Privatunterricht Sprachen Nachhilfe Musik Sport Kunst & Freizeit
Teilen

Die Boxkultur in den USA: Ein Überblick

Von Julia, veröffentlicht am 28/04/2019 Blog > Sport > Boxen > Die Boxkultur in den USA: Ein Überblick

Ihr träumt davon, der nächste unbesiegbare Boxprofi zu werden? Wie wär’s mit amerikanischem Boxen?

Etwas technischer aber auch deutlich anspruchsvoller als das bekannte französische Boxen, gilt das amerikanische Boxen als bewegungsbefreiender und ermutigt den Körperkontakt zwischen den Gegnern.

Diese Form des Boxens genießt bei den sogenannten „Fighters“ auf internationaler Ebene großes Ansehen, und wird im Rahmen offizieller Wettkämpfe praktiziert. Dabei gilt die volle Aufmerksamkeit Euren Fäusten und Füßen.

Deshalb erfordert es hohe Konzentration und ausreichend Motivation, um den Gegner K.O. zu schlagen – allerdings immer im Rahmen der vorgegebenen Vorschriften in Deutschland.

Superprof erklärt Euch alles, was Ihr über Fullcontact wissen müsst!

Amerikanisches Boxen und Fullcontact: Was ist das eigentlich?

Ihr sucht nach aufregenden Erlebnissen im Boxclub? Dann ist das amerikanische Boxen genau das Richtige für Euch

Packt die Boxhandschuhe aus und lernt das Amerikanische Boxen kennen!| Quelle: Visualhunt by CC BY-ND

Die Regeln des amerikanischen Boxens unterscheiden sich stark sowohl vom englischen, vom französischen, als auch vom thailändischen Boxen, indem es seinen Fokus insbesondere auf den Körperkontakt zwischen beiden Gegnern setzt.

Der enge Körperkontakt wird hierbei nicht nur geduldet, sondern auch ermutigt: beide Gegner müssen also ihre Kraft und ihre Konzentrationsleistung unter Beweis stellen können, um den richtigen Schlag auszuholen.

Daraus entstanden ist später das sogenannte Kick-Boxen. Die Bezeichnung Fullcontact resultiert aus der Form dieser Kampfkunst: der Körperkontakt ist in diesem Fall vollständig – im Gegensatz zu anderen Boxarten, oder anderen „semi-contact“ oder „limited-contact“ (begrenzter Körperkontakt)-Sportarten, wie zum Beispiel das chinesische Fechten, Fußball, Hockey oder Polo!

Weil das K.O. erlaubt ist und da die Sportler sich gegenseitig mit der Faust schlagen oder auch mit verschiedenen Gegenständen im Boxclub (bpsw. dem Boden) aufeinanderprallen können, ist die Infektionsgefahr und die Gefahr einer verminderten Sauerstoffdurchblutung deutlich höher als bei anderen Amateur-Sportarten.

Aus diesem Grund sind vor jedem Wettkampf, sei es bei einem freien Kampf oder einem MMA-Kampf (Mixed Martial Arts), nicht nur eine gute körperliche, sondern auch eine mentale Vorbereitung ratsam: die gesundheitlichen Risiken sind nicht zu unterschätzen!

Boxen ist nicht die einzige Sportart, die Wert auf einen gänzlichen Körperkontakt legt: Lacrosse, American Football oder Rodeo gehören ebenfalls dazu. Daher sind die USA das ideale Ziel, wenn Ihr nach unvergesslichen und intensiven Erfahrungen sucht!

Die Geschichte des amerikanischen Boxens

Während der 60er Jahre entdeckten die Amerikaner ihre Leidenschaft für unterschiedlichste Kampfkünste.

Die neugierigen Einwohner dieses Landes organisierten schnell Boxwettkämpfe, um sich diese besondere Form der Kampfkunst von Nahem anzusehen. Allerdings waren sie damals noch weit vom Fullcontact entfernt: die damaligen Kampfkünste, insbesondere Karate, verliefen meist ohne Körperkontakt und ohne größere Risiken für die Sportler.

Der Erfinder dieser besonderen Form der Kampfkunst mit Körperkontakt ist der berühmte Schauspieler Bruce Lee, der den realen Kampf, mit Schienbeinschonern, Helm und den berühmten Boxhandschuhen, förderte.

Daher gelten die USA als das Ursprungsland des sogenannten Fullcontacts, aus dem die weltberühmten Stars vom Boxen, Free Fight oder Kickboxing stammen, nämlich:

  • Mike Tyson,
  • Flyod Mayweather (dessen Kampf gegen Conor McGregor erst neulich hohe Aufmerksamkeit gewann)
  • Joe Lewis
  • Muhammad Ali (mehrmaliger Weltmeister)
  • Rocky Marciano
  • Evander Holyfield
  • Joe Frazier
  • Jack Dempsey
  • George Foreman
  • Joe Louis, usw.

Im Laufe der 70er wird die Bezeichnung „American/US Boxing“ oder „Fullcontact“ immer häufiger von den Medien verwendet, um dieser neue Form des Boxens einen Namen zu geben. Die größten Sportler interessieren sich nach und nach immer mehr für diese Kampfkunst mit Körperkontakt, die ihnen ein gewisses Gefühl von Freiheit vermittelt.

Muhammad Ali zählt zu den erfolgreichsten Boxprofis der Geschichte. Quelle: VisualHunt

Da die Wettkämpfe immer häufiger von den Amerikanern mediatisiert wurden, wurde das Interesse anderer Länder aus aller Welt für diese Sportart immer größer.

Allerdings wurden die amerikanischen Kampfkünste erst Mitte der 70er Jahre in anderen Ländern als offizielle Sportarten anerkannt – zu Beginn wurde nur das amerikanische Karate, der Vorgänger des amerikanischen Boxen und anschließend das Kickboxing anerkannt.

Seit den 1970er Jahren hat das amerikanische Boxen zweifellos als beliebte Kampfkunst international Anerkennung gewonnen. Wettkämpfe finden heutzutage regelmäßig in aller Welt statt!

Regeln beim amerikanischen Boxen

In Deutschland wird amerikanisches Boxen deutlich besser betreut als klassische MMA-Wettkämpfe oder jede weitere Free-Fight Sportart: Das Ziel besteht darin, möglichst jegliche schwere Verletzungen beim Sportler zu vermeiden!

Auch beim amerikanischen Boxen gibt es Regeln, die es zu befolgen gilt. Quelle: VisualHunt

Eine ausgezeichnete, körperliche Ausdauer ist die Voraussetzung, um Faustschläge oder Fußtritte seines Gegners zu vermeiden. Insofern ist das amerikanische Boxen alles andere als Amateur-Boxen: grundsätzlich praktiziert man diese Sportart erst nach einigen Jahren intensiver Kampfsporterfahrung, beispielsweise wie beim KungFu, Taekwondo oder Ju Jitsu.

Das amerikanische Boxen übernimmt die Regeln des englischen Boxens (Zulassung von Faustschlägen) und der Kampfkünste (Zulassung von Fußtritten), beispielsweise wie beim Krav Maga (Selbstverteidigung), beim Aikido oder beim Viet Vo Dao. Des Weiteren setzt das amerikanische Boxen seinen Fokus auf den Kopf, den Rumpf und die Füße – diese gelten als Zielscheiben.

Allerdings ist die Ausübung folgender Handlungen verboten:

  • Den Gegner zu packen
  • Den Gegner anzugreifen, wenn dieser bereits am Boden liegt
  • Den Kampf trotz des „Stop“ vom Schiedsrichter fortzuführen
  • Andere Schläge als Faustschläge und Fußtritte auszuüben
  • Sich mit dem Rücken zum Gegner stellen
  • Den Gegner zu heben oder zu werfen
  • Den Gegner anzugreifen, wenn dieser in den Seilen des Boxrings eingefangen ist, usw.

Trainer und Sanitäter müssen ebenfalls strenge Regeln befolgen, um den gegenseitigen Respekt unter allen Umständen zu gewährleisten!

Um das amerikanische Boxen zu erlernen, ist es also wichtig, diese Regeln zu befolgen – ansonsten drohen dem Sportler strenge Sanktionen. Mahnungen, Punktverluste oder Wettkampfabsage bis hin zum Ausschluss des Sportclubs sind bei Verletzungen der offiziellen Regeln zu erwarten.

Ihr habt es verstanden: Voraussetzung des amerikanische Boxens ist eine gute geistige Verfassung!

Was sind die Techniken beim amerikanischen Boxen?

Um einen Weltmeister des amerikanischen Boxen zu werden, müsst Ihr eine ausgezeichnete Technik beherrschen!

Das amerikanische Boxen gilt nicht nur als Sport zum Ausgleich: der Lehrling muss ein gutes Verständnis für die verschiedenen Kampfformen besitzen und regelmäßig trainieren, um den berühmten und bei jedem Neuling berüchtigten schwarzen Gürtel zu erlangen.

Eine herausragende Technik ermöglicht zusätzliche Punktzahl und wird die Jury während des Kampfs beeindrucken, ganz gleich ob zwischen Amateuren oder Profis.

Anbei eine unvollständige Liste der verwendeten Techniken bei den amerikanischen Boxern:

  • Techniken der Faustschläge: Uppercut, direkt, der Haken, Back Fist, Overcut, Jump-Punch
  • Techniken der klassischen Fußtritte: Side-Kick, Front-Kick, Reverse-Kick, Back-Kick, Sweeping, Hammer Kick
  • Techniken der umgedrehten oder fliegenden Fußtritte: Jumping Front-Kick, Jumping Side-Kick, Spinning Hook-Kick, Spinning Back-Kick, Jumping Back-Kick.

Der Uppercut gehört zu den wichtigsten Schlägen, wenn Ihr boxen lernen wollt! Quelle: VisualHunt

Falls Ihr schon mal englisches Boxen oder andere Kampfkünste praktiziert habt, so werdet Ihr selbstverständlich all diese Techniken bereits kennen!

Vergesst vor allem nicht, als Zusatz zu den Kampftechniken fundamentale Verteidigungstechniken einzustudieren. Damit könnt Ihr verhindern, dass Ihr gleich zu Beginn KO geschlagen werdet.

Passive und aktive Verteidigung sind vor allem nützlich, um den Gegner auf einfache Weise zu kontern und um zusätzliche Punkt zu gewinnen. Mit einem guten Konter könnt ihr den Gegner verunsichern und innerhalb weniger Sekunden den Wettkampf anführen.

Anfänger lassen sich am besten von Profi-Boxern inspirieren, indem sie zum Beispiel einen echten professionellen Wettkampf besuchen!

Während einer Boxgala, im Rahmen eines Boxtrainings im Club oder einer Boxmeisterschaft der Bundesrepublik Deutschland wird alles andere als Hobby-Boxen praktiziert. In diesem Fall gelten diese Veranstaltungen als ideale Möglichkeiten, den verschiedensten Techniken des amerikanischen Boxen näher auf den Grund zu gehen!

Weit davon entfernt ist das ebenfalls berühmte französische Boxen.

Wie lernt man amerikanisches Boxen?

Das richtige Equipment

Wir sind soweit – Ihr seid motiviert, und wollt das amerikanische Boxen lernen? In diesem Abschnitt erfahrt Ihr, welche Möglichkeiten es gibt, im Rahmen von Kursen möglichst schnell und effektiv das Boxen zu lernen!

Boxhandschuhe sind ein Muss für jeden Boxer! Quelle: unsplash: Arisa Chattasa

Bevor das Training losgeht, muss sich der Schüler  eine gute Ausrüstung anschaffen, um den Nahkampf – am Boden oder im Ring – beherrschen zu können. Die richtige Bekleidung ist äußerst wichtig: sucht Euch sorgfältig Eure Auswahl an Handschuhen aus, um schnell und effektiv Faustschläge zu verpassen.

Denkt dran, einen Kimono zu kaufen, eine Box-Short, oder eine andere Wettkampf-Ausrüstung, in der Ihr Euch wohlfühlt. Außerdem dürft Ihr Boxschuhe nicht vergessen, um euch ohne Einschränkungen im Ring bewegen zu können.

Springseil, Boxsack (punching ball) und Schale sind obligatorisch, um von Zuhause aus gute Aufwärm- und Kraftübungen außerhalb des Trainings im Ring durchzuführen. Viele Boxer praktizieren das sogenannte Cross Training, im Fitnessstudio oder Zuhause, um unterschiedliche Körperregionen zu trainieren: in dem Fall könnt Ihr Euer Boxwerkzeug mit einem klassischen Sportgerät ergänzen.

Wo Ihr Fullcontact-Boxen lernen könnt

Wie wär’s, wenn Ihr das amerikanische Boxen ganz unkompliziert anhand der ausgewählten Ratschläge von ehemaligen Profiboxern erlernt?

Diese Sportstätten bieten Fullcontact-Kurse:

  • Kampfsportverbände
  • Private Boxschule
  • Boxclubs
  • Agenturen von sportlichen Privatkursen
  • Selbstständige Sporttrainer zuhause
  • Sport- und Jugendkulturzentren
  • Kampfkunst Sportclubs

Sportunterricht Zuhause ist oftmals die beste Lösung, um schnell Fortschritte zu machen; außerdem ermöglicht es Euch, anfangs alle Techniken des amerikanischen Boxens kennenzulernen, egal ob für Anfänger oder Fortgeschrittene. Auf Superprof beträgt der Durchschnittstarif 37,80€ pro Unterrichtseinheit, egal ob zuhause oder im Privatclub!

Dehnübungen und Beintraining, aber auch Selbstbeherrschung und Stärkung des Selbstbewusstseins: all diese Punkte können in Begleitung eines privaten Boxtrainers gelernt werden. Angesichts der Tatsache, dass 92% unserer Lehrer eine kostenlose Probestunde anbieten – wie wäre es mit einem ersten Versuch, um diese besondere Form des Boxens auszuprobieren?

Packt Eure Boxhandschuhe und Euren Mundschutz aus: Los geht’s mit dem ersten Kurs von Fullcontact Boxing!

Teilen

Wir freuen uns über Feedback von unseren Lesern
Enthält dieser Artikel die Informationen, nach denen Du gesucht hast?

Dieser Artikel war totaler Käse? Wirklich?Okay, beim nächsten Mal wird's besserNur Durchschnitt? Was fehlte Dir konkret?Danke Dir! Stelle verbliebene Fragen gerne untenWir freuen uns, dass wir Dir helfen konnten :) (Aktuell gibt es hierzu noch keine Bewertung)
Loading...

Einen Kommentar posten

avatar