein S zwischen dem ersten und dem dritten Buchstaben. Quelle: Pixabay, Credit: Romaniamissions

Falsche Akzente oder gar keine Akzente

Eine Gemeinsamkeit aller romanischen Sprachen (auch Französisch) ist die Verwendung diakritischer Zeichen, auch Akzente genannt.

Akzente zeigen an, welchen Klang der akzentuierte Buchstabe tragen soll, welche Bedeutung das Wort trägt – ohne sich dabei auf seine Phonetik auszuwirken – oder sie repräsentieren einen ausgelassenen Buchstaben.

Das Wort „école” („Schule”) hatte früher ein S zwischen dem E und dem C.

Interessiert es irgendjemanden, dass es früher ein S trug und nun nicht mehr?

Abgesehen von Akademikern und Linguisten vermutlich eher nicht. Deine Lehrerin interessiert es aber sicher, wenn du den Akzent weglässt und damit die ehemalige Präsenz des S unter den Tisch fallen lässt. Sie wird es sicher als Rechtschreibfehler ansehen.

Die Akzente, die auf fehlende Buchstaben hindeuten, sind vielleicht weniger ernst. Die Akzente, die Bedeutungsunterschiede zeigen, sind allerdings definitiv wichtig.

Der erste Buchstabe des Alphabets, A, kann auch für sich ein Wort sein. Oder im Französischen sogar zwei, je nach dem ob es einen Akzent trägt oder nicht:

  • „a“: alleinstehend, bezeichnet die erste Person Singular des Verbes „avoir“ (haben)
    • j'ai, tu as, il a...
  • „à” ist eine Präposition, die „zu”, „bei” oder „in“ bezeichnet
    • je parle à ma mère

Der häufigste Akzent taucht in dem Wort „école” auf, er wird nur auf den Buchstaben „e“ gesetzt und kann für ein mittlerweile fehlendes „s“ stehen oder ein Substantiv in ein Adjektiv umwandeln.

  • „Âge” bedeutet „Alter“.
  • „Âgé” bedeutet „gealtert“ und ist beschreibend.

Allein in diesem Beispiel lässt sich deutlich machen, wie wichtig es ist, Akzente an der richtigen Stelle zu setzen. Sehen wir uns jetzt an, wie wichtig es ist, die richtigen Akzente an der richtigen Stelle an.

  • „différent” bedeutet „anders”.
  • „different” steht für die dritte Person Plural des Verbes „différer“ (sich unterscheiden).

An diesem Beispiel wird auch deutlich, wie viele Worte wir im Deutschen haben, die den französischen ähneln (hier „differenzieren“). Das liegt daran, dass der lateinische Einfluss, den das Französische trägt auch im Laufe der Geschichte in das Deutsche wie in viele andere Sprachen eingedrungen ist.

Hier kannst du noch mehr zu typischen Grammatikfehlern im Französischen erfahren.

Der stumme Buchstabe

Jetzt haben wir bereits länger über die Bedeutung von Akzenten gesprochen: ihre Platzierung, ihre Aufgabe und wie einer von ihnen mittlerweile fehlende Buchstaben anzeigt.

Im Gegenzug dessen können vorhandene aber stumme Buchstaben ebenso zu Rechtschreibfehlern führen.

Im Deutschen finden wir das Phänomen des stummen Buchstaben in Form des stummen „h” wieder.

Beispiele dafür sind:

  • Zahn, fehlen, nehmen, Lehrer, Bühne, Fähre

Es gibt dazu Regeln der Rechtschreibung und wann das stumme „h“ auftaucht. Mit Hilfe von Übungsmaterialien lässt sich das gut üben, damit es beim nächsten Diktat oder im nächsten Test keine Schwierigkeit mehr darstellt.

Wie ist es nun aber im Französischen? Welche Regeln sollte man beachten, wenn man aktuell Französisch lernt und noch recht am Anfang steht?

Eine der größten Herausforderungen beim Erwerb der französischen Sprache ist, dass es sich um eine Sprache handelt, die alles andere als phonetisch ist.

Das bedeutet, dass die Wörter nicht einfach so geschrieben werden können, wie sie klingen. Der Abschnitt zu den Homonymen dürfte gereicht haben, um das zu verdeutlichen.

Wir wollen uns jetzt mit einigen Grundregeln befassen, die dir in der französischen Rechtschreibung und insbesondere mit den stummen Buchstaben helfen können.

Ebenso wie im Englischen ist der Buchstabe „E“ am Ende eines Wortes stumm, es sei denn, er trägt einen Akzent.

Genauso wie in deiner Muttersprache ist auch das „h” im Französischen stumm. Im Deutschen ist es allerdings anderes als im Französischen nur in bestimmten Fällen stumm – im Französischen ist es immer stumm.

Der Buchstabe „S” am Wortende ist im Französischen im Allgemeinen stumm: vous, nous, bas, temps.

Eine interessante Ausnahme zu dieser Regel ist das Wort „fils“, das „Sohn“ bedeutet.

Das L”, das normalerweise nicht stumm ist, ist in diesem Fall stumm. Das „S” hingegen, das sonst häufig stumm ist, wird hier ausgesprochen.

Der Endbuchstabe „X”, der normalerweise stumm ist in Wörtern wie prix, deux, époux und choux, führt dazu, dass das „S“ an manchen Stellen doch betont wird: six und dix, zum Beispiel.

Mehr als alles andere ist Französisch eine logische Sprache. Für linguistische Besonderheit gibt es also auch einen Grund. Mit den richtigen Materialien lässt sich der Französisch-Spracherwerb voranbringen und unterstützen.

Die französische Rechtschreibung bringt Ordnung in den Buchstabensalat.
Auf den ersten Blick mag die französische Rechtschreibung chaotisch wirken. Quelle: Unsplash

Häufig falsch geschriebene Wörter

Als hätten wir nicht bereits genug angesprochen, möchten wir uns jetzt noch mit anderen Gründen für häufig auftretende Rechtschreibfehler im Französischen beschäftigen. Einer dieser Gründe sind die unregelmäßigen Pluralformen.

Ist dir weiter oben das Wort „choux” aufgefallen? Kennst du die Singularform „chou“?

Bei den meisten französischen Wörter wird ein „S” oder ein „-es“ angefügt, um die Pluralform anzuzeigen.  

Es gibt allerdings auch einige französische Wörter, die eine ganz und gar andere Endung verlangen: journal-journaux, jeu-jeux, château-châteaux, bateau-bateaux.

Wie kann man diese Wörter lernen, um Rechtschreibfehlern vorzubeugen?

Erstens: Rechtschreibprüfung vermeiden. Bei all den Homonymen im Französischen ist es wenig hilfreich, die automatische Rechtschreibprüfung zu verwenden. Es kann gut und gerne sein, dass du das falsche Wort richtig geschrieben hast. Leider ist die Funktion nicht ausgereift genug, um zu erkennen, ob du das gewünschte Wort richtig geschrieben hast.

Dennoch macht die Rechtschreibprüfung dich auf fehlende Akzente aufmerksam, es kann sich also doch lohnen, sie durchzuführen. Besser ist es jedoch, wenn du die richtige Schreibweise dieser schwierigen Worte lernst und dich nicht auf das Sicherheitsnetz der Rechtschreibprüfung verlässt.

Dazu kannst du beispielsweise eine Liste mit schwierigen Begriffen machen oder sie auf Vokabelkarten schreiben und lernen.

Wenn du neue Wörter lernst, solltest du sie von Anfang an richtig lernen, das heißt mitsamt Aussprache und Schreibweise.

Ein solch vielschichtiger Ansatz schafft schnell neue neuronale Verbindungen in deinem Hirn. Das hilft dir dabei, die Orthografie dieser Wörter langfristig im Kopf zu behalten.

Die französische Rechtschreibung lässt sich erlernen und ist nicht schwieriger als die deutsche. Wichtiger ist es dabei, einige zentrale Regeln und Ausnahmen der Französisch-Grammatik im Kopf zu haben.

Hoffentlich bietet dieser Guide dir einige Anhaltspunkte und hilft dir, Schwierigkeiten und Probleme der französischen Rechtschreibung zu überwinden.

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Sarah

Als Dolmetscherin und Übersetzerin sind fremde Länder und Kulturen mein täglich Brot. Wenn ich nicht gerade meine Leidenschaft für Sprachen und Reisen auslebe, bin ich auf Fußballplätzen zu finden, mit meinem Longboard unterwegs oder probiere mich wahrscheinlich gerade an einer anderen Sportart aus.