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Wie Lerne ich am Schnellsten Englisch Vokabeln?

Von Hannah, veröffentlicht am 23/10/2017 Superprof Blog DE > Sprachen > Englisch > 7 Tipps fürs Englisch Vokabeln Lernen

Kommt es Euch im Alltag auch mal vor, dass Euch einzelne Worte fehlen und sie Euch einfach nicht einfallen wollen?

Wenn einem das schon in seiner eigenen Muttersprache passiert, dann wird das bei Fremdsprachen erst recht nicht anders sein…

Vokabeln Lernen ist die Grundlage einer jeden Sprache! Und das Üben kann ganz schön nervenaufreibend und anstrengend sein!

Wie lerne ich am effizientesten Englisch Vokabeln, ohne sie wieder zu vergessen?

Lest Euch im Folgenden unsere sieben Tipps und Tricks dazu durch und erfahrt, wie Ihr zu einem Vokabel-Ass für Englisch werden könnt!

1. Wörter nachschlagen

Wenn man anfängt eine Sprache zu lernen, passiert es häufig, dass einem neue Vokabeln begegnen, die man leider doch schnell wieder vergisst oder einfach übersieht.

Entweder, weil man sie nicht kennt, oder, weil man sie zwar ungefähr in den Kontext einordnen kann, aber die direkte Übersetzung vergessen hat.

Wenn Ihr über ein Wort rätselt oder den Gebrauch nicht versteht und schon dabei seid, es „unter den Tisch fallen zu lassen“, erinnert Euch daran: Es ist wichtig, genau diese Vokabel nachzuschlagen.

Wenn Ihr nämlich einen Reflex entwickelt, die Bedeutung unbekannter Wörter direkt nachzugucken und sie aufzuschreiben, eignet Ihr Euch viel schneller einen großen Wortschatz an.

Wie lernt Ihr am liebsten Vokabeln? Vokabeln Lernen: Klassisch mit Wörterbuch oder doch lieber per App? | Quelle: Unsplash, Credits: Elements5 Digital

Ein toller Nebeneffekt ist auch, dass Ihr schneller im Umgang mit Eurem Deutsch-Englisch Wörterbuch werdet – ein wichtiger Begleiter in Eurem Sprachstudium und beim Englisch Schreiben Üben!

Für wen das Wort „Wörterbuch“ einen eher abschreckenden Charakter oder eine einschläfernde Wirkung hat, kann es natürlich alternativ auch mit Vokabel-Apps oder Internetseiten probieren.

Schaut Euch die Übersetzungswebseiten und Apps an – wie zum Beispiel Google Translater, Linguee, Pons, Leo – und wählt dann diejenige aus, die Euch vom Aufbau und der Übersetzung am besten gefällt.

Es ist dann ratsam, bei einem Übersetzungsprogramm zu bleiben und nicht bei jedem unbekannten Wort wieder zu überlegen, welches Online-Wörterbuch Ihr gebrauchen wollt.

Wenn Ihr dann also die Bedeutung eines Wortes herausgefunden habt, schreibt Euch die direkte Übersetzung auf. Extra-Sternchen gibt es, wenn Ihr Euch gleichzeitig englische Synonyme für die neue Vokabel aufschreibt!

Ordnet die Vokabeln am besten in Kategorien. Entweder thematisch – Essen, Nationen, Gesundheit – oder aber grammatikalisch – Verben, Nomen, Adjektive, Präpositionen und so weiter.

Macht Euch mit der englischen Linguistik vertraut

Neben Vokabel-Pauken ist es natürlich auch sehr wichtig, bestimmte erste sprachliche Grundstrukturen zu lernen.

Die englische Sprache ist reich an einer Vielzahl an Wörtern und einer zum Glück zunächst nicht sehr komplexen Grammatik – trotzdem gilt es für den Englischschüler einiges zu tun:

Unregelmäßige Verben lernen, die verschiedenen Zeitformen bilden, die Konjunktive bilden und sich Vokabeln merken…

Wenn man beginnt, eine Sprache zu lernen, ist meist das übergeordnete Ziel, mit Einheimischen und Muttersprachlern kommunizieren zu können – in unserem Fall mit englischsprachigen Menschen.

Und dafür kann sich unser Gehirn so viel mehr neue Wörter und Regeln merken, als Ihr glauben könnt.

Natürlich müsst Ihr nicht jedes einzelne Wort verstehen, wenn Ihr mit einem englischsprachigen Freund redet. Der Kontext ist zunächst das Entscheidene.

Trotzdem wollen wir ja nicht bei halber Strecke aufhören und uns mit mittelmäßigem Englisch durchmogeln…

Wer gutes und anspruchsvolles Englisch lernen – bzw. fließend Englisch sprechen lernen – möchte, sollte es sich deshalb von Anfang an zur Angewohnheit machen, sich so viele Vokabeln wie möglich zu merken.

Außerdem gibt es so einige „Grammatische Vokabeln“, die Ihr lernen könnt, um eine erste grammatikalische Basis zu bilden:

  • Die Präpositionen (at, in, to, …)
  • Die Konjunktionswörter (and, but, as soon as, …)
  • Die Hilfsverben (to be, to have, to do, to must…)
  • Die Pronomen (I, you, mine, their, …)

Diese Vokabeln sind sozusagen die Pfeiler für die ersten Schritte beim Englisch Lernen.

Macht Euch die Verwandtschaft zwischen Englisch & Deutsch zu nutze! Übt Englisch Vokabeln, indem Ihr unbekannte Wörter sofort nachschlagt und notiert. | Quelle: Visualhunt

Englisch Vokabeln aus dem Deutschen herleiten

Zum Glück ist Englisch, genau wie Deutsch, eine germanische Sprache und hat so einige Gemeinsamkeiten. So kann man zum Beispiel viele Wörter finden, die sich ähneln.

Ähnliche Wörter: Nicht nur wegen der globalen Anglizismen ähneln oder gleichen sich einige Wörter im Deutschen und Englischen, wie zum Beispiel Rucksack, Kindergarden, Beer, Angst, Computer, Album, Pretzel, House, Mouse, Hound, …

Ähnliche Konjugation: Die Bildung von unregelmäßigen Verben verläuft bei mehreren Beispielen nach dem gleichen Muster. Erkennt Ihr die Gemeinsamkeit?

  • Trinken – trank – getrunken Vs. to drink – drank – drunk
  • Schwimmen – schwamm – geschwommen Vs. to swim – swam – swum

False Friends: Aber Achtung, es gibt auch die sogenannten „Falschen Freunde“, die dem Ungeübten zur Falle werden können:

  • Deutsch „Boxen“ ≠ Englisch „Box“ (= Schachtel)
  • Deutsch „bekommen“ ≠ Englisch „to become“ (= werden)
  • Deutsch „Brief“ ≠ Englisch „brief“ (= kurz)
  • Deutsch „Enkel“ ≠ Englisch „ankle“ (= Knöchel)

2. Verwende neue Vokabeln so oft wie möglich

Wenn Ihr eine Sprache lernen wollt und bereit seid, Euch motiviert ans Werk zu machen, gehören regelmäßige Vokabellern-Einheiten unbedingt dazu.

Gerade zu Beginn eines Sprachstudiums ist es wichtig, täglich seine Vokabeln zu wiederholen.

Doch wie lange dauert es, dass das Langzeitgedächtnis ein Wort auch wirklich gespeichert hat? Und wie lange muss man täglich Vokabeln üben? Einen Monat? 6 Monate? Für immer?

Das Risiko, Wörter einfach wieder zu vergessen, wenn man nicht kontinuierlich seine Vokabeln übt, ist hoch!

Deshalb ist bei dem Vokabelstudium die wichtigste Grundregel:

Gebraucht die neu gelernten Wörter so viel wie möglich!

Bildet verschiedene Sätze damit, um die richtige Anwendung zu üben, nutzt sie bewusst in Unterhaltungen mit anglofonen Freunden, in Chats oder beim Sprachkurs.

Ihr könnt natürlich auch eine kleine Geschichte auf Englisch für Euch selbst schreiben, in der Ihr alle neuen Vokabeln gebraucht, und diese dann laut vorlesen. So kann sich Euer Gehirn die Vokabeln dank der Ebenen Sehen, Schreiben und Hören besser merken.

Oder greift auf den altbewährten Trick mit den Post-Its zurück.

Wenn Ihr Euch die neuen Vokabeln auf kleine Klebezettel schreibt und an Spiegel, Türen und Kühlschränke hängt, begegnen sie Euch in Eurem Alltag – und Ihr könnt sie Euch besser merken. Doch dazu später mehr!

Regelmäßiges Vokabeltraining ist die wichtigeste Grundlage für das Sprachstudium! Wie sortiert Ihr Eure Vokabeln? | Quelle: Unsplash, Credits: Andrew Pons

Das Lernkartei-System nach Sebastian Leitner

Natürlich kann man neben dem regelmäßigen Gebrauch der gelernten Wörter auch ein wenig Ordnung in das Vokabelstudium bringen.

Mit dem richtigen Lern-System könnt Ihr Euch mehr Wörter in kürzerer Zeit schneller merken.

Eine dieser Methoden wurde von Sebastian Leitner erfunden: Das Lernkartei-System.

Diese basiert auf Vokabelkarteikarten, die in eine Lernbox einsortiert werden. Dafür braucht Ihr:

  • beschriftete Karteikarten mit einem englischen Wort auf der einen und der deutschen Übersetzung auf der anderen Seite sowie
  • eine Vokabelbox, die unterteilt ist in fünf Bereiche (5 ist die gängigste Anzahl, könnt Ihr aber auch variieren).

Der Bereich, in dem sich eine Karteikarte befindet, zeigt an, wie gut Ihr diese schon kennt und Euch merken könnt.

Je weiter die Vokabel in den Bereichen wandert, desto seltener solltet Ihr sie wiederholen, um zu testen, ob sie auch wirklich in Eurem Langzeitgedächtnis gelandet ist.

Während Ihr also die Karteikarten aus dem ersten Fach jeden Tag wiederholt – und dann entweder im ersten Fach lasst oder bei richtiger Beantwortung in das zweite Fach steckt – wiederholt Ihr die Karten aus dem zweiten Fach nur alle zwei bis drei Tage.

Bei richtiger Beantwortung wandert eine Karte immer weiter in den nächsten Bereich. Bei falscher wandert sie zurück in den Bereich eins.

Dieses System gibt es übrigens auch als Software!

3. Probiere neue Redewendungen und Vokabeln aus

Um Euch englische Wörter besser merken zu können, ist es auch hilfreich, diese in einem Kontext zu lernen – also in einem Satz!

Zudem übt Ihr dabei auch gleich, wie die Vokabel angewendet wird, wie sie zum Beispiel gebeugt wird oder mit welchen Präpositionen man sie nutzt.

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Schreibt Euch zu der Vokabel (z.B. to learn) auf die Karteikarte einen Beispielsatz: „I learn English“
  1. Schreibt Euch statt der direkten Übersetzung die verschiedenen Definitionen einer Vokabel auf, wie hier zum Beispiel für „to focus“ (sich konzentrieren):
  • „When you write an exam you have to ….?“
  • „Wie heißt das, wenn man sich auf eine Sache konzentriert?“
  • „Wie sagt man, ‚die Konzentration verlieren?’“ (to loose focus…)
  1. Im Englischen gibt es eine Vielzahl an Sprichwörtern. Wenn Ihr gerade ein Wort lernt (z.B. father/ Vater), das in einem bekannten Sprichwort vorkommt, schreibt es Euch gleich mit auf: “Like Father like son.” (Wie der Vater, so der Sohn.)

Eurer Fantasie sind hier natürlich auch keine Grenzen gesetzt – baut Euch Eselsbrücken und schreibt Euch Sätze auf, die Ihr mit der Vokabel verbindet.

So vergesst Ihr sie sicher nicht mehr!

Bindet Englisch in Euren Alltag ein

Um eine Sprache auch wirklich sprechen zu können, muss man sie… nun ja, sprechen!

Klingt irgendwie logisch, braucht aber gerade zu Beginn des Sprachstudiums eine gehörige Portion an Überwindung. Denn da fällt jeder Satz schwer, der Frust-Pegel schwingt schnell hoch, da man kaum etwas versteht…

Aber wenn Ihr es schafft, regelmäßig Englisch zu sprechen und so Eure Vokabeln zu lernen, werdet Ihr Euch Schritt für Schritt immer wohler fühlen.

Dabei ist es natürlich ideal, wenn Ihr englischsprachige Freunde habt, mit denen Ihr sprechen oder chatten könnt.

Viele Schüler lernen zwar die englische Grammatik, aber nicht das mündliche Sprechen! Let’s talk in English! Übt Euch im Sprechen mit Freunden oder Eurem Tandempartner! | Quelle: Unsplash, Credits: rawpixel

Auch sehr hilfreich ist es, sich englische Filme in Originalversion anzuschauen, um so mehr über die Kultur des jeweiligen Landes und die Alltagssprache zu lernen.

Vokabeln lernen mit Post-Its

Mit dieser Methode – kleine Notizzettel mit Vokabeln überall hinhängen – bindet Ihr Englisch in Euren Alltag ein. Hängt Euch die Vokabeln dorthin, wo Ihr über sie „stolpert“.

Wiederholt sie laut, sodass Ihr gleichzeitig die englische Aussprache üben könnt.

Da sich unser Gehirn viel über das visuelle Gedächtnis merkt, ruft es so die gespeicherten Bilder Eurer Post-Its ab, wenn Ihr Euch an eine Vokabel erinnert wollt.

Um den Lerneffekt noch zu verbessern, könnt Ihr die Vokabelzettel thematisch ordnen, sodass sie im Zusammenhang stehen mit dem Ort, an den Ihr sie gehängt habt.

Hängt zum Beispiel die Vokabel „fridge“ an Euren Kühlschrank oder „mirror“ an den Spiegel. Sehr komplizierte Wörter könnt Ihr da aufhängen, wo Ihr Euch länger aufhaltet.

Zum Beispiel an Eurem Schreibtisch, im Bad oder am Essenstisch. So habt Ihr sie regelmäßig im Blick und könnt kleine Vokabeltrainings zwischendurch einführen.

Die tägliche Wiederholung trägt dann ihr Übriges dazu bei!

4. Setze das Gelernte in die Praxis um

Unser Gehirn ist sprichwörtlich eine Maschine, die regelmäßig geölt werden muss. Eine Sprache zu lernen ist dabei eine tolle Übung, um dabei zu helfen, dass es nicht „einrostet“.

Die englische Sprache zählt zu den lebenden, modernen Sprachen – noch dazu ist sie die eine der meistgesprochenen Sprachen weltweit.

Auf Reisen, im Beruf, während Eurer Ausbildung oder im Fernsehen werdet Ihr immer wieder auf Englisch angewiesen sein.

Übt also früh genug, Englisch zu sprechen!

Dies hilft Euch auch in Eurem allgemeinen Lernprozess, denn wer Wörter ausspricht und sich daran gewöhnt, sie täglich zu hören, kann sie sich auch schneller merken.

Traut Euch Englisch zu sprechen – ob in Eurem Englischunterricht, mit anglophonen Freunden, auf Reisen oder über die sozialen Medien.

Falls Ihr nicht die Möglichkeit habt, im Alltag Eure Aussprache regelmäßig mit Freunden oder im Unterricht zu üben, dann ladet Euch Vokabel-Apps runter, die auch Eure Aussprache testen!

Noch besser ist es natürlich, Euch nach einem Tandempartner umzuschauen. In Unis, Vereinen oder Internetseiten werden solche Patenschaften vermittelt.

Das Prinzip ist einfach: Ihr trefft Euch mit einem Muttersprachler, dessen Sprache Ihr lernen möchtet, und bringt ihm oder ihr im Gegenzug Eure Muttersprache bei.

Dabei könnt Ihr ganz nach Zeit und Lust gemeinsam entscheiden, wie oft und wie lange Ihr Euch treffen möchtet. So könnt Ihr gemeinsam an Deiner Aussprache feilen und Vokabeln lernen.

So kannst Du Deine Scheu vor dem Sprechen abbauen und lernst gleichzeitig noch etwas über die Kultur, Traditionen und Bräuche deines Tandempartners!

5. Spiele & neue Technologien zum Englisch Lernen

Eine Sprachen zu lernen kann Spaß machen! Obwohl wir das Wort „Spiel“ vielleicht nicht sofort mit “Vokabeltraining“ in Zusammenhang setzen, kann man doch beides miteinander verbinden und dabei lernen.

Vor allem dank Smartphone, Tablet & Co. kann man heutzutage kostenlose Spiele einfach unterwegs spielen.

Dafür gibt es nämlich inzwischen genügend Webseiten und Apps, mit denen Ihr interaktiv und spielerisch Eure Vokabeln lernen könnt.

Aber wenn Ihr lieber mit Freunden spielt statt online, dann könnt Ihr es doch mal auf Englisch versuchen. Wie wäre es mit „Stadt, Land, Fluss“ oder „Tabu“ auf Englisch?

Habt Ihr schon Vokabelapps mit denen Ihr Vokabeln pauken könnt? Bequem und spielerisch Vokabeln lernen dank Tablet, Smartphone & co. | Quelle: Unsplash, Credits: Kelly Sikkema

Onlinekurse für Euer Sprachstudium

Dank der Vielzahl an Onlinekursen im Netz könnt Ihr vor allem an Folgendem arbeiten:

  • Englische Konjugation lernen
  • Grundkentnisse in der Grammatik
  • Wortschatz ausbauen
  • Rechtschreibung üben

Kostenlose Onlinekurse können die unter Punkt 4 besprochene wichtige tägliche Übung des Sprechens meist leider kaum abdecken.

Hier sind einige Beispiel an Webseiten, auf denen Ihr kostenlos Online Englisch Lernen könnt:

Sprach-Apps zum Englisch Lernen

Was ist besser, als die Zeit, die man auf den Bus wartet oder in der Bahn sitzt, sinnvoll zu gebrauchen?!

Dank Apps auf Eurem Smartphone könnt Ihr ganz bequem unterwegs die Zeit totschlagen – und dabei Euer tägliches Pensum an Vokabeltraining abarbeiten.

Folgende Lern-Apps lohnen sich zum Beispiel:

  • Babbel
  • Duolingo
  • 50 Sprachen lernen
  • Grammar Shooter

6. Vokabel Lernen: Das hört niemals auf!

Das Studium einer neuen Sprache – auch wenn Englisch in dem Fall als relativ einfache Sprache gilt (…das könnte man natürlich diskutieren!) – ist immer anstrengend und erfordert enorme Willensstärke sowie Durchhaltevermögen.

Jedem, der eine neue Sprache lernt, muss bewusst sein, dass es eine lange Reise wird und das Sprachniveau C2 oder eine hohe Punktzahl im TOEFL-Test nicht innerhalb von wenigen Wochen zu erreichen ist.

Bis eine neue Sprachstruktur und fremde Wörter von unserem Gehirn im Langzeitgedächtnis gespeichert sind, kann es Jahre dauern.

Deshalb ist auch gerade zu Beginn des Sprachstudiums dazu geraten, es langsam angehen zu lassen und kein sogenanntes „Bulimie-Lernen“ durchzuführen.

Wenn Ihr Euch ganz viele Vokabeln in ganz kurzer Zeit merken wollt, ist die Chance sehr groß, dass sie niemals Euer Langzeitgedächtnis erreichen und in Vergessenheit geraten.

Besser ist es, regelmäßig auf lange Zeit 20 bis 30 Minuten pro Tag für Eure Englisch-Einheiten einzuplanen, anstatt alle zwei Wochen mal intensiv Vokabeln zu pauken.

Ihr habt also idealerweise Durchhaltevermögen, einen langen Atem und ein konkretes Ziel vor Augen – wie einen Sprachtest, eine Reise oder eine Anstellung in Englisch.

Entdeckt hier eine Liste mit Englisch Sprachtests Online, sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig.

Wie erhalte ich mir meine Motivation?

Ihr werdet also lange brauchen, bis Ihr eine Sprache gut beherrscht. Verständlich, wenn Euch das jetzt abschreckt oder demotiviert!

Das wird Euch während Eures Sprachstudiums noch ganz schön oft passieren. Gerade weil es ein langer Prozess ist, werden viele ungeduldig, sehen keinen Fortschritt oder finden keinen Ansporn mehr, regelmäßig zu üben.

Linguisten schätzen, dass man circa 1.000 Vokabeln kennen muss, um sich gut und fehlerfrei auf Englisch ausdrücken zu können.

Dafür muss man regelmäßig lernen und motiviert sein – denn mit Motivation lernt es sich schneller und besser!

Hier einige Ratschläge, um Eure Motivation auf Trapp zu halten :

  1. Findet Euren Rhythmus: So wie wir alle unsere Angewohnheiten haben und einen alltäglichen Ablauf, um Dinge zu schaffen, so braucht man diese auch, um eine Sprache zu lernen. Bringt Struktur in Euer Studium und legt Euch feste Zeiten fest.
  2. Setzt Euch kurzfristige Ziele: Setzt Euch reale Ziele, wie zum Beispiel: „Diese Woche lerne ich 50 neue Vokabeln.“
  3. Setzt Euch langfristige Ziele: Was möchtet Ihr mit Eurem Englisch erreichen? Eure Lieblingsbücher in Originalsprache lesen? Endlich mal in die USA fliegen? Euren TOEFL-Test nachholen? Behaltet dieses Ziel im Auge und lasst es Euch motivieren!

Englisch Lernen: Was ist Eure Motivation? Erinnert Euch an Euer Ziel: Ihr plant eine Reise oder wollt einen Test bestehen?! | Quelle: Unsplash, Credits: Asli Yilmaz

7. Last but not Least: Ruht Euch auch mal aus!

Wie bei (fast) allem im Leben: Irgendwann ist auch mal genug. Menschen brauchen genügend Schlaf, um sich am nächsten Tag wieder auf all ihre Aufgaben konzentrieren zu können.

Im Schlaf hört das Gehirn allerdings nicht auf, zu arbeiten. Es verarbeitet die aufgenommen Eindrücke des Tages.

Deshalb wird auch empfohlen, Vokabeln und Grammatikregeln kurz vor dem Schlafengehen zu wiederholen.

Euer Gehirn kümmert sich dann um die gelernten Wörter, die letzte Englischstunde, die gelernten Regeln – und das alles im Schlaf!

Eine Studie der Oxford Universität besagt, dass vor allem Teenager morgens erst zwischen 9:00 und 10:00 Uhr wirklich aufnahmefähig sind. Schlaft also ein bisschen länger oder macht erstmal etwas anderes, bevor Ihr Euch an die Vokabeln setzt.

Nehmt Euch einen Ruhetag in der Woche

Natürlich hängt es auch mit unserem kulturellen Kontext zusammen, dass wir uns meist den Sonntag frei nehmen. Aber es ist auch wichtig und sinnvoll für unseren Körper!

Lasst es also einen Tag in der Woche langsamer angehen und wappnet Euch für eine neue Woche Englisch Lernen.

Ihr könnt ja zur Abwechslung mal einen Film oder Eure Lieblingsserie auf Englisch schauen oder ein gutes Buch auf Englisch lesen?!

Für Euer Englischstudium müsst Ihr also Durchhaltevermögen beweisen, regelmäßig Vokabeln lernen und das über einen langen Zeitraum. Aber natürlich auch mal Pausen machen und Euch erholen!

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