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So setzt Ihr die Preise für Euren Spanischunterricht fest

Von Lea, veröffentlicht am 02/03/2018 Blog > Sprachen > Spanisch > Spanischkurs Geben: Welchen Tarif kann ich verlangen?

Spanisch ist absolut in Mode. Mit beinahe 500 Millionen Sprechern ist Spanisch die am zweithäufigste gesprochene Sprache der Welt und wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle im internationalen Handel einnehmen.

Es liegt also beinahe auf der Hand, dass man unbedingt Spanisch lernen sollte.

Natürlich fällt es nicht jedem leicht, eine neue Sprache zu lernen. Für dieses Problem gibt es jedoch zahlreiche Lösungen: Nachhilfe, Sprachschule, Online Spanischkurse…

Aufgrund der steigenden Nachfrage ist es also eine gute Idee, Spanisch Lehrer zu werden.

Wenn Ihr sehr gut Spanisch sprecht und gerne Leuten etwas beibringt, dann solltet Ihr auf jeden Fall darüber nachdenken, Spanischstunden zu geben.

Ihr wollt mit dem Spanisch-Unterricht loslegen?

Dann werdet Ihr schnell merken, dass es vorher noch einige organisatorische und finanzielle Fragen zu klären gibt. Welche Preise könnt Ihr für Euren Spanisch-Kurs verlangen?

Welche Kriterien müsst Ihr beachten, wenn Ihr den Preis für Eure Spanischstunden festlegt?

Es ist keine leichte Aufgabe, den passenden Tarif für Euren Spanischunterricht festzulegen. Ihr solltet dabei 4 wichtige Kriterien beachten.

Euer Sprachniveau

Wie gut ist Euer Spanisch?

Wenn Ihr ein gutes Sprachniveau in Spanisch habt und Anfänger oder Schüler unterrichten könnt, dann braucht Ihr nicht allzu großzügig sein.

Hauptsache, Eure Kurse haben ein gutes Preis-Leistungsverhältnis!

Wie gut könnt Ihr Spanisch sprechen? Je nach Sprachniveau unterscheiden sich die Preise für Euren Spanischunterricht. | Quelle: Unsplash

Besonders attraktiv sind natürlich Spanischstunden von Muttersprachlern. Ihr sprecht fließend Spanisch und habt sogar eine spanische oder Lateinamerikanische Staatsbürgerschaft?

Diese Vorteile solltet Ihr auf jeden Fall in Eurer Anzeige hervorheben, da es genau solche Tatsachen sind, die womöglich Schüler anziehen.

Schließlich können Eure Schüler auch einiges über die spanische oder Latino Kultur lernen, ohne dafür verreisen zu müssen.

Wenn Euer Sprachniveau etwas über dem Durchschnitt liegt, dann könnt Ihr für Euren Spanisch Unterricht zwischen 14 und 18 Euro verlangen.

Habt Ihr ein hohes Sprachzertifikat, Diplom oder seid Muttersprachler, dann könnt Ihr zwischen 20 und 30 Euro die Stunde verlangen.

Eure Erfahrungen

Auch Eure persönlichen und beruflichen Erfahrungen spielen bei Eurer Preissetzung für den Spanischunterricht eine Rolle. Wenn Ihr absolute Neulinge seid, dann könnt Ihr nicht allzu hohe Preise verlangen.

Schüler schenken Lehrern mit viel Erfahrung häufig mehr Vertrauen. Wenn Ihr also nicht mit jahrelanger Erfahrung dienen könnt, dann solltet Ihr darüber nachdenken, über den Preis attraktiv zu wirken.

Als Anfänger unter den Spanischlehrern solltet Ihr also einen Tarif von um die 15€ pro Stunde verlangen.

Ihr habt jahrelange Erfahrung mit Spanisch oder sogar als Spanisch-Lehrer? Dann könnt Ihr getrost um die 25€ die Stunde verlangen!

Eure Schüler

Möchte Euer Spanisch Schüler sich mit Eurem Nachhilfeunterricht aufs Spanisch-Abi vorbereiten? Oder sich für die Uni verbessern? Oder eher seine Sprachkenntnisse für Reisen in Spanien oder Südamerika auffrischen?

Die Lernziele Eurer Schüler haben einen Einfluss darauf, wie viel Arbeit Ihr als Lehrer vor Euch habt.

Es ist schließlich weniger aufwändig, jemandem die Spanisch Basics für einen Aufenthalt in Barcelona beizubringen, als Eurem Schüler Nachhilfe für eine Spanischprüfung zu geben.

Auch wenn Ihr Business Spanisch oder generell Erwachsene unterrichtet, müsst Ihr natürlich Euren Unterricht an Eure Schüler anpassen.

Eure Preise solltet Ihr dementsprechend auch an die Bedürfnisse Eurer Schüler anpassen – ebenso wie die Häufigkeit Eurer Kurse.

Wenn Euer Schüler sich mehrmals die Woche mit Euch treffen möchte, oder ausschließlich am Wochenende Spanisch lernen will, dann solltet Ihr Euren Tarif anpassen.

Spanischstunden am Wochenende sind teurer als unter der Woche, also rechnet ruhig 5 bis 10 € auf Euren Preis drauf.

Bei Intensivkursen oder regelmäßigen Abendstunden könnt Ihr außerdem Mengenrabatt geben.

Es ist außerdem immer eine gute Idee, eine Gratis Probestunde für Euren Spanischunterricht anbieten, wie es viele andere Lehrer auf Superprof tun.

Euer Standort

Das letzte wichtige Kriterium ist Euer Standort. Wenn Ihr in einer Großstadt wie Berlin, Köln oder München lebt, dann könnt Ihr automatisch höhere Preise verlangen als ein Spanischlehrer auf dem Dorf.

In der Stadt kommt es dann natürlich auch auf Euren Standort an – wenn Ihr außerhalb wohnt und Eure Schüler weit fahren müssen, dann solltet Ihr die Preise dementsprechend anpassen.

Vergesst nicht, dass Ihr auch über Skype oder Online Spanisch Unterrichten könnt, wenn Euer Wohnort sich nicht optimal für persönlichen Unterricht eignet. SO könnt Ihr Zeit und Geld sparen.

Wenn Ihr sowohl online als auch offline unterrichtet, könnt Ihr natürlich die Anzahl Eurer Spanischschüler optimieren!

Wie hoch sind die Tarife von Spanisch-Lehrern?

Ihr solltet Eure Preise je nachdem festsetzen, welche Art von Spanischkurs Ihr geben möchtet: Privatunterricht oder Spanischstunden in kleinen Gruppen, spezialisiert auf Konversationen oder spanische Grammatik…

Die Bedürfnisse Eurer Schüler bestimmen auch die Preise für Eure Spanischstunden. Passt Euren Spanisch Unterricht an Eure Schüler an. | Quelle: Unsplash

Als guter Spanischlehrer solltet Ihr auf die Interessen Eurer Schüler abzielen, was sich in Euren Preisen widerspiegeln wird.

Laut einer aktuellen Studie sind es die wichtigsten Eigenschaften eines Lehrers, wenn er seinen Unterricht methodisch und kreativ organisiert.

Passt Euch also an die Bedürfnisse Eurer Schüler an und gestaltet Euren Spanischunterricht kreativ und interessant, aber gleichzeitig produktiv.

Schaut Euch an, wie viel Arbeit vor Euch liegt – dementsprechend könnt Ihr leicht Eure Preise anpassen.

Aber welche konkreten Zahlen gibt es für die Tarife von Spanischstunden?

Der durchschnittliche Preis in Deutschland

Der durchschnittliche Preis für Spanischstunden in Deutschland liegt bei 17 Euro die Stunde.

Aber Vorsicht, wie wir bereits erklärt haben gibt es hier große Unterschiede je nach Erfahrung, Sprachniveau und Standort der Lehrer.

Dieser Stundenlohn ist aber dennoch eine gute Basis, um Euch zu orientieren.

Der durchschnittliche Preis je Stadt

Wie bereits erwähnt könnt Ihr aufgrund der größeren Konkurrenz in den Großstädten höhere Preise verlangen.

Der Durchschnitt liegt hier bei etwa 20€ die Stunde. Je nach Eurem Profil könnt Ihr Eure Tarife daran anpassen.

Wenn Ihr in einer Kleinstadt unterrichtet, dann müsst Ihr Euren Stundenpreis etwas anpassen. Je nach Erfahrung liegen die Tarife hier zwischen 14 und 15 Euro.

Die höchsten Preise

Eure Preise können sehr schnell in die Höhe schießen, wenn Ihr mehrere Kriterien erfüllt.

Ein Spanischlehrer in Hamburg, der 10 Jahre Erfahrung und ein Spanisch Sprachdiplom hat, kann es sich leisten, 30€ die Stunde für seinen Spanischunterricht zu verlangen.

Überlegt Euch also genau, welche Kriterien Ihr erfüllt und passt Euren Preis an. Am besten ist es, wenn Ihr Eure Erfahrungen mit Eurem Lebenslauf oder einem Diplom beweisen könnt.

Die günstigsten Preise

Auf der anderen Seite kann ein Spanischlehrer ohne viel Erfahrung oder Diplom in einer kleinen Stadt nur um die 14/15 Euro pro Spanischstunde verlangen.

Aber spielt Euch auf keinen Fall runter, bloß um viele Schüler anzuziehen – Ihr dürft Euch niemals unter Wert verkaufen!

Bleibt also Euch und Euren Schülern gegenüber ehrlich, und der Rest wird sich natürlich entwickeln.

Bin ich bei der Preissetzung für meine Spanisch-Stunden völlig frei?

Wenn man Privater Spanischlehrer werden möchte, dann gibt es zwei Möglichkeiten: ein Nachhilfeinstitut oder eine Online-Plattform für Nachhilfe.

Wie frei seid Ihr also bei der Festsetzung Eurer Preise? Müsst Ihr Euch an einen festen Lohn halten?

Tarife in einem Nachhilfe Institut

Es gibt zahlreiche Vereine und Institutionen für Nachhilfe und Bildung.

Auf der einen Seite können diese Institute vieles für Euch als Spanisch Lehrer erleichtern, auf der anderen Seite engen sie Euch auch ein.

Denn wenn Ihr in einem Nachhilfeinstitut unterrichtet, könnt Ihr Eure Preise nicht selber festlegen. Das Institut entscheidet, wie viel Ihr für Euren Unterricht verlangen könnt.

Wenn Ihr also von Eurer außergewöhnlichen Erfahrung und hohen Qualität Eures Unterrichtes profitieren wollt, dann kann es sein, dass Euch die Löhne in einer Sprachschule ein wenig frustrieren.

Flexible Preise auf Online-Plattformen

Plattformen im Internet sind das exakte Gegenteil von Instituten: Jeder Lehrer kann die Preise für seinen Unterricht festlegen, die er möchte.

Möchtet Ihr bei einem privaten Nachhilfelehrer Englisch lernen? Auf Online Plattformen wie Superprof seid Ihr vollkommen flexibel. | Quelle: Unsplash

Mit Hilfe unserer Tipps aus den vorherigen Abschnitten dieses Artikels könnt Ihr Euren persönlichen Wert einschätzen und Eure Preise so selbst festlegen.

Registriert Euch bei Superprof und entscheidet, wie viel Ihr mit Eurem Spanisch Unterricht verdient!

Vergesst dabei aber nicht, Euch wenigstens kurz einmal bei der Konkurrenz in Eurer Region umzuschauen.

Ihr wollt ja schließlich nicht extrem weit vom Durchschnitt abweichen.

Schaut Euch bei dieser Gelegenheit doch auch gleich mal das aktuelle Angebot fürs Spanisch Online Lernen per Webcam an.

Welche rechtlichen Möglichkeiten helfen Euch dabei, den besten Preis festzulegen?

Ihr habt nun beschlossen, Spanischlehrer zu werden. Jetzt solltet Ihr über das Rechtliche nachdenken.

Müsst Ihr Eure Kurse deklarieren? Diese Frage ist Teil Eurer Organisation für Euren Spanischunterricht.

Ihr habt drei Möglichkeiten:

  • Ihr könnt Euch mit dem Bildungsgutschein bezahlen lassen. Mit diesem Dokument übernimmt der Staat zukünftig Kosten für Eure Weiterbildung oder Euer Studium.
  • Wenn Ihr als Lehrer Teil einer Nachhilfe-Institution werdet, dann seid Ihr automatisch Angestellte. Daher wählt Ihr weder Eure Stunden noch Euer Gehalt frei.
  • Als Freiberufler oder Selbstständige könnt Ihr unabhängig unterrichten.

Letzteres geht ganz einfach: Ihr müsst Euch nur im Internet registrieren.

Als Freiberufler seid Ihr besonders selbstständig. Meldet Euch im Internet ganz einfach als Spanisch Lehrer an. | Quelle: Pixabay

Jeden Monat oder jedes Trimester gebt Ihr Eure Einnahmen an und bezahlt dementsprechend Eure Abgaben.

Dabei seid Ihr völlig frei, was Eure Stunden und Eure Tarife betrifft. Aber Vorsicht! Diese Freiheit hat ihren Preis: Ihr müsst um die 25% Eurer Einnahmen an den Staat abgeben.

Außerdem gibt es eine Gehaltsgrenze: Ihr dürft nicht mehr als 32 900 Euro im Jahr verdienen.

Die Wahl Eures Status ist sehr persönlich, überlegt Euch also die Vorteile und Nachteile für Euch und entscheidet Euch für die beste Option!

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