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Mit diesen Techniken könnt Ihr jede Art von Musik am Klavier lernen

Von Lea, veröffentlicht am 08/08/2018 Blog > Musik > Klavier > Wie lernst Du, alle Musikstile am Klavier zu spielen?

Ihr habt frisch mit Klavierstunden angefangen und würdet gerne auf Eurem neuen Keyboard ein Jazz Stück spielen?

Glücklicherweise ist das Klavier ein sehr vielseitiges Instrument, das Musikern viele Freiheiten bietet.

Egal ob Ihr eher Jazz, Blues, Rock oder sogar Reggae hört, mit dem Klavier könnt Ihr Eure Lieblingsmusik selbst spielen.

Aber wie könnt Ihr alle Musikrichtungen auf dem Klavier spielen?

Jedes Genre in der Geschichte der Musik hat seine ganz eigenen Eigenschaften, die die Spielweise des Genres bestimmen.

Wenn Ihr Klavier Anfänger seid, dann solltet Ihr zunächst die wichtigsten Grundlagen der Musiktheorie lernen, bevor Ihr die großen Lieder der letzten Jahrzehnte spielen könnt.

Sobald Ihr diese Grundlagen einmal besitzt, kann es für Euch praktisch so richtig losgehen.

Nichts ist effizienter für einen Pianisten, als regelmäßig Klavier zu spielen. Dabei ist es ganz egal, ob Ihr am klassischen Klavier, am Flügel oder am Keyboard übt.

Lest jetzt bei uns, wie Ihr es schafft, alle Musikrichtungen an Euer Instrument anzupassen, damit Ihr schon bald Eure Lieblingslieder am Klavier spielen könnt!

Die Spielweise am Klavier ist für jeden Musikstil unterschiedlich

Egal ob Ihr gerade erst mit Klavierunterricht angefangen habt oder schon seit Jahren leidenschaftlich Klavier lernt, man kann nicht einfach von jetzt auf gleich Reggae oder Rock am Klavier spielen.

Damit die Leute um Euch herum auch sehen, wie talentiert Ihr am Klavier seid, müsst Ihr also zunächst einmal die Etappe des Lernens durchlaufen.

Denn jedes Musikgenre benötigt wenigstens ein Minimum an Arbeit und Vorbereitung, bevor Ihr so richtig damit Spaß haben könnt.

Klassische Musik

Sobald Ihr Musikunterricht nehmt, fangen viele Lehrer damit an, Euch die größten klassischen Werke von Schubert, Beethoven oder Bach nahezubringen.

Hier ist es unglaublich wichtig, dass Ihr lernt, mit zwei Händen Klavier zu spielen.

In der Klassik gibt die linke Hand meist den Rhythmus an, während die Rechte für die Melodie zuständig ist. Eine perfekte Harmonie also, die man erst einmal lernen muss.

Am Anfang könnt Ihr die Stücke ruhig etwas langsamer üben, um die Grundlagen wirklich zu meistern.

Rock

Rock am Klavier spielen klingt für viele erst einmal komisch.

Aber wenn man einmal etwas gründlicher nachdenkt, dann kommen einem Hits wie Let it Be von den Beatles in den Kopf, die eine wichtige Rolle in der Geschichte der Rockmusik spielen – und sich unglaublich gut fürs Klavier Spielen eignen!

Um die Rolle des Klaviers in der Rock Musik zu verstehen, müsst Ihr die verschiedenen Arten von Rock kennen.

In bestimmten Stücken verstärkt das Klavier nur die Akkorde der Gitarre.

Der Flügel von John Lennon... John Lennon von den Beatles wusste das Klavier sehr zu schätzen! | Quelle: Pixabay

Andere Musiker stellen das Klavier ins Zentrum ihrer Komposition. Es entsteht meist ein binärer Rhythmus, bei dem die Notenwerte in zwei gleich lange Zeitabschnitte aufgeteilt werden.

Ein gutes Beispiel ist Bob Dylan, der einst sogar den Nobelpreis für Literatur erhalten hat.

Jazz

Jazz ist eine etwas kompliziertere Angelegenheit.

Auch wenn es für diese Musikrichtung Regeln gibt, ist Jazz dafür bekannt und beliebt, von Improvisation zu leben. Jeder Musiker interpretiert die Musik selbst.

Was den Rhythmus angeht, gibt es zwei Ansätze im Jazz: Swing Rhythmus und binärer Rhythmus.

Der letztere findet häufig im Jazz Rock Gebrauch und ist dem Rhythmus der klassischen Musik recht ähnlich. Pro schwarzer Note gibt es zwei Betonungen, die jeweils die Hälfte der Notenzeit einnehmen.

Der Swing Rhythmus, oder auch Shuffle genannt, zählt die Zeit für jede Betonung anders. Eine Note ist zwei Drittel des Notenschlages wert, die andere nur ein Drittel. Diese wird häufig vom Pianisten besonders betont.

Blues

Der Rhythmus im Blues ist nicht der komplizierteste in der Geschichte der Musik, egal ob binär oder ternär.

Auch die Harmonien von Blues Stücken sind relativ einfach, denn sie basieren auf nur drei Akkorden, die sich immer wiederholen.

Diese Musikrichtung wird Euch sehr viel weiterbringen, was Interpretation und Improvisation angeht – die wichtigsten Begriffe im Blues!

Reggae

Reggae kommt direkt aus Jamaika und hat für Pianisten einen Platz in der Begleitung der Lieder.

Tatsächlich kann ein Klavier sehr wichtig dafür sein, den von der Gitarre vorgegebenen Rhythmus zu vervollständigen.

Der Rhythmus wird in Gegenzeit gespielt und die Akkorde werden entweder beibehalten oder im Off-Beat geändert.

Reggae ist nicht sehr schwierig, auf dem Klavier zu spielen. Mit nur wenigen Stücken könnt Ihr Euch ganz einfach die wichtigsten Techniken aneignen.

Außerdem sind die Lieder häufig nur aus drei oder vier Akkorden aufgebaut und Ihr braucht keine besonders großen Hände für weite Griffe.

So könnt Ihr jedes Stück auf dem Klavier spielen

Ab und zu gibt es vielleicht ein Lied, dass Ihr total gerne spielen möchtet, es hat aber erst einmal absolut nichts mit einem Klavier zu tun.

Es wäre ziemlich schade, wenn Ihr aus diesem Grund das Stück nicht spielen könnt – wo es doch Lösungen für dieses Problem gibt!

Als allererstes müsst Ihr die Klaviernoten für das Lied finden. In der Partitur habt Ihr dann alle Informationen, die Ihr für das Stück braucht (Tempo, Noten, Tonart…).

Dann solltet Ihr die nötigen Akkorde auf dem Klavier üben, um die dazugehörige Melodie spielen zu können.

Achtet dabei besonders gut auf Eure Hände. Um mit zwei Händen Klavier spielen zu können, braucht Ihr einen ausreichenden Abstand zwischen euren Fingern.

Wenn Ihr also sehr kleine Hände habt, dann entscheidet Euch für nicht allzu große Intervalle.

Wenn Eure Hände zu klein sind, könnt Ihr ein Lied transponieren. Achtet darauf, dass Ihr das Stück mit Euren Händen spielen könnt. | Quelle: Pixabay

Für Anfänger kann das schnell kompliziert werden. Euer Klavierlehrer kann Euch aber dabei helfen, das Stück für Eure Hände umzuschreiben oder die Akkorde zu transponieren.

Einige Songs sind tatsächlich zu hoch oder zu tief für das Piano. In diesem Fall müsst Ihr das Stück in eine andere Tonart transponieren.

Die Intervalle zwischen den einzelnen Noten müssen dabei die gleichen bleiben, nur die Tonart verändert sich.

Wenn Ihr ein absolutes Gehör habt, dann wird das sehr leicht für Euch. Ansonsten müsst Ihr Euch Euer theoretisches Wissen aus der Notenlehre wieder in den Kopf rufen, um die Akkorde für die Tonart Eurer Wahl zu identifizieren.

Bei einem elektronischen Klavier gibt es übrigens häufig automatische, „elektronische Transponder“.

Aber keine Sorge, in Zeiten des Internets findet Ihr viele Lieder online, die bereits von leidenschaftlichen Pianisten umgeschrieben wurden.

Schaut Euch ein paar Tutorials und Piano Partituren im Internet an, vielleicht ist ja das Lied dabei, das Ihr gerade fürs Klavier Spielen sucht.

Allerdings müsst Ihr wissen, dass man nicht jedes Lied auf dem Klavier spielen kann.

Einige Mix Tapes der Electro Musik haben keine richtige Melodie und können daher nicht von einem Pianisten interpretiert werden.

Das Klavier in Eure Stücke einbringen

Ihr komponiert selber gerne Musikstücke? Wie wäre es, ein Klavier in Eure Kompositionen zu integrieren?

Ja, auch wenn Eure Lieblingsband die Rolling Stones sind, das Klavier kann dennoch Euer bester Freund werden. Dazu müsst Ihr einige Etappen durchlaufen.

Um das Klavier in Eure Musik zu integrieren, müsst Ihr zunächst die passenden Akkordfolgen finden, die sich an den Rest Eures Stückes anpassen können.

Wenn Ihr also bereits ein fertiges Stück habt, könnt Ihr die Akkorde der Gitarre oder eines anderen Instrumentes nehmen und so den Rhythmus betonen.

Das Klavier kann Euch aber auch dabei helfen, mit dem Komponieren überhaupt erst anzufangen. Nutzt dieses Instrument, um die Hauptmelodie und die dazu passenden Akkorde zu finden.

Dabei reicht es, einen Akkord auszusuchen, der Euch gefällt und dann in seiner Tonart weiterzumachen, um die Subdominante und Dominante und alle anderen wichtigen Akkorde der Tonart zu finden.

Ihr könnt dann drei oder vier Akkorde aneinanderreihen, die Ihr das ganze Stück über wiederholt. So entsteht die rhythmische Grundlage des Liedes.

Im Laufe des Songs ist es wichtig, dass Ihr die ganze Zeit über die Tonart beibehaltet, für die Ihr Euch entschieden habt.

Mit dem Klavier könnt Ihr Akkorde und Melodien schreiben. Das Klavier eignet sich super dazu, selbst Musik zu komponieren! | Quelle: Pixabay

Ein Stück besteht aber nicht nur aus Rhythmus und Akkorden. Ihr müsst außerdem eine Melodie finden, die Ihr mit der rechten Hand spielt.

Wenn Ihr sehr kreativ seid, dann könnt Ihr sehr gut zu Euren Akkorden singen.

So kommt die Melodie quasi von alleine und Ihr müsst die Noten Eures Gesangs nur noch für das Klavier transkribieren und notieren, um die Melodie nicht zu vergessen.

Ihr könnt auf damit anfangen, einen Songtext aufzuschreiben. Dabei werdet Ihr automatisch rhythmische Zeilen schreiben, die Euch zu einer Melodie inspirieren können.

Euch fällt es schwierig, Inspiration für einen Song zu finden? Ihr könnt auch einfach eine bereits komponierte Melodie nehmen und sie verändern.

Passt aber gut auf, dass Ihr die Melodie nicht eins zu eins übernehmt, wie sie ist – sonst kriegt Ihr irgendwann Plagiatsprobleme!

So erlangt Ihr musikalische Bildung am Klavier

Ihr solltet die Bedeutung einer musikalischen Bildung und Kultur nicht unterschätzen, wenn Ihr plant, alle Arten von Musik auf dem Klavier zu spielen.

Mit der Zeit (und mit mehr und mehr Klavierunterricht) werdet Ihr Euch die wichtigsten Grundlagen der Musikkultur aneignen.

Zahlreiche Musiker haben vor Euch Klavier gespielt und die Geschichte dieses Instrumentes stark beeinflusst:

  • Hans Zimmer,
  • John Williams,
  • Yann Tiersen,
  • Lang Lang,
  • Elton John,
  • Johannes Brahms,
  • Béla Bartók, und so viele mehr…!

Daher ist es wichtig, dass Ihr Euch von jedem dieser Pianisten inspirieren lasst, wenn Ihr Fortschritte machen und frei Eure Lieblingsmusik am Klavier spielen wollt.

Je höher Eure Musikkultur, desto freier könnt Ihr Klavier spielen. Musikalische Bildung gehört zum Klavier Lernen dazu. | Quelle: Pixabay

Dabei solltet Ihr Euch nicht auf ein einziges Musikgenre beschränken.

Das würde Euch davon abhalten, einen eigenen Stil zu entwickeln. Schließlich werdet Ihr nur eine Art von Rhythmus im Kopf haben und Euch selbst kreativ blockieren.

Ihr solltet außerdem nicht unterschätzen, welchen Einfluss regelmäßiges Musikhören auf Euer Klavierspiel hat!

Im Jazz lernt Ihr zum Beispiel den Rhythmus kennen, beim Blues lernt Ihr Improvisation und in der Klassik lernt Ihr, Noten zu lesen und zu interpretieren.

Versucht also, Euch neben dem Klavier Lernen auch musikalisch rundum zu bilden.

Euer Klavierlehrer kann Euch dabei helfen, die Vielseitigkeit dieses wunderbaren Instrumentes zu entdecken.

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