„Gib Acht auf Deinen Körper, damit Deine Seele darin verweilen will...“

– Indisches Sprichwort

Beim Yoga Praktizieren dreht sich alles um Körper und Geist. Mit jeder Yogastellung dehnst Du nicht nur Deinen Körper und verbesserst Deine Flexibilität, vielmehr lernst Du mit jeder Übung Deinen Körper besser kennen, erfährst ein spirituelles Verständnis, das letztlich zu innerem Frieden, Weisheit und Glück führen kann.

Ob morgendlicher Sonnengruß oder befreiende Atemübung, die regenerativen Eigenschaften des Yoga sind eng mit der Lehre von Achtsamkeit und Ausrichtung verbunden.

Im Yoga dreht sich deshalb alles um Achtsamkeit, nämlich ein Bewusstsein darüber was Du tust, wie Du es tust und was um Dich herum passiert.

Beim meditativen Aspekt des Yoga geht es außerdem vor allem darum, Deinen Geist auf etwas auszurichten, also über etwas bestimmtes nachzudenken und sich darauf zu fokussieren. Das unterscheidet Yoga von anderen Dehnübungen. Das lernst Du schon als Yoga Anfänger, denn ohne die Ausrichtung Deines Geistes wäre Yoga lediglich eine Aufwärmübung.

Du möchtest das Bestmöglichste aus Deinem Yogatraining und Deiner Meditation rausholen, ohne alle Bereiche Deines Lebens nach der Yoga Philosophie ausrichten zu müssen?

Nichts leichter als das! Ob Vinyasa Yoga, Bikram Yoga oder Yoga in der Schwangerschaft, was alle Yoga Arten gemeinsam haben, ist der Stellenwert der Ernährung. Das überrascht Dich? Dein Körper ist ein Tempel! Du bist was Du isst. Deshalb ist es besonders wichtig, darauf zu achten, was Du Deinem Körper zumutest.

Yoga und Ernährung gehören mittlerweile zu den beliebtesten Beschäftigungen der Deutschen. Immer mehr Menschen starten mit dem Sonnengruß fit und gut gelaunt in den Tag. Willst Du Deine Yoga Sitzung jedoch wirklich lohnenswert gestalten, solltest Du Deinen Lebensstil zumindest ein stückweit anpassen, insbesondere Deine Essgewohnheiten und Deine Ernährung.

Jeder liebt gutes Essen. Dennoch gibt es leider viele Menschen in Deutschland, die nur selten frisch und gesund kochen. Die Standart-Ausrede: „Ich bin im Stress! Ich habe keine Zeit, jeden Tag zu Kochen.“ Klingt es da nicht nach einer tollen Anregung, Esskultur und entspannende Yoga Posen zusammenzubringen? Das hilft auf lange Sicht auch beim Stress Reduzieren.

Während Du Yoga praktizierst, übst Du verschiedene Asana (Körperhaltungen), Pranayama (Atemtechniken) und Meditation. Die langfristigen Vorteile für Deinen Körper, Deinen Geist und Deine Seele werden sich allerdings nicht einstellen, wenn Du nicht gleichzeitig auch Acht auf Deinen Körper gibst.

In diesem Artikel erfährst Du alles rund um die Yoga Ernährungslehre. Wir zeigen Dir die Zusammenhänge von Yoga und Ernährung und mit welcher Ernährung Du Dein Yoga-Training im Studio, in der Gruppe oder in Deinem Yoga Online Kurs per Webcam optimal unterstützen kannst. Als Sahnehäubchen gibt es auch noch ein paar leckere Yoga Rezept-Vorschläge.

Yoga Ernährung: Wieso Yoga und Ernährung kombinieren?

Völlig unabhängig davon, ob Du alles isst, Dich vegetarisch oder vegan ernährst, eine Laktose-Intoleranz oder andere Lebensmittelunverträglichkeiten hast, für alle gilt: was Du isst, ist nicht nur ein Lebensstil, es definiert Dich, macht einen Teil Deiner Identität aus. Das Gleiche könnte man auch über Yoga sagen.

Yoga ist eine sehr ergiebige Disziplin, denn beim Yoga werden all Deine Sinne und Gliedmaßen miteinander in Einklang gebracht. Das ermöglicht es Dir, Dein Chakra zu stimulieren. Yoga ist eine körperliche Betätigung, die eben wie alle anderen Sportarten auch, zu einer gesünderen Ernährung anregt, aber auch verantwortungsvoll und moralisch zu leben. Bei der Yogi Ernährung ist es deshalb besonders wichtig, Gerichte zu kreieren, die gesund und gleichzeitig ethisch vertretbar sind.

Was auf Deinen Teller kommt, sollte auch Deine Atemübungen, Dein Muskeltraining und Deine Meditation fördern und unterstützen. Die reichhaltigen und frischen Zutaten der Yoga Ernährung versorgen Dich mit den richtigen Nährstoffen ohne schwer im Magen zu liegen. Achtsamkeit beginnt schon bei der Auswahl der Lebensmittel!

Yoga und Ernährung gehen Hand in Hand. Die richtige Yoga Ernährung ist nötig, um die positiven Auswirkungen des Yoga zu fördern.
Erst mit der richtigen Yogi Ernährung, wirst Du die positiven Effekte des Yoga auf Körper, Geist und Seele zu spüren bekommen. | Quelle: Unsplash

Was ist Yogi Ernährung?

Bei der Ernährung im Yoga geht es primär darum, Dir der Lebensmittel, der Art und Weise wie Du isst und der bestmöglichsten Lebensweise bewusst zu sein.

Aber was essen Yogis?

Die meisten Yogis entscheiden sich für eine fleischarme Ernährung. Das bedeutet nicht, dass Yogis überhaupt kein Fleisch essen, sondern ihren Fleischkonsum eben deutlich reduzieren, beispielsweise auf wenige Male in der Woche.

Hier geht es nicht um Ayurveda oder Alternative Medizin, sondern um verschiedene Gerichte und Lebensmittel, die einen positiven Effekt auf Deinen Lebensstil haben und Dich bei Deinen Yogaübungen unterstützen. Sowohl sanfte als auch kräftige Yogastellungen werden Dir mit der richtigen Yoga Ernährung deutlich leichter fallen, da Du mehr Kraft und Energie haben wirst.

Wichtiger als die Frage, was Du isst, ist aber die Achtsamkeit beim Essen. Esse bewusst, denn das Bewusstsein spielt in allen Aspekten Deines Lebens eine entscheidende Rolle. Das heißt nicht, dass Du mit vollem Mund Deine Mantras runterleiern oder während dem Essen Yogaübungen machen sollst. Es geht einfach darum, Dich auf die Erfahrung zu fokussieren und das Essen wertzuschätzen.

Auch für die Yoga Ernährung gelten die Grundsätze von Achtsamkeit und Ausrichtung.
Achtsamkeit ist eine zentrale Lehre des Yoga. Das gilt auch für die Ernährung. Esse gesund und bewusst. | Quelle: Unsplash

Natürlich sollst Du Dein Essen auch genießen. Deshalb ist eine gewisse Vielfalt an Aromen in Deinen Gerichten besonders wichtig. Jedes Gericht braucht ein perfektes Gleichgewicht an süßen, sauren, salzigen, scharfen und bitteren Aromen. Mit den richtigen Gewürzen, zeigen sich Deine Zutaten von ihrer besten Seite.

Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Yogis an der Ernährung so interessiert sind. Die Yogi Ernährung ist eine sehr simple, aber effektive Möglichkeit, den Körper mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Mit den richtigen Zutaten wie Granatapfel, viel Gemüse, Zitronensaft, Ingwer und Süßkartoffel, kannst Du farbenfrohe, gesunde und einfach leckere Gerichte auf den Teller zaubern.

Kurz gesagt, es gibt unzählige einfache und gleichzeitig großartige Rezepte, bei denen leckerer Geschmack und wichtige Nährstoffe mit nur wenigen frischen Zutaten zusammentreffen. Wir wollen wissen, was sich auf unserem Teller befindet, denn was wir essen, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Achtsamkeit.

Yoga Ernährung Rezepte: Vegetarisch

Für die Yoga Ernährung eigenen sich vor allem Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Linsen, Bohnen, Quinoa etc. Denn Hülsenfrüchte sind nicht nur lecker und gesund, sie sind auch gleichzeitig die beste pflanzliche Proteinquelle. Ernährst Du Dich vegetarisch oder vegan, solltest Du immer genügend Hülsenfrüchte zur Hand haben.

Vergiss aber nicht, dass Du Hülsenfrüchte vor dem Verzehr kochen solltest. Manche musst Du sogar über Nacht in Wasser einweichen, bevor Du sie kochst. Ob Eintopf, Suppe, Salat oder Curry, sind die Hülsenfrüchte erst einmal gekocht, verfeinern sie wirklich jedes Gericht.

Kombiniere die Hülsenfrüchte mit ein paar Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Spinat oder Tomaten und schon hast Du einen leckeren Eintopf gezaubert. Das Ganze jetzt noch mit Gewürzen und Kräutern wie Koriander, Petersilie oder Thymian garnieren und servieren!

Verfolgst Du eine vegetarische oder vegane Yogi Ernährung, solltest Du Deine Gerichte mit proteinreichen Hülsenfrüchten kombinieren.
Hülsenfrüchte spielen eine wichtige Rolle in der Yoga Ernährung, denn sie liefern wertvolle pflanzliche Proteine. | Quelle: Unsplash

Hier sind ein paar leckere Rezept-Ideen für Dich:

  • Kreuzkümmel-Linsen-Suppe: Linsen sind ein sehr gesundes Grundnahrungsmittel und gleichzeitig einfach super lecker. Mit Kreuzkümmel und ein bisschen frischem Koriander bekommt das Gericht noch das gewisse Extra. Das Tolle an diesem Gericht ist, dass Du es ganz leicht an Deinen persönlichen Geschmack anpassen kannst. Solange die Linsen Hauptzutat bleiben, kannst Du Dich bei den übrigen Zutaten austoben. Probiere es aus!
  • Gemüse-Curry: Ein farbenfrohes Curry mit Gemüse Deiner Wahl wird alle Deine Geschmacksknospen anregen. Curry ist lecker, würzig und scharf, ohne dabei überwürzt zu sein. Ein Curry ist ein sehr variationsreiches Gericht, da Du beim Gemüse variieren kannst. Ein paar Linsen und ein bisschen Kokosmilch dazu. Lecker!
  • Süßkartoffel aus dem Ofen: Süßkartoffeln haben weniger Kalorien als normale Kartoffeln und peppen viele Gerichte auf. Besonders lecker ist die Süßkartoffel im Ofen zubereitet. Einfach ein paar leckere Gewürze und ein bisschen Knoblauch dazu und ab in den Ofen!
  • Auberginen-Bällchen: Aubergine, ein bisschen Knoblauch, Ghee (geklärte Butter) und ein paar Gewürze – mehr brauchst Du nicht. Genießt Du Dein Essen, genießt Du Dein Leben.
  • Gemüse-Pfanne: Ein wirklich simples Gericht, das immer geht. Kombiniere einfach Dein Lieblingsgemüse, ab in die Pfanne damit und fertig. Geht schnell und schmeckt toll!
  • Buchweizen-Bohnen-Salat: Lust auf Salat? Natürlich nicht irgendeinen Salat. Dieser Salat bereitet jedem Freude. Der kann sogar überzeugte Fleischesser zu Vegetariern machen. Mit leckeren Gewürzen garnieren und fertig!
  • Buchweizen-Nudel-Maki: Einfach den Reis durch Buchweizen-Nudeln ersetzen. Dann noch lecker würzen und schon bist Du bereit für einen gemütlichen Abend mit Freunden!

Ob Yoga Frühstück oder Mittagssnack, im Internet findest Du zahlreiche Rezept-Ideen rund um die optimale Yogi Ernährung.

Yoga Ernährung Rezepte: Tierische Proteine

Wie bereits erwähnt Yogi Ernährung ist nicht zwangsläufig vegetarisch oder vegan. Es gibt zahlreiche Yogis, die nicht auf Fleisch verzichte wollen. Darauf kannst Du wetten.

Hier sind ein paar nicht-vegetarische Rezept-Inspirationen für Dich:

  • Fisch-Carpaccio: Besonders lecker mit ein bisschen Olivenöl, frischem Gemüse und ein paar Linsen mit Curryflavour.
  • Gemüse-Pasta mit Hähnchen: Gemüse-Pasta mit Weißkohl und leckeren Gewürzen ist ein besonders beliebtes Gericht. Für die nicht-vegetarische Variante einfach ein bisschen Hähnchen dazu. Fertig!
  • Bruschetta: Ein leckeres Vollkornbrot mit Avocado bestreichen, ein bisschen Lachs oder Thunfisch, dann mit Sonnenblumenkernen und Granatapfel garnieren. Ein wahrhaftig leckerer Snack!

Du siehst also, Yogi Ernährung ist weder ausschließlich vegetarisch noch langweilig. In den Gerichten kommen viele verschiedene Aromen, Farben und Gerüche zusammen. Da freuen sich Deine Geschmacksknospen, aber auch Deine Seele!

Gewürze sind bei der Yogi Ernährung nicht wegzudenken. Sie regen die Geschmacksknospen an und erfreuen die Seele.
Yogi Food ist Soul Food! Schmeckt Dir das Essen, freut sich die Seele. Verwende beim Kochen deshalb reichlich Gewürze. | Quelle: Unsplash

Suchst Du noch mehr leckere Yoga-Rezepte, frag einfach Deinen Yoga Lehrer*in oder die anderen Teilnehmer*innen in Deinem Yoga Kurs.

Hatha Yoga, Asthanga Yoga, Iyengar Yoga – Yoga ist eine ganzheitliche Übung, die Entspannung, Achtsamkeit und Gleichgewicht umfasst. Das heilt Deinen Körper, Deinen Geist und Deine Seele.

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Yoga, der Heilungsprozess dieser Yogastile wird aber erst einsetzen, wenn Du Deine Routine änderst und ein stückweit der Philosophie des Yoga anpasst. Das gilt vor allem für Deine Essgewohnheiten und Deine Gedanken!

Es ist nicht besonders ratsam, eine Yoga Stunde einzulegen, direkt nachdem Du eine riesige Menge an Junk Food in Dich reingeschaufelt hast. Du musst aber auch nicht durchgehend auf Detox sein! Bei Deiner Ernährung geht es vor allem um die Ausgewogenheit. Zwischen Deinem Körper und Deinem Geist muss Gleichgewicht herrschen. Schätzt Dein Körper die Nahrung, die Du ihm gibst, dann schätzt das auch Dein Geist. Genießt Du Dein Essen nicht, wird es Dir auch schwerer fallen, Dich ruhig und entspannt zu fühlen.

Dehnen ist das Letzte, was Du nach einem schweren Essen machen willst! Dabei spielt es keine Rolle, ob Du Yoga Anfänger oder bereits Yoga Experte bist. Ist Deine Ernährung nicht ausgewogen, wirst Du vom Yoga Training kaum profitieren können. Es wird weder Dein mentales noch Dein körperliches oder seelisches Wohlergehen fördern.

Eine ausgewogene Ernährung ist der Weg zum Ziel! 

Brauchst Du noch mehr Tipps rund um die optimale Yoga Ernährung, sprich Deinen Yoga Lehrer*in darauf an. Bestimmt verrät er oder sie Dir ein paar Lieblingsrezepte!

 

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Jana

Hoffnungslose Träumerin mit einer großen Liebe zum geschriebenen Wort, gutem Essen und Musik.