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Tipps & Tricks für alle, die fließend Englisch Sprechen möchten

Von Hannah, veröffentlicht am 25/10/2017 Superprof Blog DE > Sprachen > Englisch > Fließend Englisch Lernen – so klappt es!

Ihr lernt gerade Englisch oder sprecht es schon ganz gut?

Eure dringendste Frage ist vermutlich: Wie schaffe ich es, auf wirklich gutem Niveau fließend Englisch zu sprechen?

Es wird Euch sicherlich nicht überraschen, dass dies zunächst einmal viel Zeit, Geduld und Arbeit von Euch erfordert… Man lernt eine Sprache ja schließlich nicht über Nacht!

Neben dem Zeitfaktor spielen noch andere Faktoren eine wichtige Rollen, die Ihr beeinflussen und somit Eurem Ziel immer näher kommen könnt!

Na, neugierig? Dann kann es ja losgehen!

„Learning by Doing“: Englisch Lernen im Ausland

Was ist radikaler, als „einfach“ nach Großbritannien, Australien oder in die USA zu fliegen, um dort Englisch zu lernen?

Eine Sprache lernt man dann am besten, wenn man sich für längere Zeit in ihrem Kontext bewegt, sie täglich im Alltag gebraucht und am Leben der Einheimischen teilnimmt.

Die regelmäßige Wiederholung puscht nicht nur Euer Selbstbewusstsein und gibt Euch ein Gespür für die Sprache, sondern hilft auch Eurem Gehirn, die Vokabeln und Grammatikstrukturen im Langzeitgedächtnis abzuspeichern.

Wenn der Gebrauch von Englisch irgendwann so selbstverständlich wird, dass es sogar in Euren Träumen auftaucht oder Ihr denkt „I have to take a shower“ anstatt „Ich muss duschen“ – dann seid Ihr auf dem besten Weg!

Wenn sich einmal so eine Routine eingestellt hat, gilt es nur noch an den Feinheiten zu arbeiten, wie zum Beispiel die Englische Aussprache zu verbessern oder seinen Wortschatz im Englischen zu erweitern.

Wie lange Ihr Euch dafür im Ausland aufhalten solltet, kommt ganz auf Euch selbst an. Manche Menschen haben einfach einen schnelleren Zugang zu Sprachen, als andere.

Um die Sprache richtig zu vertiefen und sich in ihr heimisch zu fühlen, werden so um die sechs Monate empfohlen.

Doch in welchem Rahmen kann ich eine so lange Zeit im Ausland verbringen?

Auslandsstudium

In der Oberstufe – meistens während der 11. Klasse – ist es möglich, ein Austauschjahr zu machen.

Hier können Schüler die Gelegenheit ergreifen für ein Jahr (oder ein halbes) in einer ausländischen Schule zu lernen und bei Gastfamilien zu wohnen.

Beliebte Ziele sind die USA, Australien, Kanada, Großbritannien, Argentinien, Chile und co.

Durch die Integration in eine einheimische Familie, den Schulalltag und die Betreuung der Austauschorganisation vor Ort lernen die Schüler blitzschnell die jeweilige Sprache des Landes.

Eine weitere sehr gute Gelegenheit ins englische Ausland zu gehen, bietet auch das jeweilige Austauschprogramm Eurer Universität!

New York, Sydney, Toronto - Wo soll es für Dich hingehen? Ein Austauschsemester ist eine tolle Gelegenheit, Leute, Leute und die Sprache kennenzulernen! | Quelle: Unsplash

Viele Studenten nutzen die Chance und studieren ein Semester an einer ausländischen Partnereinrichtung, um fachlich aber vor allem sprachlich voran zu kommen.

Dabei ist das europäische Austauschprogramm ERASMUS wohl das bekannteste und meist genutzte in Deutschland – es ermöglicht und unterstützt den Austausch von Studenten innerhalb Europas.

„Work and Travel“

Wenn Ihr im Rahmen Eurer Ausbildung keine Chance hattet, für einige Zeit in einem englischsprachigen Land zu wohnen, dann bieten sich Sprachreisen als eine gute Alternative an.

Diese können ganz unterschiedlich aussehen:

Zunächst einmal könnt Ihr mit einer Organisation verreisen, die Euch Sprachkurse, das Programm und oft sogar die Unterkunft bei einheimischen Familien organisiert.

Diese sind oft gar nicht so lang gehalten, aber dafür sehr intensiv!

Meist habt Ihr hier jeden Tag Sprachunterricht, kulturelles Angebot und durch den Kontakt zu Eurer Gastfamilie die Möglichkeit, Englisch im Alltag zu nutzen.

Solch eine Sprachreise kann man gut in den Semesterferien machen, in Eurer Urlaubszeit oder zwischen zwei Arbeitsstellen.

Eure Sprachreise könnt Ihr Euch natürlich auch ganz einfach selber organisieren. Wo wolltet Ihr schon immer mal hin? Habt Ihr so viel gespart, dass Ihr einfach nur reisen möchtet?

Oder wollt Ihr unterwegs auch mal arbeiten? Die sogenannten „Work and Travel“ – Visa (wie zum Beispiel in Australien) machen dies möglich!

Der Vorteil dabei ist, dass man mehr als ein Tourist sein wird. Denn durch Arbeit wird man schneller in das Geschehen integriert, knüpft Kontakte und spricht somit mehr Englisch!

Übrigens: Oft habt Ihr als Arbeitnehmer die Möglichkeit, ein „Sabbatjahr“ einzulegen.

Das bedeutet, dass Ihr eine drei- bis zwölf-monatige Auszeit von Eurem Job nehmen könnt. Die perfekte Gelegenheit, um zu Reisen, oder?

Lernen mit Filmen, Nachrichten, Hörbüchern & Co.

Nachrichten gucken auf Englisch

Warum gewöhnt Ihr Euch nicht an, Nachrichten über das Weltgeschehen auf Englisch zu schauen?

Wenn Ihr keine englischsprachigen Sender mit Eurem Fernseher empfangen könnt, dann schaut sie einfach im Internet.

Große Nachrichtensender wie der BBC oder CNN haben Internetseiten mit Livestreams und Artikeln!

So wird Englisch Lernen Online zum Kinderspiel.

Oft werden Nachrichtensendungen oder Reportagen auch in mündlichen Prüfungen in der Schule oder der Uni verwendet. Es lohnt sich also, zu üben!

Mit ein wenig Erfahrung werdet Ihr auch die nationalen und regionalen Akzente, Dialekte und Sprechweisen heraushören können!

So könnt Ihr Euch in der Aussprache und Eurem Hör-Verstehen üben. Zudem erfahrt Ihr Dinge und hört Nachrichten über das jeweilige Land die Euch sonst entgangen wären…

Filme schauen in Originalversion

Wenn Ihr mal abschaltet wollt, aber eigentlich noch eine Englisch-Einheit ansteht, dann versucht es doch mal mit Eurem Lieblingsfilm in englischer Originalversion – vorausgesetzt natürlich dieser ist aus einem englischsprachigen Land!

Wenn es Euch nicht zu sehr stört, dass die Stimmen Eurer Lieblingsschauspieler plötzlich ganz anders klingen und Ihr gerade zu Beginn vermutlich nicht alles verstehen werdet – dann ist das die perfekte entspannte Englischstunde für Euch!

Alternativen zu den langen 3-Stündigen Blockbustern sind natürlich auch Fernsehserien! Die haben den Vorteil, dass sie kürzer sind und Ihr Euch somit nicht allzu lange konzentrieren müsst!

Auch deutsche oder englische Untertitel sind eine gute Lösung, wenn Ihr bei der Handlung und den Dialogen noch nicht so gut mitkommt!

Oder auch mal nur Zuhören…

Wer sitzt nicht mal in der Bahn und muss sich irgendwie die Zeit vertreiben? Oder steht oft im Stau und hat keine Lust mehr auf das Gedudel des Radios?

Solche Momente sind perfekt für eine kleine Englisch-Einheit!

Welches Hörbuch wolltest Du schon immer mal hören? Mit einem englischen Hörbuch unterwegs, macht Busfahren gleich mehr Spaß! | Quelle: Unsplash

Englischkurse auf MP3 oder CD helfen Euch bei der Aussprache und dem Hör-Verstehen! Regelmäßig Englisch in Euren Alltag einzubauen hilft dem Selbstbewusstsein und Deinem Gedächtnis!

Auch englische Hörbücher eignen sich wunderbar zum Lernen und gleichzeitigen Entspannen… Wir empfehlen Klassiker von Jane Austin, bis hin zu Harry Potter oder Sherlock Holmes.

Und das muss nicht teuer sein! Auf Youtube zum Beispiel gibt es viele Hörbücher kostenlos, wie zum Beispiel „Der kleine Prinz„!

Lernen dank englischer Literatur

Neben der Eingewöhnung unserer Ohren auf die englische Sprache dank Nachrichten, Hörbüchern und Filmen, dürfen natürlich auch unsere Augen nicht zu kurz kommen!

Vor allem für die visuellen Lerntypen unter Euch ist deshalb das Lesen von englischer Literatur sehr wichtig und lohnenswert!

Wie wäre es also mit Harry Potter, Twilight oder the Hungergames?

Wer diese Romane eh schon kennt, hat hier einen Vorteil, denn so fällt es leichter, die Zusammenhänge zu erschließen!

Auch wenn diese Bücher sonst nicht so Euer Fall sind, so kann es doch Sinn machen, sie in Originalsprache zu lesen. Denn ihre Handlung ist allgemein bekannt und auch das Niveau der Sprache nicht so schwer, wie zum Beispiel Shakespeares Romeo & Julia

Am Ende müsst natürlich Ihr entscheiden, welches Buch Ihr Euch zutraut und welches Genre Euch gefällt… Was Bücher zum Englisch Lernen angeht, habt Ihr eine große Auswahl an historischen Romanen, Horrorgeschichten, Krimis, Fantasy, Comics und und und!

Durch die Lektüre  von englischen Büchern könnt Ihr Eure Rechtschreibung verbessern und Euren Wortschatz erweitern.

Wie kriege ich Anschluss zu der englischen Community meiner Stadt?

Kennt Ihr Euch aus in der englischsprachigen Community Eurer Stadt? Was gibt es für Angebote für Expats? Wo sind berühmte Treffpunkte?

Wenn Ihr Euch einen internationalen Freundeskreis aufbaut, erleichtern Euch die Gespräche und Treffen mit ihnen das Englisch Lernen ums Vielfache!

Denn so habt Ihr zuverlässige Insider, die Euch nicht nur korrigieren und helfen, sondern auch erzählen können, was in Ihrem Land so abgeht und angesagt ist.

Hier einige Adressen, bei denen Ihr Anschluss zu englischsprachigen Leuten in Eurer Umgebung finden könnt:

  1. Expats-Facebook Gruppen Eurer Stadt

Sucht einfach nach Gruppen wie „Engländer in Berlin“ oder „Expats in Munich“.

Dort werdet Ihr sicher auf geplante Events stoßen, könnt Menschen anschreiben oder auf Hilfe-suchende-Anfragen reagieren, wie „Ich suche einen Deutschlehrer“ oder „Wie finde ich eine Wohnung“.

So könnt Ihr Leuten helfen sich zu integrieren und lernt im Gegenzug Englisch!

  1. Couch Surfing

Diese Plattform bietet mehr, als die Vermittlung von günstigen und kostenlosen Schlafplätzen!

Hier habt Ihr Zugang zu Informationen über die besten und angesagtesten Events und Adressen Eurer Stadt!

Man lernt schneller und besser Englisch, wenn man internationale Freunde hat! Knüpfe Kontakte zu der englischsprachigen Community Deiner Stadt! | Quelle: Unsplash

Ob neue Ausstellungen, tolle Bars, Konzerte, Abendveranstaltungen, Flohmärkte oder Workshops – so lernt Ihr nicht nur Eure Heimat von einer neuen Seite kennen, sondern tut dies gemeinsam mit vielen potentiellen anglophonen Freunden!

  1. Tandempartnerschaft

Über Organisationen wie TandemPartners könnt Ihr bequem einen Tandempartner finden!

Das Prinzip ist simpel: Zwei Muttersprachler treffen sich und bringen sich gegenseitig Ihre jeweilige Sprache bei!

Dabei könnt Ihr gemeinsam ganz frei entscheiden, wie oft Ihr Euch treffen wollt, wie lange und in welchem Rahmen.

So lernt Ihr Englisch aus erster Hand!

  1. Skype-Freundschaft

Ihr bekommt keinen Anschluss zu anglofonen Menschen in Eurer Stadt? Keine Sorge, wir sind heutzutage ja zum Glück gut vernetzt!

Was früher vielleicht die Brieffreundschaft mit einer weggezogenen Freundin war, ersetzt heutzutage die kostenlose Software Skype.

Mit dieser kann man übers Internet telefonieren und Videochatten.

Warum nutzt Ihr nicht Skype, um mit einer englischsprachigen Person in Kontakt zu kommen und regelmäßig Euer mündliches Englisch zu üben?

So ähnlich wie bei der Nachhilfe oder bei einer Tandempartnerschaft könnt Ihr hier Fragen stellen, Euren Wortschatz erweitern und Eure Aussprache testen!

Über Facebook, Twitter oder Instagram könnt Ihr zum Beispiel eine Anfrage in anglofone Gruppen schicken oder über Freunde von Freunden einen neuen Skype-Partner ausfindig machen.

Und wenn Ihr Euch nicht so gerne auf Englisch unterhaltet, versucht es doch mal mit Chats oder E-Mails, um Englisch Schreiben zu üben.

Früh übt sich…!

Es gibt keine Altersgrenze, um eine neue Sprache zu lernen!

Im Gegenteil: Man lernt ja bekanntlich nie aus… Und auch wenn man schon lange aus der Schule raus ist und seine Ausbildung hinter sich gebracht hat, kann man sich nochmal an etwas Neues heranwagen!

Eine fremde Sprache zu lernen beansprucht das Gehirn, trainiert es und hält es in Schwung!

Es ist aber natürlich kein Geheimnis, dass Kinder schneller lernen als Erwachsene!

Wenn man sein Kind also von Anfang an mehrsprachlich erzieht oder schon früh beginnt, sie in Fremdsprachen zu unterrichten, dann werden sie damit nicht so große Probleme haben und schneller fließend Englisch sprechen lernen.

Vermutlich liegt es daran, dass sie eh so vieles entdecken und aufnehmen müssen, dass eine Sprache mehr oder weniger dann auch egal ist…

Aber nein, einmal im Ernst:

Wenn Kinder schon früh mit einer zweiten Sprache aufwachsen, wird Ihnen der Zugang später in der Schule viel leichter fallen!

So könnt Ihr als Eltern schon einmal beginnen vor Einschulung – so im Alter von 4 bis 5 Jahren – ganz leichte englische Gesellschaftsspiele oder Lernapps mit Euren Kindern spielen.

Mit 7/ 8 könnt Ihr dann gemeinsam englische Comics lesen oder Mini-Serien für kleine Kinder gucken…

Kinder lernen viel schneller, als Erwachsene! Kinder sind unsere Sprach-Helden! | Quelle: Unsplash

Aber ACHTUNG:

Es ist ganz wichtig, dass Ihr Euren Kindern kein falsches Englisch beibringt. Wenn Ihr oder Eure Partner keine Muttersprachler seid, dann belasst es bei den oben genannten Beispielen.

Oder lasst englischsprachige Freunde und Verwandte mit Euren Kindern auf Englisch spielen…

(Psst: Um Euer Englisch Niveau zu testen, gibt es Online jede Menge Englisch Sprachtests.)

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