Du interessierst Dich für Wirtschaft oder studierst vielleicht sogar Wirtschaftswissenschaften? Dann gibt es einige berühmte Ökonomen, von denen Du schon gehört hast oder gehört haben solltest, und ein paar grundlegende Wirtschaftstheorien, die es zu verstehen gilt.

Bist Du also bereit, mit uns eine kleine Reise durch die Geschichte der Wirtschaft zu machen? Von Smith über Marx und Keynes bis hin zu Stiglitz und Piketty gibt es einiges zu entdecken!

Wir geben Dir den Überblick, aber um richtig in die Materie einzutauchen und super vorbereitet ins Studium oder die erste Prüfungsrunde zu starten, lohnt es sich, professionellen Privatunterricht mit einem Wirtschaftslehrer zu nehmen!

Das kannst Du tun, um das Fach Wirtschaft richtig zu rocken:

  • Berühmte Wirtschaftsbücher von bekannten Ökonomen lesen
  • Durch tägliches Zeitunglesen (oder Webseiten, Apps, Podcasts usw.) auf dem Laufenden bleiben, was aktuell in der Welt der Wirtschaft passiert
  • Sich mit vergangenen Thesen und Wirtschaftsmodellen auseinandersetzen und überlegen, was man für die Gegenwart daraus ziehen kann

Doch fangen wir mal ganz von vorne an und fragen uns, wer überhaupt einflussreiche und berühmte Ökonomen und Wirtschaftswissenschaftler sind …

10 bekannte Ökonomen

Bestimmt hast Du in der Schule im Geschichtsunterricht oder im Fach Wirtschaft & Recht (oder wie das in Deinem Bundesland hieß) schon einige Namen von bekannten Ökonomen und Wirtschaftswissenschaftlerinnen gehört.

Dabei fallen natürlich als erstes die Pioniere, die die Grundlagen für die meisten der heutigen Wirtschaftstheorien gelegt haben:

  • Adam Smith
  • Karl Marx
  • John Maynard Keynes
  • Milton Friedman

Smith und Friedman stehen als Verfechter des freien Marktes klar im Gegensatz zu Keynes, der der Ansicht war, dass der Staat in Krisenzeiten eingreifen sollte, um die Volkswirtschaft zu stabilisieren. Marx war gar der Meinung, der Staat sollte die Wirtschaft komplett lenken.

Aufgrund des ständigen Auf und Abs, den verschiedenen Wirtschaftszyklen, also dem Wechsel zwischen wirtschaftlichem Aufschwung und Rezession ist es laut Keynes nötig, dass der Staat Maßnahmen ergreift. Dies kann Steuersenkungen oder erhöhte Staatsausgaben beinhalten, sodass die Wirtschaft angekurbelt wird und Arbeitsplätze gesichert werden.

Was müssen gute Ökonomen können?
In der Wirtschaftswissenschaft spielen Mathematik und Statistik eine wichtige Rolle. | Quelle: Pixabay

Friedman dagegen glaubte wie sein Vorgänger Smith an den freien Markt, der sich schon selbst regulieren wird (vgl. auch Smith's Theorie der "unsichtbaren Hand"). Freunde des ungezügelten Kapitalismus stützen sich also gerne auf Smith, Friedman & Co., während Verfechter einer sozialen Marktwirtschaft (wie wir sie z.B. in Deutschland haben) eher Keynes' Ideen folgen. Anhänger der Idee des Sozialismus oder Kommunismus wiederum sympathisieren eher mit den Überzeugungen von Marx & Engels.

Es ist wichtig zu wissen, dass sich im Bereich der Wirtschaftswissenschaften die einzelnen Ökonomen genauso uneinig sind wie Akteure in der Politik. Von Hayek bis Marx, von Smith bis Stiglitz – die Ansichten variieren und die Argumentationen stehen oft im krassen Gegensatz zueinander:

  • Kapitalismus vs. Sozialismus bzw. eine soziale Marktwirtschaft als Mittelweg
  • Staatlicher Eingriff und regulierte Märkte vs. ungezügelter Kapitalismus und freie Märkte

Egal, was Deine persönliche Meinung und politische Überzeugung ist: Es ist gut, sich mit verschiedenen Theorien und Ideen zu beschäftigen. Es erweitert den Horizont und hilft, sich kritisch mit den Argumenten anderer – aber auch mit den eigenen Überzeugungen und vielleicht auch Vorurteilen – auseinanderzusetzen.

Abgesehen von den oben genannten kannst Du auch mehr über die folgenden bekannten Wirtschaftswissenschaftler und Ökonominnen lernen:

  • Hans-Werner Sinn
  • Ernst Fehr
  • Kate Raworth
  • Elinor Ostrom
  • Daniel Kahneman
  • Thomas Piketty
  • Joseph Stiglitz
  • Friedrich Hayek

10 gute Wirtschaftsbücher

Es gibt zahlreiche gute Wirtschaftsbücher auf dem Markt. Wenn Du also überlegst, welche es sich zu lesen lohnt, kannst Du verschiedene Faktoren berücksichtigen:

  • Interessierst Du Dich für klassische Wirtschaftsmodelle (z.B. die klassische Nationalökonomie nach Adam Smith) oder moderne Ideen der Wirtschaft (wie z.B. Verhaltensökonomie)?
  • Willst Du lieber etwas über freie Märkte lesen oder über Theorien, die staatlichen Eingriff gutheißen?
  • Soll es lieber akademisch und theoretisch sein oder doch besser praxisnah und konkreter?

Wenn Du Dich für Verhaltensökonomie interessierst und nicht nur an reiner Wirtschaftswissenschaft interessiert bist, sondern auch an Psychologie und Anthropologie, empfehlen wir beispielsweise Schnelles Denken, langsames Denken (Originaltitel: Thinking, Fast and Slow, 2011) von Daniel Kahnemann.

Du willst es lieber etwas klassischer und back to the roots? Wie wäre es mit Der Wohlstand der Nationen (Originaltitel: The Wealth of Nations, 1776) von Adam Smith oder Das Kapital (1867) von Karl Marx?

Spielt Psychologie eine Rolle in der Ökonomie?
Man sollte nicht unterschätzen, wie wichtig psychologische Faktoren bei einer wirtschaftlichen Entscheidung sind. | Quelle: Pixabay

Du interessierst Dich für das Klima und die Frage, inwieweit unser Wirtschaften einen Einfluss auf den Klimawandel hat, und wie wir stärker im Einklang mit der Natur leben können?

Dann könntest Du auch Die Donut-Ökonomie (2017) (Originaltitel: Doughnut Economics von Kate Raworth lesen. Die Cambridge- und Oxford-Professorin zeigt einen möglichen Weg aus der Krise, der Kapitalismus, Ökologie und soziale Grundrechte vereinen soll.

Doch natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Wirtschaftsbücher, die man gelesen haben sollte:

  • Freakonomics: Überraschende Antworten auf alltägliche Lebensfragen von Steven Levitt und Stephen J. Dubner
  • Die Rückkehr des Meisters: Keynes für das 21. Jahrhundert von Robert Skidelsky
  • Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes von John Maynard Keynes
  • Die Chinesen. Psychogramm einer Weltmacht von Stefan Baron und Guangyan Yin-Baron
  • Auf der Suche nach der Wahrheit von Hans-Werner Sinn
  • Das Kapital im 21. Jahrhundert von Thomas Piketty

10 bekannte Wirtschaftskrisen

Über verschiedene Ökonomen und Wirtschaftswissenschaftler Bescheid zu wissen, ist immer gut. Doch trotzdem kommt es immer wieder zu Spekulationsblasen und Wirtschaftskrisen. Liegt es daran, dass wir als Menschheit die Wirtschaft und Märkte immer noch nicht richtig verstehen und vorhersagen können, oder tun wir es und unternehmen nur nichts dagegen bzw. lernen nicht aus unseren Fehlern?

Heutzutage ist wahrscheinlich die Weltwirtschaftskrise 2008 am bekanntesten, weil viele von uns sie selbst miterlebt haben, Freunde und Bekannte im Ausland haben, die extrem darunter zu leiden hatten oder unsere Eltern viel und oft davon sprechen.

Doch Wirtschaftskrisen und platzende Spekulationsblasen sind absolut nichts Neues, es gibt sie so lange, wie Menschen Handel treiben.

Bereits im 17. und 18. Jahrhundert kam es zu einigen geplatzten Spekulationsblasen:

  • Die Tulpenmanie in den Niederlanden im 17. Jahrhundert
  • Die Mississippi-Blase im 18. Jahrhundert
  • Die Südseeblase, ebenfalls im 18. Jahrhundert

Wenn man sich vergangene Krisen und Bubbles anschaut, entdeckt man vielleicht einige Parallelen – und trotzdem scheinen wir immer wieder die gleichen Fehler zu machen.

Eine etwas weniger bekannte Wirtschaftskrise ist die Finanzkrise von 1763 in den Niederlanden. Dabei stand auch eine Bank, die bankrott ging, am Anfang vom Ende und auch sonst gibt es erstaunliche Parallelen zu der Finanzkrise ab 2008.

Die wohl katastrophalste Wirtschaftskrise überhaupt war die Weltwirtschaftskrise 1929, auch Great Depression ("Große Depression") genannt. Sie begann mit dem größten Börsenkrach aller Zeiten an der Wall Street in New York und wirkte sich nach und nach auf das ganze Land und die gesamte Welt aus.

Wie kommt es zu Spekulationsblasen?
Es kommt immer wieder zu Spekulationsblasen, weil Menschen sich große Profite vom Aktienhandel erhoffen. | Quelle: Pixabay

Wenn Dich diese Wirtschaftskrise besonders interessiert, findest Du zahlreiche Informationen und Wirtschaftsbücher dazu – schau Dich einfach mal um!

Oder Du suchst nach einem Wirtschaftslehrer/einer Wirtschaftslehrerin, die Dir die Zusammenhänge und Kontexte sowie weitere Wirtschaftskrisen genauer erklärt.

10 berühmte Wirtschaftstheorien

Natürlich kann man sich dem Feld der Wirtschaftswissenschaften über berühmte Ökonomen nähern, man kann aber auch die Perspektive etwas ändern und sich erst einmal die unterschiedlichen Wirtschaftstheorien ansehen.

Wenn Du Dich mit bekannten Wirtschaftstheorien auseinandersetzt, kannst Du:

  • Die großen Ökonomen wie Keynes, Smith und Friedman besser verstehen
  • Verschiedene Wirtschaftstheorien von der freien Marktwirtschaft bis hin zur Verhaltensökonomie nachvollziehen
  • Selbst einordnen, zu welcher Schule und Richtung bestimmte Ökonomen und Theorien gehören

Die unterschiedlichen Wirtschaftstheorien unterscheiden sich nicht nur in ihrem Inhalt, sondern auch im Alter: Die ersten, klassischen Theorien der Wirtschaft stammen aus dem 18. Jahrhundert (und sind damit inzwischen fast 300 Jahre alt!), während sich manche anderen Felder erst Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts entwickelt haben.

Und oft ist es natürlich auch so, dass neuere Wirtschaftstheorien nicht aus dem Nichts kommen, sondern sich auf ältere Theorien und Ansätze stützen. Dabei bleibt die Wissenschaft der Ökonomie auch nicht immer unter sich, sondern es kommt durchaus zu Überschneidungen mit anderen Disziplinen (wie z.B. der Psychologie, Soziologie, Anthropologie usw.).

Hier findest Du wichtige Wirtschaftsmodelle chronologisch in aufsteigender Reihenfolge geordnet:

  • Smith's klassische Nationalökonomie
  • Marxismus (und das damit einhergehende Konzept der Planwirtschaft)
  • Die neoklassische Theorie
  • Die keynessche Theorie
  • Der Ordoliberalismus von 1940
  • Die Spieltheorie
  • Der Monetarismus nach Milton Friedman
  • Die Markteffizienzhypothese von Eugene Fama
  • Die Prospekttheorie von Kahneman und Tversky
  • Asymmetrische Information

Insgesamt geht der Trend inzwischen weg von starren und theoretischen Modellen hin zu der Erkenntnis, dass Menschen sich nicht immer rational verhalten (vgl. Prospect Theory) und die Wirtschaft deswegen nicht so einfach schematisch darzustellen ist, wie das die klassischen Theorien gerne tun.

Deshalb zählen auch viele der modernen Ökonomen zum Feld der Verhaltensökonomie und die Forschung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften mischt sich auch immer mehr mit interdisziplinären Ansätzen und Erkenntnissen (Psychologie, Anthropologie usw.).

Wirtschaftstheorien und Wirtschaftsmodelle muss man natürlich immer im historischen und gesellschaftlichen Kontext betrachten. Ökonomen nehmen Probleme in ihrer Lebensrealität wahr und möchten diese dokumentieren, erklären und vielleicht sogar lösen.

Smith agierte im Kontext der Industrialisierung, Marx strebte eine revolutionäre Umgestaltung der bestehenden Klassengesellschaft an, und Keynes kritisierte die Weltwirtschaftskrise und war der Ansicht, dass diese mit den richtigen wirtschaftspolitischen Werkzeugen hätte verhindert werden können.

Wie kommt es zu unterschiedlichen Wirtschaftsmodellen?
Wirtschaftstheorien werden immer von aktuellen Fragen der Zeit beeinflusst, heutzutage z.B. von der Digitalisierung. | Quelle: Pexels

Entsprechend wenden sich die berühmten Ökonominnen und Ökonomen von heute Themen zu, die in unserer Lebenswelt hochaktuell sind: Globalisierung, Armut, soziale Ungerechtigkeit, Klimafragen und Digitalisierung.

Wenn Du Dich für diese neueren Theorien interessierst, legen wir Dir Wirtschaftswissenschaftler*innen wie Hans-Werner Sinn (DE), Joseph Stiglitz (US), Kate Raworth (UK) oder Thomas Piketty (FR) ans Herz. Aber auch Yanis Varoufakis (GR) hat einige sehr interessante Ansätze zu bieten. In ihren jeweiligen Werken (s.o.) gehen sie auf die Missstände in unserer heutigen Welt ein und versuchen nicht nur, diese zu erklären, sondern geben auch mögliche Lösungen und Auswege an die Hand.

Wir hoffen, wir konnten Dir einen guten Überblick über die wichtigsten Wirtschaftstheorien, die bedeutendsten Ökonomen, die verheerendsten Wirtschaftskrisen und die lesenswertesten Wirtschaftsbücher geben.

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Anna

Man lernt nie aus ...